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2020 Neuheit: Objectif Mars (Drop Track Achterbahn, Intamin) @ Futuroscope - France

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  • Der Park hat eine Videoreihe zur Entstehung der Bahn produziert

    Die ersten drei Teile sind schon online:







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    • Die nächsten drei Videos zur Entstehung der Anlage sind online




      Zeitraffer - das komplette Projekt in zwei Minuten:

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      • Nachdem bislang noch keiner was zur Fahrt geschrieben hat und ich letzte Woche dort war, dachte ich, ich schildere mal ein paar Eindrücke. Fazit vorab: Ich mag das Konzept, war schon immer ein großer Freund von Achterbahn-Darkride-Kombinationen und denke, dass es wirklich ne coole Familienattraktion ist, die dem Park echt gut tut. Trotzdem ist da schon einiges an verschenktem Potential vorhanden, da muss man echt ein wenig den Prototyp-Bonus auspacken.

        Grundthema ist ja quasi die Rekrutierung für eine Marsmission und die physikalischen Tests für die potentiellen Teilnehmer. Nette Story- und Queueline mit Lost-Gravity-Vibes (u. A. Auf-dem-Kopf-Badezimmer). Station selber eher nüchtern, geht aber als Testeinrichtung durch. Die ersten beiden kleinen Szenen der Darkride-Sektion sind schon cool, der Hitze-Effekt ist echt heiß (das hat auch schon die Farbe an der Decke gemerkt), die Teslaspulen sind extrem laut und beeindruckend. Das dritte Element mit den Screens ist aber wirklich komplett sinnlos. Man hällt vor ein paar Bildschirmen, über die ein paar Sterne flimmern. Wenn das insgesamt ein körperlicher Testablauf sein soll, warum dann nicht noch ein physisches Element (Kälte, Wind, Wasser - irgendwas)? Statt dessen eine inhaltsfreie Flimmerkiste - hat im ganzen Zug keiner verstanden. OK, dann geht es in Schrittgeschwindigkeit quasi zum Beschleunigungstest - die Fahrt ist extrem geschmeidig, macht Spaß, ist aber wirklich familientauglich. Erinnerte mich stark an einen Mack Spinning-Coaster. Die Launches sind meines Empfindens nach nicht so intensiv wie z.B. bei Juwelen o.Ä. Und irgendwie wirken die Reibräder in einem Park, der sich voll dem Hightech verschrieben hat, schon arg oldschool. Aber gut, abgesehen von den Kosten würde es wohl gar nicht so einfach sein, neben der anderen Technik auch noch die Magneten für einen LSM-Launch in die Wagen zu integrieren. Aber passender wäre es schon gewesen. Dann zum Schluss der Gravitationstest, der "Darkridepart" vor dem Drop ist so mittel aufregend und irgendwie zu kurz. Bis man gecheckt hat, was das sein soll, geht es schon abwärts. Der Fall selber ist überraschend, aber auch recht kurz. Das Absetzen des Tracks nach dem Fall ist aber sehr unsanft. Da wird man regelrecht zusammengestaucht. Mir hat es beim ersten Mal echt die Zähne zusammengeschlagen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das final so gedacht ist. Und schon ist man wieder in der Station.

        Noch ein paar Gedanken zum allegemeinen Betrieb: Man hat ja schon gehört, dass die Anlage noch ihre Macken hat und auch bei meinem Besuch war sie alle paar Stunden down. Bis zur ersten Fahrt habe ich deshalb statt 20 Min ca. eine Stunde gebraucht. Und mit Maske in der unklimatisierten Blechhalle war es echt eine Tortur. Die Kapazität mit 12 Leuten pro Zug und nur 2 Zügen ist für den Park eigentlich auch deutlich zu wenig. Wobei sich die Mitarbeiter trotz der widrigen Umstände aber wirklich ins Zeug gelegt haben. Auf jeden Fall Lob dafür.

        Zum Schluss noch die wichtigste Info für alle, die noch vor haben damit zu fahren: Auch wenn es einem niemand verrät: Es gibt eine Single-Rider-Line und die ist echt Gold wert. Ich habe es auch erst gesehen, nachdem ich eine einzelne Person in der Station bemerkt hatte, die sich dorthin gewagt hatte. Vor dem Gebäude gibt es einen Außen-Anstellbereich mit 2 Drehkreuzen, die aber komplett unbeschildert sind. Ein Zugang wird aber stets von einem Mitarbeiter bewacht - ergo: Fastpass. Nur: Von der Fastpass-Queue zweigt im Inneren des Gebäudes die Single-Rider-Line ab. Kann man weder sehen noch sonstwoher erfahren. Man muss also dem Mitarbeiter am Eingang brav mitteilen, dass man alleine fahren möchte, dann lässt er einen in den Fastpass-Eingang und man sitzt im nächsten Zug, denn noch jemand verirrt sich dahin wohl kaum. So habe ich trotz der Ausfallzeiten einige Fahrten zusammenbekommen.

        Ja also: Das Ding macht Freude, ist abwechslungsreich und eine echte Wohltat für einen Park, der anderweitig fast ausschließlich aus Simulatoren besteht. Außerdem muss man das innovative Konzept honorieren, super, dass sich der Park und Intamin da rangetraut haben. Allerdings ist auch klar, dass das bei weitem noch nicht das Ende der Möglichkeiten ist. Bleibt zu hoffen, dass jemand das als Inspiration sieht und daraus vielleicht mal einen "echten" Darkride mit Thrill-Elementen entwickelt. Das Potential hätte das Fahrsystem, diese Erstinstallation wirkt aber teilweise doch eher ein wenig wie eine Testanlage. Aber auf jeden Fall gibt es jetzt einen echten Grund, den Park mal zu besuchen, ohne die Bahn wäre ich da sicher nicht gelandet und der Rest war eigentlich auch besser, als ich befürchtet hatte. Also wenn ihr in der Gegend seid, holt euch das 20,-€ Abendticket und gebt dem Ding ne Chance, das ist es allemal wert.
        Zuletzt geändert von Markus mit k; 30.07.2020, 17:33.

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