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Eules Wilde Westen Tour: Kapitel 3 - Viel Lärm um mich (Duinrell)

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  • Eules Wilde Westen Tour: Übersicht

    Prolog
    Kapitel 1: Traumschiff Eulenprice (Walibi Holland frei nach Roddenberry)
    Kapitel 2: Euliger Twist (Drievliet frei nach Dickens)
    Kapitel 3: Viel Lärm um mich (Duinrell frei nach Shakespeare)
    Kapitel 4: Efteling
    Kapitel 5: Efteling
    Kapitel 6: Efteling
    Kapitel 7: Bobbejaanland
    Kapitel 8: Walibi Belgium
    Epilog

    ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~

    Dereinst als Kind so oft schon dort gewesen,
    an jenem Strand gleichwohl in jener Stadt,
    so dachte sich dies kleine Eulenwesen,
    es sei gewiss doch keine Frage,
    dass es auf Reisen manche Tage
    erneut an jenem Ort zu weilen hat.

    Schon damals wars der Eule gute Sitte,
    dem Fröschlein, das da haust zu Wassenaar
    samt allem was in dessen Heimstadt Mitte,
    einmal im Jahr die Ehr‘ zu geben.
    So wollte sie erneut erleben,
    was ihr als Kind dereinst so wichtig war.

    So spricht zu sich der gute Eulerich:
    Heut‘ hab gewisslich ich viel Lärm um mich!


    ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~

    Ok, ich gebe zu, das klingt eher nach Heinz Erhardt als nach dem Schwan von Stratford upon Avon, aber zumindest ist es von der Form her ein Sonnett im fünffüßigen Jambus und das muss hier als Verneigung vor dem übergroßen Vorbild genügen. Außerdem trifft es vom Inhalt her ziemlich genau das, was an jenem Dienstag, dem 22. April in mir vorging. Denn tatsächlich habe ich als Kind eigentlich jedes Jahr einmal Duinrell besucht – anfangs als ganztägiger Ausflug in den Freizeitpark; später dann nur noch abends das Tikibad, denn zu Zeiten als die „Kikkerachtbaan“ die einzige Achterbahn im Park war, gab es da noch nicht viel, was einen Jugendlichen wie mich dort begeistern konnte.

    Auch heutzutage hatte ich meine Zweifel ob ich mich wirklich einen ganzen Tag in Duinrell aufhalten könnte, sodass ich mir wie schon für Drievliet am Vortag ein Rahmenprogramm für die übrige Zeit überlegte. Möglichkeiten dafür hätte es so einige gegeben und da ich die Gegend von meinen früheren Urlauben her relativ gut kenne, möchte ich die Gelegenheit (ok, wir sind sonst nicht in Katwijk aan Zee sondern in der Nachbarstadt Noordwijk aan Zee untergekommen, aber das spielt hier keine Rolle) nutzen, ein paar Empfehlungen auszusprechen, da ja möglicherweise auch andere Besucher von Duinrell oder Drievliet in eine vergleichbare Situation kommen könnten:

    Sowohl Katwijk als auch Noordwijk verfügen über nette Einkaufsmöglichkeiten und Strandboulevards mit Kneipen und Cafés, wobei hier das Einkaufen in den parallel zum Strand verlaufenden Einkaufsstraßen Katwijks ein besseres Angebot bietet als Noordwijks „Hoofstraat“, die vom Strand weg führt. Dafür empfand ich immer den Boulevard in Noordwijk schöner. Für alle, die sich ein wenig für Raumfahrt interessieren, bietet die Gegend mit der Space Expo ein richtig gutes und teilweise interaktives Museum, in dem man locker ein paar Stündchen zubringen kann (auch bei schlechtem Wetter!); Freunde des Minigolfs finden in Noordwijk eine hübsche Adventure-Golf-Anlage, die auf den Namen „De Rollygolf“ hört.
    Genauso empfehlenswert ist bei schönem Wetter natürlich auch einfach ein wenig Entspannung am Strand oder ein Spaziergang am Meer oder durch die Dünen (von Katwijk nach Noordwijk braucht man in gemütlichem Tempo vielleicht eine dreiviertel Stunde und der Spazierweg durch die Dünen ist wirklich malerisch). Bei nicht so tollem Wetter kann man sich auch einmal die Angebote an Grachtenfahrten näher ansehen – eine gute Auswahl bot hier immer ein Unternehmen, das seine Fahrten in Noordwijk Binnen startet, ich bin mir aber nicht sicher ob das noch existiert.
    Ein paar km weiter zu fahren aber nicht minder empfehlenswert wäre ein Ausflug zum Keukenhof bei Lisse, zum Linnaeushoof (vor allem natürlich für Kinder eine super Adresse!) oder in die Städte Leiden oder Zandvoort (die Auto-Rennstrecke könnte hierfür ein Grund sein, der dortige Center Park fand ich eher unterdurchschnittlich).

    Ich selbst hatte für den Tag eigentlich ein wenig Relaxen am Strand oder eben einen Spaziergang nach Noordwijk eingeplant, weil ich nicht vor hatte, ans Meer zu fahren und es dann nur mal kurz von Weitem zu sehen. Dass daraus nichts wurde, lag an einer Uni-Hausaufgabe meiner Freundin, die uns mit den mitgenommenen vorsintflutlichen Gerätschaften vor scheinbar unlösbare Probleme stellte, weil wir es nicht schafften, damit die notwendigen Dateien herunterzuladen und zu öffnen. Dementsprechend bauten wir darauf, irgendwo im Ort ein Internetcafé zu finden und zogen los in durch die hübsch geschmückten Straßen Katwijks, das schon für den Koniginnentag am darauffolgenden Samstag herausgeputzt wurde.

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    Von der Fußgängerzone habe ich leider keine Bilder gemacht, dafür habe ich etwas erstanden, von dem ich mir erhoffte, im Lauf des Urlaubs noch großen Nutzen zu haben: Einen ERSATZAKKU für die Kamera! Ich war es einfach leid, dass der Akku immer mitten am Nachmittag seinen Geist aufgab. Ein Internetcafé fanden wir dagegen keines – ist wohl in Zeiten von Wifi und Smartphones ein aussterbendes Business – das nächste wäre angeblich irgendwo in Leiden gewesen und das war uns zu umständlich. Stattdessen haben wir einfach mal nett bei unseren Wirtsleuten gefragt und die haben uns netterweise einfach mal an ihren privaten PC gelassen und das Problem mit der Hausaufgabe hatte sich erledigt – der entspannte Vormittag am Meer aber leider auch…

    So mancher Plan, den man sich lang erdacht,
    wird kurzerhand vom Leben selbst verlacht.

    Nach all dem Hin und Her war es schließlich schon fast 14:00 Uhr als wir endlich ins Auto steigen und ins glücklicherweise nur wenige Kilometer entfernte Duinrell fahren konnten. Bei den kurzen Öffnungszeiten blieben uns also nicht einmal drei Stunden für den Park, für die drei Stunden Tikibad danach war aber noch genug Zeit. Also nichts wie los, die Tickets gelöst und auf in den Park, in dem zunächst einmal ein kleiner Fußmarsch durch den Campingplatz auf die Besucher wartet:

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    Spätestens bei den ersten Fahrgeschäften, an denen man vorbei kommt, fällt auf wie idyllisch der Park angelegt ist: Weite Teile liegen quasi mitten in einem Wald und das Zusammenspiel aus altem Baumbestand, kleinen Wasserflächen und dazwischen versteckten Fahrgeschäften macht einen sehr ansprechenden gewachsenen Eindruck. Wir nutzten den Bereich um den „Take away Paardenstal“ allerdings nur für einen kurzen Toilettenstopp, da ich in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit unbedingt erst einmal zu den „großen“ Attraktionen wollte. Mit weniger Zeitdruck im Nacken hätte ich sicherlich zumindest die „Aqua Shutes“, zwei ziemlich flotte Wasserrutschen, die man auf Gummibooten hinab saust, getestet. Eine Runde auf den Ruderbötchen im Schatten von „Rick’s Avonturen Burcht“ (= Abenteuer Burg) wäre dann eher etwas gewesen, wenn man den ganzen Tag hier verbracht hätte und der kleine „Verkeerstuin“ sowie „Rick’s Fun Factory“ mit den „Bumper Frogs“ sind dann doch eher für die ganz Kleinen gedacht. So blieb es lediglich bei zwei hübschen Bildchen von dem Bereich:

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    Im Eiltempo ging es nun für uns einmal quer durch den gesamten Park, da alle Achterbahnen in der hintersten Ecke hinter dem „Tikibad“ zu finden sind, das einen guten Orientierungspunkt in der Parkmitte darstellt. So kamen wir schließlich als erstes bei der ältesten Achterahn des Parks an: Der guten alten „Kikkerachtbaan“. Dabei handelt es sich um eine Kinderachterbahn mit dem typischen langen Zug, der hier als Frosch gestaltet ist (kein Wunder, wo doch der Frosch „Rick“ das allgegenwärtige Parkmaskottchen ist). Für mich war dies die einzige Achterbahn der Tour, die ich schon von früher kannte, eine erneute Fahrt nach vermutlich etwa 20 Jahren Pause musste aber natürlich in jedem Fall sein!

    Also folgten wir einigen kreischenden Kindern, die in die ziemlich leere Warteschlange der Kikkerachtbaan rannten und saßen wenige Minuten später im Zug. Die Fahrt selbst ist sicher nicht sonderlich spektakulär, aber durch das teilweise sehr bodennahe Layout, das quer durch den Wald zwischen Bäumen verläuft finde ich sie gar nicht mal so schlecht. Außerdem empfand ich die Strecke als relativ lang für diesen Bahntyp, sodass man in den zwei Runden, die der Zug pro Fahrt dreht, durchaus auf seine Kosten kommt. Als Erwachsener sollte man allerdings aufpassen, wohin man seine Arme streckt, denn es ist tatsächlich möglich, während der Fahrt an ein paar Stellen den Boden oder Bäume zu berühren. Ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die Einschalung der Schienen in den bodennahen Streckenabschnitten – das sieht irgendwie seltsam aus und ich verstehe auch nicht wirklich, was das bringen soll, doch urteilt einfach selbst:

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    Der alten Zeiten lang genug gedacht,
    ist endlich nun der Forschergeist erwacht.


    Nach der Fahrt, die für uns die einzige auf dem Fröschlein blieb, zog es uns weiter in die daneben liegende Thrill-Ecke des Parks: Dort stehen die beiden Achterbahnen „Dragonfly“ und „Falcon“, der Supersplash mit dem einfallsreichen Namen „Splash“ sowie im „Waterspin“ und der „Mad Mill“ die heftigsten Flatrides des Parks direkt nebeneinander. Der Waterspin war allerdings während der gesamten Zeit unseres Besuches außer Betrieb – man sah nur eine Arbeitsmaschine daneben, sodass ich davon ausgehe, dass da etwas länger andauernde Wartungsarbeiten erforderlich waren. Uns hat es nicht sonderlich gestört, da wir ohnehin ja nicht die großen Fans von derartigen Schleudern sind. Somit reicht hier auch ein „Beweisfoto“:

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    Was mich viel brennender interessierte, waren die beiden Achterbahnen und weil bei Dragonfly gerade ziemlich viel los war, steuerte ich als erstes den Falcon an, der für mich der erste klassische Eurofighter von Gerstlauer werden sollte (den Fluch von Novgorod sehe ich mal in einer anderen Kategorie). Die Wartezeit lag auch hier bei knapp 20 Minuten, die ich aber gerne in Kauf nahm. Was mir beim Warten weniger gefiel, war, dass ich die Zeit ohne meine Freundin verbringen musste, da sie zu viel Respekt vor dem Senkrechtlift hatte und sich deshalb nicht auf die Bahn traute. Außerdem nervten auch hier wieder einige Kinder, die quer durch die Warteschlange krakeelten, sich zwischen den Leuten hin und her drängelten und generell ziemlich aufgedreht wirkten. Ist halt schon so eine Sache, wenn Scharen von Kindern im Grundschulalter (oder knapp darüber) völlig unbeaufsichtigt durch einen Freizeitpark tigern…

    Die Fahrt selbst fand ich vom Layout und von den Fahreigenschaften ziemlich gut, wenn auch vielleicht ein oder zwei weitere Fahrfiguren der Bahn noch gutgetan hätten. So ist es dann doch ein wenig zu schnell vorbei. Viel schlimmer fand ich die Thematisierung, die nun auch die typischen Eule-Meckereien über sich ergehen lassen muss: Was soll das Wagendesign und das alte Propellerflugzeug darstellen? Eine Afrikasafari oder doch eher ein altes Kriegsszenario? So richtig schlau bin ich daraus nicht geworden und wirklich passend zum restlichen Park ist weder das eine noch das andere – da hätte ich es deutlich besser gefunden, wenn man dort bei einem Thema geblieben wäre, das auch in der heimischen Natur angesiedelt ist.

    Da die komplette Thematisierung (mit Ausnahme des Flugzeugs mit Rick am Steuer) jedoch generell eher verhalten ausgefallen ist, habe ich das während der Fahrt einfach ausgeblendet und die Fahrfiguren an sich genossen, denn die konnten mich, wie gesagt, voll überzeugen: Der Senkrechtlift eignet sich gut um Spannung aufzubauen, der anschließende typische 97°-Drop und Looping sind von den Kräften her prima abgestimmt und der Rest des Layouts ist schön smooth und abwechslungsreich. Somit wertet die Bahn natürlich schon den Park als Ganzes ordentlich auf und schafft es, ihn auch für Thrillseeker und Achterbahnfans interessant zu machen.

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    Nach meiner Fahrt war die Schlange bei der Libelle deutlich kürzer geworden, sodass ich wieder gemeinsam mit meiner Freundin diesen letzten und gleichzeitig neuesten „Count“ des Parks ansteuerte. Und gleich vorweg: Hier fand ich das Thema der Bahn wieder gut gewählt! Mit einer Libelle durch den Wald zu „fliegen“ passt gut zum Gesamtbild des Parks, auch wenn man gerade bei der Libelle eine etwas weniger zahme Fahrt hätte gestalten können – schließlich ist sie ja sozusagen der Kunstflugkönig unter den Tieren, da sie nicht nur extrem wendig ist sondern auch problemlos Loopings und sogar rückwärts fliegen kann; das aber nur am Rande. Auch hier beschränkt sich das Theming weitestgehend auf das Wagendesign und das Stationsgebäude, in dem einige überdimensionale Schaubilder über Libellen zur Schau gestellt werden. Das hätte jedoch schon genügen können, um ein wenig Grundstimmung der Bahn rüberzubringen.

    Apropos Grundstimmung: Manchmal merkt man ja erst durch das Fehlen einer Sache, wie wichtig sie eigentlich ist. Genau das Gefühl überkam mich im Stationsgebäude von Dragonfly, in dem diese Grundstimmung für mich nämlich gerade nicht aufkam. Was das war, was fehlte? Ganz einfach: Stimmige Musik! Hier lief nämlich genau wie fast überall im Park, wie ich danach feststellte, weil ich einfach einmal darauf achtete, schlicht irgendwelche Popmusik, die zwar vermutlich irgendjemand mal als Playlist zusammengestellt hat, die aber genauso schlicht ein Gedudel aus dem Radio hätte sein können (nur Moderationen zwischen den Liedern gab es keine). So etwas mag zwar für die Parkangestellten angenehmer sein als stundenlang dieselbe Themenmusik zu hören, hatte für mich jedoch den Effekt, dass jegliche Illusion eines Themenbereichs sofort im Keim erstickt wurde, weil mich die „normale“ Allerweltsmusik einfach immer wieder in die Realität zurückwarf. Ich möchte sogar so weit gehen, dass genau dieses Detail mit eine Ursache für das zum Teil echt nervige Verhalten der vielen Kinder im Park ist, denen eben auch kaum eine Chance gelassen wird, sich von den Bildern und Klängen um sie herum verzaubern zu lassen und sich entsprechend gegenseitig hochschaukeln wie sie es beim Toben und Spielen auf dem Schulhof oder anderswo gewohnt sind. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass dies eine gewagte Theorie ist, aber es würde mich echt mal interessieren, ob da tatsächlich etwas dran ist, weil wir ja doch durch Musik sehr stark beeinflussbar sind, selbst wenn wir es gar nicht so genau mitbekommen und die Musik nur in unserem Unterbewusstsein wirkt.

    Zurück zu Dragonfly: Ich würde die Bahn als etwas besseren Kiddie-Coaster bezeichnen. Natürlich bietet sie etwas mehr Action als die Kikkerachtbaan nebenan, mit der sie auch ein wenig verschlungen ist und von den Fahreigenschaften auch deutlich spannender als die einzige andere Ausführung des Gerstlauer Family Coasters, die ich bisher testen durfte: Die Schlange von Midgard im Hansapark, wobei ich diese vom Gesamtkonzept her trotzdem um Längen besser finde als die Bahn hier in Duinrell (da sieht man mal ganz deutlich, was ein gutes Theming bewirken kann!). Dragonfly ist zwar ganz nett und für kleinere Kinder sicher eine Top-Adresse für eine der ersten „echten“ Achterbahnen - sie ist ja schon ab 1m Körpergröße freigegeben – aber etwas wirklich Besonderes oder gar Beeindruckendes hat man hier in meinen Augen nicht in den Park gestellt. Besonders ist höchstens noch die Tatsache, dass man auch bei dieser Bahn bei ausgestreckten Händen aufpassen sollte: Ich kam hier beim ersten Hügel nach dem First Drop mit einem Ast in Kontakt und so etwas kann, wenn man nicht aufpasst, bei der Geschwindigkeit von Dragonfly schon eher mal schmerzhaft werden als bei der kleinen Schwester daneben. Vielleicht sollte man da doch mal etwas häufiger mit einem Licht-Raum-Profil die Strecke abfahren und die nachgewachsenen Äste wieder etwas zurückschneiden…

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    Nichtsdestotrotz haben wir uns hiervon mal ein Onride-Foto geleistet, weil es die hier ebenso wie in Drievliet in digitaler Form und dadurch sehr preiswert gab. Das sollten sich die „großen Parks“ mal abschauen…

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    Nun blieb uns noch eine Attraktion, die ich auf jeden Fall testen wollte und vor der ich trotz des kurzen und ziemlich einfallslosen Layouts ein wenig Respekt hatte: Splash. Hier geht es zwar nur einen Lifthügel hoch, durch eine Kehre, einen Drop hinunter und nach dem namensgebenden „Splash“ mit einer erneuten Kehre zurück in die Station, aber eben jener „Splash“ sieht bei den großen Booten für bis zu zwanzig (!) Passagiere tatsächlich sehr beeindruckend aus. Dazu gibt es dann sogar noch eine Brücke mit einer Plexiglasscheibe, hinter der man die regelmäßigen Spritzwasserfontänen besonders intensiv genießen kann – ok, wer verrückt genug ist, sich komplett duschen zu lassen, hat auch die Möglichkeit, sich VOR diese Scheibe zu stellen und die volle Breitseite gleich zweimal mitzunehmen: Erst durch den eigentlichen Splash von vorne und dann auch noch durch das an der Scheibe abprallende Wasser von hinten; ein paar mutige (oder besser: Übermütige?) Jungs haben selbst bei dem eher durchwachsenen Wetter im April von dem Angebot Gebrauch gemacht und sahen dementsprechend schon nach ein oder zwei Booten so aus als wären sie gerade mit Klamotten schwimmen gewesen…

    Eine weitere Besonderheit der Bahn ist es, dass es zwei unterschiedliche Boote gibt: Ein geschlossenes, bei dem man während der Fahrt mehr oder weniger sicher unter Plexiglas sitzt und somit vom größten Teil des spritzenden Wassers verschont bleibt und eine „offene“ Variant eben ohne dieses Dach, bei dem man nur mit einer Plane bedeckt ist und der Kopf völlig frei jedem Wassertropfen ausgesetzt ist, der da kommen möge. Glücklicherweise ist es nicht dem Zufall überlassen, in welches der beiden Boote man kommt, sondern es gibt tatsächlich sogar zwei verschiedene Wartebereiche, sodass man sich im Vorfeld bewusst für „sein“ Boot entscheiden kann.

    Da das Wetter wie gesagt nicht sooo toll war, entschieden wir uns für die „Weichei-Version“ mit Dach, auch wenn wir dort ein paar Minuten warten mussten, während die „Hardcore-Version“ sofort zugänglich gewesen wäre. Und ich muss sagen, so einfach diese Attraktion auch gestrickt sein mag, so wirkungsvoll ist sie auch: Das schaurige Rappeln des Bootes in der Wende vor dem Drop lässt schon Böses ahnen, der Drop ist ziemlich heftig und der „Splash“ aus dem Inneren des Bootes heraus betrachtet ziemlich spektakulär. Das macht richtig Laune und sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man im Park ist. Ach ja: Man wird natürlich auch in der geschlossenen Version der Fahrt ein wenig nass, auch wenn die Nässe nicht direkt vom Splash kommt. Durch das Auf- und Zuklappen des Daches in der Station ist schon genügend Wasser im Boot um von unten ein wenig Nässe zu spüren zu bekommen!

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    Da keiner von uns scharf darauf war, sich von der Mad Mill den Magen umdrehen zu lassen, hätten wir damit den Bereich auch schon wieder verlassen können. Da ich jedoch einerseits wusste, dass im Park nicht mehr viele wirklich interessante Attraktionen auf uns warteten und es mir andererseits auch zuwider ist, den Hauptattraktionen eines Parks nach nur einer Fahrt den Rücken zu kehren, entschieden wir uns noch für ein paar Wiederholungsfahrten. So kamen wir beide noch in den Genuss einer zweiten Runde auf Dragonfly, ich ritt noch einmal den Falcon und konnte anschließend sogar meine Freundin dazu bringen sich zu überwinden und eine Runde mitzufahren – letztlich fand sie es gar nicht so schlimm, nur den Senkrechtlift und den übersteilen Drop fand sie nach wie vor etwas unangenehm, was bei ihrer Höhenangst ja auch nicht allzu verwunderlich ist. Hier das Beweisfoto dazu:

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    Noch einmal ohne meine Freundin ließ ich es mir letztlich vor dem Verlassen der „Thrillecke“ des Parks auch nicht nehmen, mich der echten Herausforderung zu stellen. Gemeint ist natürlich eine weitere Fahrt auf „Splash“, diesmal jedoch im offenen Boot. Ohne zu warten ergatterte ich einen Platz in der ersten Reihe des nächsten Bootes und hatte in der Viererreihe nur einen kleinen Jungen neben mir, der sich ganz an den Rand setzte. Dadurch waren noch zwei Löcher in der Plane frei, durch die eigentlich weitere Köpfe gesteckt werden sollten. Was das für einen wahren Coasterfriend bedeutet, hat glücklicherweise meine Freundin bildlich dokumentiert. Und ja, man wird ordentlich nass und nochmal ja, es war es wert!

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    Der Falken und Libellen wilden Ritt
    macht freilich auch die alte Eule mit.


    Nun war es bereits deutlich nach 16:00 Uhr und das hieß, dass der eigentliche Park nur noch weniger als eine Stunde geöffnet hatte. Also nichts wie weiter, denn ein paar andere Bereiche wollte ich schon noch sehen und eine Kleinigkeit essen wollten wir auch vor unserem Besuch des Tikibads. Besonders lockte mich dabei die „Rodelbaan“, eine zweigleisige Sommerrodelbahn durch die bewaldeten Dünen des Parks, an die ich auch noch vage Kindheitserinnerungen hatte. Dort angekommen stellten wir allerdings fest, dass es hier eine Warteschlange gab, die uns bei der super langsamen Abfertigung bestimmt mindestens eine halbe Stunde Zeit gekostet hätte. Das war es mir nicht wert, also knipste ich nur ein paar Bildchen und wir verließen die Anlage unverrichteter Dinge.

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    Dann wollten wir doch lieber noch ein wenig durch den Park spazieren und uns die übrigen Bereiche ein wenig näher ansehen. Geboten werden den Besuchern im Zentrum des Parks, also dem Bereich zwischen Tikibad und Promenade, vorwiegend Mini-Attraktionen für die Kleinsten und großflächige Spielmöglichkeiten in Form von Spielplätzen, Trampolins, einem Bällebad und Ähnlichem. Dazu gibt es noch einen Minigolfplatz, ein kleines Riesenrad, ein Restaurant und ein paar Shops und Spielbuden, die auch größtenteils mit kaum mehr als besserem Kirmesniveau aufwarten konnten. Auffällig war jedoch, dass so ziemlich alle Shops und auch das Restaurant bereits dabei waren aufzuräumen und zu schließen, und das obwohl es noch etwa eine halbe Stunde VOR Parkschluss war. Das empfand ich schon als etwas seltsam, zumal gerade die Shops in anderen Parks sonst auch noch deutlich nach Parkschluss offen sind, weil gerade dann noch viele Besucher vor der Heimfahrt das eine oder andere Souvenir kaufen wollen.

    Insofern waren wir durch den Bereich dann auch relativ zügig durch. Den einzigen Zwischenstopp, den wir einlegten, war das „Schaduwhuis“, ein kleines Schattenkabinett, das ich ebenfalls noch aus meiner Kindheit kannte. Auch das ist jetzt kein absolutes „Must-do“, aber es macht schon Spaß, ein paar der Lichtblitze abzuwarten und seine Schatten „einfrieren“ zu lassen. Eigentlich schade, dass man so etwas immer seltener sieht. Bilder vom Schaduwhuis habe ich nun keine für euch, von dem Bereich darum herum allerdings schon:

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    Dadurch kamen wir doch noch einmal zurück in den vorderen Bereich mit der Insel, auf der neben der Abenteuerburg auch das kleine Märchenland „Wonderland“ zu finden ist. Das hatte ich noch von früher als besonders hübsch gestaltet in Erinnerung, und da die Monorail mit den Frosch-Fahrrädern, die einmal rund um die Insel führt, ebenfalls schon vorzeitig geschlossen hatte, gingen wir direkt über die Zugbrücke ins Wonderland. Auch diesmal wurde ich von dem kleinen Bereich nicht enttäuscht, denn auch wenn das hier sicher noch kein Vergleich zu dem großen Bruder in Efteling ist, den wir ja während der Tour auch noch würden bewundern dürfen, kann man auch hier eine liebevolle Gestaltung mit einfacheren Mitteln erkennen: Neben ein paar Szenen aus bekannten Märchen verstecken sich hier sogar noch ein paar Mini-Attraktionen für die Kleinen und ein paar weitere nette Überraschungen wie Wasserfontänen und sogar ein kleines Theater mit einer animierten Show mit Figuren und einer Wasserorgel; letztere lief zwar gerade, doch wir hielten uns damit dann doch nicht länger auf. Für Kinder ist der Bereich allerdings sicherlich traumhaft schön und zählt auch für mich noch zu den absoluten Schmuckstücken des Parks, seht aber einfach selbst:

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    Für eine Rutschpartie auf dem Aqua Shute war es dann ebenso zu spät wie für ein Abendessen beim Take Away Paardenstal, wo wir jedoch an das Duinrell Plaza verwiesen wurden, welches das Restaurant für die Urlauber und Übernachtungsgäste Duinrells ist und bis 21:00 Uhr geöffnet bleibt. Somit kamen wir noch in den Genuss, etwas von der Campingatmosphäre aufzunehmen während wir durch die Anlage zum besagten Plaza stiefelten – das alles machte auf uns einen gepflegten und entspannten Eindruck. Ich kann mir also gut vorstellen, dass man sich hier bei einem längeren Aufenthalt wohlfühlen kann.

    Das Essen im Plaza, in dem es auch einen kleinen Supermarkt und ein paar Spielautomaten gab, beschränkte sich leider wieder auf Burger, Fritten und Fertigpizzen, dafür war das Restaurant hübsch und Duinrell-typisch gestaltet mit großen Seerosenblättern unter der Decke, sodass man den Eindruck vermittelt bekam unter der Wasseroberfläche zu sitzen. Geschmacklich war das Essen ok und die Preise nicht besonders billig aber noch im Rahmen, das kann man also durchaus empfehlen und ist auf jeden Fall besser als ein Imbiss auf die Hand.

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    Des Frosches Reich mit märchenhaftem Hauch
    wirkt gleich noch besser mit gefülltem Bauch.


    Dann war es für uns an der Zeit, zurück in den bereits geschlossenen Park zu gehen – denn anders als so ziemlich jeder andere Park, den ich kenne, ist hier fast das gesamte Gelände auch nach offiziellem Parkschluss für alle Übernachtungsgäste frei zugänglich. Klar: Die Attraktionen sind zu und auch einige Spielgeräte sind weggeschlossen, aber z.B. die Spielplätze sind noch benutzbar (wodurch es wieder Sinn ergibt, dass diese so im Zentrum stehen) und auch ansonsten lädt das bewaldete Areal auf jeden Fall für einen gemütlichen Spaziergang abseits des täglichen Trubels ein. Uns lockte jedoch etwas ganz anderes zurück in den Park: Das Tikibad! Das ist abends auch für Tagesgäste buchbar und kann dann auch besucht werden ohne noch Eintritt für den Freizeitpark bezahlen zu müssen – wir haben früher dieses Angebot häufig genutzt und sind im Urlaub nach dem Abendessen noch ins Tikibad gefahren, da das früher für uns reizvoller war als der gesamte Rest des Parks.

    An diesem Tag waren wir dementsprechend noch etwas früher dran als ich es gewohnt war und standen erst einmal knapp 20 Minuten in der Schlange vor der Kasse, diesmal von etwas älteren Jugendlichen umgeben, die jedoch kaum mehr Benehmen hatten als die jüngeren vorher im Park: Da wurde ständig „auf dicke Hose gemacht“, sich gegenseitig beleidigt und ausgelacht, sodass ich mich ein wenig für den Umgangston meiner Landsleute, denn in diesem Fall handelte es sich um deutsche Jugendliche, schämte. An der Kasse gab es dann gleich noch eine schlechte Nachricht: Die 2010er Neuheit des Bades, die Freifallrutsche X-Stream, die meine erste Freifallrutsche hätte werden sollen, war außer Betrieb. Aber was soll’s, bange machen gilt nicht und das Bad bietet ja wahrlich noch genug Alternativen:

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    Da ich meine Kamera natürlich nicht mit in das Bad nehmen wollte, habe ich auch keine Fotos aus dem Inneren – hier muss also eine knappe Beschreibung der Rutschen und anderen Attraktionen ausreichen. Das ist bei den insgesamt 12(!) Rutschen, die es dort gibt, genug Text.

    Im größeren der beiden Rutschentürme, der auf dem obigen Bild zu sehen ist, gibt es insgesamt 6 Rutschen, die über zwei unabhängige Treppenhäuser zu erreichen sind. Vom ersten aus trifft man zunächst auf die zwei klassischen familienfreundlichen Rutschen „Family Slide“ und „Super Slide“, die mit einer Länge von 120m bzw. 110m aus einer Ausgangshöhe von 14m zum einen eine ordentliche Länge haben und zum anderen auch so konstruiert sind, dass man ein wenig Geschwindigkeit aufbauen kann, wenn man es denn darauf anlegt (genau das sollte mir noch zum Verhängnis werden, aber dazu später). Zumindest empfand ich sie deutlich schneller als ich sie in Erinnerung hatte, Langeweile kommt auch bei Wiederholungsfahrten nicht auf!

    Auf gleicher Höhe starten auch die deutlich heftigeren Rutschen „Blits“ und „Flits“. Beide haben etwas dünnere Röhren als die Familienrutschen nebenan, sodass man hier nur im Liegen und nicht im Sitzen rutschen kann, was aber allein schon aufgrund der Geschwindigkeiten gar nicht möglich wäre: Beide Rutschen erreichen nämlich Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70km/h! Dabei besteht „Blits“ eigentlich nur aus einer 630°-Helix nach rechts, deren Radius im Verlauf größer wird und die Geschwindigkeit kontinuierlich erhöhen lässt. „Flits“ dagegen startet mit einem geraden und extrem steilen Stück, das seit diesem Jahr komplett durchsichtig ist, fängt dann die Rutschenden ab und lässt sie in einem weiten Bogen ans Ende der Rutsche gleiten, das sich wie bei „Blits“ nicht in einem Becken sondern in einem Wasserkanal endet. Mir persönlich gefällt der Kick bei „Flits“ noch besser als bei „Blits“, wobei mir irgendwie das Gefälle noch etwas extremer in Erinnerung hatte – da kann ich mich aber auch täuschen.

    Über das zweite Treppenhaus gelangt man zu den beiden längsten Rutschen des Bades: „Moonlight“ und „Starfright“ sind jeweils 150m lang und starten aus 16m Höhe. Diese beiden Rutschen sind mit 2-Mann-Gummireifen zu befahren, die man unten in Empfang nehmen und dann mit nach oben schleppen muss. Beide sind mit unterschiedlichen Lichteffekten, Wasservorhängen und Ähnlichem ausgestattet und machen riesig Laune. Für uns waren dies die Rutschen mit dem höchsten Suchtpotenzial, die auch nach mehreren Wiederholungsfahrten nie langweilig wurden, auch wenn es von allen größeren Rutschen die langsamsten des Bades sind. Immer wieder gerne!

    Der zweite Rutschenturm beherbergtin einer Höhe von 15m zwei weitere Adrenalinbomben: „Cycloon“ und „Tyfoon“. Cycloon ist eine Space-Bowl-Trichterrutsche, bei der man nach einer immer schneller und enger werdenden Helix nach rechts in einen Trichter rutscht und dort nach mehreren Runden des Kreiselns in der Mitte durch ein Loch ins Becken darunter fällt. Witzigerweise ist der Trichter ähnlich eines Roulettes in Zahlbereiche eingeteilt und man kann die Rutschenden im Trichter von einer Brücke aus beobachten (wer wettet auf die nächste Zahl?). „Tyfoon“ war früher das genaue Gegenstück in umgekehrter Richtung, wurde jedoch so umgebaut, dass anstelle des finalen Trichters eine weitere enge Helix gesetzt wurde und man genau wie bei „Blits“ und „Flits“ in einem Wasserkanal abbremst. Uns und auch den meisten anderen Besuchern hat davon die Trichterrutsche noch deutlich mehr überzeugt – dort hatte man den ganzen Abend über die höchsten Anstehzeiten. Ob man den Umbau von „Tyfoon“ also besser wieder rückgängig machen sollte? Muss der Park entscheiden.

    Die restlichen vier Rutschen sind in der Schwimmhalle selbst zu finden. Hier gibt es den „Cannon Ball“, eine kurze aber schnelle Dunkelrutsche mit einer 90°-Kurve, die ein gutes Stück oberhalb des Beckens endet und einen finalen Sprung garantiert, eine 10m lange Kinderrutsche, den „Pelikaanduik“, ein nur 4m langes Rutschenstück, das senkrecht gut 3m über dem Becken endet und eben die geschlossene X-Stream, die letztlich auch nur aus dem senkrechten Start und einem Abfangstück von der Vertikalen in die Horizontale besteht. Bei keiner dieser Rutschen mussten wir öfter als einmal rutschen, auch wenn der Cannon Ball und der Pelikaanduik eigentlich ganz nett sind – die anderen Rutschen waren einfach besser!

    Hier noch ein paar Bilder der Rutschen von außen:

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    Von hohem Turme aus die Eule grüßt,
    bevor den Weg ins Tale sie genießt.


    Abgesehen von den Rutschen bietet das Tikibad noch das obligatorische tropisch angehauchte Schwimmbecken mit Wellenbad, ein kleines Becken zum Hinausschwimmen mit ein paar Sprudelliegen, einen kleinen Kinderbereich, einen Whirlpool und ein Snackrestaurant, sowie den relativ langen aber wenig spektakulären „Lazy River“, der mit Gummireifen durchschwommen werden soll. Vom ehemaligen Saunabereich sind dagegen nur noch ein paar Mini-Dampfkabinen geblieben, die gegen Gebühr verwendet werden können. Das meiste davon war wirklich ansprechend gestaltet, vieles wirkt inzwischen aber leider ein wenig abgenutzt und altbacken, sodass wir uns bei unserem Aufenthalt hauptsächlich mit den Rutschen beschäftigt haben.

    Auffällig waren darüber hinaus noch zwei unangenehme Details: Zum einen ist der Chlorgeruch im Bad (oder was auch immer diesen typischen Hallenbad-Geruch verursacht) schon immer ziemlich extrem gewesen. Bei mir hat das immer zur Folge, dass ich spätestens nach der Hälfte des Besuchs das Gefühl habe nicht mehr richtig durchatmen zu können, weil es mit beim tiefen Einatmen in der Lunge sticht. Glücklicherweise legt sich das immer wieder ein paar Stunden nachdem ich das Bad verlassen habe. Zum anderen gab es am Ausgang ein Problem mit den Haartrocknern: Davon habe ich trotz intensiven Suchens nur 4 (in Worten: Vier) gefunden und von denen waren auch noch zwei defekt. So etwas verursacht natürlich völlig unnötig Staus und geht irgendwie gar nicht.

    Und dann war da ja noch die Geschichte, die mir bei der „Super Slide“ zum Verhängnis wurde: Wie alle anderen Rutschen auch verfügt diese über eine Ampelschaltung. Nun sah ich, dass vor mir ein Mädchen von vielleicht 14 Jahren mit ihrem kleinen Geschwisterchen rutschte – im Sitzen und dementsprechend langsam. Als dann die Ampel für mich auf Grün schaltete hatte ich schon ein komisches Gefühl, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass die beiden schon das Ende der Rutsche erreicht hatten. Deshalb zögerte ich etwas, weil aber hinter mir noch eine ziemlich lange Schlange war, entschied ich mich dafür, der Ampel zu vertrauen und rutschte selbst los. Da ich nun jemand bin, der generell ziemlich viel Tempo aufbaut, kam es letztlich tatsächlich dazu, dass ich die beiden in der letzten Kurve der Rutsche vor mir auftauchen sah und aufgrund des immensen Geschwindigkeitsunterschieds auch keine Chance mehr hatte, einen Aufprall zu vermeiden.

    Instinktiv habe ich nur noch versucht, das Mädchen, das inzwischen auch liegend rutschte, nicht am Kopf zu treffen sondern „nur“ an ihre Schulter zu stoßen. Dadurch kamen die beiden vor mir wohl glücklicherweise mit dem Schrecken davon, auch wenn ihr Vater, der vor dem Auslauf wartete, natürlich wütend auf mich los ging und von dem Aufsicht führenden Schwimmmeisters beruhigt werden musste, dass ich nicht bei Rot losgerutscht bin und der Aufprall bei den unterschiedlichen Rutschgeschwindigkeiten schon vorkommen kann. Nur: Wenn man das weiß, warum ändert man dann nicht das Startintervall oder stimmt es mit Lichtschranken auf die Rutschenden ab? Mir ist so etwas schleierhaft! Jedenfalls hat meine linke große Zehe bei dem Aufprall offenbar etwas abbekommen und schmerzte den Rest des Abends beim Gehen und vor allem beim Treppensteigen – und das ist gerade in einem Schwimmbad natürlich suboptimal…

    Und noch eine letzte Frage zum Tikibad: Ist es wirklich notwendig, dass sich Jugendliche im Umkleidebereich während des Umziehens über mehrere Kabinen hinweg schreiend unterhalten? Bei uns war das der Fall, was den Lärmpegel bei den Umkleiden auf ein unangenehmes Niveau schraubte. Da war er also wieder: der Lärm um mich, der sich irgendwie wie ein roter Faden durch den Duinrellbesuch zog und wohl auch ein Grund, warum ich trotz toller Rutschen und durchaus guter neuer Attraktionen nicht vollends vom Park überzeugt war, als ich schließlich über leere Wege zurück zum Auto humpelte.

    Noch dazu entdeckte ich am Auto angekommen noch ein – diesmal absolut selbstverschuldetes, aber dennoch super ärgerliches – Missgeschick: Irgendwo im Park hatte ich die Hülle meiner Kamera liegenlassen. Und was befand sich noch in darin? Natürlich der nagelneue Reserve-Akku für die Kamera. Das sollte dann wohl nicht sein und ich musste mich wohl oder übel den Rest der Tour mit einem Akku begnügen. Zumindest die Kamera hatte ich aber noch und die lieferte mir vom Parkplatz aus abschließend noch das folgende, sehr versöhnliche Bild von Duinrell:

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    Im Westen sinkt der Sonne letzter Strahl,
    doch Eulen trotzen aller Schmerzen Qual.


    Am Ende angekommen ist trotz des scheinbar schönen Abschlussbildes weder dieser Bericht noch war es der Tag von dem hier berichtet wird. Ich habe nämlich noch ein Versprechen zu erfüllen, das ich im Walibi-Holland-Bericht gegeben habe, und zwar etwas über unsere sehr ungewöhnliche Unterkunft in Katwijk, das Bed & Breakfast Marecrea zu erzählen. Dies passt hier sehr gut hin, weil ich auch damals an just diesem Abend ein Versprechen einlöste, doch erst einmal der Reihe nach.

    Wie wir selbst erst am Abend unserer Ankunft feststellten, handelt es sich bei der Unterkunft nicht um eine Pension wie man sie kennt sondern schlicht und einfach um die Wohnung eines sehr netten Ehepaares, das einfach ein Zimmer (wirklich nur eines!) an Gäste vermietet und sich dadurch ein kleines Zubrot verdient. Das heißt auch, dass es kein separates Bad oder gar einen separaten Speiseraum gibt, sondern dass man tatsächlich einfach das Bad der Wirtsleute mitbenutzt und das Frühstück in deren privatem Esszimmer serviert wird. Ich fand das am Anfang schon etwas merkwürdig und gewöhnungsbedürftig, weil wir zu Beginn z.B. sofort in deren Wohnzimmer gebeten wurden und dort etwas zu trinken angeboten bekamen, aber durch die super freundliche Art der beiden war das letztlich sogar sehr nett!

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    Außerdem kam man natürlich auch ein wenig ins Gespräch, das sich schnell um zwei Themen drehte: Erstens natürlich die „Verrücktheit“ unseres Freizeitparktourismuses, die sie zwar amüsierte aber durchaus positiv aufnahmen (sie würden sehr gerne weitere Coasterfriends bewirten!) und zweitens die Musik. Ich sah nämlich schon am ersten Abend eine Gitarre im Wohnzimmer stehen und dann am Morgen noch einen ganzen Ständer voll im Esszimmer. Es stellte sich heraus, dass der Mann genau wie ich Hobbymusiker ist, und da ich „zufällig“ auch meine Gitarre im Auto hatte, war es natürlich klar, dass wir uns an einem Abend noch für eine kurze „Jam-Session“ verabredeten. Diese Verabredung fand nach unserer Rückkehr aus dem Tikibad statt und mit ein wenig handgemachter Musik waren nach gut einer Stunde des Singens und Spielens die Stimmung bei allen wieder absolut top (das ist mal Lärm, wie ich ihn gerne um mich habe!).

    Nur die Schmerzen im Fuß waren noch da und ich hoffte einfach, dass sich das bis zum nächsten Tag wieder legen würde. Zuvor machten meine Freundin und ich jedoch noch einen nächtlichen Abstecher zur Nordsee, der uns ja am Vormittag verwehrt blieb. Dazu fuhren wir an den Stadtrand, wo der „Oude Rijn“ (eine Historische Rheinmündung) in die Nordsee fließt und meine Freundin traute sich sogar trotz Kälte ein Stückchen ins Wasser hinein:

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    Und mit den folgenden Nachtaufnahmen von Katwijk und der Rijn-Mündung ist dann schließlich auch dieser Monsterbericht am Ende angelangt.

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    Die Eule singt in Hollands dunkler Nacht,
    weil Meer und Klang sie gleichsam glücklich macht.


    Eure Eule.

    ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~

    Jeder Freizeitpark braucht eine Eule!

    Duinrell ist ja eigentlich das Reich von Rick dem Frosch, dazu gibt es natürlich noch die Libellen der gleichnamigen Achterbahn; hinter dem „Falcon“ versteckt sich jedoch kein Greifvogel sondern ein Flugzeug, sodass ich eigentlich nicht damit rechnete, hier auf meine gefiederten Freunde zu stoßen. Doch dann entdeckte ich in der Kulisse der „Play Kwek Show“ diesen Kameraden hier:

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    Und kurz danach winkte mir in der Avonturen Burcht diese Animatronikfigur zu:

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    Dadurch hat sich Duinrell von mir letztlich doch noch zwei von drei Eulenpunkten verdient, weil ich noch nie so eine große Eulenanimatronik gesehen habe. Glückwunsch dafür!

    ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~

    Ansichten einer Eule

    rein subjektiv und hochgradig spekulativ, sowie ohne jegliche Insider-Informationen gibt es in dieser Rubrik am Ende meiner Berichte einen persönlichen „Parkcheck“ mit Bewertungen, Ideen und meinem ganz persönlichen Senf zu FAQs. Wen das nicht interessiert, braucht es ja nicht lesen …

    Duinrell hat in meinen Augen das „Problem“, dass es auf mich nicht wie ein Freizeitpark mit umgebendem Campingplatz und Ferienwohnungen wirkt sondern eher wie ein Campingplatz und Feriendomizil mit angeschlossenem Freizeitpark. Das mag für die dortigen Urlauber ein Traum sein, weil die Kinder natürlich extrem viel Spaß haben können und die Eltern sie augenscheinlich problemlos stunden- oder gar tagelang sich selbst überlassen können, weil sie ja glücklich und gut beschäftigt sind und die Eltern derweil toll relaxen können. Genau das bereitet einem „normalen“ Tagesbesucher des Freizeitparks aber Probleme, weil die Kinder bei den Attraktionen oft außer Rand und Band sind und einem einiges an Nerven kosten.

    Darüber hinaus sind es oft vermutlich relativ leicht behebende Kleinigkeiten, die mich einfach gestört haben und meinen Eindruck trübten. Ich denke da z.B. an vorzeitig schließende Shops/Restaurants/Attraktionen, an die unpassende Musik oder an die defekten und viel zu wenigen Haartrockner im Schwimmbad - von der falsch eingestellten Ampel bei der Super Slide, die dadurch ja ganz offensichtlich gefährlich wird und zu Verletzungen führen kann, mal ganz abgesehen! Über einen derartigen Murks kann ich einfach selbst mit tollen Bahnen wie dem Splash oder Falcon nicht hinwegsehen, und das ist meiner Meinung nach definitiv unnötig.

    Genau deshalb würde ich mir vom Park für die Zukunft wünschen, dass zunächst einmal derartige Unsitten abgestellt werden, mit der Hoffnung, dass dadurch auch die durchaus schöne Gestaltung mit der wunderbaren Lage und Fläche des Parks besser zur Geltung kommen kann und sich vielleicht auch die Stimmung im Park etwas beruhigt und nicht mehr so hektisch wirkt. Danach wäre es sicher sinnvoll, die nächste Großattraktion in einen anderen Bereich des Parks zu platzieren als die jetzige Achterbahnecke – möglich wäre da vielleicht das Gebiet der Rodelbaan oder vielleicht sogar vorne in der Nähe des Aqua Shute. Damit könnte man einen Anreiz schaffen, öfter mal durch den Park zu laufen und könnte dadurch einige Besucherströme entzerren. Unterm Strich bleiben da für mich nämlich in der jetzigen Form zu wenige echte Highlights in einem großen Areal und das ist für mich viel zu viel verschenktes Potenzial in einem Park, den ich eigentlich immer sehr mochte. Aber ich hoffe trotzdem das Beste und werde, wenn ich erfahre, dass sich da etwas getan hat, sicher noch einmal hinfahren um mich selbst davon zu überzeugen.

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    FAQs

    Wie viel Zeit muss man für Duinrell einplanen?

    Für uns waren die knapp drei Stunden, die wir im Park waren, eindeutig zu wenig! Das kommt aber nur daher, dass wir auch gerne mal gemütlich durch ein Areal für Kinder schlendern und uns die dort gebotenen „Geschichten“ näher ansehen. Abgesehen von den beiden Flatrides und den zwei Sommerrodelbahnen wäre aber auch bei einem längeren Aufenthalt nicht mehr viel Fahrbares für uns dabei gewesen – ein bis zwei Stündchen mehr wären also auch völlig ok gewesen, es sei denn man plant noch Minigolf zu spielen, Tretboot zu fahren oder mit Kindern die Spielplätze unsicher zu machen (damit kann man sicher locker den ganzen Tag zubringen, wenn man vor Ort übernachtet sicher auch mehr). Allen, die es noch nicht kennen, möchte ich trotz allem außerdem einen Besuch im Tikibad empfehlen – hier sind die von uns gewählten 3-Stunden-Tickets meines Erachtens nach eine gute Wahl.

    Drievliet und Duinrell an einem Tag? Geht das?

    Ja, das geht, wird aber stressig und es reicht sicher nicht dafür, wirklich ALLE Attraktionen mitzunehmen. Wenn man sich allerdings auf die „wichtigsten“ konzentriert, sollte das funktionieren, weil ja auch nur wenig Fahrzeit zwischen den beiden Parks zurückzulegen ist. In dem Fall würde ich raten, mit Drievliet anzufangen, weil man dann bequem abends noch ins Tikibad gehen kann.

    Was ist besser: Drievliet oder Duinrell?

    Vom Potenzial und der Vielfalt des Angebots abseits der Fahrgeschäfte her ist Duinrell dem kleinen Drievliet sicher weit überlegen. Von dem, was die Parks allerdings aus ihren Möglichkeiten machen, sehe ich Drievliet ganz klar vorne. Deshalb würde ich mich persönlich nun eher für einen Wiederbesuch in Drievliet entscheiden, weil dort deutlich mehr Fahrgeschäfte zu finden sind, auf denen ich Spaß hatte. Das ist aber natürlich reine Geschmackssache.

    Falcon oder Typhoon? Was ist der bessere Eurofighter?

    Das beantworte ich nach meinem Bericht aus dem Bobbejaanland, zu dem ich hoffentlich auch irgendwann einmal kommen werde…
    Der frühe Vogel fährt den Wurm,
    die Eule lieber richtige Achterbahnen

  • Vielen Dank für diesen wieder absolut gelungenen Bericht!

    Das Problem mit der Chartsbeschallung kenne ich vom Holiday Park, im Superwirbel (als dieser noch stand) und der Expedition GeForce werden auch nur "aktuelle Radio-Lieder" gespielt, was ich vor allem bei der GeForce, da die doch einen eigenen Soundtrack hat, etwas schade finde.
    Absolut vorbildlich im Thema "Musik im Wartebereich ist hingegen der Europapark, da hat alles seine eigene Warteschlangen-Musik!
    Und zu der Sache mit den schreienden Kindern sage ich: Wenn ich die Thrill-Attraktionen fahre, sind dort eher Jugendlcihe vertreten. Klar machen diese auch mal Blödsinn, aber sind (meistens) nicht so laut!

    Ich finde es irgendwie schade, dass ich bisher keinen einzigen Eurofighter gecountet habe! Aber das wird sich garantiert spätestens in diesem Park ändern!!!

    LG Lukas
    Being different is not a crime!

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