Die Firma Carl Krane aus Nordfriesland hat den Abbau übernommen. Auch für die Fachkräfte kein alltäglicher Einsatz. Luftige Höhe sind die Kranfahrer und Monteure allerdings gewohnt, denn Windanlagen gehören für sie zum Hauptgeschäft.
Der Auftrag im Freizeitpark habe aber auch für das erfahrene Team besondere Planung erfordert. „Die Gondel musste mittels der Kräne heruntergeholt werden, weil das Fahrgeschäft einen Getriebeschaden hatte“, erzählt Torge Boje, Disponent des Unternehmens.
Mittels der schweren Gerätschaften wurde die 16 Tonnen wiegende Gondel von zwei Seilen getrennt und langsam heruntergelassen. Weil schon für den Folgetag wieder schlechtes Wetter angekündigt war, arbeiteten die zwei Kranfahrer und vier Monteure bis in den Abend hinein.
Eigentlich sollte direkt im Anschluss der Abbau des Maschinenhauses am oberen Ende des Turms folgen. „Doch in den letzten Tagen war es zu windig“, sagt Boje. „Der Turm darf nicht freistehen.“ Wann es jetzt weitergehen kann, muss daher die Wetterprognose zeigen.
Klar ist: Sobald die Arbeiten wieder aufgenommen werden, geht es schnell. Der Abbau des Maschinenhauses und des Turms sei in einem, maximal zwei Tagen zu schaffen, erzählt der Nordfriese.
Der Turm sei in Teilen verbaut und werde daher Stück für Stück abgetragen. Ein Kran hält das Gewicht, der andere dreht die jeweiligen Teile. Im Einsatz ist unter anderem ein 300-Tonner, der über einen 90 Meter langen Teleskopausleger verfügt.
„Anschließend übernehmen wir den Abtransport zum Schrotthandel“, sagt Torge Boje. Das Fahrgeschäft in seinen Einzelteilen wandere vermutlich nach Hamburg.