Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ein solches Angebot des Parks hinterlegt ist, denn mit derselben Rechnung kannst du ja auch sehen, dass sich der Besitz des Parkplatzes langfristig rentiert - und da die Fläche schon als Freizeitparkland ausgezeichnet ist, gäbe es damit auch Erweiterungsmöglichkeiten und Flexibilität.
Du streust hier leider Falschinformationen, was das Baurecht da angeht. Auf den Parkflächen existiert laut Bauleitplan eben kein "Freizeitparkland". Die Parkplätze sind vom Bauleitplan ganz klar als Parkplatz deklariert, da darf nichts bebaut werden außer Ausnahmebauten wie Kassenhäuschen. Das kannst du dem rechtsgültigen Bauleitplan der Stadt Brühl entnehmen, siehe dazu die markierte Zone 5 und 5a, da steht es so auch drin.
www.o-sp.de
Vielleicht will der Park diese Option aktuell nicht ins öffentliche Bewusstsein rücken, um die Chancen einer Erweiterung in Richtung Ententeich nicht zu reduzieren... Vielleicht geht man die Parkplätze nach dem Kauf der Erweiterungsfläche an. Aber letzten Endes ist es müßig darüber zu spekulieren.
Oder der Park weiß, dass ein Verkauf der Parkplatzflächen erstens einen willigen Verkäufer benötigt, zweitens auch Baurecht auf der Fläche gegeben sein müsste und drittens kein Widerstand in der Bevölkerung durch die Bebauung entsteht. Alle drei Punkte sehe ich persönlich durch die direkte Nähe des Wohngebiets, dem Kaufpreis für die Parkplatzflächen und entscheidender der gültige Bauleitplan, welcher geändert werden müsste, derzeit nicht gegeben. Über die Kosten pro Quadratmeter bei dieser Fantasterei, nettes Wortspiel, gehe ich im nächsten Absatz mal grob ein.
Natürlich. Das ist eine ganz einfache Geldfrage. Das PL scheint kein echtes Interesse an den Parkplätzen zu haben, sonst hätten sie diese schon. Gerade Parkplätze sind ja eine extrem einfache Rechnung.
Die jährliche Rendite der Parkplatzfläche berechnest du als verzinsten Barwert für die nächsten 30 Jahre, rechnest noch ein bisschen mit Wertsteigerungen etc. und schon hast du ein sinnvolles Angebot. Allerdings muss dann auch klar sein, dass man hier deutlich im Millionenbereich liegen wird, wenn nicht mehrstellig. Dieses Angebot wird es seitens des Parks wohl nicht geben.
Das ganze musterhaft für die Saison 2025:
05. April 2025 bis 15. November 2025 = 224 Tage Sommersaison
16. November 2025 bis 25.Januar 2026 = 71 Tage Wintertraum
Kommen wir auf 295 Tage Öffnungszeit im Jahr, die der Park im Jahr ungefähr geöffnet hat im Schnitt. Wenn wir den Zahlen aus dem Internet mal Glauben schenken, bewegt sich das Phantasialand im Schnitt um die 2,2 Millionen Besucher pro Jahr. Die Anzahl der Besucher geteilt durch die Öffnungstage ergibt eine durchschnittliche Besuchermenge von 7457,63 Besucher pro Tag.
Wir runden der Einfachheit halber auf 7500 Besucher in unserer Beispielrechnung auf, da wir so eine schöne glatte Zahl haben. die Hotelgäste müssen für die Parkplätze abgezogen werden, ebenso Personen die mit dem ÖPNV ankommen. Das Phantasialand strebt mit der Erweiterung eine Übernachtungsquote von 25 Prozent an.
(Quelle) Derzeit liegt die Anzahl der verfügbaren Bettenanzahl aller drei Hotels bei insgesamt 1200 möglichen Übernachtungsgästen. Der optimale Auslastungsgrad von Hotels liegt bei 80 Prozent, gehen wir mal wohlwollend davon aus, dass es das Phantasialand schafft, dauerhaft 90 Prozent über die Saison zu erreichen. Kommen wir grob auf 1100 Gäste pro Tag die in den parkeigenen Hotels übernachten und auch dort parken und somit nicht auf den Parkplätzen stehen.
Bei der Anzahl der "Öffi-Gäste kann ich auch nur grob schätzen, aber mehr als 1400 Gäste werden hier auf keinen Fall zusammenkommen an einem guten Tag. Bleiben am Ende 5000 Gäste, die pro Tag die beiden Parkplätze des Parks nutzen. Wenn wir davon ausgehen, dass Gäste zusammen anreisen und den Faktor 2 als Richtwert pro Auto nehmen, haben wir pro Parkplatz 1250 Autos, die dort pro Tag stehen würden.
Macht einen Jahresumsatz pro Parkplatz:
1250 Autos * 295 Tage pro Jahr * 8 € pro Parkplatz = 2.950.000 € pro Jahr an Umsatz.
Wenn wir das mal 30 Jahre nehmen, kommen wir auf eine stolze Summe von 88,5 Millionen Euro, abzüglich der Umsatzsteuer landen wir bei ungefähr 75 Millionen Euro, die die Parkfläche pro Jahr dem Betreiber erwirtschaftet. Und das wohl gemerkt ohne irgendeine Preissteigerung über die nächsten 30 Jahre, absolut unrealistisch. Dazu kommen natürlich noch die Personalkosten, die du abziehen musst, die lasse ich jetzt mal außen vor, da wir auch die Preissteigerung außen vor lassen. Wohlgemerkt, die Rechnung ist sehr vereinfacht und im Minimalprinzip angelegt, wahrscheinlich werden die echten Parkplatzumsätze deutlich höher sein. Aber wenn wir davon ausgehen, dass wir eine solche Summe dem Parkplatzanbieter bieten müssten, damit er überhaupt erst mal überlegt, zu verkaufen, schlottern mir zumindest schon mal die Knie. Da hast du weder ein Parkhaus, noch eine Tiefgarage angelegt geschweige denn in irgendeiner Form etwas für die Besuchergewinnung in Form von Themenbereichen angelegt, dir gehört dann lediglich das Land. Für eine Bebauung mit Freizeitattraktionen müssten die Parkplätze ja dann auch in Form einer Tiefgarage angelegt werden. Bei Kosten ab 15.000 Euro pro Tiefgaragenparkplatz bei guten Bodenbedingungen bis zu 45.000 Euro bei schlechten Bodenbedingungen, kann ja jeder mal selber rechnen, wie teuer ein solches Unterfangen auf den Quadratmeterpreis zur Schaffung von neuer Besucherfläche wäre. Und da steht dann noch nicht mal eine Neuheit auf der Fläche, die Besucher anziehen könnte.
Ich möchte bitte betonen, dass die Rechnung da oben stark vereinfachte Schätz- und Annäherungswerte sind, echte Zahlen werden wir hier leider nie bekommen und die Kalkulation nur ein Gefühl vermitteln soll, was so ein Parkplatzkauf für Kosten verursachen würde.
