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-> Teil 1: Magic Park Thessaloniki 
-> Teil 2: Achterbahnen in Bukarest
-> Teil 3: Achterbahnen in Serbien + Bosnien & Herzegowina


Liebe Leute,
innerhalb von sieben Wochen stand schon der vierte ausgedehnte Wochenendtrip an – diesmal sollte es in Richtung Italien und Kroatien gehen. Gemäß der ursprünglichen Intention der Reise lag der Fokus darauf, möglichst viele Achterbahnen in Kroatien einzusammeln. Durch günstige Flugpreise und noch ein paar offene Punkte in Italien hat sich dann aber schnell eine Kombination aus beidem ergeben.
Gerade die spätabendlichen Öffnungszeiten der Lunaparks waren dabei ein echter Vorteil – so konnten wir in kurzer Zeit erstaunlich viel reinquetschen. Deshalb: seid gespannt, was wir so erlebt haben.
Geflogen sind wir an einem Donnerstagmittag mit Ryanair von Berlin nach Venedig. Der Flug verlief absolut unspektakulär und auch die Mietwagen-Übernahme in Venedig war problemlos. Mit dabei war diesmal wieder der gute @Dominik N. , der sich schon genauso auf das Wochenende gefreut hat wie ich.
Die Route war zugegeben nicht in jeder Hinsicht sinnvoll – aber manchmal diktieren Prioritäten und vor allem Öffnungszeiten eben den Reiseplan. So kam es, dass wir den Gardasee gleich zweimal angesteuert haben: einmal direkt am Donnerstag nach der Landung in Venedig und dann später am Sonntag nochmal.
Zuerst also Gardaland. Dort hatten wir unter zwei Stunden Aufenthalt, um die fehlenden Bahnen einzusammeln. Da mein letzter Besuch schon 13 Jahre zurückliegt, hatte ich zwei offene Bahnen auf meiner Liste. Natürlich ein bisschen schade, denn mehr Zeit für den Park hätten wir gerne gehabt.
Immerhin: Wir konnten die Themenfahrt Jumanji testen, dazu die beiden verbliebenen Bahnen abhaken und uns noch eine Fahrt auf Raptor gönnen. Zum B&M Dive Coaster war mein Fazit: macht Spaß, fährt sich rund. Zweibester Dive Coaster in Europa nach dem in Liseberg.
Blick aus dem Flugzeug auf die Tropical Islands
Raptor war 2012 mein allererster Wing Coaster. Hat mir immer noch gut gefallen.
Ich würde sogar sagen, dass ich diese klassischen Drops den Dive Drops vorziehe.
Auch Oblivion The Black Hole hat mich überzeugt
Weiter ging es nach dem Gardaland direkt zurück Richtung Adria – genauer gesagt zum ersten Lunapark des Abends: New Jesolandia. Die Location liegt nur unweit von Venedig entfernt, bedeutete für uns aber nochmal gute zwei Stunden Autofahrt vom Gardasee.
Warum sich das lohnt? Hier warten gleich sechs Achterbahnen. Also absolut lohnenswert für Creditjäger. Neben der üblichen Standardkost (Big Apple, Berg-und-Tal-Bahn, Powered Coaster & Co.) stand hier auch ein ziemlich ausgewachsenes neues Modell von Hersteller S.D.C mit Custom Layout, auf das wir besonders gespannt waren.
Also Plan: erst die ganzen „Pflichtfahrten“ abhaken, um dann das Highlight zum Schluss zu genießen. Tja … und genau das war unser Fehler.
Denn als wir schließlich beim neuen Coaster „Superman“ ankamen, stand die Bahn still. Der Operator bestätigte uns schnell, dass an diesem Abend nichts mehr laufen würde. Besonders bitter: Zu Beginn unseres Besuchs hatten wir sie noch fahren sehen – hätten wir also die Runde andersrum gedreht, wären wir noch drangekommen.
So blieb es bei einem sehnsüchtigen Blick auf die 25 Meter hohe Bahn, aber eben ohne Fahrt. Trotzdem: Stimmung im Park war super, es war gut was los, die Temperaturen angenehm warm – also insgesamt ein echt nettes Abendziel.
Nach New Jesolandia war der Abend für uns noch nicht vorbei. Zwei weitere Ziele standen auf dem Plan: der Lunapark Adriatico in Bibione sowie der Lunapark Stabilia im direkt benachbarten Ort.
Zusammen kamen hier nochmal sechs Achterbahnen zusammen: Alle Bahnen liefen und die Fahrten konnten ohne Probleme absolviert werden.
Damit war der Tag für uns erfolgreich. Wenn man bedenkt, dass wir erst gegen 14 Uhr in Venedig gelandet sind und es trotzdem noch geschafft haben, vier verschiedene Ziele an dem Tag abzuklappern – super Sache!
Nach dem letzten Credit wartete noch eine weitere Stunde Autofahrt, ehe wir in Grenznähe zu Kroatien unser Hotel erreichten. Ziemlich müde, aber happy, fielen wir ins Bett – mit dem Wissen, dass das lange Wochenende gerade erst begonnen hatte.
Hier sieht man die neue Superman Bahn im Hintergrund.
…
Eine weitere ausgewachsene Bahn war der Powered Coaster Magic Mountain
Kleinstachterbahnen fahren. Richtig und Wichtig.
Auch die anderen beiden Luna Parks boten selbstverständlich Wacky Worms
Der Freitag führte uns zunächst nach Istrien in Kroatien. Nach einiger Autofahrt erreichten wir das erste von drei relevanten Zielen an diesem Tag: den Dinopark Funtana. Dort verbrachten wir einen durchaus unterhaltsamen Aufenthalt von gut zwei Stunden.
Das Highlight war ohne Frage der dortige Powered Coaster. Das Layout war ziemlich skurril – eine viel zu lange Gerade, ein Abschnitt durch eine Höhle, seltsame Fahreigenschaften und insgesamt einfach eine ziemlich verrückte Konstruktion. Genau für solche Besonderheiten ist man ja letztlich unterwegs, und allein dafür hatte sich der Stopp schon gelohnt.
Der Eintrittspreis war zwar nicht gerade günstig, aber immerhin haben wir uns die Zeit genommen, auch den Rest des Parks anzusehen. Neben zahlreichen Dino-Animatronics mit Infotafeln gab es noch ein paar kleinere Fahrgeschäfte wie eine Schiffschaukel. Insgesamt machte der Park einen gepflegten Eindruck, und es war offensichtlich, dass er in der Region als beliebtes Ausflugsziel gilt – schon viele Kilometer vor dem Ort wird er mit großen Schildern beworben.
Unterm Strich: ein schöner Zwischenstopp, der uns positiv überrascht hat.
Nach dem Dinopark gönnten wir uns am Nachmittag erst einmal eine kleine Pause. Da die beiden noch offenen Ziele ohnehin erst am Abend öffneten, blieb uns rund zwei Stunden Zeit für den Strand. Eine nette Abwechslung.
Am frühen Abend ging es dann weiter zum Lunapark in Poreč. Die Anlage war nur temporär aufgebaut, bot aber mit ihrer Lage ein wirklich besonderes Setting: die Achterbahn stand unmittelbar am Meer. Klar, es handelte sich dabei „nur“ um einen Kiddycoaster – aber wenn man bei sinkender Sonne in einem mediterranen Land direkt am Wasser fährt, dann fühlt sich das einfach großartig an. Für uns war es ein schöner Coaster-Moment und ein lohnender Zwischenstopp.
Im Anschluss setzten wir unsere Fahrt fort, weiter Richtung Süden bis in die Region Pula. Dort, im Ort Medulin, steuerten wir den kleinen Family Park an. Hier wartete noch ein klassischer Wacky Worm, der schnell eingesammelt war: aussteigen, fahren, wieder ins Auto – und schon ging es weiter. Denn es lagen noch einmal gut drei Stunden Autofahrt vor uns, ehe wir schließlich unser Hotel erreichten. Damit war der Freitag komplett, und wir konnten zufrieden ins Bett fallen.
Willkommen im Dinopark
Flatrides nehmen wir eher selten mit, aber hier gab es mal eine Ausnahme
Der wirklich skurrile Powered Coaster
Wir haben mehrere Fahrten mit der Bahn gemacht.
Bei einer der Fahrten hat sich ein Rad gelöst.
Die Bahn wurde dann angehalten, es kam ein Mitarbeiter, und hat das Rad wieder befestigt.
Dann ging der Betrieb normal weiter. WTF
Cevapcici wurden sich selbstverständlich auch einverleibt
Der Coaster am Meer abends... Mega nice!
Am Samstagmorgen stand eigentlich noch einmal ein entspannter Vormittag am Meer auf dem Plan. Beim Frühstück kam uns dann jedoch der spontane Gedanke, einfach mal nachzuschauen, wie weit eigentlich der Nationalpark Plitvicer Seen von unserem Hotel entfernt ist. Das Ergebnis: nur rund eine Stunde Fahrt. Damit war die Entscheidung schnell gefallen – statt Strand sollte es in die Natur gehen.
Der Park ist nicht nur ein echtes Naturjuwel, sondern auch in Deutschland bekannt, da hier Szenen der Winnetou-Filme gedreht wurden. Mit einem Eintrittspreis von 40 Euro ist das Ganze zwar nicht günstig, aber am Ende hat es sich absolut gelohnt. Die Landschaft ist traumhaft schön: Wasserfälle, Seen, sattes Grün. Natürlich war an einem sonnigen Ferienwochenende viel los, doch durch die Weitläufigkeit der Anlage verteilten sich die Besucher recht gut.
Wir waren am Ende wirklich froh über diese spontane Planänderung. Auch wenn der Tag ohnehin schon reichlich viele Autofahrten mit sich brachte, war dieser Abstecher ein Highlight der Reise.
Am Nachmittag folgte eine längere Autofahrt weiter Richtung Süden. Unser Ziel war das Dalmaland, südlich von Zadar – der größte Freizeitpark Kroatiens und für uns irgendwo auch das Hauptziel der gesamten Reise.
Der Grund dafür ist schnell erklärt: Hier steht mit dem Schwarzkopf Looping Star ein absolutes Juwel. Diese Klassiker werden weltweit immer weniger – zuletzt hat zum Beispiel auch Busch Gardens Tampa seinen Looping Star abgebaut. Umso schöner war es, hier noch einmal die Chance auf eine Fahrt zu haben. Der Coaster nennt sich Big Blue und konnte uns voll überzeugen. Die Fahreigenschaften waren erstaunlich gut, es machte richtig Spaß, und es ist einfach herrlich, ein Stück Achterbahngeschichte zu erleben – ohne Schulterbügel. Hoffentlich bleibt die Bahn noch lange erhalten.
Neben Big Blue hat der Park aber noch weitere Bahnen zu bieten. Besonders interessant ist die Anlage namens Alien, die vom chinesischen Hersteller Beijing Jiuhua Amusement Rides stammt. Chinesische Coaster in der EU sind ja echte Exoten. Die Fahrt war in Ordnung, und hätte ich es nicht vorher bei der RCDB gesehen, hätte ich vermutlich gedacht, es handele sich um eine italienische Drehmaus. Mit dem Wissen um den Hersteller ist die Anlage gleich deutlich skurriler.
Darüber hinaus bietet Dalmaland noch ein paar Flat Rides sowie ein Gruselhaus, das mit seinen Animatronics und Effekten positiv überraschte. Direkt angrenzend gibt es außerdem einen großen Wasserpark, der an diesem heißen Tag deutlich besser besucht war als der Freizeitparkteil.
Nach rund zwei Stunden Aufenthalt war für uns klar: Big Blue ist das unangefochtene Highlight hier.
Danach machten wir uns FAST wieder auf den Rückweg – diesmal stand eine satte siebenstündige Autofahrt zurück nach Italien auf dem Programm. Mit etwas mehr als einer Stunde Umweg konnte im Vorfeld noch eine Mini-Kirmes ausfindig gemacht werden. Diese steuerten wir auch noch erfolgreich mit einer Fahrt auf der Achterbahn an, um dann bis 2 Uhr nachts zurück Richtung Venedig zu düsen.
Schön
Schön 2.0
Schwarzkopf Beauty
Nochmal aus dem Riesenrad
Die chinesische Drehmaus... an den Drops könnte man aber doch erkennen, dass die nicht 08/15 ist
Eine Art Wasserachterbahn hat es hier auch noch. Nässegrad war überschaubar.
Abendliche Creditrunde eine Stunde nördlich vom Dalmaland
Am Sonntag stand dann noch einmal die Region rund um den Gardasee auf dem Programm. Wie schon eingangs erwähnt, führte uns die Route nach dem Zwischenstopp am Donnerstag nun erneut hierher – diesmal aber ins Movieland.
Und ich sage es mal so: Jeder von uns hat vermutlich diesen einen Freizeitpark, den man schon ewig besuchen will, es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nie geschafft hat. Für mich war genau das das Movieland. Seit Jahren hatte ich die begeisterten Berichte und Kritiken von Freunden und Achterbahnkollegen im Ohr – und entsprechend groß war die Vorfreude, endlich selbst dort zu sein.
Diesmal hatten wir auch deutlich mehr Zeit als im Gardaland, sodass wir den Park in Ruhe erkunden und alle Attraktionen testen konnten. Mein Fazit fällt eindeutig aus: Der Park ist richtig stark. Natürlich sind wir auch die drei Achterbahnen gefahren, doch die spielen hier eher eine Nebenrolle. Das Herzstück von Movieland sind die aufwendig inszenierten Themenfahrten. Besonders überzeugt hat mich dabei Magma, aber insgesamt gibt es locker fünf bis sechs Attraktionen, die viel Bock machen.
Ich war am Ende einfach nur froh, dieses Ziel endlich abgehakt zu haben. Und ein großes Dankeschön geht an Dominik, der – obwohl er erst vor wenigen Wochen hier war – gerne noch einmal mit mir hingefahren ist. Ein perfekter Abschluss für unseren Trip.
Suspended Boomerangs findet man trotzdem nicht alle Tage
Ein Lob an die Ride Operator Frau... Sie hat ein Auge zu gedrückt damit wir fahren dürfen.
Der Rest ist schnell erzählt: Ziemlich glücklich machten wir uns auf den Rückweg zum Flughafen, gaben den Mietwagen ab und flogen zurück nach Berlin. Damit gingen intensive Tage zu Ende, die viele Eindrücke und neue Parks gebracht haben. In 72 Stunden hatten wir 2100 Kilometer zurückgelegt.
Jetzt ist für die nächsten Wochen ein kleines Päuschen angesagt.
Nachdem in diesem Jahr bereits China und Japan besucht wurden, folgt im Oktober noch eine dritte Fernreise im Zeichen der Achterbahnen.
Vielen Dank fürs Mitlesen – bis bald..
Viele Grüße
Tom
-> Teil 2: Achterbahnen in Bukarest
-> Teil 3: Achterbahnen in Serbien + Bosnien & Herzegowina
Liebe Leute,
innerhalb von sieben Wochen stand schon der vierte ausgedehnte Wochenendtrip an – diesmal sollte es in Richtung Italien und Kroatien gehen. Gemäß der ursprünglichen Intention der Reise lag der Fokus darauf, möglichst viele Achterbahnen in Kroatien einzusammeln. Durch günstige Flugpreise und noch ein paar offene Punkte in Italien hat sich dann aber schnell eine Kombination aus beidem ergeben.
Gerade die spätabendlichen Öffnungszeiten der Lunaparks waren dabei ein echter Vorteil – so konnten wir in kurzer Zeit erstaunlich viel reinquetschen. Deshalb: seid gespannt, was wir so erlebt haben.
Geflogen sind wir an einem Donnerstagmittag mit Ryanair von Berlin nach Venedig. Der Flug verlief absolut unspektakulär und auch die Mietwagen-Übernahme in Venedig war problemlos. Mit dabei war diesmal wieder der gute @Dominik N. , der sich schon genauso auf das Wochenende gefreut hat wie ich.
Die Route war zugegeben nicht in jeder Hinsicht sinnvoll – aber manchmal diktieren Prioritäten und vor allem Öffnungszeiten eben den Reiseplan. So kam es, dass wir den Gardasee gleich zweimal angesteuert haben: einmal direkt am Donnerstag nach der Landung in Venedig und dann später am Sonntag nochmal.
Zuerst also Gardaland. Dort hatten wir unter zwei Stunden Aufenthalt, um die fehlenden Bahnen einzusammeln. Da mein letzter Besuch schon 13 Jahre zurückliegt, hatte ich zwei offene Bahnen auf meiner Liste. Natürlich ein bisschen schade, denn mehr Zeit für den Park hätten wir gerne gehabt.
Immerhin: Wir konnten die Themenfahrt Jumanji testen, dazu die beiden verbliebenen Bahnen abhaken und uns noch eine Fahrt auf Raptor gönnen. Zum B&M Dive Coaster war mein Fazit: macht Spaß, fährt sich rund. Zweibester Dive Coaster in Europa nach dem in Liseberg.
Blick aus dem Flugzeug auf die Tropical Islands
Raptor war 2012 mein allererster Wing Coaster. Hat mir immer noch gut gefallen.
Ich würde sogar sagen, dass ich diese klassischen Drops den Dive Drops vorziehe.
Auch Oblivion The Black Hole hat mich überzeugt
Weiter ging es nach dem Gardaland direkt zurück Richtung Adria – genauer gesagt zum ersten Lunapark des Abends: New Jesolandia. Die Location liegt nur unweit von Venedig entfernt, bedeutete für uns aber nochmal gute zwei Stunden Autofahrt vom Gardasee.
Warum sich das lohnt? Hier warten gleich sechs Achterbahnen. Also absolut lohnenswert für Creditjäger. Neben der üblichen Standardkost (Big Apple, Berg-und-Tal-Bahn, Powered Coaster & Co.) stand hier auch ein ziemlich ausgewachsenes neues Modell von Hersteller S.D.C mit Custom Layout, auf das wir besonders gespannt waren.
Also Plan: erst die ganzen „Pflichtfahrten“ abhaken, um dann das Highlight zum Schluss zu genießen. Tja … und genau das war unser Fehler.
So blieb es bei einem sehnsüchtigen Blick auf die 25 Meter hohe Bahn, aber eben ohne Fahrt. Trotzdem: Stimmung im Park war super, es war gut was los, die Temperaturen angenehm warm – also insgesamt ein echt nettes Abendziel.
Nach New Jesolandia war der Abend für uns noch nicht vorbei. Zwei weitere Ziele standen auf dem Plan: der Lunapark Adriatico in Bibione sowie der Lunapark Stabilia im direkt benachbarten Ort.
Zusammen kamen hier nochmal sechs Achterbahnen zusammen: Alle Bahnen liefen und die Fahrten konnten ohne Probleme absolviert werden.
Damit war der Tag für uns erfolgreich. Wenn man bedenkt, dass wir erst gegen 14 Uhr in Venedig gelandet sind und es trotzdem noch geschafft haben, vier verschiedene Ziele an dem Tag abzuklappern – super Sache!
Nach dem letzten Credit wartete noch eine weitere Stunde Autofahrt, ehe wir in Grenznähe zu Kroatien unser Hotel erreichten. Ziemlich müde, aber happy, fielen wir ins Bett – mit dem Wissen, dass das lange Wochenende gerade erst begonnen hatte.
Hier sieht man die neue Superman Bahn im Hintergrund.
Eine weitere ausgewachsene Bahn war der Powered Coaster Magic Mountain
Kleinstachterbahnen fahren. Richtig und Wichtig.
Auch die anderen beiden Luna Parks boten selbstverständlich Wacky Worms
Der Freitag führte uns zunächst nach Istrien in Kroatien. Nach einiger Autofahrt erreichten wir das erste von drei relevanten Zielen an diesem Tag: den Dinopark Funtana. Dort verbrachten wir einen durchaus unterhaltsamen Aufenthalt von gut zwei Stunden.
Das Highlight war ohne Frage der dortige Powered Coaster. Das Layout war ziemlich skurril – eine viel zu lange Gerade, ein Abschnitt durch eine Höhle, seltsame Fahreigenschaften und insgesamt einfach eine ziemlich verrückte Konstruktion. Genau für solche Besonderheiten ist man ja letztlich unterwegs, und allein dafür hatte sich der Stopp schon gelohnt.
Der Eintrittspreis war zwar nicht gerade günstig, aber immerhin haben wir uns die Zeit genommen, auch den Rest des Parks anzusehen. Neben zahlreichen Dino-Animatronics mit Infotafeln gab es noch ein paar kleinere Fahrgeschäfte wie eine Schiffschaukel. Insgesamt machte der Park einen gepflegten Eindruck, und es war offensichtlich, dass er in der Region als beliebtes Ausflugsziel gilt – schon viele Kilometer vor dem Ort wird er mit großen Schildern beworben.
Unterm Strich: ein schöner Zwischenstopp, der uns positiv überrascht hat.
Nach dem Dinopark gönnten wir uns am Nachmittag erst einmal eine kleine Pause. Da die beiden noch offenen Ziele ohnehin erst am Abend öffneten, blieb uns rund zwei Stunden Zeit für den Strand. Eine nette Abwechslung.
Am frühen Abend ging es dann weiter zum Lunapark in Poreč. Die Anlage war nur temporär aufgebaut, bot aber mit ihrer Lage ein wirklich besonderes Setting: die Achterbahn stand unmittelbar am Meer. Klar, es handelte sich dabei „nur“ um einen Kiddycoaster – aber wenn man bei sinkender Sonne in einem mediterranen Land direkt am Wasser fährt, dann fühlt sich das einfach großartig an. Für uns war es ein schöner Coaster-Moment und ein lohnender Zwischenstopp.
Im Anschluss setzten wir unsere Fahrt fort, weiter Richtung Süden bis in die Region Pula. Dort, im Ort Medulin, steuerten wir den kleinen Family Park an. Hier wartete noch ein klassischer Wacky Worm, der schnell eingesammelt war: aussteigen, fahren, wieder ins Auto – und schon ging es weiter. Denn es lagen noch einmal gut drei Stunden Autofahrt vor uns, ehe wir schließlich unser Hotel erreichten. Damit war der Freitag komplett, und wir konnten zufrieden ins Bett fallen.
Willkommen im Dinopark
Flatrides nehmen wir eher selten mit, aber hier gab es mal eine Ausnahme
Der wirklich skurrile Powered Coaster
Wir haben mehrere Fahrten mit der Bahn gemacht.
Bei einer der Fahrten hat sich ein Rad gelöst.
Die Bahn wurde dann angehalten, es kam ein Mitarbeiter, und hat das Rad wieder befestigt.
Dann ging der Betrieb normal weiter. WTF
Cevapcici wurden sich selbstverständlich auch einverleibt
Der Coaster am Meer abends... Mega nice!
Am Samstagmorgen stand eigentlich noch einmal ein entspannter Vormittag am Meer auf dem Plan. Beim Frühstück kam uns dann jedoch der spontane Gedanke, einfach mal nachzuschauen, wie weit eigentlich der Nationalpark Plitvicer Seen von unserem Hotel entfernt ist. Das Ergebnis: nur rund eine Stunde Fahrt. Damit war die Entscheidung schnell gefallen – statt Strand sollte es in die Natur gehen.
Der Park ist nicht nur ein echtes Naturjuwel, sondern auch in Deutschland bekannt, da hier Szenen der Winnetou-Filme gedreht wurden. Mit einem Eintrittspreis von 40 Euro ist das Ganze zwar nicht günstig, aber am Ende hat es sich absolut gelohnt. Die Landschaft ist traumhaft schön: Wasserfälle, Seen, sattes Grün. Natürlich war an einem sonnigen Ferienwochenende viel los, doch durch die Weitläufigkeit der Anlage verteilten sich die Besucher recht gut.
Wir waren am Ende wirklich froh über diese spontane Planänderung. Auch wenn der Tag ohnehin schon reichlich viele Autofahrten mit sich brachte, war dieser Abstecher ein Highlight der Reise.
Am Nachmittag folgte eine längere Autofahrt weiter Richtung Süden. Unser Ziel war das Dalmaland, südlich von Zadar – der größte Freizeitpark Kroatiens und für uns irgendwo auch das Hauptziel der gesamten Reise.
Der Grund dafür ist schnell erklärt: Hier steht mit dem Schwarzkopf Looping Star ein absolutes Juwel. Diese Klassiker werden weltweit immer weniger – zuletzt hat zum Beispiel auch Busch Gardens Tampa seinen Looping Star abgebaut. Umso schöner war es, hier noch einmal die Chance auf eine Fahrt zu haben. Der Coaster nennt sich Big Blue und konnte uns voll überzeugen. Die Fahreigenschaften waren erstaunlich gut, es machte richtig Spaß, und es ist einfach herrlich, ein Stück Achterbahngeschichte zu erleben – ohne Schulterbügel. Hoffentlich bleibt die Bahn noch lange erhalten.
Neben Big Blue hat der Park aber noch weitere Bahnen zu bieten. Besonders interessant ist die Anlage namens Alien, die vom chinesischen Hersteller Beijing Jiuhua Amusement Rides stammt. Chinesische Coaster in der EU sind ja echte Exoten. Die Fahrt war in Ordnung, und hätte ich es nicht vorher bei der RCDB gesehen, hätte ich vermutlich gedacht, es handele sich um eine italienische Drehmaus. Mit dem Wissen um den Hersteller ist die Anlage gleich deutlich skurriler.
Darüber hinaus bietet Dalmaland noch ein paar Flat Rides sowie ein Gruselhaus, das mit seinen Animatronics und Effekten positiv überraschte. Direkt angrenzend gibt es außerdem einen großen Wasserpark, der an diesem heißen Tag deutlich besser besucht war als der Freizeitparkteil.
Nach rund zwei Stunden Aufenthalt war für uns klar: Big Blue ist das unangefochtene Highlight hier.
Danach machten wir uns FAST wieder auf den Rückweg – diesmal stand eine satte siebenstündige Autofahrt zurück nach Italien auf dem Programm. Mit etwas mehr als einer Stunde Umweg konnte im Vorfeld noch eine Mini-Kirmes ausfindig gemacht werden. Diese steuerten wir auch noch erfolgreich mit einer Fahrt auf der Achterbahn an, um dann bis 2 Uhr nachts zurück Richtung Venedig zu düsen.
Schön
Schön 2.0
Schwarzkopf Beauty
Nochmal aus dem Riesenrad
Die chinesische Drehmaus... an den Drops könnte man aber doch erkennen, dass die nicht 08/15 ist
Eine Art Wasserachterbahn hat es hier auch noch. Nässegrad war überschaubar.
Abendliche Creditrunde eine Stunde nördlich vom Dalmaland
Am Sonntag stand dann noch einmal die Region rund um den Gardasee auf dem Programm. Wie schon eingangs erwähnt, führte uns die Route nach dem Zwischenstopp am Donnerstag nun erneut hierher – diesmal aber ins Movieland.
Und ich sage es mal so: Jeder von uns hat vermutlich diesen einen Freizeitpark, den man schon ewig besuchen will, es aber aus den unterschiedlichsten Gründen nie geschafft hat. Für mich war genau das das Movieland. Seit Jahren hatte ich die begeisterten Berichte und Kritiken von Freunden und Achterbahnkollegen im Ohr – und entsprechend groß war die Vorfreude, endlich selbst dort zu sein.
Diesmal hatten wir auch deutlich mehr Zeit als im Gardaland, sodass wir den Park in Ruhe erkunden und alle Attraktionen testen konnten. Mein Fazit fällt eindeutig aus: Der Park ist richtig stark. Natürlich sind wir auch die drei Achterbahnen gefahren, doch die spielen hier eher eine Nebenrolle. Das Herzstück von Movieland sind die aufwendig inszenierten Themenfahrten. Besonders überzeugt hat mich dabei Magma, aber insgesamt gibt es locker fünf bis sechs Attraktionen, die viel Bock machen.
Ich war am Ende einfach nur froh, dieses Ziel endlich abgehakt zu haben. Und ein großes Dankeschön geht an Dominik, der – obwohl er erst vor wenigen Wochen hier war – gerne noch einmal mit mir hingefahren ist. Ein perfekter Abschluss für unseren Trip.
Suspended Boomerangs findet man trotzdem nicht alle Tage
Ein Lob an die Ride Operator Frau... Sie hat ein Auge zu gedrückt damit wir fahren dürfen.
Der Rest ist schnell erzählt: Ziemlich glücklich machten wir uns auf den Rückweg zum Flughafen, gaben den Mietwagen ab und flogen zurück nach Berlin. Damit gingen intensive Tage zu Ende, die viele Eindrücke und neue Parks gebracht haben. In 72 Stunden hatten wir 2100 Kilometer zurückgelegt.
Jetzt ist für die nächsten Wochen ein kleines Päuschen angesagt.
Nachdem in diesem Jahr bereits China und Japan besucht wurden, folgt im Oktober noch eine dritte Fernreise im Zeichen der Achterbahnen.
Vielen Dank fürs Mitlesen – bis bald..
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Tom
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