Ich bin ehrlich gesagt etwas perplex über diese Reaktionen von Paddi.
Ich betone nochmals, wer sein Hobby liebt, kritisiert auch und das gehört dazu. Siehe auch die Foren vom Hansa-Park, Phantsialand oder Europa-Park. Dagegen ist es hier ja sehr gesittet.
Das ist in jedem Bereich so, ob beim Handball, Fußball oder eben Freizeitparks. Kritik bedeutet nicht Ablehnung, sondern Leidenschaft.
Und wenn man die Beiträge hier wirklich liest, basieren die meisten Anmerkungen schlicht auf Fakten oder Beobachtungen. Niemand stellt den Erfolg des Parks infrage, im Gegenteil, 500.000 Besucher sind ein großartiges Ergebnis!
Ich frage mich nur ehrlich, wann diese Zahlen zustande gekommen sein sollen, meine Großeltern wohnen drei Orte weiter, und wenn sie mir Bilder an Wochenenden oder in den Ferien schicken, wirkt der Park oft leer. Das ist keine Abwertung, sondern einfach eine Beobachtung.
Gerne lasse ich mich eines besseren belehren.
Wenn man den Bayern-Park oder das Fantasiana mit Geiselwind vergleicht (ähnliche Umgebung, ähnliche Besucherzahlen) fällt auf, dass beide Parks in ihrer Entwicklung deutlich stringenter und professioneller aufgestellt sind.
Im Bayern-Park hat man in den letzten Jahren konsequent in ein Gesamtkonzept investiert. Themenbereiche, Wegeführung, Gastronomie und Neuheiten sind aufeinander abgestimmt. Der Park vermittelt ein stimmiges Gesamtbild von der Landschaftspflege bis zum Lineup. Man merkt, dass dort langfristig geplant und strategisch investiert wird, nicht impulsiv.
Das Fantasiana in Österreich zeigt wiederum (besonders dieses Jahr), wie man mit vergleichsweise überschaubarem Budget beeindruckende Qualität erreichen kann. Jede Neuheit ob „KnightsRide Tower“, „Fridolin’s verrückte Reise“ oder „Flyrosaurus“ ist durchdacht, thematisch eingebettet und technisch auf sehr hohem Niveau umgesetzt. Wenn auch nicht immer teuer eingekauft wurde, sondern auch mal in die günstige Schatulle gegriffen wird. Der Park schafft es, eine klare Identität zu bewahren, während er sich modernisiert. Besucher fühlen sich meines Erachtens willkommen, alles wirkt gepflegt und liebevoll geführt.
Im Gegensatz dazu wirkt Geiselwind oft wie ein Park im ständigen Übergangszustand. Neue (Kirmes-) Attraktionen kommen zwar regelmäßig, aber das Gesamtkonzept bleibt diffus. Themen vermischen sich, manche Bereiche wirken so, als wüsste man noch nicht ganz was man machen möchte und die Kommunikation nach außen ist unklar. Vieles wirkt wie eine Aneinanderreihung einzelner Projekte, nicht wie eine durchdachte Gesamtstrategie.
Wo Bayern Park und Fantasiana Authentizität, Kontinuität und Professionalität ausstrahlen, kämpft Geiselwind häufig mit einem unruhigen Image von Umbauten über Attraktionsfluktuation bis hin zu unglücklichen öffentlichen Aussagen oder Handeln.
Das ist schade, denn das Potenzial des Standorts ist zweifellos vorhanden. Aber während andere Parks zielgerichtet investieren, wirkt es in Geiselwind oft so, als wolle man mit möglichst vielen kurzfristigen Effekten punkten, statt eine langfristige Marke zu etablieren.
Und ganz ehrlich nach den jüngsten Kommentaren hier und der Art, wie auf berechtigte Meinungen reagiert wurde, habe ich für mich entschieden, kommendes Jahr auf einen Besuch zu verzichten. Schade eigentlich, denn Potenzial ist da.