Ich war am Sonntag ebenfalls im Park und muss sagen, dass mich der Saisonstart auch eher enttäuscht hat. Gerade für den Beginn der Jubiläumssaison wirkte das alles leider eher schwach. Hier mal meine Gedanken zu den Themen, die hier bereits diskutiert wurden:
Shows:
Die angebotenen Shows sind sich etwas zu ähnlich - dreimal liegt der Fokus auf Tanz und Gesang. Da wäre mehr Abwechslung wünschenswert.
Positiv finde ich allerdings, dass zum Beispiel der Westernsaloon wieder belebt wurde und die Shows generell für eine fröhliche, lebendige Stimmung im Park sorgen. Auch die Rückkehr der Parade vor einiger Zeit werte ich als klaren Pluspunkt.
Gesamtkonzept:
Hier schließe ich mich vielen Vorrednern an: Ein klares, übergeordnetes Konzept bei neuen Attraktionen ist aktuell kaum erkennbar. Die bisher gezeigten Eindrücke der neuen Paramount-Attraktion gefallen mir zwar grundsätzlich, wirken aber gleichzeitig ein wenig wie eine Wiederholung der Studio Tour.
Sanierungen:
In den letzten Jahren wurde zwar immer wieder in den Bestand investiert - etwa durch neue Fassadenanstriche in der Westernstadt oder aktuell an der Bakery. Allerdings überzeugt die Umsetzung nicht immer. Die Farbauswahl wirkt häufig unpassend, teilweise zu grell und künstlich. Gerade das Rot erinnert stark an die NYC-Transformers-Sanierung und passt an der aktuellen Stelle überhaupt nicht ins Gesamtbild. Dazu kommt der sehr helle und teilweise ungleichmäßige Anstrich der Backsteine, der eher unfertig als bewusst gestaltet wirkt.
Der Platz am Ende der Main Street ist inzwischen generell sehr bunt und fast schon comichaft. Zudem gehen bei vielen Sanierungen originale Details verloren, die später nicht wieder zurückkehren. Ein Beispiel ist das „Taxidermy“-Schild an der Bakery, aber auch viele andere Schilder, Leuchten und kleine Dekoelemente sind betroffen. Dadurch wirken die Fassaden zunehmend flach und verlieren an Tiefe und damit auch an Immersion. Wirklich schade.
In der Studio Tour hängen an einer Pinnwand einige Konzeptzeichnungen, zum Beispiel für die Fassade des Saloons oder eine mögliche Umgestaltung des Gebäudes am Ende der Main Street zu einem Kino. Diese Entwürfe wirken deutlich stimmiger und durchdachter. Umso bedauerlicher, dass solche Ansätze offenbar nicht weiterverfolgt werden.