Ich bin sehr überrascht...
Zuerst schreiben, wie genervt man von einer Debatte ist, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, dann aber weiter Öl ins Feuer kippen, das es kracht. Ich könnte hier nun auf so vieles eingehen, das ich in diesem Beitrag absolut daneben finde. So vieles ist verkürzt dargestellt, aus dem Zusammenhang gerissen oder einfach total übertrieben. Aber ich erspare dem Forum mal die volle Länge. Das hat in diesem Ausmaß keinen Platz in einem Freizeiparkforum. Diese ganzen unfairen Seitenhiebe will ich aber nicht so stehen lassen.
Die Aussage „keine Medien rechts der Springerpresse“ halte ich für eine sehr bedenkliche Haltung. „Rechts“ ist nicht automatisch „faschistisch“, „rechtsextrem“ oder „Propaganda“. Eine rechte oder konservative politische Position ist innerhalb einer demokratischen Gesellschaft ebenso legitim wie eine linke. Man kann nicht einfach jeden rechts der eigenen Meinung als „Antidemokrat“ bezeichnen. Das ist einfach nur ein billiges Totschlagargument. Der Meinungskorridor einer pluralistischen Demokratie endet nicht an der eigenen politischen Präferenz. Man rettet die Demokratie nicht, indem man hier jetzt jeden Beitrag von Apollo News zensiert und mit diversen politischen Kampfbegriffen um sich wirft.
Mich nervt diese Debatte, die hier unter jedem Bericht von Apollo News, Bild oder meinetwegen Nius immer wieder aufkommt. Eine rechte Einordnung grundsätzlich als „nicht zitierfähig“ oder unerwünscht zu erklären, ist in einem politischen Forum meinetwegen vertretbar, hier aber nicht. Die politische Richtung einer Quelle sollte zur Einordnung beitragen, aber kein automatisches Wahrheits- oder Falschheitsurteil ersetzen.
Ein demokratischer Diskurs muss politische Meinungen aushalten, auch wenn man sie persönlich ablehnt. Der Kampf gegen tatsächlichen Extremismus wird nicht glaubwürdiger, wenn man „rechts“, „konservativ“ und „faschistisch“ praktisch in einen Topf wirft.
Die oft vorgebrachte Kritik an seriösen Medien, auch diese hätten politische Tendenzen, bedeutet nicht automatisch: 'Alle lügen, also kann man niemandem glauben.' Das wäre tatsächlich Unsinn. Medien sind selbstverständlich nicht alle gleich zuverlässig. Aber kein Medium wird allein dadurch objektiv oder unfehlbar, dass es als „seriös“ gilt oder politisch der eigenen Weltsicht nähersteht. Auch hier gibt es in der Regel eine Agenda und tendenziöse Berichterstattung, z. B. durch das Weglassen von Informationen. Genau deshalb sollte man wichtige Informationen anhand mehrerer Quellen prüfen.
Die Behauptung zur Netzkapazität des Europa-Parks lässt sich anhand anderer Berichte und möglichst direkter Quellen überprüfen. Wenn sie dort bestätigt wird, war die ursprüngliche Behauptung korrekt – unabhängig davon, wer sie zuerst veröffentlicht hat. Wenn sie dort nicht bestätigt wird oder verzerrt dargestellt wurde, dann sollte man genau das sagen.
Für mich ist deshalb die entscheidende Frage weiterhin dieselbe: Was stimmt an der Meldung zum Europa-Park – und was nicht? Wenn der SWR oder andere belastbare Quellen die Kernaussage bestätigen, können wir uns doch darauf beziehen und wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren. Alles andere ist eine politische Grundsatzdebatte, die jedes Mal neu angestoßen wird.
Deshalb können wir doch einfach Links zu jeder Zeitung oder jedem Medium stehen lassen, solange das, was im betreffenden Bericht steht, korrekt ist. Sonst kommt es jedes Mal wieder zu so einer Debatte.
EDIT:
@rotzi unsere beiden Beiträge haben sich wohl überschritten. Entschuldige.!
In diesem Sinne: ZURÜCK ZUM THEMA!