speedfreak
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Das Wochenende mit dem Ziel, etwas Alltagsflucht zu betreiben, war eines dieser Wochenenden, die dazu dienen, die Zeit bis zur Hauptreise des Jahres zu überbrücken (bei uns steht das im Juni an). Wenngleich es für sich genommen auch eine feine Sache war, früh nach der Arbeit am Freitag für das anstehende Wochenende eben mal nach Wien zu fliegen.
In Wien angekommen und im Hotel etwas ausgeruht, habe ich mich relativ schnell auf den Weg zum Prater gemacht.
Ausgestattet war ich mit CAT-Return-Ticket (spontan am Automaten bei der Ankunft gleich gekauft) sowie mit 48 Std. Fahrkarte (am Schalter in Wien Mitte besorgt) und einem Freizeitfahrschein für außerhalb von Wien (erst Samstag am Smartphone gelöst, als ich es für den Tagesausflug benötigt habe).
Aber zurück zum Prater, den ich bei angenehmem Wetter am frühen Abend aufgesucht habe.
Primär ging es darum, noch fehlende Checks einzusammeln, die da waren: Gesengte Sau, Maskerade, Hochschaubahn und Rollerball (Reihenfolge, wie ich es angehen wollte). Mit der Hochschaubahn hat es aber an diesem Abend nicht geklappt, die war geschlossen.
Neu war für mich die Bezahlungsform bei Gesengte Sau, jedenfalls hatte ich das bisher noch nicht, dass man auf einer "Kirmes" an einem Automaten sein Ticket für eine Fahrt lösen kann ... aber schlecht finde ich das nicht ... ebenso konnte die Fahrt als solches sehr gefallen ... für 5,- € kann man nicht meckern, kein Standard-Layout, schöne Höhe und angenehm auf der Schiene unterwegs.
Maskerade war nett, aber doch irgendwie viel zu kurz.
Rollerball war an allen 3 Tagen (ich war Freitag - Sonntag unterschiedlich lang auf dem Prater und habe immer was anderes gemacht ... ja, nicht eine einzige Wiederholungsfahrt war dabei, hatte aber nicht den Grund, dass mir da nichts gefallen hätte oder so ... das war einfach so ...) sehr schwach besucht, so dass ich bei meiner Fahrt komplett allein die 28m erklommen habe. Und auch wenn sich 28m nach Nichts anhören: Nur mit Schoßbügel fühlte es sich eine Nuance zu frei an (Fehler war wahrscheinlich auch die Assoziation zu Bahnen wie Insane oder Joker / 4D Free Spin, außerdem war ich nicht darauf gefasst, dass man eine ganze Weile an höchster Stelle stehen bleibt). Erst nach der 2. Wende konnte ich mich entspannen und genießen, vorher war es unerwarteter "Thrill" (leicht unbehaglich war mir).
Danach war ich Beobachter und habe nicht allzu spät den Prater wieder verlassen, weil ich am Folgetag möglichst um 10:00 Uhr im Family Park (Sankt Margarethen) sein wollte.
Das ist mir tatsächlich auch so gelungen (das mit dem Vorhaben, möglichst sehr früh im Park zu sein), nachdem ich von Wien Hauptbahnhof bis Eisenstadt mit Zug und von dort mit dem Bus weiter zum Park gefahren bin (ohne Bus wäre es definitiv zu weit zu Fuß).
Der Parkplatz war gut gefüllt, aber zum Glück war es in den ersten 2 Stunden so, dass es kaum Wartezeiten dort gab, wo ich gefahren bin. Als erstes waren es die 2 Checks, die ich angesteuert habe. Mit Rattenmühle ging es los, zählt für mich auf jeden Fall zu den besseren "Mäusen", die es so gibt, ... macht Lust auf Wiederholungsfahrten (bin in knapp 4 Std. auf 4 Fahrten gekommen). Selbe Anzahl habe ich auch bei Götterblitz geschafft. Die Liftfahrt bietet eine schöne Weitsicht über den Neusiedler See (sowas ist für mich immer das I-Tüpfelchen, wenn man 'ne tolle oder spektakuläre Umgebung bei einer Liftfahrt genießen kann). Für die ersten 2 Fahrten musste ich nicht warten, für die 2 weiteren Fahrten musste ich bis zu ca. 15 Minuten anstehen (ich bin immer ganz hinten gefahren). Für einen Samstag bei bestem Wetter absolut harmlos.
Ohne nennenswerte Wartezeit konnte ich auch 2x mit Leonardos Flugmaschine fahren. Bei meiner 1. Fahrt habe ich keine Überschläge geschafft, bei meiner 2. Fahrt bin ich in einen Superdrehmodus geraten, den ich nach kurzer Zeit beendet habe, weil das seitliche Drehen einfach zu intensiv wurde und ich vom Tag noch was haben wollte (zu schnelles Drehen vertrag ich leider nicht so gut).
Weitere Attraktionen, die ich besucht habe, waren: Römerturm, Apfelflug, Stellarium und Biberburg.
Bezüglich Biberburg war ich froh, dass ich das gemacht habe. Die Anlage ist nicht besonders lang, ist aber für diese Strecke ziemlich gut (abwechslungsreich) gestaltet und der Nässegrad ist leicht bis mittelmäßig (ich saß ganz vorne und habe nur einen kleinen Wasserschwall auf die Hose abbekommen, bei anderen war es z.T. auffällig mehr mit dem Nässegrad). Bevor man zur Einstiegstelle geht, muss man sein "Gepäck" in einem kostenlosen Schließfach verstauen.
Ehrlich gesagt war ich einmal kurz am überlegen, ob ich die erste Gelegenheit nutze, um mit dem Bus wieder zum Bahnhof zu fahren. Man ist so ein bisschen mit dem mageren Fahr-Takt verhaftet, nur alle 2 Std. fuhr der Bus (keine Ahnung, ob das die ganze Saison so ist). - Aber irgendwie fand ich das komisch, einen an sich guten Park so früh wieder zu verlassen, deshalb habe ich entschieden, den Bus „erst“ um 14:00 Uhr zurück zum Bahnhof zu nehmen. Für die überschaubare Größe des Parks stehen da einige schöne Attraktionen. – Auf den letzten wenigen Bildern dieser Location ist aber „nur“ noch ein bisschen was von der Parkgestaltung zu sehen:
Unterm Strich ist es ein idealer Familien-Park (bewegt sich irgendwo zwischen Potts Park und Tripsdrill, so habe ich das zumindest für mich ungefähr einsortiert), das macht natürlich auch den Schwerpunkt der Besucher:innen aus (Familien). Allein in dem Park kommt man sich etwas verloren und fehl am Platz unter so vielen Familien vor, selbst zu zweit könnte es sein, dass man es nicht wesentlich anders wahrnimmt (in Legoland z.B. hatten meine Freundin und ich auch dieses nicht so richtige Zugehörigkeitsgefühl).
Aber, ob nun Thrill- oder Familienpark, das Publikum mischt sich, weil es Schnittstellen gibt, die für beide Seiten interessant sind, ... ich hatte jetzt auch nicht das Gefühl, dass ich im Park nicht willkommen war ... überwiegend war alles gut, aber nach 4 Std. (incl. Essenspause), dachte ich, brauche ich das nicht mehr.
Meine Rückfahrt verlief minimal stressig, weil der Bus einige Minuten zu spät kam und am Bahnhof der Zug mit Ziel Wien schon zu sehen war. Allerdings kamen, nachdem ich in dem Zug Platz genommen habe, insgesamt noch 2 weitere Züge in den Bahnhof gefahren und einer der 2 Züge hatte wohl auch das Ziel Wien und hätte sehr wahrscheinlich die mir schon vertraute Strecke zurückgelegt. Das war etwas unübersichtlich und so fuhr ich dann eine etwas andere Strecke (zum falschen Zeitpunkt zwischen den Zügen hin und herzuspringen hätte ja dazu führen können, dass mir beide Züge vor der Nase wegfahren, deshalb bin ich sitzengeblieben), bin aber dann ja letztendlich wieder in Wien angekommen (ich glaub, die Strecke zurück führte mehr in der Nähe des Sees entlang).
Nachdem ich mich im Hotel etwas länger ausgeruht habe, bin ich am frühen Abend wieder zum Prater gefahren.
Am Samstagabend hat es dann auch mit der Hochschaubahn geklappt (war mein 1. Ziel). Nette, insgesamt recht gemütliche Fahrt, mit etwas dabei (Effekt am Rande), womit man nicht unbedingt bei so einer Bahn rechnet (wenn man unvorbereitet einsteigt).
Als nächstes habe ich überlegt, ob ich mit dem "Riesen" auf dem Prater fahren sollte, sollte immerhin 10,- € kosten, eine einzige Fahrt. Die Rede ist von der Olympia-Looping-Bahn. "Aber wie oft werde ich dazu kommen, so ein Teil in Wien zu fahren" dachte ich, also habe ich eine Runde bei relativ großem Andrang gedreht.
Die Aussicht war schick, könnte aber länger sein. Die erste Abfahrt bescherte mir gleich eine Ohrfeige (Einfahrt in Looping Nr. 1 von 5), der Rest der Strecke war dann zum Glück sehr angenehm zu fahren. Hat Spaß gemacht, hat eine ordentliche Strecke und lädt, wäre da nicht der hohe Ticketpreis, zu Wiederholungsfahrten ein.
Ganz ohne ist die Bahn allerdings auch nicht, direkt nach der Fahrt konnte ich beobachten, dass vereinzelt Leute Probleme hatten, die ersten Meter gerade zu gehen (nein, mit Alkohol hatte es nichts zu tun), ich hatte im Ansatz aber auch ganz leichte Probleme.
An allen Tagen habe ich mir selbstverständlich auch andere Attraktionen auf dem Prater angesehen, z.B. diese … (schön dicht an einer Rooftop-Bar):
Eine Attraktion, die noch gar nicht fertig gebaut ist, habe ich mir als Zaungast angesehen. – Mmh, das wird wohl noch dauern. Keine Ahnung, ob man das als ambitioniert ansehen muss mit dem vorauss. Eröffnungstermin im September. Wäre aber super, wenn das klappt, weil das evtl. unverhofft doch noch eine Gelegenheit in diesem Jahr schaffen könnte (auch wenn wir zu der Zeit nicht ganz in der Nähe von Wien sein werden).
Danach bin ich noch eine kurze Zeit lang außerhalb des Praters unterwegs gewesen.
Am Abreisetag habe ich zunächst mein Handgepäck in Wien-Mitte aufgegeben (nachdem ich per Nachricht auf's Handy die Empfehlung bekommen habe, mein Handgepäck nicht mit in die Maschine zu nehmen, weil diese so gut wie ausgebucht sein würde). Das ist echt praktisch und einzigartig in Europa ... jedenfalls konnte ich so dann schon mal mein Gepäck loswerden und ersparte mir die Aktion mit dem Hotel (üblich wäre ja gewesen, es dort zurückzulassen und es dann später wieder abzuholen) ... mein Gepäck habe ich tatsächlich erst in Hamburg wiedergesehen (hat also wunderbar funktioniert).
Bis ungefähr 15:00 Uhr hatte ich Zeit, in Wien noch ein bisschen was zu machen.
Klar hatte ich auch mal über den Böhmischen Prater nachgedacht, aber irgendwie habe ich für mich darin keinen Sinn gesehen. Wegen einer Mini-Achterbahn da extra hinzufahren, wo ich doch Besseres schon hatte und noch haben konnte, fand ich nicht so reizvoll, deshalb habe ich mich für was anderes entschieden.
Wien hat mindestens 2 Persönlichkeiten, die ich sehr verehre, zum einen Falco, die Musik hat mich seit meiner Jugendzeit begleitet und zum anderen Ernst Happel, der Hamburg die beste Fußball-Ära geschenkt hat. Das Ehrengrab von Falco habe ich besucht, das mit dem Ehrengrab von Ernst Happel "muss" ich auf ein nächstes Mal verschieben, weil dies nicht, wie gedacht, auf dem Zentralfriedhof von Wien zu finden ist.
Gute 26 Jahre ist das schon her mit Falco und trotzdem ist das Interesse an ihm unverändert da, das Ehrengrab wurde fast pausenlos besucht ... Er war halt auch eine auffällige Persönlichkeit, hat markante Musik gemacht …
Auf dem Rückweg habe ich mir die Gasometer angeschaut ...
...ehe ich wieder auf dem Prater gelandet bin … (der Prater steht Kopf ... Schriftzug):
Vorher war ich noch am überlegen, was ich in Sachen Höhe machen sollte, Donauturm mit Rutsche oder 80m hoher Wiener Freifallturm ... entschieden habe ich mich für den Freifallturm. Für 5,- € habe ich eine tolle Aussicht geboten bekommen. Generell sind die Preise auf dem Prater überwiegend in Ordnung, allerdings muss man natürlich auch auf kürzere Fahrprogramme gefasst sein. Für 5, - € gab's nur eine Fahrt nach oben ... denke ich an Paris zurück, da waren es 2 Fahrten nach oben, hat aber dafür 2,- € mehr gekostet.
Nachdem ich noch gemütlich eine Kleinigkeit gegessen habe, habe ich den Prater verlassen …
… bin nach Wien Mitte gefahren und hab mich mit dem CAT auf den Weg zum Airport gemacht.
Auf der richtigen Seite sitzend noch ein letzter Blick auf Wien:
Fazit
Wien hat mehr zu bieten als das, was ich gesehen / gemacht habe (gilt natürlich auch für den Prater), aber da es nicht mein Erstbesuch war, ging das mal so, dass ich den Fokus hauptsächlich auf einige Fahrattraktionen gelenkt habe.
Der Prater ist auf jeden Fall eine Perle für Hochfahrgeschäfte, ein Wahnsinn, was dort geboten wird (nette Skyline):
Was Achterbahnen anbelangt, macht natürlich die Olympia-Looping-Bahn ganz gut was her und Gesengte Sau sollte auch unbedingt gefahren werden, wenn man vor Ort ist.
Der Familypark ist in erster Linie das, wofür der Name allein schon steht, er ist für diese Zielgruppe absolut qualitativ gut aufgestellt.
Und was mit Liebe gemacht ist, kann auch auf andere Zielgruppen Anziehungskraft auslösen. - Der Besuch hat sich für mich durchaus gelohnt, auch wenn ich ja, wie schon erwähnt, einen halben Tag als ausreichend empfunden habe.
Danke für das Interesse.
Viele Grüße
speedfreak
In Wien angekommen und im Hotel etwas ausgeruht, habe ich mich relativ schnell auf den Weg zum Prater gemacht.
Ausgestattet war ich mit CAT-Return-Ticket (spontan am Automaten bei der Ankunft gleich gekauft) sowie mit 48 Std. Fahrkarte (am Schalter in Wien Mitte besorgt) und einem Freizeitfahrschein für außerhalb von Wien (erst Samstag am Smartphone gelöst, als ich es für den Tagesausflug benötigt habe).
Aber zurück zum Prater, den ich bei angenehmem Wetter am frühen Abend aufgesucht habe.
Primär ging es darum, noch fehlende Checks einzusammeln, die da waren: Gesengte Sau, Maskerade, Hochschaubahn und Rollerball (Reihenfolge, wie ich es angehen wollte). Mit der Hochschaubahn hat es aber an diesem Abend nicht geklappt, die war geschlossen.
Neu war für mich die Bezahlungsform bei Gesengte Sau, jedenfalls hatte ich das bisher noch nicht, dass man auf einer "Kirmes" an einem Automaten sein Ticket für eine Fahrt lösen kann ... aber schlecht finde ich das nicht ... ebenso konnte die Fahrt als solches sehr gefallen ... für 5,- € kann man nicht meckern, kein Standard-Layout, schöne Höhe und angenehm auf der Schiene unterwegs.
Maskerade war nett, aber doch irgendwie viel zu kurz.
Rollerball war an allen 3 Tagen (ich war Freitag - Sonntag unterschiedlich lang auf dem Prater und habe immer was anderes gemacht ... ja, nicht eine einzige Wiederholungsfahrt war dabei, hatte aber nicht den Grund, dass mir da nichts gefallen hätte oder so ... das war einfach so ...) sehr schwach besucht, so dass ich bei meiner Fahrt komplett allein die 28m erklommen habe. Und auch wenn sich 28m nach Nichts anhören: Nur mit Schoßbügel fühlte es sich eine Nuance zu frei an (Fehler war wahrscheinlich auch die Assoziation zu Bahnen wie Insane oder Joker / 4D Free Spin, außerdem war ich nicht darauf gefasst, dass man eine ganze Weile an höchster Stelle stehen bleibt). Erst nach der 2. Wende konnte ich mich entspannen und genießen, vorher war es unerwarteter "Thrill" (leicht unbehaglich war mir).
Danach war ich Beobachter und habe nicht allzu spät den Prater wieder verlassen, weil ich am Folgetag möglichst um 10:00 Uhr im Family Park (Sankt Margarethen) sein wollte.
Das ist mir tatsächlich auch so gelungen (das mit dem Vorhaben, möglichst sehr früh im Park zu sein), nachdem ich von Wien Hauptbahnhof bis Eisenstadt mit Zug und von dort mit dem Bus weiter zum Park gefahren bin (ohne Bus wäre es definitiv zu weit zu Fuß).
Der Parkplatz war gut gefüllt, aber zum Glück war es in den ersten 2 Stunden so, dass es kaum Wartezeiten dort gab, wo ich gefahren bin. Als erstes waren es die 2 Checks, die ich angesteuert habe. Mit Rattenmühle ging es los, zählt für mich auf jeden Fall zu den besseren "Mäusen", die es so gibt, ... macht Lust auf Wiederholungsfahrten (bin in knapp 4 Std. auf 4 Fahrten gekommen). Selbe Anzahl habe ich auch bei Götterblitz geschafft. Die Liftfahrt bietet eine schöne Weitsicht über den Neusiedler See (sowas ist für mich immer das I-Tüpfelchen, wenn man 'ne tolle oder spektakuläre Umgebung bei einer Liftfahrt genießen kann). Für die ersten 2 Fahrten musste ich nicht warten, für die 2 weiteren Fahrten musste ich bis zu ca. 15 Minuten anstehen (ich bin immer ganz hinten gefahren). Für einen Samstag bei bestem Wetter absolut harmlos.
Ohne nennenswerte Wartezeit konnte ich auch 2x mit Leonardos Flugmaschine fahren. Bei meiner 1. Fahrt habe ich keine Überschläge geschafft, bei meiner 2. Fahrt bin ich in einen Superdrehmodus geraten, den ich nach kurzer Zeit beendet habe, weil das seitliche Drehen einfach zu intensiv wurde und ich vom Tag noch was haben wollte (zu schnelles Drehen vertrag ich leider nicht so gut).
Weitere Attraktionen, die ich besucht habe, waren: Römerturm, Apfelflug, Stellarium und Biberburg.
Bezüglich Biberburg war ich froh, dass ich das gemacht habe. Die Anlage ist nicht besonders lang, ist aber für diese Strecke ziemlich gut (abwechslungsreich) gestaltet und der Nässegrad ist leicht bis mittelmäßig (ich saß ganz vorne und habe nur einen kleinen Wasserschwall auf die Hose abbekommen, bei anderen war es z.T. auffällig mehr mit dem Nässegrad). Bevor man zur Einstiegstelle geht, muss man sein "Gepäck" in einem kostenlosen Schließfach verstauen.
Ehrlich gesagt war ich einmal kurz am überlegen, ob ich die erste Gelegenheit nutze, um mit dem Bus wieder zum Bahnhof zu fahren. Man ist so ein bisschen mit dem mageren Fahr-Takt verhaftet, nur alle 2 Std. fuhr der Bus (keine Ahnung, ob das die ganze Saison so ist). - Aber irgendwie fand ich das komisch, einen an sich guten Park so früh wieder zu verlassen, deshalb habe ich entschieden, den Bus „erst“ um 14:00 Uhr zurück zum Bahnhof zu nehmen. Für die überschaubare Größe des Parks stehen da einige schöne Attraktionen. – Auf den letzten wenigen Bildern dieser Location ist aber „nur“ noch ein bisschen was von der Parkgestaltung zu sehen:
Unterm Strich ist es ein idealer Familien-Park (bewegt sich irgendwo zwischen Potts Park und Tripsdrill, so habe ich das zumindest für mich ungefähr einsortiert), das macht natürlich auch den Schwerpunkt der Besucher:innen aus (Familien). Allein in dem Park kommt man sich etwas verloren und fehl am Platz unter so vielen Familien vor, selbst zu zweit könnte es sein, dass man es nicht wesentlich anders wahrnimmt (in Legoland z.B. hatten meine Freundin und ich auch dieses nicht so richtige Zugehörigkeitsgefühl).
Aber, ob nun Thrill- oder Familienpark, das Publikum mischt sich, weil es Schnittstellen gibt, die für beide Seiten interessant sind, ... ich hatte jetzt auch nicht das Gefühl, dass ich im Park nicht willkommen war ... überwiegend war alles gut, aber nach 4 Std. (incl. Essenspause), dachte ich, brauche ich das nicht mehr.
Meine Rückfahrt verlief minimal stressig, weil der Bus einige Minuten zu spät kam und am Bahnhof der Zug mit Ziel Wien schon zu sehen war. Allerdings kamen, nachdem ich in dem Zug Platz genommen habe, insgesamt noch 2 weitere Züge in den Bahnhof gefahren und einer der 2 Züge hatte wohl auch das Ziel Wien und hätte sehr wahrscheinlich die mir schon vertraute Strecke zurückgelegt. Das war etwas unübersichtlich und so fuhr ich dann eine etwas andere Strecke (zum falschen Zeitpunkt zwischen den Zügen hin und herzuspringen hätte ja dazu führen können, dass mir beide Züge vor der Nase wegfahren, deshalb bin ich sitzengeblieben), bin aber dann ja letztendlich wieder in Wien angekommen (ich glaub, die Strecke zurück führte mehr in der Nähe des Sees entlang).
Nachdem ich mich im Hotel etwas länger ausgeruht habe, bin ich am frühen Abend wieder zum Prater gefahren.
Am Samstagabend hat es dann auch mit der Hochschaubahn geklappt (war mein 1. Ziel). Nette, insgesamt recht gemütliche Fahrt, mit etwas dabei (Effekt am Rande), womit man nicht unbedingt bei so einer Bahn rechnet (wenn man unvorbereitet einsteigt).
Als nächstes habe ich überlegt, ob ich mit dem "Riesen" auf dem Prater fahren sollte, sollte immerhin 10,- € kosten, eine einzige Fahrt. Die Rede ist von der Olympia-Looping-Bahn. "Aber wie oft werde ich dazu kommen, so ein Teil in Wien zu fahren" dachte ich, also habe ich eine Runde bei relativ großem Andrang gedreht.
Die Aussicht war schick, könnte aber länger sein. Die erste Abfahrt bescherte mir gleich eine Ohrfeige (Einfahrt in Looping Nr. 1 von 5), der Rest der Strecke war dann zum Glück sehr angenehm zu fahren. Hat Spaß gemacht, hat eine ordentliche Strecke und lädt, wäre da nicht der hohe Ticketpreis, zu Wiederholungsfahrten ein.
Ganz ohne ist die Bahn allerdings auch nicht, direkt nach der Fahrt konnte ich beobachten, dass vereinzelt Leute Probleme hatten, die ersten Meter gerade zu gehen (nein, mit Alkohol hatte es nichts zu tun), ich hatte im Ansatz aber auch ganz leichte Probleme.
An allen Tagen habe ich mir selbstverständlich auch andere Attraktionen auf dem Prater angesehen, z.B. diese … (schön dicht an einer Rooftop-Bar):
Eine Attraktion, die noch gar nicht fertig gebaut ist, habe ich mir als Zaungast angesehen. – Mmh, das wird wohl noch dauern. Keine Ahnung, ob man das als ambitioniert ansehen muss mit dem vorauss. Eröffnungstermin im September. Wäre aber super, wenn das klappt, weil das evtl. unverhofft doch noch eine Gelegenheit in diesem Jahr schaffen könnte (auch wenn wir zu der Zeit nicht ganz in der Nähe von Wien sein werden).
Danach bin ich noch eine kurze Zeit lang außerhalb des Praters unterwegs gewesen.
Am Abreisetag habe ich zunächst mein Handgepäck in Wien-Mitte aufgegeben (nachdem ich per Nachricht auf's Handy die Empfehlung bekommen habe, mein Handgepäck nicht mit in die Maschine zu nehmen, weil diese so gut wie ausgebucht sein würde). Das ist echt praktisch und einzigartig in Europa ... jedenfalls konnte ich so dann schon mal mein Gepäck loswerden und ersparte mir die Aktion mit dem Hotel (üblich wäre ja gewesen, es dort zurückzulassen und es dann später wieder abzuholen) ... mein Gepäck habe ich tatsächlich erst in Hamburg wiedergesehen (hat also wunderbar funktioniert).
Bis ungefähr 15:00 Uhr hatte ich Zeit, in Wien noch ein bisschen was zu machen.
Klar hatte ich auch mal über den Böhmischen Prater nachgedacht, aber irgendwie habe ich für mich darin keinen Sinn gesehen. Wegen einer Mini-Achterbahn da extra hinzufahren, wo ich doch Besseres schon hatte und noch haben konnte, fand ich nicht so reizvoll, deshalb habe ich mich für was anderes entschieden.
Wien hat mindestens 2 Persönlichkeiten, die ich sehr verehre, zum einen Falco, die Musik hat mich seit meiner Jugendzeit begleitet und zum anderen Ernst Happel, der Hamburg die beste Fußball-Ära geschenkt hat. Das Ehrengrab von Falco habe ich besucht, das mit dem Ehrengrab von Ernst Happel "muss" ich auf ein nächstes Mal verschieben, weil dies nicht, wie gedacht, auf dem Zentralfriedhof von Wien zu finden ist.
Gute 26 Jahre ist das schon her mit Falco und trotzdem ist das Interesse an ihm unverändert da, das Ehrengrab wurde fast pausenlos besucht ... Er war halt auch eine auffällige Persönlichkeit, hat markante Musik gemacht …
Auf dem Rückweg habe ich mir die Gasometer angeschaut ...
...ehe ich wieder auf dem Prater gelandet bin … (der Prater steht Kopf ... Schriftzug):
Vorher war ich noch am überlegen, was ich in Sachen Höhe machen sollte, Donauturm mit Rutsche oder 80m hoher Wiener Freifallturm ... entschieden habe ich mich für den Freifallturm. Für 5,- € habe ich eine tolle Aussicht geboten bekommen. Generell sind die Preise auf dem Prater überwiegend in Ordnung, allerdings muss man natürlich auch auf kürzere Fahrprogramme gefasst sein. Für 5, - € gab's nur eine Fahrt nach oben ... denke ich an Paris zurück, da waren es 2 Fahrten nach oben, hat aber dafür 2,- € mehr gekostet.
Nachdem ich noch gemütlich eine Kleinigkeit gegessen habe, habe ich den Prater verlassen …
… bin nach Wien Mitte gefahren und hab mich mit dem CAT auf den Weg zum Airport gemacht.
Auf der richtigen Seite sitzend noch ein letzter Blick auf Wien:
Fazit
Wien hat mehr zu bieten als das, was ich gesehen / gemacht habe (gilt natürlich auch für den Prater), aber da es nicht mein Erstbesuch war, ging das mal so, dass ich den Fokus hauptsächlich auf einige Fahrattraktionen gelenkt habe.
Der Prater ist auf jeden Fall eine Perle für Hochfahrgeschäfte, ein Wahnsinn, was dort geboten wird (nette Skyline):
Was Achterbahnen anbelangt, macht natürlich die Olympia-Looping-Bahn ganz gut was her und Gesengte Sau sollte auch unbedingt gefahren werden, wenn man vor Ort ist.
Der Familypark ist in erster Linie das, wofür der Name allein schon steht, er ist für diese Zielgruppe absolut qualitativ gut aufgestellt.
Und was mit Liebe gemacht ist, kann auch auf andere Zielgruppen Anziehungskraft auslösen. - Der Besuch hat sich für mich durchaus gelohnt, auch wenn ich ja, wie schon erwähnt, einen halben Tag als ausreichend empfunden habe.
Danke für das Interesse.
Viele Grüße
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