speedfreak
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Anmerkung vorab
Das hier ist ein Off-Season-Bericht ohne Achterbahnen, auch wenn es kurze abschweifende Gedanken zu diesem Thema gibt (so gesehen gibt es zumindest den Versuch, die Kurve immer mal zum klassischen Thema zu kriegen ... im folgenden Bericht).
Der beste Ausgleich bzw. Ersatz, wenn es mit dem Achterbahnenfahren mal nicht geht (theoretisch schon, aber man kann ja nicht das ganze Jahr, ja schon, aber es muss auch mal was anderes sein, damit nicht die totale Übersättigung eintritt), ist für mich, wenn ich das Layout auf Skiern selbst bestimmen kann (im weitesten Sinne).
Tatsächlich war zwar die Fahrt mit dem längsten Alpinen Coaster der Welt in Imst geplant, aber der nochmalige Blick auf die Website hat gezeigt, in der Nebensaison wird der Coaster nicht aufgemacht. Schade zwar, aber wir hatten genug andere Abwechslung.
Wahrscheinlich ist das jetzt mein erster Bericht, wo keine Achterbahn vorkommt, ist aber ja Off-Season und der Blick darauf, was macht man denn da so ... was hält einen aufrecht, was lenkt gut ab, was löst ähnliche Faszination aus, was kann auch spektakulär und bemerkenswert sein.
Nach der Enteisung ging es am Freitag (09.01.) per Flieger von Hamburg nach Innsbruck (wegen der Wettervorhersage waren wir nervös, ob wir von Hamburg überhaupt wegkommen würden, aber bis auf eine Verzögerung von 15 Minuten lief um 06:00 Uhr alles nach Plan). Kurz vor Innsbruck meinte der Pilot sinngemäß, dass man sich nicht wundern sollte, dass man zwar kurz vorm Flughafen sei, aber mit Absicht etwas langsamer fliegt und maximal eine Schleife fliegen wird, weil gerade die Landebahn vom Schnee befreit werden muss, dass die das in Innsbruck aber gut und schnell hinbekommen (war wohl ein kleiner Seitenhieb an andere Flughäfen, wo der Wintereinbruch immer so überraschend kommt und sich sofort Überforderung bemerkbar macht).
In Innsbruck sind wir dann vom Flughafen mit dem Bus zum Hauptbahnhof und dann weiter mit dem Zug nach Imst gefahren. Von dort ging es dann nochmal mit dem Bus zu unserem 3 Sterne Hotel in Jerzens.
Das Hotel wird uns in der Form in Erinnerung bleiben: Eher 2 Sterne für das Zimmer (Matratze war maximal so hoch wie der Bettkasten, das Bad + Dusche waren zu klein, Schrankflächen waren für 2 Personen gerade so noch okay, Ausbesserungen und andere Details machten einen lieblosen Eindruck) und eher 4 Sterne für Essen und Service (in großen Teilen war das Essen wirklich sehr gut und der Service ging ebenfalls in Richtung 4 Sterne Niveau). Auch nicht so erfreulich war, dass im Ski-Keller nicht ausreichend Platz für das Equipment war ... Das Hotel schien Dank des guten Preis-Leistungsverhältnisses sehr viel Anklang zu finden, es dürfte die meiste Zeit, wo wir vor Ort waren, fast ausgebucht gewesen sein (als wir angereist sind, war das noch nicht so, da war es zunächst ziemlich entspannt).
Das 4 Sterne Hotel gegenüber, so hat meine Partnerin herausgefunden, hätte ca. das Dreifache gekostet. Tatsächlich wird es immer schwieriger, was preislich Ansprechendes zu finden, ich / wir sind jedenfalls nicht bereit, unverhältnismäßig hohe Preise zu zahlen (unser Richtwert ist ungefähr: nicht mehr als 100 € pro Person und Nacht ... das lag mal bei 80 € und gefühlt muss man es bald auf 120 € oder so hochschrauben).
Der Hausberg bzw. das naheliegende Skigebiet heißt Hochzeiger (1450 - 2500m), am Ende des Tals gibt es noch Rifflsee (1680 – 2800m) und den Pitztaler Gletscher (2840 - 3440m).
Am Anreisetag haben wir uns das Areal der Talstation vom Hochzeiger angesehen, Samstag + Sonntag waren wir wandern, dann war ich 3 Tage Skifahren (meine Partnerin wandern), Tag darauf haben wir einen Langlauf-Schnupperkurs gemacht und dann waren wir wieder wandern. Sonntag hatten wir bis zum Abflug noch etwas Zeit in Innsbruck. So die Kurzbeschreibung von dem, was wir in der Zeit gemacht haben.
9 Tage haben sich durch die weniger kostenintensive Flugverbindung ergeben (Samstag bis Samstag wäre z.B. deutlich teurer gewesen). Mit dem Zug wollten wir das insbesondere wegen der Umsteigesituation in München nicht machen (haben wir als nervig in Erinnerung, viel zu langer und schmaler Weg bei zu vielen Menschen, die in beide Richtungen strömen).
Die Nebensaison hat man zum Glück weitgehend gespürt, es war bis auf wenige Situationen schön ruhig, man musste kaum anstehen und man hatte auch mal Pisten komplett für sich allein ... riesige Menschenansammlungen haben wir nur beim Gletscherexpress (1740 – 2840m) und auf der Busfahrt bis St. Leonhard" wahrgenommen (zumal der Bus auch von / nach Jerzens nicht so oft gefahren ist).
Das Skigebiet Hochzeiger ist für die, die in Jerzens oder in der Nähe davon ihre Unterkunft haben, hingegen deutlich besser mit dem Bus zu erreichen, er fuhr halt einfach öfters. Die Busfahrt da hoch ist auf jeden Fall auch schon mal ein Erlebnis für sich. Es gibt dort sehr enge Serpentinen und die Steigung ist ganz ordentlich, als würde man gefühlt einen Lifthill hochfahren (das ist sicherlich nur eine Strecke für geübte Busfahrer), man bekommt auf jeden Fall einen tollen Talblick geboten, das, was man halt als Achterbahnverrückter auch so mag (Blick in die Tiefe / in die Ferne).
Um auf dem aufgesprungenen Zug (Achterbahn) noch ein bisschen zu bleiben, es gab bezüglich einer Attraktion bzw. bezüglich einer Seilbahn leicht verwirrende technische Daten, denn bei der Wildspitzbahn heißt es im Aushang: Höhe Talstation = 2837m, Höhe Bergstation = 3428m ... An der Bergstation findet man aber in großer Schrift die Angabe 3440m, auch das Cafe wird mit “in 3440m Höhe” angepriesen (obwohl es sich auf derselben Ebene mit der Bergstation befindet, mal losgelöst davon, dass man im Cafe die Möglichkeit hat, eine Etage höher zu gehen). Ich denke mal, die 360 Grad Aussichtsplattform, zu der eine Außentreppe führt, wird 3440m hoch sein (käme ungefähr hin) ... letztlich nicht entscheidend, aber erinnert mich z.B. an Colossos im Heide Park, wo die Zahl 60m gern mal gefallen ist, die tatsächliche Höhe aber nicht ganz da heranreicht. Wenn man im Netz guckt, ist man sich auch nicht wirklich 100prozentig einig, wahrscheinlich kann man es mit ungefähr 52m festmachen (?).
Wie bei Colossos hat man auch am Pitztaler Gletscher zunächst eine kurze Strecke, die man in luftiger Höhe zurücklegt, ehe es dann wirklich in die Tiefe geht. Ich mag diese Aussichtsfahrten sehr, also Achterbahnen punkten da für mich einfach nochmal mehr.
Der Heide Park hat ja quasi gleich 2 Bahnen davon (Krake hat auch eine schöne Aussichtsfahrt) und wenn ich an 2 Neuheiten denke (Tormenta Rampaging Run mit 94m hoher Aussichtsfahrt und ganze vorne an: Falcons Flight mit 195m hoher Aussichtsfahrt), würde ich allzu gern in den Genuss dieser Fahrten kommen wollen (tendenziell wird es auf die nächsten Jahre gesehen eher was mit Falcons Flight).
Wenn ich an Falcons Flight denke, dann kommt mir Iron Rattler in Six Flags Fiesta Texas in Sinn, die Bahn konnte ich zum Glück schon mal fahren. - In den Sinn im Sinne von, dass ein Felsplateau bei dieser Bahn schon wunderbar genutzt wird, der Unterschied ist allerdings, dass es bei Falcons Flight eine komplett andere Dimension ist. Völlig krass, ich hoffe, ich darf das auch sehr bald erleben ... was ich gesehen und gelesen habe, kommt es sehr gut hin, die Bahn so zu beschreiben, dass sie wie 3 aneinandergereihte Achterbahnen ist (nach hinten heraus Formula Rossa). - Oh Mann, am besten nicht zu sehr darüber nachdenken, sonst werde ich noch unvernünftig, geplant ist evtl. 2027 und dabei bleibt es auch.
Aber spektakulär war es auch auf dem Gletscher, und das meinte ich damit, dass es eine gute Ablenkung ist, wenn man auf andere Weise den Gigantismus erleben darf.
Die Bergkulisse war schon eindrücklich und das Skifahren hat Spaß gemacht, weil es dort abwechslungsreiche Pisten gibt ... man kann mal laufen lassen, mal muss man konzentriert bleiben, weil es auch fordernde Pisten gibt.
Ähnlich verhält es sich mit Hochzeiger, ich bin da gar nicht mit zu hohen Erwartungen gestartet und war überrascht, wie gut es auf mich zugeschnitten war, war in großen Teilen ganz nach meinem Geschmack.
Ich war zwar nur 3 Tage Skifahren, hätte mir aber auch maximal 2 Tage Gletscher, 1 Tag Rifflsee und 2 Tage Hochzeiger vorstellen können. - Meiner Meinung nach wäre es dann (für mich) ausgereizt gewesen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass es mit dem Skipass nur eingeschränkte Möglichkeiten gab. Wenn ich einen Skipass online beim Hochzeiger kaufe (ist zu empfehlen, weil man ordentlich sparen kann), dann muss ich zum einen dort auch mit dem Skifahren starten und ich habe nur einmal die Möglichkeit, im Gletscher- oder Rifflsee-Skigebiet zu fahren (das geht natürlich auch andersherum, wenn man am Gletscher den Skipass kauft). Das gefällt mir in anderen Skigebieten besser, ich war eigentlich darauf gefasst, dass ich automatisch alles x-beliebig fahren kann (zumindest hatte ich die Erwartung, dass so ein Skipass zu haben ist).
Starte ich mit dem neuen Material (in den letzten Jahren habe ich ausschließlich den Skiverleih in Anspruch genommen), bin ich bei den ersten Abfahrten erst einmal vorsichtig, weil ich nicht weiß, wie ich und das Material so reagieren. - Wenn man dann merkt, es läuft, der Ski ist griffig genug, dann ist das Vertrauen wieder schnell da, so war es jetzt die 3 Tage zum Glück auch wieder.
Vielleicht vergleichbar mit der Frage, ob man nach einer Saisonpause z.B. gleich wieder fordernde Achterbahnen gut abkann, also ob man das besagte Vertrauen wieder schnell erlangt, um uneingeschränkt seinem Hobby nachgehen zu können ...
Zum Langlaufen sei noch gesagt, der Lehrer war motiviert und hatte merklich Spaß dabei, sich um jeden einzelnen zu kümmern, was nicht selbstverständlich ist, habe ich bei anderen Sportarten auch schon anders erlebt. Zu Recht hatte der Langlauflehrer erwähnt, das alpine Skifahrer gern unterschätzen, dass das mit dem Langlaufen nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat.
Ich hatte meine liebe Müh mit dem Überkreuz-Ding (war mir aber vorher schon klar, dass ich mich zunächst nicht gut anstelle) und als das dann einigermaßen funktionierte, fehlte mir noch der gleichmäßige Takt in den Bewegungsabläufen (Stock und Ski-Einsatz waren noch nicht so optimal harmonisch aufeinander abgestimmt). Meine Partnerin (Nicht-Skifahrerin) hat´s besser hinbekommen, hatte nur leichte Schwierigkeiten da, wo Skifahrer eindeutig Vorteile haben (Bremsvorgang).
Aber gut, das waren jetzt mal 2 Stunden Schnupperkurs.
Nun aber endlich zu den Fotos (in 2 Teilen; von ca. 300 auf 72 reduziert) ...
Anreisetag ... das erste Mal zur Talstation des Hochzeigers hochgefahren (mit der Gästekarte bzw. temporär auch mit dem Skipass); auf dem Foto ist allerdings die Perspektive in andere Richtung zu sehen:
Blick vom Hotelzimmer-Balkon aus ...
Am Samstag beim Wandern ... Wir waren die einzigen Fahrgäste im Bus und der Busfahrer meinte, als für ihn klar war, wohin wir wollten: Mit Bungeespringen wird das aber nichts (nicht in Betrieb). - Naja, als wir auf der (Hänge-) Brücke standen (94m hoch), war das auch so schon leicht unheimlich ... ich kam dann mit dem Vergleich um die Ecke “und die höchste Achterbahn der Welt ist nochmal ungefähr 100m höher ... kann man sich kaum vorstellen, was das mit einem macht, wenn man auf dieser Brücke schon ein leicht komisches Gefühl hat”. Wo ich das jetzt gerade schreibe, fällt mir ein, die höchste Achterbahn der Welt lässt sich relativ gut mit einer anderen nicht so sehr weit entfernt liegenden Brücke vergleichen: Europa Brücke (190m hoch; fehlen ja nur 5m)
Am Sonntag wollten wir uns schon mal an etwas höhere Luft gewöhnen und sind deshalb zum Rifflsee gefahren (zunächst mit der Seilbahn zur Sunna Alm in 2300m Höhe und dann paar Schritte runter zum Rifflsee in 2232m Höhe). Das erste Bild zeigt ein Hotel direkt neben der Talstation, das uns sicherlich mehr gefallen hätte ...
Blick in den Skikeller (ich war kurz davor meine Ausrüstung mit ins Zimmer zu nehmen, hab mich aber dann doch für das provisorische Abstellen entschieden):
Montag, mein 1. Skitag am Hochzeiger ... es ging etwas Wind, war aber nicht so störend, wie man es auf dem folgenden Bild vermuten könnte, auch war ich froh, dass die Sicht ganz okay war:
Am Dienstag ging es auf den Gletscher, mit meiner Partnerin war ich später für die Fahrt zum Cafe rauf verabredet. Mit der Höhe sind wir einigermaßen klargekommen. Treppen gehen und sich bücken war so das, was wir gut gespürt haben. Beim Skifahren selbst habe ich keine Probleme wahrgenommen. Wir waren vorher beide sehr gespannt, was es mit uns machen würde, weil wir etwas mehr Probleme am Jungfraujoch in 3450m Höhe mal hatten (vor wenigen Jahren). Für mich persönlich war der höchste Punkt, wo ich jemals auf Brettern gestanden habe, in fast 3900m Höhe in Zermatt (da hatte ich beim Durchqueren des Fußgänger-Tunnels nur leichte Probleme, ich war aber auch deutlich jünger).
Am Mittwoch am Hochzeiger bei gutem Wetter:
2. Teil kommt gleich hinterher ...
Das hier ist ein Off-Season-Bericht ohne Achterbahnen, auch wenn es kurze abschweifende Gedanken zu diesem Thema gibt (so gesehen gibt es zumindest den Versuch, die Kurve immer mal zum klassischen Thema zu kriegen ... im folgenden Bericht).
Der beste Ausgleich bzw. Ersatz, wenn es mit dem Achterbahnenfahren mal nicht geht (theoretisch schon, aber man kann ja nicht das ganze Jahr, ja schon, aber es muss auch mal was anderes sein, damit nicht die totale Übersättigung eintritt), ist für mich, wenn ich das Layout auf Skiern selbst bestimmen kann (im weitesten Sinne).
Tatsächlich war zwar die Fahrt mit dem längsten Alpinen Coaster der Welt in Imst geplant, aber der nochmalige Blick auf die Website hat gezeigt, in der Nebensaison wird der Coaster nicht aufgemacht. Schade zwar, aber wir hatten genug andere Abwechslung.
Wahrscheinlich ist das jetzt mein erster Bericht, wo keine Achterbahn vorkommt, ist aber ja Off-Season und der Blick darauf, was macht man denn da so ... was hält einen aufrecht, was lenkt gut ab, was löst ähnliche Faszination aus, was kann auch spektakulär und bemerkenswert sein.
Nach der Enteisung ging es am Freitag (09.01.) per Flieger von Hamburg nach Innsbruck (wegen der Wettervorhersage waren wir nervös, ob wir von Hamburg überhaupt wegkommen würden, aber bis auf eine Verzögerung von 15 Minuten lief um 06:00 Uhr alles nach Plan). Kurz vor Innsbruck meinte der Pilot sinngemäß, dass man sich nicht wundern sollte, dass man zwar kurz vorm Flughafen sei, aber mit Absicht etwas langsamer fliegt und maximal eine Schleife fliegen wird, weil gerade die Landebahn vom Schnee befreit werden muss, dass die das in Innsbruck aber gut und schnell hinbekommen (war wohl ein kleiner Seitenhieb an andere Flughäfen, wo der Wintereinbruch immer so überraschend kommt und sich sofort Überforderung bemerkbar macht).
In Innsbruck sind wir dann vom Flughafen mit dem Bus zum Hauptbahnhof und dann weiter mit dem Zug nach Imst gefahren. Von dort ging es dann nochmal mit dem Bus zu unserem 3 Sterne Hotel in Jerzens.
Das Hotel wird uns in der Form in Erinnerung bleiben: Eher 2 Sterne für das Zimmer (Matratze war maximal so hoch wie der Bettkasten, das Bad + Dusche waren zu klein, Schrankflächen waren für 2 Personen gerade so noch okay, Ausbesserungen und andere Details machten einen lieblosen Eindruck) und eher 4 Sterne für Essen und Service (in großen Teilen war das Essen wirklich sehr gut und der Service ging ebenfalls in Richtung 4 Sterne Niveau). Auch nicht so erfreulich war, dass im Ski-Keller nicht ausreichend Platz für das Equipment war ... Das Hotel schien Dank des guten Preis-Leistungsverhältnisses sehr viel Anklang zu finden, es dürfte die meiste Zeit, wo wir vor Ort waren, fast ausgebucht gewesen sein (als wir angereist sind, war das noch nicht so, da war es zunächst ziemlich entspannt).
Das 4 Sterne Hotel gegenüber, so hat meine Partnerin herausgefunden, hätte ca. das Dreifache gekostet. Tatsächlich wird es immer schwieriger, was preislich Ansprechendes zu finden, ich / wir sind jedenfalls nicht bereit, unverhältnismäßig hohe Preise zu zahlen (unser Richtwert ist ungefähr: nicht mehr als 100 € pro Person und Nacht ... das lag mal bei 80 € und gefühlt muss man es bald auf 120 € oder so hochschrauben).
Der Hausberg bzw. das naheliegende Skigebiet heißt Hochzeiger (1450 - 2500m), am Ende des Tals gibt es noch Rifflsee (1680 – 2800m) und den Pitztaler Gletscher (2840 - 3440m).
Am Anreisetag haben wir uns das Areal der Talstation vom Hochzeiger angesehen, Samstag + Sonntag waren wir wandern, dann war ich 3 Tage Skifahren (meine Partnerin wandern), Tag darauf haben wir einen Langlauf-Schnupperkurs gemacht und dann waren wir wieder wandern. Sonntag hatten wir bis zum Abflug noch etwas Zeit in Innsbruck. So die Kurzbeschreibung von dem, was wir in der Zeit gemacht haben.
9 Tage haben sich durch die weniger kostenintensive Flugverbindung ergeben (Samstag bis Samstag wäre z.B. deutlich teurer gewesen). Mit dem Zug wollten wir das insbesondere wegen der Umsteigesituation in München nicht machen (haben wir als nervig in Erinnerung, viel zu langer und schmaler Weg bei zu vielen Menschen, die in beide Richtungen strömen).
Die Nebensaison hat man zum Glück weitgehend gespürt, es war bis auf wenige Situationen schön ruhig, man musste kaum anstehen und man hatte auch mal Pisten komplett für sich allein ... riesige Menschenansammlungen haben wir nur beim Gletscherexpress (1740 – 2840m) und auf der Busfahrt bis St. Leonhard" wahrgenommen (zumal der Bus auch von / nach Jerzens nicht so oft gefahren ist).
Das Skigebiet Hochzeiger ist für die, die in Jerzens oder in der Nähe davon ihre Unterkunft haben, hingegen deutlich besser mit dem Bus zu erreichen, er fuhr halt einfach öfters. Die Busfahrt da hoch ist auf jeden Fall auch schon mal ein Erlebnis für sich. Es gibt dort sehr enge Serpentinen und die Steigung ist ganz ordentlich, als würde man gefühlt einen Lifthill hochfahren (das ist sicherlich nur eine Strecke für geübte Busfahrer), man bekommt auf jeden Fall einen tollen Talblick geboten, das, was man halt als Achterbahnverrückter auch so mag (Blick in die Tiefe / in die Ferne).
Um auf dem aufgesprungenen Zug (Achterbahn) noch ein bisschen zu bleiben, es gab bezüglich einer Attraktion bzw. bezüglich einer Seilbahn leicht verwirrende technische Daten, denn bei der Wildspitzbahn heißt es im Aushang: Höhe Talstation = 2837m, Höhe Bergstation = 3428m ... An der Bergstation findet man aber in großer Schrift die Angabe 3440m, auch das Cafe wird mit “in 3440m Höhe” angepriesen (obwohl es sich auf derselben Ebene mit der Bergstation befindet, mal losgelöst davon, dass man im Cafe die Möglichkeit hat, eine Etage höher zu gehen). Ich denke mal, die 360 Grad Aussichtsplattform, zu der eine Außentreppe führt, wird 3440m hoch sein (käme ungefähr hin) ... letztlich nicht entscheidend, aber erinnert mich z.B. an Colossos im Heide Park, wo die Zahl 60m gern mal gefallen ist, die tatsächliche Höhe aber nicht ganz da heranreicht. Wenn man im Netz guckt, ist man sich auch nicht wirklich 100prozentig einig, wahrscheinlich kann man es mit ungefähr 52m festmachen (?).
Wie bei Colossos hat man auch am Pitztaler Gletscher zunächst eine kurze Strecke, die man in luftiger Höhe zurücklegt, ehe es dann wirklich in die Tiefe geht. Ich mag diese Aussichtsfahrten sehr, also Achterbahnen punkten da für mich einfach nochmal mehr.
Der Heide Park hat ja quasi gleich 2 Bahnen davon (Krake hat auch eine schöne Aussichtsfahrt) und wenn ich an 2 Neuheiten denke (Tormenta Rampaging Run mit 94m hoher Aussichtsfahrt und ganze vorne an: Falcons Flight mit 195m hoher Aussichtsfahrt), würde ich allzu gern in den Genuss dieser Fahrten kommen wollen (tendenziell wird es auf die nächsten Jahre gesehen eher was mit Falcons Flight).
Wenn ich an Falcons Flight denke, dann kommt mir Iron Rattler in Six Flags Fiesta Texas in Sinn, die Bahn konnte ich zum Glück schon mal fahren. - In den Sinn im Sinne von, dass ein Felsplateau bei dieser Bahn schon wunderbar genutzt wird, der Unterschied ist allerdings, dass es bei Falcons Flight eine komplett andere Dimension ist. Völlig krass, ich hoffe, ich darf das auch sehr bald erleben ... was ich gesehen und gelesen habe, kommt es sehr gut hin, die Bahn so zu beschreiben, dass sie wie 3 aneinandergereihte Achterbahnen ist (nach hinten heraus Formula Rossa). - Oh Mann, am besten nicht zu sehr darüber nachdenken, sonst werde ich noch unvernünftig, geplant ist evtl. 2027 und dabei bleibt es auch.
Aber spektakulär war es auch auf dem Gletscher, und das meinte ich damit, dass es eine gute Ablenkung ist, wenn man auf andere Weise den Gigantismus erleben darf.
Die Bergkulisse war schon eindrücklich und das Skifahren hat Spaß gemacht, weil es dort abwechslungsreiche Pisten gibt ... man kann mal laufen lassen, mal muss man konzentriert bleiben, weil es auch fordernde Pisten gibt.
Ähnlich verhält es sich mit Hochzeiger, ich bin da gar nicht mit zu hohen Erwartungen gestartet und war überrascht, wie gut es auf mich zugeschnitten war, war in großen Teilen ganz nach meinem Geschmack.
Ich war zwar nur 3 Tage Skifahren, hätte mir aber auch maximal 2 Tage Gletscher, 1 Tag Rifflsee und 2 Tage Hochzeiger vorstellen können. - Meiner Meinung nach wäre es dann (für mich) ausgereizt gewesen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass es mit dem Skipass nur eingeschränkte Möglichkeiten gab. Wenn ich einen Skipass online beim Hochzeiger kaufe (ist zu empfehlen, weil man ordentlich sparen kann), dann muss ich zum einen dort auch mit dem Skifahren starten und ich habe nur einmal die Möglichkeit, im Gletscher- oder Rifflsee-Skigebiet zu fahren (das geht natürlich auch andersherum, wenn man am Gletscher den Skipass kauft). Das gefällt mir in anderen Skigebieten besser, ich war eigentlich darauf gefasst, dass ich automatisch alles x-beliebig fahren kann (zumindest hatte ich die Erwartung, dass so ein Skipass zu haben ist).
Starte ich mit dem neuen Material (in den letzten Jahren habe ich ausschließlich den Skiverleih in Anspruch genommen), bin ich bei den ersten Abfahrten erst einmal vorsichtig, weil ich nicht weiß, wie ich und das Material so reagieren. - Wenn man dann merkt, es läuft, der Ski ist griffig genug, dann ist das Vertrauen wieder schnell da, so war es jetzt die 3 Tage zum Glück auch wieder.
Vielleicht vergleichbar mit der Frage, ob man nach einer Saisonpause z.B. gleich wieder fordernde Achterbahnen gut abkann, also ob man das besagte Vertrauen wieder schnell erlangt, um uneingeschränkt seinem Hobby nachgehen zu können ...
Zum Langlaufen sei noch gesagt, der Lehrer war motiviert und hatte merklich Spaß dabei, sich um jeden einzelnen zu kümmern, was nicht selbstverständlich ist, habe ich bei anderen Sportarten auch schon anders erlebt. Zu Recht hatte der Langlauflehrer erwähnt, das alpine Skifahrer gern unterschätzen, dass das mit dem Langlaufen nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat.
Ich hatte meine liebe Müh mit dem Überkreuz-Ding (war mir aber vorher schon klar, dass ich mich zunächst nicht gut anstelle) und als das dann einigermaßen funktionierte, fehlte mir noch der gleichmäßige Takt in den Bewegungsabläufen (Stock und Ski-Einsatz waren noch nicht so optimal harmonisch aufeinander abgestimmt). Meine Partnerin (Nicht-Skifahrerin) hat´s besser hinbekommen, hatte nur leichte Schwierigkeiten da, wo Skifahrer eindeutig Vorteile haben (Bremsvorgang).
Aber gut, das waren jetzt mal 2 Stunden Schnupperkurs.
Nun aber endlich zu den Fotos (in 2 Teilen; von ca. 300 auf 72 reduziert) ...
Anreisetag ... das erste Mal zur Talstation des Hochzeigers hochgefahren (mit der Gästekarte bzw. temporär auch mit dem Skipass); auf dem Foto ist allerdings die Perspektive in andere Richtung zu sehen:
Blick vom Hotelzimmer-Balkon aus ...
Am Samstag beim Wandern ... Wir waren die einzigen Fahrgäste im Bus und der Busfahrer meinte, als für ihn klar war, wohin wir wollten: Mit Bungeespringen wird das aber nichts (nicht in Betrieb). - Naja, als wir auf der (Hänge-) Brücke standen (94m hoch), war das auch so schon leicht unheimlich ... ich kam dann mit dem Vergleich um die Ecke “und die höchste Achterbahn der Welt ist nochmal ungefähr 100m höher ... kann man sich kaum vorstellen, was das mit einem macht, wenn man auf dieser Brücke schon ein leicht komisches Gefühl hat”. Wo ich das jetzt gerade schreibe, fällt mir ein, die höchste Achterbahn der Welt lässt sich relativ gut mit einer anderen nicht so sehr weit entfernt liegenden Brücke vergleichen: Europa Brücke (190m hoch; fehlen ja nur 5m)
Am Sonntag wollten wir uns schon mal an etwas höhere Luft gewöhnen und sind deshalb zum Rifflsee gefahren (zunächst mit der Seilbahn zur Sunna Alm in 2300m Höhe und dann paar Schritte runter zum Rifflsee in 2232m Höhe). Das erste Bild zeigt ein Hotel direkt neben der Talstation, das uns sicherlich mehr gefallen hätte ...
Blick in den Skikeller (ich war kurz davor meine Ausrüstung mit ins Zimmer zu nehmen, hab mich aber dann doch für das provisorische Abstellen entschieden):
Montag, mein 1. Skitag am Hochzeiger ... es ging etwas Wind, war aber nicht so störend, wie man es auf dem folgenden Bild vermuten könnte, auch war ich froh, dass die Sicht ganz okay war:
Am Dienstag ging es auf den Gletscher, mit meiner Partnerin war ich später für die Fahrt zum Cafe rauf verabredet. Mit der Höhe sind wir einigermaßen klargekommen. Treppen gehen und sich bücken war so das, was wir gut gespürt haben. Beim Skifahren selbst habe ich keine Probleme wahrgenommen. Wir waren vorher beide sehr gespannt, was es mit uns machen würde, weil wir etwas mehr Probleme am Jungfraujoch in 3450m Höhe mal hatten (vor wenigen Jahren). Für mich persönlich war der höchste Punkt, wo ich jemals auf Brettern gestanden habe, in fast 3900m Höhe in Zermatt (da hatte ich beim Durchqueren des Fußgänger-Tunnels nur leichte Probleme, ich war aber auch deutlich jünger).
Am Mittwoch am Hochzeiger bei gutem Wetter:
2. Teil kommt gleich hinterher ...
