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Aktuelle Entwicklungen @ Freizeit-Land Geiselwind

Braumeister

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Zusätzlich ist die Strafe ist auf Bewährung ausgesetzt, lässt er sich nichts zu Schulde kommen, passiert ihm weiter nichts

Was ja genau die Idee unserer Rechtssystem ist. Dem Straftäter die Möglichkeit zu geben sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Es geht vereinfacht gesagt um Erziehung, nicht um Vergeltung.

Im Anbetracht dass 300k im Steuerrecht noch kein Drama (ab 1 Mio. ist man da kompromissloser) sind und er geständig war, ist die Strafe schon Recht ordentlich.

Interessanter finde ich allerdings, dass das Ganze nur aufgeflogen ist, weil die Mitarbeiter protestiert haben.

Dadurch wurde es beschleunigt, ob es auch sonst aufgefallen wäre sei mal dahingestellt. Bis rumänische Gastarbeiter demonstrieren dauert es allerdings - man muss sich nur anschauen wie die in anderen Branchen (Großschlachter wie Tönnies etc.) behandelt werden, ohne auf die Barrikaden zu gehen.


Bzgl der Zahlungsmodalitäten wird das einfach die höchste Rate gewesen sein, wo man die Hoffnung hat das Geld wieder zu bekommen ohne gleichzeitig den Betrieb in den Ruin zu schicken. Dann stehen nämlich andere Schuldner blöd da, die kommen im Insolvenzverfahren dann nämlich nicht mehr dran.
 

Volker

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Nur um die Fakten (soweit man sie dem BR-Bericht, den @erdbeerschorsch hier verlinkt hat, entnehmen kann) nochmal korrekt wiederzugeben: es wurden 244.000 Kurzarbeitergeld unrechtmäßig gezahlt und 130.000 Euro Steuern hinterzogen. Wenn man weiß, dass der BGH erst ab einer hinterzogenen Steuer von 1 Mio. Euro grundsätzlich (es gibt Ausnahmen) keine Bewährungsstrafe mehr zulässt und es sich beim zu Unrecht bezogenen Kurzarbeitergeld wohl um Sozialleistungsbetrug handelt, ist die Strafe schon ganz ordentlich. Ohne Geständnis wäre das wohl anders ausgegangen.
Die Rückzahlung der zu Unrecht erhaltenen bzw. vorenthaltenen 374.000 Euro zuzüglich Säumniszuschlägen und Zinsen ist keine Strafe sondern Schadenswiedergutmachung.
Bei der Höhe der monatlichen Raten dürfte im Mittelpunkt gestanden haben, dass der Schuldner noch in der Lage bleibt, das Geschäft weiterzubetreiben, gerade um die Schulden abstottern zu können. Bei einer Insolvenz würden diese wohl nie beglichen werden können.
 
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Hannesder3te

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Eben der Vollständigkeit halber: Bei den Sozialversicherungen sind es 6% Zinsen, beim Finanzamt seit ein paar Jahren nur 1,8%. Bei den Summen bleiben dann im Schnitt aber immer noch rund 4,5% Zinsen/Jahr, was die Rückzahlung auf etwa 25 Jahre streckt und Zinszahlungen von insgesamt rund 250.000 EUR bedeutet. Schon deshalb ist es im Interesse eines Schuldners, den Betrag möglichst schnell zurückzuzahlen.
 
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Volker

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Nach § 24 SGB IV gilt „(1) Für Beiträge und Beitragsvorschüsse, die der Zahlungspflichtige nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages gezahlt hat, ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 Prozent des rückständigen, auf 50 Euro nach unten abgerundeten Betrages zu zahlen.“ Das wären bis zu 12 Prozent Zinsen im Jahr. Ich habe das vor (sehr) vielen Jahren sogar mal gelernt, aber wie genau es berechnet wird, weiß ich nicht mehr.
 

Dorian

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Es muss ja auch irgendwo die Verhältnismäßigkeit gesehen werden. Klar wurden da große Summen an Geld zu Unrecht bezogen und Steuern hinterzogen. Aber wenn ein Herr Hoeneß für viele Millionen mehr an hinterzogenen Steuern gerade mal ein Jahr in "Luxushaft" muss und danach wieder auf freiem Fuß ist, sind das im Fall Geiselwind natürlich "Peanuts" - ohne die Schuld in Abrede zu stellen.

Was mich am ganzen Fall stört, ist, dass der Herr auf Mitleid macht, indem er meint er hätte "nicht mehr weitergewusst" usw. Der hat einfach wissentlich beschissen, Mitarbeiter betrogen und unser aller Steuergeld für seine eigenen Angelegenheiten genutzt und genau gewusst, was er da macht. Und dass das Ganze erst dann auffiel, nachdem die bulgarischen Angestellten (die ja bekanntlich eher hartgesotten sind) auf die Barrikaden gingen, spricht schon eine deutliche Sprache. Respekt an die Personen, die hier den Arsch in der Hose hatten.
 

casabo

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Wundert es wirklich jemanden, dass der gute Herr Mölter völlig unglaubwürdig auch noch versucht, sich herauszureden bzw. es zu relativieren?
Nach all den schockierenden Aktionen des Parks seit der Übernahme durch Mölter kann ich es kaum noch nachvollziehen, dass es immer noch Menschen gibt, die ihn verteidigen bzw. versuchen, das Ganze zu verharmlosen.
Klar, seinem "Heimatpark" wünscht man nur das Beste und auch ich würde dem Park selbst von Herzen wünschen, dass es aufwärts geht.
Aber ich habe noch nie eine solch schockierende Vorgehensweise eines Parkbetreibers gesehen, wieder und wieder und wieder. Da sehe ich kein Licht mehr am Ende des Tunnels, so lange Mölter dort involviert ist.
 

Nite_Owl

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Wundert es wirklich jemanden, dass der gute Herr Mölter völlig unglaubwürdig auch noch versucht, sich herauszureden bzw. es zu relativieren?
Nach all den schockierenden Aktionen des Parks seit der Übernahme durch Mölter kann ich es kaum noch nachvollziehen, dass es immer noch Menschen gibt, die ihn verteidigen bzw. versuchen, das Ganze zu verharmlosen.
Klar, seinem "Heimatpark" wünscht man nur das Beste und auch ich würde dem Park selbst von Herzen wünschen, dass es aufwärts geht.
Aber ich habe noch nie eine solch schockierende Vorgehensweise eines Parkbetreibers gesehen, wieder und wieder und wieder. Da sehe ich kein Licht mehr am Ende des Tunnels, so lange Mölter dort involviert ist.
Entschuldige, aber unglaubwürdig ist es laut einem Gerichtsurteil nicht, denn das Gericht hat das ja nicht in Zweifel gezogen. Das sollte man respektieren und es jetzt einfach dabei belassen, statt sich anzumaßen, ohne Einsicht in alle Akten und Fakten urteilen zu können. Und nein, Geiselwind ist kein Heimatpark von mir. Es ärgert mich nur, dass manche sich im Internet immer über alles echauffieren müssen.
 

Knödelmann

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Was heißt denn Herausreden? Es gab doch ein Geständnis. Dass ein geständiger Angeklagter vor Gericht versucht, Beweggründe darzulegen die sich aus seiner Sicht evtl. strafmildernd auswirken könnten, ist doch ein normaler Vorgang. Inwieweit das glaubwürdig ist, muss das Gericht bewerten. Ich bezweifle, dass wir es per Ferndiagnose hier besser einschätzen können.
 

KaLLi

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IMG_2358.jpeg

Quelle: Instagram
 

KaLLi

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Ich habe euch mal ein paar Impressionen von gestern aus dem verschneiten Park mitgebracht.

Durch die Aktion "Sommerkinder" (hat man im Sommer Geburtstag, kommt man im Winter 1x gratis in den Park), konnten wir den Park kostenlos besuchen, auch der Parkplatz war gestern gratis. Leider hatten aufgrund der Witterung nicht viele Fahrgeschäfte offen (am Eingang gab es nur den Hinweis, dass der Silverpony Express nicht fährt, es war aber deutlich mehr geschlossen), es war trotzdem sehr schön im Park und durch die verschneiten Landschaften hatte es seine ganz eigene Stimmung.
Die Gehwege waren aber leider stellenweise sehr vereist und rutschig, es waren auch weniger Bereiche zugänglich als letztes Jahr.

Alles in allem war es ein sehr kalter, aber schöner Besuch. Wirklich viel verdient wird der Park aber nicht haben aufgrund der Gratisaktion.
Großartige Neuerungen haben wir keine entdeckt, das war aber auch nicht unser Fokus.

Winter.jpg

Winter1.jpg

Winter2.jpg

Winter3.jpg

Winter4.jpg
 

Seregon

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340.000 Besucher in 2023? Das Fort Fun hat sich über round about 300.000 gefreut. Der Jaderpark dürfte sich auch in dieser Dimension bewegen.
Frage: Warum schafft man es im Fort Fun (Thunderbirds/Yaraki Themenwelt) und im Jaderpark (Okavango River/Ziegelblitz) vernünftige Freizeitpark Attraktionen zu bauen, während im Frankenland gefühlt ein Kirmes Laufgeschäft nach dem anderen installiert wird? Diese Frage stelle ich mir nun schon eine ganze Zeit.
 

Mimimimi

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Weil der Käufer, Herr Möller, ein Schausteller ist und so schneller neue Attraktionen umsetzten konnte sowie einen sehr angeschlagenen Park erst "kürzlich" übernommen hat. Für eine Wildwasserbahn und Achterbahn planst du locker mal 3-4 Jahre. ich denke Herr Möller wollte erstmal den Park wieder etwas hochziehen, schauen was das Publikum mag und was Leute in den Park lockt. Ganz ehrlich? Ich hätte es auch nicht anders gemacht. Nach gebrauchten Anlagen schauen und sehen, wie sich die Gästezahlen bewegen. - Der Park musste auch so viel Infastruktur renovieren. Da bleibt kein Geld für eine krasse große Neuheit. Da wird erstmal "Flickenschusterei" betrieben. Und das ist auch ok so. Immer noch besser als was in vielen anderen deutschen Parks passiert und / oder nicht passiert. (Aka: Selbst für Belantis wäre eine SBFvisa Rennstrecke oder ein gebrauchter FreeFall ein Anfang, wenn die Thematisierung stimmt.)
Ja, das Freizeitland Geiselwind hatte in den 80er/90ern eine fantastische Blüte, aber über die zeit wurde nicht langfristig gedacht; das macht man mit dem SeaSideResort zum Beispiel. Daher. Abwarten. Ich denke wenn man dort in Franken alles richtig macht, wird man in 5-10 Jahren sehr gute Blüten pflücken können.
 

Knödelmann

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Man darf nicht vergessen, wo der Park damals stand. Es gab offenbar einen riesigen Investitionsstau was die ganze Infrastruktur des Parks angeht, der erst Mal aufgearbeitet werden musste. Das Fort Fun hingegen war bereits viel stärker etabliert. Zudem hatten wir zwischenzeitlich eine erhebliche Investitionsunsicherheit durch die Pandemie. Was hätte es denn gebracht, die vorhandenen Mittel in ein bis zwei Großprojekte zu stecken, wenn man im Rest des Parks nicht auf das gleiche Niveau kommt und wenn es blöd läuft dann nicht mehr nachlegen kann? Auf der anderen Seite waren Neuheiten notwendig um überhaupt wieder ein Interesse für den Park zu wecken. Von daher ist die Strategie des Parks schon irgendwie nachvollziehbar. Jetzt sollte man halt langsam die Kurve zu mehr Qualität statt Quantität bei neuen Projekten bekommen, aber dieser Weg wurde ja mit dem Seaside schon eingeschlagen. Dass die Besucherzahlen seit der Übernahme verdoppelt werden konnten ist erst Mal eine beachtliche Leistung auf der sich weitere Verbesserungen aufbauen lassen.
 
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