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Alles zur geplanten Erweiterung @ Phantasialand

Krummbein

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Ich habe gestern mal spaßeshalber das finale Papier des Moderationsverfahrens von 2015 in ChatGPT geladen und die KI dann über Internetrecherche auf den aktuellen Stand zur Erweiterung gebracht. Danach habe ich ein paar gezielte Folgefragen gestellt – vor allem zur Kommunikationsstrategie des Phantasialands, auch im Vergleich zum Europa-Park und zum Universal-Projekt in Bedford, UK (ja, ist eine andere Liga und auch nicht in Deutschland. Ich fand es hier aber ganz passend mal zu schauen, wie da die Öffentlichkeit mitgenommen wurde/wird)

Spoiler: Die Strategie sei wohl ziemlich ausbaufähig. Hier die wichtigsten (für mich auch plausiblen und nachvollziehbaren) Erkenntnisse aus meinem kleinen Chat:

Das Phantasialand kommuniziere in Sachen Erweiterung sehr zurückhaltend und reaktiv. Es gebe keine eigene, kontinuierlich gepflegte Plattform mit Plänen, Gutachten oder Updates. Informationen kämen fast ausschließlich über regionale Medien wie Express oder Kölner Stadt-Anzeiger. Das einzige erkennbare Narrativ des Parks sei, dass mehr Übernachtungsgäste gebraucht werden, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben – alles andere bleibe im Dunkeln.

Dass man sowas auch anders lösen könne, zeigten andere:
Universal habe für sein Projekt in Bedford von Anfang an eine eigene Website mit sämtlichen Infos, Visualisierungen und Zeitplänen eingerichtet. Es wurden Bürgerdialoge geführt, Rückmeldungen eingeholt und Infrastruktur- sowie Umweltfragen transparent kommuniziert. Das Ergebnis: 92% Zustimmung der Bevölkerung vor Ort für das Projekt. Auch der Europa-Park mache es besser: Neue Projekte liefen dort über eigene Blogs, Social-Media-Formate, regelmäßige Updates, Storytelling und gezielte Fan-Einbindung – plus enge Anbindung an die Politik auf kommunaler und Landesebene.

Das Phantasialand dagegen wirke nach außen wie ein verschlossener mittelständischer Betrieb (was es streng genommen ja auch ist). Umso spannender sei der Kontrast zur aktuellen Werbekampagne, in der sich der Park als „Deutschlands bester Freizeitpark“ präsentiert. Das möge marketingseitig funktionieren, passe aber umso weniger zur tatsächlichen Außenkommunikation bei Großprojekten wie der geplanten Erweiterung. (Vom Umgang mit Fans will ich gar nicht erst anfangen. 😅)

Wenn ich persönlich das Ganze mit einer Beziehung vergleichen würde, dann ist das Phantasialand der Part der Beziehung, der sich nicht öffnen kann oder will. Die andere Seite – Anwohner:innen, Naturliebhaber:innen, Fans – bleibt mit ihren Fragen, Sorgen und Hoffnungen allein zurück. Man wird nicht einbezogen, sondern lediglich informiert – wenn überhaupt. Und das kann auf Dauer frustrieren. Die Debatte hat sich sehr emotionalisiert. Wo Nähe, Verständnis und Transparenz wichtig wären, bleibt das Phantasialand distanziert, kühl und sachlich. So entsteht keine Verbindung, kein Vertrauen – und kein Wir-Gefühl.

Die Unternehmensführung wäre gut beraten, wenn sie sich öffnen würde, proaktiv auf die jeweiligen Akteure zugeht und den aktuellen Stand nach außen kommuniziert (z.B. welche Ausgleichsmaßnahmen für die zukünftige Bebauung des Ententeichdreiecks bereits laufen, welche noch kommen werden; was macht der Park in punkto Lärmschutz? usw.). Das Phantasialand muss es schaffen das Narrativ zu bestimmen. Dieses wird gerade durch Umweltverbände und einige Anwohner mit Leben gefüllt - und das könnte bei der kommenden Wahl auch schnell nach hinten losgehen.

EDIT: Einige Passagen des Textes in den Konjunktiv gesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zafira

Re-Rider
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Ein sehr interessanter Podcast des WDR zur geplanten Erweiterung:


Es kommen Naturschützer, Politiker und Phantasialand zu Wort. Der WDR berichtet neutral und enthält sich einer Bewertung. Für mich sind die Argumente für den Naturschutz überzeugender, die Stellungnahmen des Phl sehr einsilbig und unbeweglich. Das muss jeder für sich bewerten.
 

parkfreak

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Da bei der Bürgermeisterwahl allerdings keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen konnte, geht es am 28.9. in die Stichwahl zwischen Marc Prokop (CDU) und Simone Holderried (Grüne).

Auch wenn ich die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Grünen-Kandidatin für gering halte, wissen wir glaube ich alle was eine grüne Bürgermeisterin für die zukünftigen Planungen des Phantasialands bedeuten würde...
 

miki

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Na dann können ja die entsprechenden Pläne nun ausgerollt werden und vorbereitet werden.
 

100%Voltron

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Die CDU hat keine Mehrheit in Brühl erreicht. Es braucht für das PHL dennoch auch andere Parteien. So schnell wird sich nichts ändern.
 

Christoph

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Die CDU hat keine Mehrheit in Brühl erreicht. Es braucht für das PHL dennoch auch andere Parteien. So schnell wird sich nichts ändern.
Am wahrscheinlichsten ist doch aber jetzt eine schwarz rote Koalition unter einem CDU Bürgermeister. Da ist es schon deutlich wahrscheinlicher, dass in den Koalitionsverhandlungen Bewegung in die Sache kommt. Die SPD hat eine Erweiterung zumindest vorher nicht ausgeschlossen und die CDU ist soweit ich es gelesen habe sowieso dafür. Bin mal gespannt auf die Stichwahl..
 

Colorado-Fan

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Ich bin da auch pessimistisch. Die Diskussionen höre ich bei jeder Wahl seit vieeeelen Jahren. Am Ende waren es immer nur große Bekundungen.
 

UP87

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Naja... Die Erweiterung ist in den letzten Jahren schon deutlich näher gerückt. Es gibt schließlich, nach allem was wir wissen, einen unterschriebenen (wenn auch schwebend unwirksamen) Kaufvertrag für das Grundstück mit dem Land NRW. Es liegt aktuell nur noch an der Stadt, die den Bebauungsplan aufstellen müsste. Also ist das Wahlergebnis für den unmittelbaren Weg zur Erweiterung tatsächlich von sehr großer Bedeutung. Dann kommen natürlich noch die obligatorischen Bürgerproteste um die Entscheidung herum 🙈
 

Redwolve

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Ich mache mir da auch wenig Hoffnung, zumal ich der Grünen Kandidatin gerade im Kölner Bereich ziemlich gute Chance ausrechne.
Selbst wenn die CDU gewinnt Hoffnung hab ich wenig. Auf Dauer sehe ich leider Gottes auch eher ein Verkauf des Phantasialandes als realistischer. Warten wir mal die Stichwahl ab.
 

Rowexz

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Ich hab gestern noch einen Artikel auf der Stadtseite von Brühl gefunden, wo nochmal explizit auf die Wirtschaftliche Bedeutung des Phantasialands hingewiesen wird.

Wer weiß vielleicht kommt da ja noch was *zwinker*

Wobei mir neue Themenbereiche auf jeden Fall wichtiger wären als ein Wasserpark 🫣

https://www.bruehl.de/news/7083/der-bruehl-tourismus-boomt-auch-in-2025
 

Redwolve

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Als ob es nur diese beiden Varianten gäbe, Verkauf oder Erweiterung...

Was gäbe es denn noch für Möglichkeiten wenn ein Freizeitpark seit 3 Jahrzehnten diese nicht nutzt ?? Der Park spricht doch selber davon dass es keine Alternativen gibt?
Der Park würde doch nicht 25 Jahre warten wenn es Alternativen gibt.

Schließung? Oder was willst du andeuten? Umsiedlung? Der Park ist so verwinkelt, so immersive gebaut das siedelt man nicht einfach so um. Das sprengt doch auch komplett den Rahmen. Wenn so ein Worlds of fun hast kann ich mir das sogar noch vorstellen aber doch nicht bei so einen Theming fokussierten Freizeitpark.

Gab es das überhaupt mal in der freizeitparkgeschichte? In Europa ? Als nicht gruppenabhängiger Freizeitpark?
 

MPPLHPEP

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Was gäbe es denn noch für Möglichkeiten wenn ein Freizeitpark seit 3 Jahrzehnten diese nicht nutzt ?? Der Park spricht doch selber davon dass es keine Alternativen gibt?
Hat der Park sich in den letzten 25 Jahren verkauft und/oder erweitert? Bisher ja nicht, oder?

Also scheint es zwischen diesen beiden Alternativen noch eine andere zu geben. Mit dem auszukommen was man hat.
 
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