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Barrierefreiheit in Freizeitparks - Risiken, Einschränkungen, Vorfälle

TiDra

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Die Parks haben aber nicht das Recht, ihren Gästen vorzuschreiben wie sie sich ernähren sollen. Sondern ihre Attraktion so zu gestalten, das auch breitere oder größere Gäste damit fahren können, wenn sie wollen. Wer Millionen für seine Attraktionen ausgibt, kann auch darauf achten. Immerhin profitieren die Parks ja auch von ihren übergewichtigen Gästen.

Nein, "die Parks" haben nicht das Recht, ihren Gästen vorzuschreiben, wie sie sich ernähren sollen/müssen. Gleichzeitig sind "die Parks" aber auch kein eingeschworenes Kollektiv, was Menschen aufgrund von Böswilligkeit oder gar Bevormundung von Fahrgeschäften oder Achterbahnen aufgrund von Übergewicht ausschließt. Hersteller müssen bei ihren Fahrgeschäften/Achterbahnen eben einen Bereich festlegen, indem sie für die Sicherheit des Fahrgastes garantieren können.

Ich persönlich kann z.B. aus Erfahrung als Bediener sprechen, dass bei den Freifalltürmen von Funtime z.B. genügend Toleranz auch für körperlich voluminösere Menschen vorhanden ist. Ab einer gewissen Grenze abseits der Norm wo es dann eben in die krankhafte Fettleibigkeit übergeht, ist aber bei den Bügelsystemen nun mal irgendwo auch Schluss. Wenn jemand selber Sport abgeneigt ist und bei der Ernährung sprichwörtlich nur Junkfood konsumiert und als Ergebnis eben in diesen Bereich eines Krankheitsbildes fällt, dass er nicht mehr mitfahren kann, dann ist die Schuld weder bei Herstellern, noch bei den Parks zu suchen. Da ist man auch in gewisser Weise selbst verantwortlich, seine Krankheit in den Griff zu bekommen.

Das bedeutet übrigens nicht, dass es nicht Luft nach oben gibt. ich denke da z.B. an neurodivergente Menschen, die sich mit Geräuschen, Düften, Licht-Effekten schwer tun. Diese in einem Freizeitpark dauerhaft "auszuschalten" ist im Hinblick auf ein immersives Erleben und die berechtigte Erwartungshaltung einer Vielzahl von Gästen absurd. ABER: könnte man nicht - ähnlich wie es schon in einigen Supermärkten geschieht - einmal im Quartal für einen Tag alle Effekte zurückdrehen?

Da stell ich mir persönlich die Frage: Wenn ich jemand bin, der belebte Orte mit lauten Geräuschen/Licht-Effekten und Düften als problematisch empfinde bzw. mich diese Situation als solche stresst, wieso muss ich dann zwingend Orte besuchen, deren Attraktionen eben genau das bieten. Warum sollte man da jetzt für einen Bruchteil der Besucher Special Days im Jahr machen? Ich finde da die Verhältnismäßigkeit irgendwo nicht gegeben, gerade weil es sich bei Freizeitparks eben nicht um das Topreiseziel mit einer solchen Erkrankung handelt. Beim Einkaufen ist das eben noch mal was anderes, da muss ich eben im normalen Alltag hin und ich persönlich finde die "ruhigen" Einkaufsstunden in manchen Geschäften auch angenehmer. 🤔
 

Hirami

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Wen Züge auf einem Lifthill, Blockbereich etc. stehen bleiben müssen Personen selbstständig den Bereich unter Anleitung verlassen können.
Das gleiche dann aber auch bei Attraktionen wie unsere geliebten DarkRides. Personen müssen diese Attraktion ohne Gefährdung anderer verlassen können.
Aber auch da fängt es schon an.
Erstmal hat ein Betreiber sowieso sicherzustellen, dass die Besuchenden keinem großen Risiko ausgesetzt sind, egal ob mit oder ohne Behinderung. Ich finde es also schon schwierig, eine Ausgrenzung nur darauf zu berufen, dass man z.B. bei einem (seltenst auftretenden) Feuer nicht fliehen könne. Im Fahrgeschäft ausharren können viele andere auch besser oder schlechter, psychisch leichter oder schwerer. Bleibt eine Bahn auf einem Lifthill stecken ist das zwar ärgerlich, aber auch da brauchen Parks so oder so Pläne, wie sie mit Gästen umgehen. Vor allem auch mit Gästen, die in solchen Situationen ängstlich werden. Und kommt es hart auf hart wird doch wahrscheinlich eh automatisch die Feuerwehr hinzugeholt. (hat da jemand Parkinsiderinfos?)
Feuerwehr, geübtes Personal mit Kranwägen und Co und starke Leute, die auch Personenrettung trainiert haben. Also auch das ist eigentlich keine Ausrede.

Und ja, das ist eine evtl. unpopuläre Meinung und man belehre mich eines besseren, es gibt nun mal Grenzen die eben körperlicher Natur sind. Dafür kann kein Mensch etwas aber leider ist es so.
Genau dafür gibt es diese Gesetze, um diesen Gruppen von Menschen nicht von vornherein zu sagen "du hast halt Pech und bist disbezüglich gearscht", sondern "Staat, du bist weit entwickelt, gib dir mehr Mühe auch benachteiligten Menschen (fast) alle Möglichkeiten zu öffnen :)

Und eine Haftungserklärung zu unterschreiben halte ich nur in sehr begrenzten Maße für sinnvoll. Geschieht dann doch etwas hat der Park und der Attraktionshersteller trotzdem erst mal die negative Presse. ACHTUNG: Gast bricht sich beide Beine in einer Attraktion wie z.B. einen BreakDancer, wird bewusstlos und rutscht dazu evtl. noch aus der Attraktion.
Danach geht doch keiner her und sagt: ach, man hat ja einen Haftungsausschluss unterschrieben. Du darfst deine Attraktion weiter betreiben den du hast ja nichts falsch gemacht.
Ähnlich übrigens auch bei übergewichtigen Personen, Personen die zu groß sind oder zu klein.
Sorry, aber wer ein Fahrgeschäft betreibt, welches so extrem ist, dass es zu derartigen Unfällen kommen kann, der muss auch für diese Menge an Verantwortung gerade stehen können. Ich meine, Knochenbrüche, Bewusstlosigkeit & Co sind ja schon EXTREME Reaktionen.
Und sogesehen könnte das auch Jedem passieren. Einen schlechten Tag mit schwachem Kreislauf und angeknabberten Nerven auf eine Bahn und man hat ein Blackout; Schafft es die Bahn dich dann so herumzuschleudern, dass dein Leben aktiv bedroht ist? Sorry, aber dann ist diese Bahn in dieser Art vielleicht auch einfach nicht Sicher. Für alle.
Entschließt man sich ein solches Hochrisikogeschäft zu betreiben und es kommt dann inkl. Haftungserklärung zu einem Unfall, habe ich jetzt wenig Mitleid mit dem Betreiber für eventuelle Pressemeldungen. Aber auch da wissen wir ja mittlerweile, dass diverse Parks sich bestens gegen angebliche "Diffamierung" zu Wehren wissen. Von daher... sehe ich jetzt weniger tragisch.
Verantwortung für Fahrgeschäfte ist grundsätzlich hoch, und vielleicht müssen sich Betreiber dem Thema auch allgemein wieder mehr bewusst werden.

Sorry aber den Satz find ich mehr als Fragwürdig, ungeschultes bzw wenig geschultes Personal wird man eher selten in Freizeitparks finden. Zumindest hier in Deutschland muss eine Einweisung und Dokumentation erfolgen bevor man gewisse Dinge an einer Attraktion machen darf.
Sorry, da hab ich mich spätnachts schlecht ausgedrückt :D Ich meinte, dass Ride Operators logischerweise höchstwahrscheinlich kein großes Wissen rund um das Thema Barrierefreiheit, gesundheitliche Einschränkugen, Diskriminierung etc etc haben. Vermutlich heißt es eher pauschal "Rollstuhlfahrer/Behinderte/XYZ sind auszuschließen", anstatt auf genauere Gründe einzugehen. Ein Ride OP braucht aber natürlich nicht selbst beurteilen zu können, ob Beispiel XYZ Querschnittlähmung jetzt fahren darf oder nicht. Dafür braucht es im Park die eine Person mit speziellen Kenntnissen.


Da im Thread auch Übergewicht genannt wurde - auch da wäre es sicher hilfreich, wenn mehr Parks darauf eingehen, mit welchen Bahnen
man unter welchen Voraussetzungen noch fahren darf/kann. Oft gibt es ja schon diese Testsitze am Eingang. So könnte man vielleicht auch mehr unangenehme Momente beim Einstieg von den Ride OPs weg verlegen (auch das unangenehme "Bügel reinquetschen", das in Kombination mit einer Behinderung sicher nicht smart ist.). Aber auch da muss es natürlich Bewusstsein für das Thema geben und den Willen, sich Lösungen zu Überlegen oder zumindest in so einen Testsitz zu investieren.

Bei diesem Thema zieht aber auch Angebot und Nachfrage. Klar "müssen" Fahrgeschäftentwickler nicht auf alle Körpergrößen achten. Aber es gibt nunmal Zielgruppen, die man bedienen will. Will man die Zielgruppe Übergewichtige in Freizeitparks mehr ansprechen und besseres Angebot bieten, wird man auch in der Entwicklung mehr darauf achten, vielschichtige Lösungen zu bieten. (I mean... looking at you, America... 👀🦅)
Silver Star ist da ja auch ein gutes Beispiel für gute Umsetzung :)
Bei Helios z.B. hat man nach unten hin eine recht große Zielgruppe für eine eigentlich eher actionreiche Achterbahn geöffnet, indem selbst Kinder ab 6 Jahren und 1,20m mitfahren können.

Stell dir vor du stehst beispielsweise am Eingang von Voltron. An dir laufen in der Minute hunderte Menschen durch, alle mit langen Hosen weil es nicht so warm ist. Woran sollst du dann beispielsweise erkennen ob ein Gast dann eine Beinprothese hat und eigentlich dadurch nicht mitfahren darf? Das ist schlicht und ergreifend nicht möglich, klar man könnte es vielleicht am Gang erkennen wobei mit modernen Prothesen das auch nicht sofort erkennt. Gleiches bei dem von dir genannten mit unerkannter Osteoporose. Wie soll das bitte ein Operation wissen, wenn es womöglich selbst der Gast noch nicht weiß oder ignoriert und dann solche Unfälle passiert sind?
Sorry, schlecht ausgedrückt; genau das wollte ich auch kritisieren, das können Ride OPs ja gar nicht wissen, geschweige denn Prüfen. Wie kann man also sicherstellen, dass Parkbesuchende sich selbstständiger besser informieren, welche Fahrgeschäfte eventuell für sie nicht geeignet sind?
Hin zur Eigenverantwortung und Selbstbestimmung (egal ob mit oder ohne Behinderung). Bewusster auf Risiken aufmerksam werden, und sich auch bewusster dafür oder dagegen entscheiden. Und dies aber rechtlich, für beide Seiten, absichern.
(Damit dann aber die Verantwortung nicht einfach auf Besuchende abgewälzt wird, muss natürlich sichergestellt sein, dass sich ein Betreiber auch wirklich ausführlich mit dem Sicherheitsthema beschäftigt hat...)
Danke für den Mega Beitrag! :love: Da les ich mich gleich mal noch tiefer ins Material ein.

Hochspannend finde ich dabei folgende Aussage des VDK, der letztlich Inklusion konsequent zu Ende denkt:

"Überdies darf nicht jede Gefahr den Leistungsausschluss zulasten behinderter Menschen begründen, sondern nur erhebliche Gefahren für Leib und Leben. Ziel muss sein, dass Menschen mit Behinderung das Recht haben, genauso wie Menschen ohne Behinderung selbst zu entscheiden, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen und welche Risiken sie dafür eingehen. Ein pauschaler Leistungsausschluss mit Verweis auf drohende Gefahren sollte nicht zulässig sein."
Ein guter Punkt. Als nicht-behinderte Person entscheidet keiner für mich, dass ich nicht Tandem-Fallschirmspringen gehen darf. Ich gehe hin, unterschreibe dass ich mir einem gewissen Risiko bewusst bin, und springe. Kann auch scheiße daneben gehen, aber die Bevormundung ist nicht da.

Klar, gibt es triftige Gründe, weil das Sicherheitssystem bei einem Fahrgeschäft dafür nicht geeignet ist, sind diese Personen auszuschließen (Bügel schließt nicht wegen Übergewicht; Sicherung hält nicht wegen amputierter Gliedmaßen, etc etc).
Für rein "gefährdete" Gruppen sollte bei Risikobewusstsein eine eigene, informierte Entscheidung getroffen werden dürfen.

Was löblicherweise manche Parks ja schon (ähnlich) umzusetzen scheinen, freut mich sehr zu sehen :)
...Hörbehinderungen ....
Eigentlich ja das Beste Beispiel, dass teilweise auch einfach noch viel Faulheit mit im Spiel ist. Personen von einer Achterbahn pauschal auszuschließen, nur weil sie im Falle einer Evakuierung nicht HÖREN können, ist schon.... Ja.
Ich bin mir sicher, fähiges Personal schafft es, mit gängigen Zeichen und Körpersprache mit einer Person zu kommunizieren, wenn sie merken, dass diese bei Ansprache nichts versteht. 👍👎
(Außerdem müsste man dann doch konsequenterweise alle Personen ausschließen, die nicht zumindest die Amtssprache oder Englisch können, oder? 🤪)

Das bedeutet übrigens nicht, dass es nicht Luft nach oben gibt. ich denke da z.B. an neurodivergente Menschen, die sich mit Geräuschen, Düften, Licht-Effekten schwer tun. Diese in einem Freizeitpark dauerhaft "auszuschalten" ist im Hinblick auf ein immersives Erleben und die berechtigte Erwartungshaltung einer Vielzahl von Gästen absurd. ABER: könnte man nicht - ähnlich wie es schon in einigen Supermärkten geschieht - einmal im Quartal für einen Tag alle Effekte zurückdrehen?
Fände ich auch eine gute Sache, und ich denke hier könnten auch viele Parks durch verständliche Kommunikation punkten.
z.B. [Bereich A] ist von 10:00 - 12:00 Uhr "Stille Zone", [Bereich B] von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr, usw usf.;
Dann kann jeder aktiv selbst entscheiden, ob er Ruhe oder immersive Bespielung will.

Den Parks würde es da wahrscheinlich helfen zu erfahren, wie viele Personen solche "Ruhezeiten" gerne nutzen würden. 🤔

Da stell ich mir persönlich die Frage: Wenn ich jemand bin, der belebte Orte mit lauten Geräuschen/Licht-Effekten und Düften als problematisch empfinde bzw. mich diese Situation als solche stresst, wieso muss ich dann zwingend Orte besuchen, deren Attraktionen eben genau das bieten.
Naja, der Benefit eines Fahrgeschäfts ist in erster Linie das Fahrgeschäft. Musik, Lärm und Co sind bei einer Achterbahn erstmal zweitrangig. Wenn man also gerne Achterbahnen mag, aber Lärm nicht gut verträgt, ist das schon ein nachvollziehbares Bedürfnis. Die Lösung sollte halt bewusst überlegt sein. Ich fände es voll vertretbar, in der Warteschlange z.B. für (gut kommunizierte) Zeitslots am Tag die Beschallung abzuschalten/leiser zu drehen.


Anderer Einfall noch: Spannend fände ich auch den Faktor, wann ein Fahrgeschäft hergestellt wurde. Es ist irgendwo logisch, dass z.B. bei älteren Modellen gewisse Voraussetzungen noch nicht berücksichtigt wurden, weil man noch nicht aktuelle Kenntnisstände hatte. Ab wann müsste man alte Fahrgeschäfte um- oder aufrüsten, um Anforderungen an Inklusion gerecht zu werden? (Hier zieht dann wohl der unzumutbare Aufwand)
Müssten neue Entwürfe automatisch bei der Entwicklung schon erweiterte Vorgaben zur Barrierefreiheit berücksichtigen?
Ähnlich zur digitalen Barrierefreiheit, wo idealerweise schon bei der Planung und Entwicklung auf die Barrierefreiheit geachtet wird, da nachträgliches "umbauen" um einiges teurer kommt.

...Ok. Ja. Ich drück mal auf senden. 😅 </wall of text>
 
Zuletzt bearbeitet:

MiHa1987

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Hin zur Eigenverantwortung und Selbstbestimmung (egal ob mit oder ohne Behinderung). Bewusster auf Risiken aufmerksam werden, und sich auch bewusster dafür oder dagegen entscheiden. Und dies aber rechtlich, für beide Seiten, absichern.

Da sind wir aber auch wieder an dem Punkt Hinweisschilder, die hängen an jeder Bahn. Vor Jahren beispielsweise im EP noch als Text den so gut wie niemand gelesen hat, mittlerweile mit Piktogrammen die aber auch irgendwie nicht alle interessiert. Ich würd behaupten das da 90% der Besucher nur schauen welche Größe und Alter und danach ist gut.
Da ist der Gast dann ja schon in der Eigenverantwortung sich zu informieren darf ich das oder nicht.

Bewusster auf Risiken hinweisen? Also soll an jeder Attraktion beispielsweise genannt werden das man, wenn man den Bügel nicht richtig schließt eventuell rausfallen kann und dadurch schwer verletzt wird oder sogar sterben kann?
Oder das wenn man sein Handy nicht wegpackt während der Fahrt das man dadurch andere Gäste verletzen kann, am besten noch mit Bildern wie das aussehen kann so eine Verletzung?
So was würde ja dann eh schon ängstliche Besucher noch mehr abschrecken wenn sie sowas lesen würden.
Ich meinte, dass Ride Operators logischerweise höchstwahrscheinlich kein großes Wissen rund um das Thema Barrierefreiheit, gesundheitliche Einschränkugen, Diskriminierung etc etc haben. Vermutlich heißt es eher pauschal "Rollstuhlfahrer/Behinderte/XYZ sind auszuschließen", anstatt auf genauere Gründe einzugehen. Ein Ride OP braucht aber natürlich nicht selbst beurteilen zu können, ob Beispiel XYZ Querschnittlähmung jetzt fahren darf oder nicht. Dafür braucht es im Park die eine Person mit speziellen Kenntnissen.
Wenn so eine Vorgabe kommt das man zum Beispiel zwei funktionierende Beine haben muss, das wurde ja von einem geschulten Personal, sei es vom Park oder vom Hersteller. Also das entscheidet ja kein Operator willkürlich wer mitfahren darf oder nicht. Die halten sich auch nur an die Vorgaben die man vom Park/Hersteller bekommt. Da dann ist man, gerade in Deutschland, halt mittlerweile auch so auf einem Diskussionkurs der nicht mehr schön ist.
Da wird dem Gast gesagt es tut mir leid Sie dürfen leider nicht mitfahren/sie müssen das noch ablegen/abgeben, dann kommt auch mittlerweile so oft ein "ja aber wieso", "kann man da nicht eine Ausnahme machen"...
Letztens auch erlebt da kam ein Gast mit einer Prothese die unter dem Knie angefangen hatte, aber in kurzer Hose, also das die Prothese sichtbar war. Dann wurde ihm auch gesagt, er muss entschuldigen er dürfte wegen der Prothese nicht mitfahren. Darauf meinte er auch er wäre schonmal da gewesen und gefahren, dann kam die Frage wann und er meinte ja in der Wintersaison. Tja dann bleibt dir halt auch nichts anderes als zu sagen. "Tut mir leid damals wurde es nicht gesehen aber Sie hätten damals schon nicht mitfahren dürfen."

Oder auch schon miterlebt das eine Begleitperson einer Person mit einem geistigen Handicap meint also die Bahn auf Störung ging, ja wenn wir jetzt nicht gleich fahren können das dreht er durch und dann wird er zu "euerm Problem". NEIN, wofür gibt es die Begleitperson, diese kennt im Normalfall denjenigen und weiß wie er sich um ihn Kümmern muss, da ist es beim besten willen nicht das Problem der Operator wenn die Bahn auf Störung geht, da haben die erstmal je nach Störung andere Probleme als Gäste in der Warteschlange so schnell wie möglich fahren zu lassen.
Vor allem auch mit Gästen, die in solchen Situationen ängstlich werden. Und kommt es hart auf hart wird doch wahrscheinlich eh automatisch die Feuerwehr hinzugeholt. (hat da jemand Parkinsiderinfos?)
Feuerwehr, geübtes Personal mit Kranwägen und Co und starke Leute, die auch Personenrettung trainiert haben. Also auch das ist eigentlich keine Ausrede.
Auch hier naja es hat nicht jeder Operator eine richtige Höhenretterschulung/Lehrgang. Aber im Normalfall bekommt das Personal ohne Feuerwehr oder externe Kräfte eine Attraktion evakuiert. Klar wenn etwas gar nicht geht dann muss externes Personal kommen, bis diese aber da sind dauert das dann auch entsprechend länger. Kranwägen ist auch so eine Sache die hat ja auch nicht jeder Park in entsprechender Länge/Höhe da, bis die dann von extern angefordert sind. Da muss dann auch vor Ort die betroffenen Personen betreut werden.

In Deutschland würd ich allgemein mir eher wünschen das man zuerst einmal bei kleineren Attraktionen es schafft das alle mitfahren können bevor man überlegt darf jeder sofort auf die 200 Meter Hohe und 250 Kilometer schnelle Achterbahn drauf.

Auch hier wieder der Blick zu Disney, sie haben es geschafft das es bei Ratatouille es einen speziellen Wagen gibt das man direkt mit dem Rollstuhl drauf kann, oder Small World, Buzz Lightyear. Alles Attraktionen auf die man direkt mit dem Rollstuhl kann. Wäre das nicht auch beim Umbau von Josefina in Europa Park möglich gesehen?
Gleichzeitig hab ich im PortAvenutra schon gesehen das Gäste die sich nicht festhalten konnten und gar keine Körperspannung hatten in Furius Baco gesetzt wurden. Ja schön das die das erlauben anderseits stellte sich mir eben die Frage ob das für die Gesundheit des Gastes so förderlich ist das man ihn da reingesetzt hat, gerade weil eben kein festhalten, keine Körperspannung vorhanden ist.
 

Giant Dipper

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Zu obigem einen Punkt den ich wichtig finde.
Einschränkungen für die Benutzung von Attraktionen sollten vorab (z.B. online) verfügbar sein.
Es gibt einfach körperliche Gegebenheiten (Größe, Masse, Vorerkrankungen, Prothese....), die manche von uns von der Benutzung mancher Attraktionen ausschließen.
Jeder sollte sich aber jeder vorab informieren können um zu entscheiden ob er einen Park besuchen möchte oder nicht.
Wenn ich aber den Eintritt gezahlt habe, davon ausgehe eine Attraktion benutzten zu können und dann vor Ort Angaben finde, die mir die Benutzung doch verbieten, bzw. abgelehnt werde, finde ich das durchaus unfair.
(Wenn das dann zu diskutieren ist, dann aber mit der Parkleitung/im Besucherbüro oder so und nicht mit den Rideops.)
 

MiHa1987

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Vorgaben gibt es ja, zumindest auf den Seiten der größeren Parks so wie ich das auf die schnelle gesehen hab. Auch mit Mindestgröße und vermerke zu den jeweiligen Regelungen.

Man ließt ja auch immer wieder im Facebook oder so die Frage, "hey ich hab Kleidergröße 48" oder "hallo ich hab 120cm Bauchumfang kann ich mitfahren" "ich wieder 125 Kilo darf das"...
Das sind halt alles so individuelle Angaben da kann beim besten Willen kein Park sagen bis 118cm Bauchumfang geht es ab 119cm geht es nicht mehr. Gerade Gewicht oder auch Körperumfang, bist du 2 Meter groß sind 125 Kilo kein Problem, bist aber nur 1,50 Meter groß dann sieht das schon anders aus. Gleiches beim Umfang, sind die 120cm beispielsweise "wabbelig" und lassen sich bewegen kann es kein Problem sein. Sind die 120cm aber prall und fest dann gehts halt nicht. Die ganzen Eventualitäten zu benennen und definieren bekommt man glaub ich auch nicht hin.
 
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Hatte das gerade auf einer anderen Plattform gefunden und war sofort begeistert! Das zeugt von lösungsorientiertem Denken und eine inklusiven Einstellung. Menschen mit Behinderungen nicht als Belastung, einschränkend für den Betrieb und Störfaktor für auf able bodied persons ausgelegte operations anzusehen sondern aktiv nach Lösungen suchen. Was genau ist das Problem? Wie kann ich spezielle Einrichtungen schaffen, die die Kompatibilität meiner Einrichtungen, insbesondere der Rückhaltesysteme, erweitern? Super toll von der jungen Frau, die nicht locker gelassen hat und em Park eine Lösung präsentiert hat. Und vorbildlich vom Park, dass sie das gemeinsam entwickelt und zertifiziert haben. Das ist genau die Basisarbeit die es braucht: der Industrie zu zeigen "es geht!". Ich hoffe das Beispiel macht Schule und wird bald der Standard auf ähnlichen Bahnen. Zumindest wird es jetzt für alle anderen Parks sehr viel schwieriger zu argumentieren, warum sie verlangen, Prothesen abzulegen oder von Amputation betroffene Menschen pauschal auszuschließen.
 

Fantrilux

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Ich habe letzte Woche im PlopsaBE erstmals eine größere Gruppe von Menschen im Rollstuhl gesehen. Waren etwa 12-15 ältere Leute. Ein Ausflug eines Altenheims würde ich vermuten. Die Leute saßen alle vor dem Karussell vor Heidi und haben einem der Gruppe im Karussell bei jeder Runde zugewunken. Dieser konnte den Rollstuhl für das Karussell auch verlassen. Fand ich toll so eine Truppe in einem Freizeitpark zu sehen. Auch viele Behindertengruppen waren dort. Vor allem in Deutschland sehe ich sowas eigentlich nie.

Hierzulande bekomme ich mit wie ein Ausflug in den Serengetipark von einer Einrichtung für betreutes Wohnen (wo niemand im Rollstuhl sitzt oder einer stärkere Behinderung hat) abgesagt wird weil die Leute dort lieber ihr Taschengeld für Zigaretten und andere Suchtbefriedigung ausgeben.

Wenn Behinderteneinrichtungen und Altenheime mehr zur Zielgruppe von Parks gehören würden gäbe es z.B. bei deutschen Parks auch mehr Anreize dort etwas zutun. Hier gibt es etwa gsellechaftliche Didkriminierung, die bestimmten Leuten mit Handycap einen Parkbesuch von Einrichtungen, in denen sie untergebracht sind garnicht erst ermöglicht wird. Vielleicht sollte man dort erstmal vorankommen, dann würden sich Investitionen in barrierefreiheit für die Parks auch mehr lohnen.
 
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