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Bavaria Blu (1/3)

dutymurre

Airtime König
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Liebes Forum,

in meinem nun mittlerweile fünften Bericht geht es nun nicht um Blauschimmelkäse, sondern auf einen kurzen Trip nach Bayern. Um das Ganze etwas spannender zu gestalten erfolgte die Anreise diesmal aus Stade in der Nähe von Hamburg. Ich war dort über das Wochenende bei einer Veranstaltung und hatte geplant, sonntags nach Bayern, genauer gesagt nach Günzburg zu fahren, um dann einen Tag im Legoland und anschließend meinen Geburtstag in München zu verbringen.

Dank einer spontanen, aber umso freundlicheren Einladung von @Isiparkgirl ging es dann aber am Sonntag statt nach Günzburg in den Bayern Park zu den weiß-blauen Albtraumnächten. Auch wenn ich schon 07:05 im Zug saß, sorgte die entstandene Verspätung, unter anderem wegen Personen im Gleis, dafür, dass wir erst kurz vor 18:00 Uhr im Park sein konnten.

Das hieß wir hatten knapp vier Stunden Zeit für das Halloween-Spektakel. Somit verloren wir keine Zeit und dank der CF Mitgliedskarte musste ich für den Abend ebenso wie die Jahreskartenbesitzer*innen nur 20€ bezahlen. Das zeigt, dass freundliches Nachfragen oft weiterhilft. Die Damen hinter der Kasse haben kurz überlegt und sich dann auf die 20€ für mich geeinigt.

Im Eintrittspreis sind alle fünf Mazes inklusive und die beliebtesten Fahrgeschäfte haben für Nachtfahrten geöffnet. Da es mein Erstbesuch hier war und wir uns im Home-Park von @Isiparkgirl befanden, ließ ich mich fachkundig durch den Park führen.

Leider habe ich diesmal keine Fotos für euch, daher müsst ihr mit meiner Beschreibung vorlieb nehmen. Wir begannen mit einer Fahrt auf FirleFranz, eine echt schöne Familienbahn. Dann ging es in die erste Maze, den „Fluch“. Einmal vorne weg: ich bin super schreckhaft, aber mir machen Mazes spätestens seit diesem Parkbesuch ziemlich Spaß. Einerseits wegen der lockeren Gespräche vor dem Einlass, bei denen ich um eine freche Antwort nicht verlegen bin, aber auch gut einstecken kann. Und dann durch die Scares, die mich auch dann erschrecken, wenn sie völlig vorhersehbar sind. @Isiparkgirl hatte ihre Freude daran. Der Fluch ist wirklich schön gemacht und auch vor allem unfassbar lang. Da habe ich im Movie Park schon mehr Geld für weniger Leistung bezahlt.

Im Anschluss ging es in den Finsterwald. Dies war die Maze, die mich nicht so wirklich überzeugt hat. Von der Grundidee ganz okay, aber zu wenig Erschrecker*innen. Irgendwie wirkte sie so, also wäre nach 70% der Gestaltung die Lust oder das Geld ausgegangen seien. Aber auch das war verkraftbar.

Anschließend wartete meine erste Fahrt auf dem Freischütz auf mich. Als die Bahn neu war, war sie glaube ich eine ziemlich cool Innovation, aber mittlerweile dann leider doch in die Jahre gekommen. Einzigartig ist sie trotzdem, also zumindest die Bügelkonstruktion, die sich Maurer da hat einfallen lassen. Mittlerweile schlägt die Bahn doch merklich, wobei es in der ersten Reihe deutlich erträglicher ist als in der letzten.

Weiter ging es im Grusel-Programm dann in der „Alm“. Hier war die Einlasserin wirklich auf Zack und hat mit einem ihrer Witze ihre Kollegin am Empfang dermaßen aus dem Konzept gebracht, dass wir nochmal ne Minute draußen warten mussten, weil sie sich vor lauter Lachen gar nicht mehr einbekommen hat. War auf jeden Fall sehr lustig. Die Maze war atmosphärisch schön gestaltet und hat echt Spaß gemacht.

Das wirkliche Maze-Highlight wartete nach einer Runde auf der Raupenachterbahn dann mit dem Brauhaus auf mich. Auch wenn man schon ein gutes bisschen Geduld braucht, um das ständige Gedudel der zünftigen Polka-Musik im Eingangsbereich auszuhalten – einer der Mitarbeitenden war so freundlich, mir beim Liedtext auszuhelfen, damit ich nicht vor mich hinstammeln musste – war diese Maze im Gesamtkonzept einfach super gestaltet. Im Wartebereich gab es eine Pseudo-Doku, ähnlich wie man es von Mecalodon oder Kärnan kennt. Und die Atmosphäre im Brauhaus ist einfach mega, inklusive des Geruchs nach abgestandenem Bier. Direkt vor uns wurden eine paar Scouts vom Plopsaland in Haßloch vorgelassen, die sich dieses Halloween-Event dann doch auch mal anschauen wollten. Denen wird auch nicht entgangen sein, dass im Tollhaus witzigerweise eine Szene vorkommt, die zu 99% identisch mit der Eröffnungsszene des Titty Twisters ist, inklusive der identischen Musik.

Nachdem Isi mich zu einer Fahrt mit Voltrum überredet hatte, dessen Turm mit 109 m schon ziemlich meine Höhenangst triggert, dabei aber über erstaunlich bequeme Sitze und Bügel (hallo Movie Park 😉) verfügt, und ich die Fahrt auch überlebt hatte, statteten wir der Feuershow noch einen Besuch ab. Hier muss ich sagen, dass dies tatsächlich die kreativste und am besten auf die Musik abgestimmteste Feuershow war, die ich diese Saison gesehen hab.

Unsere abschließende Maze war dann das Tollhaus. Insgesamt eine sehr lange Maze, die sicherlich noch etwas besser gewesen wäre, wenn ein paar mehr Erschrecker sie bespielt hätten. Wie wir aber im Laufe des Abends mitbekommen haben, gab es wohl einen doch sehr hohen Krankenstand und ein Sonntagabend ist sicherlich auch nicht der Tag mit dem stärksten zu erwartenden Andrang. In der Warteschlange des Tollhauses verkaufte eine Dame ein paar Schnäpse aus ihrem Bauchladen. Als sie mich fragte, ob ich auch etwas kaufen wolle, sagte ich, dass sie mich mit frischen Otternasen begeistern könnte. Leider verstand sie die Anspielung, im Gegensatz zu Isi, nicht, auch nachdem ich sei ihr erklärte. Nun gut, kann ja passieren. Für uns hieß es dann: zur Tür hinaus, linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz.

Nach ein paar Wiederholungsfahrten auf dem Freischütz, bei Voltrum und der Stadlgaudi hieß es dann Abschied vom Bayern-Park und später auch Isi zu nehmen. Ich kann aber so viel verraten: Dieser Parkbesuch wird nicht der letzte gemeinsame von Isi und mir geblieben sein 😉.
 
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