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Bavaria blu (3/3)

dutymurre

Airtime König
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Happy Birthday to me 😉 Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, es bis zur Gänze auszunutzen, dass gewisse Freizeitangebote auch für erwachsene Geburtstagskinder freien Eintritt gewähren. Somit sollten insgesamt vier Aktivitäten in und um München herum auf dem heutigen Plan stehen. Ein ambitionierter Plan, da ich am Abend noch mit dem ICE heim fuhr, aber ich war ja auch nicht zum Spaß in München.

Los ging es in der Bavaria Filmstadt. Wie schon öfter in meinen Berichten war ich mit meiner Familie vor gefühlten Urzeiten (irgendwann vor 15 bis 20 Jahren) schon einmal hier. Seitdem hatte sich aber viel getan. Pünktlich um 10:03 (!) begann meine Führung. Es ging direkt zum 4D-Kino, das meiner Meinung nach eher ein Zwitter aus 4D-Kino und Flugsimulator ist. Es wurde ein Film zu Mogli dargeboten, was Kindheitserinnerungen weckt, aber insgesamt hat mich das Fahrsystem leider nicht überzeugt.
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Im Anschluss daran ging es dann mit der eigentlichen Führung über das Gelände los. Da hier auch aktiv noch gearbeitet und gedreht wird, hat man freie Flächen oder gerade nicht genutzte Hallen mit den Kulissen von Filmen bestückt, die bereits im Kasten sind.

Die erste Kulisse, die wir besichtigen konnten, war diejenige zur Neuauflage der Zauberflöte. Ich hatte den Film zwar nicht gesehen, befand aber, dass man sich beim Kulissenbau Mühe gegeben hatte. Im Endeffekt sind sich die Gestaltung eines Dark Rides und einer Filmkulisse ja schon ähnlich, ich denke, dass beide Gewerke da voneinander lernen können und dies auch sicherlich tun.

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Die nächste Kulisse hätte man so oder so ähnlich auch im Europa-Park wiederfinden können, denn hier ging es in die Welt von Jim Knopf. Beim Anblick der Lok würde man erstmal nicht vermuten, dass das größere Exemplar massiv gebaut ist und fast sieben Tonnen wiegt. Ebenso wurde sie für einige Aufnahmen mal eben nach Marokko verschifft. Da wird einem erstmal bewusst, wie viel Aufwand eigentlich getrieben wird, um mit Glück ein paar Minuten Film drehen zu können.

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Bei der nächsten Station begegnete dem begnadeten Freizeitparkfan dann eine ebenfalls z.B. aus Haßloch oder De Panne bekannte IP, nämlich Wickie.

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In derselben Halle standen auch noch Props zu den Wilden Kerlen…

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…sowie aus der unendlichen Geschichte.

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Wem der Kopf von Morla (links) bekannt vor kommt, der irrt nicht, denn dieselbe Person hat auch E.T. gestaltet. Wenn man es weiß, erkennt man es 😉 Solche Fun Facts freuen mich bei Führungen ja immer besonders. Gehört zwar in die Kategorie unnützes Wissen, aber so wird aus dem Geburtstagsausflug eine Bildungsreise.

Weiter ging es mit einem Klassiker der deutschen Filmgeschichte, nämlich „Das Boot“. In diesem Film spielte unter anderem Herbert Grönemeyer mit, bevor er das Singen anfing.

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Nach einem Rennboliden sieht das folgende Fahrzeug zwar nicht aus, gehört aber doch zur Formel 1. Also zumindest der Musik-Sendung mit Peter Illmann (auch wenn dieser nicht die meisten Sendungen moderierte, das war Stefanie Tücking).

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In zumindest virtuell sphärische Höhen bringt einen diese Kulisse, die zum SciFi-Thriller Stowaway gehört.

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Der Parc Asterix Deutschland ist ja gerade in aller Munde, da passt diese Kulisse doch wunderbar hier in den Berichte.

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Als die Ankündigung kam, dass der Nachfolger des Schuh des Manitu 2025 ins Kino kommt, war ich sehr skeptisch, ob sich der Humor auch an die heutigen Gegebenheiten anpassen lässt, aber ich finde, dass Bully Herbig und Co. das gut gelöst haben.

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„Chantal, heul leise!“ ist sicherlich der einprägsamste Satz aus dem Fack Ju Göthe Universum. Ich erinnere mich, dass ich den ersten Teil so gut fand, dass ich gleich zweimal im Kino war. Etwas, das ich echt selten mache.

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Ebenso gibt es eine mehr oder minder feste Kulissenstraße in der Bavaria Filmstadt, die für die jeweilige Nutzung an die entsprechenden Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden kann. In diesem Falle sollte der Film offensichtlich in Hamburg spielen. Es gibt in einigen der Gebäuden auch noch innenliegende Teile, die häufig genutzte Kulissen wie Gerichtssäle oder Krankenhauszimmer beinhalten.

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Zum Abschluss ging es dann noch zu einer der Mitmachstationen, in denen einige Personen aus der Gruppe selbst vor die Kamera treten konnten. Natürlich hat das Ganze einen wirtschaftlichen Hintergrund, denn die Aufnahmen kann man später im Shop käuflich erwerben. Die Rosenheim Cops waren jetzt aber nicht so mein Metier und insgesamt war ich für viel Interaktives heute nicht in Stimmung. Irgendwie hatte aber niemand aus der Gruppe wirklich Lust mitzumachen.

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Summa summarum waren es doch schöne knapp zwei Stunden. Leider war meine Gruppe sehr groß und die Gänge und Wege eher schmal, sodass unser Guide oft schon an der nächsten Station anfing zu erzählen, als die Hälfte noch nicht mal annähernd in seiner Nähe war. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Nach einer Currywurst mit Pommes, die erstaunlich erschwinglich war (7,90€ inkl. Mayo), machte ich mich auf den Weg zum zweiten Stopp des Tages, dem Tierpark Hellabrunn.
 

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Airtime König
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Den Besuch im Zoo mal ebenso zwischendurch einzustreuen, war schon ambitioniert, aber ich hatte ja nichts zu verlieren, denn der Besuch war ja gratis (aber nicht umsonst!). Isi hatte sich Fotos von Löwen und Kaninchen gewünscht, also wollte ich die beiden Tiere auf jeden Fall vor die Linse bekommen. Doch bevor es soweit war, musste ich von der Tram-Haltestelle erstmal nicht unerhebliche Höhenmeter überwinden, glücklicherweise aber bergab.

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In der Nähe des Eingang fand ich dann noch etwas moderne Kunst.

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Trotz seiner recht zentralen Lage, ist der Park schön in die Natur eingebettet.

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Direkt am Eingang lief ich an den Flamingos vorbei.

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Deutschland – das Land der Dichter und Denker. Die Denkerpose hat dieser Gorilla auf jeden Fall schon verinnerlicht.

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Und sein Artgenosse ist fleißig am Telefonieren. Ein weiterer Beweis, dass der Mensch vom Affen abstammt.

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Hier dann ein kleiner Einblick in das Affenhaus.

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Von unseren Artgenossen können wir noch so einiges lernen.

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In den vielzähligen Gebäuden gibt es neben Affen natürlich auch noch andere Tiere zu bestaunen. Zum Beispiel Fische, wobei ich durch die ganzen SEA LIFE-Besuche doch schon gesättigt vom Anblick von Fischen in Aquarien war.

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Auch die Reptilienfreunde kamen auf ihre Kosten, z.B. mit einer Gabunviper oder einer Uracoan-Klapperschlange.

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Im Vergleich zu einigen Menschen schaffen es diese Tiere, friedlich zusammen zu leben.

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Wer im nächsten Bild ganz genau hinschaut, wird ein Rotschulter-Rüsselhündchen entdecken.

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Einige Tiere konnte ich nur aus weiterer Entfernung betrachten, wie etwa die Capybaras oder die Bisons.

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Generell fand ich die Beschilderung im ganzen Tierpark farblich ansprechend und auch inklusiv.

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Die Vogelvoliere bietet so einige Exemplare. Wer Näheres wissen will, möge einmal in dieses Bild hineinzoomen.

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Ansonsten darf man manchmal auch einfach nur Bilder gucken 😊

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Dass die Gestaltung der Voliere von der Architektur des Olympiaparks inspiriert ist, ist sicherlich kein Zufall.

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Generell fand ich die Architektur ziemlich ansprechend.

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Okapis, Schildkröten und Pinselohrschweine konnte ich auch erblicken.

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Ich werde glaube ich mein Leben lang daran scheitern, Lamas und Alpakas auseinanderzuhalten, also entscheidet bitte, was davon ihr auf dem folgenden Bild sehen könnt.

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Nach einem Hauch von Afrika…

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…gab es einige Erfrischungen.
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Häuslicher ging es im nächsten Teil des Tierparks zu.

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Dieses Nashorn hatte man prophylaktisch seines Horns beraubt, auf einer Tafel wurde diese Vorsichtsmaßnahme ausführlich erklärt.

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Jedes Schild hat ja bekanntlich einen Hintergrund.

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Zum Abschluss gab es dann für Isi, mich und euch noch ein paar Schnappschüsse vom König der Tiere.

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Nach knapp 1,5 Stunden war ich dann auch schon durch. Es lohnt sich sicher, nochmal wiederzukommen. Für heute hatte ich aber andere Pläne.

Also ging es übers Wasser mit Ausblick auf eine Trainingsstätte für Kanuslalom zur U-Bahn, wo ich mir noch schnell eine Leberkässemmel gönnte.

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Da ich heute eindeutig noch nicht genug Tiere gesehen hatte, ging es als nächstes ins SEA LIFE, welches sich ziemlich zentral im Olympiapark befindet. Auf meinem Weg dorthin konnte ich den Fernsehturm schon von weitem erblicken. Theoretisch hätte ich hier auch freien Eintritt gehabt, aber der Turm samt Fahrtstuhl wird gerade saniert.

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Beim SEA LIFE angekommen…

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…durfte ich zur Feier des Tages an einem Glücksrad drehen und gewann einen Gutschein für ein kostenloses Foto aus dem Fotoautomaten. Ich hatte zwar nicht wirklich Verwendung für den Gutschein, aber mei.

Ich hatte vorher mit Isi eine kleine Wetter laufen, wie lang ich für den Besuch brauchen würde. Mit ihrer Schätzung von einer halben Stunden war sie sehr gut dabei, dann ich habe ganze 27 Minuten gestoppt.

Um wirklich die ganzen Fischarten, die es in den verschiedenen SEA LIFES gibt, auseinander zu halten, fehlt mir die zoologische Ausbildung. Also schaue ich mir so ein Aquarium an und denke mir: schön oder nicht schön. Dann ein paar Schnappschüsse gemacht und weiter geht’s. So kam mir Folgendes vor die Linse.

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Auch hier gab es eine „Quallendisko“, in der man die Tiere in unterschiedlich farbiges Licht tauchen konnte.

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Kennst eins, kennste alle, ist ein Spruch der gut auf die SEA LIFES zutrifft. So wirklich viel Neues hab ich jetzt nicht entdeckt. Was mich aber natürlich nicht davon abhält, Fotos zu machen.

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Mit diesem Besuch kann ich nun wirklich von mir behaupten, dass ich wirklich alle SEA LIFES in Deutschland besucht habe. Davon kann ich mir zwar nichts kaufen, kann mir aber diesen Fantasie-Award schön selbst verleihen. Besser als wenn Giovanni Infantino ihn für mich erfinden müsste 😉
 

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Tatsächlich neigte sich mein Geburtstag irgendwann auch dem Ende. Bevor es aber an die Rückfahrt ging, machte ich noch einen Abstecher nach Fröttmaning. Denn dort steht ja die Allianz Arena, die das Museum meines Lieblingsvereins beherbergt. Manche mögen mich nun dafür steinigen, dass ich Anhänger des FC Bayern bin, aber es ist mir von meinem Vater schon in die Wiege gelegt worden. Dieser ist wiederum aus Protest gegen seinen Vater, der Fan von Borussia Mönchengladbach war, Bayern-Fan geworden. Ich hab es nicht so mit dem Protestieren und so kam eins zum anderen.

Auf dem Vorplatz der Arena stehen ja noch relativ neu, die Konterfeis zweier Legenden des FCB, Franz Beckenbauer und Gerd Müller. Wie realistisch die beiden getroffen wurden, mag jeder selbst beurteilen, aber die beiden haben eine posthume Ehrung definitiv verdient.

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In diesem Jahr begeht der FC Bayern sein 125. Jubiläum.

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Zwei noch unter uns weilende Legenden des FC Bayern sind in den folgenden Vitrinen verewigt. Ob Harry Kane schon als Legende bezeichnet werden darf, weiß ich nicht, aber was der Mann konstant an Qualität abliefert und wie mannschaftsdienlich und taktisch clever er dabei agiert ist schon echt bemerkenswert.

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Bemerkenswert waren ebenso die beiden Triple-Gewinne aus den Jahren 2013 und 2020.

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Ich sag mal so, es gibt schlechtere Dienstwagen.

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Ein paar Geschenke hat der FC Bayern im Laufe der Zeit auch angehäuft.

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Dass der FC Bayern das Olympiastadion von 1974 als Spielstätte lange Zeit nutzen konnte, spielt sicherlich für den finanziellen Erfolg eine wichtige Rolle. Ein bisschen zusätzliches, unnützes Wissen: Architektur war von 1912 bis 1948 eine eigene olympische Disziplin.

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Leider ereignete sich um Jahr 1958 ein schreckliches Unglück auf dem damaligen Flughafen Riem. Der British-European-Airways-Flug 609, bei dem sich u.a. die Mannschaft von Manchester United an Bord befand, kam beim Startversuch von der Startbahn ab und explodierte. 23 Menschen kamen ums Leben. Ich finde es wichtig und richtig, dass im Museum an diese Tragödie erinnert wird.

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Das Museum befindet sich in der Allianz Arena, da darf eine kleine Sektion natürlich nicht fehlen. Gerade wenn die Arena ihr 20-jähriges Jubiläum feiert.

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Die Außenhülle der Arena ist ja schon sehr markant, hier kann man eines der Panele aus der Nähe betrachten.

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Hier wird die Arena mal im Querschnitt gezeigt. Die Kapazität wurde über die Jahre immer weiter bis auf 75.000 Zuschauer erweitert. Prinzipiell würde man gerne noch weiter vergrößern, da sieht die Stadt jedoch erhebliche Bedenken beim Management der An- und Abreise sowohl mit den Öffis als auch mit dem Auto.

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Eine weitere ehemalige Spielstätte der Bayern ist das Stadion an der Grünwalder Straße. Mittlerweile ist es (wieder) in der Hand der Löwen von 1860.

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Die folgende Werbetonne hat Berühmtheit erlangt, als Jürgen Klinsmann seine Wut darüber, gegen einen Amateurspieler ausgewechselt zu werden, an der armen Tonne ausließ. Wer das Video dazu kennt, weiß, dass er fast steckenblieb und froh sein kann, dass er sich nicht verletzte.

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Die Fans sind das Herzstück des FC Bayern (auch wenn sie laut Uli Hoeneß‘ legendärer Wutrede für ihre Scheiß Stimmung selbst verantwortlich sind). Mit einer Widmung der Fans, ihrer Utensilien und ihrer Leidenschaft, die zumindest noch ein wenig das Gefühl vermitteln, dass es im Profifußball nicht nur um wirtschaftliche und politische Interessen geht, ging mein Besuch im Museum des FC Bayern zuende.

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Ebenso endete nun mein Geburtstag in München. Ich machte mich auf den Weg zum Hauptbahnhof und war schlussendlich kurz vor Mitternacht daheim in Duisburg.

Es war ein ambitionierter Tag, aber noch bin ich halbwegs jung und unverbraucht, da kann man das machen. Und wenn es zum Geburtstag dann gleich noch vielerorts kostenlosen Eintritt gibt, dann erst recht. Ich hoffe, diese Reise durch Bayern hat euch gefallen, auch wenn nicht immer nur Coaster Content drin vorkam.

Und traditionellerweise zum Schluss: Nehmt diesen Bericht und das Leben nicht immer allzu ernst, denn wir haben nur das eine und sollten versuchen, das Beste draus zu machen.

Herzliche Grüße
Max alias dutymurre
 
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