Ich glaube es ist für einige einfach ne harte Pille zu akzeptieren, dass ein Phantasialand sich auf so eine Betriebsstrategie "herab"lässt: sowas traut man Kettenparks zu, die ja im üblichen Sprech sowieso Parks wie PHL, EP in vielen Punkten sehr selbstverständlich unterordnet werden, ohne da groß zu reflektieren (egal ob man da objektiv Qualitätsunterschiede hat oder nicht- geht eher um's mentale Bild). Aber anyway, was ich sagen will ist, dass in Zeiten von Inflation und rückgängiger Kaufkraft der Leute der Wechsel zu Rabatt-tickets und dem Vollpumpen einiger Straßen mit recht plumper Werbung da kein Zufall ist: um zu genüge Menschen in den Park zu bringen, die eben einfach keine 70€ p.P Eintritt mehr zahlen möchten. Auch wenn diese vor dem Hintergrund der hohen Qualität des gebotenen Themings, Fahrerlebnissen etc. gerechtfertigt sind. Das muss man 1) überhaupt wissen und das muss 2) für nen Besucher überhaupt ein guter Grund dafür sein. Das PHL liegt ja nu in der Bevölkerungsdichtesten Region in Deutschland also wäre es dumm, nicht die entsprechend vielen Leute aus der direkten Umgebung zu ziehen, die sich anhand des Preises jetzt genauso denken können "oh also für meinen Tagesauflug könnte ich dann ja auch in den günstigeren Park - sind ja beides Freizeitparks", wisst ihr wie ich meine?
Ich glaube die Verantworlichen beim PHL sind sich natürlich bewusst, dass sich das negativ auf die guest experience im Vergleich zu vorher auswirkt und freiwillig würde kein Park zu einem Mittel mit solcherlei Folgen greifen, wenn sie es nicht nötig hätten oder mit der Zeit gehen müssten (ich geb mal den benefit of the doubt). Die werden schon ihre Gründe haben und wenn das halt einfach Geld machen ist. Ist am Ende immer noch ne Firma und die will, ja, MUSS Geld verdienen

, aber das passt wie gesagt einigen glaube ich nicht in's Bild vom Phantasialand. Klar ist es traurig, aber überlegt mal in was für einer Zeit wir leben. Für Freizeit bleibt schlicht weniger Geld über und da muss jede Freizeiteinrichtung schauen.Zudem wird es für den einen oder anderen jetzt auch möglich, mal das PHL zu besuchen. Das finde ich im Sinne des Abbaus von Unterschieden in der Lebensqualität von verschieden verdienenden Menschen sogar ganz Gut*.
ABER
Was ich garnicht feierlich finde, und das ist jetzt einfach mein Eindruck, ist dass die Mehrzahl der Menschen aber nun sehr unkontrolliert in den Park wackelt, ich denke an die Grenze dessen, wo man Abzüge in der guest experience machen sollte, da, wo diese wie gesagt in Sicherheitsbedenken umschlagen. Meinetwegen lasst die ganzen Menschen mit billo-tickets rein und meinetwegen ist's dann auch voller bis echt voll, aber dann sollte man die Gästebewegung wirklich unter Kontrolle haben.
UND sollte die Verfügbarkeit der Attraktionen (im Sinne der Downtime wie hohen Wartezeiten) über die Zeit spürbar abnehmen, dann hätte ich noch einige Kritikpunkte. Bisher sehe ich das aber noch nicht in einem sehr kritischen Bereich (man denke da an Extrembeispiele wie Alton Towers, PortA. nicht, dass man es bis dahin eskalieren lassen sollte aber nur um das mal gesagt zu haben, wie viel Luft nach "unten" es noch haben könnte).
*Das wird natürlich dann zum Teil wieder ausgehebelt, wenn man horrende Preise für die Quickpässe aufruft.