Im Vorfeld weise ich darauf hin, dass ich weiß, dass ich es mit dem Schreiben ein wenig übertrieben habe. Der folgende Text ist schon gekürzt; wenn ihr seltsame Formulierungen oder Übergänge findet, liegt es wahrscheinlich daran, dass Sätze, die ursprünglich den Stil verbessert haben, jetzt fehlen.
Wer es möchte, der mag sich am Bericht meines ersten Freizeitparkbesuchs ever erfreuen: Klickt hier.
Sonstige Hinweise:
Unser gemeinsamer Kurzurlaub begann an einem Sonntag in den Sommerferien und endete direkt am Montag darauf. Die zwei Tage waren äußerst vollgepackt, actionreich und unterhaltsam, und da ich gerne meinen Mist in die Welt trage, gibt es hier einiges zu lesen.
Tag 1
Nach einer längeren, aber entspannten Autofahrt fanden wir uns um halb Zehn an einem schön sonnigen und absurd heißen Sonntag das erste Mal in unserem Leben vor dem Phantasialand ein. Von außen macht der Park nicht viel her, da nicht so viel zu sehen ist, und auch der Eingang zum Hotel Charles Lindbergh ist zwar sehr stark Richtung Steampunk thematisiert, sieht aber in der tristen Umgebung eher fehl am Platz statt thematisch aus. Das alles relativiert sich allerdings extrem, sobald der erste Schritt in die Anlage selber getan ist. Erlaubt mir daher, mit dem Hotel selbst zu beginnen:
Wir hatten jetzt unser Gepäck deponiert, unsere Liste an geplanten Attraktionen in der Hand (sollte ich jemals eine „Bearbeiten“-Option in diesem Forum finden, reiche ich sie gerne nach) und kindliches Wunder im Herzen, nachdem wir das erste Mal Rookburgh betreten hatten. Die ganze Ästhetik ist durch den Park durch kaum zu überbieten. Berlin fühlt sich an wie das alte Berlin, nur mehr. Mexiko fühlt sich an wie Mexiko, nur mehr. Deep in Africa fühlt sich an wie Afrika, nur noch mehr. Und so weiter – alles fühlte sich so unglaublich echt an. Ich konnte mir im Fantasybereich vorstellen, wie die Wuze leben, und Klugheim war das fleischgewordene (baumaterialgewordene) Fantasy-Mittelalter. Sogar die Attraktionen wirkten zu einem großen Teil, als gehörten sie einfach dahin – ja, natürlich gab es im Mittelalter keine Achterbahn, aber dass Taron, der da laut durch die Gegend ballerte, die Klugheimer Energie verteilte, nahm ich ihm einfach ohne das anzuzweifeln ab. Besonders beeindruckt war ich von den Übergängen – ich bin mir immer noch nicht so 100 % sicher, wie sie es geschafft haben, die Übergänge zwischen den Themenländern so nahtlos hinbekommen haben. Ja, es wurde viel mit Ecken und Tunneln gearbeitet, aber meine Herren, mir war klar, dass wir in einem absoluten Meisterwerk der Planung standen. Das einzige, was mich immer wieder etwas unglücklich machte, war die freizügige Verwendung von generativer KI. Das war auffällig bei mehreren Plakaten, aber auch bei Beschreibungen und Texten (“Es ist nicht nur A, es ist B!“ lässt grüßen). Kann ich verstehen, wenn schnell was für die Gastro erstellt werden muss oder so, aber in den Themenbereichen fällt sofort auf, wenn etwas ein bisschen abweicht, und KI sticht da leider direkt störend ins Auge.
Wie dem auch sei, unsere Liste hatte viel abzuarbeiten, also sollten wir entscheiden, was wir rope droppen. Eine Achterbahn wollte Daritas noch nicht (verständlich, war er doch noch nie auf irgendeinem Ride irgendeiner Art), und da wir gerade schon in der Nähe waren und von langen Wartezeiten gehört hatten, entschieden wir uns dazu, mit dem interaktiven Darkride in Berlin zu beginnen.
Unser erster Ride – für Daritas der erste überhaupt – war abgeschlossen. Ohne großes Umschweifen entschied er sich direkt, für den nächsten anzustellen – das verrückte Hotel Tartüff war direkt nebenan und wies keine Wartezeit auf. Dieser Luxus war unerwartet und sollte sich nicht wiederholen – der Park hatte, wie ich im Nachhinein nachlesen konnte, an den Tagen eine Auslastung von 100 %. Aber wie dem auch sei, das stand noch in der Ferne, also ab und die 0 Minuten Wartezeit ausgenutzt!
Nach ein wenig Spaß und bei steigenden Temperaturen überlegten wir, wie wir uns nun am besten unterhalten sollten. Inzwischen waren die Wartezeiten für alle Attraktionen brutal explodiert – 60 bis 100 Minuten waren Standard. Ich schlug Chiapas vor, eine Attraktion von meiner Wunschliste, aber Daritas war der Drop zu steil. Sein Gegenvorschlag war River Quest – nass werden wäre bei diesem Wetter ja ein Vorteil, und hier kann er mit weniger steilen Drops üben. Außerdem war die Wartezeit „nur“ eine Stunde – los geht’s also Richtung China (warum liegt der Eingang da?).
Nachdem wir erfolgreich den Fluss durchquert hatten und zumindest das liebe Kind eine maximale Wasseraufnahme zu verzeichnen hatte, brauchten wir ein wenig Ruhe. Ursprünglich wollte Daritas eine kurze Pause machen und dann Raik fahren, aber seine erste Berührung mit einem schnelleren Ride hatte ihn doch schon beeindruckt. Nicht, dass er gar nicht mehr fahren wollen würde, aber nach der Pause sollte dann doch eher ein bisschen Entspannung folgen. Wir sahen auf unsere Liste. Meine drei Einträge waren viel zu thrillig, das ist jetzt erstmal raus. Maus au Chocolat hatten wir schon absolviert, da würden wir lieber noch etwas neues machen. Eine Show wäre eine Option gewesen, aber eine dem Kind genehme würden wir zeitlich nicht schaffen. Seine Wahl fiel auf einen Spielplatz und wir machten uns auf nach Afrika.
Nach einer spaßigen Runde Abenteuerpfad stand die Sonne am Zenith und ballerte uns aufs Gehirn. Ein Blick auf die Uhr verriet und, dass wir mit den Wartezeiten der Attraktionen genau kalkulieren müssten, erwartete uns doch die Anprobe der gemieteten Kleidung in Bälde. Was sollten wir nun tun? Unsere erste Abhandlung war eine Abkühlung unter Zuhilfenahme von Eiscreme (mit einem doch schon etwas verwirrenden Anstellsystem) und das Versenden der Information, dass es Franzbrötchen-Eis gab, an meine Geliebte. Viv würde, wenn sie könnte, dem Franzbrötchen als Konzept das Bundesverdienstkreuz verleihen – ob sie mit dieser Information dann eifersüchtig in der Ecke kauerte oder sich voll Vorfreude auf den Wintertraum befand (es gibt keine zu geringe Temperatur für Eiscreme), vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen.
Wie dem auch sei, wir entschieden uns für einen weiteren Spielplatz – der Fantasybereich lag eh direkt neben uns. Avoras war für Daritas schon von Anfang an als festes Highlight eingeplant – er liebt das Klettern über alles – und da es sich um analoge statt diskrete Zeitportionen beim Klettern handelt, lies sich die hier verbrachte Zeit auch perfekt an die noch bis zu Anprobe zu verbringende Zeit anpassen. Bei unserer Ankunft bemerkten wir, dass neben Avoras eine weitere Attraktion der Liste lag – die Warteschlange war kurz und das Eis noch frisch in unseren Mägen, als wir kurz vor Avoras vorübergehend abdrehten.
Ich könnte jetzt hier eine tolle, lange Überleitung schreiben, aber im Endeffekt sind wir nach der Einschienenbahn einfach Klettern gegangen.
Nach etwa 30 Minuten Kletterspaß – von denen ich sicherlich zwei Drittel auf der Bank verbrachte, da ich mich auf einem Kinderspielplatz selber ein wenig fehl am Platze fühlte – war die Zeit gekommen. Wir machten uns auf zum Hotel zurück, wo wir das Glück hatten, unser Zimmer schon beziehen zu dürfen. Das war sehr passend, mussten wir doch in kurzer Zeit unsere Kleidung sinnvoll deponieren. Wir wurden schon an der Garderobe erwartet und umgehend hereingebeten.
Gut gekleidet war mein lieber Sohn voller Enthusiasmus und überflog ein weiteres Mal die Liste. Was wollte er zuerst in seinem Kostüm machen? Es gab viele starke Optionen, aber mit einem Blick auf die Wartezeiten fiel seine Wahl auf Crazy Bats – wohl, weil er die VR-Option toll fand, aber auch, weil ich glaube, dass ihm gar nicht klar war, dass er damit seine erste echte Achterbahn fahren würde.
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die Wartezeit mit über einer Stunde ausgeschildert war und damit trotzdem eine der geringsten im Park war. Oh Junge.
Das hat ihm gefallen, und mir auch! Ein Erfolg auf ganzer Linie. Als nächstes sollte es dann direkt rasanter weitergehen: Die Wahl stand zwischen Raik, Colorado Adventure und Chiapas. Chiapas war ihm nach wie vor nicht ganz geheuer und Colorado Adventure hatte stabile 120 Minuten Wartezeit im Ärmel. Damit waren meine Vorschläge raus – Raik also! Vorher holte Daritas noch eben Wasser, und als wir uns wieder auf den Weg machten, fiel dann doch noch etwas auf, was eigentlich gar nicht auf unserer Liste stand, aber für mein liebes Kind sehr spaßig aussah. Also drauf da!
OK, das hat… mäßigen Erfolg gehabt. Zumindest erblickte mein Kind von oben einen kühlen See und war sofort von den Tretbooten begeistert. Also gut, warum keine Tretboote? Raik wäre gleich auch noch da.
Während der Fahrt bemerkte der Captain das teilende Seil, welches durch den Mondsee verlief, und wurde auf die andere Hälfte aufmerksam (zumindest bedeutend mehr als auf die Brombeeren). Nach erfolgreicher Ablieferung des Tretbootes gelüstete es ihm trotzdem nach mehr Wasserfahrzeugen, also ging es einmal um den See herum zur zweiten Wasserfahrt.
Die Fahrt endete mit einem Blick auf die Uhr. Die Warteschlange für Raik war noch offen, aber es wurde spät und wir hatten einen festen Termin für das Abendessen. Der Captain und erster Maat Mosch überblickten kurz die Optionen und entschieden sich dann, den Tag weiterhin ruhig ausklingen zu lassen, und am Folgetag die Fahrtenparty fortzusetzen. Der Captain wählte daher eine Abendunterhaltung, die sich bei vielen Kindern großer Beliebtheit erfreut, und steuerte in großer Fahrt auf das Kino zu.
Vollends verwirrt und von Mäusen vorerst bedient verließen wir das Theater. Die Zeit passte gut – nach einem kurzen Abstecher in unser Zimmer, in welchem wir uns frisch machen wollten, Daritas aber fast einschlief (wohl aus gutem Grund), konnten wir uns entspannt zur Bar 1919 begeben, dem Durchgang zum Restaurant Uhrwerk, und wurden nach kurzer Besprechung unserer Reservierung direkt an den Tisch geführt.
Erfreulicherweise besserte sich Daritas‘ Gesundheitszustand nach Wasser und Ruhe substanziell. Wir entschieden also, unseren Urlaub fortzusetzen und mussten nun nach Abendunterhaltung suchen. In einem geschlossenen Park gibt es nicht so unmäßig viele Optionen, aber zumindest zwei Aufenthaltsorte hatten wir mit der Bar und Rookburgh bei Nacht ja zur Auswahl.
Nach Verlassen der Bar war der Tag so ziemlich rum. Nach einem Spaziergang im nächtlichen Rookburgh, einem gemeinsamen Kartenspiel in der Kabine und einer kurzen Dusche war es dann Zeit für uns, die Nachtruhe einzuläuten.
Hier möchte ich kurz anmerken, dass mich irgendwas gestört hat. Ich kann es nicht genau sagen, aber aus irgendeinem Grund habe ich gefühlt die ganze Nacht wach gelegen – eigentlich bin ich derjenige, der innerhalb weniger Sekunden wegknackt und dann bis zum Morgen durchschläft. Nicht so in meiner Aeronautenkabine. Nun ja, wie dem auch sei, trotzdem war ich am nächsten Tag ausgeruht und frisch genug, um einen Tag Freizeitpark zu absolvieren und dann noch nach Hause zu fahren. Also geht es weiter mit
Tag 2
Nach dem Frühstück überlegten wir, wie wir den Tag jetzt planen wollten. Daritas war wichtig, zu erwähnen, dass wir auch die Dinge machen würden, die ich aufgeschrieben hatte – vor allem F.L.Y.. Er versprach mir, an diesem Tage unsere Fast Passes zu benutzen und zusammen zu fliegen. Aber womit sollten wir anfangen? Noch war nichts auf, also waren die Warteschlangen kurz (im Sinne von „praktisch nicht vorhanden“). Wir wussten, wie sich das im Laufe des Tages entwickeln würde, hatten wir doch den gestrigen Tag miterlebt, und entschieden uns dafür, eine der größeren, beliebteren Attraktionen zuerst zu fahren. Chiapas war noch nicht geöffnet, Colorado Adventure war Daritas als erste Achterbahn des Tages zu rasant – aber Moment! Er wollte doch gestern eigentlich schon den Bumerang beehren! Auf nach Klugheim also, um uns ganz vorne für die Uhr anzustellen.
Eine weitere Achterbahn erfolgreich absolviert! Ich muss aufpassen, sonst entwickeln wir noch richtig Spaß an den Dingern. Die schnelle Fahrt hatte Daritas allerdings neben der Freude auch ein wenig Ehrgeiz gegeben. Wir machten 10 Minuten Pause, um den weiteren Tagesverlauf zu planen. Nach der erfolgreichen Fahrt auf Raik fühlte sich mein Kind sicher, auch die anderen Angebote des Parks in Anspruch nehmen zu können. Also, sehen wir mal. Chiapas? Noch geschlossen, öffnet aber wohl bald. Colorado Adventure? Stundenlange Wartezeit. Moment, gab es da nicht noch die zwei coolen Bahnen in Wuze Town? Selbstverständlich gab es die, und die Winjas waren auch von den Wartezeiten her überschaubar. Wir gingen rüber, um einen Blick auf den Streckenverlauf zu werfen.
Als wir da waren, kamen dann allerdings doch Bedenken auf. Das war alles schon sehr schnell und dreht sich und sieht doch etwas wild aus… können wir uns das näher angucken? Mein Kind beantwortete seine eigene Frage: Wir stellten uns beim Tittle Tattle Tree an, um einen näheren Blick auf die Coaster zu werfen.
Die Fahrt war unterhaltsam, hatte uns aber die Winjas mies gemacht – nicht zuletzt aufgrund des Vaters, der ebenfalls mit seinem Sohn auf den Dingern gefahren ist, und jetzt ein ohnmächtiges Kind versorgen musste. Ich verstehe also, warum Daritas sich eher dafür aussprach, andere Optionen in Betracht zu ziehen. Chiapas? Geschlossen. Colorado Adventure? 120 Minuten Wartezeit. Die meisten anderen Attraktionen lagen ebenfalls überhaupt der Stundengrenze. Wir beschlossen, ein wenig durch den Park zu schlendern, und Alternativen zu suchen. Und siehe da, wie es der Teufel so wollte, öffnete die Geister Rikscha direkt ihre Pforten, als wir weniger Meter entfernt waren. Wenn das kein Wink des Schicksals war! Wir stellten uns an und warteten weniger als 5 Minuten, bis wir uns in den unheimlichen, halbschaligen Wagen setzen durften.
Nach einer entspannten Gewölberunde war nicht viel an den Wartezeiten passiert und wir standen vor dem gleichen Problem wie zuvor. Hier fanden wir jedoch schnell eine Lösung: China hatte nur 2 Attraktionen, wir könnten also den kompletten Themenbereich abhaken, wenn wir jetzt noch eben zur zweiten rüberlaufen! Also, eine Tür weiter und 15 Minuten gewartet, schon durften wir den Feng Ju Palace betreten.
OK, mit meiner Vorgeschichte war das vielleicht ungeschickt, aber ich bin froh, das Madhouse durchgezogen zu haben. Unser Problem der Attraktionenauswahl war ebenfalls gelöst, denn es war kurz vor Showbeginn und Daritas hatte schon zu Hause gesagt, er würde Battle of the Best sehen wollen. Die paar Meter wollte der Papa da auch nicht den Spaß verderben lassen, also ging es für uns rüber an die Schlange zur Show, welche sich erstaunlich gefährlich mit der Schlange zu Colorado Adventure vermischte. Trotzdem haben es alle geschafft, den richtigen Eingang zu betreten – nehme ich an. Wir landeten jedenfalls bei der Show.
Coole Show, aber jetzt waren wir wieder bei unserem alten Problem – ellenlange Wartezeiten für alles Coole. Chiapas war nach wie vor geschlossen. Colorado Adventure brachte Wartezeiten jenseits von Gut und Böse mit sich. Für F.L.Y. hatten wir Fast Passes und die Wartezeit war „nur“ eine Stunde. Wie siehts aus?
Schlecht anscheinend. Wir würden F.L.Y. heute noch zusammen fahren, wie versprochen, aber nicht jetzt. Er wolle sich noch vorbereiten. Gut, fragte ich, wie bereiten wir uns denn vor? Daritas überlegte kurz.
OK, Kind, ich hab dich ja lieb, aber das bringt uns nicht weiter in Richtung der Bahnen, die ich als Wunsch aufgeschrieben habe, und auch deine restlichen Wunschattraktionen existieren noch. Wenn wenigstens Chiapas geöffnet wäre!
Naja, wir mussten eh unseren Körpern Tribut zollen und so langsam eine Mahlzeit einnehmen, um bei Kräften zu bleiben. Daritas hatte in weiser Voraussicht diverse Süßigkeiten und Backwaren zu diesem Zwecke verplant, aber ich wollte etwas vernünftiges.
Wir waren jetzt beide gesättigt und bereit zu neuen Taten. Wir gingen ein weiteres Mal unsere Optionen durch. Ich schlug Chiapas vor. Noch geschlossen. Ich schlug Colorado Adventure vor. Über eine Stunde Wartezeit, das war ihm zu viel. Ich schlug F.L.Y. vor. Später.
„Ja, aber wann denn später? Der Park macht auch irgendwann mal zu!“
„18 Uhr.“
Oh. OK. Das war eine erstaunlich klare Aussage. Gut, F.L.Y. um 18 Uhr, voraussichtlich 2 Mal. Wird geil, aber was machen wir bis dahin? Daritas schlug vor, nochmal die Kinderattraktionen anzusehen. Ich wies ihn darauf hin, dass er so langsam in Richtung Teenager statt Kind ging und eigentlich auch gar keine von den Kinderattraktionen fahren wollte. Trotzdem, er wollte nochmal in den Fantasybereich. Naja, wenn ihm das hilft, sich geistig auf den großen Coaster vorzubereiten, warum nicht.
Dort angekommen sichteten wir die Optionen? Papagei? Nein. Bienchenjagd? Nein. Sonst irgendwas? Nein. Kind, ich hatte dir doch gesagt, dass du das eh nicht fahren wollen würdest, warum sind wir also hier?
So langsam war ich genervt. Ja, ich richte mich gerne nach meinem Kind, und ja, ich verstehe, dass man an manchen Dingen mehr Spaß hat als an anderen, aber können wir bitte irgendwas interessantes machen? Ein Blick auf die Wartezeiten.
Chiapas – Immer noch geschlossen. Kann ich mir wohl abschminken.
F.L.Y. – irrelevant, machen wir um 18 Uhr, wie mein Sohn mich zurechtwies.
Colorado Adventure – knapp 20 Minuten Wartezeit! Das wär doch was – OK, da laufen jetzt alle hin, aber das klingt doch gut und wird sicherlich nicht mehr als 45 Minuten echte Wartezeit haben!
Nope, Kind findet das zu schnell und wild. In meiner Vaterrolle aufgehend beschloss ich, ihm nicht in den Nacken zu beißen, und fragte, was zum Teufel wir dann tun sollten. Mit seiner Antwort hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Die Fahrt war unterhaltsam und wir standen wieder vor Colorado Adventure, welche inzwischen wieder 120 Minuten Wartezeit hatte. Konnten wir offensichtlich nicht mehr machen. Kind war untröstlich (OK, das ist gelogen). Chiapas – ja, richtig, ich brauchs noch nicht mal ausschreiben. Wir wollten noch irgendwas machen, was wir noch nicht gemacht hatten, und wobei wir nicht den Rest des Tages verbringen würden. Mein Sohn hatte dafür die Lösung.
OK, es war jetzt 17 Uhr. Eine Stunde noch. Was kann man in einer Stunde machen? Wir sahen auf die Wartezeiten.
CHIAPAS
IST
GEÖFFNET
Wartezeit 2 Stunden. God dammit. Daritas beteuerte, dass er mit mir gefahren wäre, wenn es jetzt noch gepasst hätte. In einem Anfall von Kreativität schlug ich vor, beim Gästeservice nachzufragen, ob 2 unserer 4 F.L.Y. Fast Passes in Fast Passes für Chiapas umtauschbar wären. Daritas guckte ein wenig unglücklich. Er hatte Angst vor dem steilen Drop und hatte eigentlich gehofft, er wäre schön aus der Nummer rausgekommen.
War er auch. Das Umtauschen von F.L.Y. in beliebige andere Fast Passes war zwar theoretisch möglich, aber gerade Chiapas war leider als einzige nicht im Angebot, weil die Schlange eh schon so lang war und das den anderen Gästen gegenüber unfair wäre. Verstehe ich, ärgert mich, nicht die Schuld vom Gästeservice. Man bot uns stattdessen Taron an. Ich lehnte ab – Daritas hatte schon beim ersten Anblick des Widders gesagt, er wolle damit nicht fahren, und ich sagte, ich würde das respektieren. Kein Taron. Kein Chiapas. Keine Zeit, um noch etwas anderes zu machen.
Wir drehten uns Richtung Rookburgh. Endlich. Es würde so gut werden. Ich freute mich wie ein kleines Kind.
Und jetzt stehen wir da, drei Leute, die von absolut 0 Erfahrung zusammen auf die unterste Stufe der Freizeitparkbesucher geklettert sind, mit Season Passes für den Movie Park. Daritas kann jetzt für die großen Bahnen üben, ich hab ein paar Euro für unsere eh geplanten Besuche gespart, Viv hat die Freiheit, jederzeit den ganzen Tag lang Excalibur zu ballern, und das alles nur, weil ich gesagt habe, ich würde zu Halloween gerne eine Show sehen und ein Maze durchlaufen.
Next up: Voraussichtlich Efteling.
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Sonstige Hinweise:
- Ihr bekommt Spoiler für alle Rides, wenn sich das in der Beschreibung so ergibt. Ich versuche aber, mich ein bisschen zurückzuhalten.
- Mein Sohn hat verdient, seine Privatsphäre zumindest zu schützen zu versuchen, auch, wenn er selber sagte, ihn würde das nicht stören. Aus diesem Grunde fehlen einige Bilder und ich rede von ihm als „Daritas“, anstatt seinen echten Namen zu verwenden.
- Viv war nicht dabei, das war eine reine Vater-Sohn-Sache, aber sie schreibt sicherlich gerne ihre Meinung auf, wenn wir im Dezember den Wintertraum besucht haben.
- Daritas wollte ebenfalls von seinem Urlaub berichten, ist aber auffällig weniger ausschweifend als ich. Seine Texte sind von den Auswirkungen seiner Rechtschreibschwäche bereinigt, ansonsten ist das alles von ihm.
Unser gemeinsamer Kurzurlaub begann an einem Sonntag in den Sommerferien und endete direkt am Montag darauf. Die zwei Tage waren äußerst vollgepackt, actionreich und unterhaltsam, und da ich gerne meinen Mist in die Welt trage, gibt es hier einiges zu lesen.
Tag 1
Nach einer längeren, aber entspannten Autofahrt fanden wir uns um halb Zehn an einem schön sonnigen und absurd heißen Sonntag das erste Mal in unserem Leben vor dem Phantasialand ein. Von außen macht der Park nicht viel her, da nicht so viel zu sehen ist, und auch der Eingang zum Hotel Charles Lindbergh ist zwar sehr stark Richtung Steampunk thematisiert, sieht aber in der tristen Umgebung eher fehl am Platz statt thematisch aus. Das alles relativiert sich allerdings extrem, sobald der erste Schritt in die Anlage selber getan ist. Erlaubt mir daher, mit dem Hotel selbst zu beginnen:
Ich zähle das Hotel Charles Lindberg schon selber als Attraktion und fasse hier unsere Eindrücke und Erfahrungen zusammen, wenn sie sich auch auf den ganzen Tag verteilt haben. Das ganze Theming ist beeindruckend, vom Aufbau des Hotels über die Dekoration und die Kleidung der Angestellten zu den kleineren Details, wie etwa die Anpassung der Sprache an die Umgebung (wir hatten keine Eintrittskarten in den Park, sondern Boarding Passes). Selbst hinter dem Empfang war eine Wand mit nostalgisch-gigantischen Zimmerschlüsseln und handgeschriebener Post für die einzelnen Kabinen dekoriert. Die Zeitung Rookburghs lag aus und pries Erlebnisse, Produkte und Dienstleistungen an – die meisten echt, manche fiktiv, alles perfekt eingepasst in das Rookburgh-Thema. Die Toiletten waren thematisiert – das hätte ich nicht erwartet. Und all das wird von dem Gefühl in den Schatten gestellt, zum ersten Mal das Hotel zu verlassen und auf Rookburgh zu blicken. Das Gefühl, die Realität verlassen und eine komplett neue Welt betreten zu haben, ist immens. Die Immersion ist so perfekt, dass ich kurz stehen bleiben musste. Es ist, und das sage ich ohne Ironie oder qualifizierendes „aber“, ein wahr gewordener Kindheitstraum. Mir ist für einen Moment wortwörtlich die Luft weggeblieben (etwas, was ich bisher immer für eine Metapher gehalten habe).
Aber bevor es losgeht, kurz zurück von Rookburgh in die Kabinen.
Die Aeronautenkabinen sind klein. Nein, kleiner als das, was du dir vorstellst. Nein, noch kleiner. Sie sind „Die Betten ragen in die Tür rein“ klein. Bis auf die Betten, ein wenig Stauraum und ein kleines Bad bieten sie keinerlei Luxus irgendeiner Art, was man durchaus als Nachteil werten kann, aber das enge Gefühl verstärkt die Immersion nur noch. Es fühlt sich wirklich real an, wie eine echte kleine Kabine in einem Fluggerät, in dem jeder Zentimeter zählt. Ein jäher Stilbruch entstand bei uns allerdings, als wir das Fenster im Bad öffneten – es zeigte direkt auf die Lieferbucht und die Straße. Diese Art Einbruch der Realität ist ein jähes Schleudertrauma des vom Hotel verursachten Gefühls, was nur nochmal unterstreicht, wie massiv das Thema gehalten wird: Die Realität selbst scheint wie ein unpassender Störfaktor.
Zum Aufenthalt selber taugen die Kabinen nichts, das muss man klar sagen. Mein Sohn und ich haben am ersten Abend ein Kartenspiel miteinander gespielt, und in Ermangelung anderer Optionen spielten wir auf unseren Betten sitzend mit den abgelegten Karten auf dem Bett meines Sohnes. Klar, zum Aufenthalt ist die Bar 1919 gedacht, aber ich kann nicht genug unterstreichen, wie sehr die Kabinen zu nichts außer zur Nächtigung taugen. Da muss man schon das Thema lieben, anstatt ein „echtes“ Hotel zu erwarten – ich hatte sehr viel Spaß, aber mehr als eine Nacht würde ich hier wahrscheinlich nicht verbringen wollen. Für einen längeren Aufenthalt würde sich da eher anbieten, das Charles Lindbergh für eine Nacht als eine Art kostenpflichtige Zusatzattraktion zu buchen und die restlichen Nächte in einem anderen Hotel zu verbringen. Das Erlebnis ist es aber auf jeden Fall mindestens einmalig wert.
Oh, letzter Punkt: Wir waren super versorgt mit Handtüchern, Fön und Duschgel/Seife, aber irgendwie muss die Planung der Bäder nochmal überarbeitet werden. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht einfach unfähig war, aber der Wasserhahn spritzt bei jeder Benutzung das ganze Badezimmer voll, primär die Toilette. Das war das erste Mal, dass ich die Toilettenbrille zum Händewaschen hochgeklappt habe, und jetzt, wo ich den Satz geschrieben habe, hört er sich bedeutend unhygienischer an, als er das sollte. Auch beim Duschen habe ich einen großen Teil des Bads unter Wasser gesetzt. Vielleicht komisch gebautes Bad, vielleicht Skill Issue.
Aber bevor es losgeht, kurz zurück von Rookburgh in die Kabinen.
Die Aeronautenkabinen sind klein. Nein, kleiner als das, was du dir vorstellst. Nein, noch kleiner. Sie sind „Die Betten ragen in die Tür rein“ klein. Bis auf die Betten, ein wenig Stauraum und ein kleines Bad bieten sie keinerlei Luxus irgendeiner Art, was man durchaus als Nachteil werten kann, aber das enge Gefühl verstärkt die Immersion nur noch. Es fühlt sich wirklich real an, wie eine echte kleine Kabine in einem Fluggerät, in dem jeder Zentimeter zählt. Ein jäher Stilbruch entstand bei uns allerdings, als wir das Fenster im Bad öffneten – es zeigte direkt auf die Lieferbucht und die Straße. Diese Art Einbruch der Realität ist ein jähes Schleudertrauma des vom Hotel verursachten Gefühls, was nur nochmal unterstreicht, wie massiv das Thema gehalten wird: Die Realität selbst scheint wie ein unpassender Störfaktor.
Zum Aufenthalt selber taugen die Kabinen nichts, das muss man klar sagen. Mein Sohn und ich haben am ersten Abend ein Kartenspiel miteinander gespielt, und in Ermangelung anderer Optionen spielten wir auf unseren Betten sitzend mit den abgelegten Karten auf dem Bett meines Sohnes. Klar, zum Aufenthalt ist die Bar 1919 gedacht, aber ich kann nicht genug unterstreichen, wie sehr die Kabinen zu nichts außer zur Nächtigung taugen. Da muss man schon das Thema lieben, anstatt ein „echtes“ Hotel zu erwarten – ich hatte sehr viel Spaß, aber mehr als eine Nacht würde ich hier wahrscheinlich nicht verbringen wollen. Für einen längeren Aufenthalt würde sich da eher anbieten, das Charles Lindbergh für eine Nacht als eine Art kostenpflichtige Zusatzattraktion zu buchen und die restlichen Nächte in einem anderen Hotel zu verbringen. Das Erlebnis ist es aber auf jeden Fall mindestens einmalig wert.
Oh, letzter Punkt: Wir waren super versorgt mit Handtüchern, Fön und Duschgel/Seife, aber irgendwie muss die Planung der Bäder nochmal überarbeitet werden. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht einfach unfähig war, aber der Wasserhahn spritzt bei jeder Benutzung das ganze Badezimmer voll, primär die Toilette. Das war das erste Mal, dass ich die Toilettenbrille zum Händewaschen hochgeklappt habe, und jetzt, wo ich den Satz geschrieben habe, hört er sich bedeutend unhygienischer an, als er das sollte. Auch beim Duschen habe ich einen großen Teil des Bads unter Wasser gesetzt. Vielleicht komisch gebautes Bad, vielleicht Skill Issue.
Wir hatten jetzt unser Gepäck deponiert, unsere Liste an geplanten Attraktionen in der Hand (sollte ich jemals eine „Bearbeiten“-Option in diesem Forum finden, reiche ich sie gerne nach) und kindliches Wunder im Herzen, nachdem wir das erste Mal Rookburgh betreten hatten. Die ganze Ästhetik ist durch den Park durch kaum zu überbieten. Berlin fühlt sich an wie das alte Berlin, nur mehr. Mexiko fühlt sich an wie Mexiko, nur mehr. Deep in Africa fühlt sich an wie Afrika, nur noch mehr. Und so weiter – alles fühlte sich so unglaublich echt an. Ich konnte mir im Fantasybereich vorstellen, wie die Wuze leben, und Klugheim war das fleischgewordene (baumaterialgewordene) Fantasy-Mittelalter. Sogar die Attraktionen wirkten zu einem großen Teil, als gehörten sie einfach dahin – ja, natürlich gab es im Mittelalter keine Achterbahn, aber dass Taron, der da laut durch die Gegend ballerte, die Klugheimer Energie verteilte, nahm ich ihm einfach ohne das anzuzweifeln ab. Besonders beeindruckt war ich von den Übergängen – ich bin mir immer noch nicht so 100 % sicher, wie sie es geschafft haben, die Übergänge zwischen den Themenländern so nahtlos hinbekommen haben. Ja, es wurde viel mit Ecken und Tunneln gearbeitet, aber meine Herren, mir war klar, dass wir in einem absoluten Meisterwerk der Planung standen. Das einzige, was mich immer wieder etwas unglücklich machte, war die freizügige Verwendung von generativer KI. Das war auffällig bei mehreren Plakaten, aber auch bei Beschreibungen und Texten (“Es ist nicht nur A, es ist B!“ lässt grüßen). Kann ich verstehen, wenn schnell was für die Gastro erstellt werden muss oder so, aber in den Themenbereichen fällt sofort auf, wenn etwas ein bisschen abweicht, und KI sticht da leider direkt störend ins Auge.
Wie dem auch sei, unsere Liste hatte viel abzuarbeiten, also sollten wir entscheiden, was wir rope droppen. Eine Achterbahn wollte Daritas noch nicht (verständlich, war er doch noch nie auf irgendeinem Ride irgendeiner Art), und da wir gerade schon in der Nähe waren und von langen Wartezeiten gehört hatten, entschieden wir uns dazu, mit dem interaktiven Darkride in Berlin zu beginnen.
Von allem, was ich bisher gesehen habe – also Movie Park und Phantasialand – hat Maus au Chocolat die mit Abstand beste Warteschlange. Immersion können die gut, wie erwähnt, und hier hat wirklich alles gestimmt. Die Regale mit Zutaten, die Kleiderordnung, die Rezepte und Torten, alles super stimmig. Es gab sogar Bäckereiduft! Das Einführungsvideo war auch sehr liebevoll gestaltet und Daritas mochte, wie unser Kammerjägermeister Oskar Koslowski uns in Berliner Akzent instruierte. Leider muss ich sagen, dass die Fahrt selber mich nicht vollständig überzeugt hat. Ja, es war ganz lustig, mit dem Spritzbeutel auf die Mäuse zu schießen, aber im Endeffekt hab ich nur auf einen Bildschirm gezielt. Spaß hab ich gehabt und mein Sohn auch, aber wir sind anscheinend beide mit dem unausgesprochenen Fazit „Wir könnten auch zu Hause Wii spielen“ aus dem Ride gekommen. Als Kritikpunkt muss ich außerdem anbringen, dass der Abzug wortwörtlich ein Zugseil ist, was stark auf die Genauigkeit ging und auch kein besonders schnelles Schießen ermöglicht hat. Einen Spritzbeutel drückt man doch auch, anstatt an einem Seil zu ziehen – warum nicht Gummiflächen zum Eindrücken? Trotzdem, würde ich nochmal fahren, wenn ich nicht warten muss – oder alternativ Pause in der Warteschlange machen, denn die ist absolut top.
Maus au Chocolat ist eigentlich ganz interessant, aber es nicht grade einfach, schnell und präzise zu „schießen“. Es war auch etwas anstrengend und etwas langweilig, der Wartebereich aber war sehr gut gestaltet und das Einweisungsvideo war sehr gut gemacht.
Unser erster Ride – für Daritas der erste überhaupt – war abgeschlossen. Ohne großes Umschweifen entschied er sich direkt, für den nächsten anzustellen – das verrückte Hotel Tartüff war direkt nebenan und wies keine Wartezeit auf. Dieser Luxus war unerwartet und sollte sich nicht wiederholen – der Park hatte, wie ich im Nachhinein nachlesen konnte, an den Tagen eine Auslastung von 100 %. Aber wie dem auch sei, das stand noch in der Ferne, also ab und die 0 Minuten Wartezeit ausgenutzt!
Ich bin ja immer fürs Mist machen zu haben und habe keinerlei Bedenken, mich in einem Funhouse zum Affen zu machen, also war ich gerne dabei, als Daritas in ein zweites Hotel einchecken wollte. Die Wartezeit war nicht der Rede wert und bestand nur daraus, dass wir kurzzeitig vor Plakaten mit offensichtlichen Düsen standen, die allerdings keinen Dienst verrichteten. Ich habe auf Blubberblasen gehofft, gab aber nur fragwürdige, schmierige Substanzen am Kinn der abgebildeten Dame – ein Problem, das ich schon auf so manchen Familienfeiern beobachten konnte, wenn der große Topf Gulaschsuppe ausgerollt wurde. Wir durften aber den Aufzug betreten, bevor wir die fehlende Düsenfunktion ernsthaft bemängeln konnten, und erfreuten uns am Empfang durch den Hoteldirektor persönlich, welcher durch die Luke im Dach zu uns sprach. Gemerkt habe ich mir vor allem die Verhaltensregeln „Und immer schön langsam“ sowie „Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten“. Da ich – Spoiler – nicht eine einzige Figur auf dem Weg zu finden vermochte, war zweitere leicht einzuhalten.
Der Weg durch das Hotel war unterhaltsam verrückt und gespickt voller unerwarteter Hindernisse, wie etwa die leicht zweckentfremdeten Gepäckrollen (ich war der Einzige, der mit Anlauf darüber rollte – schade, dass sonst niemand Spaß haben wollte), die beweglichen Treppenstufen und diverse rotierende Bodenplatten. Die weichen Schaumstoffrollen, die uns an einer Stelle im Weg standen, fielen mir direkt als hervorragenden Ersatz für Gewichtsdecken auf – ausreichend Druck haben sie zumindest auf mich ausgeübt! Das wurde bedeutend besser, als ich entschied, den Rucksack vom Rücken zu nehmen. Die Knöpfe an der Wand, welche hilfreich mit „Bitte Drücken“ beschriftet waren, wurde leider von den meisten Gästen ignoriert. Warum das? Dauert euch die Attraktion zu lange? Ich hab Spaß gehabt und Dinge gedrückt, die meisten davon dafür gedacht. Unser Weg durch das Hotel endete mit einer Rutsche, welche zwar sehr steil aussah, aber nicht vermochte, bei mir ordentlich Geschwindigkeit aufzubauen. Ein Jammer, aber wenigstens hatte ich eine Entschuldigung, meine Schuhe auszuziehen und anderen Gästen meine Quanten ins Gesicht zu lüften, und was will man schon mehr vom Leben? War auf jeden Fall sehr lustig, wenn auch offensichtlich nicht für mein Alter gedacht.
Der Weg durch das Hotel war unterhaltsam verrückt und gespickt voller unerwarteter Hindernisse, wie etwa die leicht zweckentfremdeten Gepäckrollen (ich war der Einzige, der mit Anlauf darüber rollte – schade, dass sonst niemand Spaß haben wollte), die beweglichen Treppenstufen und diverse rotierende Bodenplatten. Die weichen Schaumstoffrollen, die uns an einer Stelle im Weg standen, fielen mir direkt als hervorragenden Ersatz für Gewichtsdecken auf – ausreichend Druck haben sie zumindest auf mich ausgeübt! Das wurde bedeutend besser, als ich entschied, den Rucksack vom Rücken zu nehmen. Die Knöpfe an der Wand, welche hilfreich mit „Bitte Drücken“ beschriftet waren, wurde leider von den meisten Gästen ignoriert. Warum das? Dauert euch die Attraktion zu lange? Ich hab Spaß gehabt und Dinge gedrückt, die meisten davon dafür gedacht. Unser Weg durch das Hotel endete mit einer Rutsche, welche zwar sehr steil aussah, aber nicht vermochte, bei mir ordentlich Geschwindigkeit aufzubauen. Ein Jammer, aber wenigstens hatte ich eine Entschuldigung, meine Schuhe auszuziehen und anderen Gästen meine Quanten ins Gesicht zu lüften, und was will man schon mehr vom Leben? War auf jeden Fall sehr lustig, wenn auch offensichtlich nicht für mein Alter gedacht.
Es ist ein cooles Erlebnis, weil es mehrere kleine „Atraktionen“ gibt. Sollte man sich auf jeden Fall mal angucken.
Nach ein wenig Spaß und bei steigenden Temperaturen überlegten wir, wie wir uns nun am besten unterhalten sollten. Inzwischen waren die Wartezeiten für alle Attraktionen brutal explodiert – 60 bis 100 Minuten waren Standard. Ich schlug Chiapas vor, eine Attraktion von meiner Wunschliste, aber Daritas war der Drop zu steil. Sein Gegenvorschlag war River Quest – nass werden wäre bei diesem Wetter ja ein Vorteil, und hier kann er mit weniger steilen Drops üben. Außerdem war die Wartezeit „nur“ eine Stunde – los geht’s also Richtung China (warum liegt der Eingang da?).
Oh Junge, das Kind möchte einer Attraktion mit ein bisschen mehr Action fahren! Wird geil. Der Wartebereich ist zwar sehr nett aufgebaut, aber – und hier mag ich auf weiter Flur alleine stehen – er kommt nicht an Excalibur im Movie Park dran. Ja, wir hatten hier die Burgmauern, aber ich habe hier keine Geschichte gesehen und mir fehlte der Wow-Faktor. Im Excalibur hatte ich die Tafelrunde, in River Quest eine junge Dame vor mir, die ihre Freundinnen darüber informierte, dass sie aber an der Stelle sitzen würde, an der man nicht nass wird, weil sie sich die Haare gemacht hat. Nach ein wenig Kauen an den (gemachten) Nägeln und laut verkündete Informationen über ihren Begleiter von letzter Nacht (hässlich, hat aber Finger) habe ich entschlossen, nicht Teil der Lebensgeschichte fremder Personen zu werden, und stattdessen lieber mit Daritas (in Person) und Viv (per Text) zu reden, um die Stunde Wartezeit zu überbrücken. Ersterer sagte schon, dass er nach diesem Ride eine kurze Pause machen möchte und dann gerne Raik fahren würde. Zufällig kam ihm diese Idee an einer Stelle, an der wir direkten Blick auf den Lifthill eben dieses Coasters hatten. Hätte er das gesehen, wäre er wahrscheinlich weniger enthusiastisch gewesen.
Wie dem auch sei, etwa eine Stunde später war es so weit und wir konnten unser Boot betreten, nebst einer Gruppe ebenfalls Deutsch sprechender neuer Freunde. Die Fahrt ging relativ entspannt los und war auch an keiner Stelle zu rasant, aber für meinen lieben Jungen, der ebenfalls noch nie Attraktionen gefahren ist, war der erste Drop definitiv ein Erlebnis, vor allem, weil wir jede einzelne Abfahrt rückwärts absolviert haben. Der Aufzug war ein cooles, unerwartetes Element, und hat schon ein bisschen Vorfreude ausgelöst. Am Ende war das komplette Boot an allen Ecken und Enden durchnässt wie nach einem Vollbad, was an diesem warmen Tag eine willkommene Erfrischung war.
Moment, das komplette Boot? Nein, nicht das komplette Boot! Exakt ein Sitz blieb die Fahrt über permanent furztrocken. Der Typ, der den Unwillen und Neid der anderen Bootfahrer auf sich zog? Richtig, Mosch. Dabei hätte ich mich über ordentliches Bewässern schon gefreut! Naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Von der Fahrt her möchte ich River Quest volle Punktzahl geben. Es war flott, aber nicht „thrillig“ schnell, die Drops waren für Daritas lustig statt furchterregend (zumindest wurden sie das im Laufe der Fahrt) und die Strecke war schön abwechslungsreich. Was ich aber nicht verstanden habe: Was mache ich hier? Wie ist die Geschichte hinter dem Ride? In Excalibur bin ich durch die Welt gereist, um das Schwert des Königs zu finden, hier war ich… in einer Betonrinne? So schön immersiv auch alles im Phantasialand ist, was genau hier storymäßig passiert, hat sich mir nicht erschlossen, und ein Burgfeeling kam auch nicht wirklich rüber. Rein für die Fahrt setze ich mich gerne noch häufiger ins Boot, aber nicht für das Thema – eine schwere Enttäuschung für mich als Fantasy-Nerd!
Wie dem auch sei, etwa eine Stunde später war es so weit und wir konnten unser Boot betreten, nebst einer Gruppe ebenfalls Deutsch sprechender neuer Freunde. Die Fahrt ging relativ entspannt los und war auch an keiner Stelle zu rasant, aber für meinen lieben Jungen, der ebenfalls noch nie Attraktionen gefahren ist, war der erste Drop definitiv ein Erlebnis, vor allem, weil wir jede einzelne Abfahrt rückwärts absolviert haben. Der Aufzug war ein cooles, unerwartetes Element, und hat schon ein bisschen Vorfreude ausgelöst. Am Ende war das komplette Boot an allen Ecken und Enden durchnässt wie nach einem Vollbad, was an diesem warmen Tag eine willkommene Erfrischung war.
Moment, das komplette Boot? Nein, nicht das komplette Boot! Exakt ein Sitz blieb die Fahrt über permanent furztrocken. Der Typ, der den Unwillen und Neid der anderen Bootfahrer auf sich zog? Richtig, Mosch. Dabei hätte ich mich über ordentliches Bewässern schon gefreut! Naja, vielleicht beim nächsten Mal.
Von der Fahrt her möchte ich River Quest volle Punktzahl geben. Es war flott, aber nicht „thrillig“ schnell, die Drops waren für Daritas lustig statt furchterregend (zumindest wurden sie das im Laufe der Fahrt) und die Strecke war schön abwechslungsreich. Was ich aber nicht verstanden habe: Was mache ich hier? Wie ist die Geschichte hinter dem Ride? In Excalibur bin ich durch die Welt gereist, um das Schwert des Königs zu finden, hier war ich… in einer Betonrinne? So schön immersiv auch alles im Phantasialand ist, was genau hier storymäßig passiert, hat sich mir nicht erschlossen, und ein Burgfeeling kam auch nicht wirklich rüber. Rein für die Fahrt setze ich mich gerne noch häufiger ins Boot, aber nicht für das Thema – eine schwere Enttäuschung für mich als Fantasy-Nerd!
Ist gut zum Einsteigen, macht viel Spaß. Die Drops sind nicht zu hoch, aber doch aufregend.
Kann ich nur empfehlen.
Kann ich nur empfehlen.
Nachdem wir erfolgreich den Fluss durchquert hatten und zumindest das liebe Kind eine maximale Wasseraufnahme zu verzeichnen hatte, brauchten wir ein wenig Ruhe. Ursprünglich wollte Daritas eine kurze Pause machen und dann Raik fahren, aber seine erste Berührung mit einem schnelleren Ride hatte ihn doch schon beeindruckt. Nicht, dass er gar nicht mehr fahren wollen würde, aber nach der Pause sollte dann doch eher ein bisschen Entspannung folgen. Wir sahen auf unsere Liste. Meine drei Einträge waren viel zu thrillig, das ist jetzt erstmal raus. Maus au Chocolat hatten wir schon absolviert, da würden wir lieber noch etwas neues machen. Eine Show wäre eine Option gewesen, aber eine dem Kind genehme würden wir zeitlich nicht schaffen. Seine Wahl fiel auf einen Spielplatz und wir machten uns auf nach Afrika.
Raik war ihm beim Nachdenken doch noch etwas zu heftig, also bat Daritas darum, den Adventure Trail beschreiten zu dürfen. Papa war natürlich sofort dabei – das Ding war eh praktisch ein Walk-On, also was haben wir schon zu verlieren?
Los ging es im Base Camp, und das ist wirklich sehr schön gestaltet. Der Vibe geht hart, mit Dekoelementen, wohin das Auge blickt, und Wänden, die einen wirklich glauben lassen, man wäre im tiefsten Afrika. Überall gibt es kleine Details zu finden – Schnitzereien und Nippes, Seile und Dosen, Djembés und Geschirr. Alles bringt ein Feeling, dass die Zeit stehen geblieben ist. Die Warteschlange führt zu einem Drehkreuz, an welchem regelmäßig Gruppen eingelassen werden – aber da die Schlange nur eine kleine Hütte zur Verfügung hat, ist im Laufe des Tages draußen eine unangenehme Erweiterung eben dieser Schlange entstanden, die den Weg blockiert hat und außerdem ungeschützt in der prallen Sonne stand. Vielleicht wäre das ein oder andere gespannte Sonnensegel angebracht und thematisch auch sicherlich begründbar.
Der Adventure Trail selber war eine wahre Freude für den Idioten, der seit 30 Jahren bezweifelt, dass er tatsächlich altert. Der Pfad windet sich von Landmark zu Landmark, erfordert Laufen, Balancieren, Klettern, Rutschen und Springen und ist generell eine wunderschöne Kinderattraktion (auf der auch ich, wie schon erwähnt, mächtig Spaß hatte). Sie ist aber definitiv nicht für Leute meiner Größe gemacht: In viele engere Stellen musste ich reinkriechen, häufig geduckt laufen und teilweise bestanden meine Klettervorgänge daraus, mich einen Vorsprung hochzuziehen, anstatt die Klettereinrichtung zu benutzen. Trotzdem, als jemand, der Freude an körperlicher Betätigung hat, war ich voll zufrieden. Einzig und allein gegen Ende wurde die Freude ein wenig getrübt: Es hatte sich ein massiver Stau gebildet, der die letzte Kletter- und Rutschpartie blockierte. Hier haben wir sicherlich mindestens so lange gewartet, wie wir durch den Adventure Trail insgesamt gelaufen sind. Das Problem liegt wahrscheinlich darin begründet, dass an dieser Stelle der Pfad in drei verschiedene Wege aufsplittet, welche aber alle an der gleichen Rutsche enden – da blockt es dann. Der Adventure Trail ist aber absolut zu empfehlen, wenn man in entsprechender körperlicher Verfassung ist (viel wird allerdings nicht verlangt) – nur ohne Kind als Ausrede sieht es ein bisschen seltsam aus, aber hey, auch Erwachsene wollen Spaß haben und niemand sollte jemand anders seinen harmlosen Spaß vermiesen.
Los ging es im Base Camp, und das ist wirklich sehr schön gestaltet. Der Vibe geht hart, mit Dekoelementen, wohin das Auge blickt, und Wänden, die einen wirklich glauben lassen, man wäre im tiefsten Afrika. Überall gibt es kleine Details zu finden – Schnitzereien und Nippes, Seile und Dosen, Djembés und Geschirr. Alles bringt ein Feeling, dass die Zeit stehen geblieben ist. Die Warteschlange führt zu einem Drehkreuz, an welchem regelmäßig Gruppen eingelassen werden – aber da die Schlange nur eine kleine Hütte zur Verfügung hat, ist im Laufe des Tages draußen eine unangenehme Erweiterung eben dieser Schlange entstanden, die den Weg blockiert hat und außerdem ungeschützt in der prallen Sonne stand. Vielleicht wäre das ein oder andere gespannte Sonnensegel angebracht und thematisch auch sicherlich begründbar.
Der Adventure Trail selber war eine wahre Freude für den Idioten, der seit 30 Jahren bezweifelt, dass er tatsächlich altert. Der Pfad windet sich von Landmark zu Landmark, erfordert Laufen, Balancieren, Klettern, Rutschen und Springen und ist generell eine wunderschöne Kinderattraktion (auf der auch ich, wie schon erwähnt, mächtig Spaß hatte). Sie ist aber definitiv nicht für Leute meiner Größe gemacht: In viele engere Stellen musste ich reinkriechen, häufig geduckt laufen und teilweise bestanden meine Klettervorgänge daraus, mich einen Vorsprung hochzuziehen, anstatt die Klettereinrichtung zu benutzen. Trotzdem, als jemand, der Freude an körperlicher Betätigung hat, war ich voll zufrieden. Einzig und allein gegen Ende wurde die Freude ein wenig getrübt: Es hatte sich ein massiver Stau gebildet, der die letzte Kletter- und Rutschpartie blockierte. Hier haben wir sicherlich mindestens so lange gewartet, wie wir durch den Adventure Trail insgesamt gelaufen sind. Das Problem liegt wahrscheinlich darin begründet, dass an dieser Stelle der Pfad in drei verschiedene Wege aufsplittet, welche aber alle an der gleichen Rutsche enden – da blockt es dann. Der Adventure Trail ist aber absolut zu empfehlen, wenn man in entsprechender körperlicher Verfassung ist (viel wird allerdings nicht verlangt) – nur ohne Kind als Ausrede sieht es ein bisschen seltsam aus, aber hey, auch Erwachsene wollen Spaß haben und niemand sollte jemand anders seinen harmlosen Spaß vermiesen.
Ist eher für kleinere Kinder (zwischen 5-10), kann aber auch Älteren Spaß machen.
Nach einer spaßigen Runde Abenteuerpfad stand die Sonne am Zenith und ballerte uns aufs Gehirn. Ein Blick auf die Uhr verriet und, dass wir mit den Wartezeiten der Attraktionen genau kalkulieren müssten, erwartete uns doch die Anprobe der gemieteten Kleidung in Bälde. Was sollten wir nun tun? Unsere erste Abhandlung war eine Abkühlung unter Zuhilfenahme von Eiscreme (mit einem doch schon etwas verwirrenden Anstellsystem) und das Versenden der Information, dass es Franzbrötchen-Eis gab, an meine Geliebte. Viv würde, wenn sie könnte, dem Franzbrötchen als Konzept das Bundesverdienstkreuz verleihen – ob sie mit dieser Information dann eifersüchtig in der Ecke kauerte oder sich voll Vorfreude auf den Wintertraum befand (es gibt keine zu geringe Temperatur für Eiscreme), vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen.
Wie dem auch sei, wir entschieden uns für einen weiteren Spielplatz – der Fantasybereich lag eh direkt neben uns. Avoras war für Daritas schon von Anfang an als festes Highlight eingeplant – er liebt das Klettern über alles – und da es sich um analoge statt diskrete Zeitportionen beim Klettern handelt, lies sich die hier verbrachte Zeit auch perfekt an die noch bis zu Anprobe zu verbringende Zeit anpassen. Bei unserer Ankunft bemerkten wir, dass neben Avoras eine weitere Attraktion der Liste lag – die Warteschlange war kurz und das Eis noch frisch in unseren Mägen, als wir kurz vor Avoras vorübergehend abdrehten.
Vor dem Klettern war eine kleine, entspannte Rundreise angesagt. Der Würmling-Express war ganz nett, aber kein Highlight irgendeiner Art. Der Meinung war auch die Familie, die vor uns gewartet hat, da sie planten, nach dem Würmling-Express auf Euro-Mir zu fahren. Die müsste irgendwo da hinten *wildes Gestikulieren* sein, sollte man gleich hingehen. Jep, diese Richtung und dann einfach 80 Stunden immer geradeaus laufen, ihr könnt sie nicht verfehlen.
Wie dem auch sei, der Express ballerte mit einer Geschwindigkeit von sicherlich unter 10 km/h seine Runden. An sich ganz cool, habe ich mir doch eine schöne Aussicht und Blick auf den Park erhofft. Das gab es leider nur mäßig: Ein Großteil des Ausblicks ging auf die Begrünung und den See, mit einem kurzen Abschnitt, der Blick auf die Fantasy-Attraktionen gewährte. Ja, war blöd, dass ich was anderes erwartet habe, denn die Schienen waren ja durchaus von außerhalb sichtbar. Thematisierung und mögliche Geschichte ist mir komplett unverständlich, falls denn überhaupt vorhanden. Zugegeben, die Fahrzeuge passen vom Design her super in die Kinderwelt, aber was sie genau darstellen sollen, wo sie herkommen oder wozu sie gebaut wurden, wird nicht wirklich sichtbar kommuniziert. Muss es wahrscheinlich auch nicht, aber wäre ein schöner Bonus gewesen. Die Fahrt war relativ kurz, entspannt und bot Blick auf die Natur – ganz nett, aber nochmal muss ich den nicht fahren.
Wie dem auch sei, der Express ballerte mit einer Geschwindigkeit von sicherlich unter 10 km/h seine Runden. An sich ganz cool, habe ich mir doch eine schöne Aussicht und Blick auf den Park erhofft. Das gab es leider nur mäßig: Ein Großteil des Ausblicks ging auf die Begrünung und den See, mit einem kurzen Abschnitt, der Blick auf die Fantasy-Attraktionen gewährte. Ja, war blöd, dass ich was anderes erwartet habe, denn die Schienen waren ja durchaus von außerhalb sichtbar. Thematisierung und mögliche Geschichte ist mir komplett unverständlich, falls denn überhaupt vorhanden. Zugegeben, die Fahrzeuge passen vom Design her super in die Kinderwelt, aber was sie genau darstellen sollen, wo sie herkommen oder wozu sie gebaut wurden, wird nicht wirklich sichtbar kommuniziert. Muss es wahrscheinlich auch nicht, aber wäre ein schöner Bonus gewesen. Die Fahrt war relativ kurz, entspannt und bot Blick auf die Natur – ganz nett, aber nochmal muss ich den nicht fahren.
Langsam, interessant, für Kleine.
Ich könnte jetzt hier eine tolle, lange Überleitung schreiben, aber im Endeffekt sind wir nach der Einschienenbahn einfach Klettern gegangen.
Der Kletterspielplatz ist eine der neusten Attraktionen, wenn ich mich nicht irre, und bietet sich trotz der Menge an Kindern, die ihn rund um die Uhr malträtiert, unbeschädigt und unbeschmiert an. Sogar die Thematisierung in Form sehr realistischer Vogelkacke auf den Wartebänken für die Eltern ist frisch und…. oh.
Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die nach 12 Jahren weitergealtert sind, bin ich selbstverständlich meinem Sohn hinterhergeklettert. Es gibt Elemente aller Art, von Seilen oder Leitern zu Kletterboxen und Netzen, nebst Rutschen und komplett unverständlichen Knöpfen und Kurbeln zum Aktivieren des Vogels selber. Pro Tip: Das Ding ist nicht aufgeladen, wenn alles leuchtet, sondern wenn alle Lichter aktiviert worden sind und man dann weiterdreht, bis es blinkt. Kann mir vorstellen, dass viele Kinder da enttäuscht oder verwirrt wieder das Vogelcockpit verlassen. Wenn es aber mal klappt, ist die Kopfbewegung inklusive epischer Musik und Nebeleffekten wirklich wunderschön anzusehen.
Trotzdem muss ich anmerken, dass Avoras ganz und gar nicht für meine Größe gedacht war. Ähnliches „Problem“ wie beim Adventure Trail: Das Teil ist nunmal für Kinder gedacht, und die haben da auch mordsmäßig Spaß. Alleine wäre ich als Erwachsener da eher ein fragwürdiges Element.
Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die nach 12 Jahren weitergealtert sind, bin ich selbstverständlich meinem Sohn hinterhergeklettert. Es gibt Elemente aller Art, von Seilen oder Leitern zu Kletterboxen und Netzen, nebst Rutschen und komplett unverständlichen Knöpfen und Kurbeln zum Aktivieren des Vogels selber. Pro Tip: Das Ding ist nicht aufgeladen, wenn alles leuchtet, sondern wenn alle Lichter aktiviert worden sind und man dann weiterdreht, bis es blinkt. Kann mir vorstellen, dass viele Kinder da enttäuscht oder verwirrt wieder das Vogelcockpit verlassen. Wenn es aber mal klappt, ist die Kopfbewegung inklusive epischer Musik und Nebeleffekten wirklich wunderschön anzusehen.
Trotzdem muss ich anmerken, dass Avoras ganz und gar nicht für meine Größe gedacht war. Ähnliches „Problem“ wie beim Adventure Trail: Das Teil ist nunmal für Kinder gedacht, und die haben da auch mordsmäßig Spaß. Alleine wäre ich als Erwachsener da eher ein fragwürdiges Element.
Cooler Spielplatz. Für mich etwas klein, aber ging noch.
Nach etwa 30 Minuten Kletterspaß – von denen ich sicherlich zwei Drittel auf der Bank verbrachte, da ich mich auf einem Kinderspielplatz selber ein wenig fehl am Platze fühlte – war die Zeit gekommen. Wir machten uns auf zum Hotel zurück, wo wir das Glück hatten, unser Zimmer schon beziehen zu dürfen. Das war sehr passend, mussten wir doch in kurzer Zeit unsere Kleidung sinnvoll deponieren. Wir wurden schon an der Garderobe erwartet und umgehend hereingebeten.
Es war Zeit, unsere Immersion zu erhöhen und uns an Rookburgh anzupassen! Ich hatte im Vorfeld angerufen und mir wurde bestätigt, dass auch Daritas passende Kleidung finden würde. Das kann ich direkt bestätigen: Wir musste zwar ein wenig suchen und anprobieren, aber innerhalb kürzester Zeit hatten wir für ihn ein passendes Hemd mit Weste, Hose mit Nadelstreifen und einen Hut nebst Schweißerbrille gefunden. Hosenträger, Fliege und Gehstock dazu und mein Sohn fand sich schon äußerst stylish – und ich musste ihm zustimmen! Schnell wurde mir noch die gleiche Behandlung zuteil (Pro Tip: Eure Maße haben wenig zu sagen. Ich brauchte eine Hose 4 Nummern kleiner, als ich dachte, und dafür Oberkörperbekleidung in XL) und nach einer Unterschrift, dass wir auch nichts kaputtmachen würden, waren wir schon fertig. Die ganze Sache hat gerade mal etwa 20 Minuten gedauert – die Dame hatte einen sehr guten Blick für Passform (bedeutend besser als meiner) und wusste, wie man mit Kunden umgeht, die gar keinen blasses Schimmer von irgendwas haben. In diesem Zuge muss ich auch nochmal darauf hinweisen, wie unerwartet gut die Klimatisierung des Phantasialands funktioniert. Ich bin im Hochsommer mit Hemd, Weste und Jacke rumgelaufen, ohne zu schwitzen. Dennoch komme ich nicht ohne Kritik aus. Zuerst seien die oben schon genannten Größen angemerkt: Die Kleidung kommt aus verschiedenen Ecken der Welt, was es nicht immer leicht macht, die Passform einzuschätzen, und wenn die Qualität auch ausreichend gut ist, so sind Daritas doch zwei Knöpfe abgefallen – einer an der Hose und einer an der Weste. Das war nicht ihm anzulasten, sie waren einfach nicht fest genug vernäht und fielen im Laufe eines normalen Tages (so normal, wie ein Tag im Freizeitpark nunmal sein kann) einfach ab. Wir haben beide aufgesammelt, in den Taschen verstaut und bei der Abgabe darauf hingewiesen, aber es war schon auffällig. Ich denke auch, dass ich das Geld besser investieren könnte. Für Vater und Sohne hat der ganze Spaß rund 100 € gekostet – wohlgemerkt, wir reden hier nur von der Kleidung. Dafür konnten wir die Kleidung um 14 Uhr abholen und mussten sie spätestens um 11 Uhr morgens am Folgetag wieder abliefern. Für einen halben Tag finde ich den Preis doch sehr stolz – für das nächste Mal würde ich eher anfragen, ob wir mit unseren eigenen Kostümen kommen dürfen (denn ich habe tatsächlich eins von ähnlicher Qualität). Cool war es nämlich schon, in passender Kleidung durch die Steampunk-Welt zu laufen und damit das Abendessen einzunehmen (was allerdings aus anderen Gründen nicht ideal war, aber dazu kommen wir später). Was mir ein wenig fehlt, waren allerdings richtig abgedrehte Elemente – die Kleidung war eher Jahrhundertwende als echtes Steampunk, wenn man mal von den Schweißerbrillen absieht. Ein cooler, wenn auch nutzloser, Apparat zum Schnallen an den Körper, oder sogar eine bemalte Nerf würden die Sache noch ein wenig mehr Steampunk machen. Die Stil ist ebenfalls relativ starr; als alter Ruhrpottler habe ich ein wenig darauf gehofft, einen Arbeiter aus den Kohleminen darzustellen, vielleicht mit (Prop-)Werkzeug oder punkiger Schutzausrüstung. Nein, die Auswahl war im Grunde „Abendgarderobe“ oder „Abendgarderobe, aber mit Schiebermütze“. Piloten, Arbeiter, Wissenschaftler, Ingenieure, Gewährsmänner – all so etwas, was ich mir in einer Steampunkwelt vorstelle, ist nicht wirklich möglich. Auch eine altertümliche Tasche, die ich anstelle meines unpassenden Rucksacks verwenden könnte, gab es nicht, wenn man es mal von Handtaschen für Frauen absieht, und das passte nicht wirklich zum Rest unserer Kostümierung. Wäre hier die Auswahl größer, würde ich das Geld auch nochmal gerne investieren. Dennoch hat es meinem Sohn und mir etwas aufgezeigt: Er wollte sich nie verkleiden, weil ihm das peinlich war. Zu Halloween nicht, zu Karneval nicht, er hatte einfach eine Abneigung gegen Kostüme. Nun, es scheint, als wäre das doch kostümabhängig – die Aeronauts Wardrobe fand er super und hätte sie am liebsten den ganzen Tag getragen. Als wir wieder zu Hause waren, sollte ich ihm sogar den Gehstock zu meinem Kostüm raussuchen. In diesem Sinne also ein voller Erfolg.
Super Geil. Die Kleidung war super stylisch und der Gehstock war super.
Gut gekleidet war mein lieber Sohn voller Enthusiasmus und überflog ein weiteres Mal die Liste. Was wollte er zuerst in seinem Kostüm machen? Es gab viele starke Optionen, aber mit einem Blick auf die Wartezeiten fiel seine Wahl auf Crazy Bats – wohl, weil er die VR-Option toll fand, aber auch, weil ich glaube, dass ihm gar nicht klar war, dass er damit seine erste echte Achterbahn fahren würde.
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die Wartezeit mit über einer Stunde ausgeschildert war und damit trotzdem eine der geringsten im Park war. Oh Junge.
Unsere erste Amtshandlung als echte Rookburgher in passendem Zwirn war etwas, was mich ein wenig nervös machte. Nicht unbedingt für mich, wenn ich auch aufgrund der nur unangenehm durchlebten Studio Tour wenig Vorfreude empfand, sondern machte ich mir mehr Sorgen um Daritas. Der Kollege ist noch nie eine Achterbahn gefahren und River Quest fand er spaßig, aber schnell – würde er eine echte Achterbahn überhaupt aushalten, geschweige denn mögen? Und dann auch noch eine mit VR? Naja, wir werden sehen. Seine neue Kleidung hat ihm auf jeden Fall eine große Ladung Selbstvertrauen gegeben (er fand sich wirklich sehr schick, und Papa passte zu ihm, das hat ihm wirklich sehr gefallen), und wer bin ich schon, meinem Kind eine neue Freude zu verwehren? OK, das Ding war mit 4 Minuten ein bisschen lang, aber es wird schon funktionieren.
Der Wartebereich ist fürchterlich, muss ich leider so sagen. Wir standen über eine Stunde an, was schon stark an meinen Nerven zehrte, und leider gab es gar keine Elemente, die die Tristesse hätten aufhellen können. Ich las aus Langeweile ungefähr sechs Millionen mal die Sicherheitshinweise in allen Sprachen und vermerkte ein wenig unsicher im Hinterkopf, dass man mit Schirmen (oder Gehstöcken?), Hüten (definitiv Check) oder sperrigen Gegenständen (mein Rucksack wurde immer schwerer) auf der Fahrt leider nicht willkommen sei. Ich war in der Erwartung, am Ziel abgewiesen zu werden, schon vorgenervt, habe es aber trotzdem drauf ankommen lassen, sagte man mir doch, wir könnten mit den Kostümen alle Attraktionen fahren.
Nach den unthematisierten Treppen und Holzwänden betraten wir eine marginal mehr thematisierte Eishöhle (ausgedrückt durch die Bemalung einen Plastiküberzug an den Wänden), welche nur dadurch litt, dass Kinder vor Langeweile Teile von den Wänden abrissen. Meine Maßregelung wurde nicht angenommen, vielleicht, weil sie in Deutsch statt Französisch erfolgte, und die anderen Eltern waren keine Hilfe. Da schon mehrere Wände Schäden aufwiesen, schloss ich, dass das hier zum guten Ton gehöre. Ich war unzufrieden, aber gleichzeitig glücklich darüber, mein Kind erzogen haben, dass es bei Langeweile keine Sachbeschädigung begeht.
Die doch relativ warme Eishöhle mündete in die Ausgabe der VR-Brillen, wo mir bestätigt wurde, dass wir mitfahren durften, wenn wir die Hüten, Taschen und Gehstöcke im Fußraum ablegten. Ich vermelde jetzt schon, dass das passte, aber sehr knapp vom Platz her war.
Wir setzten uns an den zugewiesenen Platz mittig im Zug und setzten unsere Brillen auf. Meine musste leider getauscht werden, da sie kein Bild lieferte, aber das ging schnell und unkompliziert. Daritas war ein wenig nervös, aber ermutigt durch die VR-Brille und seine coolen Klamotten freute er sich auf die Fahrt. Ich muss zugeben, dass ich eine kurze Reaktion in der Magengegend hatte, als ich dann tatsächlich in der Achterbahn saß und einen leichten Flashback zur Studio Tour hatte, aber was solls, jetzt ist zu spät. Ich richtete meine VR-Brille und zog den Sicherungsbügel zu – diesmal selber und direkt an meinen Körper, statt 15 Zentimeter Platz von einem Mitarbeiter. Jep, fühlte sich direkt viel besser an. Es ruckte kurz an und die Fahrt ging los, und damit auch meine Magenparty. Das Video ist schon sehr niedlich: Wir treffen eine Fledermaus, welche aus Versehen einen Eiszauber auslöst, der uns in einen Eisblock einfriert. Dann gehts los, denn der Eisblock rutscht wild durch das Schloss, währenddessen unsere drei Fledermausfreunde gut gemeinte, aber im Endeffekt erfolglose Rettungsversuche unternehmen. Hier wurde ich auch direkt von einem Schock getroffen: Dieses Mal hatte ich richtig Spaß. Es ging um Kurven, Hügel rauf und runter, mal etwas schneller, mal langsamer, und das alles untermalt von den liebevoll inkompetenten Fledermäusen. Wirklich, das hätte ich nicht erwartet. Nach mehreren absurden Situationen (ich fand super, auf dem Kronleuchter zu driften) trafen wir in der Schloßkapelle ein und der Eisblock gab uns endlich frei. Freiheit! Oder nicht? Ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass die größte Gefahr noch bevorstand: Es stellte sich heraus, ich selber eine mega sexy 10/10 hot babe Fledermausdame bin und die drei Kollegen mich in den Bund der Ehe einladen wollten! Ne danke, meine Freunde, damit hab ich schonmal schlechte Erfahrungen gemacht. Ich beschloß, dankend und höflich abzulehnen und als emanzipierte Fledermaus ohne Ehepartner und Kind meine Karriere in…. Echolokation und Insektenfangen zu verfolgen? Vielleicht? Auf jeden Fall war die Fahrt hier leider schon vorbei.
Ich wiederhole nochmal, dass ich trotz meiner Bedenken richtig Spaß hatte und die Bahn jederzeit wieder fahren würde. Die Fledermäuse waren so niedlich wie die Geschichte chaotisch war, die Fahrt war schnell und unterhaltsam, ohne für Daritas beängstigend oder zu intensiv zu sein, und die Mitarbeiter waren äußerst freundlich und hilfreich. Dennoch habe ich Dinge zu bemängeln: Ein Theming in der Warteschlange ist praktisch nicht vorhanden, und genau die durften wir uns ganz schön lange angucken, weil die Abfertigung den Headsets geschuldet als alles andere als „schnell“ zu bezeichnen ist. Das technische Problem wurde schnell und umgehend durch Austausch gelöst, aber Teils war dennoch das Video nicht 100 % synchron mit der Fahrt selber – ganz speziell an einer Stelle, an der wir – so nehme ich an – die Spitze des Lifthills erreicht hatten und der Wagen zu kippen begann, während der Eisblock im Video noch gerade stand. Die Asynchronität war nie mehr als eine Viertel- bis halbe Sekunde und praktisch nie wirklich spürbar, aber ich verstehe, wie Leute, die VR nicht gewohnt sind, damit mehr Probleme haben könnten als Papa Kacknerd und sein Sohn, die beide regelmäßig mit ihrem privaten Headset spielen. Auch ist anzumerken, dass die Strecke im Video teilweise nicht zu erkennen war, und plötzliche Richtungswechsel, die ich sonst an der Strecke vor mir hätte sehen können, ein wenig stärker reingehauen haben, einfach, weil sie so unerwartet waren (der Bankettsaal allen voran). Zuletzt der Halt: Ich habe mein Headset sehr stramm gezogen, weil ich nicht wusste, welche Kräfte mich erwarten. Trotzdem ist es seitlich verrutscht und ich hatte Probleme, den Ton zu hören, weil die Lautsprecher nicht mehr an meinen Ohren anlagen. Ein Versuch, das während der Fahrt zu korrigieren, war leider wenig von Erfolg gekrönt, da ich auch aufgrund der wilden Richtungswechsel nicht wirklich feinmotorisch genug agieren konnte, um kleine Justierungen vorzunehmen. Dennoch, alles in allem eine lustige Fahrt, die ich jederzeit wieder fahren würde. Mir wurde mehrfach empfohlen, auf VR zu verzichten, aber genau das macht diese Fahrt aus; mein Tipp geht genau in die andere Richtung: Bereitet euch vor, so gut ihr könnt, justiert und schraubt das Headset schön fest und freut euch über die ollen Fledermäuse.
Der Wartebereich ist fürchterlich, muss ich leider so sagen. Wir standen über eine Stunde an, was schon stark an meinen Nerven zehrte, und leider gab es gar keine Elemente, die die Tristesse hätten aufhellen können. Ich las aus Langeweile ungefähr sechs Millionen mal die Sicherheitshinweise in allen Sprachen und vermerkte ein wenig unsicher im Hinterkopf, dass man mit Schirmen (oder Gehstöcken?), Hüten (definitiv Check) oder sperrigen Gegenständen (mein Rucksack wurde immer schwerer) auf der Fahrt leider nicht willkommen sei. Ich war in der Erwartung, am Ziel abgewiesen zu werden, schon vorgenervt, habe es aber trotzdem drauf ankommen lassen, sagte man mir doch, wir könnten mit den Kostümen alle Attraktionen fahren.
Nach den unthematisierten Treppen und Holzwänden betraten wir eine marginal mehr thematisierte Eishöhle (ausgedrückt durch die Bemalung einen Plastiküberzug an den Wänden), welche nur dadurch litt, dass Kinder vor Langeweile Teile von den Wänden abrissen. Meine Maßregelung wurde nicht angenommen, vielleicht, weil sie in Deutsch statt Französisch erfolgte, und die anderen Eltern waren keine Hilfe. Da schon mehrere Wände Schäden aufwiesen, schloss ich, dass das hier zum guten Ton gehöre. Ich war unzufrieden, aber gleichzeitig glücklich darüber, mein Kind erzogen haben, dass es bei Langeweile keine Sachbeschädigung begeht.
Die doch relativ warme Eishöhle mündete in die Ausgabe der VR-Brillen, wo mir bestätigt wurde, dass wir mitfahren durften, wenn wir die Hüten, Taschen und Gehstöcke im Fußraum ablegten. Ich vermelde jetzt schon, dass das passte, aber sehr knapp vom Platz her war.
Wir setzten uns an den zugewiesenen Platz mittig im Zug und setzten unsere Brillen auf. Meine musste leider getauscht werden, da sie kein Bild lieferte, aber das ging schnell und unkompliziert. Daritas war ein wenig nervös, aber ermutigt durch die VR-Brille und seine coolen Klamotten freute er sich auf die Fahrt. Ich muss zugeben, dass ich eine kurze Reaktion in der Magengegend hatte, als ich dann tatsächlich in der Achterbahn saß und einen leichten Flashback zur Studio Tour hatte, aber was solls, jetzt ist zu spät. Ich richtete meine VR-Brille und zog den Sicherungsbügel zu – diesmal selber und direkt an meinen Körper, statt 15 Zentimeter Platz von einem Mitarbeiter. Jep, fühlte sich direkt viel besser an. Es ruckte kurz an und die Fahrt ging los, und damit auch meine Magenparty. Das Video ist schon sehr niedlich: Wir treffen eine Fledermaus, welche aus Versehen einen Eiszauber auslöst, der uns in einen Eisblock einfriert. Dann gehts los, denn der Eisblock rutscht wild durch das Schloss, währenddessen unsere drei Fledermausfreunde gut gemeinte, aber im Endeffekt erfolglose Rettungsversuche unternehmen. Hier wurde ich auch direkt von einem Schock getroffen: Dieses Mal hatte ich richtig Spaß. Es ging um Kurven, Hügel rauf und runter, mal etwas schneller, mal langsamer, und das alles untermalt von den liebevoll inkompetenten Fledermäusen. Wirklich, das hätte ich nicht erwartet. Nach mehreren absurden Situationen (ich fand super, auf dem Kronleuchter zu driften) trafen wir in der Schloßkapelle ein und der Eisblock gab uns endlich frei. Freiheit! Oder nicht? Ein Blick in den Spiegel verriet mir, dass die größte Gefahr noch bevorstand: Es stellte sich heraus, ich selber eine mega sexy 10/10 hot babe Fledermausdame bin und die drei Kollegen mich in den Bund der Ehe einladen wollten! Ne danke, meine Freunde, damit hab ich schonmal schlechte Erfahrungen gemacht. Ich beschloß, dankend und höflich abzulehnen und als emanzipierte Fledermaus ohne Ehepartner und Kind meine Karriere in…. Echolokation und Insektenfangen zu verfolgen? Vielleicht? Auf jeden Fall war die Fahrt hier leider schon vorbei.
Ich wiederhole nochmal, dass ich trotz meiner Bedenken richtig Spaß hatte und die Bahn jederzeit wieder fahren würde. Die Fledermäuse waren so niedlich wie die Geschichte chaotisch war, die Fahrt war schnell und unterhaltsam, ohne für Daritas beängstigend oder zu intensiv zu sein, und die Mitarbeiter waren äußerst freundlich und hilfreich. Dennoch habe ich Dinge zu bemängeln: Ein Theming in der Warteschlange ist praktisch nicht vorhanden, und genau die durften wir uns ganz schön lange angucken, weil die Abfertigung den Headsets geschuldet als alles andere als „schnell“ zu bezeichnen ist. Das technische Problem wurde schnell und umgehend durch Austausch gelöst, aber Teils war dennoch das Video nicht 100 % synchron mit der Fahrt selber – ganz speziell an einer Stelle, an der wir – so nehme ich an – die Spitze des Lifthills erreicht hatten und der Wagen zu kippen begann, während der Eisblock im Video noch gerade stand. Die Asynchronität war nie mehr als eine Viertel- bis halbe Sekunde und praktisch nie wirklich spürbar, aber ich verstehe, wie Leute, die VR nicht gewohnt sind, damit mehr Probleme haben könnten als Papa Kacknerd und sein Sohn, die beide regelmäßig mit ihrem privaten Headset spielen. Auch ist anzumerken, dass die Strecke im Video teilweise nicht zu erkennen war, und plötzliche Richtungswechsel, die ich sonst an der Strecke vor mir hätte sehen können, ein wenig stärker reingehauen haben, einfach, weil sie so unerwartet waren (der Bankettsaal allen voran). Zuletzt der Halt: Ich habe mein Headset sehr stramm gezogen, weil ich nicht wusste, welche Kräfte mich erwarten. Trotzdem ist es seitlich verrutscht und ich hatte Probleme, den Ton zu hören, weil die Lautsprecher nicht mehr an meinen Ohren anlagen. Ein Versuch, das während der Fahrt zu korrigieren, war leider wenig von Erfolg gekrönt, da ich auch aufgrund der wilden Richtungswechsel nicht wirklich feinmotorisch genug agieren konnte, um kleine Justierungen vorzunehmen. Dennoch, alles in allem eine lustige Fahrt, die ich jederzeit wieder fahren würde. Mir wurde mehrfach empfohlen, auf VR zu verzichten, aber genau das macht diese Fahrt aus; mein Tipp geht genau in die andere Richtung: Bereitet euch vor, so gut ihr könnt, justiert und schraubt das Headset schön fest und freut euch über die ollen Fledermäuse.
Meine erste Achterbahn jemals, aber war gut. Der erste Drop war etwas lang, aber auch cool, doch die Wartezeit war 1 Stunde.
Das hat ihm gefallen, und mir auch! Ein Erfolg auf ganzer Linie. Als nächstes sollte es dann direkt rasanter weitergehen: Die Wahl stand zwischen Raik, Colorado Adventure und Chiapas. Chiapas war ihm nach wie vor nicht ganz geheuer und Colorado Adventure hatte stabile 120 Minuten Wartezeit im Ärmel. Damit waren meine Vorschläge raus – Raik also! Vorher holte Daritas noch eben Wasser, und als wir uns wieder auf den Weg machten, fiel dann doch noch etwas auf, was eigentlich gar nicht auf unserer Liste stand, aber für mein liebes Kind sehr spaßig aussah. Also drauf da!
Meine Gedanken zum Taubenturm sind zu komplex, um sie niederzuschreiben. Ich möchte ihnen mit diesem Video Ausdruck verleihen:
Mein Vater war bei der ersten Runde zu schwer, als dass wir „fahren“ konnten. Ich durfte dann aber sitzen bleiben und nochmal „fahren“.
OK, das hat… mäßigen Erfolg gehabt. Zumindest erblickte mein Kind von oben einen kühlen See und war sofort von den Tretbooten begeistert. Also gut, warum keine Tretboote? Raik wäre gleich auch noch da.
Bei Wözls Wassertretern handelt es sich um Tretboote. Ihr setzt euch rein, tretet für Geschwindigkeit, lenkt mit dem mittigen Hebel und shreddert dann mit voller Geschwindigkeit in die Brombeeren. Reguläres Tretboot numal. Als Anbieter schnöder Muskelkraft und nicht viel mehr habe ich einen Großteil des Tretens übernommen, während Captain Eierfeile nur millimetergenau anderen Booten auswich, das Konzept von Rechts und Links neu definierte, nahezu erfolgreich das Land verfehlte, Enten erblickte und Papas Seite des Bootes nicht viel mehr als drei Mal durch dornige Brombeerranken bewegte. Vielleicht vier. Keinesfalls 8 oder mehr. Höchstens 10 Mal.
Wir beendeten unsere geruhsame Fahrt voller Freude, wiedererlangter Energie und mehreren Kratzspuren im Gesicht.
Wir beendeten unsere geruhsame Fahrt voller Freude, wiedererlangter Energie und mehreren Kratzspuren im Gesicht.
Ist halt ein Tretboot mit schlechter Lenkung ( man kann nicht geradeaus fahren).
Während der Fahrt bemerkte der Captain das teilende Seil, welches durch den Mondsee verlief, und wurde auf die andere Hälfte aufmerksam (zumindest bedeutend mehr als auf die Brombeeren). Nach erfolgreicher Ablieferung des Tretbootes gelüstete es ihm trotzdem nach mehr Wasserfahrzeugen, also ging es einmal um den See herum zur zweiten Wasserfahrt.
Ich weiß nicht genau, was die Idee hinter Wakobato war, aber die aktuelle Iteration ist dermaßen deprimierend, dass ich kurz überlegte, ob ich aus Versehen in einem von diesen nordkoreanischen Gulags gelandet bin, in denen die Sträflinge gezwungen werden, Attraktionen zu fahren, um den westlichen Teufeln zu zeigen, wie viel Spaß man unter der Diktatur hat.
Aber von vorne: Der Wartebereich ist wirklich schön eingerichtet. Eine überdachte Anlegestelle im Grünen, der Mitarbeiter passend gekleidet, was will man mehr?
Naja, irgendwas wär geil.
Die Booten sind mutmaßlich mit Wasserkanonen ausgerüstet, welche allesamt keine Funktion zeigen. Sitzplätze gab es 8 pro Boot – 4 links, 4 rechts – und Aussicht keine nennenswerte. Bis auf Betonsockel und beschädigte, umgekippte Statuen wurde uns keine Freude zuteil. Am unterhaltsamsten war noch die aufgerissene Libellenstatue mit den aus dem Kopf ragenden Wasserschläuchen und Steuerelementen. Wären die Statuen unbeschädigt und auf den Sockeln aufgestellt, würden die Wasserkanonen funktionieren und die Ziele existieren, würden die Wassereffekte zurückschießen – ja, dann kann ich mir das ganz lustig vorstellen. So war es eine Übung in Langeweile und Trauer ob dem, was hätte sein können. Vielleicht ein dringend benötigtes Gefühl in der Zeit von Smartphones und Social Media, Gesellschaftskritik durch ein Boot, ein mahnend erhobener Finger in einem Freizeitpark, ein Zeichen vergessener Zeiten in einer Umgebung der Freude und Unterhaltung. Ich danke für diesen Verweis, Phantasialand, aber Verfall und existentielle Depression war eher nicht das, was ich in einer Bootsfahrt bevorzuge. Bestenfalls kann ich anführen, dass es für kleine Kinder vielleicht lustig sei, mit dem Boot zu fahren, aber ich glaube, dann würde ich sie eher in den Tretbooten kutschieren wollen. Baut die Attraktion nochmal vernünftig auf und wir reden nochmal darüber, wenn sie funktionsfähig ist.
Aber von vorne: Der Wartebereich ist wirklich schön eingerichtet. Eine überdachte Anlegestelle im Grünen, der Mitarbeiter passend gekleidet, was will man mehr?
Naja, irgendwas wär geil.
Die Booten sind mutmaßlich mit Wasserkanonen ausgerüstet, welche allesamt keine Funktion zeigen. Sitzplätze gab es 8 pro Boot – 4 links, 4 rechts – und Aussicht keine nennenswerte. Bis auf Betonsockel und beschädigte, umgekippte Statuen wurde uns keine Freude zuteil. Am unterhaltsamsten war noch die aufgerissene Libellenstatue mit den aus dem Kopf ragenden Wasserschläuchen und Steuerelementen. Wären die Statuen unbeschädigt und auf den Sockeln aufgestellt, würden die Wasserkanonen funktionieren und die Ziele existieren, würden die Wassereffekte zurückschießen – ja, dann kann ich mir das ganz lustig vorstellen. So war es eine Übung in Langeweile und Trauer ob dem, was hätte sein können. Vielleicht ein dringend benötigtes Gefühl in der Zeit von Smartphones und Social Media, Gesellschaftskritik durch ein Boot, ein mahnend erhobener Finger in einem Freizeitpark, ein Zeichen vergessener Zeiten in einer Umgebung der Freude und Unterhaltung. Ich danke für diesen Verweis, Phantasialand, aber Verfall und existentielle Depression war eher nicht das, was ich in einer Bootsfahrt bevorzuge. Bestenfalls kann ich anführen, dass es für kleine Kinder vielleicht lustig sei, mit dem Boot zu fahren, aber ich glaube, dann würde ich sie eher in den Tretbooten kutschieren wollen. Baut die Attraktion nochmal vernünftig auf und wir reden nochmal darüber, wenn sie funktionsfähig ist.
War sehr schlecht. Die Wasserkanonen haben nicht funktioniert und die Ziele sind auch teilweise umgefallen.
Die Fahrt endete mit einem Blick auf die Uhr. Die Warteschlange für Raik war noch offen, aber es wurde spät und wir hatten einen festen Termin für das Abendessen. Der Captain und erster Maat Mosch überblickten kurz die Optionen und entschieden sich dann, den Tag weiterhin ruhig ausklingen zu lassen, und am Folgetag die Fahrtenparty fortzusetzen. Der Captain wählte daher eine Abendunterhaltung, die sich bei vielen Kindern großer Beliebtheit erfreut, und steuerte in großer Fahrt auf das Kino zu.
Unsere letzte Attraktion für heute war ein Besuch im Residenztheater, um einen familienfreundlichen Film über drei Kinder auf einer Reise durch die Mäusewelt zu sehen. Zuerst einmal großes Lob an den Mitarbeiter, der nach dem lauten Gepolter, das Daritas durch sein Hinfallen beim den Versuch, sich in der Warteschlange auf den Boden zu setzen, verursacht hat, sehr fürsorglich sein Befinden erfragte und Hilfe anbot. Sehr nett, sehr kundenfreundlich, sehr menschlich!
Nach dieser kurzen Exkursion in die Welt der Schmerzen (keine Sorge, mein geliebter Sohn hat keinerlei Schäden davongetragen) betraten wir das Theater. Die Umgebung ist super, wie erwartet einwandfrei und mit viel Liebe auf ein Theater zur Jahrhundertwende thematisiert. Die Sitze sind unnatürlich bequem und bieten äußerst viel Abstand in alle Richtungen – für ein 4D-Kino natürlich zu erwarten, aber dennoch erwähnenswert. Ich kann überhaupt nicht genug den Komfort beschreiben; ich hätte da problemlos einpennen können, wenn ich nicht da gewesen wäre, um einen Film zu gucken.
Und was für ein Film.
Ohne jetzt zu versuchen, das Ding schlechtzureden, muss ich doch sagen, dass die Handlung eine High-Speed-Aneinanderreihung nur grob zusammenpassender Szenen war, ein Fiebertraum während eines regulär langen Kinderfilms, während man immer wieder einschläft. Natürlich ist ein 4D-Film stark komprimiert, aber der hier war schon… interessant. Die Effekte waren allerdings durch die Bank weg super, passend und immer zeitlich korrekt. Als an einer Stelle im Film eine Gruppe Krebse auftauche, war der Effekt so realistisch, dass mein Sohn sich kurz erschreckte und das sogar unangenehm fand. Er war nicht der Einzige, wie ich durch einen Blick zu den anderen Kinogängern erkennen konnte. Es ist offensichtlich, dass wir mit einem sehr modernen System arbeiten – kein Wunder, ist es doch die neuste Attraktion im Phantasialand.
Wer einen zusammenhängenden Film mit Handlung erwartet, muss vielleicht seine Hoffnung ein wenig zurückschrauben. Für alle anderen, die auch zufrieden sind, wenn sie ein paar schön bunte und actionreiche Szenen in einem modernen, gut ausgestatteten 4D-Kino in ihre Großhirnrinde rieseln lassen können, kann ich einen Besuch nur empfehlen – aber einer reicht mir auch.
Nach dieser kurzen Exkursion in die Welt der Schmerzen (keine Sorge, mein geliebter Sohn hat keinerlei Schäden davongetragen) betraten wir das Theater. Die Umgebung ist super, wie erwartet einwandfrei und mit viel Liebe auf ein Theater zur Jahrhundertwende thematisiert. Die Sitze sind unnatürlich bequem und bieten äußerst viel Abstand in alle Richtungen – für ein 4D-Kino natürlich zu erwarten, aber dennoch erwähnenswert. Ich kann überhaupt nicht genug den Komfort beschreiben; ich hätte da problemlos einpennen können, wenn ich nicht da gewesen wäre, um einen Film zu gucken.
Und was für ein Film.
Ohne jetzt zu versuchen, das Ding schlechtzureden, muss ich doch sagen, dass die Handlung eine High-Speed-Aneinanderreihung nur grob zusammenpassender Szenen war, ein Fiebertraum während eines regulär langen Kinderfilms, während man immer wieder einschläft. Natürlich ist ein 4D-Film stark komprimiert, aber der hier war schon… interessant. Die Effekte waren allerdings durch die Bank weg super, passend und immer zeitlich korrekt. Als an einer Stelle im Film eine Gruppe Krebse auftauche, war der Effekt so realistisch, dass mein Sohn sich kurz erschreckte und das sogar unangenehm fand. Er war nicht der Einzige, wie ich durch einen Blick zu den anderen Kinogängern erkennen konnte. Es ist offensichtlich, dass wir mit einem sehr modernen System arbeiten – kein Wunder, ist es doch die neuste Attraktion im Phantasialand.
Wer einen zusammenhängenden Film mit Handlung erwartet, muss vielleicht seine Hoffnung ein wenig zurückschrauben. Für alle anderen, die auch zufrieden sind, wenn sie ein paar schön bunte und actionreiche Szenen in einem modernen, gut ausgestatteten 4D-Kino in ihre Großhirnrinde rieseln lassen können, kann ich einen Besuch nur empfehlen – aber einer reicht mir auch.
War ein kurzer 20 Minuten 4D-Film mit SEHR VIELEN 4D EFEKTEN.
Vollends verwirrt und von Mäusen vorerst bedient verließen wir das Theater. Die Zeit passte gut – nach einem kurzen Abstecher in unser Zimmer, in welchem wir uns frisch machen wollten, Daritas aber fast einschlief (wohl aus gutem Grund), konnten wir uns entspannt zur Bar 1919 begeben, dem Durchgang zum Restaurant Uhrwerk, und wurden nach kurzer Besprechung unserer Reservierung direkt an den Tisch geführt.
Das Abendessen war desaströs, wenn das auch nicht unbedingt dem Personal geschuldet war. Ganz im Gegenteil, ich habe großen Dank an unsere Kellner auszurichten! Aber der Reihe nach.
Daritas hatte schon im Vorfeld Zweifel daran, dass er das Abendessen mögen würde. Leider wurden diese Zweifel auch nicht besser, als wir an unserem zugewiesenen Tisch saßen und er erfolglos durch die Karte blätterte. Während ich mich sehr schnell entschieden hatte, haderte er ein wenig mit sich – alle Gerichte hatten irgendwelche Zutaten, die er eigentlich nicht mochte! Mit beherztem Mut und dem Wunsch, das Essen zumindest zu probieren, entschied er sich und wir bestellten.
Unser erster Gang waren zwei Explorer’s Bowls, einmal Spicy, einmal Green. Daritas verzog hier schon unglücklich die Miene, probierte sich aber durch seine Bowl durch. Leider waren ihm das alles zu viele Komponenten und er mochte sie einfach nicht. Das kann passieren, und ich war ihm auch nicht böse – was er befürchtete – als er mir eröffnete, dass er nicht essen wolle. Als ich darum bat, die Bowl abzuräumen, weil er sie nicht mochte, musste ich eine kurze Diskussion mit einem der Kellner führen, was aber anscheinend einer leichten Sprachbarrieren geschuldet war – nach einem Wechsel auf Englisch waren wir uns einig. Meine Spicy Bowl war an sich sehr gut, aber mies versalzen, und zwar so stark, dass ich nicht ganz sicher bin, ob das nicht vielleicht eine Masche sei, mehr (sauteure) Getränke zu verkaufen. Abgesehen vom Salzgehalt war sie aber durchaus zu empfehlen und meine am Ende des Abends geäußerte Kritik wurde auch dankbar aufgenommen und an die Küche weitergeleitet. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum jedem von uns eine Flasche Dressing gereicht wurde. Die Bowls haben schon 3 verschiedene Saucen, was soll ich da noch mit Dressing? Dem Gedanken folgend blieben die beiden Flaschen unbenutzt.
An dieser Stelle hatte Daritas schon einen interessanten Gesichtsausdruck und musste die Toilette aufsuchen. Ich nahm an, dass er sich in seine für ihn unangenehme Bowl hineingesteigert hat, und wartete alleine am Tisch.
Und wartete.
Unsere Vorspeise war abgeräumt, Getränke waren zwei Mal neu geliefert worden, Daritas war inzwischen zwei Mal auf der Toilette – wo war unsere Hauptspeise?
Nach fast 40 Minuten Wartezeit bekam ich meine Pommes und das Kind seine Pasta Ikarus. Er sah schon richtig unglücklich aus, da auch auf der Pasta wieder Komponenten waren, die er nicht essen wollte, aber mutig probierte er sich durch alles durch und aß die Teile, die ihm schmeckten – ihm nach ausreichend, um satt zu werden, aber das war gar nicht das Problem. Er eröffnete mir, dass es ihm schon länger etwas schlecht ging, dass ihm der Vibe im Restaurant unangenehm war (ich verstehe das ein wenig, wir saßen schon ziemlich nahe an den umgebenden Tischen und es waren einfach viele fremde Menschen in einer fremden Umgebung) und dass er das Essen nicht möge. Letzteres war mir klar, ersteres war sehr sichtbar. Er bat, das Dessert überspringen und auf das Zimmer gehen zu dürfen, was ich ihm natürlich nicht verwehrte, und nahm die Keycard, um das Restaurant zu verlassen. Vorbildlich und diskret sprach mich unser Kellner aktiv an und fragte, ob er helfen könne; er empfahl mir die Sanitäter des Hotels, falls es schlimmer werden würde, und bediente mich vorrangig, damit ich möglichst schnell meinem Sohn folgen konnte. Super Kundenservice, äußerst gut mitgedacht und ich bin sehr dankbar. Trotzdem schätzte ich die Situation als nicht übermäßig bedrohlich ein und entschied, mein Abendessen zu beenden, wenn auch möglichst schnell. Meine Hauptspeise war eine Schaufel Loaded Fries, besser beschrieben als „5 Pommes und zwei Burger“. Wirklich, die Menge an Pommes war minimal – keine Beschwerde, die drei Gänge waren zumindest von der Menge her ordentlich. Ich war ein wenig enttäuscht, dass „eine Schaufel Pommes“ in einer Schale statt einer Schaufel serviert wurde, aber man kann nicht alles haben. Die Pommes selber waren… OK. Vielleicht sollten sie die Explorer’s Bowl wieder ausgleichen, denn sie waren praktisch gar nicht gesalzen. Die zwei Scheiben Roastbeef darauf waren hingegen einwandfrei. Die zwei Burger – einmal Hähnchenbrust, einmal Rind – waren kondimentfrei, sollte ich sie doch selber nach meinen Vorlieben belegen. Zur Verfügung stand mir eine Art Guacamole, eine unidentifizierbare bräunliche Sauce (vielleicht Cocktailsauce?), eine unidentifizierbare bräunliche Sauce in sehr flüssig und süß (haben die mir Ahornsirup zu Burger und Pommes gebracht?), geriebener Käse (lustige Tatsache über mich: Käse schmeckt für mich nach gar nichts. Ja, auch der tolle Käse, den du mir jetzt empfehlen willst. Ja, auch die Harzer Rolle und der Blauschimmelkäse und alles andere) und Tomaten. Ich kreierte also eher klassische Geschmäcker: Hähnchen mit Guacamole und Tomaten und Rind mit Cocktailsauce und Käse. Auf das flüssige, süße Zeug verzichtete ich nach ein paar Mal probieren. Ich muss leider sagen, dass die Brötchen – auch, wenn sie äußerst fluffig sind – sehr viel Geschmack abgehalten haben. Ja, ein bisschen Hähnchen und Guacamole ist durchgekommen, und der Grillgeschmack vom Rind ebenfalls, aber insgesamt war meine Hauptspeise eher brotig und meh.
Mein Dessert bestand aus einer Kugel Latte-Macchiato-Eis, einer Art Joghurtcreme, Beerenschmotze und einem knusprigen Rice Crispie Treat. Die Beeren und der knusprige Treat waren einwandfrei, der Joghurt schmeckte einfach nach Naturjoghurt, aber das Eis war leider extrem kalt und damit hart. Es war nahezu unmöglich zu essen – ich habe es immer wieder in meiner Schale umherkatapultiert, bis ich es in einer Ecke festgenagelt und mit Gewalt gespaltet habe. Geschmacklich in Ordnung, wenn auch Standard, und die Textur durch den knusprigen Anteil angenehm, aber selbstgemacht war hier sicher nichts. Nach einem sehr neutralen Essen und sehr schnellen Bezahlen der Getränke war mir dann aber auch wichtiger, schnell wieder bei meinem kranken Kind zu sein.
Beim nächsten Mal werde ich wohl andere Gerichte ausprobieren. Lob an meinen hilfreichen Kellner, aber kulinarisch war das keine großartige Erfahrung.
Daritas hatte schon im Vorfeld Zweifel daran, dass er das Abendessen mögen würde. Leider wurden diese Zweifel auch nicht besser, als wir an unserem zugewiesenen Tisch saßen und er erfolglos durch die Karte blätterte. Während ich mich sehr schnell entschieden hatte, haderte er ein wenig mit sich – alle Gerichte hatten irgendwelche Zutaten, die er eigentlich nicht mochte! Mit beherztem Mut und dem Wunsch, das Essen zumindest zu probieren, entschied er sich und wir bestellten.
Unser erster Gang waren zwei Explorer’s Bowls, einmal Spicy, einmal Green. Daritas verzog hier schon unglücklich die Miene, probierte sich aber durch seine Bowl durch. Leider waren ihm das alles zu viele Komponenten und er mochte sie einfach nicht. Das kann passieren, und ich war ihm auch nicht böse – was er befürchtete – als er mir eröffnete, dass er nicht essen wolle. Als ich darum bat, die Bowl abzuräumen, weil er sie nicht mochte, musste ich eine kurze Diskussion mit einem der Kellner führen, was aber anscheinend einer leichten Sprachbarrieren geschuldet war – nach einem Wechsel auf Englisch waren wir uns einig. Meine Spicy Bowl war an sich sehr gut, aber mies versalzen, und zwar so stark, dass ich nicht ganz sicher bin, ob das nicht vielleicht eine Masche sei, mehr (sauteure) Getränke zu verkaufen. Abgesehen vom Salzgehalt war sie aber durchaus zu empfehlen und meine am Ende des Abends geäußerte Kritik wurde auch dankbar aufgenommen und an die Küche weitergeleitet. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum jedem von uns eine Flasche Dressing gereicht wurde. Die Bowls haben schon 3 verschiedene Saucen, was soll ich da noch mit Dressing? Dem Gedanken folgend blieben die beiden Flaschen unbenutzt.
An dieser Stelle hatte Daritas schon einen interessanten Gesichtsausdruck und musste die Toilette aufsuchen. Ich nahm an, dass er sich in seine für ihn unangenehme Bowl hineingesteigert hat, und wartete alleine am Tisch.
Und wartete.
Unsere Vorspeise war abgeräumt, Getränke waren zwei Mal neu geliefert worden, Daritas war inzwischen zwei Mal auf der Toilette – wo war unsere Hauptspeise?
Nach fast 40 Minuten Wartezeit bekam ich meine Pommes und das Kind seine Pasta Ikarus. Er sah schon richtig unglücklich aus, da auch auf der Pasta wieder Komponenten waren, die er nicht essen wollte, aber mutig probierte er sich durch alles durch und aß die Teile, die ihm schmeckten – ihm nach ausreichend, um satt zu werden, aber das war gar nicht das Problem. Er eröffnete mir, dass es ihm schon länger etwas schlecht ging, dass ihm der Vibe im Restaurant unangenehm war (ich verstehe das ein wenig, wir saßen schon ziemlich nahe an den umgebenden Tischen und es waren einfach viele fremde Menschen in einer fremden Umgebung) und dass er das Essen nicht möge. Letzteres war mir klar, ersteres war sehr sichtbar. Er bat, das Dessert überspringen und auf das Zimmer gehen zu dürfen, was ich ihm natürlich nicht verwehrte, und nahm die Keycard, um das Restaurant zu verlassen. Vorbildlich und diskret sprach mich unser Kellner aktiv an und fragte, ob er helfen könne; er empfahl mir die Sanitäter des Hotels, falls es schlimmer werden würde, und bediente mich vorrangig, damit ich möglichst schnell meinem Sohn folgen konnte. Super Kundenservice, äußerst gut mitgedacht und ich bin sehr dankbar. Trotzdem schätzte ich die Situation als nicht übermäßig bedrohlich ein und entschied, mein Abendessen zu beenden, wenn auch möglichst schnell. Meine Hauptspeise war eine Schaufel Loaded Fries, besser beschrieben als „5 Pommes und zwei Burger“. Wirklich, die Menge an Pommes war minimal – keine Beschwerde, die drei Gänge waren zumindest von der Menge her ordentlich. Ich war ein wenig enttäuscht, dass „eine Schaufel Pommes“ in einer Schale statt einer Schaufel serviert wurde, aber man kann nicht alles haben. Die Pommes selber waren… OK. Vielleicht sollten sie die Explorer’s Bowl wieder ausgleichen, denn sie waren praktisch gar nicht gesalzen. Die zwei Scheiben Roastbeef darauf waren hingegen einwandfrei. Die zwei Burger – einmal Hähnchenbrust, einmal Rind – waren kondimentfrei, sollte ich sie doch selber nach meinen Vorlieben belegen. Zur Verfügung stand mir eine Art Guacamole, eine unidentifizierbare bräunliche Sauce (vielleicht Cocktailsauce?), eine unidentifizierbare bräunliche Sauce in sehr flüssig und süß (haben die mir Ahornsirup zu Burger und Pommes gebracht?), geriebener Käse (lustige Tatsache über mich: Käse schmeckt für mich nach gar nichts. Ja, auch der tolle Käse, den du mir jetzt empfehlen willst. Ja, auch die Harzer Rolle und der Blauschimmelkäse und alles andere) und Tomaten. Ich kreierte also eher klassische Geschmäcker: Hähnchen mit Guacamole und Tomaten und Rind mit Cocktailsauce und Käse. Auf das flüssige, süße Zeug verzichtete ich nach ein paar Mal probieren. Ich muss leider sagen, dass die Brötchen – auch, wenn sie äußerst fluffig sind – sehr viel Geschmack abgehalten haben. Ja, ein bisschen Hähnchen und Guacamole ist durchgekommen, und der Grillgeschmack vom Rind ebenfalls, aber insgesamt war meine Hauptspeise eher brotig und meh.
Mein Dessert bestand aus einer Kugel Latte-Macchiato-Eis, einer Art Joghurtcreme, Beerenschmotze und einem knusprigen Rice Crispie Treat. Die Beeren und der knusprige Treat waren einwandfrei, der Joghurt schmeckte einfach nach Naturjoghurt, aber das Eis war leider extrem kalt und damit hart. Es war nahezu unmöglich zu essen – ich habe es immer wieder in meiner Schale umherkatapultiert, bis ich es in einer Ecke festgenagelt und mit Gewalt gespaltet habe. Geschmacklich in Ordnung, wenn auch Standard, und die Textur durch den knusprigen Anteil angenehm, aber selbstgemacht war hier sicher nichts. Nach einem sehr neutralen Essen und sehr schnellen Bezahlen der Getränke war mir dann aber auch wichtiger, schnell wieder bei meinem kranken Kind zu sein.
Beim nächsten Mal werde ich wohl andere Gerichte ausprobieren. Lob an meinen hilfreichen Kellner, aber kulinarisch war das keine großartige Erfahrung.
Ein Drei-Gänge-Menü. Ich habe fast nichts gemocht, weil überall jeglichen Sachen hinzugefügt wurden.
Erfreulicherweise besserte sich Daritas‘ Gesundheitszustand nach Wasser und Ruhe substanziell. Wir entschieden also, unseren Urlaub fortzusetzen und mussten nun nach Abendunterhaltung suchen. In einem geschlossenen Park gibt es nicht so unmäßig viele Optionen, aber zumindest zwei Aufenthaltsorte hatten wir mit der Bar und Rookburgh bei Nacht ja zur Auswahl.
Daritas war sich ein bisschen unsicher, weil er sich zu jung fühlte, um den Abend in einer Bar zu verbringen. Generell stimme ich ihm zu, aber eine gepflegte Bar in einem Freizeitpark mit Papa sollte drin sein, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Zimmer keine wirkliche Möglichkeit zur Unterhaltung bieten.
Die Bar ist sehr nett gemacht, aber das Thema ist hier etwas schwächer als im Hotel. Das muss allerdings relativiert betrachtet werden: Wäre die Bar außerhalb des Hotels, würde ich die starke Thematisierung loben, aber hier, in dieser nahezu perfekt gestalteten alternativen Realität, gab es zu viele kleine Dinge, die an den Alltag erinnerten, allen voran die unpassende Musik (Ich mag Joan Jett ja sehr gerne, aber „I Love Rock ’n’ Roll“ ist, glaube ich, nach 1919 erschienen). Das ist allerdings alles Jammern auf sehr hohem Niveau.
Mit einer Apfelschorle (unauffällig, weder besonders gut noch schlecht) und einem alkoholfreien Cocktail (The Noble Experiment – war OK, aber nicht der Hammer, den es für 10 € sein sollte) setzten wir uns an einen der Tische und spielten James Bond mit den Drehstühlen. Wir hatten ein Kartenspiel dabei, aber das klassisch abgedunkelte Licht und der kleine, niedrige Tisch ließen uns diese Option zurückstufen. Daritas schlug Darts vor, wozu ich gar keine Lust hatte, und wir einigten uns auf Billard, einem Spiel, das keiner von uns beiden jemals gespielt hat. Uns war bekannt, dass wir die farbigen Kugeln mit der weißen Kugel in die Taschen befördern mussten.
„Guck mal bitte die Regeln nach“, intonierte Papa in der Annahme, dass es nicht so schwer sein könnte, herauszufinden, wie das Spiel richtig gespielt wird. Naja, stellte sich heraus, dass es „das Spiel“ nicht gibt und auf einem Billardtisch Dutzende verschiedener Spiele gespielt werden können. Daritas arbeitete heraus, dass wir uns vor einem Pooltisch befanden, auf dem wir 8-Ball spielen würden. Er erklärte mir die Regeln, was aber leider wenig hilfreich war, da er die Hälfte überlas und den Rest eher fragwürdig vermittelte. Wir spielten also weniger 8-Ball und mehr Hate-Ball, wenn ich die Blicke der anderen Gäste korrekt interpretiert habe.
Kurze Exkursion: Wisst ihr, so ein Pooltisch ist ein prekäres Objekt. Es muss korrekt ausgerichtet sein, das Filz muss sauber sein, die Banden müssen einen klaren Winkel beschreiben… es ist wirklich zu viel, um es hier aufzuführen. Leider musste ich feststellen, dass der vorhandene Tisch weder den Vorschriften entsprach noch normal bespielbar war. OK, der außenstehende Beobachter könnte jetzt sagen, dass der Tisch komplett normal aussah, dass die Spielmaterialien vorbildlich sauber und gut benutzbar waren, dass andere Spieler keine Probleme hatten und weitere Lappalien.
Dagegen halte ich: Warum hab ich dann verloren?
Im Ernst, ich war erstaunt, wie gut mein Kind gespielt hat. Bedeutend besser als Papa, und wenn ich ein Ziel habe, ist es, mein Kind in den Zustand „bedeutend besser als Papa“ zu bringen. Ich hab immer Spaß, mit ihm zu spielen, und auch eine falsch gespielte Runde Pool hat uns beiden viel Freude bereitet. In diesem Sinne kann ich also nur Gutes über den Billardtisch erzählen.
Insgesamt haben wir nicht zu viel Zeit in der Bar verbracht, und wir haben auch nicht wirklich viel zu sagen. Es ist eine Bar mit einem schönen Thema und wenig Alleinstellungsmerkmalen.
Die Bar ist sehr nett gemacht, aber das Thema ist hier etwas schwächer als im Hotel. Das muss allerdings relativiert betrachtet werden: Wäre die Bar außerhalb des Hotels, würde ich die starke Thematisierung loben, aber hier, in dieser nahezu perfekt gestalteten alternativen Realität, gab es zu viele kleine Dinge, die an den Alltag erinnerten, allen voran die unpassende Musik (Ich mag Joan Jett ja sehr gerne, aber „I Love Rock ’n’ Roll“ ist, glaube ich, nach 1919 erschienen). Das ist allerdings alles Jammern auf sehr hohem Niveau.
Mit einer Apfelschorle (unauffällig, weder besonders gut noch schlecht) und einem alkoholfreien Cocktail (The Noble Experiment – war OK, aber nicht der Hammer, den es für 10 € sein sollte) setzten wir uns an einen der Tische und spielten James Bond mit den Drehstühlen. Wir hatten ein Kartenspiel dabei, aber das klassisch abgedunkelte Licht und der kleine, niedrige Tisch ließen uns diese Option zurückstufen. Daritas schlug Darts vor, wozu ich gar keine Lust hatte, und wir einigten uns auf Billard, einem Spiel, das keiner von uns beiden jemals gespielt hat. Uns war bekannt, dass wir die farbigen Kugeln mit der weißen Kugel in die Taschen befördern mussten.
„Guck mal bitte die Regeln nach“, intonierte Papa in der Annahme, dass es nicht so schwer sein könnte, herauszufinden, wie das Spiel richtig gespielt wird. Naja, stellte sich heraus, dass es „das Spiel“ nicht gibt und auf einem Billardtisch Dutzende verschiedener Spiele gespielt werden können. Daritas arbeitete heraus, dass wir uns vor einem Pooltisch befanden, auf dem wir 8-Ball spielen würden. Er erklärte mir die Regeln, was aber leider wenig hilfreich war, da er die Hälfte überlas und den Rest eher fragwürdig vermittelte. Wir spielten also weniger 8-Ball und mehr Hate-Ball, wenn ich die Blicke der anderen Gäste korrekt interpretiert habe.
Kurze Exkursion: Wisst ihr, so ein Pooltisch ist ein prekäres Objekt. Es muss korrekt ausgerichtet sein, das Filz muss sauber sein, die Banden müssen einen klaren Winkel beschreiben… es ist wirklich zu viel, um es hier aufzuführen. Leider musste ich feststellen, dass der vorhandene Tisch weder den Vorschriften entsprach noch normal bespielbar war. OK, der außenstehende Beobachter könnte jetzt sagen, dass der Tisch komplett normal aussah, dass die Spielmaterialien vorbildlich sauber und gut benutzbar waren, dass andere Spieler keine Probleme hatten und weitere Lappalien.
Dagegen halte ich: Warum hab ich dann verloren?
Im Ernst, ich war erstaunt, wie gut mein Kind gespielt hat. Bedeutend besser als Papa, und wenn ich ein Ziel habe, ist es, mein Kind in den Zustand „bedeutend besser als Papa“ zu bringen. Ich hab immer Spaß, mit ihm zu spielen, und auch eine falsch gespielte Runde Pool hat uns beiden viel Freude bereitet. In diesem Sinne kann ich also nur Gutes über den Billardtisch erzählen.
Insgesamt haben wir nicht zu viel Zeit in der Bar verbracht, und wir haben auch nicht wirklich viel zu sagen. Es ist eine Bar mit einem schönen Thema und wenig Alleinstellungsmerkmalen.
Die Getränke waren ganz gut und Billard hat Spaß gemacht.
Nach Verlassen der Bar war der Tag so ziemlich rum. Nach einem Spaziergang im nächtlichen Rookburgh, einem gemeinsamen Kartenspiel in der Kabine und einer kurzen Dusche war es dann Zeit für uns, die Nachtruhe einzuläuten.
Hier möchte ich kurz anmerken, dass mich irgendwas gestört hat. Ich kann es nicht genau sagen, aber aus irgendeinem Grund habe ich gefühlt die ganze Nacht wach gelegen – eigentlich bin ich derjenige, der innerhalb weniger Sekunden wegknackt und dann bis zum Morgen durchschläft. Nicht so in meiner Aeronautenkabine. Nun ja, wie dem auch sei, trotzdem war ich am nächsten Tag ausgeruht und frisch genug, um einen Tag Freizeitpark zu absolvieren und dann noch nach Hause zu fahren. Also geht es weiter mit
Tag 2
Das Frühstück entsprach einem regulären kontinentalen Hotelfrühstück in Buffetform und war nicht thematisiert, weder in Bezeichnung noch Darreichung. Als Getränke standen Wasser, Orangen- und Apfelsaft und diversen Heißgetränken auch Milch zur Verfügung; im Gegensatz zum Abendessen waren sie im Preis inbegriffen. Zu essen gab es Brötchen, Eier, Speck, Aufstriche, Käse, Wurst, Müsli, Joghurts, Früchte und generell alles, was in einem regulären Hotel zu erwarten war. Solide, aber nichts Spezielles. In einer unerwarteten Wendung der Ereignisse war der French Toast äußerst herzhaft – wer hier die klassische Süße erwartet, dem sei zum Ahornsirup geraten. Ich erfreute mich an diversen Optionen des Buffets, während Daritas mit Laserfokus gefühlt sämtliche Nürnberger Würstchen des Parks in einer Orgie der Schweinefleischproduktvernichtung in seinen bodenlosen Schlund zwang. Das sei dem armen Kind gegönnt, hatte er doch am Tage zuvor praktisch aufs Abendessen verzichtet.
Es gab sehr viel zur Auswahl. Ich hatte ein Brötchen mit einer komischen Schokolade, war aber ein schönes Buffet.
Nach dem Frühstück überlegten wir, wie wir den Tag jetzt planen wollten. Daritas war wichtig, zu erwähnen, dass wir auch die Dinge machen würden, die ich aufgeschrieben hatte – vor allem F.L.Y.. Er versprach mir, an diesem Tage unsere Fast Passes zu benutzen und zusammen zu fliegen. Aber womit sollten wir anfangen? Noch war nichts auf, also waren die Warteschlangen kurz (im Sinne von „praktisch nicht vorhanden“). Wir wussten, wie sich das im Laufe des Tages entwickeln würde, hatten wir doch den gestrigen Tag miterlebt, und entschieden uns dafür, eine der größeren, beliebteren Attraktionen zuerst zu fahren. Chiapas war noch nicht geöffnet, Colorado Adventure war Daritas als erste Achterbahn des Tages zu rasant – aber Moment! Er wollte doch gestern eigentlich schon den Bumerang beehren! Auf nach Klugheim also, um uns ganz vorne für die Uhr anzustellen.
Eine weitere Achterbahn, ein weiteres Mal Aufregung für uns Beide. Für mich, weil das meine dritte Achterbahn im Leben ist und eine davon richtig unangenehm war, für Daritas, weil ihm der Lifthill sehr hoch vorkam und er zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht 100 % verinnerlicht hatte, dass Crazy Bats eine echte Achterbahn und kein Simulator war.
Der Wartebereich ist ganz nett gestaltet, wenn auch „mittelalterlich atmosphärisch“, was ich in diesem Fall als „dunkel wie im Bärenarsch“ beschreiben würde. Was ich gesehen habe, war aber schön, vor allem das Pendel, was nochmal ausdrücklich auf die Thematisierung als Uhr hinweist. Weniger schön war der Müll, der im Sand um das Pendel verteilt war, aber ich habe ja schon im Movie Park gelernt, dass das größte Problem eines Freizeitparkbesuches andere Freizeitparkbesucher sind.
Nachdem wir 30 Minuten in der angeblich 15 Minuten langen Warteschlange verbracht haben, kamen wir am Bahnhof an. Auch hier muss ich nochmal großes Lob aussprechen: Die Uhr, die anscheinend synchron mit dem Zug mitläuft, dazu das nebelbegleitete Absenken der Plattform, wenn der Zug losfährt – alles unglaublich stimmig. Ich war anfänglich nicht zu 100 % von der Uhr/Pendelthematisierung überzeugt, aber wenn man davorsteht, ist die Immersion und das coole Thema nicht von der Hand zu weisen. Was soll man sagen, es muss anscheinend nicht immer ein Ritt auf einer Schlange oder ein Flug auf einer neuartigen Erfindung sein. Auf jeden Fall war es Zeit, den Sitzplatz zu wählen: Ganz vorne oder eher weiter hinten? Das Kind entschied sich für nicht ganz vorne, denn dann hätte er mehr Zeit, zu sehen, wie die Strecke läuft. Kann ich nichts gegen sagen, auch, wenn ich persönlich glaube, dass die eine Wagenlänge wenig Unterschied bei rund 60 km/h macht. Wir wurden relativ mittig platziert, was Daritas in Ordnung fand. Ich hingegen hatte gewisse Beschwerden – nicht aufgrund des Sitzplatzes, sondern aufgrund der Sicherungsbügel. Hab ich einen kaputten Körperbau oder haben die Ingenieure noch nie einen Menschen gesehen? Der Bügel saß auf den Beinen auf (wie er wohl auch sollte), aber eben diese Beine waren ein enigmatisch unverständliches Problem für das anscheinend achterbahnbegeisterte Alien, das menschliche Anatomie aus halb verbrannten Sachbüchern und Dali-Bildern kannte. Die einzige Möglichkeit, wie ich den Bügel überhaupt an meinen Körper bekommen habe, war, indem ich die Beine überkreuzt habe, mich gestreckt und gedreht habe, bis alles saß, und dann vorsichtig die Beine wieder zumindest teilweise gestreckt habe. Ich bin mir sicher, dass ich neue mathematische Prinzipien der Ebenenberechnung entdeckt habe, um diese Achterbahn zu fahren, und trotzdem war immer noch alles eng und unangenehm.
Jetzt muss ich aber fair sein: Das eingeengte Gefühl ging weg, als wir tatsächlich losgefahren sind. Rückwärts den Lifthill rauf war kein Problem, aber der ist doch höher, als man meinen sollte. Daritas war ein bisschen nervös, freute sich aber auch. Wir hielten etwa drei Sekunden am höchsten Punkt, dann lösten die Bremsen. Die Beschleunigungsparty ging los, und der Kollege hatte gefühlt schon ordentlich Geschwindigkeit, als wir den Bahnhof verließen. Daritas neben mir traf während der Fahrt immer wieder den perfekt gleichen Ton mit einem immer wieder perfekt gleich langen „AAAAAAAAAA“, während von meiner Seite diverse „Whoooo!“ und dämliches Lachen zu hören war. Die Fahrt war äußerst laufruhig und unerhört spaßig. Ich hatte ein bisschen Magenkneifen, als wir am Ende ankamen und die Rückwärtsfahrt sich anbahnte – ob aufgrund meiner Sitzposition, die dem indischen Fakir nicht unähnlich war, oder aufgrund eines Flashbacks zum ersten Launch der Studio Tour, kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Die Bedenken waren unbegründet, da mir auch die Rückwärtsfahrt außerordentlichen Spaß bereitete und Brechreiz auffällig abwesend war. Vielleicht war es diesmal richtig lustig, weil ich das Rückwärtsfahren erwartet habe, vielleicht hab ich mich einfach besonders schnell dran gewöhnt, ich war auf jeden Fall absolut begeistert. Daritas ebenfalls, der weiterhin perfekt Länge und Tonhöhe seines Alphabetsbeginns hielt. Ich fands ein wenig schade, so schnell wieder im Bahnhof zu landen, war aber gleichzeitig glücklich, eine richtig spaßige Fahrt gehabt zu haben und mein Kind jetzt endlich von etwas erlöst zu haben, was ihm offensichtlich Angst bereitet hat.
Nope. Stellte sich heraus, dass das wohl das Geräusch ist, was er macht, wenn er richtig Spaß auf einer Achterbahn hat. Er bezeichnet Raik auch immer noch als seine bisherige Lieblingsbahn oder zumindest eine der besten Attraktionen, die er bisher gefahren ist. OK, das waren noch nicht so viele, aber zumindest haben wir beide viel Lob für das Gerät. Die Sitze/Rückhaltebügel sind unangenehm, aber machbar, und das größte Manko ist, dass die Fahrt so kurz ist. Ich verstehe, dass sie aufgrund der Bauform inhärent in ihrer Länge begrenzt sein muss, aber die etwa 40 Sekunden waren schon etwas wenig.
Der Wartebereich ist ganz nett gestaltet, wenn auch „mittelalterlich atmosphärisch“, was ich in diesem Fall als „dunkel wie im Bärenarsch“ beschreiben würde. Was ich gesehen habe, war aber schön, vor allem das Pendel, was nochmal ausdrücklich auf die Thematisierung als Uhr hinweist. Weniger schön war der Müll, der im Sand um das Pendel verteilt war, aber ich habe ja schon im Movie Park gelernt, dass das größte Problem eines Freizeitparkbesuches andere Freizeitparkbesucher sind.
Nachdem wir 30 Minuten in der angeblich 15 Minuten langen Warteschlange verbracht haben, kamen wir am Bahnhof an. Auch hier muss ich nochmal großes Lob aussprechen: Die Uhr, die anscheinend synchron mit dem Zug mitläuft, dazu das nebelbegleitete Absenken der Plattform, wenn der Zug losfährt – alles unglaublich stimmig. Ich war anfänglich nicht zu 100 % von der Uhr/Pendelthematisierung überzeugt, aber wenn man davorsteht, ist die Immersion und das coole Thema nicht von der Hand zu weisen. Was soll man sagen, es muss anscheinend nicht immer ein Ritt auf einer Schlange oder ein Flug auf einer neuartigen Erfindung sein. Auf jeden Fall war es Zeit, den Sitzplatz zu wählen: Ganz vorne oder eher weiter hinten? Das Kind entschied sich für nicht ganz vorne, denn dann hätte er mehr Zeit, zu sehen, wie die Strecke läuft. Kann ich nichts gegen sagen, auch, wenn ich persönlich glaube, dass die eine Wagenlänge wenig Unterschied bei rund 60 km/h macht. Wir wurden relativ mittig platziert, was Daritas in Ordnung fand. Ich hingegen hatte gewisse Beschwerden – nicht aufgrund des Sitzplatzes, sondern aufgrund der Sicherungsbügel. Hab ich einen kaputten Körperbau oder haben die Ingenieure noch nie einen Menschen gesehen? Der Bügel saß auf den Beinen auf (wie er wohl auch sollte), aber eben diese Beine waren ein enigmatisch unverständliches Problem für das anscheinend achterbahnbegeisterte Alien, das menschliche Anatomie aus halb verbrannten Sachbüchern und Dali-Bildern kannte. Die einzige Möglichkeit, wie ich den Bügel überhaupt an meinen Körper bekommen habe, war, indem ich die Beine überkreuzt habe, mich gestreckt und gedreht habe, bis alles saß, und dann vorsichtig die Beine wieder zumindest teilweise gestreckt habe. Ich bin mir sicher, dass ich neue mathematische Prinzipien der Ebenenberechnung entdeckt habe, um diese Achterbahn zu fahren, und trotzdem war immer noch alles eng und unangenehm.
Jetzt muss ich aber fair sein: Das eingeengte Gefühl ging weg, als wir tatsächlich losgefahren sind. Rückwärts den Lifthill rauf war kein Problem, aber der ist doch höher, als man meinen sollte. Daritas war ein bisschen nervös, freute sich aber auch. Wir hielten etwa drei Sekunden am höchsten Punkt, dann lösten die Bremsen. Die Beschleunigungsparty ging los, und der Kollege hatte gefühlt schon ordentlich Geschwindigkeit, als wir den Bahnhof verließen. Daritas neben mir traf während der Fahrt immer wieder den perfekt gleichen Ton mit einem immer wieder perfekt gleich langen „AAAAAAAAAA“, während von meiner Seite diverse „Whoooo!“ und dämliches Lachen zu hören war. Die Fahrt war äußerst laufruhig und unerhört spaßig. Ich hatte ein bisschen Magenkneifen, als wir am Ende ankamen und die Rückwärtsfahrt sich anbahnte – ob aufgrund meiner Sitzposition, die dem indischen Fakir nicht unähnlich war, oder aufgrund eines Flashbacks zum ersten Launch der Studio Tour, kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Die Bedenken waren unbegründet, da mir auch die Rückwärtsfahrt außerordentlichen Spaß bereitete und Brechreiz auffällig abwesend war. Vielleicht war es diesmal richtig lustig, weil ich das Rückwärtsfahren erwartet habe, vielleicht hab ich mich einfach besonders schnell dran gewöhnt, ich war auf jeden Fall absolut begeistert. Daritas ebenfalls, der weiterhin perfekt Länge und Tonhöhe seines Alphabetsbeginns hielt. Ich fands ein wenig schade, so schnell wieder im Bahnhof zu landen, war aber gleichzeitig glücklich, eine richtig spaßige Fahrt gehabt zu haben und mein Kind jetzt endlich von etwas erlöst zu haben, was ihm offensichtlich Angst bereitet hat.
Nope. Stellte sich heraus, dass das wohl das Geräusch ist, was er macht, wenn er richtig Spaß auf einer Achterbahn hat. Er bezeichnet Raik auch immer noch als seine bisherige Lieblingsbahn oder zumindest eine der besten Attraktionen, die er bisher gefahren ist. OK, das waren noch nicht so viele, aber zumindest haben wir beide viel Lob für das Gerät. Die Sitze/Rückhaltebügel sind unangenehm, aber machbar, und das größte Manko ist, dass die Fahrt so kurz ist. Ich verstehe, dass sie aufgrund der Bauform inhärent in ihrer Länge begrenzt sein muss, aber die etwa 40 Sekunden waren schon etwas wenig.
Eine relativ kurze aber gute Achterbahn.
Eine weitere Achterbahn erfolgreich absolviert! Ich muss aufpassen, sonst entwickeln wir noch richtig Spaß an den Dingern. Die schnelle Fahrt hatte Daritas allerdings neben der Freude auch ein wenig Ehrgeiz gegeben. Wir machten 10 Minuten Pause, um den weiteren Tagesverlauf zu planen. Nach der erfolgreichen Fahrt auf Raik fühlte sich mein Kind sicher, auch die anderen Angebote des Parks in Anspruch nehmen zu können. Also, sehen wir mal. Chiapas? Noch geschlossen, öffnet aber wohl bald. Colorado Adventure? Stundenlange Wartezeit. Moment, gab es da nicht noch die zwei coolen Bahnen in Wuze Town? Selbstverständlich gab es die, und die Winjas waren auch von den Wartezeiten her überschaubar. Wir gingen rüber, um einen Blick auf den Streckenverlauf zu werfen.
Als wir da waren, kamen dann allerdings doch Bedenken auf. Das war alles schon sehr schnell und dreht sich und sieht doch etwas wild aus… können wir uns das näher angucken? Mein Kind beantwortete seine eigene Frage: Wir stellten uns beim Tittle Tattle Tree an, um einen näheren Blick auf die Coaster zu werfen.
Der Tittle Tattle Tree gehört jetzt sicherlich nicht zu den Headlinern des Parks, aber schlecht war die Fahrt ganz und gar nicht. Die Gondeln sind schön thematisiert im Stile der alt und etwas zusammengeworfenen Mechanismen der Wuzes und ich bin mir sicher, dass die Vögel irgendeine Bedeutung hatten, aber wirklich eine klare Story oder Erklärung gab es nicht. Wie dem auch sei, rein in die Gondeln und ab!
Wir stellten uns ursprünglich in der Annahme an, dass es sich um eine Aussichtsplattform handele. Bei Beobachtung der anderen Gäste wurde uns bald klar, dass die Gondeln schon ein Fahrtprogramm zu bieten hatten. Ja, sie verharren eine längere Zeit oben, aber es gibt doch schon einen kleinen Drop nach unten und wiederholtes Hochziehen gegen Ende der Fahrt. Daritas war das ursprünglich ein wenig unheimlich, aber als wir drin standen und er es am eigenen Leibe erfuhr, hatte er mächtig Spaß an der Sache. Ich ebenfalls, wenn auch das Fahrtprogramm jetzt nicht das Aufregendste war, was mir in meinem Leben widerfahren ist; ich freute mich sehr über die Aussicht, wenn sie auch leider den Blick auf einige unthematisierte Teile von Wuze Town ermöglichte. Trotzdem ist die Fahrt eine schöne, entspannende Abwechslung für zwischendurch. Werde ich nicht gezielt regelmäßig auf meine Liste setzen, aber ich würde auch keine Fahrt verweigern.
Wir stellten uns ursprünglich in der Annahme an, dass es sich um eine Aussichtsplattform handele. Bei Beobachtung der anderen Gäste wurde uns bald klar, dass die Gondeln schon ein Fahrtprogramm zu bieten hatten. Ja, sie verharren eine längere Zeit oben, aber es gibt doch schon einen kleinen Drop nach unten und wiederholtes Hochziehen gegen Ende der Fahrt. Daritas war das ursprünglich ein wenig unheimlich, aber als wir drin standen und er es am eigenen Leibe erfuhr, hatte er mächtig Spaß an der Sache. Ich ebenfalls, wenn auch das Fahrtprogramm jetzt nicht das Aufregendste war, was mir in meinem Leben widerfahren ist; ich freute mich sehr über die Aussicht, wenn sie auch leider den Blick auf einige unthematisierte Teile von Wuze Town ermöglichte. Trotzdem ist die Fahrt eine schöne, entspannende Abwechslung für zwischendurch. Werde ich nicht gezielt regelmäßig auf meine Liste setzen, aber ich würde auch keine Fahrt verweigern.
Schöne um mal die Sachen von oben zu sehen.
Die Fahrt war unterhaltsam, hatte uns aber die Winjas mies gemacht – nicht zuletzt aufgrund des Vaters, der ebenfalls mit seinem Sohn auf den Dingern gefahren ist, und jetzt ein ohnmächtiges Kind versorgen musste. Ich verstehe also, warum Daritas sich eher dafür aussprach, andere Optionen in Betracht zu ziehen. Chiapas? Geschlossen. Colorado Adventure? 120 Minuten Wartezeit. Die meisten anderen Attraktionen lagen ebenfalls überhaupt der Stundengrenze. Wir beschlossen, ein wenig durch den Park zu schlendern, und Alternativen zu suchen. Und siehe da, wie es der Teufel so wollte, öffnete die Geister Rikscha direkt ihre Pforten, als wir weniger Meter entfernt waren. Wenn das kein Wink des Schicksals war! Wir stellten uns an und warteten weniger als 5 Minuten, bis wir uns in den unheimlichen, halbschaligen Wagen setzen durften.
Nachdem ich über die Schreibweise des Kompositums hinweg war – OK, das ist ein schlechter Anfang. Ich bin immer noch nicht über die Schreibweise hinweg. Es sollte „Geisterrikscha“ oder Geister-Rikscha sein, verdammt nochmal!
Ich fang nochmal von vorne an.
Uns wurde häufiger von der Geister-Rikscha abgeraten, wobei immer wieder die gleichen Probleme aufgezählt wurden:
Side Note: Ich frage mich, ob die Szenen bekannte chinesische Märchen, Sagen oder sonstige Geschichten darstellen, oder ob die einfach kreativ zusammenkomponiert wurden. Werde ich noch recherchieren.
Die Geisterbahn kann ich auf jeden Fall empfehlen. Entspannende Fahrt, etwas spannende Szenen, interessante Dämonen und Geister. Ich würde jederzeit wieder fahren.
Ich fang nochmal von vorne an.
Uns wurde häufiger von der Geister-Rikscha abgeraten, wobei immer wieder die gleichen Probleme aufgezählt wurden:
- Sie stinkt
- Die Animatronics sind kaputt und ungewartet
- Die Szenen sind alle langweilig
- Da passiert nichts und das ist für Babies.
Side Note: Ich frage mich, ob die Szenen bekannte chinesische Märchen, Sagen oder sonstige Geschichten darstellen, oder ob die einfach kreativ zusammenkomponiert wurden. Werde ich noch recherchieren.
Die Geisterbahn kann ich auf jeden Fall empfehlen. Entspannende Fahrt, etwas spannende Szenen, interessante Dämonen und Geister. Ich würde jederzeit wieder fahren.
Es sind sehr viele Leute nebeneinander und die Rikschas sind schön.
Nach einer entspannten Gewölberunde war nicht viel an den Wartezeiten passiert und wir standen vor dem gleichen Problem wie zuvor. Hier fanden wir jedoch schnell eine Lösung: China hatte nur 2 Attraktionen, wir könnten also den kompletten Themenbereich abhaken, wenn wir jetzt noch eben zur zweiten rüberlaufen! Also, eine Tür weiter und 15 Minuten gewartet, schon durften wir den Feng Ju Palace betreten.
Laut meinem Kind bedeutet Feng Ju “Versammlungsplatz der Bienen“. Wieder was gelernt! Der Palast ähnelte einem solchen auch gewissermaßen, als wir in einer größeren Gruppe vor der Leinwand standen, um die Preshow zu sehen, welche, wie ich leider zugeben muss, für mich relativ unverständlich war. Was ich als Geschichte mitgenommen habe:
Irgendein Kollege wollte heiraten und seine Braut schien von der Idee auch ganz angetan zu sein. Wir waren zur Hochzeit eingeladen, was ja im Regelfall großes Wohlwollen bei mir auslöst, treffe ich doch auf einer Hochzeit häufig nette Leute und erfreue mich an gutem Essen. Wie enttäuschend war es da für mich, dass irgendsoein komischer Kung-Fu-Dämon Braut und Bräutigam versteinerte und versuchte, die Seele ersterer zu entführen, vermutlich an einen Ort ohne Buffet. Ein fürchterliches Schicksal, welches der Bräutigam durch ein bisschen wusch-wusch und einen megamäßigen Seelentransfer zurück in die Steinstaue zu vermeiden versuchte. Aber schon war der Dämon wieder! Nach einer kurzen Prügelei (Wing Chun, würde ich raten, aber genau kann ich das nicht sagen – als Kravist kann ich nur „No groin, no Krav Maga“ identifizieren) war der Dämon besiegt. Könnte man meinen! Der fiese Mistkopp kam zurück, diesmal mit zwei Stäben bewaffnet. Glücklicherweise war der Bräutigam aber der totale Gigachad und besiegte den Dämonen ein weiteres Mal, gefolgt von einem Hadoken direkt in unser Gesicht. Kann der mich nicht mehr leiden? War ich nicht zur Hochzeit eingeladen? Ich hab die Braut doch nicht entführt! Ich wollte nur klatschen und dann unmäßige Mengen Dim Sum in mich reinschaufeln! Keine Zeit für Beschwerden, der Dämon war wieder da! Eine kurze Prügelei später hatte der Bräutigam wieder gewonnen und ein weiterer Hadoken ins Gesicht. War er beleidigt, weil ich weder seinen noch den Namen der Braut kannte? Meine Überlegungen wurden ein weiteres Mal durch den Dämon unterbrochen, welcher wieder gegen den Bräutigam verlor, was in einen weiteren Hadoken resultierte. So langsam wurde es lächerlich. Die Abfolge wiederholte sich mehrfach, bis der Bräutigam den Fehler machte, nach der Braut zu gucken, bevor er den Dämon endgültig in einen Zustand versetzt hatte, in dem er sein Steak durch einen Strohhalm essen musste. Das nutzte der Dämon aus, verpasste dem Bräutigam eine und klaute die Braut (wieder?). Ich sag ja immer Fights before Brides, aber jetzt war es zu spät. Die Türen öffneten sich und wir… äh… setzten uns an den Hochzeitstisch? Ich dachte, wir holen jetzt die Braut wieder, aber von mir hört ihr keine Beschwerden über eine gedeckte Tafel. Ich hatte gerade überlegt, mein Taschentuch als Serviette aus dem Rucksack zu friemeln, da wurde ich angewiesen, eben diesen unter der Bank zu verstauen und meine Arme zu heben, damit der Rückhaltebügel mit mir nicht das macht, was der Bräutigam mit dem Dämon gemacht hat. Oh ja, richtig, ich war ja in einer Attraktion. Trotz Kohldampf erhob ich meine Arme, um mich auf dem Sitz sichern zu lassen, und die Party begann.
Nur, nun ja, die Party war wohl doch ein arkanes Ritual, wie uns mitgeteilt wurde, und es würde bedeutend mehr wilde Turbulenzen als Völlerei geben. Gut, machen wir. Unerwarteterweise dauerte die Fahrt allerdings auch nur 15 Sekunden, bis wir uns wieder in die Ausgangsposition begeben hatten und die Arme ein weiteres Mal hoben. Der Bügel wurde angehoben, die Fahrt war vorbei – allerdings nur für einen Kollegen in unserer Reihe, der irgendeinen Mist abgezogen hatte, welcher es nötig machte, ihn aus der Hochzeitsgesellschaft zu entfernen. Wahrscheinlich kein Teil der Geschichte, aber trotzdem eine neue Erfahrung.
Nach dem erfolgreichen Rauswurf des Störenfriedes wurde ich wieder angewiesen, meine Arme zu erheben. Mit inzwischen gefährlich niedrigem Blutzucker kam ich der Bitte nach und lies mich ein weiteres mal darüber informieren, dass nun die arkane Ritualparty beginnen würde.
Und das tat sie auch. An dieser Stelle informiere ich gerne darüber, dass es sich hierbei nicht um mein erstes Madhouse handelte – ich erinnerte mich spontan, früher, in grauer Vorzeit, als Kind mit meinem Vater in einer Hexenschaukel gefahren zu sein. Ich erinnerte mich außerdem, dass mir dabei kotzübel geworden ist.
Daher soll so viel gesagt sein: Der Druckeffekt auf der Brust, wenn sowohl Haus als auch Wippe gleichzeitig kippen, ist super. Die geringeren Drehungen ebenfalls. Der Boden der Wippe ist weniger unterhaltsam, nahm aber nach kurzer Zeit dennoch ein Großteil meines Blickfeldes ein, um spontanes Umfärben der Bekleidung meiner Mitfahrer zu vermeiden.
Auf jeden Fall endete die Fahrt irgendwann und ich verließ das Gebäude hungrig (mir war nicht vergönnt, mich an den Plastikfrüchten zu laben), leicht blümerant und mit einem glücklichen Sohn im Arm, und mal ehrlich, was kann ein Vater sich mehr wünschen?
Irgendein Kollege wollte heiraten und seine Braut schien von der Idee auch ganz angetan zu sein. Wir waren zur Hochzeit eingeladen, was ja im Regelfall großes Wohlwollen bei mir auslöst, treffe ich doch auf einer Hochzeit häufig nette Leute und erfreue mich an gutem Essen. Wie enttäuschend war es da für mich, dass irgendsoein komischer Kung-Fu-Dämon Braut und Bräutigam versteinerte und versuchte, die Seele ersterer zu entführen, vermutlich an einen Ort ohne Buffet. Ein fürchterliches Schicksal, welches der Bräutigam durch ein bisschen wusch-wusch und einen megamäßigen Seelentransfer zurück in die Steinstaue zu vermeiden versuchte. Aber schon war der Dämon wieder! Nach einer kurzen Prügelei (Wing Chun, würde ich raten, aber genau kann ich das nicht sagen – als Kravist kann ich nur „No groin, no Krav Maga“ identifizieren) war der Dämon besiegt. Könnte man meinen! Der fiese Mistkopp kam zurück, diesmal mit zwei Stäben bewaffnet. Glücklicherweise war der Bräutigam aber der totale Gigachad und besiegte den Dämonen ein weiteres Mal, gefolgt von einem Hadoken direkt in unser Gesicht. Kann der mich nicht mehr leiden? War ich nicht zur Hochzeit eingeladen? Ich hab die Braut doch nicht entführt! Ich wollte nur klatschen und dann unmäßige Mengen Dim Sum in mich reinschaufeln! Keine Zeit für Beschwerden, der Dämon war wieder da! Eine kurze Prügelei später hatte der Bräutigam wieder gewonnen und ein weiterer Hadoken ins Gesicht. War er beleidigt, weil ich weder seinen noch den Namen der Braut kannte? Meine Überlegungen wurden ein weiteres Mal durch den Dämon unterbrochen, welcher wieder gegen den Bräutigam verlor, was in einen weiteren Hadoken resultierte. So langsam wurde es lächerlich. Die Abfolge wiederholte sich mehrfach, bis der Bräutigam den Fehler machte, nach der Braut zu gucken, bevor er den Dämon endgültig in einen Zustand versetzt hatte, in dem er sein Steak durch einen Strohhalm essen musste. Das nutzte der Dämon aus, verpasste dem Bräutigam eine und klaute die Braut (wieder?). Ich sag ja immer Fights before Brides, aber jetzt war es zu spät. Die Türen öffneten sich und wir… äh… setzten uns an den Hochzeitstisch? Ich dachte, wir holen jetzt die Braut wieder, aber von mir hört ihr keine Beschwerden über eine gedeckte Tafel. Ich hatte gerade überlegt, mein Taschentuch als Serviette aus dem Rucksack zu friemeln, da wurde ich angewiesen, eben diesen unter der Bank zu verstauen und meine Arme zu heben, damit der Rückhaltebügel mit mir nicht das macht, was der Bräutigam mit dem Dämon gemacht hat. Oh ja, richtig, ich war ja in einer Attraktion. Trotz Kohldampf erhob ich meine Arme, um mich auf dem Sitz sichern zu lassen, und die Party begann.
Nur, nun ja, die Party war wohl doch ein arkanes Ritual, wie uns mitgeteilt wurde, und es würde bedeutend mehr wilde Turbulenzen als Völlerei geben. Gut, machen wir. Unerwarteterweise dauerte die Fahrt allerdings auch nur 15 Sekunden, bis wir uns wieder in die Ausgangsposition begeben hatten und die Arme ein weiteres Mal hoben. Der Bügel wurde angehoben, die Fahrt war vorbei – allerdings nur für einen Kollegen in unserer Reihe, der irgendeinen Mist abgezogen hatte, welcher es nötig machte, ihn aus der Hochzeitsgesellschaft zu entfernen. Wahrscheinlich kein Teil der Geschichte, aber trotzdem eine neue Erfahrung.
Nach dem erfolgreichen Rauswurf des Störenfriedes wurde ich wieder angewiesen, meine Arme zu erheben. Mit inzwischen gefährlich niedrigem Blutzucker kam ich der Bitte nach und lies mich ein weiteres mal darüber informieren, dass nun die arkane Ritualparty beginnen würde.
Und das tat sie auch. An dieser Stelle informiere ich gerne darüber, dass es sich hierbei nicht um mein erstes Madhouse handelte – ich erinnerte mich spontan, früher, in grauer Vorzeit, als Kind mit meinem Vater in einer Hexenschaukel gefahren zu sein. Ich erinnerte mich außerdem, dass mir dabei kotzübel geworden ist.
Daher soll so viel gesagt sein: Der Druckeffekt auf der Brust, wenn sowohl Haus als auch Wippe gleichzeitig kippen, ist super. Die geringeren Drehungen ebenfalls. Der Boden der Wippe ist weniger unterhaltsam, nahm aber nach kurzer Zeit dennoch ein Großteil meines Blickfeldes ein, um spontanes Umfärben der Bekleidung meiner Mitfahrer zu vermeiden.
Auf jeden Fall endete die Fahrt irgendwann und ich verließ das Gebäude hungrig (mir war nicht vergönnt, mich an den Plastikfrüchten zu laben), leicht blümerant und mit einem glücklichen Sohn im Arm, und mal ehrlich, was kann ein Vater sich mehr wünschen?
Sehr gute und interessante Illusion.
OK, mit meiner Vorgeschichte war das vielleicht ungeschickt, aber ich bin froh, das Madhouse durchgezogen zu haben. Unser Problem der Attraktionenauswahl war ebenfalls gelöst, denn es war kurz vor Showbeginn und Daritas hatte schon zu Hause gesagt, er würde Battle of the Best sehen wollen. Die paar Meter wollte der Papa da auch nicht den Spaß verderben lassen, also ging es für uns rüber an die Schlange zur Show, welche sich erstaunlich gefährlich mit der Schlange zu Colorado Adventure vermischte. Trotzdem haben es alle geschafft, den richtigen Eingang zu betreten – nehme ich an. Wir landeten jedenfalls bei der Show.
Hip-Hop und Urban Style ist eigentlich so gar nicht mein Fall (als Metaller der ersten Stunde habe ich da eine natürliche Abwehrreaktion drauf), aber trotzdem habe ich eine Menge Spaß gehabt. Die Hintergrundgeschichte griff zwei Gruppen Jugendliche Anfang 30 auf, die Beef miteinander hatten, plus zwei Securityleute, die die Sackgasse bewachten oder so was, keine Ahnung, bin keine Vorstadt. Auf jeden Fall gab es Slackline- und Sprungakrobatik zu sehen, nebst Breakdance und Ballartistik.
Am meisten Spaß hatte ich mit der Slackline-Akrobatik, weil ich so etwas noch nie vorher gesehen habe, aber auch die Sprünge von der Hausfassade auf das Trampolin waren beeindruckend. Es ist müßig, die einzelnen Auftritte zu beschreiben, aber ich war auf jeden Fall gut unterhalten. Generell eine empfehlenswerte Show, aber ich bin zufrieden, sie einmal gesehen zu haben – ein weiteres Mal muss nicht sein. Ich bin aber durchaus inspiriert, auch die anderen Shows zu besuchen, wenn es sich ergibt.
Am meisten Spaß hatte ich mit der Slackline-Akrobatik, weil ich so etwas noch nie vorher gesehen habe, aber auch die Sprünge von der Hausfassade auf das Trampolin waren beeindruckend. Es ist müßig, die einzelnen Auftritte zu beschreiben, aber ich war auf jeden Fall gut unterhalten. Generell eine empfehlenswerte Show, aber ich bin zufrieden, sie einmal gesehen zu haben – ein weiteres Mal muss nicht sein. Ich bin aber durchaus inspiriert, auch die anderen Shows zu besuchen, wenn es sich ergibt.
Schöne und gute Choreografie.
Coole Show, aber jetzt waren wir wieder bei unserem alten Problem – ellenlange Wartezeiten für alles Coole. Chiapas war nach wie vor geschlossen. Colorado Adventure brachte Wartezeiten jenseits von Gut und Böse mit sich. Für F.L.Y. hatten wir Fast Passes und die Wartezeit war „nur“ eine Stunde. Wie siehts aus?
Schlecht anscheinend. Wir würden F.L.Y. heute noch zusammen fahren, wie versprochen, aber nicht jetzt. Er wolle sich noch vorbereiten. Gut, fragte ich, wie bereiten wir uns denn vor? Daritas überlegte kurz.
Ein weiteres Mal Tartüff. Bis auf die neue Mitarbeiterin die gleiche Erfahrung, abgesehen von der Dame vor mir, die wortwörtlich voller Entrüstung „Aber die Sicherheitsvorschriften gelten doch nicht für mich!“ intonierte. Doch, wie sich herausstellte, galten die Sicherheitsvorschriften für alle. Das Konzept versteht jedes Kind.
OK, Kind, ich hab dich ja lieb, aber das bringt uns nicht weiter in Richtung der Bahnen, die ich als Wunsch aufgeschrieben habe, und auch deine restlichen Wunschattraktionen existieren noch. Wenn wenigstens Chiapas geöffnet wäre!
Naja, wir mussten eh unseren Körpern Tribut zollen und so langsam eine Mahlzeit einnehmen, um bei Kräften zu bleiben. Daritas hatte in weiser Voraussicht diverse Süßigkeiten und Backwaren zu diesem Zwecke verplant, aber ich wollte etwas vernünftiges.
Mein verspätetes Mittagessen bestellte ich bei einem mürrisch dreinblickenden Herren, welcher erfolgreich eine kundenorientierte Rolle angenommen hatte, ohne auch nur jemals ein Wort zu sagen. Ich war beeindruckt und leicht amüsiert, wie er es schaffte rein durch Blicke zu kommunizieren. Die meisten davon vermittelten ein „Ich hasse Menschen“, aber ich respektiere die schnelle und direkte Arbeit.
Als Sandwich hatte ich ein „Chicken & Craft“ gewählt, welches auch alsbald in einer Tüte dargereicht wurde. Die Portionsgröße war eher für 2 Leute passend, aber für Daritas waren da zu viele Komponenten auf dem Brot und ich litt immer noch unter dem entgangenen Hochzeitsbuffet, also rechnete ich mir beide Hälften zu. Beim Verzehr der ersten Hälfte wurde so langsam klar, dass das Phantasialand hier einen weiteren Weltrekord aufzustellen versuchte, nämlich „Am wahrscheinlichsten die Kleidung versiffende Brotware“. Ernsthaft, der Koch hatte es sehr gut mit mir gemeint, und das dick belegte Sandwich verteilte sich aufgrund der schlüpfrigen Sauce gut in dem umschließenden Papier, was im Endeffekt dazu führte, dass ich so eine Art Mehrkomponentengericht in Teilen mit den Fingern aus der Verpackung fischen musste. Geschmacklich allerdings Top, sehr zu empfehlen, wenn ich auch an einer Stelle auf ein Weißkohlflöz stieß, welches meine Geschmacksnerven vorerst einnahm. Keine Beschwerde, ich bin ein großer Freund aller Arten von Kohl. Aufgrund der Beschaffenheit meines Mittagsessens und der Nähe der waschbeckengesegneten Toiletten entschied ich mich für die unmittelbare Lösung und verspeiste beide Portionen direkt, was aber auch für den Rest des Tages reichte.
Als Sandwich hatte ich ein „Chicken & Craft“ gewählt, welches auch alsbald in einer Tüte dargereicht wurde. Die Portionsgröße war eher für 2 Leute passend, aber für Daritas waren da zu viele Komponenten auf dem Brot und ich litt immer noch unter dem entgangenen Hochzeitsbuffet, also rechnete ich mir beide Hälften zu. Beim Verzehr der ersten Hälfte wurde so langsam klar, dass das Phantasialand hier einen weiteren Weltrekord aufzustellen versuchte, nämlich „Am wahrscheinlichsten die Kleidung versiffende Brotware“. Ernsthaft, der Koch hatte es sehr gut mit mir gemeint, und das dick belegte Sandwich verteilte sich aufgrund der schlüpfrigen Sauce gut in dem umschließenden Papier, was im Endeffekt dazu führte, dass ich so eine Art Mehrkomponentengericht in Teilen mit den Fingern aus der Verpackung fischen musste. Geschmacklich allerdings Top, sehr zu empfehlen, wenn ich auch an einer Stelle auf ein Weißkohlflöz stieß, welches meine Geschmacksnerven vorerst einnahm. Keine Beschwerde, ich bin ein großer Freund aller Arten von Kohl. Aufgrund der Beschaffenheit meines Mittagsessens und der Nähe der waschbeckengesegneten Toiletten entschied ich mich für die unmittelbare Lösung und verspeiste beide Portionen direkt, was aber auch für den Rest des Tages reichte.
Wir waren jetzt beide gesättigt und bereit zu neuen Taten. Wir gingen ein weiteres Mal unsere Optionen durch. Ich schlug Chiapas vor. Noch geschlossen. Ich schlug Colorado Adventure vor. Über eine Stunde Wartezeit, das war ihm zu viel. Ich schlug F.L.Y. vor. Später.
„Ja, aber wann denn später? Der Park macht auch irgendwann mal zu!“
„18 Uhr.“
Oh. OK. Das war eine erstaunlich klare Aussage. Gut, F.L.Y. um 18 Uhr, voraussichtlich 2 Mal. Wird geil, aber was machen wir bis dahin? Daritas schlug vor, nochmal die Kinderattraktionen anzusehen. Ich wies ihn darauf hin, dass er so langsam in Richtung Teenager statt Kind ging und eigentlich auch gar keine von den Kinderattraktionen fahren wollte. Trotzdem, er wollte nochmal in den Fantasybereich. Naja, wenn ihm das hilft, sich geistig auf den großen Coaster vorzubereiten, warum nicht.
Dort angekommen sichteten wir die Optionen? Papagei? Nein. Bienchenjagd? Nein. Sonst irgendwas? Nein. Kind, ich hatte dir doch gesagt, dass du das eh nicht fahren wollen würdest, warum sind wir also hier?
Ereignislos, wenn man es davon absieht, dass mein geliebtes Kind eine Gruppe Gänse als „Fast and Fury-Goose“ bezeichnete. Mein väterlicher Stolz kennt keine Grenzen.
So langsam war ich genervt. Ja, ich richte mich gerne nach meinem Kind, und ja, ich verstehe, dass man an manchen Dingen mehr Spaß hat als an anderen, aber können wir bitte irgendwas interessantes machen? Ein Blick auf die Wartezeiten.
Chiapas – Immer noch geschlossen. Kann ich mir wohl abschminken.
F.L.Y. – irrelevant, machen wir um 18 Uhr, wie mein Sohn mich zurechtwies.
Colorado Adventure – knapp 20 Minuten Wartezeit! Das wär doch was – OK, da laufen jetzt alle hin, aber das klingt doch gut und wird sicherlich nicht mehr als 45 Minuten echte Wartezeit haben!
Nope, Kind findet das zu schnell und wild. In meiner Vaterrolle aufgehend beschloss ich, ihm nicht in den Nacken zu beißen, und fragte, was zum Teufel wir dann tun sollten. Mit seiner Antwort hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Ich bin ja bekannt dafür, gute Entscheidungen zu treffen, weshalb ich auch gerne den Wünschen meines Sohnes folge, wenn er einen kleinen, familienfreundlichen Freefall-Turm ausprobieren möchte. Im Gegensatz zu wortwörtlich allen anderen Rides im Park merkte er hier auch weder Angst noch Bedenken an – wird das Kind zu einem Liebhaber von Vertikalfahrten? Man wird sehen.
Nach 20 Minuten Wartezeit durfte ich meinen Rucksack ablegen und die Rosette im Sitz platzieren. Daritas neben mir schien voller Vorfreude, und nach Anlegen der Sicherheitsbügel ging es auch direkt nach oben. Der Aufenthalt dort oben war wirklich erfreulich: Nicht nur der nahe Blick auf Colorado Adventure, welche immer wieder an uns vorbeidonnerte, auch der Wasserturm war sehr unterhaltsam, bot er uns doch seine auf ihm liegenden Schätze wie eine Mütze, ein halb verzehrtes Butterbrot und diverse Münzen dar. Die Aussicht war auch aufgrund der Drehung in alle Richtungen möglich, erlaubte aber aufgrund der massiv verwinkelten Bauweise des Phantasialands keinen kilometerweiten Blick in die Ferne – was aber auch nicht nötig war. Thematisch war es so auffallend besser, wenn ich mir auch nicht ganz sicher bin, welche Verkettung unglücklicher Umstände dazu geführt haben könnte, dass wir wiederholt von Wassertürmen in Mexiko herunterfallen – denn der Fall kam, und zwar relativ abrupt. Der unerwartete Weg nach unten war kurz und heftiger als erwartet, was mir auch das Hähnchensandwich bestätigte, welches dann doch kurz überlegte, den Eingang meines Verdauungssystems zum Verlassen meines Körpers zu verwenden. Ich sprach still mein Verbot dieser Idee aus und wir fuhren wieder hoch. Gut, wir waren uns einig, das Hähnchen kam zur Ruhe. Der wiederum folgende Fall machte mir Spaß und führte bei meinem Sohn zu glücklichem Lachen, machte aber wiederum das Hähnchen nervös. Ich wies es an, sich zu benehmen, und stellte mich auf die nächste Abfahrt ein. Das Hähnchen setzte sich brav in das untere Ende meiner Magengrube und harrte aus. Allerdings bestand die nächste Abfahrt aus nur etwa einem Meter Drop, dann gefühlt einer halben Sekunde Pause, gefolgt von einem weiteren Kurzdrop, was sich mehrfach wiederholte. Dieser Teil des Fahrtprogramms beförderte meinen Körper relativ langsam hoch und runter, während sich das Hähnchen gefühlt durchgehend an der absolut gleichen Stelle aufhielt. Laut Internet soll die Fahrt wohl 2 Minuten dauern, aber unter Einbeziehung nahezu übernatürlicher Körperbeherrschung, um die Übelkeit zu kontrollieren, fühlte sie sich eher wie 2 bis 4 Werktage an.
Das Ende der Fahrt war eine Wohltat und Erleichterung sondergleichen. Ja, der Turm hatte mir und vor allem Daritas sehr viel Spaß gemacht und ich würde ihn jederzeit wieder fahren, aber trotzdem bin ich mit zittrigen Beinen und leicht unsicher durch den Ausgang getreten – nicht aufgrund von Adrenalin oder Schockwirkung meinerseits, sondern weil ein dämlicher toter Vogel Angst vor der Fahrt hatte. Geiles Ding, aber zumindest für mich nicht direkt nach dem Essen.
Nach 20 Minuten Wartezeit durfte ich meinen Rucksack ablegen und die Rosette im Sitz platzieren. Daritas neben mir schien voller Vorfreude, und nach Anlegen der Sicherheitsbügel ging es auch direkt nach oben. Der Aufenthalt dort oben war wirklich erfreulich: Nicht nur der nahe Blick auf Colorado Adventure, welche immer wieder an uns vorbeidonnerte, auch der Wasserturm war sehr unterhaltsam, bot er uns doch seine auf ihm liegenden Schätze wie eine Mütze, ein halb verzehrtes Butterbrot und diverse Münzen dar. Die Aussicht war auch aufgrund der Drehung in alle Richtungen möglich, erlaubte aber aufgrund der massiv verwinkelten Bauweise des Phantasialands keinen kilometerweiten Blick in die Ferne – was aber auch nicht nötig war. Thematisch war es so auffallend besser, wenn ich mir auch nicht ganz sicher bin, welche Verkettung unglücklicher Umstände dazu geführt haben könnte, dass wir wiederholt von Wassertürmen in Mexiko herunterfallen – denn der Fall kam, und zwar relativ abrupt. Der unerwartete Weg nach unten war kurz und heftiger als erwartet, was mir auch das Hähnchensandwich bestätigte, welches dann doch kurz überlegte, den Eingang meines Verdauungssystems zum Verlassen meines Körpers zu verwenden. Ich sprach still mein Verbot dieser Idee aus und wir fuhren wieder hoch. Gut, wir waren uns einig, das Hähnchen kam zur Ruhe. Der wiederum folgende Fall machte mir Spaß und führte bei meinem Sohn zu glücklichem Lachen, machte aber wiederum das Hähnchen nervös. Ich wies es an, sich zu benehmen, und stellte mich auf die nächste Abfahrt ein. Das Hähnchen setzte sich brav in das untere Ende meiner Magengrube und harrte aus. Allerdings bestand die nächste Abfahrt aus nur etwa einem Meter Drop, dann gefühlt einer halben Sekunde Pause, gefolgt von einem weiteren Kurzdrop, was sich mehrfach wiederholte. Dieser Teil des Fahrtprogramms beförderte meinen Körper relativ langsam hoch und runter, während sich das Hähnchen gefühlt durchgehend an der absolut gleichen Stelle aufhielt. Laut Internet soll die Fahrt wohl 2 Minuten dauern, aber unter Einbeziehung nahezu übernatürlicher Körperbeherrschung, um die Übelkeit zu kontrollieren, fühlte sie sich eher wie 2 bis 4 Werktage an.
Das Ende der Fahrt war eine Wohltat und Erleichterung sondergleichen. Ja, der Turm hatte mir und vor allem Daritas sehr viel Spaß gemacht und ich würde ihn jederzeit wieder fahren, aber trotzdem bin ich mit zittrigen Beinen und leicht unsicher durch den Ausgang getreten – nicht aufgrund von Adrenalin oder Schockwirkung meinerseits, sondern weil ein dämlicher toter Vogel Angst vor der Fahrt hatte. Geiles Ding, aber zumindest für mich nicht direkt nach dem Essen.
Voll geil, aber mein Vater...
Die Fahrt war unterhaltsam und wir standen wieder vor Colorado Adventure, welche inzwischen wieder 120 Minuten Wartezeit hatte. Konnten wir offensichtlich nicht mehr machen. Kind war untröstlich (OK, das ist gelogen). Chiapas – ja, richtig, ich brauchs noch nicht mal ausschreiben. Wir wollten noch irgendwas machen, was wir noch nicht gemacht hatten, und wobei wir nicht den Rest des Tages verbringen würden. Mein Sohn hatte dafür die Lösung.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein klassisches Pferdekarussell gefahren zu sein, also wieder ein Novum. Es fühlte sich sehr nostalgisch an und war nicht annähernd so schlimm wie die Teetassen, aber trotzdem war die Drehbewegung, wenn mir eh schon schlecht war, eine eher suboptimale Entscheidung. Trotzdem, ein Karussell auf 2 Ebenen macht schon etwas her. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Bänke, welche als Alternative zu den Pferdchen im Angebot waren, und die Tatsache, dass die Pferde teilweise erstaunlich hoch waren. Als erwachsener Mann von 1,84 Meter musste ich auf mein Reittier hochklettern. Es war ganz nett, entspannend, Kind hat keine größere Meinung dazu – ich habe nichts Spezielles dazu zu sagen.
...
Ist halt ein Pferdekarussell.
Ist halt ein Pferdekarussell.
OK, es war jetzt 17 Uhr. Eine Stunde noch. Was kann man in einer Stunde machen? Wir sahen auf die Wartezeiten.
CHIAPAS
IST
GEÖFFNET
Wartezeit 2 Stunden. God dammit. Daritas beteuerte, dass er mit mir gefahren wäre, wenn es jetzt noch gepasst hätte. In einem Anfall von Kreativität schlug ich vor, beim Gästeservice nachzufragen, ob 2 unserer 4 F.L.Y. Fast Passes in Fast Passes für Chiapas umtauschbar wären. Daritas guckte ein wenig unglücklich. Er hatte Angst vor dem steilen Drop und hatte eigentlich gehofft, er wäre schön aus der Nummer rausgekommen.
War er auch. Das Umtauschen von F.L.Y. in beliebige andere Fast Passes war zwar theoretisch möglich, aber gerade Chiapas war leider als einzige nicht im Angebot, weil die Schlange eh schon so lang war und das den anderen Gästen gegenüber unfair wäre. Verstehe ich, ärgert mich, nicht die Schuld vom Gästeservice. Man bot uns stattdessen Taron an. Ich lehnte ab – Daritas hatte schon beim ersten Anblick des Widders gesagt, er wolle damit nicht fahren, und ich sagte, ich würde das respektieren. Kein Taron. Kein Chiapas. Keine Zeit, um noch etwas anderes zu machen.
Wir drehten uns Richtung Rookburgh. Endlich. Es würde so gut werden. Ich freute mich wie ein kleines Kind.
Es war so weit. Ich habe mich schon monatelang vorher auf F.L.Y. gefreut. Die Bahn sah einfach so cool aus, mir wurden von allen Seiten Lobpreisungen gesungen, sie sollte nicht zu extrem sein, sie passt unglaublich gut thematisch und storytechnisch in den Bereich und es soll sich wirklich anfühlen, als würde man fliegen. Daritas hatte mir hoch und heilig versprochen, dass wir zusammen die Bahn fahren würden, und ich habe mich so unglaublich darüber gefreut, mit meinem Sohn eine neue Erfahrung zu machen, von der ich mir so viel versprach und von der ich glaubte, dass sie auch ihm sehr gefallen würde. Colorado Adventure hatte nicht funktioniert. Chiapas hatte nicht funktioniert. Es war Zeit für F.L.Y..
Nun, warum den Lauf zerstören, wenn man schon dabei ist?
Ich bin ihm nicht wirklich böse. Ich bin enttäuscht und traurig, jedes Mal noch mehr, wenn ich etwas über die Bahn höre oder sie sehe. Aber es ging einfach nicht. Er hat sich solche Mühe gegeben, mit immer vorsichtigerem Heranbewegen an den Fast-Pass-Eingang, mit Zittern und viel Reden – rund 90 Minuten haben wir uns über Angst unterhalten, darüber, dass wir uns lieb haben und das Beste füreinander wollen, über das Überwinden von Furcht, aber auch über Technik und Ingenieurswesen, über Sicherheitssysteme und TÜV-Kontrollen. Wir haben uns per Whatsapp mit Freunden unterhalten, die erzählt haben, wie toll die Bahn ist und dass Raik sogar schlimmer ist.
Geholfen hat ihm davon nichts. Als ich ihm endgültig sagte, wir sollten dann lieber nicht fahren, hellte sich sein trauriges Gesicht auf und er war sofort glücklich und erleichtert, wenn auch nur kurzzeitig. Ihm wurde mit einem Schlag klar, dass er sein Versprechen gebrochen hatte. Ich aber entscheide, die Realität positiver zu definieren. Wir beide sind ein Team. Wir hauen uns nicht gegenseitig in die Pfanne. Es ging nicht, also konnten wir nicht zusammen fahren. Es war nicht seine Schuld, und ich war eh nie jemand, der Schuld gesucht hat – ich bevorzuge es, stattdessen Probleme zu lösen.
Es dauerte einige Zeit und diverse Sprachbarrieren, bis wir eine Alternative gefunden hatten: Eine vierköpfige französische Familie wollte gerade den Park verlassen, ohne F.L.Y. zu fahren, weil die Wartezeiten zu lang waren. Die Kinder waren enttäuscht. Die Eltern waren enttäuscht. Es war ihr einziger Tag im Phantasialand. Daritas und ich zeigten die Karten, erklärten die Umstände. Das Misstrauen war sofort da – das wären umgerechnet ja 320 €, warum verschenkt das jemand? Was wollte ich für die Karten haben? Waren sie wirklich übertragbar? Was bezwecke ich mit dieser Geste, wenn ich doch selber viermal fahren könnte? Ich beteuerte mehrfach, dass ich die Karten nicht verwenden könne, dass ich keine Gegenleistung erwarte. Die Dankbarkeit meiner neuen französischen Freunde kannte keine Grenzen, als wir sie zum Fast-Pass-Eingang brachten. Daritas und ich setzten uns in einen der Strandkörbe, oder was auch immer das darstellen sollte. Ich hatte meinen Sohn im Arm, als wir nach der anderen Familie Ausschau hielten. Wir schafften es nicht, sie auf F.L.Y. zu sehen (haben sie aber – sie haben uns nach der Fahrt nochmal gedankt). Daritas fühlte sich schlecht, so viel war offensichtlich.
„Papa?“
„Ja?“
„Beim nächsten Mal fahren wir. Versprochen.“
„Versprich mir das lieber nicht. Du bist jetzt schon so traurig, weil du nicht konntest.“
„Doch. Ich muss nur auf mehr Bahnen üben. Dann können wir beim nächsten Mal fahren. Versprochen.“
„Ich hab dich lieb, mein Sohn, egal, ob du mit mir Achterbahn fährst oder nicht.“
„Ich dich auch, Papa.“
Nun, warum den Lauf zerstören, wenn man schon dabei ist?
Ich bin ihm nicht wirklich böse. Ich bin enttäuscht und traurig, jedes Mal noch mehr, wenn ich etwas über die Bahn höre oder sie sehe. Aber es ging einfach nicht. Er hat sich solche Mühe gegeben, mit immer vorsichtigerem Heranbewegen an den Fast-Pass-Eingang, mit Zittern und viel Reden – rund 90 Minuten haben wir uns über Angst unterhalten, darüber, dass wir uns lieb haben und das Beste füreinander wollen, über das Überwinden von Furcht, aber auch über Technik und Ingenieurswesen, über Sicherheitssysteme und TÜV-Kontrollen. Wir haben uns per Whatsapp mit Freunden unterhalten, die erzählt haben, wie toll die Bahn ist und dass Raik sogar schlimmer ist.
Geholfen hat ihm davon nichts. Als ich ihm endgültig sagte, wir sollten dann lieber nicht fahren, hellte sich sein trauriges Gesicht auf und er war sofort glücklich und erleichtert, wenn auch nur kurzzeitig. Ihm wurde mit einem Schlag klar, dass er sein Versprechen gebrochen hatte. Ich aber entscheide, die Realität positiver zu definieren. Wir beide sind ein Team. Wir hauen uns nicht gegenseitig in die Pfanne. Es ging nicht, also konnten wir nicht zusammen fahren. Es war nicht seine Schuld, und ich war eh nie jemand, der Schuld gesucht hat – ich bevorzuge es, stattdessen Probleme zu lösen.
Es dauerte einige Zeit und diverse Sprachbarrieren, bis wir eine Alternative gefunden hatten: Eine vierköpfige französische Familie wollte gerade den Park verlassen, ohne F.L.Y. zu fahren, weil die Wartezeiten zu lang waren. Die Kinder waren enttäuscht. Die Eltern waren enttäuscht. Es war ihr einziger Tag im Phantasialand. Daritas und ich zeigten die Karten, erklärten die Umstände. Das Misstrauen war sofort da – das wären umgerechnet ja 320 €, warum verschenkt das jemand? Was wollte ich für die Karten haben? Waren sie wirklich übertragbar? Was bezwecke ich mit dieser Geste, wenn ich doch selber viermal fahren könnte? Ich beteuerte mehrfach, dass ich die Karten nicht verwenden könne, dass ich keine Gegenleistung erwarte. Die Dankbarkeit meiner neuen französischen Freunde kannte keine Grenzen, als wir sie zum Fast-Pass-Eingang brachten. Daritas und ich setzten uns in einen der Strandkörbe, oder was auch immer das darstellen sollte. Ich hatte meinen Sohn im Arm, als wir nach der anderen Familie Ausschau hielten. Wir schafften es nicht, sie auf F.L.Y. zu sehen (haben sie aber – sie haben uns nach der Fahrt nochmal gedankt). Daritas fühlte sich schlecht, so viel war offensichtlich.
„Papa?“
„Ja?“
„Beim nächsten Mal fahren wir. Versprochen.“
„Versprich mir das lieber nicht. Du bist jetzt schon so traurig, weil du nicht konntest.“
„Doch. Ich muss nur auf mehr Bahnen üben. Dann können wir beim nächsten Mal fahren. Versprochen.“
„Ich hab dich lieb, mein Sohn, egal, ob du mit mir Achterbahn fährst oder nicht.“
„Ich dich auch, Papa.“
Wir wollten eigentlich auf F.L.Y., ich hatte leider aber zu viel Angst, aber wir (ich und mein Vater) werden F.L.Y. zu 100% fliegen, das habe ich ihm versprochen.
Die Heimfahrt war schon ein wenig emotional. Wir hatten zwei wirklich schöne Tage miteinander verbracht – da stimmten wir uns gegenseitig zu. Wir redeten über Vieles, wie zum Beispiel die Tatsache, dass exakt für unsere Heimfahrt die Autobahn gesperrt war, die uns am schnellsten nach Hause gebracht hätte, oder dass Daritas Comedyhörspiele aus den Neunzigern lustig findet, oder dass er auch etwas für den Trip Report schreiben wolle. Unausgesprochen über all dem lag aber seine Trauer, Papa enttäuscht zu haben. Es tat ihm leid, und zwar wortwörtlich – das war eine Sache, die ihm direkt Leid verursachte.
Zu Hause gab es ein bisschen vor dem Kurzurlaub vorbereitetes Abendessen und seine Lieblingsserie. Noch mehrere Tage lang erzählte Daritas mir davon, dass er sich schlecht fühlte, dass die Sachen, die ich ausgesucht hatte, alle nicht geklappt hatten. Wir hatten viele lange und kurze Unterhaltungen darüber, dass die Angst diesmal gewonnen hätte, uns das aber eine Lehre gewesen sein sollte. Daritas stimmte zu. Ich machte klar, dass mir mein Sohn wichtiger war als jede Achterbahn der Welt, und Daritas sagte, das wüsste er.
Was er auch wusste, war, dass er ein frühes Geburtstagsgeschenk bekommen würde. Er freute sich schon sehr darauf, es am Freitag zusammen abzuholen, denn er hatte die Informationen, die ich ihm gegeben hatte, schon selber hochgehyped.
Zu Hause gab es ein bisschen vor dem Kurzurlaub vorbereitetes Abendessen und seine Lieblingsserie. Noch mehrere Tage lang erzählte Daritas mir davon, dass er sich schlecht fühlte, dass die Sachen, die ich ausgesucht hatte, alle nicht geklappt hatten. Wir hatten viele lange und kurze Unterhaltungen darüber, dass die Angst diesmal gewonnen hätte, uns das aber eine Lehre gewesen sein sollte. Daritas stimmte zu. Ich machte klar, dass mir mein Sohn wichtiger war als jede Achterbahn der Welt, und Daritas sagte, das wüsste er.
Was er auch wusste, war, dass er ein frühes Geburtstagsgeschenk bekommen würde. Er freute sich schon sehr darauf, es am Freitag zusammen abzuholen, denn er hatte die Informationen, die ich ihm gegeben hatte, schon selber hochgehyped.
Dann waren wir halt zu Hause wir haben noch eine Folge „Die 2“ geguckt.
Und jetzt stehen wir da, drei Leute, die von absolut 0 Erfahrung zusammen auf die unterste Stufe der Freizeitparkbesucher geklettert sind, mit Season Passes für den Movie Park. Daritas kann jetzt für die großen Bahnen üben, ich hab ein paar Euro für unsere eh geplanten Besuche gespart, Viv hat die Freiheit, jederzeit den ganzen Tag lang Excalibur zu ballern, und das alles nur, weil ich gesagt habe, ich würde zu Halloween gerne eine Show sehen und ein Maze durchlaufen.
Next up: Voraussichtlich Efteling.
