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Go West 2022 - Höhen & Tiefen: #1 San Francisco (California's Great America, Six Flags Discovery Kingdom)

Fiorell

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Wir waren dieses Jahr Ende Mai/Anfang Juni auf einer größeren Tour im Westen der USA unterwegs. Nach langer Zeit endlich mal wieder eine fette Tour! Unsere Wegpunkte sollten die folgenden Städte sein:
  1. San Francisco
  2. Los Angeles
  3. San Diego
  4. Las Vegas
  5. Salt Lake City
Die ist ein Bericht zu Teil 1 unserer Tour: San Francisco.
Statt möglichst vieler Statistiken und Aufzählungen möchte ich mich in dieser Berichtserie vor allem auf meine Eindrücke konzentrieren. Deswegen geht es hier fast ausschließlich um erlebte Höhen und Tiefen. Und ja, Letztere gab es auch auf der Tour. Das kann zum einen daran liegen, dass nach der zweijährigen Corona-Pause die Parks Schwierigkeiten hatten Personal zu finden oder vielleicht liegt es auch daran, dass ich und meine Mitreisenden nicht jünger werden. Speziell wenn es um meine Einschätzungen einiger Achterbahnen geht, gebe ich zu Protokoll, dass ich zu den "Big Boys" gehöre und 115 kg wiege - da erlebt man die eine oder andere Bahn doch etwas anders. Close your seatbelts - es geht los...

Fünf Verrückte reisen an

Der Flug nach San Francisco mit 'United Airlines' war schockierend gut - was wir aber damals noch nicht so recht zu würdigen wussten. Erst bei unserem Rückflug mit der Billig-Lufthansa-Airline 'Eurowings' sollte uns das klar werden. Dort angekommen besorgten wir uns den größten Mietwagen im Angebot, einen Chevrolet Suburban:

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Auf deutschen Straßen wäre dieser fahrbare Frachter ein Unding. Auf amerikanischen Straßen erntet man damit den nötigen Respekt.
Da passen locker 5 Personen mit dem Gepäck für 3 Wochen rein und für's Sightseeing sitzt man schön hoch. An der Tankstelle sollte man allerdings den Motor nicht im Leerlauf lassen, sonst wird der Tank nie voll.

Zu San Francisco selbst muss ich sagen: Geht so. Kein Vergleich mit der Schönheit europäischer Städte. Golden Gate Bridge angeschaut und ein paar Fotos geschossen. Das "world famous" Sauerteigbrot mit Muschelsuppe gegessen - naja. Alcatraz von weitem fotografiert - ok. Ganz hübsch das Hafenviertel 'Fisherman's Wharf'. Für meine Lieblingsattraktion dort war der Eintritt frei...

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Im 'Musée Méchanique' kann man alte Spielautomaten anschauen und tatsächlich auch alle diese alten Schätzchen für einen Quarter spielen. Die Ausstellungsstücke dort gingen von alten Musikautomaten und Dioramen-Animatronics bis zu den ersten Flippern und Videospielautomaten. Da war auch herrlich abstruses Zeugs dabei. Für alle, die nur das kleinste Interresse an so etwas haben ist das dort ein Must-Visit.

Ansonsten erfährt man auf der Hop-On Hop-Off Bustour dass San Francisco vor allem aus Betrug und Gier entstanden ist. Damit könnte HBO eine Drama-TV-Serie füllen. Die schöneren Ecken dort liegen direkt am Strand - aber dazu später mehr.

Die berüchtigten Freizeitparks

Sowohl Six Flags als auch Cedar Fair unterhalten in der Bay Area jeweils einen großen Freizeitpark. Wer sich im Vorfeld informiert hört nicht nur gute Dinge über diese Parks. Sollten die Gerüchte etwa wahr sein? Es fängt auf jeden Fall schon einmal damit an, dass mitten im Juni, bei bestem Wetter, beide Parks nur am Wochenende geöffnet haben. Das gab bei der Planung erst einmal Kopfzerbrechen und in den ersten Park ging es dann deshalb auch mit Jetlag...

California's Great America

Wenn man den Park betritt wird man sogleich an einen anderen Park erinnert, der ebenfalls mit "Great America" endet...

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...ja genau, im Vordergrund stehen fünf Chaoten rum, das kennt man aus vielen Freizitparks. Aber ich meine natürlich das doppelstöckige Karussell im Hintergund, dass man auch in 'Six Flags Great America' findet. Und das kam so: Der Park wurde 1976 ursprünglich als ‘Marriott’s Great America’ gegründet, genau so wie sein ‘Great America’ Schwesterpark in Chicago. Diesen Park hier übernahm schließlich Cedar Fair, den anderen die Six Flags Gruppe.
'Six Flags Great America' fand ich ja bei unserem Besuch echt hübsch, was kann also jetzt noch schief gehen?

Ok, ok... was jetzt folgt war der bislang mieseste Parkbesuch den ich je hatte - und ich habe schon 250 Freizeitparks besucht. Der Park öffnete um 10 Uhr, aber keine der neun Achterbahnen fuhr. Oder in Zahlen: Null.
Dieser Status sollte sich auch bis 11 Uhr nicht ändern.
Aber dann - die Achterbahngötter waren uns hold! - da bewegte sich etwas im Gebüsch. Es war ... Demon. Der Arrow-Looper von 1976. Ausgerechnet der.
Also stellten wir uns in die Warteschlange der einzigen Bahn die im gesamten Park fuhr. Zusammen mit einer Fantastillion anderer Parkbesucher. Hatte ich schon erwähnt das es in der Sonne ziemlich unerträglich heiß war? Oder dass die Warteschlange von Demon schon voll dem Thema entsprach, also dämonisch angelegte ZigZag-Absperrungen zum großen Teil in der prallen Sonne? Oder das die gesamte Wartezeit auf diesen mehr als unterdurchschnittlichen Coaster dann über 2 Stunden betrug? Hatte ich das schon erwähnt!?
Die Fahrt war dann für einen Arrow-Looper OK, er hat uns nicht ganz so übel wie viele seiner Cousins verprügelt und es gab sogar Lichteffekte und Tunnel.

Es war dann etwa 13:30 Uhr und noch immer war der größte Teil der Achterbahnen im Park nicht operabel. Railblazer, der RMC Raptor oder besser: mein erster RMC Raptor, fuhr nicht. Gold Striker fuhr dann, aber mit (wie kommt das nur?) 120 Minuten Wartezeit im Ein-Zug-Betrieb.
Apropos Wartezeit: Die App des Parks zeigte Wartezeiten an, aber ich vermute mal der Programmierer hat hier einfach einen Zufallszahlgenerator eingebaut. Die Zahlen stimmten nie, nicht einmal annähernd. Um 14 Uhr schließlich bewegte sich etwas bei Railblazer. Also huschten wir dort schnell hin und stellten uns neben dem Schild in der Warteschlange auf, auf dem stand "60 Minutes from here". Ja, jetzt geht's los! Ich fahre meinen ersten RMC Raptor. Zu dieser Zeit fuhren weder Patriot, noch Flight Deck, noch Grizzly. Und weitere satte 2 Stunden später standen wir immer noch in der Warteschlange von Railblazer.

Aber Heiko, werden nun einige von Euch sagen, ihr hättet doch einfach einen Fastpass kaufen können! Und meine Antwort ist: Um dieser unverschämten Politik des Parks auch noch Vorschub zu leisten? Hier geht es um Prinzipien! Die wollten dort €89 pro Person für einen Fast Lane Pass. Und die Hälfte der Achterbahnen (vor allem die B&Ms, die ja einen gewissen Durchsatz haben) laufen gar nicht. Ohne mich.

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Und wie war nun Railblazer?
Gar nicht mal so überragend. Wenn man die Berichte mancher Leute liest, könnte man ja meinen das ist der manifestierte Achterbahn-Himmel. Aber ich fand: Das Ding hatte ne Menge Ejector. Zu viel Ejector für mich. Und es war eine unruhige Fahrt mit ziemlich viel Gerüttel und Gerappel. Da fährt der Topper-Track von RMC aber um einiges geschmeidiger.
Unterm Strich: Wer intensive Fahrten mag, kommt hier wahrscheinlich auf seine Kosten. Oder er geht halt auf ne Kirmes um die Ecke und steigt dort in einen beliebigen Flatride.

Ich hatte nun erstmal von der Rumsteherei und dem Jetlag genug und wollte gemütlich einen Happen essen und etwas nettes drinken. Die anderen vier fuhren Patriot, der tatsächlich so um 15 Uhr aufmachte (ich stelle mir das so vor: Da ist ein kleiner Trupp von Technikern der langsam seine Runde durch den gesamten Park dreht und alle paar Stunden mal ne Achterbahn betriebsbereit macht. Oh ihr europäischen Freizeitparks! Wie ich euch beneide! Da fahren doch tatsächlich bereits alle Bahnen wenn der Park morgens aufmacht).
Im California's Great America gibt es durchaus ein paar Essbuden, die ganz ordentlich klingen, z.B. Starbucks oder einen Panda Express. Bei beiden stand die Warteschlange bis raus vor die Tür und bewegten sich nach den ersten 10 Minuten Probe-Anstehen keinen Zentimeter. Ich ließ mir dann etwas aus nem Automaten raus.
Patriot, so habe ich mir dann sagen lassen, wird unter den B&M Floorless-Coastern auch keinen Top-Platz belegen, aber das hätte ich bei einem umgebauten Stand-Up-Coaster auch nicht erwartet.

Eine Stunde vor Parkschließung wurden dann auch noch Grizzly und Flight Deck eröffnet. WTF. Davor stand aber noch Gold Striker auf dem Programm. Dessen Warteschlange war nun tatsächlich auf 45 Minuten runter, da sich der Park zum Ende hin leerte.
Und Gold Striker war mit Abstand mein Lieblingscoaster im Park. Der fuhr genau so wie man es von einem GCI erwartet, der von den Fans zu den Top10 dieses Herstellers gezählt wird. Herrlich wilde Fahrt mit 'Out-of-Control', leicht ruppig aber immer noch so dass ihn alle lieben.

Wir hatten noch 10 Minuten und entschieden uns für Grizzly statt Flight Deck. Warum denn das? Ist nicht Flight Deck einer von diesen tollen, teuren B&M Invertern? Ja schon, aber für mich fahren die alle so ähnlich, dass ich mich für den viel einzigartigeren Grizzly entschieden habe. Die anderen auch.
Der hat bei den Fans nicht viele Vorschussloorbeeren bekommen. Das ist ein alter Woodie und fährt eher gemütlich seinen Rundkurs ab. Überraschenderweise gab es jedoch Floater-Airtime an zwei Stellen und zusammen mit dem ziemlich freizügigen Rückhaltesystem hat mir diese Bahn sogar Spaß gemacht.

Also am Ende noch zwei versöhnliche Fahrten auf den Holzachterbahnen - sonst wäre ich wirklich böse geworden und hätte hier noch mehr rumgestänkert. Insgesamt gesehen war das ein Armutszeugnis was dieser Park dort abgeliefert hat, denn neben den Achterbahnen gibt es eigentlich keine Attraktionen dort, die irgendwie interessant gewesen wären.

Six Flags Discovery Kingdom

Da dieser Park erst um 11 Uhr öffnete, haben wir am nächsten Tag vorher noch bei der 'Sonomo Train Town Railroad' vorbeigeschaut.

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Wer genau hinschaut, sieht die Achterbahn im Hintergrund zwischen den beschaulichen Bäumen hervorlugen.

Die Achterbahn dort ist allerdings nicht die Hauptattraktion sondern eine Parkeisenbahn die satte 20 Minuten lang eine Rundfahrt im Hinterland absolviert. Dafür hatten wir allerdings keine Zeit. Der kleine Park war schön angelegt und die Kiddie-Achterbahn von E&F Miler war ganz ok.

Doch dann ging es zum Six Flags Discovery Kingdom, das ganze 10 Counts zu bieten hatte. Wenn sie denn alle fahren.
Das Six Flags Discovery Kingdom hat einen etwas merkwürdigen Eingangsbereich, denn wer in den Park will muss erst einmal vom Parkplatz um einen See laufen (oder auf den Shuttle-Bus warten). Das interessante an diesem Park ist, dass er ursprünglich ein 'Marine-Park' war, also so etwas wie SeaWorld. Darum findet man dort auch Seeotter, Delphine, Haie und Mantas zum Anfassen (also nur die Mantas - die Haie kann man zwar auch anfassen, aber manchmal nur einmal) - nur ne Nummer kleiner als in der SeaWorld-Parks.

Hier fuhren anfangs nur ein kleiner Teil der Bahnen nicht, als wir um 11:30 Uhr dort ankamen. Der größte Verlust dürfte 'Flash: Vertical Velocity' gewesen sein, der schon länger außer Betrieb war und auch am nächsten Tag nicht in Betrieb ging. Auch hier gab es das Problem, dass die Wartezeiten in der App reine Fantasiezahlen waren.

Wir fuhren zuerst den Joker.

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Wer lacht da?

Dieser RMC-Umbau landet bei mir irgendwo im unteren Drittel der RMC-Bahnen. Ich tendiere ja dazu, die RMC-Bahnen besser zu finden, die mich nicht mit übertriebenem Ejector und dem bescheidenen Rückhaltesystem von RMC versuchen zu töten. Da die Bahn jetzt nicht besonders hoch ist, hatte ich Hoffnung dass dies einer der gemütlicheren RMCs ist - aber die war vergebens. Das man Bahnen auch ohne viel Aua bauen kann, hat RMC z.B. erst letztens wieder mit Untamed gezeigt, aber der hier verursacht bei mir blaue Flecken. Ich verstehe aber, das es andere Leute gibt, welche diese Bahn lieben.

Das zweite Highlight vor Ort ist Medusa.

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Dieser B&M Floorless hat nicht nur einen schönen Anstehbereich sondern auch einen wirklich fetten Looping. Dazu fuhr sich die Bahn auch noch relativ ruhig (bei den Schulterbügeln ein Muss) und war somit ein Gewinner auf meiner Liste.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist Batman The Ride.

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Mit dem fast schon obligatorischen Batmobil in der Warteschlange. Der S&S 4D Free Spin fuhr sich ziemlich gut inklusive zweier Überschläge - was meiner Meinung nach genau die richtige Anzahl für diesen Ride ist.

Superman Ultimate Flight, der Prototyp der Premier Rides Sky Rocket II, bin ich nicht gefahren. Ich gehe mal davon aus, dass der so gut wie alle anderen seiner Art ist. Ich bin auch nicht den Vekoma SLC und den Vekoma Boomerang gefahren. Ich bin nämlich schon über 50 und habe auch schon eine gewisse Weisheit erlangt.

Was mir sehr gefiel in Six Flags Discovery Kingdom ist der große, mit einer Zeltplane überdachte Eßbereich im hinteren Teil des Parks. Zwar sind die FastFood-Angebote nicht alle gut, aber man kann hier sehr gut etwas in Ruhe essen.

Letztendlich steht es damit 1:0 für Six Flags im lokalen Match gegen Cedar Fair. Six Flags Discovery Kingdom war durchaus OK, wenngleich auch kein Überflieger was Freizeitparks betrifft.

Gilroy Gardens

Am darauf folgenden Tag sind wir in einen Park gegangen, der wohl immer noch den Status eines Geheimtipps besitzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Park nur zwei wenig imposante Achterbahnen besitzt. Aber schaut Euch mal den Eingang an:

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Schön und schattig. Der Park ist ein Garten-Park der ausgesprochen hübsch angelegt ist. Nach zwei Tagen Trubel mit Cedar Fair und Six Flags eine willkommene Abwechslung zum runterschalten. Kleiner Tipp: Mit dem Jahrespass von California's Great America kommt man hier ebenfalls gratis rein (nur Parken kostet etwas).

Aufgebaut wurde der Park von einem Ehepaar namens Bonfante, das 2001 genug von ihren Supermärkten hatte und diese kurzerhand verkauften um diesen schönen Park zu erstellen.

Ich empfehle in diesem Park unbedingt die Oldtimer zu fahren - und zwar beide Seiten. Die Parkeisenbahn war ebenfalls großartig. Selbst die Gemüse-Animatronics-Show hat hier Spaß gemacht. Und die haben tatsächlich eine Achterbahn, die ich ziemlich gut fand: Quicksilver Express.

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Das ist ein Mine-Train von D.H. Morgan den man wirklich als definitiven Terrain-Coaster bezeichnen kann. Auch hat mir die ganze Thematisierung während der Fahrt ganz gut gefallen. Ob der Coaster allerdings mal einen neuen Anstrich vertragen könnte oder ob das Absicht ist, weiß ich nicht.

Was der Park nicht kann: Günstiges Essen. Tatsächlich sollte man dann doch besser außerhalb einkehren.
Aber ganz ehrlich: Ich würde eher noch einmal in Gilroy Gardens gehen als in California's Great America oder Six Flags Discovery Kingdom.

Man ist jedoch maximal ein paar Stunden dort beschäftigt. Deshalb ging es anschließend ans Meer.

Santa Cruz Beach Boardwalk

Wenn man die "Locals" fragt, in welchen Freizeitpark sie gerne gehen, dann fällt da oft der Name 'Santa Cruz Beach Boardwalk'. Und entsprechend voll war es dann dort auch.

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Der Giant Dipper ist eine Holzachterbahn die 1924 von Arthur Looff und D.H. Morgan gebaut wurde. Und auch wenn sie beinahe 100 Jahre alt ist, fährt sie noch wie ein geölter Blitz. Genau so müssen diese alten Holzachterbahnen heute noch fahren. Macht Spaß das Teil!

Ebenfalls ganz spaßig ist der Maurer Spinning Coaster 'Undertow', aber die weiteren Hauptattraktionen dort sind nicht unbedingt die Achterbahnen.

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Sehr gut ist z.B. der Sky Glider der den ganzen Boardwalk entlang fährt. Auf der einen Seite Ozean und Strand und auf der anderen Seite der Seaside Park.

Und nicht unerwähnt bleiben sollten die Darkrides. Neben dem interaktiven 'Ghost Blasters' von der Sally Corporation gibt es dort auch zwei absolute Klassiker:

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'Cave Train Adventure' fährt mit dem Zug durch eine ziemlich lange urige Höhle und das 'Haunted House' ist eine Geisterbahn die man auch auf jeden Fall mitnehmen sollte.

Und dann gibt es da noch das Looff Carousel mit dem 'Ring Toss':

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Dieses sehr traditionelle Fahrgeschäft gehört auch zu den Favoriten der Einheimischen: Ihr seht auf dem Bild diesen gelben Träger? An dessen Spitze können die Mitfahrer (während sie fahren und auf- und ab-galoppieren) einen Ring abgreifen. Den müssen sie dann dem fiesen Clown in den Mund werfen. Herrlich wenn die gesamten Mitfahrer vor Freude lauthals Beifall bekunden wenn es dann mal einem gelingt den Ring zu platzieren.

Kurz: Dieser Seaside Park ist ziemlich groß und hat mir auch recht gut gefallen. Das einzige Manko waren die Menschenmassen vor Ort.
Santa Cruz selbst ist auch nett um mal Essen zu gehen oder am Strand zu flanieren.

Und das war's mit dem ersten Teil. Jetzt geht und lasst mich alleine über den nächsten Teil brüten, der dann von Los Angeles handelt...
 
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sven

CF Guru
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Hui, da habt ihr ja wenig Glück gehabt im ersten Teil. Wir waren im Juni auch dort, und das größte Problem in beiden Parks waren die vordrängelnden Teenager. Railblazer hat zur Parköffnung aufgemacht (und war mir auch zu zahm für das viele Lob, von den Leuten die nachmittags noch mal fuhren hörte ich aber, dass es besser geworden war), die einzige richtige Geduldprobe war die oberschnarchige Abfertigung beim Grizzly (und wenn man langsam abfertigt muss man auch immer sehr viele Leute aus der Drängelpassschlange holen, sonst wird die zu lang - also noch mal längere Wartezeit in Standby).

In SFDK hatten morgens nur wenige Bahnen auf, bis auf den Impulse Coaster ohne Zug (bei dem stand es zu erwarten) hat dann aber alles aufgemacht, und das Personal war trotz sichtbarer Unterbesetzung richtig motiviert und ist teilweise gespurtet. Der ganze Park wirkt etwas runtergekommen, durch das gute Personal hatte ich dann aber doch einen guten Tag.

Und Gilroy... schöne Gartenanlagen, ein unverschämter Tageseintritt und alles etwas abgelebt. Für lokale Besucher mit Kindern (und Jahreskarte) sicher ein gutes regelmäßiges Ziel, auf Freizeitparktour würde ich da wenig mehr als 3 Stunden einplanen.
 

Fiorell

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Noch ein kleiner Tipp bezüglich der Maut-Gebühren in San Francisco:

Man muss dort bei allen größeren Brücken in der Bay Area "bridge toll" (nicht zu verwechseln mit einem "bridge troll") bezahlen (oft auch nur in eine Richtung - aber ihr werdet wohl nicht darum herum kommen mit einem Mietwagen). Früher konnte man das vor Ort an Kassenhäusschen bezahlen - das geht jetzt nicht mehr.

Die Auto-Vermieter bieten einem hier verschiedene Abos an, die aber immer teurer als die eigentlichen Mautgebühren sind. Besonders übel war das bei Thrifty, die einfach täglich eine Gebühr verlangten, obwohl wir nur ein paar Tage der gesamten Mietdauer in San Francisco verweilten. Es gibt für diese Brücken-Maut aber einen einfachen, öffentlichen Weg: Dazu geht ihr, nachdem ihr Euren Mietwagen abgeholt habt, auf die Webseite https://www.bayareafastrak.org/en/tolls/one-time-payment.shtml und wählt dort 'Pay Future Toll' aus. Danach müsst ihr noch das Auto-Kennzeichen und eure Kreditkarte angeben und bis wann die Mautgebühren gesammelt werden soll (hier am besten bis zum Ende der Mietwagen-Laufzeit). Sämtliche Mautgebühren werden dann automatisch abgehandelt ohne zusätzliche Kosten.

Südlich von Los Angeles gibt es ebenfalls mautpflichtige Straßen, die umgeht man aber indem man das Navi anweist keine solchen Mautstraßen zu verwenden.
In Nevada und Utah gibt es keine Mautstraßen.

Dann noch ein Wort zu den Fastlanes: Auf den Highways wird oft die linke Spur als Fastlane deklariert. Wenn dort steht, dass diese für "Carpools" oder "HOVs" (high-occupance vehicle) frei sind, dann dürft ihr darauf fahren, sobald mindestens zwei Personen im Auto sitzen. Steht davon nichts, dann solltet ihr dort nicht fahren, denn das könnte teuer werden (da kommt dann meist noch eine Bearbeitungsgebühr des Autovermieters dazu).
 

Madflex

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Schön mal wieder Tripreports aus den USA zu lesen. Danke schon mal dafür. Ich freue mich auf die weiteren Berichte.

Superman Ultimate Flight, der Prototyp der Premier Rides Sky Rocket II, bin ich nicht gefahren. Ich gehe mal davon aus, dass der so gut wie alle anderen seiner Art ist. Ich bin auch nicht den Vekoma SLC und den Vekoma Boomerang gefahren. Ich bin nämlich schon über 50 und habe auch schon eine gewisse Weisheit erlangt.

Vernünftige Einstellung. Ich höre die Counter leise weinen.

Also am Ende noch zwei versöhnliche Fahrten auf den Holzachterbahnen - sonst wäre ich wirklich böse geworden und hätte hier noch mehr rumgestänkert. Insgesamt gesehen war das ein Armutszeugnis was dieser Park dort abgeliefert hat, denn neben den Achterbahnen gibt es eigentlich keine Attraktionen dort, die irgendwie interessant gewesen wären.

Möglicherweise war das bereits dem Grundstücks-Verkauf geschuldet und Cedar Fair hat den Park insgeheim schon abgeschrieben.
 

Boris81

Airtime König
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Ich finde, du hast den Bericht super geschrieben, es macht Spaß zu lesen und ich bin auch gespannt auf die nächsten Teile.
US-Reiseberichte sind für mich die Interessantesten😏 Ich habe auch bereits 2 große US-Touren hinter mir und werde hoffentlich noch dazu kommen, hier darüber zu schreiben.
 

Blue Bumble Bee

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Lustig, dass bei uns sogar noch mehr zu war & wir noch schlechtere Abfertigungen erleben mussten. Bei dem B&M Inverter herrschte Einzugbetrieb und alle 12 Minuten wurde ein Zug dispatched. Sowas habe ich in all den Jahren auch noch nicht erlebt. Railblazer für auch im Einzugbetrieb. Für mich ist Bahn ordentlich overhyped, dort ist der große Bruder an der Ostküste um Welten besser. Hier merkt man, dass es der Prototyp war.

Auch SFDK war auch mehr als schlecht, nur sechs Bahnen fuhren und mit Joker die beste nichtmal. Der Zug stand mitten auf der Strecke. Die weite Strecke vom Parkplatz zum Eingang im Parkzentrum, erschließt sich mir auch nicht - hier wird es Zeit für einen neuen Eingangsbereich.

Deine Meinung zu San Francisco teile ich eins zu eins - verlassene Shops ähnlich der Assi-Stadt Blackpool kratzen an dem Image, der eigentlich so populären Stadt. Auch die Preise sind enorm hoch. Ich hatte mir mehr erhofft.
 

sven

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Ich denke mal der Parkplatz war direkt am Eingang, als es noch ein reiner Zoo war. Als SF dann reinkam und den Parkplatz mit Achterbahnen vollgestellt hat musste der umziehen, und so viele Optionen in der Nähe gibt es ja nicht.

Interessant wie die Eindrücke sich unterscheiden. SF kam bei uns in der Gruppe sehr gut an, Stadtviertel die wirklich urban sind, nette Nachbarschaften (und natürlich auch fragwürdige, das ist nicht zu vermeiden), interessante Restaurants und sonstige Läden. Dazu noch Strände, öffentlicher Nahverkehr der gut funktioniert, und kulturell geht da auch was.
 
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