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God save the coaster – Teil 2: Endzeitstimmung und Spaß dabei – im Thorpe Park

LuckyCoasterLuke

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Hello again, folks! hallo:-)

Nach der reibungslosen Anreise sowie dem bestenfalls durchwachsenen ersten Parkbesuch unserer Tour sollte es heute nun in den Thorpe Park gehen.

Dieser ist der Schwesterpark zu Chessington World of Adventures, welcher nur unweit entfernt liegt, jedoch ein komplett anderes Grundkonzept verfolgt:
Während in Chessington vorwiegend Familien mit Kindern angesprochen werden, sollen in Chertsey vorwiegend adrenalinhungrige Jugendliche sowie junge Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Da sich in Europa nur wenige reine „Thrill-Parks“ durchsetzen konnten, war ich schon seit langem besonders gespannt auf den Thorpe Park, von dem ich tatsächlich bereits als Achtjähriger schon gehört habe: damals wurde Colossus als Achterbahn mit den meisten Überschlägen im Guinness Buch der Rekorde 2005 vorgestellt, was für mich als damals schon faszinierend war. Mittlerweile weiß ich natürlich, dass dieser Rekord alleine nicht automatisch für eine Top-Achterbahn steht, aber trotzdem ist es ein schönes Gefühl, einen „Kindheitstraum“ endlich zu erfüllen, was auch vor zwei Jahren im Heide Park mit der im selben Buch vorgestellten Colossos der Fall war :)

Die Vorfreude war also enorm, als wir dann früh vor Parköffnung vor dem Eingang standen und warteten, bis sich die Tore öffneten:
Na da lassen wir uns doch mal gerne unterhalten ;)
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Hier wurden wir gleich mit der ersten Besonderheit des Parks konfrontiert: dieser liegt nämlich auf einer Insel, daher auch der Slogan „An island like no other!“
Optisch macht das auf jeden Fall was her und ist mal etwas anderes :)
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Daher ist diese Brücke der einzige Zugang, sofern man nicht schwimmen möchte oder gar einen Helikopter zur Verfügung hat.
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Anders als am Vortag wurden die Besucher hier erst auf einige Hauptwege verteilt, bevor dann Punkt zehn Uhr die Absperrungen geöffnet wurden und der Tag beginnen konnten.
Zeit genug, um sich mal umzuschauen, das sieht ja alles schon mal recht vielversprechend aus :cool:
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Und auch wenn Stealth bereits unsere Blicke auf sich zog, war unser erstes Ziel etwas anderes:
Für uns ging es nämlich auf die Gegenseite des Parks, unter Colossus hindurch, bis wir bei Saw – The Ride gleich in die Queue liefen :)
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Diese verläuft im Außenbereich hauptsächlich hinter hohen Gittern, sodass ein wenig Gefängnis-Atmosphäre aufkommt. Im Gebüsch liegen einige rostige Objekte (etwa „Spielzeuge“ von Jigsaw?) herum, aber sonst geht erstmal nicht sonderlich viel. Innen erwartet einen wiederum deutlich mehr:
Es ist deutlich dunkler, hin und wieder werden kurze Videosequenzen abgespielt und auf Erstfahrer wie uns warten ein paar sehr laute Soundeffekte, um uns zu erschrecken :D
Die nächste Überraschung sollte nun deutlich freundlicher sein: unsere Rucksäcke wurden entgegengenommen und uns ein Armbändchen ausgestellt, um diese nach der Fahrt wieder abzuholen. Finde ich eine recht gute Idee :)

Ich beschloss, dass wir im hinteren der beiden in der Station stehenden Wagen Platz nehmen sollten:
Auf diese Weise, so habe ich von mehreren Seiten gehört, solle nämlich der Darkride Part vor dem Lift besser zur Geltung kommen – und diesen fand ich auch gar nicht so schlecht, unter anderem trifft man dort Billy die Puppe!
Hier darf auch das typische „Gimmick nach Gerstlauer-Art“ natürlich nicht fehlen – um was es sich hierbei genau handelt, spoilere ich nicht, da die meisten es sich wahrscheinlich sowieso denken dürften ;)

Wieder am Tageslicht, kamen wir an einem weiteren herunterzählenden Timer vorbei und wurden nun in 30 Meter Höhe gezogen, begleitet vom Satz „Game over!“ und Billys schadenfrohem Gekicher :oops:
Da diese Bahn ja eine Maschine darstellt, die Jigsaw benutzt, um seine Opfer zu foltern, machte ich mich auf eine Tracht Prügel gefasst.
Dass ich einige Monate zuvor den knallroten Bruder Huracan von seiner harten Seite kennenlernen durfte, machte meine Erwartung auch nicht unbedingt besser.
Aber es hilft ja alles nichts, der Drop riss uns heftig nach unten…
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… nur um knapp die Kreissägeblätter zu verfehlen (die von außen deutlich eindrucksvoller aussehen als während der Fahrt selbst, trotzdem ein ziemlich cooler Effekt) und durch den Immelman gejagt zu werden.
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Neben einem Overbank gibt es noch einen netten Airtime Hügel, welcher aber bezüglich seines Hauptmerkmals aber gleich noch getoppt wurde:
Bei der Einfahrt in den Drop nach der Blockbremse wird man nämlich ebenfalls aus dem Sitz gerissen, allerdings um einiges heftiger als einige Sekunden zuvor. Das habe ich so nicht kommen sehen rock:-)
Nach einem recht gut zu fahrenden Dive Loop sowie einer schnellen Linkskurve ist dieser wilde Ritt dann auch vorbei.

Vielleicht lag es eben an der Erinnerung an Huracan sowie dem allgemeinen Ruf dieser Bahn, aber bezüglich des Fahrkomforts hat mich diese positiv überrascht:
Klar ruckelt es an einigen Stellen ein wenig, aber ich habe mich tatsächlich kein einziges Mal am Schulterbügel gestoßen. Das habe ich alles schon deutlich schlimmer erlebt.
Aber auch sonst ist diese Bahn nicht verkehrt: sie hält durchgehend ein hohes Tempo und ist insgesamt ziemlich intensiv, was allerdings auch zur gelungenen und atmosphärischen Thematisierung passt.
Jedoch kommt diese (von den lauten Sounds am Anfang der Indoor Queue einmal abgesehen) ohne Schockeffekte aus, was gerade solchen schreckhaften Personen wie mir entgegen kommt ;)
Die Kürze der Fahrt sowie die (trotz vieler eingesetzter Wägen sowie einer recht ordentlichen Abfertigung) überschaubare Kapazität trüben den Gesamteindruck ein wenig.
Insgesamt also eine solide Bahn, für mich ein typischer 4/6-Sterne Kandidat im PCP :)

In der Station erlebten Max und ich allerdings noch einen Schreckmoment der etwas anderen Art: das Armbändchen mit der Nummer zur Gepäckrückgabe ist ihm während des Ausziehens gerissen und landete irgendwo in den Untiefen unter den Schienen des Bahnhofsbereichs :oops:
Immerhin war das Personal an der Gepäckausgabe sehr freundlich und Max hatte es dann mithilfe seines Personalausweises (welcher in seinem Rucksack war) souverän geschafft, unsere sieben Sachen wieder zu bekommen. Puh, Glück gehabt! 😅
Und aufgrund der bereits angesprochenen Durchsatzes war es genau die richtige Entscheidung, Jigsaw gleich zu Beginn des Tages an uns heranzulassen – wir haben letztendlich vielleicht zehn Minuten gewartet, für den Rest des Tages war die Wartezeit nie unter 45 Minuten…

Gleich nebenan steht der Kandidat, welcher für hohe Wartezeiten bekannt ist: die Rede ist von Colossus, dem ehemaligen Weltrekordhalter in Sachen Inversionen.
Angeschlagen waren zu unserem Zeitpunkt 25 Minuten, also dann rein durch dieses Eingangstor (welches, wie ihr bereits erkannt haben dürftet, zu einem anderen Zeitpunkt fotografiert wurde ;))
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Diese Warteschlange verläuft hauptsächlich an dicht bewachsener Vegetation vorbei, also optisch schon mal ganz nett.
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Untermalt wird dies von einem Spannung aufbauenden Soundtrack, während immer mal wieder ein roter Zug durch das Grün prescht.
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Und nachdem man dann in der Station angekommen ist, darf man dann sportlich aktiv werden: einerseits braucht es selbst für solch schlanke Leute wie Max oder mich fast schon akrobatische Verrenkungen, um sich in den ziemlich engen Zug zu quetschen und vom Durchklettern zur Gepäckablage auf der anderen Seite will ich gar nicht erst anfangen. Des Weiteren ist das Herunterziehend der klobigen Schulterbügel ein wahrer Kraftakt – diese Aspekte dürften wahrscheinlich hauptsächlich verantwortlich für die langsame Abfertigung sein, da der zweite Zug stets in der Schlussbremse warten musste :rolleyes:
Aber egal, so konnte es dann auf die rund 30 Meter Höhe gehen, nur um dann ein relativ seichtes Gefälle zu absolvieren und anschließend sofort durch den Looping gejagt zu werden…
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…gefolgt von einem Airtime Hügel, der nicht von schlechten Eltern war.
Bis jetzt fuhr sich die Bahn deutlich besser als erwartet, mal schauen, ob es in der oftmals berüchtigten Cobra Roll ebenfalls zutreffen sollte?
Auch diese fand ich überraschend gut zu fahren, das Ruckeln war hier recht harmlos, deshalb waren hier ebenfalls keine Ohrfeigen vorhanden :)
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Und nach den beiden ebenfalls ordentlich zu fahrenden Corkscrews…
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…ging es dann in das mit Spannung erwartete Finale, die vierfache Heartline Roll, welche bereits von außen durchaus beeindruckend aussah.
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Bei diesem Part waren wir gespaltener Meinung: für mich war es das Highlight der Fahrt, während manch anderer diesen einfach unangenehm fand.
Nach einer langen Kurve und einer letzten Heartline Roll in die andere Richtung war diese Fahrt dann zu Ende.

Aber auch sonst fiel das Fazit zu dieser Bahn von uns unterschiedlich aus:
Meiner Meinung, dass diese recht gut zu fahren war, stimmte nicht jeder zu – obwohl wir allesamt mit einem üblen Headbanger gerechnet haben. Ich gehe sogar so weit und sage, dass mir diese Bahn sogar Spaß gemacht hat:
Klar ist außer Inversionen nicht viel mehr als ein netter Airtime Hügel vorhanden, aber trotzdem empfand ich die Fahrt auch deutlich weniger anstrengend als beispielsweise Dragon Khan. Diese geht vom Grundprinzip zwar in eine ähnliche Richtung, jedoch hat diese ganz anderes Fahrgefühl, insbesondere die positiven G‘s sind dort deutlich heftiger.
Also war Colossos die nächste positive Überraschung, zumindest für mich :)
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Nett fand ich hier auch, dass bei vielen Bahnen sich die Operators per Durchsage nach jeder Fahrt von den Fahrgästen verabschieden. Hier war dies ebenfalls der Fall, und zwar bekamen wir folgendes zu hören:
Thank you for riding Colossus and have a great day at Thorpe Park. Choo choo!“
Letzteres hätte ich eigentlich in einem anderen Park der Tour erwartet, aber egal, für allgemeine Belustigung war jedenfalls gesorgt ;)

Direkt neben Colosssos befindet sich „The Walking Dead: The ride“, welcher in einer Halle untergebracht ist, welche mich optisch an die Behausung von „Temple of the Nighthawk“ erinnert.
Da hier nur 5 Minuten Wartezeit angeschlagen waren, ging es ohne zu zögern in die Welt der Zombieserie…
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Da sich das ganze drinnen abspielt und man vor Betreten des Gebäudes seine Taschen am Schalter abgeben muss, habe ich keine Fotos vom Inneren. Na ja, wahrscheinlich hätte man auf den meisten Fotos eh kaum etwas erkennen können bei der Dunkelheit ;)
Auf jeden Fall wird man immer gruppenweise in einen Raum mit einer netten Pre-Show gelassen, welche einen dann zum Weiterlaufen drängt und nachdem man einige Theming-Objekte passiert hat, kann man dann in den ziemlich kleinen Zügen Platz nehmen.
Die Fahrt an sich war zwar schön smooth, fährt sich jedoch eher wie ein Kiddie Coaster und ein paar Mal kommt man komplett zum Stillstand, dessen Sinn ich nicht so ganz erkennen konnte.

Und wenn man beim Aussteigen denkt, dass man gleich wieder draußen steht – weit gefehlt!
Bei uns waren zwar keine Live-Erschrecker in den Korridoren (vor denen auf einem Schild am Eingang groß gewarnt wurde), jedoch wollte der Weg nach draußen gefühlt gar nicht enden – man läuft hier mindestens zwei oder drei Minuten durch das Halbdunkel, bis man wieder ins Tageslicht tritt :rolleyes:
Jetzt weiß ich auch, woher die Bahn ihren früheren Namen „X: No way out“ hatte ;)

Dieser Bahn stehe ich ein wenig zwiegespalten gegenüber:
Einerseits ist die Pre-Show sowie die Gestaltung des Wartebereichs ganz nett, innen sind jedoch nur wenige Objekte platziert mit recht großen Lücken dazwischen.
Die Fahrt selbst wirkt im Vergleich zur Spannung erregenden Aufmachung ziemlich langweilig und auch thematisch passiert bis auf ein paar Animatronics und Screens in der Schlussbremse nicht sonderlich viel – das Gesamtkonzept wirkt also etwas unausgereift.
Früher, als die Bahn noch den Namen „X“ trug, waren offenbar bunte Lichteffekte und Discomusik in der Halle zu finden – was meiner Meinung nach besser gepasst hätte und somit hatte man auch eine Bahn, die nicht nur die Thrillseeker anspricht...
Insgesamt also eine etwas merkwürdige Entscheidung, diese Umgestaltung 🤔

Da wir gerade von familienfreundlichen Achterbahnen geredet haben, ging es als nächstes zu genau dieser, die auch heute noch vorhanden ist:
Flying Fish, welche zwar ihren Zweck als einziger Coaster, welcher nicht erst ab 1,40 Metern freigegeben ist, erfüllt, jedoch auch die meisten Kinder eher langweilen dürfte: Erstens ist diese einfach auf die Wiese geklatscht worden, besitzt außer dem Zug keinerlei Thematisierung und wirkt deshalb ein wenig lieblos (vielleicht habe ich deshalb kein Foto gemacht, wer weiß ;))
Und zweitens ist die Streckenführung das normale „Blauer Enzian“-Layout, welches mir hier allerdings noch etwas langsamer vorkam als bei anderen Anlagen dieser Art, beispielsweise der in Geiselwind.
Leider kam hier noch eine recht langwierige Abfertigung hinzu, da es immer eine halbe Ewigkeit dauerte, bis alle Besucher die Station sowie die Brücke zum Ausstieg verlassen hatten :rolleyes:

Zumindest das Problem mit der langsamen Fahrgeschwindigkeit sollte bei unserer nächsten Station definitiv nicht mehr vorhanden sein – es war nämlich kurz vor 12 Uhr und um diese Zeit war unser „One Shot“ Fastpass für Stealth gültig.
So ging es dann auf den mächtigen Top-Hat zu, der mit seinen fast 63 Metern über dem gesamten Park thront…
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Da wir so nun die reguläre Warteschlange überspringen konnten, nahmen wir auch ein paar zusätzliche Fahrten Wartezeit für die erste Reihe in Kauf :)
Platz genommen im Straßenkreuzer, konnte uns dieser zeigen, was er so drauf hat:
Von 0 auf 128 Stundenkilometer in 1,9 Sekunden ist schon eine Ansage. Beim Warten in der Station im falschen Moment geblinzelt und weg ist der Zug ;)
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Und dann, up to the sky!
Dieser Top-Hat ist zwar nur etwas mehr als halb so hoch wie bei Red Force, jedoch gefällt mir der von Stealth um einiges besser:
Während man in Salou regelrecht über die Kuppe kriecht, wird diese in Chertsey mit ordentlich Geschwindigkeit genommen, wodurch schöne Airtime zu spüren ist rock:-)
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Der Sturz ist ebenfalls wirklich spaßig und die Airtime zum Schluss ist hier ausgeprägter als bei der spanischen Schwester. Allerdings wird dieser Hill hier ebenfalls nicht vollständig ausgekostet, da auf diesem schon die Schlussbremse zupackt – schade…

Aber ansonsten konnte die Bahn rundum überzeugen und hat mir persönlich besser gefallen als Red Force:
Allein schon der brachiale Launch hier ist der beste, den ich bisher erlebt habe – und auch sonst mag das Erlebnis zwar äußerst kurz sein, aber dieses ist vollgepackt mit jeder Menge Action, die jedoch stets angenehm zu fahren ist.
Des Weiteren war die Abfertigung hier überraschend gut, dank getrenntem Ausstieg und zwei Zügen ging es hier wirklich flott voran. Hier ist zudem ein Timer vorhanden, welcher beim Öffnen der Gates 40 Sekunden nach unten zählt, um die Crew zu schnellerem Arbeiten zu motivieren – und mehrmals wurde es geschafft, einen Zug in dieser Zeit abzufertigen app:-)
Davon kann sich Red Force eine große Scheibe abschneiden :)

Den gesamten „Amity-Bereich“ im 50er Jahre Ami-Look hat mir insgesamt ziemlich gut gefallen: auch wenn wir Tidal Wave nicht gefahren sind – das Eingangsschild und die allgemeine Gestaltung hat meiner Meinung nach echt Stil 😎
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Aber auch akustisch ist hier Thematisierung vorhanden, aus den Lautsprechern erklingt nämlich „WWTP Radio“: ein fiktiver Radiosender, der hauptsächlich Rock‘n‘Roll und Surfer Musik aus der entsprechenden Ära spielt, welche jedoch auch durch Werbespots oder „Nachrichtensendungen“ aus Amity Cove unterbrochen wird.
Auf jeden Fall eine recht originelle Idee :)

Und wenn wir schon so amerikanisch unterwegs sind, sollte auch das Essen thematisch dazu passen. Da Merlin nicht unbedingt für gute Gastronomie bekannt ist, nahmen wir im Burger King Platz – klar ist dies auch keine Gourmetküche, aber da weiß man wenigstens, was man bekommt ;)

Frisch gestärkt waren wir nun gewappnet für die Apokalypse:
Auf einer separaten Halbinsel, welche nur durch einen bestimmten Weg erreichbar ist, schrie alles regelrecht nach Zerstörung – ein abgestürztes Flugzeug, verunglückte Fahrzeuge und zerfallene Gebäude machten dieses Bild perfekt.
Und trotz angegebener 45 Minuten Wartezeit gingen wir schnurstracks in die Ruinen einer alten Kirche – wo wir uns jedoch eher nach maximal 20-25 Minuten Wartezeit in die Fänge von außerirdischen Kampfdrohnen begeben konnten.
Und in knapp 40 Metern Höhe wurden wir dann kopfüber nach unten gerissen…
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…und tauchten haarscharf unter der Tragfläche des Flugzeugs hindurch, nur anschließend wieder nach oben zu schießen, wo die Welt mit der Zero-G-Roll ein weiteres Mal auf den Kopf gestellt wird. Coole Sache rock:-)
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Anschließend heißt es erneut: Kopf einziehen – denn es geht durch ein schmal aussehendes Loch in einer Plakatwand. Und dann schwingt die Bahn die G-Keule, nach einem Inclined Loop geht es in eine kraftvolle Helix. Diese ist zwar nicht ganz so intensiv wie beim niederländischen Feuervogel, aber trotzdem hat diese mich überrascht :sneaky:
Nachdem der anschließende Corkscrew wieder ein wenig Luft zum Erholen gegeben hat, steuert man wieder auf die Kirche zu, um dann die letzte Inversion, eine langgezogene Heartline Roll über den Köpfen der Wartenden zu nehmen. Diese bietet schöne Hangtime, bevor dann auch das Ende dieses wilden Flugs eingeläutet wird.

Mir hat Swarm sehr gut gefallen:
Die Fahrt hat eine angenehme Intensität, die Laufruhe ist nach wie vor sehr gut und auch wenn das Layout jetzt nicht super lang ist, ist dieses trotzdem gelungen und bietet viel Abwechslung. Lediglich ein oder zwei Airtime Momente wären vielleicht noch ganz schön gewesen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Die Thematisierung ist wirklich gut: diese ist hier nicht nur reine Dekoration, sondern einige Elemente interagieren durch die Near-Miss-Effekte auch mit der Fahrt, was diese noch zusätzlich aufwertet. Und an einigen Stellen sind hin und wieder humorvolle Details zu finden, was bei solchen düsteren Gestaltungen auch durchaus als Besonderheit angesehen werden kann – also nur nicht den Kopf verlieren ;)
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As wir uns wieder aus den Klauen befreit hatten, stellten wir erfreut fest, dass der zuvor gut gefüllte Wartebereich mittlerweile wie leergefegt war.
Da konnten wir natürlich nicht anders, als uns gleich wieder anzustellen, um die andere Seite auszuprobieren. Einen großen Unterschied konnte ich jetzt nicht feststellen, lediglich auf den Außensitzen war die Bahn schon ein wenig intensiver.
Das ganze wurde dann auch noch einmal wiederholt, und zwar in der ersten Reihe – wo die Headchopper und Near-Misses natürlich besonders gut zur Geltung kommen :)
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Während der Wartezeit wurde man übrigens durch eine „Nachrichtensendung“ auf einem Fernseher unterhalten, des Weiteren waren immer wieder Funksprüche zu hören. Bei dieser ganzen Atmosphäre kam mir ein Song von REM in den Kopf, nämlich „It's the end of the world as we know it – and I feel fine“.
Und als ob der Park meine Gedanken gelesen hätte, war tatsächlich der Chorus dieses Liedes kurz zu hören 😁
Aber auch der allgemeine, schön rockige Soundtrack von „You me at six“ hat mir ziemlich gut gefallen rock:-)

Als nächstes haben wir uns aufgeteilt:
Die anderen gingen zu ihrem Zeitslot bei „Derren Browns Ghost Train“, an dem ich wiederum kein Interesse hatte. Daher begab ich mich lieber zu den Angry Birds, wo nur eine für mich relevante Attraktion zu finden war:
Der Detonator – bei dem man aber dank der Bananenschaukel und der dichten Vegetation meinen könnte, dass dieser im Dschungel steht :)
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Hier ging die Abfertigung eher schleppend voran, und die Fahrgäste wurden immer recht lange (also länger als eine Minute) am höchsten Punkt hängen gelassen. Die Operator haben hier auch immer wieder über Lautsprecher ein paar Späßchen getrieben, wie beispielsweise den Fall vor Ablauf eines Countdowns ausgelöst :D
Klar war das mal ganz witzig, aber erstens konnte man diese Kommentare in 35 Metern Höhe kaum hören und zweitens ist ein solches Vorgehen bei einer Warteschlange von über einer halben Stunde eher kontraproduktiv :rolleyes:

Aber dank netter Gespräche mit einem Pärchen, welches hinter mir stand und offenbar Stammgäste des Parks waren, ging auch diese Wartezeit irgendwann vorbei und von der zuvor angesprochenen Größe sollte man sich nicht täuschen lassen:
Der Fall kommt nämlich ziemlich plötzlich, beschleunigt extrem schnell und auch die Bremsung setzt relativ spät ein, sodass sich gerade diese ziemlich abrupt gestaltet :oops:
Definitiv ein Highlight, auch wenn man dieses aufgrund seiner Lage im Kinderbereich und der eher geringen Höhe nicht gleich als solches erkennt.
Wer auf intensive Drop Tower steht, wird hier fündig :cool:
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Danach habe ich eigentlich damit gerechnet, dass die anderen schon fertig wären – aber laut Alex` Whatsapp Nachrichten sollte es noch eine ganze Weile dauern, weshalb ich mich in den vorderen Parkteil bei Colossos begab, wo eine ganze Armada an Flatrides ihr Unwesen treibt.
Auch hier war oft eine recht hohe Wartezeit angegeben, da waren die 20 Minuten am Afterburner „Vortex“ noch am humansten, weshalb ich mich dort einreihte. Dort angekommen, lief soweit alles glatt, jedoch nur bis ich mich vor dem Hauptzugang wiederfand:
In der Fahrt vor mir hatte nämlich der Magen einer Person auf die Eject-Taste gedrückt – weshalb erstmal die Reinigungs-Crew herbeigerufen wurde. Deren Aktion hat eine ganze Weile in Anspruch genommen und da es ausgerechnet die nächste Gondel zum Einstieg getroffen hatte, blieb die Geruchsbelästigung leider nicht aus, weshalb ich bald das Weite gesucht habe :oops:

Die anderen waren in der Zwischenzeit auch fertig geworden mit dem Ghost Train – während Alex sich eine Pause gönnte, waren Patrick und Max in der Queue zum Enterprise "Zodiac" zu finden. Da ich diese Rides auch immer wieder gerne fahre, habe ich mich diesen angeschlossen, und hier war die Abfertigung eine echte Katastrophe:
Die Standzeit war locker über fünf Minuten, und auch die Fahrt war eher ein schlechter Witz, da das Rad vielleicht auf 45 Grad hochgefahren wurde und dort auch nur wenige Sekunden verblieb. 😕
Insgesamt also eher materialschonende Fahrweise, die definitiv keine höhere Wartezeit wert ist!

Nun ging es wieder zusammen zu einem Ziel, an dem wir alle Interesse hatten – uns fehlte ja noch eine Achterbahn:
Nemesis Inferno hatte bisher immer um die 45 Minuten Wartezeit gehabt, die wir nun aber in Kauf nahmen wollten. Jedoch war der Anblick des Vulkans schon mal etwas erfreulicher, die Schlange auf diesem sah jedenfalls deutlich kürzer aus als vorher.
Und da wir schon nach einer Viertelstunde an der Station angekommen waren, nahmen wir durch die „gewonnene“ Zeit auch ein paar zusätzliche Minuten für die erste Reihe in Kauf :sneaky:

Der Anfang des Layouts ist hier relativ ungewöhnlich, da bereits vor dem Lift eine kleine Sektion im Inneren des Vulkans absolviert wird – auf jeden Fall mal eine nette Abwechslung :)
Und nach dem vergleichsweise kurzen Lifthill und dem gewundenen First Drop geht es dann typischerweise in den Looping, der auch hier ordentliche Kräfte bietet rock:-)
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Ebenso charakteristisch ist die Zero-G-Roll, welche auch hier ordentlich Laune macht – immer noch eine meiner Lieblingsinversionen aus dem „Standard Repertoire“ :)
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Der Rest der Bahn ist zwar durchaus solide, jedoch sticht dieser nicht wirklich heraus verglichen mit den anderen Bahnen dieses Typs – die Kurven hier sind zwar nett, kommen aber nicht an die Interaktion mit dem Terrain der Black Mamba heran.
Die Interlocking Corkscrews sind zumindest optisch durchaus gelungen.
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Meiner Meinung nach ist Nemesis Inferno leider der schwächste B&M Inverter, den ich gefahren bin – was allerdings nichts Schlechtes heißen muss, da sich die Konkurrenz eben auf einem sehr hohen Level bewegt ;)
Diese Bahn hat die Erwartungen erfüllt, aber nicht übertroffen: eine smoothe und druckvolle Fahrt, etwas kurz, aber schön knackig.
Auch wenn die Thematisierung natürlich nicht an Black Mamba herankommt, ist diese trotzdem ganz schön gemacht, die üppige Bepflanzung sowie die Anlage der Warteschlange um den Vulkan haben mir gut gefallen (y)
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Dazu hat mich überrascht, dass diese Bahn trotz des etwas jüngeren Baujahres 2003 vermutlich nicht geräuschgedämmt zu sein scheint, gerade beim Warten auf Detonator kam mir diese relativ laut vor. Klar ist das Geräusch kein Vergleich zu dem Gebrüll von Monster im Walygator Park (welches an einen tieffliegenden Kampfjet erinnert – definitiv die lauteste Bahn, die ich kenne), aber Nemesis Inferno ist ja auch ein paar Nummern kleiner. Und ich persönlich finde, dass dieser brachiale Sound eine intensive Fahrt optimal unterstreicht :)

Nachdem wir nun alle Coaster durch hatten, wollten wir eigentlich nochmal Nemesis Inferno fahren, aber hier wurde der Wartebereich leider deutlich voller, weshalb wir weiter zu Stealth gingen. Diese war jedoch leider down, sodass wir uns stattdessen zweimal mit geringer Wartezeit vom Swarm mitreißen ließen. Dieser war nun auch warmgefahren und hatte etwas mehr Dampf als heute morgen – in der Helix um den Helikopter hat sich bei einer der Fahrten sogar ein leichter grauer Schleier auf meinem Sichtfeld gebildet :)
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Als Stealth nun Testfahrten machte, haben wir nun brav vor dem Eingang gewartet, und da sich um diese Zeit der Park schon recht gut geleert hatte, waren die Wartezeiten nun bei lediglich 10-15 Minuten – da ließen wir es uns nicht nehmen, gleich dreimal zu fahren rock:-)
Hier stellte ich in der letzten Reihe erstaunt fest, dass sich Stealth trotz höheren Alters smoother fährt als die spanische Schwester, die im hinteren Teil des Zuges einige Vibrationen vor dem Top Hat aufweist. Hier ist mir wiederum gar nichts in dieser Art aufgefallen :)
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Der einzige Nachteil war, dass bei meiner letzten Stealth Fahrt genau im Moment vor der Schlussbremse ein Boot von Tidal Wave über uns den Lifthill hochgezogen wurde – das Ergebnis war ein richtig fetter Wassertropfen, der mir mit voller Geschwindigkeit ins Gesicht geklatscht ist :oops:
Dies war aber wohl eher ein unglücklicher Zufall, hätte ich gesagt ;)

Nach so vielen Achterbahnen sollte es nun in der letzten Stunde wieder ein paar Flatrides geben.
Da wir diese Zeit mit so einigen Fahrten ohne längere Wartezeit gefüllt haben, sind leider so gut wie keine Fotos entstanden – ich gelobe Besserung ;)

Zunächst wollten wir uns von Quantum, einem fliegenden Teppich durch die Luft schleudern lassen, nur ging das gute Stück vor unseren Augen down :rolleyes:
Daher folgten Patrick und ich dem lauten Schnaufen von Druckluft und standen nun vor Rush – neben der Anlage in Liseberg ist dies die einzige Ausführung einer S&S Screaming Swing in Europa. Und wir ließen uns auch von den angegebenen 20 Minuten Wartezeit nicht abschrecken, denn der Wartebereich war trotzdem nur relativ leer, sodass wir gleich bei der nächsten Runde dabei waren.

Ich als Flatride-Fan war selbstverständlich auf das für mich neue Fahrgefühl gespannt:
Optisch hat die Screaming Swing ja bereits eine gewisse Ähnlichkeit mit einer überdimensionalen Spielplatzschaukel – und genau so fährt sie sich auch. Das Schwung holen und Abbremsen geschieht hier sehr sanft, ebenso bauen sich die Kräfte recht langsam, aber bestimmt auf. Mir hat die Fahrt (abgesehen von der Kürze) recht gut gefallen:
Dank der Lap Bars kommt die Floating Airtime am höchsten Punkt schön zur Geltung – meine Meinung nach ist es aufgrund der moderaten Intensität eher eine Fahrt zum Genießen 😊

Wieder festen Boden unter den Füßen, stellten wir fest, dass bei Quantum eine Testfahrt gemacht wurde, weshalb wir uns erneut einreihten, diesmal mit Verstärkung von Alex.
Mit acht oder neun Jahren bin ich einmal einen Fliegenden Teppich von Zierer auf der Kirmes gefahren, welcher mich dazu veranlasst hat, jahrelang einen großen Bogen um alle Rides mit diesem Bewegungsablauf zu machen :oops:
Nach einem Flug auf dem deutlich größeren 1001 Nacht, welcher mir äußerst gut gefallen hat, war ich jedoch wieder durchaus neugierig auf dieses mittlerweile recht selten gewordene Fahrgeschäft :sneaky:

Und für eine Parkanlage war das Fluggefühl wirklich nicht von schlechten Eltern:
Klar hat diese Runde nur um die zwei Minuten gedauert, aber die Bewegung hatte nicht schlecht Power – im Tal kamen nette Kräfte auf und insgesamt hat es wirklich Spaß gemacht. Aber auch wenn mein Magen hier keine Probleme hatten, gespürt habe ich die Belastung auf jeden Fall, weshalb dieser wilde Ritt auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Für etwas robustere Mägen kann ich Quantum hingegen definitiv empfehlen, auch wenn diese ein wenig versteckt liegt, hat man hier eine schöne Attraktion, die man nur noch selten findet :)

Und für den „Last ride of the day“ teilten wir uns auf: Patrick und Alex sind nochmal Enterprise gefahren, während Max und ich uns bei Vortex anstellten. Diesmal ist immerhin kein solches Malheur wie vorher passiert, sodass wir schnell an der Reihe waren und uns durch die Luft schaukeln lassen konnten :)
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Die Fahrt war für eine Parkversion ganz solide:
Zwar nicht sonderlich lang, aber wenigstens wurde voll ausgeschwungen – dazu wurde die Fahrt mit passender Musik untermalt und optisch finde ich diese Anlage ebenfalls ganz nett.

Als wir dann ausgestiegen sind, war es nun an der Zeit, den Rückweg anzutreten. Diesmal sahen unsere Gesichter ganz anders aus als am Vortag, weshalb mein Fazit zum Thorpe Park insgesamt ziemlich positiv ausfällt:
Dass hier die deutlich interessanteren Attraktionen als in Chessington stehen, dürfte natürlich jedem klar sein – für Thrillseeker zieht dieser Park jedenfalls alle Register. Mit Stealth und Swarm sind zwei absolute Top-Achterbahnen zu finden, aber auch Nemesis Inferno, der Freefall Tower sowie ein breites Portfolio an teilweise recht ungewöhnlichen Flatrides können überzeugen. Dass andere Zielgruppen hier eher leer ausgehen dürften, ist natürlich keine Überraschung, aber auch das sollte schon im Vorfeld bekannt sein ;)
Entgegen vieler Berichte fand ich das Publikum, welches in der Tat hauptsächlich aus Teenies und jungen Erwachsenen bestand, auch nicht anstrengender als in anderen Parks.
Aber auch vom optischen Gesamteindruck hat mich der Park positiv überrascht:
Einmal kam dieser tatsächlich gepflegter und sauberer als Chessington daher, des Weiteren sind einige Themenbereiche ziemlich gut gestaltet – mir persönlich hat hier vor allem der Bereich um Swarm sowie die Amity Cove gefallen, aber auch die Gestaltung um Saw und Nemesis Inferno sind durchaus gelungen :)
Man merkt natürlich, dass Merlin bei allen Themen, die mit Thrill, Horror oder Zerstörung zu tun haben, voll in seinem Element ist – die wenigen Familienattraktionen waren allesamt, sofern überhaupt, deutlich einfacher gestaltet.
Das Personal war überwiegend freundlich und auch wenn es bei einigen Flatrides eher langsam voranging mit der Abfertigung, konnte man sich bei den meisten Achterbahnen diesbezüglich nicht beschweren: Hier seien vor allem Stealth und Swarm als positive Beispiele genannt – gerade letzteres ist ja wirklich keine sonderlich lange Fahrt, aber trotzdem wurde es mehrmals geschafft, den Zug abzufertigen, noch bevor das zweite Fahrzeuges die Schlussbremse erreicht hatte (y)
Und auch wenn bei unserem Tag tatsächlich alle großen Fasttrack-Pässe ausverkauft waren, hatte man nirgendwo das Gefühl, dass diese das Prozedere groß ausbremsen.
Insgesamt hatten wir also einen gelungenen Tag im Thorpe Park – an alle Thrillseeker kann ich den Park voll und ganz empfehlen :)

So wären wir dann wieder am Ende dieses Reports angelangt – ich hoffe er hat euch gefallen 😇
Falls ihr weitere Fragen, Anmerkungen oder auch Kritik zu diesem Bericht habt, zögert nicht und schreibt sie darunter, ich würde ich über alles in dieser Art freuen!

Hiermit bedanke ich mich fürs Lesen und bis zum nächsten Bericht – macht‘s gut und haut rein :)
Lukas
 
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KahieraNachtrabe

Fastpass Besitzer
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Wie immer 😁: Danke für's erneute, erzählerische Mitnehmen!
Auch wenn ich viele Geschichten live erzählt bekommen habe macht's doch immer wieder Spaß, sie nochmal zu lesen 😃
 

Nite_Owl

Fastpass Besitzer
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Und weiter geht es!
Thorpe hat mich auch in jeder Hinsicht überzeugt. Ich hatte mich auf einen verranzten Park und jede Menge Backpfeifen eingestellt und stattdessen einen aufgeräumten, im Amity-Bereich auch durchaus schönen Park bekommen, der mit insgesamt fahrbaren Coastern aufwartete. Fahrbar? Manche waren viel mehr als das! Stealth ist einfach eine geile Bahn, Nemesis Inferno zwar wirklich schwächer als die meisten anderen B&M Inverter, aber dennoch gut und mit The Swarm haute mich mal wieder eine Bahn so richtig vom Hocker. Gefiel mir von allen Bahnen auf der Tour wirklich am besten!
Der Tag war so viel besser als der vorherige, sodass ich mir nur schwer vorstellen kann, noch einmal nach Chessington zu fahren, wenn ja Thorpe auch in Reichweite ist. Definitiv eine echte Empfehlung und viel besser als sein Ruf!
 

steeh

Fastpass Besitzer
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Toller Bericht, danke dir! :giggle:

Mein Besuch im Thorpe Park liegt mit acht Jahren nun schon eine Weile zurück. An der Achterbahnfront hat sich ja in der Zeit wenig geändert. Und ich bin ehrlich gesagt auch ganz froh, dass ich die Walking Dead-Achterbahn damals noch als X: kennengelernt habe. Das neue Theming erschliesst sich mir für so einen eigentlich familienfreundlichen Coaster nicht so recht.

Ich bin damals gemeinsam mit meinem Bruder in den Park gefahren und da war fast tote Hose, was zu ein paar witzigen Momenten führte. So flehten uns die Mitarbeitenden bei "SAW" regelrecht an, unsere Rucksäcke noch nicht abzuholen sondern gleich wieder in den vordersten Zug einzusteigen, damit die Bahn von aussen nicht geschlossen ausschaut wenn keine Züge fahren. Und bei "Tidal Wave" war ich mir damals nicht sicher, ob das als Count durchgeht oder nicht. Und da ich damals noch kein Auslandsdatenpaket zum kurz Nachschlagen hatte, stieg ich da trotz den komplett genässten aussteigenden Gästen ein. Neben mir sass dann so ein Typ mit dem ich ins Gespräch kam, der meinte, dies sei seine erste Bahn überhaupt und er habe unfassbar Angst, wolle aber seiner Freundin beweisen, dass er sich dennoch traue. Nach dem Splash war er vor Euphorie kaum mehr zu bremsen und kam's dass er mich in der Station gleich gebeten hat, gleich mit ihm sitzen zu bleiben und noch 'ne Runde zu fahren. Wir waren dann beide bis auf die Knochen durchnässt, aber die Freude von ihm war einfach herrlich ansteckend. Joa, das sind so Geschichten, die vergisst man nie. 😄

Meine Highligts waren der damals noch bestehende S&S Sky Swatter "Slammer" und mit "The Swarm - Brave it Backwards" die Rückwärtsfahrt auf "The Swarm". Schade, dass es das nicht mehr gibt und dass das nicht mehr Parks anbieten. Ich könnte mir ein paar andere Bahnen so durchaus auch sehr spassig vorstellen!
 
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