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Ich will coastern... an der Küste von Catania. [Etnaland & Nettuno Park – 09. & 10.09.2022]

steeh

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Nunja, die Küste spielt beim Thema Coastern hier eher eine untergeordnete Rolle, ist doch das Etnaland ein wenig im Landesinneren.

Aber von Anfang an:
(Und damit willkommen zu diesem neuen Bericht meinerseits. 👋)

Es handelt sich hier mal wieder um eine sehr spontane Aktion von mir. Als ich erfahren habe, dass am Wochenende vom 09. und 10. September für mich kein Unterricht stattfand, war mir relativ schnell klar, dass ich das produktiv nutzen will. Beim Betrachten der Parkmap ist mir sofort Sizilien aufgefallen. Ob das irgendetwas mit einem aktuell trendigen Song über ein alkoholhaltiges Mischgetränk mit fruchtiger Note zusammenhängt? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall hat das dortige Etnaland und dessen Mack Mega Coaster mein Interesse geweckt. :cool:

Zeitsprung: anderthalb Wochen später. Natürlich habe ich den frühestmöglichen Flug gebucht, den es an diesem Tag geben sollte. Es ist 03:00 Uhr in der Früh und der Wecker klingelt. Aufstehen, duschen, kurz essen und dann mit dem Auto nach Basel an den Flughafen. Dort angekommen ging dank minimalem Handgepäcks alles relativ zügig von Statten und so war ich mehr als pünktlich eine knappe Stunde vor dem Abflug am Gate. Boarding und Flug waren pünktlich und so hob die Maschine um 06:45 Uhr ab in Richtung Süden. Etwas mehr als zwei Stunden später wurde ich dann beim Ausstieg von den sommerlichen Temperaturen und insbesondere der relativ hohen Luftfeuchtigkeit in Catania begrüsst. Für meinen Aufenthalt hatte ich mir ein Mietauto in der günstigsten Kategorie reserviert, um am nächsten Tag einfach zum Etnaland zu gelangen. Ich machte mich also auf zum Mietwagen-Zentrum, wo alle bekannten und auch lokalen Anbieter ihre Schalter haben, und wenige Minuten später hatte ich auch schon den Schlüssel in der Hand. Laut Reservierung sollte es einen Renault Twingo geben, es wurde dann aber ein Fiat 500. Stilecht italienisch.

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Es folgte der obligatorische Abgleich zwischen bekannten Schäden und Fahrzeug und dann konnte das Abenteuer auch schon losgehen.

Hätte ich diesen Ausflug mit etwas mehr Vorbereitungszeit geplant, hätte ich wohl irgendwann einmal etwas über die Verkehrssituation auf Sizilien herausgefunden. Nun aber habe ich es auf die harte Tour gelernt, warum in vielen Reiseblogs von selber Fahren abgeraten wird. Verkehrsregeln scheinen dort mehr so eine Empfehlung zu sein, an die man sich halten kann, als Local aber offensichtlich nicht einhalten muss. Und so forderte mich schon nur die Fahrt vom Flughafen in die Stadt unfassbar stark, wie das wohl zuletzt in der Fahrschule der Fall war. Nach einigen Minuten und einem Stopp durch die Carabinieri, was ich denn hier auf dem Hafengelände zu suchen hätte (ups, falsch abgebogen), einem bewussten Zwischenstopp bei einem Supermarkt, machte ich mich auf die Suche nach einem Parkplatz irgendwo in der Innenstadt, um diese ein wenig zu entdecken.

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Überall sind kleine Gässchen oder Torbögen zu Innenhöfen zu finden.

Ich habe mich kaum über den Ort informiert und so bin ich einfach mal nach Lust und Laune losgelaufen und habe mich bei jeder Kreuzung und jedem Gässchen spontan für den weiteren Weg entschieden. Dabei bin ich an einige Sehenswürdigkeiten ganz zufällig heran gelangt, so unter anderem den Piazza del Duomo mit dem Elefantenbrunnen und der Kathedrale, den Piazza dell’Universita wo ich auch gleich noch der dortigen Universität einen Besuch abgestattet habe. Eine sehr interessante Einrichtung, alles kommt einem irgendwie sehr verlassen vor, doch dann sitzen hier und da immer wieder Student:innen mit Laptops und Büchern beim Lernen im Gebäude und den verschiedenen Innenhöfen. Scheint also doch noch mehr in Betrieb zu sein, als es nach aussen hin den Anschein macht.

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Innenhof der Universität.

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Kunstvolle Streetart.

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Ganz allgemein muss ich sagen, dass ich die Stadt von dem, was ich gesehen habe, sehr schön fand. Die Architektur, die Lage am Meer, die vielen kleinen verwinkelten Gassen und die begrünten Balkone, das gefällt mir. Doch zwei Punkte störten mich doch relativ stark: Erstens der Verkehr - ist man zu Fuss unterwegs, so gleicht jeder Zebrastreifen einem Frogger-Level und selbst in als Fussgängerzone ausgewiesenen Strassen muss man Acht geben, dass man nicht von einem Roller oder einem verbeulten alten Fiat Punto überfahren wird. Und zweitens: Der viele Müll. Das scheint aber ein generelles Problem dort unten zu sein, wie ich am nächsten Tag auf der Fahrt zum Etnaland beobachtet habe. In gefühlt jedem kleinen Plätzchen Grün liegt unfassbar viel Müll herum, Mülleimer bis oben hin überfüllt, selbst ausgediente Autos ohne Reifen und eingeschlagenen Scheiben stehen einfach so in der Gegend herum und dienen ebenso als Müllcontainer wie Blumenkästen und Briefkästen. Unfassbar.

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Inzwischen war es fast 17 Uhr und ich machte mich zurück zum Parkingspot meines Mietautos, den ich glücklicherweise bei Google Maps hinterlegt hatte. Da ich ein Hotel ein bisschen ausserhalb der Stadt gebucht hatte, kämpfte ich mich durch den Abendverkehr aus der Stadt raus. Kurz eingecheckt und geduscht und dann wieder zurück in die Stadt. Einerseits hatte ich bei meiner Sightseeing-Tour ein Restaurant gesehen, welches ich gerne ausprobieren wollte, andererseits machte ich mir Hoffnung, dass vielleicht nach Einbruch der Dunkelheit der lokale Nettuno Park geöffnet sein würde und sich mir die Gelegenheit bietet, den dortigen Count auf der Rückfahrt zum Hotel mitzunehmen.

Abendessen war lecker und tatsächlich leuchteten bei der Rückfahrt am eben genannten Lunapark inzwischen diverse Lichter. Kurz eine Parkmöglichkeit gesucht und schon konnte es losgehen. Der Nettuno Park ist seit 1965 an der Stelle und ist laut der eigenen Website «ein wesentlicher Bezugspunkt für das Leben in Catania, wo für alle Altersgruppen Gesellschaft, Spass und eine gesunde Portion Adrenalin geboten wird.» Na dann, nichts wie los.

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Direkt am nördlichen Eingang steht mit dem 'Musik Express' eine Berg- und Talbahn, die wohl einst einmal im deutschsprachigen Raum unterwegs war.

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Auf der gegenüberliegenden Strassenseite befindet sich mit 'Brucomela' der Count des Parks. Ein Big Apple Coaster aus dem Hause Pinfari mit grossem Apfel als Dekoelement, welcher auf der Innenseite bei der Durchfahrt sogar beleuchtet wird. Offenbar wurde die Bahn auch einem Repainting unterzogen, bei der Rollercoaster Database war die Schienenfarbe noch gelb. Man sieht, hier wird in das Fahrerlebnis investiert. Oder um es mit den Worten von der Parkwebsite auszudrücken:
«Diese Mini-Achterbahn darf in keinem Vergnügungspark mit Selbstachtung fehlen!».

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Mit dieser riesigen Erwartungshaltung ging ich also an die Kasse, wurde schräg angeschaut, bekam für 1.50 € einen Fahrschein ausgestellt und konnte mich direkt in den Zug setzen. Fürs Bügelschliessen blieb hier keine Zeit, ich sass kaum im Wagen, ging die rasante Fahrt auch schon los. Verantwortungsbewusst wie ich bin, wollte ich natürlich den Sicherheitsbügel dennoch schliessen, doch dieser sprang automatisch immer wieder in die geöffnete Position. War wohl ein Feature. Für die gesunde Portion Adrenalin eben.

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Nach zwei Runden war auch schon wieder Schluss und so schaute ich mich auf dem restlichen Gelände um. Dort gibt es unter anderem verschiedene Foodstände und Verkaufstische von Strassenverkäufern mit allerlei Waren von Früchten über Schmuck bis hin zu Klamotten aller Marken. Attraktionstechnisch gibt es ein Funhouse, zwei Autoscooter, ein Rundfahrgeschäft für Kinder und mit dem 'Ranger' eine Überkopfschaukel, welche aber einen geschlossenen Eindruck vermittelte. Zwar leuchteteten die ganzen Lampen und selbst die Bügel und Türen der Gondeln waren geöffnet und auch im Kassenhäuschen brannte Licht - das Rollo bei der Kasse war allerdings geschlossen.

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Ich machte mich wieder zum Auto auf und fuhr zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen begab ich mich gemütlich ans Frühstücksbuffet und anschliessend stand auch schon der Checkout und die Fahrt zum Etnaland an. Dort traf ich gegen 09:30 Uhr auf dem Parkplatz ein, mir wurde ein freier Platz zugewiesen und schon konnte ich zum Eingang gehen.

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Ich hatte mir mein Ticket im Vorfeld online im Webshop des Parks gekauft. Das stellte sich nicht nur schon als relativ nicht wirklich benutzerfreundlich heraus, da es sowohl für den Webshop als auch für den Zahlungsdienstleister ein eigenes Benutzerkonto benötigte, auch musste das Ticket gemäss Bestimmungen unbedingt in ausgedruckter Form und in guter Qualität vorgewiesen werden, da sonst eine Gebühr von einem Euro für einen neuen Ausdruck erhoben wird. Ich hab mich deshalb dafür entschieden es nicht darauf ankommen zu lassen und lediglich das PDF dabei zu haben, sondern habe mir das TIcket ausgedruckt. Kontrolliert wurde es nicht und ich denke, das Drehkreuz hätte auch ohne Probleme den QR-Code vom Smartphone akzeptiert.

Der heutige Samstag war das erste Wochenende nach der Sommersaison und somit der erste Tag, an dem der Freizeitpark den ganzen Tag geöffnet hatte. In der Sommersaison fährt der Park das Modell, das tagsüber der Wasserpark und abends der Freizeitpark geöffnet ist.

Im Park eingetreten war dann Warten aufs Öffnen der Attraktionen angesagt. Überall im Park waren noch Mitarbeitende mit Reinigungsarbeiten und Desinfektion der Warteschlangen-Geländer und Fahrzeuge beschäftigt.

Um kurz nach 10 Uhr wurden dann wie auf Kommando alle Warteschlangen geöffnet und der Tag konnte richtig beginnen. Ich habe mich dazu entschieden, erst einmal die beiden Kiddie-Coaster mitzunehmen, solange diese noch nicht eine allzu lange Wartezeit aufwiesen. Gesagt getan und die SBF-Visa Achterbahn 'Miao Coaster' angepeilt. Diese befindet sich nun nicht mehr wie bei bisherigen Bildern hier im Forum oder auch bei rcdb im hinteren Parkteil sondern gegenüber des Familien-Darkrides 'La Casa dei 44 Gatti', was so viel wie "Das Haus der 44 Katzen" bedeutet. Thematisch also ganz passend, ist doch das Frontcar eine schwarze Mieze mit Hut.

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Fassade des Darkrides.

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Die Fahrt an sich ist nichts besonderes, drei Runden gab es, bevor der Zug langsam vom Reibradaufzug wieder rückwärts in den Bahnhof befördert wurde.

Die nächste Station wurde der 'Hip Hop Coaster'. Eine ziemlich spassige Anlage von Zamperla, welche zwei Runden absolviert.

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Nach dieser Fahrt gings dann auch schon zum Aushängeschild des Parks und mitunter dem ausschlaggebenden Grund, warum es mich überhaupt hierher verschlagen hat:
'Storm', ein Mega Coaster von Mack Rides, welcher seit der Eröffnung des Freizeitparks 2013 auf der sizilischen Insel seine Runden dreht.

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Der Eingang wurde offenbar von der Station weggelegt und befindet sich nun zwischen der Zamperla Disk’O 'Quasar' und dem Liftturm des Intamin Spillwater, worauf ich später noch zurückkomme.

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Das Mackprodukt teilt sich das Farbschema von Schienen und Supports mit dem Prototypen aus dem Europa-Park, ansonsten aber ist die Bahn gänzlich unterschiedlich. In der Queueline hat man einen guten Blick auf einen Teil des Layouts, was die Vorfreude steigern lässt. An der Station angekommen, wurden immer nur so viele Besucher:innen in den Bahnhof hineingelassen, wie es Plätze gibt, die Reihe konnte jedoch unter den noch verfügbaren frei gewählt werden. Und auch dem Wunsch nach einer spezifischen, schon besetzten Reihe wurde bei freundlicher Nachfrage immer entgegengekommen und ich durfte auf den nächsten Zug warten und dann beispielsweise direkt in die Front-Row einsteigen.
Allgemein muss ich sagen, dass die Crew bei der Bahn sehr aufgestellt und freundlich war. Woher ich komme, ob ich schon Catanisches Essen probiert hätte und was denn diese ‘Ride to Happiness’ auf meinem Shirt sei, führten zu verschiedenen kurzen Smalltalks über meine verschiedenen Wiederholungsfahrten über den Tag hinweg verteilt.

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Aber zurück zur Bahn und deren Fahrerlebnis. Der Fahrkomfort in den tollen Mack-Zügen mit den gewohnt bequemen Hüftbügeln war sehr angenehm. Der Firstdrop nach dem Lifthill geht steil gegen Boden zu, was insbesondere in den hinteren Reihen für erste Airtime sorgt. Die anschliessende Kurve wird mit ordentlich Geschwindigkeit durchfahren und weist schon ziemliche Kräfte auf, die sich aber bei den darauf folgenden Airtimehügeln gleich wieder in die andere Richtung wandeln. Es folgen mehrere kraftvolle Kurven und Twisted-Airtime-Hills. Hervorheben möchte ich insbesondere die 360 Grad Helix neben der Warteschlange, wo auch das Onride-Foto geschossen wird: Hier kommen mit Abstand die höchsten und langanhaltendsten positiven G-Kräfte der ganzen Fahrt auf, die insbesondere am Nachmittag in der prallen Sonne schon leichte Anzeichen eines Greyouts hervorgerufen haben. Gleich darauf folgen der nächste Twisted-Airtime-Hill und die nächste Helix, dieses Mal in die entgegengesetzte Richtung und etwas weniger intensiv. Nach einer kleinen S-Kurve folgt dann auch schon das letzte Element vor der Rückkehr zur Schlussbremse: Ein grandioser Inline-Twist, wie er auch als letzte Inversion bei blue fire anzutreffen ist. Allerdings wird hier das Element in die entgegengesetzte Richtung gedreht durchfahren. Damit bietet diese Achterbahn eine Inversion. Interessant hierbei ist, dass diese von den Fusswegen im Park und der Warteschlange kaum einsehbar ist. Es könnte also durchaus vorkommen, dass diese für gewisse Mitfahrende beim ersten Mal etwas überraschend auftauchen könnte.

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Die versteckte Inversion. Fotografiert auf dem SBF-Visa-Traktor-Ride.

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Meiner Meinung nach eine wirklich gute Achterbahn, die sich der doch noch relativ junge Freizeitpark hier hingestellt hat. Ich habe leider keinen direkten Vergleich zu ‘Alpina Blitz’ im Nigloland, da ich diese noch nicht gefahren bin, kann mir aber vorstellen, dass diese durchaus ähnlich zu fahren sind, zumal Höhe und Länge sehr nah beieinander liegen.

Nach einigen Fahrten machte ich mich auf, noch den letzten Count im Park zu holen. Der Minetrain-Coaster 'Eldorado' stammt von S&S und hier war ich ziemlich verwundert über die Methoden der Crew in der Station. Zuerst war der Einweiser für die Zuteilung in die Reihen offenbar ziemlich überfordert und schaffte es nicht, trotz Abzählen und stetiger Nachkontrolle die Reihen zu füllen. Andererseits standen beim Zug noch drei andere Mitarbeitende rum, doch nur eine davon war wohl für die Kontrolle der Bügel verantwortlich, wodurch sich die Abfertigung des Zuges ziemlich in die Länge zog. Die Fahrt an sich war ziemlich witzig und führte mehrmals um und durch das massive Felsmassiv, welches offenbar erst nach Fertigstellung des Coasters nachgerüstet wurde.

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Theming in der Warteschlange...

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... und in der Station.

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Das Abstellgleis und die Schlussbremse haben einen unterschiedlichen Abfallswinkel. Spannend.

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Nun stand eine Erkundungstour durch den restlichen Park auf dem Programm.

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Kinderbereich mit vielen kleinen Attraktionen im Zirkusthema.

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Und auch im Park gibt es einige komplett zugewachsene Gebäude.

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Dem Twist'n'Splash sieht man deutlich an, dass dieser sehr viel Sonnenschein ausgesetzt ist.

Unterdessen habe ich gesehen, dass beim Intamin Spillwater 'Jungle Splash' mittlerweile Wasser den Drop herunterströmte und Testfahrten stattfanden. Ich machte mich also auf den Weg dorthin und kaum war ich beim Eingang angekommen, wurden die Tore auch schon geöffnet und es konnte relativ rasch losgehen. Die Fahrt beginnt mit einem Darkridepart, wobei der Fokus eindeutig auf Dark gelegt wurde, viel zu sehen gab es nämlich nicht. Nach einigen Schlenkern links und rechts wurde das Boot aus dem Wasser auf einen Drehteller gehoben und anschliessend auf einen Aufzug. Von da an ging es durch den bereits erwähnten Tower nach oben und anschliessend auf die Reise den Drop hinunter ins Splashbecken.

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Der Splash war ganz okay, gut erfrischend aber nicht gleich komplett durchnässt.

Zu einem späteren Zeitpunkt war der Betrieb wieder eingestellt, dabei habe ich das Schild über die Öffnungszeiten gesehen. Spannend ist auch - beim gegenüberliegenden Rafting wird während den Betriebspausen das gesamte Wasser abgelassen.

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Nächster Programmpunkt war der Topspin 'Vortigo', der in einem Mondstein-Thema daherkommt. Das Spezielle hierbei ist sicherlich die Tatsache, dass die beiden Arme teilweise in die entgegengesetzte Richtung rotieren, was für ein besonderes Fahrgefühl sorgte.

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Natürlich durfte auch eine Fahrt mit dem S&S Droptower nicht fehlen. Von diesem hat man einen schönen Überblick über den Park oder das Umland und den Ätna. Je nachdem wo man eben sitzt.

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Eine weitere Attraktion, die in der Zwischenzeit ihren Betrieb aufgenommen hatte, war die Aussichtsgondelbahn 'Funivia'. Diese startet in der Nähe des Parkeingangs und führt auf einer Streckenlänge von fast zwei Kilometern einmal um den Park, aber auch über dessen Perimeter hinaus über den Dino- und den Wasserpark. Als Dauer der Fahrt werden 27 Minuten für einen Rundkurs in einer der 146 Gondeln angegeben. Eine spannende Sache, die ich mir nicht entgehen lassen wollte. Es folgen einige Eindrücke von dieser Tour.

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Hier noch nicht in Betrieb. Im Hintergrund der Ätna.

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Los geht es erstmal über den Parkplatz.


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Als nächstes folgt der offensichtlich auch geschlossene Dinopark.

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Plötzlich taucht das Umland auf und der Park ist nur noch auf einer Seite zu sehen bis die Seilbahn eine Kurve macht...

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... und langsam in Richtung des Wasserparks verläuft. Im Vordergrund ein verlassenes Haus.

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Lazyriver. Dafür dass vor einer Woche hier noch voller Betrieb herrschte, ist das Wasser schon ganz schön grün und dreckig.

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Speedrutschen. Insbesondere die ineinander verwirbelten Duelling-Rutschen sehen interessant aus.

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Der Lazyriver schlängelt sich durch den halben Wasserpark.

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Zwei Freifall-Speed-Duellingrutschen, eine Dunkel- und eine Terrain-Rutsche.

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Ein riesiges Becken. Offenbar ein Wellenbecken, am hinteren Ende fliessen bei Betrieb grosse Wasserfälle rein, auf der Insel links tanzen laut dem Imagevideo teilweise Entertainer:innen.

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Ein Rutschenturm mit Reifenrutschen.

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Und eine weitere Duelling-Rutsche. Hier können sogar sechs Personen gleichzeitig gegeneinander antreten.

Ab jetzt wirds Spannend: Die Seilbahn ermöglicht nämlich auch den Blick von der anderen Seite auf 'Storm'.

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Der Ätna.

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Und gleich nochmal.

Für mich gab es im Anschluss noch einige Wiederholungsfahrten auf ‘Storm’ und ‘Eldorado’, bevor ich mich gegen 16:30 Uhr auf den Weg zurück zum Parkplatz machte, um das Mietauto ohne Stress noch tanken zu fahren und pünktlich am Flughafen wieder abzugeben.

Das Etnaland hat mich ziemlich überrascht und ich bin froh, diesen Ausflug gemacht zu haben. Eventuell wäre ein Ausflug auf den Ätna auch noch spannend gewesen, aber auch sonst habe ich wohl in diesen knapp zwei Tagen noch lange nicht alles gesehen, was die Region zu bieten hat, was durchaus einmal zu einem erneuten Besuch - vielleicht ohne Achterbahnkontext - führen könnte.

Aber zurück zum Etnaland: Es hatte zwar relativ viele Besucher, die Wartezeiten hielten sich allerdings bei den meisten Attraktionen absolut im Rahmen und insbesondere bei 'Storm' musste ich eigentlich nie mehr als einen Zug auf die nächste Fahrt warten. Allgemein waren die Attraktionen durchwegs spassig, mit dem S&S-Minetrain steht auch eine eher seltene Bahn im Park. Doch das Highlight ist ganz klar der Mack Coaster. Ich habe ja mein Fazit bereits beschrieben, möchte aber dennoch nochmals wiederholen, dass diese Achterbahn echt gelungen ist und sich ein Besuch des Parks alleine dafür aus meiner Sicht schon lohnt. Das Personal, mit dem ich ins Gespräch kam, war durchweg sehr freundlich und die Kommunikation auf Englisch verlief ohne Probleme. Die Gestaltung des Parks ist nett gemacht und man merkt, dass hier ziemlich viel Wert auf ein gepflegt wirkendes Gesamtbild gelegt wird. Einzig die Sanitäranlagen habe ich als ein wenig schmuddelig und in die Jahre gekommen wahrgenommen. Dazu muss man sagen, dass diese eigentlich durchwegs alle in dem Bereich des Parks sind, die auch schon bestanden haben, als es nur den Wasserpark gab. Ich besuche zwar durchaus auch mal gerne einen Wasserpark, für mich hat das aber nicht wirklich eine Priorität bei der Planung eines Freizeitparkbesuchs. Aus diesem Grund habe ich die just an diesem Wochenende geänderten Betriebszeiten als in Ordnung empfunden und den Wasserpark nicht vermisst. Für absolute Fans von solchen, sollte auf jeden Fall ein Blick auf dessen Öffnungszeitenkalender geworfen werden.

So, damit neigt sich auch dieser Bericht auch schon wieder dem Ende zu.
Ich hoffe, dieser war unterhaltsam und es hat euch gefallen.

Über Rückmeldungen freue ich mich wie immer natürlich sehr. :)

cheers,
steeh
 
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oliverd

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Von der Gondelbahn wusste ich gar nicht, und das stehend, sehr geil für fotos :)
 

Nite_Owl

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«Diese Mini-Achterbahn darf in keinem Vergnügungspark mit Selbstachtung fehlen!». lach:-)
Was für eine Aussage...

Sehr schöner Bericht von einem Park, der ja eher selten bei uns besucht wird. Storm sieht auf jeden Fall toll aus, ich denke die Unterschiede zum Alpina Blitz sind vor allem, dass der Coaster im Nigloland mehr "klassische" Airtimehügel (und eben keine Inversion) bietet. Der erste Teil der Fahrt scheint ja bei beiden deckungsgleich zu sein.
 

Travis

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Sehr schöner Bericht aus einer Gegend von der man nicht sooft liest. Ausserdem sind solche spontanen Trips manchmal die Besten :)
 

doCoaster

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Danke für den tollen Bericht und die vielen Fotos! Schön, dass man mal wieder was aus dem Park hört.
Scheint eine schöne Ecke zu sein da unten. :)
 

Manti

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Kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen und Danke sagen. Klar hat man als Counter/Checker den Park da unten irgendwie auf dem Schirm.
Aber ehrlich gesagt, war ich mir gar nicht darüber bewusst, dass da unten so ein kleines Schmuckstück auf einen wartet. o_O
 

Mario M.

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Ich spiele auch schon sehr lange mit dem Gedanken mal ein verlängertes Wochenende auf Sizilien zu planen - scheint sich ja auf jeden Fall zu lohnen :)

Danke für die tollen Eindrücke - rein von den Bildern reizt mich der Wasserpark aber irgendwie gar nicht. Liegt wohl am grünen Wasser und den verblichenen Rutschen...

Wie das nach einer Woche schon so grün sein kann ist mir ein Rätsel. Wobei Wasser ja bei höheren Temperaturen sehr schnell kippen kann.
 

steeh

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Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen, freut mich, dass der Bericht gefällt. :)

ich denke die Unterschiede zum Alpina Blitz sind vor allem, dass der Coaster im Nigloland mehr "klassische" Airtimehügel (und eben keine Inversion) bietet.
Klingt spannend. Irgendwann einmal schaff ich es hoffentlich auch mal ins Nigloland, sieht auf jeden Fall auch neben dem blauen Mackprodukt nach einem echt tollen Park aus. 😊

Ausserdem sind solche spontanen Trips manchmal die Besten
Durchaus. Wenn ich schon nur an die letzten zwei Jahre zurückdenke, wär ich wohl ohne solche spontanen Entscheidungen nicht annähernd so viel rumgekommen.
Ich bin extrem dankbar dafür, dass ich aktuell in der Lage bin, sowas machen zu können - das ist echt nicht selbstverständlich. ☺️

Scheint eine schöne Ecke zu sein da unten.
&
ein verlängertes Wochenende auf Sizilien zu planen - scheint sich ja auf jeden Fall zu lohnen
Absolut. Wie ich ja auch bereits erwähnt hatte, wären Dinge wie ein Ausflug zum Ätna oder einfach nur schon ein bisschen am Strand zu entspannend mit etwas mehr Zeit durchaus auch noch gute Optionen gewesen. Ein verlängertes Wochenende 3-4 Tage wären wohl durchaus gut geeignet.

Und das mit dem grünen Wasser bleibt wohl ein Rätsel. Ich kenne es auch so, dass hier in der Umgebung nach der Saison bei Freibädern sogar das ganze Wasser abgelassen wird - bei den Waterrides sieht man ja, dass sie ja durchaus auch wissen, wie das geht. :LOL:

Klar hat man als Counter/Checker den Park da unten irgendwie auf dem Schirm.
Ich glaube, bei mir hätte es ohne Anwendungen wie die Parkmap oder auch Coast2Coaster deutlich länger gedauert, bis ich den Park überhaupt entdeckt hätte.
Ich klicke mich echt gerne ab und an einfach frei durch diese durch und entdecke so teilweise die gefühlt abgelegensten Orten und frag mich dann, wie es dazu kommt, dass dort eine solche Bahn steht und ob ich wohl diese irgendwann einmal selber fahren werde. Einige Beispiele hierfür sind die beiden Gerstlauer-Coaster 'Eurofigter' im Fasanolandia und 'Kráter' im Parque Del Café.
Und so ging es mir jetzt auch bei 'Storm' und dem Etnaland - wo ich die Frage jetzt relativ schnell nach dem Auffinden schon mit 'Ja' beantworten kann. :D
 
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