- Mitglied seit
- 2025
- Beiträge
- 103
Ihr mögt euch vielleicht fragen, was sich hinter diesem doch recht kryptischen Titel verbergen mag. Wenn ich euch erzähle, dass Petersilie auf Italienisch „Prezzemolo“ heißt, klingelt es vielleicht bei der ein oder anderen Person hier im Forum. Denn so heißt auch der niedliche Drache mit dem markanten Schneidezahn, der das Maskottchen des Gardalands ist.
Da Isi ja in Bayern wohnt, ist das Gardaland gar nicht mal so weit entfernt. Genauer gesagt nur eine Nachtbusfahrt. Aber da es gar nicht so weit von München nach Verona ist und das Gardaland im Winter erst um 10:30 seine Tore öffnet, hatten wir noch etwas Freizeit bis zur Abfahrt des Busses um 01:50 am ZOB.
Da ja gerade die Zeit der Weihnachtsmärkte ist, traf ich mich mit Isi am Münchener Hbf und wir machten uns direkt mit der U-Bahn auf den Weg in Richtung Odeonsplatz. In dessen Näher befindet sich ein Mittelalter-Weihnachtsmarkt, der schön, aber auch ziemlich voll war. Dennoch konnten wir uns unseren Weg zu Käsespätzle und Wildschweinspießbratenbrötchen bahnen.
Nur einen Katzensprung entfernt war auch im Hof der Residenz ein Weihnachtsmarkt aufgebaut, der ein wirklich schönes Ambiente hatte. Ein Highlight und zugleich eine Kuriosität war hier ein Märchenwald, der eher nicht an eftelingsche Standards heran kommt, sondern mich eher an das Gruselkabinett (auch als „Hochzeitsanbahnung“ bekannt) in Tripsdrill erinnerte. Aber hey, einen Märchenwald auf einem Weihnachtsmarkt hatte ich auch noch nie erlebt. Einen Glühwein später brachen wir dann wieder auf und wollten eigentlich noch beim verrückten Eismacher vorbei. Für mich völlig unverständlicherweise hatte dieser bei weihnachtlichen Temperaturen nicht wie online beauskunftet bis 22:00 Uhr geöffnet. Egal, dann kommen wir halt im Sommer nochmal wieder.
Da es nun immer noch nicht nach Mitternacht war, ging es zum nächsten Zwischenstopp ins Kino am Isartor. Ich hatte eh noch Kinogutscheine zuhause rumfliegen und so wurde es dann auf Wunsch von Isi (der mir auch zusagte) dann ein Besuch von „Five Nights at Freddy’s 2“, auch wenn Isi die Hälfte davon in den äußerst bequemen Kinosesseln verschlief. Der Film war für mich jetzt kein Highlight, aber wir saßen (oder eher gesagt lagen) gut, warm und trocken. Kurz vor 1:00 brachen wir zum ZOB an der Hackerbrücke auf. Leider bekam ich auf dem Weg dorthin schon die Info, dass unser Bus nach Verona ca. 30 min Verspätung haben sollte. Nach einem Eis beim ziemlich bodenlosen McDonalds am ZOB hatten wir so noch mehr Zeit zu überbrücken. Einerseits schauten wir mal, was die Leute am ZOB so an Gepäck dabei hatten, und staunten nicht schlecht, dass so mancher einen 55-Zoll-Fernseher als übliches Gepäck für eine Reise im Nachtbus erachtete. Andererseits befindet sich an einem Ende des ZOBs eine Mischung aus Bar und Nachtclub mit großem Außenbereich. In exponierter Lage der Treppe konnte man da alle möglichen Versuche des Anbaggerns und andere Nachtclubaktivitäten in aller Ruhe bestaunen.
Irgendwann gegen 2:20 war es dann endlich soweit und unser Bus kam angerollt. Wir versuchten aus den nur knapp 5,5 Stunden Fahrzeit das meiste an Schlaf herauszuholen, was uns so mäßig gelang. Dafür sahen wir erstaunlich fit aus.
Nach einem kurzen Frühstück stiegen wir in den örtlichen Nahverkehr an den Gardasee, in dem sich außer Mitarbeitenden auch noch eine Hand voll weitere Freizeitparkenthusiasten befand. Weil wir um 09:00 noch mehr als eine Stunde Zeit bis zur Parköffnung hatten, versuchten wir unser Glück im fußläufig gelegenen Hotel und konnten erfreulicherweise schon einchecken.
Wir waren schon sehr auf unser Zimmer gespannt, da wir uns bei der Buchung für das Themenzimmer „Galleone“ entschieden hatten. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn neben der thematisch passenden Inneneinrichtung gab es auch ein Soundsystem mit Piratensoundtrack sowie einen Papagei-Animatronic, der sich in unregelmäßigen Abständen zu Wort meldete.
Dann hieß es aber wieder in Richtung Parkeingang zu marschieren, um pünktlich zur Öffnung am ersten Tag der Wintersaison im Gardaland zu sein. Für mich war es mein Erstbesuch im Gardaland, Isi war schon öfter hier, allerdings auch noch nicht im Winter. Der Wettergott meinte es gut mit uns, sodass es erfreulich warm und sonnig war. Außer den (wie im Winter leider vielerorts üblich) geschlossenen Wasserattraktionen fuhr soweit alles. Leider ist die Wegeführung im Gardaland meiner Meinung nach nicht immer wirklich intuitiv und auch recht eng. So mussten wir uns ein bisschen durch das Gedränge wühlen, was vor allem durch Engstellen als durch den Besucherandrang entstand, denn der Park war moderat gefüllt.
Die erste Achterbahn des Tages sollte Oblivion werden. Ehrlicherweise hatte ich nicht zu viel erwartet, wurde aber eines besseren belehrt. Für mich ist diese Bahn der beste Dive Coaster, den ich bisher gefahren bin. Gut, die anderen beiden waren Krake und Baron 1898. Zu Krake brauche ich glaube ich nicht viel sagen, dieser Coaster bricht Rekorde auch nur durch seine Einzigartigkeit in Deutschland und nicht durch ein überzeugendes Layout. Baron 1898 ist in seiner Gesamtaufmachung und Thematisierung schon echt ein Brett, aber im Vergleich hat Oblivion einfach das schönere und bessere Layout. Und an diesem sonnigen Wintertag präsentierte sich die Bahn als äußerst fotogen.
Ich mag die Bahn auf jeden Fall sehr und hab jeden der Rides genossen.
Unser nächster Stopp führte uns zum Mine Train „Mammut“. An sich finde ich den Coaster schön gestaltet, aber die Fahreigenschaften haben mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen. Ich kann gut nachvollziehen, warum dies eine der beliebtesten Bahnen im Park ist, denn sie passt perfekt zur Zielgruppe, die schlichtweg aus Familien besteht.
Anschließend stand der erste Dark Ride des Tages auf dem Programm. Animal Treasure Island hatte erst im Jahr 2025 eröffnet und ich hatte über den Vorgänger-Ride „I Corsari“ schon viel gutes gehört. Entsprechend war ich wirklich gespannt und wurde auch nicht enttäuscht. Der Ride ist sehr atmosphärisch und setzt für mich eine gelungene Mischung aus Bildschirmen und physischen Animatronics ein. Die Abfertigung als Doppel-Boot-Verbund mutet etwas komisch an und leider haben wir es bei keiner der Fahrten in das erste Boot geschafft. Aber dennoch ist dieser Dark Ride bei mir im ganz hohen Regal angesiedelt. Da hat sich das Gardaland und auch Merlin sich was ganz Feines hingestellt.
Beim Verlassen des Dark Rides (wenn denn hoffentlich beide Rolltreppen funktionieren= wird man quasi direkt in eines der Restaurants geschleust. Das hier erhältliche Maxi Menü ist zwar nicht sonderlich gesund, aber dafür sättigend und im Preisbereich von 15-18€ für zwei Personen echt fair unterwegs.
Gut gestärkt ging es dann zum SLC Blue Tornado. An unserem ersten Tag hatten wir das FastPass-System, welches uns mit unseren Jahreskarten eigentlich 5x3 FastPässe zugestand, noch nicht verstanden, sodass wir uns in der normalen Queue ca. 25 min auf die SLC-Fahrt freuen konnten. Man weiß halt was man kriegt, die Frage ist nur wie schmerzhaft es wird, aber glücklicherweise war der blaue Wirbelsturm gar nicht so wild und gnädig zu uns.
Für eine noch größere Überraschung in Sachen Sanftheit sorgte Shaman. Zusammen mit Python in Efteling und Big Loop im Heide Park reiht sich dieses Schmuckstück in eine Sammlung alter, aber deshalb nicht weniger schöner Bahnen ein. Und was soll ich sagen: Shaman fährt sich wirklich butterweich. So macht Achterbahnfahren Spaß.
Weiter im Coaster Business: Auch wenn meine Erwartungen an Dragon Rush als Spinning Maus nicht sehr hoch waren, wollte diese Bahn natürlich auch gefahren werden. Mehr als ein weiterer Eintrag in der Liste der gefahrenen Coaster war es aber auch nicht. Nicht grässlich, aber auch nicht spektakulär.
Im Anschluss kamen wir dann zu etwas ebenfalls ernüchterndem, nämlich dem zweiten Dark Ride des Parks. Schaut man sich die Wartezeiten an, scheint Jumanji – The Ride zu den Publikumslieblingen zu gehören, was ich nicht so recht nachvollziehen kann. Sicherlich ist der Ride schön thematisiert (auch wenn man sich in der Warteschlange nicht die Mühe gemacht hat, die ehemalige ägyptische Inneneinrichtung zu entfernen) und auch das Fahrsystem ist mal was anderes, aber ich habe doch arg das Gefühl, dass man hier aus dem Ride noch lange nicht alles herausgeholt hat, was geht. Es gibt meiner Meinung nach erstaunlich viele leere Wände und Passagen, in denen nichts passiert und es noch nicht mal etwas zu gucken gibt außer schwarzer Wand. Auch hätte man gerne noch ein oder zwei „Flugsimulatorszenen“ mehr spendieren dürfen. Ist ganz okay, aber jetzt nicht Re-Ride-Material. Schade, denn da wäre noch Potenzial gewesen.
Nachdem ich bei meinem letzten Trip mit Maximus im Legoland Deutschland noch mit der Mini-Variante eines Wingcoasters Vorlieb nehmen musste, durfte ich im Gardaland in einem ausgewachsenen Geschöpf dieser Bauart platznehmen. Der Coaster gefällt mir wirklich gut, er hat ein paar schöne Airtime Momente und fährt sich angenehm. Er ist für mich ein kleines bisschen weniger spannend als Flug der Dämonen, aber besser als Fenix. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich um den Prototypen handelt.
Zur Abwechslung zwischendurch genehmigten wir uns eine kleine inspirierende Pause bei der Parkshow. Diese drehte sich, passend zum 50-jährigen Jubiläum, rund um eine Fernsehproduktion aus den 70ern. Mich persönlich hat der 70er-Jahre Stil und Charme sehr begeistert, bei Isi war es so mäßig. Dennoch gab es ein paar nette Tanzeinlagen und ein bisschen Artistik. Auch ohne vertiefte Italienischkenntnisse konnte man der Show durchaus folgen. Zudem bot der Aufenthalt im Theater auch eine gute Gelegenheit, mal etwas zu sitzen, denn am Ende des Tages standen über 30.000 Schritte auf der Smartwatch. Warum, dazu später mehr. So viel sei aber gesagt: Wir waren für den heutigen Tag nicht das letzte Mal im Theater im Gardaland.
Auch im Show-Business vertreten ist das 4D-Kino. Hier gefällt mir besonders gut, dass der Film einen so engen inhaltlichen Bezug zum Park hat und man mit Prezzemolo zusammen auf Reise geht. Weniger toll finde ich, dass es Einweg-4D-Brillen gab.
Ein paar der 30.000 Schritte sammelten wir auch im Fantasy Kingdom. Denn hier lebt schließlich das Parkmaskottchen Prezzemolo in seinem Baum, der Wahrzeichen des Parks ist und auch bestiegen werden kann, was wir dann auch gleich taten.
Im Keller hat Prezzemolo dann gleich noch ein Mad House verbaut, was meiner Meinung nach gutes Mittelmaß ist.
Einige weitere, nicht zu vernachlässigende Attraktionen aus der Kategorie „Fiebertraum“ sind die Rundfahrten mit dem Flugzeug (Volaplano) und dem Traktor (Doremifarm), wobei wir heute keinen Boarding Pass hatten und entsprechend nur mit landwirtschaftlichen Maschinen unterwegs waren. Wobei man die Traktorhersteller in Italien ja nicht unterschätzen sollte, zumindest wenn man auf schnelle Sportwagen steht.
Bevor es zu dunkel wurde, statteten wir dem Miniland auch noch einen Besuch ab. Dieses befindet sich im Legoland Wasserpark, der sich wiederum mitten im Gardaland befindet. Zu dieser Jahreszeit waren die Becken natürlich nicht mit Wasser gefüllt, ich mag die Idee aber, dass man durch das Miniland durchschwimmen kann. Begrüßt wurden wir von einem Lego-Prezzemolo in Schmimmmontur (ein tolles Wort mit drei „m“ direkt hintereinander).
Wie gewöhnlich präsentiert das Miniland vor allem lokale Sehenswürdigkeiten, wobei lokal Italien meint. So war die Hauptstadt mit dem Viktor-Emanuels-Denkmal, dem Colusseum und der Spanischen Treppe sowie der Vatikanstadt vertreten.
Die folgenden zwei Orte konnte ich nicht sicher zuordnen, es könnte aber das Forum Romanum (und damit nochmal Rom) bzw. Wolkenkratzer in Mailand sein.
Etwas eindeutiger wurde es dann wieder mit Ansichten aus Venedig.
Zwei der bedeutendsten Kirchenbauwerke Italiens (vom Petersdom, der ja schon gezeigt wurde, mal abgesehen) aus Florenz bzw. Mailand findet man auch nur hier in solch räumlicher Nähe.
Der vermutlich bekannteste Turm der Welt war auch zu sehen.
Die nächste Bildserie ist in sich verschachtelt wir eine Matruschka. Denn es handelt sich um das Mini-Gardaland im Legoland (Wasserpark) im Gardaland. So finden sich allerlei Attraktionen auch im kleinen Format.
Auf dem Rückweg aus dem Wasserpark konnten wir dann noch einen kurzen Blick auf den Wasserpark selbst und das, was uns im Sommer dort erwarten wird, werfen.
Weihnachtlich war es trotz des sonnigen Wetters dank mehr oder minder dezenter Deko, die sich im ganzen Park finden ließ.
Da Isi ja in Bayern wohnt, ist das Gardaland gar nicht mal so weit entfernt. Genauer gesagt nur eine Nachtbusfahrt. Aber da es gar nicht so weit von München nach Verona ist und das Gardaland im Winter erst um 10:30 seine Tore öffnet, hatten wir noch etwas Freizeit bis zur Abfahrt des Busses um 01:50 am ZOB.
Da ja gerade die Zeit der Weihnachtsmärkte ist, traf ich mich mit Isi am Münchener Hbf und wir machten uns direkt mit der U-Bahn auf den Weg in Richtung Odeonsplatz. In dessen Näher befindet sich ein Mittelalter-Weihnachtsmarkt, der schön, aber auch ziemlich voll war. Dennoch konnten wir uns unseren Weg zu Käsespätzle und Wildschweinspießbratenbrötchen bahnen.
Nur einen Katzensprung entfernt war auch im Hof der Residenz ein Weihnachtsmarkt aufgebaut, der ein wirklich schönes Ambiente hatte. Ein Highlight und zugleich eine Kuriosität war hier ein Märchenwald, der eher nicht an eftelingsche Standards heran kommt, sondern mich eher an das Gruselkabinett (auch als „Hochzeitsanbahnung“ bekannt) in Tripsdrill erinnerte. Aber hey, einen Märchenwald auf einem Weihnachtsmarkt hatte ich auch noch nie erlebt. Einen Glühwein später brachen wir dann wieder auf und wollten eigentlich noch beim verrückten Eismacher vorbei. Für mich völlig unverständlicherweise hatte dieser bei weihnachtlichen Temperaturen nicht wie online beauskunftet bis 22:00 Uhr geöffnet. Egal, dann kommen wir halt im Sommer nochmal wieder.
Da es nun immer noch nicht nach Mitternacht war, ging es zum nächsten Zwischenstopp ins Kino am Isartor. Ich hatte eh noch Kinogutscheine zuhause rumfliegen und so wurde es dann auf Wunsch von Isi (der mir auch zusagte) dann ein Besuch von „Five Nights at Freddy’s 2“, auch wenn Isi die Hälfte davon in den äußerst bequemen Kinosesseln verschlief. Der Film war für mich jetzt kein Highlight, aber wir saßen (oder eher gesagt lagen) gut, warm und trocken. Kurz vor 1:00 brachen wir zum ZOB an der Hackerbrücke auf. Leider bekam ich auf dem Weg dorthin schon die Info, dass unser Bus nach Verona ca. 30 min Verspätung haben sollte. Nach einem Eis beim ziemlich bodenlosen McDonalds am ZOB hatten wir so noch mehr Zeit zu überbrücken. Einerseits schauten wir mal, was die Leute am ZOB so an Gepäck dabei hatten, und staunten nicht schlecht, dass so mancher einen 55-Zoll-Fernseher als übliches Gepäck für eine Reise im Nachtbus erachtete. Andererseits befindet sich an einem Ende des ZOBs eine Mischung aus Bar und Nachtclub mit großem Außenbereich. In exponierter Lage der Treppe konnte man da alle möglichen Versuche des Anbaggerns und andere Nachtclubaktivitäten in aller Ruhe bestaunen.
Irgendwann gegen 2:20 war es dann endlich soweit und unser Bus kam angerollt. Wir versuchten aus den nur knapp 5,5 Stunden Fahrzeit das meiste an Schlaf herauszuholen, was uns so mäßig gelang. Dafür sahen wir erstaunlich fit aus.
Nach einem kurzen Frühstück stiegen wir in den örtlichen Nahverkehr an den Gardasee, in dem sich außer Mitarbeitenden auch noch eine Hand voll weitere Freizeitparkenthusiasten befand. Weil wir um 09:00 noch mehr als eine Stunde Zeit bis zur Parköffnung hatten, versuchten wir unser Glück im fußläufig gelegenen Hotel und konnten erfreulicherweise schon einchecken.
Wir waren schon sehr auf unser Zimmer gespannt, da wir uns bei der Buchung für das Themenzimmer „Galleone“ entschieden hatten. Und wir wurden nicht enttäuscht, denn neben der thematisch passenden Inneneinrichtung gab es auch ein Soundsystem mit Piratensoundtrack sowie einen Papagei-Animatronic, der sich in unregelmäßigen Abständen zu Wort meldete.
Dann hieß es aber wieder in Richtung Parkeingang zu marschieren, um pünktlich zur Öffnung am ersten Tag der Wintersaison im Gardaland zu sein. Für mich war es mein Erstbesuch im Gardaland, Isi war schon öfter hier, allerdings auch noch nicht im Winter. Der Wettergott meinte es gut mit uns, sodass es erfreulich warm und sonnig war. Außer den (wie im Winter leider vielerorts üblich) geschlossenen Wasserattraktionen fuhr soweit alles. Leider ist die Wegeführung im Gardaland meiner Meinung nach nicht immer wirklich intuitiv und auch recht eng. So mussten wir uns ein bisschen durch das Gedränge wühlen, was vor allem durch Engstellen als durch den Besucherandrang entstand, denn der Park war moderat gefüllt.
Die erste Achterbahn des Tages sollte Oblivion werden. Ehrlicherweise hatte ich nicht zu viel erwartet, wurde aber eines besseren belehrt. Für mich ist diese Bahn der beste Dive Coaster, den ich bisher gefahren bin. Gut, die anderen beiden waren Krake und Baron 1898. Zu Krake brauche ich glaube ich nicht viel sagen, dieser Coaster bricht Rekorde auch nur durch seine Einzigartigkeit in Deutschland und nicht durch ein überzeugendes Layout. Baron 1898 ist in seiner Gesamtaufmachung und Thematisierung schon echt ein Brett, aber im Vergleich hat Oblivion einfach das schönere und bessere Layout. Und an diesem sonnigen Wintertag präsentierte sich die Bahn als äußerst fotogen.
Ich mag die Bahn auf jeden Fall sehr und hab jeden der Rides genossen.
Unser nächster Stopp führte uns zum Mine Train „Mammut“. An sich finde ich den Coaster schön gestaltet, aber die Fahreigenschaften haben mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen. Ich kann gut nachvollziehen, warum dies eine der beliebtesten Bahnen im Park ist, denn sie passt perfekt zur Zielgruppe, die schlichtweg aus Familien besteht.
Anschließend stand der erste Dark Ride des Tages auf dem Programm. Animal Treasure Island hatte erst im Jahr 2025 eröffnet und ich hatte über den Vorgänger-Ride „I Corsari“ schon viel gutes gehört. Entsprechend war ich wirklich gespannt und wurde auch nicht enttäuscht. Der Ride ist sehr atmosphärisch und setzt für mich eine gelungene Mischung aus Bildschirmen und physischen Animatronics ein. Die Abfertigung als Doppel-Boot-Verbund mutet etwas komisch an und leider haben wir es bei keiner der Fahrten in das erste Boot geschafft. Aber dennoch ist dieser Dark Ride bei mir im ganz hohen Regal angesiedelt. Da hat sich das Gardaland und auch Merlin sich was ganz Feines hingestellt.
Beim Verlassen des Dark Rides (wenn denn hoffentlich beide Rolltreppen funktionieren= wird man quasi direkt in eines der Restaurants geschleust. Das hier erhältliche Maxi Menü ist zwar nicht sonderlich gesund, aber dafür sättigend und im Preisbereich von 15-18€ für zwei Personen echt fair unterwegs.
Gut gestärkt ging es dann zum SLC Blue Tornado. An unserem ersten Tag hatten wir das FastPass-System, welches uns mit unseren Jahreskarten eigentlich 5x3 FastPässe zugestand, noch nicht verstanden, sodass wir uns in der normalen Queue ca. 25 min auf die SLC-Fahrt freuen konnten. Man weiß halt was man kriegt, die Frage ist nur wie schmerzhaft es wird, aber glücklicherweise war der blaue Wirbelsturm gar nicht so wild und gnädig zu uns.
Für eine noch größere Überraschung in Sachen Sanftheit sorgte Shaman. Zusammen mit Python in Efteling und Big Loop im Heide Park reiht sich dieses Schmuckstück in eine Sammlung alter, aber deshalb nicht weniger schöner Bahnen ein. Und was soll ich sagen: Shaman fährt sich wirklich butterweich. So macht Achterbahnfahren Spaß.
Weiter im Coaster Business: Auch wenn meine Erwartungen an Dragon Rush als Spinning Maus nicht sehr hoch waren, wollte diese Bahn natürlich auch gefahren werden. Mehr als ein weiterer Eintrag in der Liste der gefahrenen Coaster war es aber auch nicht. Nicht grässlich, aber auch nicht spektakulär.
Im Anschluss kamen wir dann zu etwas ebenfalls ernüchterndem, nämlich dem zweiten Dark Ride des Parks. Schaut man sich die Wartezeiten an, scheint Jumanji – The Ride zu den Publikumslieblingen zu gehören, was ich nicht so recht nachvollziehen kann. Sicherlich ist der Ride schön thematisiert (auch wenn man sich in der Warteschlange nicht die Mühe gemacht hat, die ehemalige ägyptische Inneneinrichtung zu entfernen) und auch das Fahrsystem ist mal was anderes, aber ich habe doch arg das Gefühl, dass man hier aus dem Ride noch lange nicht alles herausgeholt hat, was geht. Es gibt meiner Meinung nach erstaunlich viele leere Wände und Passagen, in denen nichts passiert und es noch nicht mal etwas zu gucken gibt außer schwarzer Wand. Auch hätte man gerne noch ein oder zwei „Flugsimulatorszenen“ mehr spendieren dürfen. Ist ganz okay, aber jetzt nicht Re-Ride-Material. Schade, denn da wäre noch Potenzial gewesen.
Nachdem ich bei meinem letzten Trip mit Maximus im Legoland Deutschland noch mit der Mini-Variante eines Wingcoasters Vorlieb nehmen musste, durfte ich im Gardaland in einem ausgewachsenen Geschöpf dieser Bauart platznehmen. Der Coaster gefällt mir wirklich gut, er hat ein paar schöne Airtime Momente und fährt sich angenehm. Er ist für mich ein kleines bisschen weniger spannend als Flug der Dämonen, aber besser als Fenix. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich um den Prototypen handelt.
Zur Abwechslung zwischendurch genehmigten wir uns eine kleine inspirierende Pause bei der Parkshow. Diese drehte sich, passend zum 50-jährigen Jubiläum, rund um eine Fernsehproduktion aus den 70ern. Mich persönlich hat der 70er-Jahre Stil und Charme sehr begeistert, bei Isi war es so mäßig. Dennoch gab es ein paar nette Tanzeinlagen und ein bisschen Artistik. Auch ohne vertiefte Italienischkenntnisse konnte man der Show durchaus folgen. Zudem bot der Aufenthalt im Theater auch eine gute Gelegenheit, mal etwas zu sitzen, denn am Ende des Tages standen über 30.000 Schritte auf der Smartwatch. Warum, dazu später mehr. So viel sei aber gesagt: Wir waren für den heutigen Tag nicht das letzte Mal im Theater im Gardaland.
Auch im Show-Business vertreten ist das 4D-Kino. Hier gefällt mir besonders gut, dass der Film einen so engen inhaltlichen Bezug zum Park hat und man mit Prezzemolo zusammen auf Reise geht. Weniger toll finde ich, dass es Einweg-4D-Brillen gab.
Ein paar der 30.000 Schritte sammelten wir auch im Fantasy Kingdom. Denn hier lebt schließlich das Parkmaskottchen Prezzemolo in seinem Baum, der Wahrzeichen des Parks ist und auch bestiegen werden kann, was wir dann auch gleich taten.
Im Keller hat Prezzemolo dann gleich noch ein Mad House verbaut, was meiner Meinung nach gutes Mittelmaß ist.
Einige weitere, nicht zu vernachlässigende Attraktionen aus der Kategorie „Fiebertraum“ sind die Rundfahrten mit dem Flugzeug (Volaplano) und dem Traktor (Doremifarm), wobei wir heute keinen Boarding Pass hatten und entsprechend nur mit landwirtschaftlichen Maschinen unterwegs waren. Wobei man die Traktorhersteller in Italien ja nicht unterschätzen sollte, zumindest wenn man auf schnelle Sportwagen steht.
Bevor es zu dunkel wurde, statteten wir dem Miniland auch noch einen Besuch ab. Dieses befindet sich im Legoland Wasserpark, der sich wiederum mitten im Gardaland befindet. Zu dieser Jahreszeit waren die Becken natürlich nicht mit Wasser gefüllt, ich mag die Idee aber, dass man durch das Miniland durchschwimmen kann. Begrüßt wurden wir von einem Lego-Prezzemolo in Schmimmmontur (ein tolles Wort mit drei „m“ direkt hintereinander).
Wie gewöhnlich präsentiert das Miniland vor allem lokale Sehenswürdigkeiten, wobei lokal Italien meint. So war die Hauptstadt mit dem Viktor-Emanuels-Denkmal, dem Colusseum und der Spanischen Treppe sowie der Vatikanstadt vertreten.
Die folgenden zwei Orte konnte ich nicht sicher zuordnen, es könnte aber das Forum Romanum (und damit nochmal Rom) bzw. Wolkenkratzer in Mailand sein.
Etwas eindeutiger wurde es dann wieder mit Ansichten aus Venedig.
Zwei der bedeutendsten Kirchenbauwerke Italiens (vom Petersdom, der ja schon gezeigt wurde, mal abgesehen) aus Florenz bzw. Mailand findet man auch nur hier in solch räumlicher Nähe.
Der vermutlich bekannteste Turm der Welt war auch zu sehen.
Die nächste Bildserie ist in sich verschachtelt wir eine Matruschka. Denn es handelt sich um das Mini-Gardaland im Legoland (Wasserpark) im Gardaland. So finden sich allerlei Attraktionen auch im kleinen Format.
Auf dem Rückweg aus dem Wasserpark konnten wir dann noch einen kurzen Blick auf den Wasserpark selbst und das, was uns im Sommer dort erwarten wird, werfen.
Weihnachtlich war es trotz des sonnigen Wetters dank mehr oder minder dezenter Deko, die sich im ganzen Park finden ließ.
