Mr.Pressure
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Hallo liebe Freunde der gepflegten Achterbahnkultur,
nachdem ich hier schon seit einiger Zeit stiller Mitleser bin, ist es dringend mal an der Zeit auch ein paar Parkberichte zu schreiben.
Da trifft es sich ganz gut, dass meine Freundin (die glücklicherweise auch gerne Achterbahn fährt und überaus kompromissbereit bei der Routenplanung war) und ich im Mai und Juni diesen Jahres eine kleine Rundreise durch die USA und Kanada gemacht haben und dabei auch ein paar Parks auf dem Programm standen. Als da wären:
Natürlich hat sich im Lauf der Zeit durch diverse Parkberichte, Youtube-Videos, Foreneneinträge, usw. bei einigen Bahnen und Parks eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut, die leider nicht immer von Vorteil war; aber dazu in den einzelnen Berichten mehr.
Ich hoffe nur Ihr seid gnädig sollte die ein oder andere Lieblingsbahn bei mir vielleicht nicht den erwarteten Anklang finden.
Aber fangen wir erst mal an.
#1 Six Flags Great America
Unser erster Park war SF Great America, ungefähr ne Stunde nördlich von Chicago, welcher mit immerhin 15 Achterbahnen und einem durchaus breit aufgestelltem Portfolio lockt. Darunter mit X Flight und Maxx Force zwei Bahnen, die man nicht aller Tage in einem Six Flags Park sieht.
Wir besuchten den Park an einem Dienstag, dem 30.05., einen Tag nach dem Memorial Day und hatten ein klein wenig die Hoffnung, einen nicht ganz so vollen Park vorzufinden.
Doch schon auf der Interstate zum Park beschlich uns ein ungutes, um nicht zu sagen schlecht gelauntes Gefühl, denn wir überholten gefühlt hunderte Schulbusse, die scheinbar auch alle den Park ansteuerten.
Die kurzfristige Hoffnung, dass die Busse vielleicht leer seien, nur die Busfahrer in den Park wollten oder anderweitig auf Betriebsausflug sind, erfüllte sich leider nicht.
Vorher möchte ich aber noch schnell erwähnen, dass wir unser Motel ca. 15Min fußläufig vom Park entfernt gebucht hatten, morgens schon einchecken und das Auto da lassen konnten, und somit die sicherlich völlig berechtigten und geradezu geschenkten 35$ Parkgebühr sparen konnten. Diese konnten wir dann später anderweitig reinvestieren.
Aber zurück zu den Bussen und der sich leider bewahrheiteten Gewissheit, dass es sich nicht um einen Betriebsausflug gehandelt hat, sondern Schüler in Massen zum Park gekarrt wurden. Es waren viele Schüler vor dem Eingang...sehr viele Schüler...sehr, sehr viele Schüler.

Und dadurch, dass trotz des geilen Wetters Hurricane Harbour noch nicht geöffnet war (ich glaube erst ab Juni) verflog auch die Hoffnung, dass ein Teil der Menge dorthin abwandern würde.
Also was solls, noch in der Warteschlange zum Betreten des Parks der Griff zum Handy und schnell zwei Gold Flashpässe für jeweils 70$ geordert, die die Wartezeit um 50% reduzieren sollten und dies auch taten. Naja, wir hatten ja Geld fürs Parken gespart und im Urlaub ist es ja immer etwas teurer.



Rückblickend betrachtet war der Kauf eine gute Wahl, denn obwohl ich eigentlich lieber darauf verzichten würde solche Pässe zu kaufen, bin ich dazu durchaus bereit, wenn ich mir sicher bin, dass ich so bald nicht nochmal die Gelegenheit haben werde den Park zu besuchen und am Ende vielleicht auch nicht alles schaffen würde, zumal der Park auch nicht sooo lange geöffnet war.
Diese Erfahrung haben wir nämlich bei unserem allerersten amerikanischen Freizeitparkbesuch 2011 in Six Flags Magic Mountain gemacht, als der Park brechend voll war, die Warteschlange bei den Schnellpässen Richtung zwei Stunden tendierte, und wir am Ende insgesamt nur 9 Bahnen am ganzen Tag geschafft hatten. Das war überaus frustrierend.
In diesem Fall haben die Schnellpässe über die App aber hervorragend funktioniert und uns den Tag gerettet. Denn auch wenn es am Nachmittag deutlich leerer wurde, bin ich mir sicher, dass wir sonst nicht alles geschafft und schon gar keine Wiederholungsfahrten hätten machen können.
Schöner Eingangsbereich
Der Park war gepflegt und sauber und hatte ein paar schöne Ecken, ohne mir aber sonderlich in Erinnerung geblieben zu sein. In Erinnerung blieb mir aber der beißende Teer- oder Asphaltgeruch der sich durch einige Bereiche zog und von den (frisch?) geteerten Wegen zu kommen schien.
Vielleicht lag das aber auch daran, dass es am Besuchstag sehr heiß war und damit noch ein paar zusätzliche Dämpfe freigesetzt wurden.
Negativ sind uns den ganzen Tag über die Operations aufgefallen. Denn mal davon abgesehen, dass auf den meisten Bahnen nur ein Zug zum Einsatz kam, war auch die Anzahl der Mitarbeiter in den Stationen ziemlich knapp besetzt.
Und diese wenigen Mitarbeiter hatten jetzt auch nicht gerade den Tiger im Tank, um möglichst zügig einen weiteren Zug auf die Strecke zu schicken.
Ich würde es eher als gemütliches Schlendern, mit gerne eingestreuten Schwätzchen mit den (wenigen) Kollegen oder wartenden Gästen und nebenbei anfallender Kontrolle der Bügel beschreiben.
Ob das am Sparkurs von Six Flags liegt, oder auch dort der allgemeine Personalmangel vorherrscht oder am Ende einfach mehr Schnellpässe verkauft werden sollen
(das klappt doch nie
), kann ich nicht beurteilen; wohl aber, dass wir in späteren Parks teils viel, viel bessere Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben.
Wie ein roter Faden zog es sich bei uns auch leider durch fast alle besuchten Parks, dass jeweils das Rafting geschlossen war. Überaus schade denn es war ordentlich heiß und ich mag die Dinger eigentlich ganz gerne. Naja, kann man nix machen. Zumindest die andere Wildwasserbahn Aquaman Splashdown war geöffnet, welche dank des Wetters mit die längste Schlange hatte und uns ordentlich durchnässt und erfrischt hat.


Nun aber zu ein paar der Rides (wir haben nicht viele und auch nicht ganz so tolle Bilder gemacht, sorry).
American Eagle
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war die Bahn in der App erstaunlicherweise weder im Parkplan noch bei den Flashpass-Attraktionen aufgeführt.
Wir dachten also, sie sei geschlossen und waren dann verwundert, dass doch irgendwann ein Zug über die Schienen ratterte. Optisch eine durchaus imposante Holzstruktur aber da wir noch so vieles andere schaffen wollten und dann vor Ort die Schlange ziemlich lang war, haben wir die Bahn ausgelassen.
Demon
War geschlossen, dürfte vermutlich aber kein großer Verlust gewesen sein.
Whizzer
Ein alter Schwarzkopf Klassiker und für für mich ein gänzlich neuer Bahntyp mit ungewöhnlicher Sitzanordnung und Spirallift. Zwar kein Mega Highlight, fuhr sich aber voll okay und hat Spaß gemacht.
Little Dipper
Putzige kleine Holzachterbahn, die laut Hinweistafeln 1950 erbaut, und dann später aus dem Melrose Park in Illinois nach SFGA gebracht werden konnte.
Fuhr sich für das Alter überraschend gut und war ganz okay.
Viper
Laut Wikipedia wohl die einzige Bahn, die von Six Flags in Eigenregie gebaut wurde und ich würde sagen- zum Glück. Ich kann nicht beurteilen wie sie sich fuhr, als sie neu war aber meinetwegen könnte die Bahn einen schönen Scheiterhaufen abgeben. Absolut schreckliche und spaßbefreite Bahn.
Hierzu muss ich aber vielleicht sagen, dass ich in diesem Urlaub festgestellt habe, dass ich rüttelige und Schläge verteilende Bahnen (die Amis sagen so schön "jackhammering") absolut nicht (mehr) mag und eine Fahrt für gewöhnlich ausreicht.
Nichts gegen intensive Bahnen (I305 ist z.B. in meinen Top 5), die (weitestgehend) smooth sind, aber rappelig und intensiv muss nicht sein.
Dumm, dass SFGA schon eine Bahn von RMC hat, aber eine zweite wäre für mich auch voll okay.
Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommt, denn die Bahn war den ganzen Tag überaus beliebt und hatte eine echt lange Schlange. Bedauerlicherweise spart man mit dem Flash Pass auch nicht sooo viel, da man schon recht frühzeitig zur normalen Warteschlange dazu stößt.
Links gut, rechts schlecht. Das Logo ist das beste an der Bahn. Ach hätte da doch Steel Viper, Vipers Revenge oder Iron Viper gestanden.
Raging Bull
Ich liebe Hypercoaster und auch wenn dies bestimmt nicht der beste seiner Art ist und auch nicht die meiste Airtime bietet hat er mir gut gefallen.
Man merkt das Alter zwar an der ein oder anderen Stelle, aber dennoch gefällt mir die Bahn definitiv besser als beispielsweise Silver Star oder Goliath in SFMM.
Auch hier kann man mit dem Flashpass enorm sparen, dennoch blieb es am Ende bei leider nur zwei Fahrten.
So leer wie es hier aussieht war es leider nicht
schlechtes Foto aber gar keine schlechte Bahn
Batman – The Ride
Zuvor die Klone in Magic Mountain und Great Adventure (damals rückwärts) gefahren. Intensive Fahrt, allerdings weit davon entfernt mein Lieblingsinverter zu sein.
Superman - Ultimate Flight
Flyer gefallen mir generell ganz gut, auch wenn ich nach wenigen Fahrten für gewöhnlich meinen Nacken spüre und die Dinger damit nicht pausenlos fahren kann. Solides Gerät aber kein Vergleich zu Tatsu mit dem Pretzel Loop des Todes, und auch F.L.Y. gefällt mir erheblich besser.
The Dark Knight Coaster
Ne wilde Maus im Dunkeln mit sogar ganz ordentlicher Thematisierung.
Bin ich auch schon mal in Great Adventure gefahren und hat mir überraschend viel Spaß gemacht. Gerade weil ich als kurzsichtiger Maulwurf ohne Brille im Dunkeln die Mauskurven und Drops nicht kommen sehe.
The Flash: Vertical Velocity
Fand ich geil. Sehr ordentliche Beschleunigung und im Senkrechtpart in den Bügeln zu hängen hat schon was.
Hatte ein wenig Sorge, dass man sich die Öhrchen an den Schulterbügeln anschlägt, aber das blieb glücklicherweise aus. Wicked Twister hatte mir mit den zwei getwisteten Spikes allerdings einen Hauch besser gefallen. Schade, dass es nicht so viele von Intamins Impulsecoastern gibt.
The Joker
War mein erster S&S 4D Free Spin und er hat ordentlich Laune gemacht. Zwar sehr kurz aber wir hatten scheinbar eine sehr überschlagsfördernde Gewichtsverteilung und die Kiste wollte uns das Hirn raus schleudern. Super!
Spaßiges Gerät. Ich kann verstehen warum das Ding so in so viele SF Parks gestellt wurde. Gut & günstig
X-Flight
Ich fand die Bahn für einen Wing Coaster überraschend intensiv und leider auch ein kleines bisschen rüttelig (aber noch völlig okay). Obendrauf gab es sogar einen Hauch von Theming. Hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich Gate Keeper oder Fenix im Toverland deutlich besser finde.
Goliath
Zum Zeitpunkt des Besuchs war dies erst mein zweiter RMC nach Twisted Colossus, und hier kam eindeutig die Erwartungshaltung ins Spiel. Denn bei all den Lobeshymnen, die man so im Allgemeinen über die verschiedenen RMC-Bahnen hört, hatte ich wohl einfach zu viel erwartet.
Die Bahn war auf jeden Fall gut und hat auch Spaß gemacht, aber sie war auch sehr kurz und bot vergleichsweise wenig Airtime. Jammern auf hohem Niveau.
Diese Sicherungsbügel von RMC an den Schienbeinen finde ich allerdings echt unangenehm. Trotz meiner kleinen Kritik eines der Highlights im Park.
Hier bringt übrigens der Flashpass enorm viel, da man fast direkt in die Station spazieren kann. Trotzdem blieb es bei nur zwei Fahrten, einmal ganz vorne und einmal ganz hinten. Hinten finde ich besser.
optisch ein Highlight
Da sollte uns auf unserer Tour noch was viel, viel besseres von RMC erwarten. Ich sehe da ein Wildkätzchen und stählerne Rache am Horizont.
MaxxForce
Hui das war geil! Was für ein Launch! Ich weiß, danach kommt zwar nicht mehr viel, aber das ist bei TTD oder Kingda Ka ja auch nicht anders, und zumindest im Vergleich zur Letztgenannten werden einem beim Launch auch nicht die Zähne rausgerüttelt. Das war seit langem mal wieder eine Bahn, wo ich vor dem Launch durchaus etwas aufgeregt war.
Leider war die Bahn nur in den teuersten Flashpässen enthalten und die Wartezeit lag fast immer bei knapp ner Stunde. Daher blieb es hier leider bei nur einer Fahrt, trotzdem mein persönliches Highlight in SFGA.


Geiles Teil!
Mein persönliches Fazit
Nach Besuchen in Magic Mountain und Great Adventure sollte dies unser dritter Besuch in einem SF Park sein. Von den dreien fand ich ihn am schwächsten.
Es gibt zwar ein recht breit gestreutes Coaster Line-up, allerdings ohne ein richtiges Highlight á la El Toro, Kingda Ka, X2 oder Tatsu im Portfolio zu haben.
Insgesamt war es aber vor allem dank der Flashpässe dennoch ein zwar teurer aber schöner Tag und netter Auftakt unserer Parkbesuche, der Lust auf mehr gemacht hat.
Und sollten wir irgendwann noch mal wiederkommen, dann bitte ohne 10 000 Schulbusse.
Dieses Bild entstand einige Zeit nach Parkschluss und zeigt nur einen Bruchteil der Schulbusse. Zu dem Zeitpunkt waren schon sehr viele weg und nicht wenige haben die Schüler auch nur abgesetzt und sind dann direkt wieder gefahren.
Falls Ihr bis hierhin durchgehalten habt, vielen Dank fürs lesen und im nächsten Teil geht´s dann ab nach Holiday World.
nachdem ich hier schon seit einiger Zeit stiller Mitleser bin, ist es dringend mal an der Zeit auch ein paar Parkberichte zu schreiben.
Da trifft es sich ganz gut, dass meine Freundin (die glücklicherweise auch gerne Achterbahn fährt und überaus kompromissbereit bei der Routenplanung war) und ich im Mai und Juni diesen Jahres eine kleine Rundreise durch die USA und Kanada gemacht haben und dabei auch ein paar Parks auf dem Programm standen. Als da wären:
- Six Flags Great America
- Holiday World
- Kings Island
- Kennywood
- Hersheypark
- Canadas Wonderland
- Cedar Point
Natürlich hat sich im Lauf der Zeit durch diverse Parkberichte, Youtube-Videos, Foreneneinträge, usw. bei einigen Bahnen und Parks eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut, die leider nicht immer von Vorteil war; aber dazu in den einzelnen Berichten mehr.
Ich hoffe nur Ihr seid gnädig sollte die ein oder andere Lieblingsbahn bei mir vielleicht nicht den erwarteten Anklang finden.
Aber fangen wir erst mal an.
#1 Six Flags Great America
Unser erster Park war SF Great America, ungefähr ne Stunde nördlich von Chicago, welcher mit immerhin 15 Achterbahnen und einem durchaus breit aufgestelltem Portfolio lockt. Darunter mit X Flight und Maxx Force zwei Bahnen, die man nicht aller Tage in einem Six Flags Park sieht.
Wir besuchten den Park an einem Dienstag, dem 30.05., einen Tag nach dem Memorial Day und hatten ein klein wenig die Hoffnung, einen nicht ganz so vollen Park vorzufinden.
Doch schon auf der Interstate zum Park beschlich uns ein ungutes, um nicht zu sagen schlecht gelauntes Gefühl, denn wir überholten gefühlt hunderte Schulbusse, die scheinbar auch alle den Park ansteuerten.
Die kurzfristige Hoffnung, dass die Busse vielleicht leer seien, nur die Busfahrer in den Park wollten oder anderweitig auf Betriebsausflug sind, erfüllte sich leider nicht.
Vorher möchte ich aber noch schnell erwähnen, dass wir unser Motel ca. 15Min fußläufig vom Park entfernt gebucht hatten, morgens schon einchecken und das Auto da lassen konnten, und somit die sicherlich völlig berechtigten und geradezu geschenkten 35$ Parkgebühr sparen konnten. Diese konnten wir dann später anderweitig reinvestieren.
Aber zurück zu den Bussen und der sich leider bewahrheiteten Gewissheit, dass es sich nicht um einen Betriebsausflug gehandelt hat, sondern Schüler in Massen zum Park gekarrt wurden. Es waren viele Schüler vor dem Eingang...sehr viele Schüler...sehr, sehr viele Schüler.
Und dadurch, dass trotz des geilen Wetters Hurricane Harbour noch nicht geöffnet war (ich glaube erst ab Juni) verflog auch die Hoffnung, dass ein Teil der Menge dorthin abwandern würde.
Also was solls, noch in der Warteschlange zum Betreten des Parks der Griff zum Handy und schnell zwei Gold Flashpässe für jeweils 70$ geordert, die die Wartezeit um 50% reduzieren sollten und dies auch taten. Naja, wir hatten ja Geld fürs Parken gespart und im Urlaub ist es ja immer etwas teurer.
Rückblickend betrachtet war der Kauf eine gute Wahl, denn obwohl ich eigentlich lieber darauf verzichten würde solche Pässe zu kaufen, bin ich dazu durchaus bereit, wenn ich mir sicher bin, dass ich so bald nicht nochmal die Gelegenheit haben werde den Park zu besuchen und am Ende vielleicht auch nicht alles schaffen würde, zumal der Park auch nicht sooo lange geöffnet war.
Diese Erfahrung haben wir nämlich bei unserem allerersten amerikanischen Freizeitparkbesuch 2011 in Six Flags Magic Mountain gemacht, als der Park brechend voll war, die Warteschlange bei den Schnellpässen Richtung zwei Stunden tendierte, und wir am Ende insgesamt nur 9 Bahnen am ganzen Tag geschafft hatten. Das war überaus frustrierend.
In diesem Fall haben die Schnellpässe über die App aber hervorragend funktioniert und uns den Tag gerettet. Denn auch wenn es am Nachmittag deutlich leerer wurde, bin ich mir sicher, dass wir sonst nicht alles geschafft und schon gar keine Wiederholungsfahrten hätten machen können.
Schöner Eingangsbereich
Der Park war gepflegt und sauber und hatte ein paar schöne Ecken, ohne mir aber sonderlich in Erinnerung geblieben zu sein. In Erinnerung blieb mir aber der beißende Teer- oder Asphaltgeruch der sich durch einige Bereiche zog und von den (frisch?) geteerten Wegen zu kommen schien.
Vielleicht lag das aber auch daran, dass es am Besuchstag sehr heiß war und damit noch ein paar zusätzliche Dämpfe freigesetzt wurden.
Negativ sind uns den ganzen Tag über die Operations aufgefallen. Denn mal davon abgesehen, dass auf den meisten Bahnen nur ein Zug zum Einsatz kam, war auch die Anzahl der Mitarbeiter in den Stationen ziemlich knapp besetzt.
Und diese wenigen Mitarbeiter hatten jetzt auch nicht gerade den Tiger im Tank, um möglichst zügig einen weiteren Zug auf die Strecke zu schicken.
Ich würde es eher als gemütliches Schlendern, mit gerne eingestreuten Schwätzchen mit den (wenigen) Kollegen oder wartenden Gästen und nebenbei anfallender Kontrolle der Bügel beschreiben.
Ob das am Sparkurs von Six Flags liegt, oder auch dort der allgemeine Personalmangel vorherrscht oder am Ende einfach mehr Schnellpässe verkauft werden sollen
(das klappt doch nie
Wie ein roter Faden zog es sich bei uns auch leider durch fast alle besuchten Parks, dass jeweils das Rafting geschlossen war. Überaus schade denn es war ordentlich heiß und ich mag die Dinger eigentlich ganz gerne. Naja, kann man nix machen. Zumindest die andere Wildwasserbahn Aquaman Splashdown war geöffnet, welche dank des Wetters mit die längste Schlange hatte und uns ordentlich durchnässt und erfrischt hat.
Nun aber zu ein paar der Rides (wir haben nicht viele und auch nicht ganz so tolle Bilder gemacht, sorry).
American Eagle
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war die Bahn in der App erstaunlicherweise weder im Parkplan noch bei den Flashpass-Attraktionen aufgeführt.
Wir dachten also, sie sei geschlossen und waren dann verwundert, dass doch irgendwann ein Zug über die Schienen ratterte. Optisch eine durchaus imposante Holzstruktur aber da wir noch so vieles andere schaffen wollten und dann vor Ort die Schlange ziemlich lang war, haben wir die Bahn ausgelassen.
Demon
War geschlossen, dürfte vermutlich aber kein großer Verlust gewesen sein.
Whizzer
Ein alter Schwarzkopf Klassiker und für für mich ein gänzlich neuer Bahntyp mit ungewöhnlicher Sitzanordnung und Spirallift. Zwar kein Mega Highlight, fuhr sich aber voll okay und hat Spaß gemacht.
Little Dipper
Putzige kleine Holzachterbahn, die laut Hinweistafeln 1950 erbaut, und dann später aus dem Melrose Park in Illinois nach SFGA gebracht werden konnte.
Fuhr sich für das Alter überraschend gut und war ganz okay.
Viper
Laut Wikipedia wohl die einzige Bahn, die von Six Flags in Eigenregie gebaut wurde und ich würde sagen- zum Glück. Ich kann nicht beurteilen wie sie sich fuhr, als sie neu war aber meinetwegen könnte die Bahn einen schönen Scheiterhaufen abgeben. Absolut schreckliche und spaßbefreite Bahn.
Hierzu muss ich aber vielleicht sagen, dass ich in diesem Urlaub festgestellt habe, dass ich rüttelige und Schläge verteilende Bahnen (die Amis sagen so schön "jackhammering") absolut nicht (mehr) mag und eine Fahrt für gewöhnlich ausreicht.
Nichts gegen intensive Bahnen (I305 ist z.B. in meinen Top 5), die (weitestgehend) smooth sind, aber rappelig und intensiv muss nicht sein.
Dumm, dass SFGA schon eine Bahn von RMC hat, aber eine zweite wäre für mich auch voll okay.
Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommt, denn die Bahn war den ganzen Tag überaus beliebt und hatte eine echt lange Schlange. Bedauerlicherweise spart man mit dem Flash Pass auch nicht sooo viel, da man schon recht frühzeitig zur normalen Warteschlange dazu stößt.
Links gut, rechts schlecht. Das Logo ist das beste an der Bahn. Ach hätte da doch Steel Viper, Vipers Revenge oder Iron Viper gestanden.
Raging Bull
Ich liebe Hypercoaster und auch wenn dies bestimmt nicht der beste seiner Art ist und auch nicht die meiste Airtime bietet hat er mir gut gefallen.
Man merkt das Alter zwar an der ein oder anderen Stelle, aber dennoch gefällt mir die Bahn definitiv besser als beispielsweise Silver Star oder Goliath in SFMM.
Auch hier kann man mit dem Flashpass enorm sparen, dennoch blieb es am Ende bei leider nur zwei Fahrten.
So leer wie es hier aussieht war es leider nicht
schlechtes Foto aber gar keine schlechte Bahn
Batman – The Ride
Zuvor die Klone in Magic Mountain und Great Adventure (damals rückwärts) gefahren. Intensive Fahrt, allerdings weit davon entfernt mein Lieblingsinverter zu sein.
Superman - Ultimate Flight
Flyer gefallen mir generell ganz gut, auch wenn ich nach wenigen Fahrten für gewöhnlich meinen Nacken spüre und die Dinger damit nicht pausenlos fahren kann. Solides Gerät aber kein Vergleich zu Tatsu mit dem Pretzel Loop des Todes, und auch F.L.Y. gefällt mir erheblich besser.
The Dark Knight Coaster
Ne wilde Maus im Dunkeln mit sogar ganz ordentlicher Thematisierung.
Bin ich auch schon mal in Great Adventure gefahren und hat mir überraschend viel Spaß gemacht. Gerade weil ich als kurzsichtiger Maulwurf ohne Brille im Dunkeln die Mauskurven und Drops nicht kommen sehe.
The Flash: Vertical Velocity
Fand ich geil. Sehr ordentliche Beschleunigung und im Senkrechtpart in den Bügeln zu hängen hat schon was.
Hatte ein wenig Sorge, dass man sich die Öhrchen an den Schulterbügeln anschlägt, aber das blieb glücklicherweise aus. Wicked Twister hatte mir mit den zwei getwisteten Spikes allerdings einen Hauch besser gefallen. Schade, dass es nicht so viele von Intamins Impulsecoastern gibt.
The Joker
War mein erster S&S 4D Free Spin und er hat ordentlich Laune gemacht. Zwar sehr kurz aber wir hatten scheinbar eine sehr überschlagsfördernde Gewichtsverteilung und die Kiste wollte uns das Hirn raus schleudern. Super!
Spaßiges Gerät. Ich kann verstehen warum das Ding so in so viele SF Parks gestellt wurde. Gut & günstig
X-Flight
Ich fand die Bahn für einen Wing Coaster überraschend intensiv und leider auch ein kleines bisschen rüttelig (aber noch völlig okay). Obendrauf gab es sogar einen Hauch von Theming. Hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich Gate Keeper oder Fenix im Toverland deutlich besser finde.
Goliath
Zum Zeitpunkt des Besuchs war dies erst mein zweiter RMC nach Twisted Colossus, und hier kam eindeutig die Erwartungshaltung ins Spiel. Denn bei all den Lobeshymnen, die man so im Allgemeinen über die verschiedenen RMC-Bahnen hört, hatte ich wohl einfach zu viel erwartet.
Die Bahn war auf jeden Fall gut und hat auch Spaß gemacht, aber sie war auch sehr kurz und bot vergleichsweise wenig Airtime. Jammern auf hohem Niveau.
Diese Sicherungsbügel von RMC an den Schienbeinen finde ich allerdings echt unangenehm. Trotz meiner kleinen Kritik eines der Highlights im Park.
Hier bringt übrigens der Flashpass enorm viel, da man fast direkt in die Station spazieren kann. Trotzdem blieb es bei nur zwei Fahrten, einmal ganz vorne und einmal ganz hinten. Hinten finde ich besser.
optisch ein Highlight
Da sollte uns auf unserer Tour noch was viel, viel besseres von RMC erwarten. Ich sehe da ein Wildkätzchen und stählerne Rache am Horizont.
MaxxForce
Hui das war geil! Was für ein Launch! Ich weiß, danach kommt zwar nicht mehr viel, aber das ist bei TTD oder Kingda Ka ja auch nicht anders, und zumindest im Vergleich zur Letztgenannten werden einem beim Launch auch nicht die Zähne rausgerüttelt. Das war seit langem mal wieder eine Bahn, wo ich vor dem Launch durchaus etwas aufgeregt war.
Leider war die Bahn nur in den teuersten Flashpässen enthalten und die Wartezeit lag fast immer bei knapp ner Stunde. Daher blieb es hier leider bei nur einer Fahrt, trotzdem mein persönliches Highlight in SFGA.
Geiles Teil!
Mein persönliches Fazit
Nach Besuchen in Magic Mountain und Great Adventure sollte dies unser dritter Besuch in einem SF Park sein. Von den dreien fand ich ihn am schwächsten.
Es gibt zwar ein recht breit gestreutes Coaster Line-up, allerdings ohne ein richtiges Highlight á la El Toro, Kingda Ka, X2 oder Tatsu im Portfolio zu haben.
Insgesamt war es aber vor allem dank der Flashpässe dennoch ein zwar teurer aber schöner Tag und netter Auftakt unserer Parkbesuche, der Lust auf mehr gemacht hat.
Und sollten wir irgendwann noch mal wiederkommen, dann bitte ohne 10 000 Schulbusse.
Dieses Bild entstand einige Zeit nach Parkschluss und zeigt nur einen Bruchteil der Schulbusse. Zu dem Zeitpunkt waren schon sehr viele weg und nicht wenige haben die Schüler auch nur abgesetzt und sind dann direkt wieder gefahren.
Falls Ihr bis hierhin durchgehalten habt, vielen Dank fürs lesen und im nächsten Teil geht´s dann ab nach Holiday World.
