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Le Tour de France – oder Counten Counten Counten - TEIL 1

Jurek

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…und wenn die Achterbahn geschlossen bleibt, dann bleibt nur die Erinnerung…

Genau dies habe ich mir einmal zum Anlass genommen, um ein wenig in Erinnerung zu schwelgen und euch hieran zu beteiligen. Die Retrospektive meiner größten Tour in 2020 möchte ich mit euch teilen.

Disclaimer:
Die Tour war aufs Counten ausgelegt, weshalb wir nicht unbedingt Mehrfachfahrten gemacht haben und auch nicht von der ersten bis zur letzten Minute in einem Park geblieben sind. Was bei manchen vielleicht auf Unverständnis stößt (jeder darf natürlich seine eigene Meinung haben) war für uns eine wirklich grandiose Zeit.

Alle Parks sind im Parkcheckpoint bewertet, daher soll der Bericht auch eher das Feeling übermitteln und den Spaß den wie hatten.

Ein Mix aus Freizeitparks, Luna Parks und Alpine Coaster hat uns auf den 6500 KM in 2 Wochen begleitet. Alle Parks wurden selbstverständlich bereits im Parkcheckpoint bewertet

Durch eine Vielzahl an Online Tickets konnten wir bei einer Großzahl der Parks direkt zum Einlass durchmarschieren – Planung ist alles.

16 Tage, 85 Achterbahnen, 46 Parks, viele Volksfeste & Luna Parks (der Übergang ist hier fließend) und unzählige Alpines


TAG1
Mit Tourschild und Mietwagen ging es zunächst ganz entspannt von Frankfurt zum Erlebnispark Tripsdrill.

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Einlass mit CF Karte lief problemlos und schnell waren die beiden Neuheiten Hals über Kopf und Volldampf abgehakt. HuK war eine wirklich großartige Bahn die Spaß macht, sodass wir sie auch noch häufiger gefahren sind, da der Park grundsätzlich recht leer war. Ich bin echt gespannt wo dieser Bahntyp (und vor allem in welcher Größe) noch auftaucht. Besser als B&M Inverter vermag ich final allerdings noch nicht zu sagen, aber ein klarer Vorteil sind die Beckenbügel und die damit entstehende Freiheit. Weiter ging es mit Karacho, Mammut (hier gab es sogar etwas Wartezeit) G´sengte Sau und dem rasenden Tausendfüßler.

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Es gab sogar Zeit etwas durchzuatmen und diesen wirklich schönen Park und dessen Gestaltung wirken zu lassen und zu genießen. Gegen Mittag war alles erledigt und auch das Wetter wurde schlechter, sodass wir uns erst einmal untergestellt haben und einen Kaffee getrunken haben. Der ursprüngliche Plan hat vorgesehen, dass wir an diesem Tag noch den Schwaben Park angefahren wären, aber da Hummel Brummel einen Tag zu spät aufgemacht hat, sind wir direkt zur nächsten Station, dem Alpine Coaster Tricky Track.

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Dieser war erst für Tag 2 geplant, aber glücklicherweise waren wir 30 Min. vor Schließung da und habe ihn noch fahren können. Ein netter Alpine, mehr aber auch nicht. Auf dem Weg zum Hotel sind wir noch an ein paar schönen Fotospots hergekommen. Wirklich schön.

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TAG2
Der zweite Tag versprach zwar nicht die spektakulärsten Bahnen, aber ein paar interessante auf alle Fälle. Wir starteten direkt mit dem Luge sur Rail am Markstein Grand Ballon. Nicht unbedingt lang, nicht unbedingt spektakulär, aber ein wirklich umwerfender Ausblick ganz oben auf dem Lifthill. Dafür lohnt sich dieser Alpine allemal. Nicht zu vergessen der Weg zum Alpine, der immer wieder schöne Fotospots bietet.

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Noch einen Kaffee, dann geht es weiter, schließlich wollen wir noch mehr counten und müssen im Zeitplan bleiben. Da wir Tricky Track aber gestern schon absolviert haben, hatten wir Puffer. Weiter gings zum Parc de petit Prince. Ich war zwar schon einmal hier, aber ein neuer Count heißt auch ein neuer Besuch. Zum Beginn einmal kurz „Serpent“ gefahren, da es kaum Warteschlange gab, danach ging es zum Pierre de Tonerre. Beide Bahnen sind ganz witzig, aber nicht spektakulär. Tatsächlich dreht man sich bei Pierre de Tonerre doch mehr als gedacht. Definitiv aber gute Bahnen für die Zielgruppe des Parks. Danach wollten wir noch etwas essen im Park. Hier kann man echt noch nachbessern. Mehr als schlechtes Fastfood ist nicht zu holen. Schade. Und wieder ruft die Straße, denn in Mullhouse ist Kirmes mit weiteren 4 Bahnen. Dort angekommen heißt es allerdings erstmal warten. Da es viel zu warm ist, macht die Kirmes erst in 3 Stunden auf (Aussage Facebook). Entspannung auf einer Counttour, komisches Gefühl, aber probieren wir es mal. Einfach mal kurz im Auto die Agen schließen. So richtig entspannen konnte ich nicht, denn es galt ja noch zu counten. Endlich hat man Bewegung auf der Kirmes gesehen, also los gings. 2 Big Apple, eine Spinning Mouse – nichts Besonderes, aber Count 4, ein Toboggan ist schon eine kleine Erwähnung wert. Die Wagen die eher nach Gefängnis als nach Achterbahn aussehen und die kuriose Fahrweise. Nach der Fahrt weiß man warum diese Bahnen nicht häufiger vertreten sind. Weiter geht’s zum Hotel, morgen stehen 2 Parks auf dem Programm.

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TAG3
Frust und Glückseligkeit liegen so nah beieinander an diesem Tag. Zur Öffnung direkt an den Toren gestanden, durch Online Tickets erste Personen im Park, schnell zum Alpine Coaster und los geht’s. Mehr als eine nette und kurze Fahrt ist es nicht, aber Spaß macht sie trotzdem, zumindest, wenn man niemanden vor sich hat. Aussteigen und weiter hoch zu den anderen Bahnen. Déval´Train – einsteigen, abhaken? Falsch gedacht. Nachdem das System der Bahn erst gestartet werden muss als wir ankamen (macht man das nicht vorher??) gab es einen Fehler. Techniker kommt, dauert aber etwas. Ok, wir steigen aus, zur nächsten Bahn. Boomerang. Wir werden am Anfang direkt abgewunken. Die Bahn fährt nur mit mind. 6 Personen. Als ich an die Schlange vom Eingang denke wird mir schlecht. Es sind gefühlt nur 10 Leute im Park und bis die hier oben sind dauerts. Dabei stand heute noch mehr auf dem Programm. Egal, erstmal zurück zu Déval´Train. Immer noch nicht fahrbereit. Alles klar, nochmal runter in den ersten Park Bereich, um Gäste nach oben zu treiben. 15 Minuten später stehen wir mit genau 6 Leuten vor Boomerang, danke, wir dürfen fahren. Auch Déval´Train fährt später noch. Alle Counts abgehakt und das vor der errechneten Zeit. Erstmal durchatmen. Aber da war noch etwas. Der Canad´R. 40 Meter in der Höhe, bis zu 100 km/h und 5 G und die Möglichkeit seine Gondel in jegliche Richtung während der Fahrt zu drehen. Ich glaube der Teufel selbst hat sich dieses grandiose Monster erdacht. Alles abgehakt, es kann also weiter gehen. Sind wir noch im Zeitplan? Ja, perfekt.

Um 14:00 Uhr kommen wir dann in Le Pal an. 4 Stunden für 4 Bahnen (5 wenn man den Disk´O hinzuzählt). Machbar! Los geht’s. Leider war der Park sehr voll, zudem hat sich niemand an Abstände, Masken oder Dergleichen gehalten. Daher blieb der Park auch nicht in guter Erinnerung. Dennoch ist der Park schön angelegt und irgendwann werde ich bestimmt nochmal wieder kommen. Allein Yukon Quad ist eine richtige Spaß Maschine. Durchschnittlich 40 Minuten Wartezeit überall, aber am Ende gab es ein Happy End und jeder Count konnte abgehakt werden. Wir sind sogar vor Parkschluss aus dem Park raus. 3 Stunden Fahrt standen vor uns. Schließlich wollten wir morgen im Futuroscope starten.

TAG4
Morgens standen wir sofort am Tor von Futuroscope und haben bereits gesehen, dass es ungemein voll war. Schnell ging es im Dauerlauf zu Objectif Mars. Aber auch hier waren es zu Beginn direkt 40 Minuten Wartezeit. Die Fahrt war überraschend gut und sehr gut thematisiert. Eine wirklich gute Bahn, die optimal in diesen Park passt. Danach konnten wir den Park etwas genießen, sind noch fix den Butterfly gefahren und haben auch das Flying Theatre ausprobiert (digitale Warteschlange sogar ganz ohne Stress), welches leider deutlich schlechter war als die, die ich bereits kannte. Der Park füllte sich leider, trotz Öffnung bis 23 Uhr sehr schnell, sodass jegliche Attraktionen sich bei Wartezeiten von 60 Minuten eingependelt haben. Wir nutzen aber die Gelegenheit, um etwas durch den Park zu gehen und uns die imposanten und skurrilen Bauten anzusehen und grundsätzlich die Thematisierung auf uns wirken zu lassen.

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Noch ein Kaffee und weiter ging es in Richtung L´Île aux Géants, 10 Minuten Fahrt und wir waren angekommen. Ein kleiner Kulturschock war es schon. Vom großen Freizeitpark mit Thematisierung und Hotelanlagen zu einem Schotterplatz mit Hüpfburgen einem Galaxy und einem Big Apple. Schnell hinein, 2,5€ für den Eintritt gezahlt. Den Big Apple gefahren. Noch 10 Min. gewartet, da die Achterbahnen im Wechsel betrieben wurden und dann auch den Galaxy gefahren. Gibt es sonst noch etwas hier? Außer Hüpfburgen nichts? Ok, weiter geht’s.

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Nachmittags kamen wir am Family Park in Monts an. Angelegt ein Park im Wald mit alten Attraktionen von der Kirmes, so wirkte es zumindest. Dennoch versprühte der Park einen gewissen Charme. Schnell zum Big Apple.

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Abgehakt, alles klar, es fehlt nur noch Gold Rush, ein Zierer Four-Man-Bob, doch was ist das, er fährt nicht. Schauen wir mal was das Problem ist. Im Gespräch mit dem Mitarbeiter erfahren wir, dass die Bahn seit 1 Woche steht und man auf ein Ersatzteil aus Deutschland wartet. So ein Misst, ein lost Count, das ist ärgerlich. Nun ja, so ist das Leben. Wir holen einen Kaffee und brechen auf, fahren entspannt zu unserem nächsten Hotel.
 

doCoaster

CF Team Redaktion
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Danke für den Bericht aus teils doch sehr abgelegenen Adressen - bin schon gespannt, wo es noch so hingegangen ist für euch.
Am Tag 3 hättest du noch erwähnen sollen, dass es sich bei der ersten Station um den Parc des Combes handelt, das musste ich erstmal nachschauen :D

Es ist echt schon erschreckend lange her, dass ich auf einer echten Count-Tour war. Wird wieder mal Zeit, denn irgendwie ist das schon ein geiler Teil unseres Hobbyies!
 

Markus mit k

Airtime König
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Sehr cooler Bericht. Ich habe letztes Jahr eine sehr ähnliche Tour gemacht, auch 2 Wochen Frankreich mit kurzem Abstecher nach Andorra und San Sebastian :eek:. Waren am Ende auch an die 80 neue Bahnen. Deshalb kommen da so einige Erinnerungen hoch, freue mich schon auf den Rest.

Frankreich hatte ich immer vor mir hergeschoben, weil die meisten Achterbahnen ja eher in den unspektakuläreren Bereich gehören. Aber nachdem letztes Jahr vieles ja nicht ging, insbesondere, wenn es Fliegen eingeschlossen hätte, war das die Rettung der Saison. Wie ich gehört habe, war deshalb Frankreich letztes Jahr bei einigen dran. Also zumindest etwas Krisensupport durch benachbarte Achterbahnfans :D.

Wobei der arg sorglose Umgang mit den Hygieneempfehlungen und auch sonst manches Benehmen selbst bei geringer Befüllung teilweise schon grenzwertig war, wie du ja bereits geschrieben hast. War manchmal echt schwierig sich auf den eigenen Spaß zu "konzentrieren". Andererseits denkt man sich, wer weiß, wie es zugeht, wenn es keine gesonderten Regelungen gibt :confused:? Also genießen konnte man es sicher trotz der Einschränkungen. Hoffen wir mal, das dieses Jahr alles wieder entspannter wird bzw. überhaupt was geht...
 

Jurek

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Am Tag 3 hättest du noch erwähnen sollen, dass es sich bei der ersten Station um den Parc des Combes handelt, das musste ich erstmal nachschauen :D

Haha, ja da hast du Recht, wenn man alles so vor Augen hat und im Schreibfluss ist, vergisst man die Hälfte :D



Wobei der arg sorglose Umgang mit den Hygieneempfehlungen und auch sonst manches Benehmen selbst bei geringer Befüllung teilweise schon grenzwertig war, wie du ja bereits geschrieben hast.

Sehe ich genauso; Dazu muss man auch sagen, dass es in Frankreich ähnlich war wie Deutschland, jedes Bundesland macht was es will. Das haben wir speziell in den Gasthäusern gesehen. Mal mit Maske mal ohne Maske aber mit Abstand, mal sehr gutes Konzept der Hotels, mal richtig furchtbar.
 
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