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Hallo zusammen! 
Ich habe lange überlegt, ob es sich überhaupt noch lohnt diese Berichtreihe fortzuführen, da meine Reise mittlerweile ja doch schon „ein Weilchen“ her ist. Leider war mein Trip so eng getaktet, dass ich einfach keine Zeit hatte, die Berichte während der Reise aktuell zu halten. Nachdem ich im März 2025 wieder nach Hause gekommen bin, hat sich in meinem Leben so viel geändert, dass ich es auch dann nicht geschafft habe, die Zeit zum Schreiben freizuschaufeln. Wer hätte gedacht, dass Auswandern nach England mehr als nur ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt.
Mittlerweile hat sich zum Glück alles etwas beruhigt, aber nun ist es halt schon 2 Jahre her, dass ich in Kanada war. Ich habe lange gedacht „das interessiert doch jetzt niemanden mehr“, aber so ganz losgelassen hat mich der Wunsch nie, die Berichtreihe noch abzuschließen. Das Aufschreiben des Erlebten hat mir schon immer dabei geholfen all das zu verarbeiten, was ich so gesehen und gemacht habe, und ich bin nach wie vor stolz auf meine Reise. Von daher habe ich jetzt entschieden: besser spät als nie!
Vielleicht interessiert es ja doch noch jemanden, gerade jetzt wo eine CF-Tour in dieses wunderbare Land bevorsteht. Ich kann natürlich verstehen, wenn sich einige davor nicht spoilern lassen wollen, aber für alle Anderen ist hier mein Bericht zum Rest meiner Zeit durch Kanada. Hoffentlich kann ich bald auch noch die anderen Berichte fertig schreiben, denn nach Kanada ging es für mich noch quer durch den Westen der USA und nach Neuseeland.

Ich habe lange überlegt, ob es sich überhaupt noch lohnt diese Berichtreihe fortzuführen, da meine Reise mittlerweile ja doch schon „ein Weilchen“ her ist. Leider war mein Trip so eng getaktet, dass ich einfach keine Zeit hatte, die Berichte während der Reise aktuell zu halten. Nachdem ich im März 2025 wieder nach Hause gekommen bin, hat sich in meinem Leben so viel geändert, dass ich es auch dann nicht geschafft habe, die Zeit zum Schreiben freizuschaufeln. Wer hätte gedacht, dass Auswandern nach England mehr als nur ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt.

Mittlerweile hat sich zum Glück alles etwas beruhigt, aber nun ist es halt schon 2 Jahre her, dass ich in Kanada war. Ich habe lange gedacht „das interessiert doch jetzt niemanden mehr“, aber so ganz losgelassen hat mich der Wunsch nie, die Berichtreihe noch abzuschließen. Das Aufschreiben des Erlebten hat mir schon immer dabei geholfen all das zu verarbeiten, was ich so gesehen und gemacht habe, und ich bin nach wie vor stolz auf meine Reise. Von daher habe ich jetzt entschieden: besser spät als nie!
Vielleicht interessiert es ja doch noch jemanden, gerade jetzt wo eine CF-Tour in dieses wunderbare Land bevorsteht. Ich kann natürlich verstehen, wenn sich einige davor nicht spoilern lassen wollen, aber für alle Anderen ist hier mein Bericht zum Rest meiner Zeit durch Kanada. Hoffentlich kann ich bald auch noch die anderen Berichte fertig schreiben, denn nach Kanada ging es für mich noch quer durch den Westen der USA und nach Neuseeland.
Viel Spaß beim Lesen!
Weitere Teile
USA Teil 1: Six Flags over Texas - SeaWorld San Antonio - Six Flags Fiesta Texas - Frontier City - Silver Dollar City - Worlds of Fun - Six Flags St. Louis - Six Flags Great America - Indiana Beach - Michigan's Adventure - Cedar Point - Kings Island - Kentucky Kingdom - Holiday World - Dollywood - Six Flags over Georgia - Carowinds - Busch Gardens Williamsburgs - Kings Dominion - Six Flags America - Kennywood - Hersheypark - Knoebels - Six Flags Great Adventure - Lake Compounce - Six Flags New England
Kanada: Sandspit Cavendish Beach & Shining Waters Family Fun Park - La Ronde - Canada's Wonderland
Weitere Teile
USA Teil 1: Six Flags over Texas - SeaWorld San Antonio - Six Flags Fiesta Texas - Frontier City - Silver Dollar City - Worlds of Fun - Six Flags St. Louis - Six Flags Great America - Indiana Beach - Michigan's Adventure - Cedar Point - Kings Island - Kentucky Kingdom - Holiday World - Dollywood - Six Flags over Georgia - Carowinds - Busch Gardens Williamsburgs - Kings Dominion - Six Flags America - Kennywood - Hersheypark - Knoebels - Six Flags Great Adventure - Lake Compounce - Six Flags New England
Kanada: Sandspit Cavendish Beach & Shining Waters Family Fun Park - La Ronde - Canada's Wonderland
In meinem letzten Bericht ging es um meinen Besuch in Canada’s Wonderland, wo ich am 21. und 22. Oktober 2023 war. In Kanada selbst war ich seit Ende Juli 2023 unterwegs und bin mit meinem Jeep Compass, den ich in Halifax gekauft, von der Ostküste zur Westküste einmal komplett durchs Land gefahren. Wenn ich nicht irgendwo gearbeitet habe, habe ich in meinem Auto geschlafen.
Da es außer La Ronde und Canada’s Wonderland in Kanada nicht wirklich Parks gibt, für die sich meiner Meinung nach ein eigener Report lohnen würde, habe ich entschieden den Rest meiner Reise zusammenzufassen.
Canada’s Wonderland hätte für mich eigentlich das Ende der Parksaison 2023 sein sollen. Ich hatte vor, über den kanadischen Winter zu arbeiten, um die Reisekasse wieder aufzustocken. Leider hat sich die Pferderanch, auf der ich ursprünglich überwintern wollte, als ein Ort herausgestellt, an dem ich nicht monatelang bleiben wollte – mal ganz davon abgesehen, dass sie mich nicht wie versprochen für meine Arbeit bezahlt haben. Bei so einer langen Reise kann leider nicht immer alles glatt laufen...
Mittlerweile war es in Kanada aber viel zu kalt, um im Auto zu schlafen und Hotels sind auf Dauer einfach zu teuer geworden. Da ich leider kein Glück bei der spontanen Jobsuche hatte und nicht so wirklich weiter wusste, bin ich kurzfristig zurück in die USA gefahren. Hier konnte ich erstmal bei Verwandten in Wisconsin unterkommen, die zum Glück "nur" 11 Stunden Fahrt von meinem letzten Stopp in Kanada entfernt waren.
Hier hatte ich die Möglichkeit mein erstes amerikanisches Thanksgiving (komplett mit Truthahn etc.) und die Vorweihnachtszeit zu erleben. Wir haben unter anderem Weihnachtsumzüge und Lichterausstellung besucht, Plätzchen gebacken und die wild dekorierten Häuser in der Nachbarschaft angeschaut. Thanksgiving selbst haben wir in Chicago verbracht, wo es sogar einen "deutschen" Weihnachtsmarkt gab.
Außerdem haben wir einen Nachbarort besucht, in dem es eine eigenartige Tradition gibt. In den Schaufenstern der Shops auf der Hauptstraße stellen Menschen Szenen aus Film & Fernsehen nach, aber die Schaufensterpuppen werden durch Menschen ersetzt, die so still stehen müssen wie möglich. Es gibt dann einen Wettbewerb, bei dem die Besucher darüber abstimmen, welcher Shop das beste Schaufenster hatte. Sehr kurios und ein bisschen gruselig...
Da meine Verwandten in Wisconsin bereits Pläne für Weihnachten hatten, bin ich tatsächlich zurück nach Texas geflogen. Hier hatte meine Reise 7 Monate zuvor bei anderen Verwandten begonnen. Da ich nun wieder in Dallas war, konnte ich spontan einen Zweitbesuch in Six Flags over Texas mitnehmen. Da ich zu dem Park schon einen Bericht gemacht habe, will ich hier nicht zu sehr darauf eingehen. Es war schön den Park nochmal etwas entspannter erkunden zu können, da ich die meisten Bahnen schon abgehakt hatte. Mit Joker und dem Runaway Mine Train konnte ich außerdem noch zwei Bahnen einsammeln, die bei meinem ersten Besuch geschlossen waren. Der Park war nett für Weihnachten dekoriert, auch wenn es für mich immer komisch bleiben wird Weihnachtsdeko und -shows in T-Shirt und Weste anzugucken.
Da es außer La Ronde und Canada’s Wonderland in Kanada nicht wirklich Parks gibt, für die sich meiner Meinung nach ein eigener Report lohnen würde, habe ich entschieden den Rest meiner Reise zusammenzufassen.
Canada’s Wonderland hätte für mich eigentlich das Ende der Parksaison 2023 sein sollen. Ich hatte vor, über den kanadischen Winter zu arbeiten, um die Reisekasse wieder aufzustocken. Leider hat sich die Pferderanch, auf der ich ursprünglich überwintern wollte, als ein Ort herausgestellt, an dem ich nicht monatelang bleiben wollte – mal ganz davon abgesehen, dass sie mich nicht wie versprochen für meine Arbeit bezahlt haben. Bei so einer langen Reise kann leider nicht immer alles glatt laufen...
Mittlerweile war es in Kanada aber viel zu kalt, um im Auto zu schlafen und Hotels sind auf Dauer einfach zu teuer geworden. Da ich leider kein Glück bei der spontanen Jobsuche hatte und nicht so wirklich weiter wusste, bin ich kurzfristig zurück in die USA gefahren. Hier konnte ich erstmal bei Verwandten in Wisconsin unterkommen, die zum Glück "nur" 11 Stunden Fahrt von meinem letzten Stopp in Kanada entfernt waren.
Hier hatte ich die Möglichkeit mein erstes amerikanisches Thanksgiving (komplett mit Truthahn etc.) und die Vorweihnachtszeit zu erleben. Wir haben unter anderem Weihnachtsumzüge und Lichterausstellung besucht, Plätzchen gebacken und die wild dekorierten Häuser in der Nachbarschaft angeschaut. Thanksgiving selbst haben wir in Chicago verbracht, wo es sogar einen "deutschen" Weihnachtsmarkt gab.
Außerdem haben wir einen Nachbarort besucht, in dem es eine eigenartige Tradition gibt. In den Schaufenstern der Shops auf der Hauptstraße stellen Menschen Szenen aus Film & Fernsehen nach, aber die Schaufensterpuppen werden durch Menschen ersetzt, die so still stehen müssen wie möglich. Es gibt dann einen Wettbewerb, bei dem die Besucher darüber abstimmen, welcher Shop das beste Schaufenster hatte. Sehr kurios und ein bisschen gruselig...
Da meine Verwandten in Wisconsin bereits Pläne für Weihnachten hatten, bin ich tatsächlich zurück nach Texas geflogen. Hier hatte meine Reise 7 Monate zuvor bei anderen Verwandten begonnen. Da ich nun wieder in Dallas war, konnte ich spontan einen Zweitbesuch in Six Flags over Texas mitnehmen. Da ich zu dem Park schon einen Bericht gemacht habe, will ich hier nicht zu sehr darauf eingehen. Es war schön den Park nochmal etwas entspannter erkunden zu können, da ich die meisten Bahnen schon abgehakt hatte. Mit Joker und dem Runaway Mine Train konnte ich außerdem noch zwei Bahnen einsammeln, die bei meinem ersten Besuch geschlossen waren. Der Park war nett für Weihnachten dekoriert, auch wenn es für mich immer komisch bleiben wird Weihnachtsdeko und -shows in T-Shirt und Weste anzugucken.
Nachdem ich das neue Jahr 2024 in Texas eingeläutet hatte, ging es zuerst zurück nach Wisconsin, von wo aus ich endlich einen Winterjob in Kanada organisieren konnte. Am 8. Januar 2024 bin ich dann mit meinem Auto zurück nach Kanada gefahren - natürlich pünktlich zu einem Schneesturm.
Letztendlich habe ich den Winter auf Glen Oro ausgesessen, ein Pferdehof eineinhalb Stunden nördlich von Toronto, und dort für fünf Monate gearbeitet. Die Arbeit war nichts besonderes - Ställe ausmisten, Pferde raus- und reinbringen, Füttern, etc. Interessant wurde das Ganze für mich durch das Wetter. In der Gegen von Deutschland, aus der ich komme, ist es mittlerweile schon außergewöhnlich wenn im Winter mal mehr als eine Woche Schnee liegt. Einen Winter mit kniehohem Schnee und -30 °C hatte ich persönlich zuvor noch nie erlebt.
Zum Glück musste ich in dieser Zeit nicht komplett auf Achterbahnen verzichten, denn ich konnte im Frühling an meinen freien Tagen ein paar Ausflüge machen.
Der erste ging am 12. März 2024 ins Blue Mountain Resort, ein Skigebiet, in dem der Ridge Runner Mountain Coaster steht. Der klassische Wiegand Alpine Coaster der ersten Generation war nichts Besonderes und wie in Nordamerika leider so üblich bezahlt man heute 24 kanadische Dollar für eine einzelne Fahrt. Ich würde nicht sagen, dass die Bahn so viel Geld wert ist, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten Alpine Coaster. Für mich war es eher ein guter Grund mal von der Arbeit wegzukommen und einen der ersten schönen Frühlingstage zu genießen. Wenn man dabei noch einen Check einzusammeln kann – umso besser!
Das Resort ist ziemlich groß und bietet neben den Skipisten und dem Alpine Coaster noch mehrere Hotels, zahlreiche andere Freizeitaktivitäten und das Blue Mountain Village mit vielen Shops und Restaurants.
Ein paar Wochen später, am 27. März, konnte ich einen Ausflug nach Toronto machen, um die Stadt etwas zu erkunden. Ich habe den CN-Tower und das darunter gelegene Aquarium besucht.
Außerdem bin ich mit der Fähre nach Toronto Island gefahren, eine kleine Insel direkt vor der Stadt. Hier gibt es den Centreville Amusement Park, in dem ein kleiner E&F Miller Family Coaster steht. Blöderweise startet der Park erst im Mai in seine Saison, sodass ich den Count hier leider verpasst habe. Ich bin stattdessen eher für die Aussicht, die man von der Insel aus auf die Skyline der Start hat, rübergefahren.
Den nächsten Count gab es dann am 16. April bei einem Ausflug zu den Niagara Fällen. Diese sind natürlich unabhängig von allem drum rum einen eigenen Besuch wert! Ich hatte Glück, denn obwohl das Wetter zu dieser Zeit noch sehr unberechenbar war, hatte ich an diesem Tag strahlenden Sonnenschein.
Aber, wenn man schon mal da ist, muss man natürlich den Frank‘ N Coaster im House of Frankenstein mitnehmen, die bekannte Bahn von Wisdom Rides auf dem Dach eines Burger King Restaurants. Ich weiß nicht mehr, was mich die Fahrt gekostet hat, aber ich war sehr erleichtert, dass man nicht durch das eigentliche Horrorhaus durchgehen muss, um den Count einzusammeln. Die nette Mitarbeiterin am Eingang hat mich auf Nachfrage sogar auf den einzigen Schreckeffekt hingewiesen, der auf meinem Weg lag und mir gesagt, wie ich diesen umgehen kann. Wer mich kennt weiß, dass ich es hasse, erschreckt zu werden. Hätte ich das ganze Haus mitnehmen müssen, hätte ich lieber den Lost Count in Kauf genommen, aber so konnte ich nicht nur die +1, sondern auch noch ein paar blaue Flecke mitnehmen. Die Bahn fährt sich nämlich unglaublich schlecht und ist ein weiteres Beispiel des Mottos „Alles für den Count“.
Ein paar Wochen später war das Wetter dann endlich stabil genug, dass ich die Farm pünktlich zum 1. Mai 2024 verlassen und in meinem Auto weiterreisen konnte. Zunächst sammelte ich am gleichen Tag noch noch schnell einen weiteren Count in Neb’s Funworld, im Norden von Toronto ein. Leider sieht es hier so aus, als ob jemand einfach einen Haufen Spieleautomaten und ein paar Fahrgeschäfte in eine leere Halle gestellt hat, und sich dachte, das passt so. Jegliche Atmosphäre sucht man hier vergebens, sodass ich nach einer Runde auf dem Sparetime Express schnell wieder gegangen bin.
Ursprünglich war mein Ziel natürlich in meiner Zeit hier alle Bahnen in Kanada zu fahren. Leider ist die Saison vieler kleiner, lokaler Parks aber so kurz, dass es zeitlich einfach nicht gepasst hat. So fehlen mir jetzt leider einige Bahnen rund um Montreal, Ottawa und Toronto, aber es kann ja nicht immer perfekt laufen. Wenn man die Region im Süden Ontarios Richtung Westen verlässt, trifft man erstmal lange auf gar keine Achterbahnen mehr. Diese Gegend bereist man stattdessen für die wunderschöne Landschaft rund um Lake Huron und Lake Superior:
Bruce Peninsula, eine Landzunge zwischen Lake Huron und der Georgian Bay, geprägt von türkisfarbenem Wasser, Kalksteinfelsen und dichten Wäldern. Hier habe ich meinen ersten wilden Schwarzbären gesehen.
Lake Superior Provincial Park mit den Sand River Falls und den Agawa Rock Pictographs. Das sind jahrhundertealte, in roter Ockerfarbe gemalte Felsbilder des indigenen Volkes der Ojibwe. Unten links: Die "Wawa Goose", ein riesiges Stahl-Denkmal einer Kanadagans in der Stadt Wawa, das 1963 für die Eröffnung des Trans-Canada Highway errichtet wurde.
Von links nach rechts: Aguasabon Falls, Kakabeka Falls und Ouimet Canyon. Außerdem einer der Elche, die ich unterwegs gesehen habe und ein verpixeltes Foto von meiner Begegnung mit einer Schwarzbär-Mama und ihren zwei Babys.
Lake Superior
Wie bereits erwähnt sucht man Achterbahnen in dieser Region vergebens. Mehr als 20 Stunden Autofahrt liegen zwischen den Coastern rund um Toronto und der nächstmöglichen Achterbahn Richtung Westen. In dieser Zeit fährt man raus aus der dicht besiedelten Gegend rund die Großstadt, quer durch den bewaldeten, einsamen Norden Ontarios, vorbei an den großen Seen, bis hin zur flachen Prärie und dem endlosen Ackerland der Provinz Manitoba.
Kurz vor der Hauptstadt Manitobas, Winnipeg, gab es für mich noch einen besonderen Moment. Hier ist der Ost-West-Mittelpunkt Kanadas, was für mich bedeutete, dass ich geografisch praktisch die Hälfte meiner Reise hinter mir hatte.
Schließlich, über 2000 km von meinem letzten Count entfernt, kam ich nach 20 Tagen endlich bei der nächsten Achterbahn an. Und mit was wird man für diese lange Anfahrt belohnt? Richtig, einem Wurm natürlich!
Oder, in diesem Fall, einer "Wacky Mouse". Diese steht im kleinen Park Tinkertown Amusements, direkt am Highway außerhalb von Winnipeg, den ich am 19. Mai 2024 besucht habe. Neben dem Wurm gibt es hier nur ein paar Karussells für Kinder, die amerikanischen Klassiker wie einen Scrambler und Tilt-A-Whirl, ein Riesenrad, ein Piratenschiff und ein paar Ess- und Süßigkeiten-Stände. 25 CAD kostet der Eintritt heute. Wert ist das der Park wahrscheinlich nur, wenn man als Familie in der Nähe wohnt, zumal es so gut wie keine Alternativen gibt. Für mich war es ein Muss, da ich sowieso daran vorbeigefahren bin und ich diesen verlassen Check mitten in Kanada natürlich nicht liegenlassen konnte.
Und damit sind wir am perfekten Punkt, um den Bericht zu teilen, damit er nicht zu lang wird. Wie gesagt, auch wenn meine Reise mittlerweile schon zwei Jahre her ist, hoffe ich, dass es vielleicht doch noch den ein oder anderen interessiert.
Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen. Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!
Letztendlich habe ich den Winter auf Glen Oro ausgesessen, ein Pferdehof eineinhalb Stunden nördlich von Toronto, und dort für fünf Monate gearbeitet. Die Arbeit war nichts besonderes - Ställe ausmisten, Pferde raus- und reinbringen, Füttern, etc. Interessant wurde das Ganze für mich durch das Wetter. In der Gegen von Deutschland, aus der ich komme, ist es mittlerweile schon außergewöhnlich wenn im Winter mal mehr als eine Woche Schnee liegt. Einen Winter mit kniehohem Schnee und -30 °C hatte ich persönlich zuvor noch nie erlebt.
Zum Glück musste ich in dieser Zeit nicht komplett auf Achterbahnen verzichten, denn ich konnte im Frühling an meinen freien Tagen ein paar Ausflüge machen.
Der erste ging am 12. März 2024 ins Blue Mountain Resort, ein Skigebiet, in dem der Ridge Runner Mountain Coaster steht. Der klassische Wiegand Alpine Coaster der ersten Generation war nichts Besonderes und wie in Nordamerika leider so üblich bezahlt man heute 24 kanadische Dollar für eine einzelne Fahrt. Ich würde nicht sagen, dass die Bahn so viel Geld wert ist, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten Alpine Coaster. Für mich war es eher ein guter Grund mal von der Arbeit wegzukommen und einen der ersten schönen Frühlingstage zu genießen. Wenn man dabei noch einen Check einzusammeln kann – umso besser!
Das Resort ist ziemlich groß und bietet neben den Skipisten und dem Alpine Coaster noch mehrere Hotels, zahlreiche andere Freizeitaktivitäten und das Blue Mountain Village mit vielen Shops und Restaurants.
Ein paar Wochen später, am 27. März, konnte ich einen Ausflug nach Toronto machen, um die Stadt etwas zu erkunden. Ich habe den CN-Tower und das darunter gelegene Aquarium besucht.
Außerdem bin ich mit der Fähre nach Toronto Island gefahren, eine kleine Insel direkt vor der Stadt. Hier gibt es den Centreville Amusement Park, in dem ein kleiner E&F Miller Family Coaster steht. Blöderweise startet der Park erst im Mai in seine Saison, sodass ich den Count hier leider verpasst habe. Ich bin stattdessen eher für die Aussicht, die man von der Insel aus auf die Skyline der Start hat, rübergefahren.
Den nächsten Count gab es dann am 16. April bei einem Ausflug zu den Niagara Fällen. Diese sind natürlich unabhängig von allem drum rum einen eigenen Besuch wert! Ich hatte Glück, denn obwohl das Wetter zu dieser Zeit noch sehr unberechenbar war, hatte ich an diesem Tag strahlenden Sonnenschein.
Aber, wenn man schon mal da ist, muss man natürlich den Frank‘ N Coaster im House of Frankenstein mitnehmen, die bekannte Bahn von Wisdom Rides auf dem Dach eines Burger King Restaurants. Ich weiß nicht mehr, was mich die Fahrt gekostet hat, aber ich war sehr erleichtert, dass man nicht durch das eigentliche Horrorhaus durchgehen muss, um den Count einzusammeln. Die nette Mitarbeiterin am Eingang hat mich auf Nachfrage sogar auf den einzigen Schreckeffekt hingewiesen, der auf meinem Weg lag und mir gesagt, wie ich diesen umgehen kann. Wer mich kennt weiß, dass ich es hasse, erschreckt zu werden. Hätte ich das ganze Haus mitnehmen müssen, hätte ich lieber den Lost Count in Kauf genommen, aber so konnte ich nicht nur die +1, sondern auch noch ein paar blaue Flecke mitnehmen. Die Bahn fährt sich nämlich unglaublich schlecht und ist ein weiteres Beispiel des Mottos „Alles für den Count“.
Ein paar Wochen später war das Wetter dann endlich stabil genug, dass ich die Farm pünktlich zum 1. Mai 2024 verlassen und in meinem Auto weiterreisen konnte. Zunächst sammelte ich am gleichen Tag noch noch schnell einen weiteren Count in Neb’s Funworld, im Norden von Toronto ein. Leider sieht es hier so aus, als ob jemand einfach einen Haufen Spieleautomaten und ein paar Fahrgeschäfte in eine leere Halle gestellt hat, und sich dachte, das passt so. Jegliche Atmosphäre sucht man hier vergebens, sodass ich nach einer Runde auf dem Sparetime Express schnell wieder gegangen bin.
Ursprünglich war mein Ziel natürlich in meiner Zeit hier alle Bahnen in Kanada zu fahren. Leider ist die Saison vieler kleiner, lokaler Parks aber so kurz, dass es zeitlich einfach nicht gepasst hat. So fehlen mir jetzt leider einige Bahnen rund um Montreal, Ottawa und Toronto, aber es kann ja nicht immer perfekt laufen. Wenn man die Region im Süden Ontarios Richtung Westen verlässt, trifft man erstmal lange auf gar keine Achterbahnen mehr. Diese Gegend bereist man stattdessen für die wunderschöne Landschaft rund um Lake Huron und Lake Superior:
Bruce Peninsula, eine Landzunge zwischen Lake Huron und der Georgian Bay, geprägt von türkisfarbenem Wasser, Kalksteinfelsen und dichten Wäldern. Hier habe ich meinen ersten wilden Schwarzbären gesehen.
Lake Superior Provincial Park mit den Sand River Falls und den Agawa Rock Pictographs. Das sind jahrhundertealte, in roter Ockerfarbe gemalte Felsbilder des indigenen Volkes der Ojibwe. Unten links: Die "Wawa Goose", ein riesiges Stahl-Denkmal einer Kanadagans in der Stadt Wawa, das 1963 für die Eröffnung des Trans-Canada Highway errichtet wurde.
Von links nach rechts: Aguasabon Falls, Kakabeka Falls und Ouimet Canyon. Außerdem einer der Elche, die ich unterwegs gesehen habe und ein verpixeltes Foto von meiner Begegnung mit einer Schwarzbär-Mama und ihren zwei Babys.
Lake Superior
Wie bereits erwähnt sucht man Achterbahnen in dieser Region vergebens. Mehr als 20 Stunden Autofahrt liegen zwischen den Coastern rund um Toronto und der nächstmöglichen Achterbahn Richtung Westen. In dieser Zeit fährt man raus aus der dicht besiedelten Gegend rund die Großstadt, quer durch den bewaldeten, einsamen Norden Ontarios, vorbei an den großen Seen, bis hin zur flachen Prärie und dem endlosen Ackerland der Provinz Manitoba.
Kurz vor der Hauptstadt Manitobas, Winnipeg, gab es für mich noch einen besonderen Moment. Hier ist der Ost-West-Mittelpunkt Kanadas, was für mich bedeutete, dass ich geografisch praktisch die Hälfte meiner Reise hinter mir hatte.
Schließlich, über 2000 km von meinem letzten Count entfernt, kam ich nach 20 Tagen endlich bei der nächsten Achterbahn an. Und mit was wird man für diese lange Anfahrt belohnt? Richtig, einem Wurm natürlich!
Oder, in diesem Fall, einer "Wacky Mouse". Diese steht im kleinen Park Tinkertown Amusements, direkt am Highway außerhalb von Winnipeg, den ich am 19. Mai 2024 besucht habe. Neben dem Wurm gibt es hier nur ein paar Karussells für Kinder, die amerikanischen Klassiker wie einen Scrambler und Tilt-A-Whirl, ein Riesenrad, ein Piratenschiff und ein paar Ess- und Süßigkeiten-Stände. 25 CAD kostet der Eintritt heute. Wert ist das der Park wahrscheinlich nur, wenn man als Familie in der Nähe wohnt, zumal es so gut wie keine Alternativen gibt. Für mich war es ein Muss, da ich sowieso daran vorbeigefahren bin und ich diesen verlassen Check mitten in Kanada natürlich nicht liegenlassen konnte.
Und damit sind wir am perfekten Punkt, um den Bericht zu teilen, damit er nicht zu lang wird. Wie gesagt, auch wenn meine Reise mittlerweile schon zwei Jahre her ist, hoffe ich, dass es vielleicht doch noch den ein oder anderen interessiert.
Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen. Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!
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