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Nachhaltigkeit / Umweltschutz in Freizeitparks

KaLLi

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Da hast du Recht, diese Tonnen habe ich im Heide Park letztes Jahr auch schon benutzt :D Finde ich eine coole Idee.

Hier noch ein Link dazu.
Das ganze geht an die Organisation Merlins Zauberstab.
 

pdohmen91

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Also von meiner Seite aus würde ich sagen, dass ich es definitiv gut finde wenn ein Park nachhaltig arbeitet und sich für erneuerbare Energien einsetzt. Viele denken immer das wäre so teuer aber wenn man es richtig macht kann man als Park damit auch deutlich Geld sparen.
Auch finde ich es gut wenn man sich Dinge ausdenkt wie die Besucher dazu gebracht werden sich ordentlich im park zu verhalten. Das hat nicht unbedingt was direkt mit Umweltschutz zu tun, da der Park halt sonst selber aufräumen müsste aber wenn es wie im Efteling zum Beispiel einfach auch Spaß macht etwas zum Mülleimer zu bringen kann das auch einfach nur gut sein. Ich war jetzt zweimal im Efteling und selbst zuhause muss ich oft an die Mülleimer dort denken wenn ich etwas wegwerfen will.

Auf der anderen Seite denke ich für mich würde ich einen Park nicht meiden nur weil er nichts innovatives zum Umweltschutz beiträgt, also da müsste ein Park sich schon sehr schlecht verhalten bevor ich diesen aus den Gründen meiden würde.

Ich finde es gut wenn Parks sich für die Umwelt einsetzen würde aber nicht deswegen in einen bestimmten Park fahren und einen anderen Park deswegen auslassen.
 

KaLLi

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Auf der anderen Seite denke ich für mich würde ich einen Park nicht meiden nur weil er nichts innovatives zum Umweltschutz beiträgt, also da müsste ein Park sich schon sehr schlecht verhalten bevor ich diesen aus den Gründen meiden würde.

Das würde ich auch nicht tun, dazu ist mir mein Hobby auch viel zu wichtig.
Mich hat nur interessiert, welche Parks so etwas machen. Und vorallem auch was die Community hier allgemein davon hält und ob jemand von euch dieses Thema interessiert bzw. ob jmd selbst viell tolle Ideen hat. :)
 

Ceytlin

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Einen Park meiden oder wegen der tollen Nachhaltigkeit in einen fahren würde ich auch nicht. Ich bin niemand, der sein Leben danach ausrichtet, und ich habe ja nichts davon, in einen Freizeitpark mit innovativem Nachhaltigkeitskonzept zu fahren, in dem ich mich dann langweile, entweder weil die Attraktionen mir zu fade oder zu extrem sind (in beiden Fällen hab ich nicht wirklich Spaß).

Umgekehrt hab ich doch zu gern Spaß, um einen Park zu meiden, den ich ansonsten einfach super finde.
 

disneyfan5000

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Ehrlich gesagt interessiert mich das Thema Umwelt, wenn ich einen Park besuche, nur sekundär. Nur wenn ich mit meinen eigenen Augen, einen extremen Verstoß gegen Umweltauflagen sehen würde, dann würde ich den Park meiden. Aber ansonsten, will ich in einem Freizeitpark einfach nur Spass haben und mich von meinen Problemen ablenken. Wobei ich nicht wirklich glaube, das die Parks in Deutschland sich nicht an irgendwelche Umweltauflagen halten. Eher ist es umgekehrt, weil man damit auch richtig gut werben kann.
 

Gebirgsbahnnostalgiker

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Leider scheint es bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein paar sehr vereinfachte Schwarz-Weiß-Antworten zu geben, die von selbsternannten "Experten" (= kein gesetzlich geschützter Begriff, oftmals nur Vertreter ihrer eigenen finanziellen Interessen) so lange gebetsmühlenartig wiederholt wurden, bis sie sich in der öffentlichen Diskussion als simple Wahrheiten verfestigt haben.

Auch ich finde das Thema natürlich wichtig, aber meistens ist die Welt etwas komplizierter.

Ist eine konzeptlos auf ein Dach geklatschte PV-Anlage ein Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, oder eher Abgreifen staatlich garantierter Förderumlagen?

Ist eine im Freizeitpark zur Schau gestellte Windenergieanlage schon ein Konzept zur umweltfreundlichen Stromerzeugung?

Ökostromzertifikate gibt es heute an jeder Straßenecke zum Spottpreis. Es gehört zum Zeitgeist, sich sowas an die Eingangstür zu nageln (oder in die Werbebroschüre, die Pressemitteilung...). Wer schaut schon ins Kleingedruckte, wer da was zertifiziert und welchen Wert das am Ende für die Umwelt hat?

Ist Mehrweggeschirr gut und Einweggeschirr schlecht? In Freizeitparks, wo sehr viele sehr unterschiedliche Menschen das Geschirr sehr oft benutzen, muss man es zur Aufrechterhaltung eines hygienisch einwandfreien Zustands sehr heiß (=Energieverbrauch) oder mit viel Chemie (=Desinfektionsmittel, Züchten von multiresistenten Keimen, Töten von Mikroorganismen in der Kläranlage) spülen. Das ist etwas anders als beim Spülen zuhause, wo die Bakterien "in der Familie bleiben". Vielleicht ist der sparsame (!) Einsatz von Papier doch nicht so falsch?

Abgesehen davon: Bei den Produktionsbedingungen von Rindfleich ist der Burger in der Packung ein viel größeres Problem für Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit als die Pappschachtel drumrum.

In der Tat ein spannendes Thema, aber für Massenbetriebe wie Freizeitparks sind 'ne PV-Anlage auf dem Parkplatz und Burger auf Porzellan vielleicht doch ein wenig zu kurzsichtig gedacht.

@disneyfan5000: Es geht ja nicht um Verstöße gegen Vorschriften (= Ordnungswidrigkeiten, Straftaten), sondern um ein freiwilliges "Bessermachen als gesetzlich notwendig", um tatsächlich oder wenigstens scheinbar (= Werbezwecke) einen Mehrwert für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu erzeugen.
 

Ceytlin

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Klar ist eine Solaranlage nicht das Non Plus Ultra und so war es auch nicht gemeint. Dass Fördergelder da sicher auch eine Rolle spielen sowie steuerliche Absetzbarkeit und natürlich der Bonuspunkt fürs Image ist auch klar. Eine Solaranlage macht einen Park nicht zu einem nachhaltigen Park, da müsste dann schon das Gesamtkonzept stimmen. Aber es zeugt zumindest davon, dass man das Thema überhaupt auf dem Schirm hatte, und sei es nur aus wirtschaftlichen Erwägungen.

Ich gehöre nicht zu jenen, die eine Handlung schlecht bewerten, wenn kein altruistisches Motiv dahinter steckt.

Beim Spülen müsste man in der Tat abwägen, wobei aber die Müllentsorgung bei Plastik auch wieder Energie verschlingt und Unmengen von Kunststoff auch eher problematisch sind. Zwischen Pappe und Plastik ist bei Einmaltellern auch schon ein Unterschied.

Wie gesagt, klar macht eine Solaranlage oder ein Ökostromlabel einen Park nicht zum Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit. Und bei manchen Dingen muss man abwägen, ob was auf den ersten Blick als die bessere Alternative scheint dies auf den zweiten Blick auch noch ist. Trotzdem ist es positiv, wenn dieses Thema in Freizeitparks zumindest nicht völlig ignoriert wird.
 

KaLLi

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Leider scheint es bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein paar sehr vereinfachte Schwarz-Weiß-Antworten zu geben, die von selbsternannten "Experten" (= kein gesetzlich geschützter Begriff, oftmals nur Vertreter ihrer eigenen finanziellen Interessen) so lange gebetsmühlenartig wiederholt wurden, bis sie sich in der öffentlichen Diskussion als simple Wahrheiten verfestigt haben.

Auch ich finde das Thema natürlich wichtig, aber meistens ist die Welt etwas komplizierter.

Ist eine konzeptlos auf ein Dach geklatschte PV-Anlage ein Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, oder eher Abgreifen staatlich garantierter Förderumlagen?

Ist eine im Freizeitpark zur Schau gestellte Windenergieanlage schon ein Konzept zur umweltfreundlichen Stromerzeugung?

Ökostromzertifikate gibt es heute an jeder Straßenecke zum Spottpreis. Es gehört zum Zeitgeist, sich sowas an die Eingangstür zu nageln (oder in die Werbebroschüre, die Pressemitteilung...). Wer schaut schon ins Kleingedruckte, wer da was zertifiziert und welchen Wert das am Ende für die Umwelt hat?

Ist Mehrweggeschirr gut und Einweggeschirr schlecht? In Freizeitparks, wo sehr viele sehr unterschiedliche Menschen das Geschirr sehr oft benutzen, muss man es zur Aufrechterhaltung eines hygienisch einwandfreien Zustands sehr heiß (=Energieverbrauch) oder mit viel Chemie (=Desinfektionsmittel, Züchten von multiresistenten Keimen, Töten von Mikroorganismen in der Kläranlage) spülen. Das ist etwas anders als beim Spülen zuhause, wo die Bakterien "in der Familie bleiben". Vielleicht ist der sparsame (!) Einsatz von Papier doch nicht so falsch?

Abgesehen davon: Bei den Produktionsbedingungen von Rindfleich ist der Burger in der Packung ein viel größeres Problem für Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit als die Pappschachtel drumrum.

In der Tat ein spannendes Thema, aber für Massenbetriebe wie Freizeitparks sind 'ne PV-Anlage auf dem Parkplatz und Burger auf Porzellan vielleicht doch ein wenig zu kurzsichtig gedacht.

Sehr interessanter Denkanstoss, bei dem ich dir auch nicht widersprechen kann.
Es ging mir auch gar nicht so sehr darum, welcher Park was macht und ob das jetzt gut oder schlecht ist für die Umwelt.

Mir ging es nur allgemein darum, ob sich einige Coasterfriends mit diesem Thema beschäftigen und wie auch jemand persönlich dieses Thema angeht. Und wie man in diesem Thread erkennen kann ist das ein Thema über das sich tage- oder wochenlang diskutieren lässt.
Dennoch hoffe ich das dieser Thread nicht irgendwie "fehlplatziert" oder zu weit vom eigentlichen Thema, nämlich den Parks und Bahnen weg geht.

Vielen Dank auf jeden Fall euch allen schonmal für die interessanten Meinungen und Denkanstöße app:-)
 

pdohmen91

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Mal ganz vom Park abgesehen ist unser Hobby hier generell nicht unbedingt ein sehr umweltschonendes... Wenn man mal überlegt wie viele Kilometer zurückgelegt werden müssen wenn wir zu einem Park wollen... Nicht jeder hat einen Park um die Ecke bzw fährt man ja auch nicht immer in den gleichen Park.
 

Ceytlin

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Irgendein "Laster" braucht der Mensch :D Ich hab dafür kein Auto und fahre immer brav mit der Bahn hin. Aber stimmt wohl, es ist kein umweltfreundliches Hobby.

Zum Thema man fährt nicht immer in den gleichen Park: Ich geb zu, ich schon, weil weiter weg fahren kostet mehr Geld, und das kann ich mir zumindest derzeit nicht leisten, weil ich hab noch andere Hobbys, die auch Geld kosten, da bleib ich meist im Ländle :D
 

KaLLi

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Im Heide Park kann man nun ab sofort grünen Strom tanken.

Auch bei der neuen Attraktion Raffnuss und Taffnuss Wasserflieger wird z. B. die Abwärme als Heizung für den Shop verwendet.

Quelle: Heide Park Resort nimmt erste Stromtankstelle in Betrieb


Bleibt nur zu hoffen, dass der Park evtl. irgendwann komplett auf "Öko"-Strom setzt, nicht nur bei der Tankstelle.
 

vesal

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Super, dass es 2016 schon einen Beitrag zu Freizeitparks und Umweltschutz gab, leider nur wenige Beiträge.
Das Thema ist diffizil und mehrschichtig:
Betreiber/Anbieterseite:
-mehr Mehrwegbesteck
-Solaranlagen, "Grüner Strom"
usw.

Konsumenten/Besucherseite (also die meisten hier, nehme ich an)
- Fahrgemeinschaften
- Selbst wenn es nur Plastikgeschirr gibt, Teller Besteck einsparen
- sinnvolle routen einplanen, siehe CoasterFriends Gruppenreisen, oder mit dem Auto zu viert oder fünft fahren.
. oder mit den Öffis, ist bei EP, Phantasialand, Skyline gut möglich, bei anderen Parks eher schwer
 

Ralf61

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Konsumenten/Besucherseite (also die meisten hier, nehme ich an)
- Fahrgemeinschaften
- Selbst wenn es nur Plastikgeschirr gibt, Teller Besteck einsparen
- sinnvolle routen einplanen, siehe CoasterFriends Gruppenreisen, oder mit dem Auto zu viert oder fünft fahren.
. oder mit den Öffis, ist bei EP, Phantasialand, Skyline gut möglich, bei anderen Parks eher schwer

Da kann ich dir fast bei allen Punkten voll zustimmen.

- Fahrgemeinschaften zu etwas weiter entfernten Parks sind immer gut und auch für den Einzelnen günstiger als wenn man alleine fährt.

- Es gibt ja wohl inzwischen auch Plastikgeschirr, das mehrfach verwendet werden kann, bzw. verwendet wird.

- Sinnvolle Routen sind auch nicht schlecht. Bei den CoasterFriends Gruppenreisen gibt es Leute, die das nicht so gut finden, wenn man z.B. weltweit mit dem Flugzeug zu Freizeitparks reist, das wäre äußerst umweltschädlich, es gibt doch genug Freizeitparks in der Nähe. Davon kenne ich auch ein paar Leute, die verstehen es schon nicht, wenn man mit dem Auto einen Freizeitpark in Belgien oder den Niederlanden besucht, es gibt doch den Movie Park und das Phantasialand in der Nähe. Selbst mit dem Zug zum Europa Park finden diese Leute nicht wirklich gut, auch dieses wäre nur Verschwendung von Zeit und Energie, die man "sinnvoller" nutzen könnte.

- Da gibt es doch noch ein paar Parks, die man mit den Öffis besuchen kann, wenn man auch mal, bei einigen Parks, einige Minuten laufen muss. Das wären ja auch noch der Movie Park, Hansa Park, Heide Park, Belantis, Legoland Günzburg, Tripsdrill, Holiday Park und noch einige Andere. Parks, bei denen es eher schwierig ist, sind der Bayern Park, Geiselwind, Plohn und Fort Fun.
 

Prada79

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Ich bin froh, dass es dazu schon ein Thema gibt. Auch mir ist wichtig, dass ich mein Hobby möglichst nachhaltig gestaltet kann. Das heißt eben nicht schwarz/weiß, aber halt auch, dass man Dinge nach und nach versucht zu verändern.

Und beim Thema Nachhaltigkeit erscheint mir als erstes Disneyland Paris, Efteling und Toverland. DP hat (gezwungenermaßen) schon einen Teil des Parkplatzes mit Photovoltaik überdacht, was ich als sehr einfachen und sinnvollen Schritt ansehe. Auch das Toverland baut auf einer Halle Photovoltaik-Anlagen. Von Efteling kenne ich ähnliche Pläne. Zudem hat Efteling sich bis 2030 verpflichtet klimapositiv zu werden. Das sind alles für mich definitiv Imagegewinne und für mich ist das tatsächlich auch ein Besuchskritierium. Warum? Dazu brauche ich nur meine Kinder anzusehen und die prognostizierten Entwicklungen in der Welt, wenn wir alle nichts tun.

Kennt ihr ähnliche Pläne von deutschen Parks? Ich war mal kurz auf der Seite des EP. Der Nachhaltigkeitsbericht ist dort eher schwach. Man habe den EP-Express von Diesel auf Elektro umgestellt. Sonst stehen da nur Worthülsen. Vom Kommunikations-Verweigerer PL dürfen wir wohl gar nicht erst anfangen.
 
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