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North East Highlights Tour #18: Six Flags Great America

Fiorell

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Hallo Coasterfreunde!

Willkommen zum siebzehnten und abschließend Bericht zu unserer großen 'North East Highlights'-Tour. Die Tour endete in Chicago, und dort steht natürlich das Six Flags Great America.

Die North East Highlights Tour fand im Juni 2016 statt und führte uns durch folgende Parks:

3./4. Juni Six Flags New England
5. Juni Lake Compounce
5. Juni Quassy Amusement Park
6. Juni Luna Park Brooklyn
7. Juni Six Flags Great Adventure
8. Juni Dorney Park
9. Juni Knoebels Amusement Park
9./10. Juni Hersheypark
11. Juni Six Flags America
12. Juni Busch Gardens Williamsburg
13. Juni Kings Dominion
14. Juni Carowinds
15./16. Juni Dollywood
17. Juni Kentucky Kingdom
17. Juni Holiday World
18./19. Juni Kings Island
20. Juni Kennywood
21. Juni Waldameer
22./23. Juni Cedar Point
23./24. Juni Six Flags Great America


Eine Hotelkette möchte ihr Portfolio erweitern

Die Geschichte von Six Flags Great America beginnt mit der Hotelkette Marriott. Diese begann 1974 mit dem Bau des Freizeitparks ‚Marriot’s Great America’ bei Chicago, der 1976 dann auch eröffnete. Marriot hatte zwei Wochen vorher, im selben Jahr, einen gleichnamigen Park in Kalifornien eröffnet – das heutige ‚California’s Great America’.
Marriott hatte also durchaus Großes vor, wurde jedoch durch zwei Dinge ausgebremst: Der dritte geplante Park, der irgendwo zwischen Baltimore und Washington entstehen sollte, hatte politische Schwierigkeiten mit den Genehmigungen. Zudem erwiesen sich die beiden ersten Parks zwar als profitabel, doch Marriott hatte sich noch mehr Einnahmen erhofft.

Das führte schließlich dazu, dass Marriott 1984 den Park bei Chicago an Six Flags verkaufte (der kalifornische Park wurde vorerst an die Stadt Santa Clara verkauft). Da damals Six Flags noch dem Flipper-Hersteller Bally Manufacturing gehörte, wurde der Park in ‚Bally’s Six Flags Great America’ umbenannt.

Der Park machte danach den gesamten Werdegang von Six Flags mit: 1991 war die Kette beinahe bankrott und die Warner Brothers übernahmen das Ruder. Zwar gab es schon zuvor die Looney Toons im Park, aber nun wurden auch viele Fahrgeschäfte auf die DC Comics umgestaltet.

1998 übernahm Premier Parks die Geschäfte und 2005 kam Six Flags wieder in finazielle Schwierigkeiten, wodurch die größten Anleger (u.a. auch Bill Gates) den Aufstand probten. Es drehte sich das Managerkarussell und Mark Shapiro wurde CEO von Six Flags. Die Bankrott-Erklärung konnte er jedoch nicht verhindern. 2010 hatte sich Six Flags wieder saniert und seither ist sowohl Six Flags als auch seine Parks bei bester finanzieller Gesundheit.

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Zwei Achterbahnen, die wir noch besprechen werden...


Keine Vorschusslorbeeren

Über Six Flags Great America kann man im Internet einiges lesen: Schlechte Abfertigung, unfreundliche Mitarbeiter, mieses Essen, ständig überfüllt.

Wir wollten uns natürlich ein eigenes Bild machen... und wurden durchaus positiv überrascht.

Wir haben den Park noch am Vorabend für kurze Zeit besucht und mussten feststellen, dass zumindest zwei der Vorurteile an diesem Tag erfüllt wurden: Der Park war auch spät abends noch brechend voll und an den ersten beiden Achterbahnen die wir fahren wollten, ging es nur gähnend langsam in der Warteschlange voran.
Auf der anderen Seite war allerdings auch zu erkennen, weshalb der Park ständig so voll ist: Six Flags Great America ist durchaus ein hübscher Park mit schön gestalteten Fassaden, viel Bäumen und einem imposanten Karussell hinter dem Eingang.

Wir gingen zuerst gegen den Uhrzeigersinn in den Park und trafen als erstes auf Superman – Ultimate Flight.

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Unser zweiter Superman B&M Flying-Coaster. Das baugleiche Modell sind wir schon in Six Flags Great Adventure gefahren. Der Prototyp dieser Bahnen wurde ein Jahr vorher (2002) in Six Flags Over Georgia eröffnet – den haben wir noch nicht auf unserer Count-Liste.

Auch dieser Flyer steht relativ offen in der Pampa und kann daher eine Stärke dieses Coastertyps nicht so recht ausspielen: Dadurch, das man unter der Schiene hängt, kann man eigentlich wunderschön nahe am Terrain vorbeihuschen. Leider gibt es bis auf einen Baum keine Interaktion mit dem Gelände auf Superman – Ultimate Flight.

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Jede Menge Superhelden in hängender Fötus-Haltung.

Das Layout an für sich gefällt mir bei den Supermans ganz gut. Der bei Flyern bekannte Pretzel-Loop zieht wie gewohnt heftig durch und zum Ausgleich ist der Rest des „Flugs“ dann eher weniger intensiv – vermutlich, um dafür zu sorgen dass auch weniger robuste Menschen gerne mit dem Ding fahren.

Und ja, der Andrang war groß, Wartezeiten um eine Stunde herum. Wie immer bei solcherlei Achterbahnen, dauert es eine Weile bis alle Mitfahrenden angeschnallt sind, auch wenn die B&M-Rückhaltesysteme einen einfacheren Ein- und Ausstieg gewährleisten im Vergleich zu den Vekoma Flying Dutchmen.

Die Thematisierung beschränkt sich auf die knalligen Superman-Farben und eine Anzahl von Infotafeln in der Queueline. Meine Begeisterung für eine Fahrt in den Gurten baumelnd unter der Schiene ist allerdings immer noch nicht sehr groß, deshalb reicht es auch für Superman nur zu einer mittelmäßigen Bewertung.

Wertung: 6 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Gegenüber steht eine Achterbahn die Batman geweiht ist (sollte nicht die letzte im Park sein): The Dark Knight.

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Auch dieses Modell sind wir schon im Schwesterpark gefahren. Ein Mack’sche Wilde Maus verpackt in eine große Halle mit etlichen Aufstellern und viel Dunkelheit.

Wie gewohnt (und das ist auch gut so bei einer Dunkelachterbahn) fährt die Mack-Version einer Wilden Maus recht geschmeidig durch die Kurven. Auch die Gestaltung ist im Innenbereich gelungen und hievt auch hier den Achterbahntyp auf einen ganz neuen Level. Wir hatten unseren Spaß, nur in Kennywood, beim Exterminator, da hatten wir noch mehr.

Ziemlich schlimm ist natürlich, dass eine Wild Maus einfach zu wenig Kapazität für einen Park dieser Größenordnung hat – vor allem dann, wenn sie auch noch so schick gemacht ist und praktisch jeder damit fahren möchte. Auch hier gab es folgerichtig größere Wartezeiten.

Wertung: 6 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :)



Etwas weiter im Uhrzeigersinn herum im Park gibt es eine weitere Bahn über den Milliardär und Fledermaus-Mann, sogar eine ‚ACE Coaster Landmark’: Batman The Ride.

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Jim Wintrode, der 1990 Generalmaamager des Parks war, hatte eine Idee für einen neuartigen Typ von Achterbahn und unterbreitete diese Idee B&M. Etwas, das heute wie eine Selbstverständlichkeit aussieht, bahnte sich damit seinen Weg: Achterbahnzüge die unter der Schiene fuhren, sogenannte Inverter!

B&M stellte Batman The Ride 1992 fertig und der erste jemals gebaute Inverter fährt auch heute noch so gut wie am ersten Tag!

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Die Anlage soll bis heute die teuerste Investition von SFGA gewesen sein und so verwundert es auch nicht, dass der gesamte Anstehbereich beinahe schon auf Disney-Niveau gestaltet wurde (na gut, ich übertreibe - aber ihr versteht was ich meine). Man betritt die Warteschlange durch das Eingangstor zu Bruce Waynes Anwesen, kommt aber im Verlauf der Warteschlange an Fabrikhallen und Hinweisen auf die Anwesenheit vom Joker vorbei.

Auch während der Fahrt gibt es etwas zum Schauen: Die Bahn kurvt recht nahe am Stationsgebäude vorbei, durch ein paar Bäume, das ist nicht nur für Six Flags-Verhältnisse recht gut gemacht. Nur die Anlage im Parque Warner Madrid war da bisher schöner.

Die Batman-Inverter sind freilich allesamt recht kompakt, die vielen Helixes und Loopings halten ganz schön den Kreislauf auf Trab. Vom Fahrspaß her also nicht ganz meins. Der bekannte Nachteil, dass ein Sitzplatz in den hinteren Reihen wirklich erheblich schlechter ist als ganz vorne, kommt auch noch hinzu.

Wertung: 7 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :)



Schräg gegenüber steht auch gleich schon die nächste Achterbahn: Vertical Velocity.

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Der dritte Intamin Impulse Coaster auf unserer Tour wartet mit keinen weiteren Überraschungen auf.

Wie immer machen die drei Launches durch die Station Spaß, ebenso wie die Airtime-Momente an den Umkehrpunkten an beiden Enden. Ansonsten bietet dieser Typ eben recht wenig typisches „Achterbahn“-Feeling.

Wertung: 6 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Der Little Dipper ist die Familien-Holzachterbahn im Park.

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Dieser ACE Coaster Classic wurde 1950 gebaut und 2010 vom Kiddieland nach SFGA übernommen.

Schön zu fahren, tut keinem Weh. Es sei denn man stört sich an der langen Wartezeit, die sich grundsätzlich an dieser Achterbahn einstellt, da die Bahn nun wirklich von jedem und einer Ente gefahren werden kann.

Wertung: 5 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :)
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Eine weitere Holzachterbahn ist American Eagle. Sogar gleich zweifach.

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Poser! Falls sich jemand über die Grimassen wundert: Das ist der strikte Count!

Diese Duelling-Holzachterbahn hat ein paar interessante Fakten zu bieten: Dies war 1981 die erste Intamin-Holzachterbahn und ist heute noch der höchste, schnellste und längste Racing-Woodie der Welt.

Man darf allerdings nicht erwarten, dass der Komfort der Bahn vergleichbar mit anderen Intamin-Bahnen wie El Toro oder Balder wäre (Colossos lasse ich mal außen vor). Das Gerumpel auf der Fahrt ist eher rustikal und daher sind auch die vielen Kurven (im speziellen die Riesen-Helix am Umkehrpunkt) alles andere als geschmeidig.

Zudem hat SFGA die Bahn morgens im Einzug-Betrieb laufen lassen, was erheblich den Spaß auf einem Duelling-Woodie drückt.

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Aber siehe da: Nachmittags wurde dann auch die zweite Spur eröffnet und wir konnten nicht nur unsere Counter-Gelüste befriedigen. Der Fun-Faktor schnellte in dieser zweiten Fahrt doch merklich nach oben. Zwar rüttelt die Helix immer noch heftig, aber dafür schieben sich die Züge so schön nah aneinander vorbei und die Fahrgäste beginnen sich gegenseitig anzufeuern oder niederzumachen – was auch immer, ist bei dem fröhlichen Geratter sowieso egal.

Gefallen hat auch die Geschwindigkeit, mit der die Fahrt zum Wendepunkt absolviert wird. Da hüpft der Zug nur so über die Schienen, die er geschätzt nur zur Hälfte der Zeit wirklich berührt. So muss ‚Out-of-Control’ sein.

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Reicht aber doch nicht ganz zum Titel ‚Bester klassischer Racing Woodie auf der Tour’, da haben mir die nicht ganz so kurvenreichen Varianten bei den King-Parks besser gefallen.

Wertung: 6 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Doch wenn wir schon bei Holzachterbahnen sind, dann kommen wir doch gleich zum Hybrid-Woodie-Highlight auf unserer gesamten Tour: Goliath.

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Auch hier wieder ein wohlplatziertes Jubiläum.

Ich sage es gleich vorneweg: Dies ist meine bisherige Lieblings-Holzachterbahn und auch meiner Meinung nach der beste RMC auf der Tour! Begründen werde ich diese Meinung gleich noch...

Der wunderschön gebogene Lifthill ist aus Stahl, der RMC Topper-Track auch. Dennoch, da der gesamte Rest aus Holz ist, zählt die Achterbahn als Holzachterbahn. Ein Fakt, das man akzeptieren sollte, wenn man counted oder Bestenlisten von Holzachterbahnen erstellt.

Ob man das auch für den Rekord des steilsten und längsten Holzachterbahn-Drops akzeptieren muss, sei einmal dahin gestellt. Früher war dies auch die schnellste Holzachterbahn, aber Lightning Rod ist nun fantastische 1,4 km/h schneller.

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Warum gefiel mir jetzt Goliath einen Zacken besser als z.B. Lightning Rod? Bei dieser Frage bewegen wir uns natürlich auf dem schlüpfrigen Terrain der Coaster-Vorlieben. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von möglichst heftigen Bahnen, aber ich mag geniale Layouts. Und in Sachen Layout und Fahrfiguren ist Goliath ein echter Knaller.

Die Fahrt beginnt mit einem First Drop in einen Tunnel, der nicht nur auf dem Papier steil und lang ist, sondern auch in Natura herrlich haarsträubend zur Sache geht. Nach dem Drop fährt die Bahn mit einem Karacho und als ob es das natürlichste der Welt sei, in eine steil gebankte Wende. Und schon hier möchte ich anmerken, was das Besondere, ja das Tolle an Goliath ist: Die Strecke fährt sich aus einem Guss obwohl ziemlich viele schräge Elemente verbaut wurden. Ehe man es sich versieht befindet man sich in einer Dive Loop, die unglaublich langgezogen ist und mit einer Eleganz durchfahren wird, das mir jetzt beim Schreiben noch der Bauch kribbelt. Schon hier erhält man einen Vorgeschmack auf eine Hangtime, die sich gar nicht so anfühlt als würde man hängen.

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Diese Hangtime wird im darauf folgenden Zero-G-Stall noch perfektioniert. Ein Wahnsinns-Element, die Welt steht Kopf aber man fällt nicht aus dem Wagen.

Diese ganzen Fahrfiguren durchfährt der Zug mit einer Geschmeidigkeit eines Schnurrekätzchens.

Und das ist das, was ich auf Lightning Rod aber auch ein klein bisschen auf Wicked Cyclone vermisst habe. Diese RMCs sind eher von der rauheren Sorte, wollen einen aus dem Zug werfen oder abschütteln. Storm Chaser hatte schon eher den Stil und die Erhabenheit eines fast schon natürlich anmutenden Layouts, aber Goliath setzt da noch einen drauf. Und ich liebe das!

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Bis auf eine Ausnahme: das viel zu plötzliche Ende. Die Kritiker haben recht, Goliath ist zu kurz. Ihr kennt das Gefühl: Bei manchen Bahnen denkt man, die hätte auch 100m eher aufhören können, bei anderen Bahnen ist man geradezu enttäuscht wenn die Schlussbremse zu früh greift.

Aber ganz ehrlich, ist mir egal. Lieber eine geniale Bahn die etwas zu kurz ist, als eine „nur“ gute Bahn welche die richtige Länge hat. Ich zücke die Höchstnote!

Wertung: 10 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :)
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Nach so einer schönen Bahn benötigt man erst einmal etwas zum runterkommen. Da kommt die Arrow-Bahn Demon gerade richtig.

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Dieses alte Schätzchen wurde 1976 mit nur zwei Corkscrews eröffnet (damals noch zu Marriott-Zeiten), aber im Jahre 1980 fügte man noch die zwei Loopings hinzu, so das man nun auf insgesamt 4 Inversionen kommt. Die Bahn war ehemals nach dem Looney Toons-Charakter ‚Tasmanian Devil’ benannt – was jedoch manchen Parkbesuchern zu „teuflisch“ erschien. Also hat man die Bahn in ‚Demon’ umbenannt, was in meinen Ohren allerdings immer noch ziemlich teuflisch klingt.

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Die Bahn kann bei der Gestaltung punkten, denn die Fahrt wurde mit ein paar kleinen Tunneln durch „dämonische“ Berge verziert. Der Rest – und damit ist vor allem der Fahrspaß gemeint – ist allerdings unterhalb des Arrow-Durchschnitts. Da gab es doch einige Schläge auf der Fahrt, die heutezutage eigentlich nicht mehr sein müssten.

Wertung: 4 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :mad:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :)



Daneben findet man ein erheblich komfortableres Stück Achterbahn: X-Flight.

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Geradezu eine "Couch" von Achterbahn.

Dieser 2012 gebaute Wing Coaster von B&M war der zweite seiner Art in den USA (nach ‚Wild Eagle’).

Das Schöne an dieser Ausführung sind wieder einmal die Near-Miss-Effekte um den Flug-Tower herum, die hier recht gut in Szene gesetzt wurden.

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So richtig abheben kann sich X-Flight jedoch nicht von den anderen Wing-Coastern, z.B. in Europa (Raptor, Swarm oder Flug der Dämonen). Er zieht auch ziemlich sicher den Kürzeren gegenüber Gatekeeper oder Thunderbird, die ich beide zu den Besten Ihrer Art zähle.

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Es bleiben natürlich dennoch die Stärken dieses Coastertyps und das ist vor allem die Laufruhe und das Freiheitsgefühl (man „schwebt“ ja neben der Schiene) während der Fahrt. Die Achterbahn macht also genauso viel Spaß wie Swarm, Raptor oder Flug der Dämonen. Im Vergleich zu diesen ist die aufgefahrene Thematisierung irgendwo im unteren Drittel etwa beim Flug der Dämonen anzusiedeln.

Wertung: 7 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :)
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Rechts vom Eingang findet man noch eine Holzachterbahn, die aus irgendeinem Grund das unbekannte Mauerblümchen im Park zu sein scheint: Viper.

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Diese Bahn ist etwas versteckt und vom Park aus kaum einzusehen. Hier hat sich 1995 Six Flags America in Eigenregie eine Achterbahn gebaut. Vorlage war der Cyclone aus New York, dessen Layout einfach gespiegelt wurde.

Während der Original-Cyclone mittlerweile ein ziemlicher Prügler ist, denn man nur noch wegen der fett gepolsterten Couch-Sitze fahren kann, ist Viper ein viel angenehmerer Kandidat.

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Eine wirklich angenehme Überraschung: Das Layout wird mit ordentlich Speed und jeder Menge Airtime durchfahren. Nach Goliath der zweitbeste Woodie im Park! Thematisiert ist hier freilich mal wieder gar nichts, aber Holz ist ja von sich aus schon schön...

Wertung: 7 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :)



Einen echten Klassiker gibt es dann gleich daneben: Whizzer.

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Der hieß früher einmal ‚Willard’s Whizzer’ nach dem Namen des ersten Parkbesitzers Willard Marriott. Dieser und seine Zwillingsbahn im zweiten Marriott-Park in Kalifornien waren die letzen Speedracer (eine Variante der Jet-Coaster) die von Schwarzkopf gebaut wurden. Der Whizzer steht folgerichtig auch von Anfang an seit 1976 im Park, als dieser eröffnet wurde.

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Die Bahn präsentiert sich dabei als Terrain-Coaster, der ohne große Airtime auskommt. Die Sitzposition hintereinander im Wagen ist nicht gerade die bequemste und vom Layout her hat uns die City Jet-Variante im Nigloland besser gefallen. Der Whizzer fährt dann doch ein wenig lustlos durch die Bäume.

Eine wenig schöne Hintergrundgeschichte gibt es für diese Bahn auch: Mit der nicht immer korrekt arbeitenden Schlussbremse gab es bis 1979 mindestens 11 Auffahrunfälle mit insgesamt 31 Verletzten in der Station. Als dies sogar zum Tod eines 13jährigen Jungen geführt hat, wurde die Bahn in Kalifornien geschlossen und die Schlussbremse in SFGA endlich überarbeitet (heute wäre es ein Unding, dass diese Bahn nach so einem Unfall noch fahren würde - wie sich die Zeiten ändern). Seither funktioniert das Teil nun wie geplant.

Wertung: 5 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :eek:
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Für Familie mit Kindern hat der Park auch noch einen Vekoma Junior Coaster parat: Spacely’s Sprocket Rockets.

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Im Vordergrund die Raketen, im Hintergrund Goliath.

Was soll man über solch eine Bahn noch viel schreiben? Fuhr sich wie alle anderen Junior Coaster von Vekoma auch – ganz nett. Immerhin, die Thematisierung an dieser Bahn war über dem Durchschnitt.

Wertung: 4 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :)
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :)



Last but not Least ein weiterer B&M: Raging Bull.

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Ein B&M Hyper Coaster aus dem Jahre 1999. Benannt nach einem fikitven wilden Bullen, der die Einwohner des alten Southwest Territory terrorisierte, bis diese die Mission (=Station) bauten und dorthin flüchteten. Auf unserem Video kann man allerdings erkennen, dass man auch direkt bei der Mission nicht sicher vor dem durchgedrehten Bullen ist.

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Dies war der erste B&M Hyper Coaster, der nicht das übliche Out-and-Back Design besaß, sondern eher mehr ‚twisty’ und Terrain-nah angelegt wurde. Dadurch verliert man natürlich den bekannten Floating-Airtime-Ritt auf den Wellenbergen, aber: wir hatten auch so unseren Spaß auf dem Coaster.

Fährt wie immer äußerst laufruhig und hat sogar Ansätze von ein paar Umschwüngen im Layout, die durchaus Freude machen. Letztendlich reicht das aber nur für einen mittleren Platz auf unserer B&M-Hyper-Liste.

Wertung: 8 / 10
Psycho-Ente-Migräne-Faktor: :)
Molewurfn-Schnüffel-Thematisierung: :eek:



Und damit haben die letzte Achterbahn auf unserer Tour abgehandelt! seufz:-)

Six Flags hat in den letzten Jahren, ebenso wie die Cedar Fair, versucht, auch Darkrides in seine Parks zu bekommen. Vermutlich hatten sie dabei auch ein glücklicheres Händchen als die Konkurrenz vom Zedern-Jahrmarkt. Ganz neu gab es 2016 Justice League: Battle for Metropolis in Six Flags Great America. Das haben wir uns natürlich auch angeschaut.

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Als wir uns dort in die Warteschlange stellten, war es noch taghell.

Für diese Attraktion hat sich Six Flags an Sally Corporation und Oceaneering International gewandt, die durchaus anerkannte Hersteller auf dem Gebiet von Darkrides sind. Herausgekommen ist eine Fahrt, die schwer an Transformers von Universal erinnert, aber zusätzlich noch interaktiv ist.

Und tatsächlich, die Qualität der Fahrt kommt verdammt nahe an Transformers heran, was für Six Flags-Verhältnisse geradezu eine Meisterleistung ist! Die eleganten Übergänge von ‚The Amazing Adventures of Spider-Man’ werden nicht erreicht, aber das hätte auch niemand erwartet. Das ist ein richtiger Gewinn für den Park, bzw. für alle Six Flags Parks, die eine baugleiche Anlage erhalten.

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Das einzige Problem das wir hatten: Wir standen zwei (!) Stunden in der Warteschlange. Danach kam ich schon ganz schön auf dem Zahnfleisch daher. Das sind ja fast schon japanische Verhältnisse an diesem Ride.

Ob Justice League in Zukunft den Durchsatz bringt, der in SFGA verlangt wird, bleibt abzuwarten. Genug anderes zu tun gibt es ja im Park.


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Und damit kommen wir zum Fazit für Six Flags Great America und das lautet: Eigentlich ziemlich gut!

Der Park ist zwar etwas überfüllt (weil er eben sehr beliebt ist) und das Essensangebot ist, wie bei allen Six Flags Parks, unter aller Kanone, aber das Setup des Parks mitsamt seiner Gestaltung und den Bahnen ist zum „Finger-danach-lecken“. Bis auf Demon laden alle Achterbahnen zu Wiederholungsfahrten ein und mit Goliath habe ich dort sogar meine aktuelle Lieblings-Holzachterbahn gefunden!

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Auch ne ziemlich schöne Eisenbahn gibt es dort.

Auch zu diesem Park gibt es natürlich ein Video:


All good things must come to an end!

Und mit diesem Park war dann auch unsere Tour durch den Nordosten der USA zu Ende. 34 Parks und 183 Achterbahnen haben wir auf dieser Tour besucht! Doch bevor ich noch einen Abriss über meine Highlights gebe, erst einmal noch ein paar Bilder aus Chicago, das wir am Tage des Abflugs noch besucht haben:

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Der Millennium Park (der allerdings erst 2004, also vier Jahre verspätet eröffnete) ist eines der hübschesten Ziele in Chicago.

Besonders cool in der „Windy City“ ist auch der Bereich um „The Loop“, dessen U-Bahn-Unterführungen aus diversen Filmen und Serien bekannt sein dürften.

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Gegenüber NYC hat mir Chicago etwas besser gefallen, denn hier herrscht eine erheblich entspanntere Atmosphäre. Den Willis-Tower (ehemals Sears-Tower und momentan zweithöchstes Gebäude in den USA) haben wir jedoch wegen chronischer Überfüllung ausgelassen.

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Ein Tipp noch: Wer ein Hotel im Norden in der Nähe von SFGA hat, kommt ganz gut mit „Park+Ride“ in die Stadt. Wir haben unser Auto bei der Haltestelle Rosemont (in der Nähe des Flughafens) abgestellt und sind dann mit der ‚Blue Line’ nach Chicago rein gefahren.


Doch jetzt zum Schluss noch meine völlig subjektiven Highlights der Tour:

Beste Stahlachterbahn: Fury 325 (gefolgt von Superman The Ride und Thunderbird).
Beste Holzachterbahn: Goliath (gefolgt von El Toro und Thunderhead).
Bester Darkride: Justice League (gefolgt von DarKastle).
Schönster Park: Dollywood (gefolgt von Busch Gardens Williamsburg und Hersheypark).
Bester Oldschool-Park: Kennywood (gefolgt von Knoebels).
Mein Lieblingspark der Tour: Hersheypark.
Bestes Essen: Dollywood (gefolgt von verschiedenen Panda Express-Stationen).
Positivste Überraschungen: Phantom’s Revenge (gefolgt von Wooden Warrior).
Bester Film auf den Flügen: The Big Short.
Das beste Hotel der Tour: Ramada Greensburg (ein ehemaliges Sheraton bei Kennywood).
Beste Hamburger außerhalb der Parks: Red Robin.


Bis zum nächsten Bericht und immer daran denken: Online gekaufte Tickets sind oft billiger als vor Ort gekaufte!
 

doCoaster

CF Team Redaktion
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Danke für diese grandiose Bericht- und Videoserie! Habe alles mit Freuden verschlungen und mag einfach die witzige Art, in welcher du deine Berichte verfasst.
 

uli79

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Auch von mir noch ein großes Dankeschön für die tolle Berichtserie.

Hat Spass gemacht jeden einzelnen zu verschlingen.
 

Effeff

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vielen Dank für den schönen und ausführlichen Bericht! app:-)

Gruss
 
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