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Hallo zusammen,
und herzlich willkommen zum siebten Teil der Berichtreihe – an dieser Stelle sorry für die längere Wartezeit, leider komme ich aktuell nur unregelmäßig zum Schreiben
Aber egal, fangen wir an:
Der Tag nach dem Besuch in Tusenfryd begann mit einer längeren Zugfahrt von Oslo nach Göteborg.
Diese verlief relativ unkompliziert, abgesehen davon, dass wir ziemlich früh aus den Federn mussten, um Norwegen hinter uns zu lassen…
Als wir dann wieder im Südwesten von Schweden ankamen und unser „Mini Hotel“ (war zwar schon ein bisschen älter und die Wege zum Gemeinschaftsbad oder einer ebensolchen Dusche waren relativ lang, dafür war das Zimmer ziemlich geräumig und konnte sogar mit einem Kühlschrank aufwarten) bezogen hatten, ging es dann mit der Tram zum Hafen „Saltholmen“, wo bereits eine Fähre auf uns wartete.
Und hiermit fuhren wir dann auf die Schäreninsel „Vrangö“.
Diese ist vor allem für ihr riesiges Naturschutzgebiet bekannt, und bei einer Wanderung konnte man hier richtig schön entschleunigen.
Einige der folgenden Fotos sind übrigens von Jeannette und Maik aufgenommen worden
Wieder in der Stadt angekommen, ging es als nächstes ins Universeum – ein riesiges Museum zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen. Dieses beinhaltet auch ein Tropenhaus, Aquarium und vieles mehr.
Wir können es jedenfalls empfehlen, da alles wirklich informativ aufbereitet ist!
Da wir am nächsten Tag leider äußerst schlechtes Wetter hatten (einen Ausläufer des Tiefs „Hans“, wobei wir noch glimpflicher davongekommen sind als weiter nördlich, wo teilweise Straßen überflutet waren), entschlossen wir uns für einen Besuch im Naturkundemuseum, welches ebenfalls nett war, jedoch nicht mit dem Universeum mithalten konnte
Immerhin konnten wir den Tag in einem sehr guten indischen Restaurant und beim gemeinsamen Kartenspielen am Tisch, welcher ebenfalls in unserem Zimmer zu finden war, ausklingen lassen
Aber da alle guten Dinge drei sind, sollte es am Tag darauf endlich mit Liseberg klappen, dem Höhepunkt der Tour
Da das Wetter vormittags aber noch zu wünschen übrig ließ, besuchte ich mit einem Großteil der anderen das Maritime Museum, welches ebenfalls unterhaltsam war und ein beeindruckendes Aquarium beinhaltete.
Als wir hier durch waren, fuhren wir, unter abklingendem Regen, mit der Straßenbahn weiter und standen schließlich vor dem Eingang!
Nachdem jeder sein Ticket hatte, konnte es dann auch hereingehen ins Vergnügen, und den Anfang sollte ein echter Klassiker machen – die gute alte Lisebergbanan.
Nach nur einem Zug Wartezeit konnten wir dann Platz nehmen – und konnten uns auf eine schwungvolle Reise um den Hügel begeben.
Das sehr lange und verschlungene Layout macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, jedoch konnte mich diese Fahrt in der letzten Reihe leider noch nicht vollständig überzeugen – vielleicht hatte ich einfach zu viel erwartet, die ganze Fahrt über hatte ich das Gefühl, dass hier noch mehr geht…
Aber schlecht ist diese charmante Bahn auf gar keinen Fall, und im weiteren Tagesverlauf sollte sie noch genug Chancen bekommen
Als nächstes ging es dann auf die Rolltreppe, wo wir an einer Menge alten Fotografien von Attraktionen aus früheren Zeiten vorbeifuhren – ich finde es ja immer schön, wenn die Vergangenheit so gewürdigt wird
Hier muss man rein!
Und auch wenn Atmosfear durchaus beeindruckt von der Höhe, hatten wir natürlich ein anderes Ziel – nämlich eine Bahn, deren Bau ich seit meiner Anmeldung im Coasterfriends Forum gespannt mitverfolgt hatte.
Daher hatte Helix schon immer eine besondere Faszination auf mich ausgeübt und stand auf meiner Bucketlist sehr weit oben
Und nun war es endlich soweit!!
Der Weg zur Station war leider etwas kahl und erinnert mit seinem Betoncharme eher an ein Parkhaus – Atmosphäre kam hier leider nicht wirklich auf, da auch keine Musik gespielt wurde
Aber nachdem wir diesen fast schon labyrinthartigen Gang hinter uns hatten, mussten wir kaum warten, bis es endlich soweit war – da nun der Moment kam, auf den ich jahrelang gewartet habe, hatte ich tatsächlich Gänsehaut beim Einsteigen
Da die Fahrt gleich mit einem ordentlichen Drop aus der Station beginnt, ist hier durchgehend Action angesagt – von „Dead Spots“ fehlt hier jede Spur, sodass das komplette Layout einen richtig schönen Flow hat.
Die Launches mögen zwar schwach sein, mich haben diese aber gar nicht gestört – zum einen habe ich noch schwächere erlebt (Icon, I’m looking at you
), zum anderen lässt die Fahrt selbst dieses „Manko“ (sofern man es überhaupt als solches bezeichnen kann) schnell wieder vergessen, da diese einfach nur phänomenal ist:
Im Norwegian Loop treten auch hier wieder schöne Kräfte auf, zwar nicht ganz so heftig wie bei Speed Monster, aber trotzdem geht es auch hier ordentlich zur Sache
Und nach einer wirklich schön zu fahrenden Zero-G-Roll folgt ein wenig weiteres Herumgekurve, bevor dann mit einem Boost der zweite Teil der Fahrt eingeleitet wird:
Mit hoher Geschwindigkeit schießt man senkrecht nach oben in eine Art „Inverted Top Hat“, wo Göteborg einmal Kopf steht
Und auch wenn es schon zuvor mehrere schöne Momente mit abhebenden Kräfte gab, zeigt Helix beim kommenden Airtime Hügel, dass diese Bahn auch waschechte Ejector Airtime zu bieten hat:
Dieser Hügel stellt viele andere Bahnen diesbezüglich in den Schatten, dazu noch mit einem traumhaften Blick über die Stadt – besser geht’s kaum
Um langsam wieder den Weg zurück Richtung Station zu finden, schlängelt man sich dann durch mehrere schwungvolle S-Kurven, bevor die Fahrt dann mit einer Heartline Roll im Stil von blue fire endet.
Somit war von vorneherein klar, dass diese Achterbahn für mich ganz oben mitspielt und der gute Ruf vollkommen berechtigt ist:
Helix lässt nämlich keinerlei Wünsche offen – knackige Kurven, schwungvolle Richtungswechsel, abwechslungsreiche Inversionen und nicht zuletzt überraschende Airtime Momente prägen diese wirklich lange Fahrt.
Da die Wartezeiten nicht höher als vorher waren, stiegen wir gleich nochmal ein.
Hier hat Jeannette einen Operator gefragt, was denn mit der Musik los sei – keine Minute später wurde die Station von epischen elektronischen Beats beschallt
Auch wenn ihr die Lobeshymnen auf den Soundtrack wahrscheinlich schon oft genug gehört haben dürftet, kann ich mich hier nur anschließen – sowohl das legendäre Hauptthema aus dem Einstieg als auch die etwas düsterere Musik aus dem Wartebereich sind einfach genial und zählen zu den besten Soundtracks überhaupt
Diesmal nahmen wir in der ersten Reihe Platz – wodurch die Aussicht natürlich noch besser war
Dank des weitläufigen Layouts ist Helix nahezu im ganzen Parkgelände um den Hügel unterwegs – na, wer findet den Zug?
Als nächstes wollten wir uns der jüngsten Mitglied der glorreichen Sieben (Coaster) widmen, und schlugen den Weg Richtung „Luna Park“ ein.
Unterwegs begegneten wir „Uppswinget“, der S&S Screaming Swing, welche am Rande des Berges steht. Da hier aktuell keine Wartezeit vorhanden war, nahmen wir diese Schaukel ebenfalls gleich mit!
Unter dem lautstarken Schnaufen von Druckluft wurden wir dann mehr als 20 Meter hoch in die Luft geschwungen – diese Anlage kam mir ein bisschen intensiver vor als „Rush“ im Thorpe Park, aber mein Eindruck täuscht vielleicht.
Aber auch hier gilt: die Fahrt mag jetzt vielleicht nicht super intensiv sein, macht jedoch trotzdem eine Menge Spaß! Da sich die ganze Angelegenheit zudem äußerst smooth und angenehm gestaltet, ist sie auch für etwas vorsichtigere Gemüter eine gute Gelegenheit, sich an Riesenschaukeln heranzuwagen.
Uppswinget wird jedoch vor allem durch die Hanglage zu etwas Besonderem gemacht – das Schaukeln über den Dächern der Stadt ist schon eine ziemlich geile Sache
Nun ging es aber durch dieses schicke Eingangstor zu „La Luna“.
Und auch die Station ist durchaus hübsch, und nach wenigen Fahrten nahmen wir recht weit hinten im Zug Platz. Und so ging es, nach gewohnter Manier, rückwärts nach oben und anschließend mit fast 70 Sachen durch die Station – für einen Family Coaster hat die Bahn ein ordentliches Tempo drauf
Das Layout ist zwar betont familienfreundlich gehalten, macht aber trotzdem Spaß – ich persönlich finde die Family Boomerangs gar nicht verkehrt, besonders für die Zielgruppe sind diese wirklich gut. Wie erwartet fährt sich das gute neue Stück natürlich äußerst geschmeidig, was zur Ausrichtung der gesamten Anlage passt.
Dazu noch die schöne Gestaltung mit einem schmucken Soundtrack – und fertig ist ein wirklich gelungener Family Coaster!
Und da wir gerade so im Flow des Countens waren, ging es wieder den Hügel herunter, um uns einem hölzernen Ungetüm zu widmen, welches im Tal sein Unwesen treibt:
Balder – eine von nur vier Intamin Woodies der Welt.
Hier muss man rein
Nach kaum vorhandener Wartezeit konnten wir in den klassischen Zügen Platz nehmen. Theming ist hier, außer ein paar Malereien in der Station, nicht wirklich vorhanden, ebenso wenig passt auch die Autohupe, die den Start ankündigt – hier wäre ein Hornsignal aus der Wikingerzeit oder Ähnliches passender gewesen
Aber zurück zur Fahrt, denn die ist wirklich gut:
Der steile First Drop reißt einen ordentlich herunter, und auch wenn das Layout nicht sonderlich abwechslungsreich daherkommt, kann es voll überzeugen:
Hier wechseln sich Drops mit langsam durchfahrenen Kehrtwenden ab, aber dazwischen befinden sich jede Menge Camelbacks, auf denen man erstklassige Ejector Airtime bekommt – rockt auf jeden Fall!
Und da gerade die Station wie leergefegt war (momentan war man tatsächlich mit zwei Zügen unterwegs, wovon einer verständlicherweise im späteren Tagesverlauf von der Strecke genommen wurde), gab es gleich mehrere Fahrten in unterschiedlichen Reihen.
Wo die Fahrt am besten ist, waren wir uns uneinig – während manche die vorderen Reihen bevorzugten, hat mir die letzte Reihe am besten gefallen!
Einig waren wir uns aber, dass diese Fahrt wirklich spaßig ist, und die Smoothness ist für eine Holzachterbahn außergewöhnlich hoch!
Direkt nebenan steht die letzte verbleibende der großen Achterbahnen – nämlich keine geringere als Valkyria, die in stilvollem Gold über der Skyline des tiefer gelegenen Parks thront!
Um diese Station zu betreten, muss man sich erst von sämtlichen Rucksäcken und Taschen befreien und einen Locker für maximal 2 Stunden mieten – dies kostet laut Parkseite 5 Kronen, was weniger als 50 Cent entspricht. Aus preislicher Sicht ist dies natürlich vernachlässigbar, aber ich frage mich trotzdem, warum nicht einfach auf verschließbare Regale zurückgegriffen wurde, wie sie bei anderen Coastern vergleichbarer Art zu finden sind…
Egal, so ging es dann ab in die Station, die von einem stimmungsvollen Soundtrack beschallt wird und im Gegensatz zu der seines eher schlicht gehaltenen hölzernen Nachbarn wirklich schön gestaltet ist.
Nachdem man dann in den breiten Fahrzeugen Platz genommen hat, die hier jedoch die von den Wing Coastern bekannten Westenbügel besitzen, geht es dann nach oben auf 47 Meter Höhe, bevor man vor dem Abgrund zum Stehen kommt…
Und dann – drop it!
Von allen bisher gefahrenen Dive Coastern ist das hier der Höchste, da es 50 Meter in einen mit Nebel gefüllten Tunnel nach unten geht!
Nachdem man dann die 105 km/h Spitze erreicht hat, wird man in einen Immelman gejagt…
…bevor dann ein durchaus ansehnliches Layout mit einer schönen Zero-G-Roll sowie einigen schwungvollen Kurven folgt. Die letzte Heartline Roll war jetzt nicht so ganz das Wahre, da sich diese durch die relativ geringe Geschwindigkeit relativ träge anfühlt. Aber das macht nichts, da Valkyria von der reinen Fahrt mit Abstand der beste aller gefahrenen Dive Coaster ist:
Der Drop ist merklich höher und besser als bei Krake und dem Baron, des Weiteren gibt das Layout von Valkyria einfach mehr her als die beiden anderen Vergleichskandidaten!
Da die Rucksäcke noch verstaut und die Wartezeiten weiterhin gering waren, machte es durchaus Sinn, die Bahn gleich nochmal zu fahren. Da die erste Fahrt in der Front Row war, wo natürlich der Moment vor dem Drop aufgrund der Aussicht besonders gut zur Geltung kommt, nahmen wir nun in der letzten Reihe Platz.
Hier hat mir die Fahrt noch besser gefallen, da die Bahn hier ihre Kräfte deutlich mehr ausspielen kann und vor allem der First Drop sowie die Zero-G-Roll intensiver daherkommen!
Auf jeden Fall eine sehr schöne Bahn, die sowohl optisch als auch vom Fahrterlebnis super in den Park passt
Als nächstes blieben wir in der Welt der nordischen Götter und ließen uns von Loke durch die Luft wirbeln. Und wow, was ist dieser Gyro Swing für ein Brett:
Da dieser dieselben Lap Bars wie bei Taron besitzt, ist das Fahrgefühl noch freier und exponierter als bei anderen Schaukeln dieses Typs, welche fast alle Schulterbügel haben.
Und von der Intensität steckt diese Anlage locker die Konkurrenz von Huss und Zamperla in die Tasche – die Kräfte im Tal sind hier enorm!
Dazu gibt es am Scheitelpunkt wirklich erstklassige Airtime, die durch die Bügel richtig gut zur Geltung kommt
Insgesamt ist Loke tatsächlich einer der besten stationären Thrill-Flatrides, die ich bisher erleben durfte – ein absolutes Muss in Liseberg!
Der nächste Flatride konnte uns leider weniger überzeugen:
Mechanica ist zwar, ebenso wie Loke, ansprechend gestaltet und besticht (trotz, dass er neben Valkyria nahezu zierlich wirkt) durch sein imposantes Erscheinungsbild. Jedoch kam mir die Fahrt deutlich zahmer vor als beim Sky Jet im Skyline Park oder High Energy auf der Kirmes. Schade, da wäre mehr gegangen…
Langsam bekamen wir es mit dem Hunger zu tun, aber vorher nahmen wir noch die Jukebox mit, einem Polypen von Gerstlauer, der, ähnlich wie im Nigloland, im 50er Jahre Design gestaltet und mit entsprechenden Klängen musikalisch untermalt wird.
Interessant hierbei ist auch, dass laut dieser Quelle bis vor einigen Jahren eine alte Variante des Fahrgeschäfts ihre Runden an derselben Stelle ihre Runden gedreht hat, welche nun im italienischen Cavallino Matto zu finden ist.
Aber auch die aktuell vorhandene Anlage macht Spaß – ist zwar nicht so intensiv wie die Schwarzkopf Monster, aber gerade das coole Design in Kombination mit der Rock’n’Roll Musik macht einiges her!
Unseren Hunger sollten wir nun im „Järnvägsrestaurangen“ (Eisenbahnrestaurant) zu uns nehmen – optisch sieht das Ganze jedenfalls ziemlich cool aus!
Und da sich das Restaurant direkt unterhalb der Station von Lisebergbanan befindet, ist durch die im oberen Stockwerk ein- und ausfahrenden Züge auch für eine passende Geräuschkulisse gesorgt
Uns gefällt es offenbar
Das Essen war an und für sich zwar nicht schlecht, jedoch waren die Portionen insgesamt ziemlich überschaubar
Als nächstes ging es dann, wenn wir schon hier sind, wieder in den Bahnhof oberhalb des Restaurants, wo wir eine weitere Runde mit der alten Lisebergbanan drehten.
Auch hier ist die Bahnhofs-Deko durchaus gelungen
Und auch wenn die Schlange nicht sonderlich lang war, mussten wir durchaus eine Weile warten, es war nämlich nur ein Zug auf der Strecke, was bei einer so langen Fahrzeit für einen relativ geringen Durchsatz sorgt.
Diesmal wollte ich bewusst weiter vorne Platz nehmen, so landete ich in der dritten Reihe – und siehe da: ich kann mir zwar nicht erklären warum, aber hier hat mir die Fahrt deutlich mehr Spaß gemacht als in der letzten Reihe. Weiter vorne kamen die Kräfte und die hohe Geschwindigkeit irgendwie besser zur Geltung
und herzlich willkommen zum siebten Teil der Berichtreihe – an dieser Stelle sorry für die längere Wartezeit, leider komme ich aktuell nur unregelmäßig zum Schreiben
Aber egal, fangen wir an:
Der Tag nach dem Besuch in Tusenfryd begann mit einer längeren Zugfahrt von Oslo nach Göteborg.
Diese verlief relativ unkompliziert, abgesehen davon, dass wir ziemlich früh aus den Federn mussten, um Norwegen hinter uns zu lassen…
Als wir dann wieder im Südwesten von Schweden ankamen und unser „Mini Hotel“ (war zwar schon ein bisschen älter und die Wege zum Gemeinschaftsbad oder einer ebensolchen Dusche waren relativ lang, dafür war das Zimmer ziemlich geräumig und konnte sogar mit einem Kühlschrank aufwarten) bezogen hatten, ging es dann mit der Tram zum Hafen „Saltholmen“, wo bereits eine Fähre auf uns wartete.
Und hiermit fuhren wir dann auf die Schäreninsel „Vrangö“.
Diese ist vor allem für ihr riesiges Naturschutzgebiet bekannt, und bei einer Wanderung konnte man hier richtig schön entschleunigen.
Einige der folgenden Fotos sind übrigens von Jeannette und Maik aufgenommen worden
Wieder in der Stadt angekommen, ging es als nächstes ins Universeum – ein riesiges Museum zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen. Dieses beinhaltet auch ein Tropenhaus, Aquarium und vieles mehr.
Wir können es jedenfalls empfehlen, da alles wirklich informativ aufbereitet ist!
Da wir am nächsten Tag leider äußerst schlechtes Wetter hatten (einen Ausläufer des Tiefs „Hans“, wobei wir noch glimpflicher davongekommen sind als weiter nördlich, wo teilweise Straßen überflutet waren), entschlossen wir uns für einen Besuch im Naturkundemuseum, welches ebenfalls nett war, jedoch nicht mit dem Universeum mithalten konnte
Immerhin konnten wir den Tag in einem sehr guten indischen Restaurant und beim gemeinsamen Kartenspielen am Tisch, welcher ebenfalls in unserem Zimmer zu finden war, ausklingen lassen
Aber da alle guten Dinge drei sind, sollte es am Tag darauf endlich mit Liseberg klappen, dem Höhepunkt der Tour
Da das Wetter vormittags aber noch zu wünschen übrig ließ, besuchte ich mit einem Großteil der anderen das Maritime Museum, welches ebenfalls unterhaltsam war und ein beeindruckendes Aquarium beinhaltete.
Als wir hier durch waren, fuhren wir, unter abklingendem Regen, mit der Straßenbahn weiter und standen schließlich vor dem Eingang!
Nachdem jeder sein Ticket hatte, konnte es dann auch hereingehen ins Vergnügen, und den Anfang sollte ein echter Klassiker machen – die gute alte Lisebergbanan.
Nach nur einem Zug Wartezeit konnten wir dann Platz nehmen – und konnten uns auf eine schwungvolle Reise um den Hügel begeben.
Das sehr lange und verschlungene Layout macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, jedoch konnte mich diese Fahrt in der letzten Reihe leider noch nicht vollständig überzeugen – vielleicht hatte ich einfach zu viel erwartet, die ganze Fahrt über hatte ich das Gefühl, dass hier noch mehr geht…
Aber schlecht ist diese charmante Bahn auf gar keinen Fall, und im weiteren Tagesverlauf sollte sie noch genug Chancen bekommen
Als nächstes ging es dann auf die Rolltreppe, wo wir an einer Menge alten Fotografien von Attraktionen aus früheren Zeiten vorbeifuhren – ich finde es ja immer schön, wenn die Vergangenheit so gewürdigt wird
Hier muss man rein!
Und auch wenn Atmosfear durchaus beeindruckt von der Höhe, hatten wir natürlich ein anderes Ziel – nämlich eine Bahn, deren Bau ich seit meiner Anmeldung im Coasterfriends Forum gespannt mitverfolgt hatte.
Daher hatte Helix schon immer eine besondere Faszination auf mich ausgeübt und stand auf meiner Bucketlist sehr weit oben
Und nun war es endlich soweit!!
Der Weg zur Station war leider etwas kahl und erinnert mit seinem Betoncharme eher an ein Parkhaus – Atmosphäre kam hier leider nicht wirklich auf, da auch keine Musik gespielt wurde
Aber nachdem wir diesen fast schon labyrinthartigen Gang hinter uns hatten, mussten wir kaum warten, bis es endlich soweit war – da nun der Moment kam, auf den ich jahrelang gewartet habe, hatte ich tatsächlich Gänsehaut beim Einsteigen
Da die Fahrt gleich mit einem ordentlichen Drop aus der Station beginnt, ist hier durchgehend Action angesagt – von „Dead Spots“ fehlt hier jede Spur, sodass das komplette Layout einen richtig schönen Flow hat.
Die Launches mögen zwar schwach sein, mich haben diese aber gar nicht gestört – zum einen habe ich noch schwächere erlebt (Icon, I’m looking at you
Im Norwegian Loop treten auch hier wieder schöne Kräfte auf, zwar nicht ganz so heftig wie bei Speed Monster, aber trotzdem geht es auch hier ordentlich zur Sache

Und nach einer wirklich schön zu fahrenden Zero-G-Roll folgt ein wenig weiteres Herumgekurve, bevor dann mit einem Boost der zweite Teil der Fahrt eingeleitet wird:
Mit hoher Geschwindigkeit schießt man senkrecht nach oben in eine Art „Inverted Top Hat“, wo Göteborg einmal Kopf steht
Und auch wenn es schon zuvor mehrere schöne Momente mit abhebenden Kräfte gab, zeigt Helix beim kommenden Airtime Hügel, dass diese Bahn auch waschechte Ejector Airtime zu bieten hat:
Dieser Hügel stellt viele andere Bahnen diesbezüglich in den Schatten, dazu noch mit einem traumhaften Blick über die Stadt – besser geht’s kaum
Um langsam wieder den Weg zurück Richtung Station zu finden, schlängelt man sich dann durch mehrere schwungvolle S-Kurven, bevor die Fahrt dann mit einer Heartline Roll im Stil von blue fire endet.
Somit war von vorneherein klar, dass diese Achterbahn für mich ganz oben mitspielt und der gute Ruf vollkommen berechtigt ist:
Helix lässt nämlich keinerlei Wünsche offen – knackige Kurven, schwungvolle Richtungswechsel, abwechslungsreiche Inversionen und nicht zuletzt überraschende Airtime Momente prägen diese wirklich lange Fahrt.
Da die Wartezeiten nicht höher als vorher waren, stiegen wir gleich nochmal ein.
Hier hat Jeannette einen Operator gefragt, was denn mit der Musik los sei – keine Minute später wurde die Station von epischen elektronischen Beats beschallt
Auch wenn ihr die Lobeshymnen auf den Soundtrack wahrscheinlich schon oft genug gehört haben dürftet, kann ich mich hier nur anschließen – sowohl das legendäre Hauptthema aus dem Einstieg als auch die etwas düsterere Musik aus dem Wartebereich sind einfach genial und zählen zu den besten Soundtracks überhaupt
Diesmal nahmen wir in der ersten Reihe Platz – wodurch die Aussicht natürlich noch besser war
Dank des weitläufigen Layouts ist Helix nahezu im ganzen Parkgelände um den Hügel unterwegs – na, wer findet den Zug?
Als nächstes wollten wir uns der jüngsten Mitglied der glorreichen Sieben (Coaster) widmen, und schlugen den Weg Richtung „Luna Park“ ein.
Unterwegs begegneten wir „Uppswinget“, der S&S Screaming Swing, welche am Rande des Berges steht. Da hier aktuell keine Wartezeit vorhanden war, nahmen wir diese Schaukel ebenfalls gleich mit!
Unter dem lautstarken Schnaufen von Druckluft wurden wir dann mehr als 20 Meter hoch in die Luft geschwungen – diese Anlage kam mir ein bisschen intensiver vor als „Rush“ im Thorpe Park, aber mein Eindruck täuscht vielleicht.
Aber auch hier gilt: die Fahrt mag jetzt vielleicht nicht super intensiv sein, macht jedoch trotzdem eine Menge Spaß! Da sich die ganze Angelegenheit zudem äußerst smooth und angenehm gestaltet, ist sie auch für etwas vorsichtigere Gemüter eine gute Gelegenheit, sich an Riesenschaukeln heranzuwagen.
Uppswinget wird jedoch vor allem durch die Hanglage zu etwas Besonderem gemacht – das Schaukeln über den Dächern der Stadt ist schon eine ziemlich geile Sache
Nun ging es aber durch dieses schicke Eingangstor zu „La Luna“.
Und auch die Station ist durchaus hübsch, und nach wenigen Fahrten nahmen wir recht weit hinten im Zug Platz. Und so ging es, nach gewohnter Manier, rückwärts nach oben und anschließend mit fast 70 Sachen durch die Station – für einen Family Coaster hat die Bahn ein ordentliches Tempo drauf
Das Layout ist zwar betont familienfreundlich gehalten, macht aber trotzdem Spaß – ich persönlich finde die Family Boomerangs gar nicht verkehrt, besonders für die Zielgruppe sind diese wirklich gut. Wie erwartet fährt sich das gute neue Stück natürlich äußerst geschmeidig, was zur Ausrichtung der gesamten Anlage passt.
Dazu noch die schöne Gestaltung mit einem schmucken Soundtrack – und fertig ist ein wirklich gelungener Family Coaster!
Und da wir gerade so im Flow des Countens waren, ging es wieder den Hügel herunter, um uns einem hölzernen Ungetüm zu widmen, welches im Tal sein Unwesen treibt:
Balder – eine von nur vier Intamin Woodies der Welt.
Hier muss man rein
Nach kaum vorhandener Wartezeit konnten wir in den klassischen Zügen Platz nehmen. Theming ist hier, außer ein paar Malereien in der Station, nicht wirklich vorhanden, ebenso wenig passt auch die Autohupe, die den Start ankündigt – hier wäre ein Hornsignal aus der Wikingerzeit oder Ähnliches passender gewesen
Aber zurück zur Fahrt, denn die ist wirklich gut:
Der steile First Drop reißt einen ordentlich herunter, und auch wenn das Layout nicht sonderlich abwechslungsreich daherkommt, kann es voll überzeugen:
Hier wechseln sich Drops mit langsam durchfahrenen Kehrtwenden ab, aber dazwischen befinden sich jede Menge Camelbacks, auf denen man erstklassige Ejector Airtime bekommt – rockt auf jeden Fall!
Und da gerade die Station wie leergefegt war (momentan war man tatsächlich mit zwei Zügen unterwegs, wovon einer verständlicherweise im späteren Tagesverlauf von der Strecke genommen wurde), gab es gleich mehrere Fahrten in unterschiedlichen Reihen.
Wo die Fahrt am besten ist, waren wir uns uneinig – während manche die vorderen Reihen bevorzugten, hat mir die letzte Reihe am besten gefallen!
Einig waren wir uns aber, dass diese Fahrt wirklich spaßig ist, und die Smoothness ist für eine Holzachterbahn außergewöhnlich hoch!
Direkt nebenan steht die letzte verbleibende der großen Achterbahnen – nämlich keine geringere als Valkyria, die in stilvollem Gold über der Skyline des tiefer gelegenen Parks thront!
Um diese Station zu betreten, muss man sich erst von sämtlichen Rucksäcken und Taschen befreien und einen Locker für maximal 2 Stunden mieten – dies kostet laut Parkseite 5 Kronen, was weniger als 50 Cent entspricht. Aus preislicher Sicht ist dies natürlich vernachlässigbar, aber ich frage mich trotzdem, warum nicht einfach auf verschließbare Regale zurückgegriffen wurde, wie sie bei anderen Coastern vergleichbarer Art zu finden sind…
Egal, so ging es dann ab in die Station, die von einem stimmungsvollen Soundtrack beschallt wird und im Gegensatz zu der seines eher schlicht gehaltenen hölzernen Nachbarn wirklich schön gestaltet ist.
Nachdem man dann in den breiten Fahrzeugen Platz genommen hat, die hier jedoch die von den Wing Coastern bekannten Westenbügel besitzen, geht es dann nach oben auf 47 Meter Höhe, bevor man vor dem Abgrund zum Stehen kommt…
Und dann – drop it!
Von allen bisher gefahrenen Dive Coastern ist das hier der Höchste, da es 50 Meter in einen mit Nebel gefüllten Tunnel nach unten geht!
Nachdem man dann die 105 km/h Spitze erreicht hat, wird man in einen Immelman gejagt…
…bevor dann ein durchaus ansehnliches Layout mit einer schönen Zero-G-Roll sowie einigen schwungvollen Kurven folgt. Die letzte Heartline Roll war jetzt nicht so ganz das Wahre, da sich diese durch die relativ geringe Geschwindigkeit relativ träge anfühlt. Aber das macht nichts, da Valkyria von der reinen Fahrt mit Abstand der beste aller gefahrenen Dive Coaster ist:
Der Drop ist merklich höher und besser als bei Krake und dem Baron, des Weiteren gibt das Layout von Valkyria einfach mehr her als die beiden anderen Vergleichskandidaten!
Da die Rucksäcke noch verstaut und die Wartezeiten weiterhin gering waren, machte es durchaus Sinn, die Bahn gleich nochmal zu fahren. Da die erste Fahrt in der Front Row war, wo natürlich der Moment vor dem Drop aufgrund der Aussicht besonders gut zur Geltung kommt, nahmen wir nun in der letzten Reihe Platz.
Hier hat mir die Fahrt noch besser gefallen, da die Bahn hier ihre Kräfte deutlich mehr ausspielen kann und vor allem der First Drop sowie die Zero-G-Roll intensiver daherkommen!
Auf jeden Fall eine sehr schöne Bahn, die sowohl optisch als auch vom Fahrterlebnis super in den Park passt
Als nächstes blieben wir in der Welt der nordischen Götter und ließen uns von Loke durch die Luft wirbeln. Und wow, was ist dieser Gyro Swing für ein Brett:
Da dieser dieselben Lap Bars wie bei Taron besitzt, ist das Fahrgefühl noch freier und exponierter als bei anderen Schaukeln dieses Typs, welche fast alle Schulterbügel haben.
Und von der Intensität steckt diese Anlage locker die Konkurrenz von Huss und Zamperla in die Tasche – die Kräfte im Tal sind hier enorm!
Dazu gibt es am Scheitelpunkt wirklich erstklassige Airtime, die durch die Bügel richtig gut zur Geltung kommt
Insgesamt ist Loke tatsächlich einer der besten stationären Thrill-Flatrides, die ich bisher erleben durfte – ein absolutes Muss in Liseberg!
Der nächste Flatride konnte uns leider weniger überzeugen:
Mechanica ist zwar, ebenso wie Loke, ansprechend gestaltet und besticht (trotz, dass er neben Valkyria nahezu zierlich wirkt) durch sein imposantes Erscheinungsbild. Jedoch kam mir die Fahrt deutlich zahmer vor als beim Sky Jet im Skyline Park oder High Energy auf der Kirmes. Schade, da wäre mehr gegangen…
Langsam bekamen wir es mit dem Hunger zu tun, aber vorher nahmen wir noch die Jukebox mit, einem Polypen von Gerstlauer, der, ähnlich wie im Nigloland, im 50er Jahre Design gestaltet und mit entsprechenden Klängen musikalisch untermalt wird.
Interessant hierbei ist auch, dass laut dieser Quelle bis vor einigen Jahren eine alte Variante des Fahrgeschäfts ihre Runden an derselben Stelle ihre Runden gedreht hat, welche nun im italienischen Cavallino Matto zu finden ist.
Aber auch die aktuell vorhandene Anlage macht Spaß – ist zwar nicht so intensiv wie die Schwarzkopf Monster, aber gerade das coole Design in Kombination mit der Rock’n’Roll Musik macht einiges her!
Unseren Hunger sollten wir nun im „Järnvägsrestaurangen“ (Eisenbahnrestaurant) zu uns nehmen – optisch sieht das Ganze jedenfalls ziemlich cool aus!
Und da sich das Restaurant direkt unterhalb der Station von Lisebergbanan befindet, ist durch die im oberen Stockwerk ein- und ausfahrenden Züge auch für eine passende Geräuschkulisse gesorgt
Uns gefällt es offenbar
Das Essen war an und für sich zwar nicht schlecht, jedoch waren die Portionen insgesamt ziemlich überschaubar
Als nächstes ging es dann, wenn wir schon hier sind, wieder in den Bahnhof oberhalb des Restaurants, wo wir eine weitere Runde mit der alten Lisebergbanan drehten.
Auch hier ist die Bahnhofs-Deko durchaus gelungen
Und auch wenn die Schlange nicht sonderlich lang war, mussten wir durchaus eine Weile warten, es war nämlich nur ein Zug auf der Strecke, was bei einer so langen Fahrzeit für einen relativ geringen Durchsatz sorgt.
Diesmal wollte ich bewusst weiter vorne Platz nehmen, so landete ich in der dritten Reihe – und siehe da: ich kann mir zwar nicht erklären warum, aber hier hat mir die Fahrt deutlich mehr Spaß gemacht als in der letzten Reihe. Weiter vorne kamen die Kräfte und die hohe Geschwindigkeit irgendwie besser zur Geltung
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