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Northern Rails Tour – Teil 9: Tourfinale mit Kopenhagen Sightseeing und Bakken

LuckyCoasterLuke

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Moin zusammen, und herzlich willkommen zum letzten Teil unserer Interrail-Reise durch Skandinavien hallo:-)

Nach dem schönen Abend im Tivoli begann der Tag mit einem umfangreichen Frühstück:
Für umgerechnet neun Euro bekam man hier ein ziemlich ungewöhnliches Frühstücksbuffet, welches unter anderem Sandwiches zum selbst grillen, Kartoffel Wedges (!) sowie eine Auswahl an exotischen Fruchtsäften zu bieten hatte :D
Auf jeden Fall mal was anderes, aber für das allgemeine Preisniveau hier war das ziemlich günstig. Dazu hat es auf jeden Fall geschmeckt und wir konnten gut gestärkt in den durchaus ereignisreichen Tag starten!

Bis zum Nachmittag haben wir uns aufgeteilt. Ein Teil von der Gruppe war im Zoo – und hierzu lasse ich Maik mit einem kleinen Fazit sowie ein paar Fotos zu Wort kommen:
Als Jeanette Interesse am Kopenhagener Zoo bekundet hat, war ich da natürlich sofort gern dabei. Mit dem Gründungsjahr 1859 gehört der Zoo zu den ältesten in Europa. Ein Highlight dürften für die meisten Besucher die Großen Pandas sein, aber auch die Tasmanischen Teufel gibt es ansonsten selten zu sehen. Viele Gehege wirken – typisch für einen Stadtzoo – leider veraltet und etwas zu klein, aber es gibt auch einige richtig tolle Anlagen. Besonders gut gefallen hat mir die große Australienvoliere, mit Kängurus und freifliegenden Kakadus. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, sind die jungen Löwen, die sich an einem Stück Giraffe ausgetobt haben. Allein dafür hat sich der Besuch schon gelohnt. In einem deutschen Zoo wäre so etwas kaum denkbar ohne dass es einen Shitstorm geben würde. Die Dänen sind da schon anders drauf…
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Ich habe mich wiederum Patrick und Max angeschlossen, welche die Stadt erkunden wollten.
Hierfür ging es zuerst ein ganzes Stück am Wasser entlang.
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Hier gibt es einige schöne, alte Gebäude…
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…sowie diesen interessanten Kirchturm der „Vor Frelsers Kirke“.
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Und etwas später betraten wir den Freistaat Christiania – hier wird alles ein wenig „alternativer“ sowie kreativer von der Fassadengestaltung :)
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Diese autonome Gemeinde war vor allem bekannt für seine „Pusher Street“, eine Straße, in der legal Cannabis verkauft werden durfte. Diese wurde aber aufgrund zunehmender Bandengewalt Anfang dieses Jahres abgeschafft.
Bei unserem Besuch war diese noch vorhanden, jedoch waren Fotos hiervon strikt verboten, was durch zahlreiche Schilder verdeutlicht wurde.
Vormittags war dort aber eh noch nicht so viel los ;)

Ein paar Straßen weiter waren Fotos wiederum erlaubt – an und für sich schon eine hübsche Gegend, bei der man vergessen kann, sich gerade in einer Metropole zu befinden!
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Und wieder zurück in die Stadt – über viele Brücken musst du gehn…
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…bis wir in „Nyhavn“ landeten, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt mit seinen bunten Häusern.
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Diese stellen natürlich einen optimalen Hintergrund für ein Foto dar :)
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Ebenso bunt sind die ganzen Pride Flaggen, die hier aufgehängt waren.
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Als nächstes zog es uns wieder Richtung Wasser.
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Blick auf die Oper.
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Touristenboot trifft auf Floß mit Fahrrädern :D
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Und nach der Siegessäule (offiziell dem „Ivar-Huitfeldt-Denkmal“) erreichten wir eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit.
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Die kleine Meerjungfrau, welche mit 1,25 Metern eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt ist.
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Und trotz der geringen Größe ist der Andrang enorm – hier ein Beweisfoto aus etwas größerer Entfernung ;)
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Und während ganze Busladungen voller Touristen einen kurzen Fotostopp einlegten und nach wenigen Minuten weiterfuhren, schlenderten wir lieber gemütlich in unserem Tempo weiter durch diese Gegend – denn dort ist es wirklich schön!
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Blick auf das Kastell, welches sternförmig angelegt wurde, wie man beispielsweise auf Google Maps erkennen kann :)
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Und von den Wallanlagen…
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…ging es dann zurück in die Innenstadt, wo wir unter anderem am Innenhof von Amalienborg…
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…sowie der „Frederiks Kirke“ mit ihrer imposanten Kuppel vorbeikamen.
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Als nächstes schlenderten wir durch den Schlossgarten. Eigentlich wäre das recht entspannt, jedoch war dem nicht ganz so:
Auf den Rasenflächen waren unzählige Studierende eifrig mit Fangen, „Ochs am Berg“ und anderen Bewegungsspielen beschäftigt – dies war weder zu übersehen noch zu überhören. Im späteren Tagesverlauf sollte uns noch klar werden, was es genau mit diesen Umständen auf sich haben sollte…

Daher ging es recht schnell weiter zum Schloss Rosenborg, welches durchaus imposant ist :)
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Anschließend holten wir uns was fürs Mittagessen (unter anderem in Form von „Pølser“, also Hotdogs, welche in Skandinavien nahezu omnipräsent sind) und gingen weiter…
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…bis wir das letzte Ziel unserer Sightseeing Runde erreicht hatten:
Schloss Christiansborg, welches ich leider verpennt habe, von außen zu fotografieren.
Da wir nicht mehr so viel Zeit hatten, wurde nicht lange gefackelt und sich sofort in die Schlange gestellt, um den über 100 Meter hohen Turm erleben zu können.
Wir mussten hier zwar eine ganze Weile warten, aber irgendwann konnten wir uns dann per Lift und einigen Treppen nach oben begeben – immerhin kostenlos :)

Und von oben hatten wir dann diese Ausblicke:
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Auch den Tivoli, den wir am Abend vorher besucht hatten, konnten wir von oben bewundern :)
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Auf den Fotos kommt es leider nicht heraus, aber man konnte von hier sogar bis zum schwedischen Festland schauen. Ebenso konnte man auch die Öresundbrücke erkennen, welche durch ihre Dimensionen immer wieder aufs Neue fasziniert!

Wieder festen Boden unter den Füßen, ging es dann flugs zu einer Haltestelle, wo wir uns mit Jeannette und Maik trafen. Hier stiegen wir dann in einen Regionalzug, der uns nach Klampenborg brachte. Zum diesem Zeitpunkt war dieser noch relativ leer, was sich aber wenige Stationen später schlagartig änderte: Horden von angetrunkenen Studierenden fielen in den Zug ein, einige mit Paletten an Dosenbier und teilweise sogar Bierbongs bewaffnet.
Als wir dann eine dieser Personen gefragt haben, was hier genau vor sich geht, antwortete er, dass dies die erste Woche am College sei, da seien die Spiele, die wir vorher im Park gesehen hatten und das gemeinsame Trinken ein übliches Ritual.
Als nächstes fragte er, ob wir Bakken kennen würden. Da wollten sie nämlich hin :oops:
Das Entsetzen stand uns allen ins Gesicht geschrieben, und die anfangs gute Laune sowie Vorfreude auf den ältesten Freizeitpark der Welt war gefährlich nah am Kippen. Das Ganze wurde auch nicht besser, als wir in Klampenborg ausgestiegen sind und aus dem Gegenzug ebenso viele Leute entgegenkamen!

Und ob dieser Tag wirklich so überfüllt und katastrophal werden sollte, wie wir uns in diesem Moment ausgemalt haben, lest ihr nach dem Cut – bis gleich ;)
 
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LuckyCoasterLuke

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So liefen wir dann schnellen Schrittes in den Wald hinein, um zumindest ein paar der Studierenden, welche ein eher gemächliches Tempo an den Tag legten, überholen zu können.

Nach einiger Zeit konnte man jedoch den Stein, der uns vom Herzen fiel, regelrecht hören:
Die ganzen Horden an Studierenden nahmen eine Abzweigung weiter in den Wald hinein, während wir Richtung Park weiter geradeaus liefen, was außer uns nur wenige andere taten.
Den Grund hierfür konnte ich später feststellen: „Bakken“ ist im Grunde genommen einfach das dänische Wort für „Hügel“, womit unter diesen Begriff auch das ganze Areal fallen könnte – der Freizeitpark heißt mit vollem Namen „Dyrehavsbakken“, was verständlicherweise gerne abgekürzt wird ;)

So stellten wir uns dann, nun merklich entspannter, am Ticketschalter an, wo wir dann unsere Wristbänder kauften, natürlich ebenfalls wieder die „All inclusive“ Variante ;)
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Die Wahl für die erste Bahn des Tages fiel recht schnell, da Patrick für seinen Check Nummer 444 etwas Bestimmtes haben wollte: so ließen wir uns gleich von einem Tornado mitreißen!
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Nach kurzer Wartezeit probierten Patrick, Max und ich nun einen Tipp, den wir zuvor bekommen hatten:
Wir fragten den Operator nach dem „Boost Mode“, bei dem der „Kettenlift“ noch schneller läuft – dieser antwortete okay und schickte uns dann los:
Ob dies wirklich anders als eine reguläre Fahrt war, konnten wir leider nicht sagen, da dies unsere einzige Fahrt blieb, aber in jedem Fall war es echt krank :oops:
Alleine schon, das Fahrzeug regelrecht in das äußerst enge Layout geworfen wird, ist schon wirklich heftig!
Und dieses bietet schnelle Richtungswechsel, zackige Kurven und eine Helix mit ordentlichen Kräften, welche bei der freien Drehung wirklich nicht zu unterschätzen sind 😅
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Insgesamt ist es eine wirklich fordernde Bahn, die trotz des eher rustikalen Bügelsystems durchaus überzeugt:
Auch wenn ich im Vorfeld viel über Tornado gehört habe, ist mir beim Launch trotzdem erstmal die Kinnlade runtergeklappt – dieses Ding muss man selbst erlebt haben, um es zu begreifen. Ein echter White-Knuckle-Ride :D
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Um uns von diesem Schock wieder zu erholen, sollte es als nächstes deutlich gemütlicher weitergehen – nämlich mit „Rutschebanen“, einem echten Oldtimer.
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Diese Holzachterbahn wurde bereits 1932 eröffnet und ebenso wie im unweit entfernten Tivoli Kopenhagen fuhr hier lange Zeit ein Bremser mit. Leider gehört dies seit 2010 der Vergangenheit an, ebenso wird seither auf neueres Rollmaterial des Herstellers Kumbak zurückgegriffen. Auf diese Weise ist der historische Charme im Vergleich zur anderen Anlage verloren gegangen :(
Von den Abmessungen ist diese Anlage deutlich größer als im Tivoli, immerhin 22 Meter ist diese hoch. Ebenso sahen die Hills von außen durchaus nach Spaß aus, also rein da!
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Zuallererst: die Züge sind, ähnlich wie bei Stampida, relativ unbequem und optisch nicht besonders ansprechend.
Nachdem alles und jede*r gesichert ist, kann es ja dann auch nach oben gehen. Dies geschieht hier interessanterweise mit einem Kabellift, welcher mit 5,5 m/s oder auch über 19 km/h ein beachtliches Tempo hat.
Oben angekommen, ändert sich der Eindruck jedoch ganz schnell und man quält sich regelrecht um die Kurve, bevor dann der durchaus spaßige Drop folgt.
Ein lustiges Gimmick ist die Geschwindkeitsanzeige am tiefsten Punkt, welches ich so auch noch nicht gesehen habe :D
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In der darauf folgenden Kurve dann wieder das gleiche Spiel, hier fühlte ich mich an die Camelbacks von Anaconda im Waylgator Parc erinnert, in denen man stets Angst hat, stecken zu bleiben :D
Der Double-Down fuhr sich dadurch auch vergleichsweise unspektakulär – und Airtime hatte man bei den kleinen Hills höchstens ansatzweise.
Bis da hin also nichts wirklich Besonderes, aber dann folgt der Tunnel, welcher „interessant“ gestaltet ist und für verwunderte Blicke und Gekicher sorgen dürfte ;)
Durch diesen sind die letzten Meter etwas abgedunkelt, bis man dann auch die Schlussbremse erreicht.

Insgesamt zieht diese Bahn im Vergleich zu der im Tivoli klar den Kürzeren und zeigt (mal wieder) deutlich, dass Größe nicht unbedingt für ein besseres Fahrerlebnis steht:
Schlecht ist die Fahrt auf keinen Fall, jedoch wirkt sie deutlich „zahmer“ als im Tivoli – Airtime ist hier leider kaum zu finden und die Kurven werden im absoluten Schleichtempo genommen. Wirklich schade, dabei könnte das Layout mit etwas mehr Geschwindigkeit sicher ziemlich spaßig sein…
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Von diesen beiden durchaus ungewöhnlichen Achterbahnen ging es nun über zur „Standardware“ - nämlich Vilde Mus.
Die altbekannte Streckenführung wurde immerhin schön smooth absolviert, sodass diese zumindest als eine der Besseren ihres Typs gewertet werden kann.
Ansonsten ist die einzige Besonderheit, dass diese „Maus in the House“ ist:
Die Fassade sowie die Station ist als Häuserzeile verkleidet, was ebenso nett aussieht wie das niedliche Fahrzeugdesign :)
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Ebenso standardmäßig war die nächste Anlaufstelle – nämlich „Mariehønen“, ein Tivoli Coaster in der kleinsten Ausführung. Aufgrund der unauffälligen Station könnte man dieses Bähnchen fast übersehen…
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Und nach einer Fahrt nahmen wir dann Platz, wodurch der komplette Zug mit Coasterfriends gefüllt war. Patrick hat diesen Moment gleich festgehalten ;)
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Die Fahrt war dann, wie erwartet, nicht anders als bei seinen Artgenossen. Die einzigen „Besonderheiten“ waren der überdachte Reibradlift (eine wirklich sinnvolle Sache für den Fall von Regen, die es meiner Meinung nach deutlich häufiger geben sollte) sowie die Tatsache, dass dies wohl eine der patriotischsten Achterbahnen sein dürfte: das Front Car zeigt nämlich stolz die Nationalflagge ;)
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Nun war nur noch ein Check zu holen, und hierfür mussten wir an einem der kleinsten Riesenräder vorbei, welches ich jemals gesehen habe :D
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Und dann standen wir vor „Mine Train Ulven“.
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Hierbei handelt es sich wieder um eine relativ ungewöhnliche Anlage: einem Intamin Family Coaster, von dem es weltweit nur drei weitere Anlagen gibt, eine in China und zwei in der Türkei.
Ein nettes Gimmick ist diese Infotafel in der Station – hier steht unter anderem, dass diese Bahn genauso viele Jahre auf dem Buckel hat wie ich ;)
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Das Layout hat uns wirklich überrascht:
Nach dem Reibradlift geht es nämlich um eine leichte Linkskurve, bevor dann der Drop folgt, welcher in einer langgezogenen Rechtskurve verläuft. Wir saßen natürlich ganz hinten, wo sich dieser Richtungswechsel überraschend heftig gestaltet :oops:

Aber auch sonst hat uns diese Bahn wirklich überrascht: das Pacing ist für eine Familienachterbahn erstaunlich knackig und gerade die eine abwärtsführende Helix hatte ordentliche G-Kräfte. Auch wenn die Fahrt relativ smooth verläuft, wird man durch das hohe Tempo und die zahlreichen Richtungswechsel doch recht viel herumgerissen. Macht auf jeden Fall deutlich mehr Spaß, als man dieser von außen eher unscheinbar aussehenden Bahn zumuten würde. Allgemein ist diese durch die Kunstfelsen und die dichte Bewaldung relativ schwer einsehbar, daher gibt es nur wenige brauchbare Fotos…
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So, alle fünf Coaster eingetütet, konnten wir uns nun den anderen Attraktionen widmen – und trotz der kleinen Grundfläche des Parks findet man hier eine ganze Menge:
Da wäre zum Beispiel „Safari“, bei dem man von außen nicht wirklich erkennen kann, um was es sich letztendlich handelt.
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In der Station wird es dann klar, sobald ein Fahrzeug um die Ecke kommt:
Eine Jeepfahrt, welche zu einem Shooter umgerüstet wurde.
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Die Fahrt ist dann (wie erwartet) sehr trashig, laut und die Thematisierung schreit an jeder Stelle nach Marke Eigenbau – wenn man es mit Humor nimmt, durchaus amüsant :)
Das Schießen hat wiederum kaum funktioniert, deshalb habe ich meine Pistole irgendwann stecken gelassen – wie man auch auf folgendem Foto sehen kann, auf dem Maik und ich beim Verlassen der Halle geblitzt wurden ;)
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Etwas weiter stand „Tidsmaskinen“, ein Zamperla NebulaZ. Bei diesem wurde nur eine Seite der Arme beladen, was bei der quasi nicht vorhandenen Wartezeit jedoch kein Problem darstellte.
Während mir die optische Gestaltung nicht so zusagt (ich persönlich finde die Farbgebung ein bisschen zu schreiend, jedoch passt dieses Design gut an diesen Ort mit Kirmesflair), kann die Fahrt jedoch überzeugen:
Sie hatte eine gute Länge und kam mir ein kleines Stückchen intensiver vor als die anderen Anlagen – macht auf jeden Fall Spaß :)
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Als nächstes sollte es spooky werden, mit „Spøgelsestoget“ ist hier noch eine sehr alte Geisterbahn zu finden – bereits die Fahrzeuge sehen danach aus ;)
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Und innen ist es genauso, wie man sich eine alte Geisterbahn vorstellt, also eher altmodischer Charme als große Schocker. Auf jeden Fall einen Blick wert – die Innengestaltung ist nämlich gar nicht so schlecht :)
Die Außenfassade wäre an und für sich nicht schlecht, aber diese bunte LED Leiste zerstört das Ganze hier ein wenig…
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Nebenan findet sich das sehr bunte 5D Kino „Crazy Theatre“, welches wir aber nur von außen begutachtet haben…
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…aber zumindest einen Blick auf die Übersicht der hier gezeigten Filme kann man schon mal werfen ;)
Keiner von diesen hat uns wirklich angesprochen – und aufgrund des daneben angebrachten Spiegels (was auch immer dieser für einen Zweck erfüllen mag ;)) habe ich auch einen Teil von mir auf diesem Foto untergebracht :b
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Nebenan dreht ein wahrer Klassiker seine Runden: Polyppen, ein Monster III von Schwarzkopf :)
Das Fahrprogramm braucht sich definitiv nicht zu verstecken: klar kommt es nicht an eine reisende Anlage heran, aber trotzdem hat man hier ein schönes Tempo und Sporten ist relativ einfach möglich. Auf jeden Fall eine echte Empfehlung für alle Freunde von schnellen Drehungen :cool:
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Nebenan befindet sich eine Schiffschaukel im Drachen-Design, die verdächtig nach dem Hersteller Zierer aussieht. Diese wurde auch gleich getestet und war überraschend lustig, zumal am Ende auch das Reibrad weggeklappt und frei ausgependelt wurde, was immer wieder nett ist.
Ein kleines Mädchen, was bei uns in der Reihe platziert wurde, hatte noch deutlich mehr Spaß als wir – und auch deutlich mehr Airtime, da selbst bei uns schon ziemlich viel Spiel zum Bügel war :D
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Als nächstes widmete ich mich gemeinsam mit Patrick und Maik einer deutlich moderneren Attraktion, nämlich „Græshoppen“, einem KMG Move It 24, welcher allerdings zu Beginn dieses Jahres an einen niederländischen Schausteller verkauft wurde.
Ich bin diesen Fahrgeschäftstyp bereits ein paar Monate zuvor als „Robotix“ auf der Kirmes gefahren, und dieser glänzte vor allem mit einer ziemlich langen Fahrt sowie ausgefeilten Lichteffekten und toller Reko.
Hier war allerdings leider keiner dieser Aspekte vorhanden, wodurch die Fahrt deutlich schwächer war: die Fahrweise ist schon okay, aber von der Intensität war sie hier eher überschaubar.
Vielleicht habe ich daher das Foto vergessen, daher ein YouTube-Video:

Deutlich mehr hat uns eine komplett andere, wieder deutlich ältere, Attraktion überzeugt, nämlich „MS Hurlumhej“.
Dieses Funhouse ist von innen deutlich größer, als man von außen vermuten könnte, man ist hier wirklich lang unterwegs. Und innen erwarten einen neben den üblichen Hindernissen auch weitere Überraschungen, die einen teilweise ordentlich aus dem Gleichgewicht bringen können – wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß :)
Dazu ist die Gestaltung als Schiff mal etwas anderes als die ganzen Häuser und Hotels ;)
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Als nächstes wurde es wieder intensiv:
Bei „Super Nova“ handelt es sich um einen ebenfalls noch ziemlich neuen Flatride, ein KMG Freak Out, der kleine Bruder der verbreiteten Afterburner.
Die Fahrt war zwar kurz (vielleicht etwas über zwei Minuten), aber hat sowohl mich als auch meine zwei treuen Flatride-Mitstreiter Patrick und Maik überrascht:
Hier wird nicht lange gefackelt und sofort Vollgas gegeben – das Fahrprogramm war überraschend intensiv, hat also wirklich Spaß gemacht :cool:
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Lustig war hier auch folgende Szene:
Ein paar Teens waren während unserer Fahrt am Kreischen, als ob es kein Morgen gäbe – bei der Intensität zwar verständlich, aber so haben einem wirklich die Ohren geblutet. Patrick hat hierauf dann „Louder!“ gebrüllt, woraufhin die Schreihälse für den Rest der Fahrt verstummt sind. Wenn es doch immer so einfach wäre :D

Türme im Doppelpack – ein Shot‘n‘Drop und ein Kinder Tower. Wir haben jedoch beides ausgelassen…
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Der letzte Flatride im Bunde, den wir noch fahren wollten, war der Sky Roller. Dieser war leider wieder schwach, ebenso wie in Liseberg habe ich keinen einzigen Überschlag hinbekommen – und auch die anderen hatten ihre Probleme…
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Als nächstes wollten wir uns erneut vom Tornado durcheinander wirbeln lassen, jedoch hat die Windhose für den Rest des Tages gelegt, sodass uns aufgrund technischer Probleme eine weitere Fahrt verwehrt blieb. Schade :(

Dann eben nochmal die Rutschebanen, wo wir diesmal weiter vorne Platz nahmen. Dort war diese Fahrt leider deutlich schwächer als in den hinteren Reihen – während wir vorher in den letzten Reihen immerhin Ansätze von Airtime vernehmen konnten, war hier gar nichts zu spüren. Also: hinten ist hier deutlich empfehlenswerter!
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Patrick und ich sind nochmal zum Polypen und haben uns hier für eine erneute Runde sportlich verausgabt, was auch diesmal sehr gut möglich war und meiner Meinung nach ein echtes Suchtpotential inne hat :D
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Cool war diesmal auch die Musikuntermalung: es wurde „Boten Anna“ von Basshunter gespielt – eine Zeitlang war dies eines meiner Lieblingslieder und auch heute noch höre ich es ganz gerne. Zu diesem Fahrgefühl hat es natürlich super gepasst :)
Für alle, dies es nicht kennen (oder mit dem Namen nichts anfangen können, es aber garantiert nach wenigen Sekunden erkennen werden ;)), hier eine Verlinkung auf YouTube!

Und für die letzte Fahrt des Tages begaben wir uns wieder zu den anderen, die in der Zwischenzeit „Mine Train Ulven“ gefahren sind – und fuhren zum Schluss noch einmal zusammen. Auch diesmal nahmen wir etwas weiter vorne Platz, wo die Fahrt (allen voran der First Drop sowie der Richtungswechsel kurz vor diesem) merklich zahmer war. Trotzdem nach wie vor eine schöne Bahn :)
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So ging es an der Zirkus-Revue Show vorbei und dann haben wir Bakken wieder verlassen.
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Bakken ist definitiv einer der schrägsten Parks, die ich bisher besucht habe:
der einzige mögliche Vergleichskandidat, der mir einfallen würde, wäre der Wiener Prater, welcher ein ähnliches Flair hat, jedoch erheblich größer ist.
An beiden Orten treffen nostalgischer Charme und einige nostalgische Kuriositäten auf moderne Hightech-Schleudern, was einen ganz eigenen Mix ergibt, der eher an eine Kirmes als an einen herkömmlichen Freizeitpark erinnert.
Hierzu trägt auch die Gestaltung bei, welche (sofern überhaupt vorhanden) entweder altbacken oder trashig ist, was beides durchaus unterhaltsam ist. Ebenso erinnert die bunte Beleuchtung sowie die lautstarke Popmusik eher an einen Jahrmarkt.
Von der kleinen Grundfläche sollte man sich aber nicht täuschen lassen, denn durch die dichte Bebauung sind doch eine ganze Menge an Attraktionen zu finden, bei denen für jeden etwas dabei sein sollte:
Neben Standardware sind hier einige echte Raritäten zu finden, was das Ganze zusätzlich interessanter gestaltet. Ebenso sollten hier auch Flatride-Liebhaber auf ihre Kosten kommen, da gerade der Polyp sowie die Super Nova mit einer guten Intensität überrascht haben!
Aus preislicher Sicht ist natürlich auch hier das Wristband empfehlenswert, mit dem man jede Attraktion bis zu zehnmal am Tag fahren kann (was wohl ausreichen sollte ;)).
Insgesamt kann ich diesen skurrilen Park definitiv empfehlen: für einen ganzen Tag bietet er meiner Meinung nach zwar zu wenig, aber für ein paar unterhaltsame Stunden bis einen halben Tag ist er auf jeden Fall prima geeignet.

Als weiterer Pluspunkt sei auch die sehr gute Erreichbarkeit von Kopenhagen aus genannt – und von dieser Möglichkeit machten wir auch gleich Gebrauch:
Nachdem wir uns an einer Tankstelle noch schnell eine „Too good to go“ Tüte abgeholt hatten, ging es dann mit dem „S-Tog“ zurück in die Hauptstadt.

Und da nun für Jeannette, Maik und mich der letzte Abend der Tour anstand, beschlossen wir, dass wir diesen letzten Abend an der Hotelbar ausklingen lassen und auf diesen gelungen Urlaub anstoßen sollten :)
Und dies war ein wirklich lustiger Abend mit einigen Getränken und zahlreichen Rückblicken in zwei sehr ereignisreichen Wochen – auf jeden Fall ein würdiger Abschluss!

Am kommenden Morgen hieß es dann für mich und die beiden anderen Heimreisenden früh aufstehen, denn um kurz vor sieben sollte unser erster Zug fahren. An dieser Stelle war ich sehr froh, dass wir nur einen kurzen Fußmarsch vom Hauptbahnhof untergebracht waren, also auch von der Lage ist das „Next House Copenhagen“ wirklich zu empfehlen!
Und so saßen wir dann im Intercity nach Frederica – der ersten Etappe unserer Heimfahrt, die folgendermaßen aussah:
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Dort angekommen, stiegen wir dann in den IC nach Hamburg um, und dieser Zug war leider nur ein- statt zweiteilig, sodass dieser gandenlos überfüllt war und unsere reservierten (und damit auch bezahlten!) Sitzplätze teilweise weg waren. Immerhin hat Maik angeboten, mit mir nach einiger Zeit zu tauschen, dass ich nicht die ganze Zeit stehen musste, vielen Dank an dieser Stelle nochmal 😇
Jedoch hatten mir auch ein zwei junge Däninnen erlaubt, zumindest auf der Armlehne ihrer Bank (ja, die Teile sind hier massiv genug, um das Gewicht zu tragen) sitzen zu dürfen – bequem ist anders, aber immer noch angenehmer als Stehen ;)
Die beiden waren zudem auch mit Interrail unterwegs, sodass ich mit ihnen in ein nettes Gespräch gekommen bin :)

Und irgendwann hatten wir wieder die deutsche Grenze überschritten, auf diesem Foto überquerten wir gerade die Rendsburger Hochbrücke, die durchaus beeindruckend ist!
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Und in Hamburg angekommen, stiegen wir dann in einen nahezu voll ausgebuchten ICE nach Mannheim, bei dem wir aber in Wagen 7 den Bahnbonus Bereich zurückgegriffen haben:
Diese Sitze können nicht reserviert werden, da sie für die Bahnbonus Gold und Platin Kunden vorgesehen sind – sofern aber ein solcher nicht anwesend ist, darf man diese auch als „Normalsterblicher“ benutzen, so hat mir der Schaffner erklärt.
Als wir dann ein paar Stunden später in Mannheim ankamen, war es schon merklich wärmer geworden. Hier trennten sich dann unsere Wege und ich fuhr mit der S-Bahn nach Hause.

Somit wären wir am Ende meiner bisher größten Coaster-Tour meines Lebens bisher angekommen und ich kann nur sagen, dass es einer der interessantesten und besten Urlaube war, die ich bisher erlebt habe:
Einige Ziele meiner Bucketlist wurden abgearbeitet, aber auch gleich drei schöne Länder kennengelernt und zahlreiche neue Erfahrungen gesammelt: allein schon das Reisen per Interrail hat den ganzen Trip nochmal deutlich interessanter gemacht und ich als Eisenbahnfan würde auch zukünftig wohl noch öfter darauf zurückkommen 👍
Einen großen Dank sende ich an Jeannette, Patrick, Maik und Max heraus – es war mir eine Ehre, mit euch unterwegs zu sein :)
Des Weiteren möchte ich mich insbesondere bei Maik, aber auch allen anderen bedanken, deren Fotos ich in meinen Berichten verwenden konnte!

Und zu guter Letzt ein herzliches Dankeschön an alle, die meine Berichte mitverfolgt haben – ich hoffe euch haben meine Reports gefallen :)
Für diejenigen, die einen Teil verpasst haben oder nochmal lesen wollen, habe ich hier alle vergangenen Teile verlinkt:

1.) Anreise, Gröna Lund und Stockholm
2.) Furuvik
3.) Kolmården
4.) Skara Sommarland, Vänersborg und Weiterreise nach Oslo
5.) Hunderfossen Familiepark (Beitrag von Patrick)
6.) Tusenfryd
7.) Liseberg und Göteborg
8.) Reise nach Kopenhagen und Tivoli

Macht‘s gut und bis zum nächsten Mal :)
LG Lukas
 
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KahieraNachtrabe

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Danke für den würdigen und tollen Abschluss deiner (unserer) Berichtereihe!
Wir hatten das merkwürdigste "Sommer"- Wetter was ich je in einem Sommerurlaub hatte, 15 Grad, Sturm, Regen, Überflutungen 😅
Trotz diesen Umstandes war es ein super cooler Urlaub mit euch!!! Immer wieder gerne und auch das Reisen mit Interrailpass stand tatsächlich (und steht weiterhin noch) auf meiner To-Do-Liste 🙂
Gerade in einem meiner Lieblingsländer Schweden klappte das in jedem "Kaff" absolut wunderbar und wenn mal nicht gab es die nettesten Busfahrer der Welt 😇

Freu mich auf weitere Reisen und Unternehmungen mit euch! 🤗
 

Mario M.

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Vielen Dank für diese tolle Reihe und die vielen Tipps die du in deinen Texten untergebracht hast. Hat Spaß gemacht eure Reise zu verfolgen :)

Türme im Doppelpack – ein Shot‘n‘Drop und ein Kinder Tower. Wir haben jedoch beides ausgelassen…

Den Double Shot solltest du beim nächsten Mal nicht auslassen. Fand den damals für die geringe Höhe überraschend intensiv, was auch daran liegt, das man nicht nur hochgeschossen, sondern auch nach unten beschleunigt wird :)
 

doCoaster

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Tolle Serie, vielen Dank! Schön, dass das mit dem Interrailticket so weitestgehend problemlos geklappt hat. Innerhalb Deutschlands wäre so eine Parktour allein mit der Bahn wohl eine Tortur. :D
 

Nite_Owl

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Danke für den Abschluss dieser großartigen Tour, die so viel Spaß gemacht hat, dass eine Reihe von uns zu Interrail-Wiederholungstätern geworden sind.
Schön, so kurz vor der nächsten Tour noch einmal in Erinnerung an das Ende der alten Tour schwelgen zu können.
 
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