speedfreak
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- 1.311
Ursprüngliche Planung:
2 Tage Parc Asterix
Aus der Planung wurde:
1.Tag = Jardin d´Acclimatation, La Fete des Tuileries (zentrale Kirmes) und La Fete des Loges (Kirmes weit draußen am Stadtrand)
2.Tag = Parc Asterix
Reisezeitraum: Hinflug am 09.08.2023 (abends), Rückfahrt mit Zug am 12.08.2023 (gegen Mittag)
Hotel: Eine Bahnstation vom Flughafen entfernt. Das Hotel war bezüglich Ausstattung und Frühstücksbereich ganz okay, das Hotel hatte aber den Nachteil, dass es sehr hellhörig war und dass viel Bewegung war, auch gern mal mitten in der Nacht (so schlecht habe ich selten in einem Hotel geschlafen).
Besonderheiten (die mir aufgefallen sind und die ich erwähnenswert finde):
Öffentliche Verkehrsmittel
Dass man am Automaten die Sprache „deutsch“ auswählen kann, mag nicht besonders sein, dass es aber auch Durchsagen und Hinweise auf Deutsch gab (in der Bahn war es eine von 4 Sprachen), fand ich positiv überraschend und kannte ich bisher im Zusammenhang mit Paris nicht (offensichtlich wird geschaut, woher kommen verstärkt Besucher:innen und wie kann man helfen, dass diese sich besser zurecht finden).
Busfahren hingegen war schwieriger, weil die Haltepunkte nicht angekündigt worden sind (ich war allerdings auch nur 1x mit einem Linien-Bus unterwegs).
Gut war wieder die Organisation im Zuge einer Unterbrechung der Bahnstrecke, von der ich am Abreisetag betroffen war. Die App, die ansonsten hilfreich war, hat mich wegen der komischen Routenvorschläge kirre gemacht. - Ich hätte bloß darauf vertrauen müssen, dass die Aushänge am Bahnhof weiterhelfen. Zusätzlich gab es zahlreiche Servicekräfte, die man fragen konnte/die schon bereitwillig parat standen, um einem den Weg zum Sonder-Bus und später zur Anschluss-Bahn zu zeigen.
Shuttle-Bus vom CDG-Airport zum Parc Asterix
Ich dachte der 1. Bus würde 1 Std. vor Parköffnung losfahren … zufällig bin ich schon gegen 08:30 Uhr am Bus-Terminal angekommen und musste mich unerwartet sputen. Eilig wurde es, weil das Vorzeigen meines Tickets auf dem Smartphone nicht ausreichend war, ich musste extra nochmal zum Serviceschalter rennen (wenige Schritte von der Haltestelle entfernt), um mir ein Papierticket aushändigen zu lassen. Ich konnte beobachten, dass wenige andere ebenfalls weggeschickt worden sind, weil diese offensichtlich glaubten, direkt im/am Bus ein Ticket lösen zu können. Der Bus fuhr in dem Moment los, wo ich als letzter einen der wenigen freien Plätze eingenommen habe. Ungefähr 20 Minuten später war der Bus bereits auf dem vorgesehenen Parkplatz von Parc Asterix (wenn kein nennenswerter Verkehr ist, geht das also recht flott).
Zugfahrt von Paris Est nach Karlsruhe
Es gibt eine Ticket-Kontrolle am Beginn des Bahnsteigs, man wird also erst nach dem Vorzeigen des Tickets zum Zug gelassen (offensichtlich auch der Grund, weshalb kein Zugbegleiter zur Ticketkontrolle vorbeikam … Self-Check-in war von Vornherein auf diesem Streckenabschnitt nicht möglich, zumindest zeigte mir die App die Option nicht an).
Auf dem Streckenabschnitt Paris Est bis Strasbourg ist der ICE ordentlich schnell unterwegs (bis zu 320 km/h wurden angezeigt, … kann mich nicht erinnern jemals schneller mit einem Zug unterwegs gewesen zu sein) … danach, ab Karlsruhe, war es wie fast immer, mein Zug ist letztlich mit 45 Minuten Verspätung in Hamburg angekommen (wen soll sowas noch überraschen ?).
Einlasskontrolle Jardin d´Acclimatation
Ungünstig, wenn man wie ich bezüglich der Einlasskontrolle Abläufe wie am Flughafen erwartet, also wenn wie in diesem Fall ein Metalldetektor gesichtet wird und man deshalb als vorbereitende Maßnahme alles schön in Rucksack und Jacke bzw. in meinem Fall in Weste verstaut. – Läuft da anders: Alles Metallische muss sichtbar in die Gepäckwanne gelegt werden und man geht mit Jacke/Weste (ohne Tasche, Rucksack) durch den Metalldetektor, so oft, bis es nicht mehr piept. Im Nachhinein durchaus plausibel, da ja kein Scanner bezüglich „Handgepäck“ aufgebaut war, allerdings stellt sich mir die Frage, was passiert wäre, wenn im Rucksack etwas Metallische vergraben gewesen wäre … versteift wurde sich ja darauf, dass nur aus der Jacke/Weste alles Metallische entfernt werden musste … wenn man konsequent gewesen wäre, hätte man m.E. auch mit dem Handgepäck durchgemusst) … Beruhigend für mich war, dass das Tänzchen (mehr oder weniger) auch andere mitmachen mussten (ich selber hatte zunächst an mein Portmonee nicht gedacht und die Ohrstöpsel für mein Smartphone hatte ich erst recht nicht auf dem Schirm).
Einlasskontrolle La Fete des Tuileries
Ich habe keine Einlasskontrolle wahrgenommen.
Einlasskontrolle La Fete des Loges
Ich wollte schon meine Erfahrung vom Vormittag anwenden, habe aber noch rechtzeitig gesehen, dass zum einen kein Metalldetektor aufgebaut war und zum anderen, dass nur oberflächlich kontrolliert wurde, und zwar wurde lediglich in Taschen/Rucksäcke geschaut.
Einlasskontrolle Parc Asterix
Hier gab es zumindest aufgrund einer Beschilderung den Hinweis, dass man Schlüssel und Smartphone in die Hand nehmen muss. Einerseits nett, dass man sich gezielt vorbereiten konnte, andererseits irritierend, dass man damit durch den Metalldetektor sollte … den Sinn habe ich nicht verstanden … klar hat es gepiept … nachdem ich durch war, wurde lediglich noch in den Rucksack geschaut, das wars. –
Schön, wenn sowas einheitlich wäre, aber man muss auf Variationen gefasst sein und den Sinn am besten nicht hinterfragen. 4 „Orte“, 4 verschiedene Methoden (keine Kontrolle zähle ich einfach mal als eine Methode hinzu).
Tonnerre 2 Zeus
Das hatte ich noch nie in einer Holzachterbahn, aber es war offensichtlich üblich, Rucksack/Tasche mit in den Zug zu nehmen. Ging gut, komisch war es trotzdem. – Wie unterschiedlich doch mit Sicherheit umgegangen wird: Bei Toutatis war vor dem Bahnhof ein Mitarbeiter abgestellt, der die Sicherheitshinweise an Frau / Mann brachte … für mich galt: mit Brille (trotz Band) = no chance … komischerweise bin ich damit schnell klargekommen, in anderen Fällen (in der Vergangenheit in anderen Parks) störte mich das oft, bei Toutatis konnte ich mich hingegen damit anfreunden.
Nun aber zu den eigentlichen Eindrücken, beginnend mit Jardin d´Acclimatation:
Man kann sagen, ein Mix aus klassischer Grünanlage mit ein bisschen Freizeitpark, ländlicher und moderner Atmosphäre erwartet einen, wenn man durch das Areal streift.
Man muss 7,00 € Eintritt zahlen und man kann sich einzelne Ride-Tickets für je 4,50 € kaufen (wenn man nicht das „große“ Ticket kaufen möchte). Für 4 Achterbahnen habe ich 5 Ride-Tickets benötigt (bezüglich Speed Rockets wird man für eine Fahrt 2 Ride-Tickets los).
Die Anlage mit den Perspektiven drumherum (typische Pariser Häuser sowie in der Ferne ein bisschen Skyline) hat mir ganz gut gefallen, trotzdem war ich nach ca. 1,5 Stunden durch (mit dem vermeintlich Wichtigsten). Speed Rockets hat am meisten Spaß gemacht, ich hab´s dennoch bei einer Fahrt belassen. Die anderen 3 Bahnen sind okay, aber nichts, was einen umhaut.
Wenn man in Paris ist und noch nicht in dem Park war, ist der Weg dorthin sicherlich nicht verkehrt, vor allem, wenn man es auch damit kombiniert, zu chillen / zu essen / mehr als Achterbahn zu fahren … dann wird man da locker mehr Zeit verbringen können.
Leicht versteckt und ein frischer Hauch von Lost Place (die Anfänge davon, weil seit 06.03.2023 als nicht mehr bestehend geführt und gefühlt nicht mehr wahrgenommen, vor sich hindümpelnd) ist Dragon Chinois:
(Fußweg nach) La Défense:
Es ging weiter zur Kirmes La Fete des Tuileries (im Stadtzentrum, wie man unschwer erkennen kann
):
Gegen 15:00 Uhr habe ich mich auf den Weg zur Kirmes La Fete des Loges am Stadtrand gemacht.
Am Bahnhof Saint-Germain-en-Laye ging es dann mit der Bimmelbahn (Petit Train) weiter (pro Richtung 3€), heißt ich habe an dem Tag insgesamt 20€ für öffentliche Verkehrsmittel ausgegeben (incl. 14 € für das Tagesticket für 4 Zonen).
Das Schild über dem Eingangstor war schon mal ansprechend.
Auch sonst konnte sich die Beschickung sehen lassen, wenngleich die 3 Achterbahnen maximal Durchschnitt waren. Jetstar hat mir allerdings besser gefallen als erwartet und auf Speedy Gonzalez gab es 6 Runden, das war natürlich ganz nett. Highlight für mich war der Freefallturm Mega King Tower, zu dem ich unterschiedliche Fakten gelesen / gesehen habe ... an der Kasse gab es einen Flyer, wo es hieß "es geht 80m in die Höhe", im Internet hingegen war auch die Rede von 88m als Fallhöhe (Gesamthöhe 97m). Wie auch immer, für 7€ gab es 2 Fahrten auf die maximale Höhe. Die 1. Fahrt wurde zelebriert, sowohl unten als auch oben gab es einen musikalischen Spannungsbogen.
Und oben war es absolut genial. - Die Aussicht auf die Skyline von Paris (La Defense und Eiffelturm) erinnerte mich an Momente in den USA, wo man ganz ähnlich eine tolle Sicht auf die eine oder andere (Downtown-) Skyline hatte, ein absolut schönes unvergessliches Bild, was sich da bot.
Unschön dafür war der Preis für einen Fischburger (meine Wahl für eine Mahlzeit), irgendwie fühlen sich 8,50 € für sowas nicht normal an, aber okay, Inflation und Co machen es möglich.
Nach dem Kirmesbesuch ging es mit der Bimmelbahn zurück zum RER-Bahnhof und von dort aus waren es dann nochmal über 20 Stationen bis zu meinem Hotel.
Am Freitagmorgen bin ich zum Busbahnhof vom CDG Airport gefahren und war bereits nach einer nicht wirklich langen Fahrt mit dem Shuttle-Bus sehr zeitig am Eingang vom Parc Asterix. Die Schlangen vor der Ticket-Kontrolle wurden länger und länger, so dass vermutlich deshalb dieser Bereich schon gut 30 Minuten vor Öffnung passiert werden konnte.
Ich war dann in der 2. Reihe vorm Absperrseil und hatte diesen Blick zurück Richtung Eingangsbereich:
Um Punkt 10:00 Uhr wurde das Seil eingeholt und erst nachdem das Signal dazu gegeben worden ist, durfte der Park erobert werden. Vorher konnte man schon sehen, dass offensichtlich Hotelpark-Besucher:innen unterwegs waren und die meisten strömten dahin, wo gefühlt die Hälfte hinter mir / vor mir auch hin-gesprintet ist. Nach kurzer Zeit in der Queue konnte man im Bahnhof den Toutatis-Zug sehen, aber offensichtlich gab es ein Problem ... zum Glück war es nur von kurzer Dauer … Meine 1. Fahrt war in der ersten Reihe und ich war gespannt, was mich erwarten würde. Die Action beginnt in Prinzip gleich nach der Linkskurve (wenn man mal den Launch direkt nach dem Bahnhof ausklammert) ... um aber jetzt nicht zu viel zu spoilern (Toutatis ist schließlich erst seit diesem Jahr in Betrieb, wenngleich man allein wegen der Baufortschritte einiges mitbekommen konnte, und wenngleich man sich am Ende immer selbst ein Bild machen muss und das Erlebnis trotz Vorwissen überraschend und erfrischend sein kann), fasse ich mich lieber kurz bzw. belasse es bei allgemeinen Eindrücken (in der Regel gehe ich sowieso nicht auf die Abfolge von Fahrelementen ein). Die Fahrt war für mich persönlich die Steigerung zu Kondaa und es gibt einen Abschnitt, wo es Ejector-Airtime vom Feinsten gibt ... gefühlt ist es absurd, mit voller Geschwindigkeit diesen Abschnitt mit den eingebauten von außen harmlos aussehenden Elementen zu fahren, aber es geht, allerdings reißt es einen ordentlich aus dem Sitz, in einer Form wie ich meine, es vorher noch nie erlebt zu haben. Die Strecke ist bis zur Schlussbremse abwechslungsreich, dynamisch, wild. Von Anfang bis Ende eine herrlich bekloppte Fahrt. Nachdem ich irgendwann 4 Fahrten zusammen hatte, gab es final nochmal 2 Fahrten mit Toutatis. Bei der 5. Fahrt habe ich überraschenderweise im heftigsten Abschnitt einen Anflug von Schmerzen in den Oberschenkeln verspürt, was bei meiner 6. Fahrt dann wieder nicht so war.
Die verhältnismäßig vielen Fahrten bei einem recht gut gefüllten Park waren nur Dank Single-Rider-Eingang möglich (der Eindruck war aber auch der, dass der anfängliche Run auf diese Bahn irgendwann nachgelassen hat, zeitweise lag hier die Wartezeit konstant unter 30 Minuten). Zu Anfang schien dieser nicht zu öffnen, deshalb blieb eine sofortige Wiederholungsfahrt aus, im weiteren Verlauf des Tages konnte ich dann doch über diesen Eingang zum Bahnhof gelangen (man läuft auf die 3. Reihe zu), so dass sich die Anzahl meiner Fahrten schnell auf 4 erhöht hat. Positiv in diesem Zusammenhang war, dass die Operater bemüht waren, einen so schnell wie möglich den Reihen zuzuteilen. Meine ersten 5 Fahrten waren allesamt in den Reihen 1 - 4 und ich hatte schon damit abgeschlossen, darauf zu hoffen, in den hinteren Reihen mal zu landen. Bei meiner 6. und finalen Fahrt hatte ich aber Glück und wurde der letzten Reihe zugeteilt. So konnte ich an der Spike mehr Höhenluft schnuppern und das Verlassen des Bahnhofs, ganz hinten sitzend, hatte auch mehr Pep.
Neben Toutatis gab es noch Fahrten mit OzIris (2), Pegase Express (über den Tag meistens Minimum 30 Minuten Wartezeit) und Discobelix (auf der App wurden in der Regel um 45 Minuten Wartezeit angezeigt) .... Außerdem dachte ich, dass ich bei nur 30 Minuten Wartezeit (ansonsten bis zu 60 Minuten) auch mal mit Tonnerre 2 Zeus fahren sollte ... mir fiel erst sehr spät ein, dass die Bahn ohnehin eine Auffrischung erhalten hatte und wollte mir deshalb ein eigenes Bild von den Veränderungen machen. Auch wenn der Großteil der Leute, der sich für die letzte Reihe entschieden hat (Stichwort: Rückwärtsfahrt), sehr entspannt wirkte, konnte ich mir das für mich nicht vorstellen (ich würde es aber auch nicht grundsätzlich ausschließen ... vielleicht ergibt sich das irgendwann doch nochmal). Knapp ging der Kelch an mir vorüber, ich wurde der vorletzten Reihe zugeteilt. Die Fahrt hat mir in großen Teilen gut gefallen, schön sind die Tunnel-Durchfahrten sowie 1x die Schräglage vorbei am Firstdrop. Weil die Wartezeiten dort konstant bei 30 Minuten und mehr lagen, ist es bei nur einer Fahrt geblieben.
Auch wenn einiges los war im Park (es war der befürchtete Menschenandrang in der Ferienzeit in einem qualitativ guten Park), so fiel positiv auf, dass (fast) alles dafür getan wurde, dass die Wartezeiten im Verhältnis dazu so gering wie möglich gehalten wurden. Bei Pegase Express waren z.B. 3 Züge im Einsatz, 2 davon waren gleichzeitig auf der Strecke.
Hier nun weitere Bilder vom Park (natürlich auch immer wieder Eindrücke von Toutatis dabei):
Da sich schlechtes Wetter ankündigte, habe ich den Park nach knapp 7 Std. verlassen und bin um 17:00 Uhr mit dem halbvollen Shuttlebus zurück zum Airport und von dort mit dem Zug zum Hotel gefahren. Ab 18:00 Uhr setzte dann auch für die kommenden Stunden Dauerregen ein, so dass ich das Gefühl hatte, richtig entschieden zu haben. Immerhin konnte ich unter den genannten Bedingungen (voller Park) 6 Runden mit Toutatis drehen (auch wenn es 1x für die Oberschenkel too much war) …
That´s it. Ich haben fertig. –
Danke für das Interesse.
Viele Grüße
speedfreak
Edit
So spät habe ich "nur" die abschließende Frage (Vergleich Ejector-Airtime), also den letzten Absatz, herausgenommen (die Frage versandet ... wird oder wurde vielleicht woanders beantwortet).
Der Rest ist unverändert (abgesehen vom Feintuning in der 1. Phase nach der Fertigstellung des Berichts).
2 Tage Parc Asterix
Aus der Planung wurde:
1.Tag = Jardin d´Acclimatation, La Fete des Tuileries (zentrale Kirmes) und La Fete des Loges (Kirmes weit draußen am Stadtrand)
2.Tag = Parc Asterix
Reisezeitraum: Hinflug am 09.08.2023 (abends), Rückfahrt mit Zug am 12.08.2023 (gegen Mittag)
Hotel: Eine Bahnstation vom Flughafen entfernt. Das Hotel war bezüglich Ausstattung und Frühstücksbereich ganz okay, das Hotel hatte aber den Nachteil, dass es sehr hellhörig war und dass viel Bewegung war, auch gern mal mitten in der Nacht (so schlecht habe ich selten in einem Hotel geschlafen).
Besonderheiten (die mir aufgefallen sind und die ich erwähnenswert finde):
Öffentliche Verkehrsmittel
Dass man am Automaten die Sprache „deutsch“ auswählen kann, mag nicht besonders sein, dass es aber auch Durchsagen und Hinweise auf Deutsch gab (in der Bahn war es eine von 4 Sprachen), fand ich positiv überraschend und kannte ich bisher im Zusammenhang mit Paris nicht (offensichtlich wird geschaut, woher kommen verstärkt Besucher:innen und wie kann man helfen, dass diese sich besser zurecht finden).
Busfahren hingegen war schwieriger, weil die Haltepunkte nicht angekündigt worden sind (ich war allerdings auch nur 1x mit einem Linien-Bus unterwegs).
Gut war wieder die Organisation im Zuge einer Unterbrechung der Bahnstrecke, von der ich am Abreisetag betroffen war. Die App, die ansonsten hilfreich war, hat mich wegen der komischen Routenvorschläge kirre gemacht. - Ich hätte bloß darauf vertrauen müssen, dass die Aushänge am Bahnhof weiterhelfen. Zusätzlich gab es zahlreiche Servicekräfte, die man fragen konnte/die schon bereitwillig parat standen, um einem den Weg zum Sonder-Bus und später zur Anschluss-Bahn zu zeigen.
Shuttle-Bus vom CDG-Airport zum Parc Asterix
Ich dachte der 1. Bus würde 1 Std. vor Parköffnung losfahren … zufällig bin ich schon gegen 08:30 Uhr am Bus-Terminal angekommen und musste mich unerwartet sputen. Eilig wurde es, weil das Vorzeigen meines Tickets auf dem Smartphone nicht ausreichend war, ich musste extra nochmal zum Serviceschalter rennen (wenige Schritte von der Haltestelle entfernt), um mir ein Papierticket aushändigen zu lassen. Ich konnte beobachten, dass wenige andere ebenfalls weggeschickt worden sind, weil diese offensichtlich glaubten, direkt im/am Bus ein Ticket lösen zu können. Der Bus fuhr in dem Moment los, wo ich als letzter einen der wenigen freien Plätze eingenommen habe. Ungefähr 20 Minuten später war der Bus bereits auf dem vorgesehenen Parkplatz von Parc Asterix (wenn kein nennenswerter Verkehr ist, geht das also recht flott).
Zugfahrt von Paris Est nach Karlsruhe
Es gibt eine Ticket-Kontrolle am Beginn des Bahnsteigs, man wird also erst nach dem Vorzeigen des Tickets zum Zug gelassen (offensichtlich auch der Grund, weshalb kein Zugbegleiter zur Ticketkontrolle vorbeikam … Self-Check-in war von Vornherein auf diesem Streckenabschnitt nicht möglich, zumindest zeigte mir die App die Option nicht an).
Auf dem Streckenabschnitt Paris Est bis Strasbourg ist der ICE ordentlich schnell unterwegs (bis zu 320 km/h wurden angezeigt, … kann mich nicht erinnern jemals schneller mit einem Zug unterwegs gewesen zu sein) … danach, ab Karlsruhe, war es wie fast immer, mein Zug ist letztlich mit 45 Minuten Verspätung in Hamburg angekommen (wen soll sowas noch überraschen ?).
Einlasskontrolle Jardin d´Acclimatation
Ungünstig, wenn man wie ich bezüglich der Einlasskontrolle Abläufe wie am Flughafen erwartet, also wenn wie in diesem Fall ein Metalldetektor gesichtet wird und man deshalb als vorbereitende Maßnahme alles schön in Rucksack und Jacke bzw. in meinem Fall in Weste verstaut. – Läuft da anders: Alles Metallische muss sichtbar in die Gepäckwanne gelegt werden und man geht mit Jacke/Weste (ohne Tasche, Rucksack) durch den Metalldetektor, so oft, bis es nicht mehr piept. Im Nachhinein durchaus plausibel, da ja kein Scanner bezüglich „Handgepäck“ aufgebaut war, allerdings stellt sich mir die Frage, was passiert wäre, wenn im Rucksack etwas Metallische vergraben gewesen wäre … versteift wurde sich ja darauf, dass nur aus der Jacke/Weste alles Metallische entfernt werden musste … wenn man konsequent gewesen wäre, hätte man m.E. auch mit dem Handgepäck durchgemusst) … Beruhigend für mich war, dass das Tänzchen (mehr oder weniger) auch andere mitmachen mussten (ich selber hatte zunächst an mein Portmonee nicht gedacht und die Ohrstöpsel für mein Smartphone hatte ich erst recht nicht auf dem Schirm).
Einlasskontrolle La Fete des Tuileries
Ich habe keine Einlasskontrolle wahrgenommen.
Einlasskontrolle La Fete des Loges
Ich wollte schon meine Erfahrung vom Vormittag anwenden, habe aber noch rechtzeitig gesehen, dass zum einen kein Metalldetektor aufgebaut war und zum anderen, dass nur oberflächlich kontrolliert wurde, und zwar wurde lediglich in Taschen/Rucksäcke geschaut.
Einlasskontrolle Parc Asterix
Hier gab es zumindest aufgrund einer Beschilderung den Hinweis, dass man Schlüssel und Smartphone in die Hand nehmen muss. Einerseits nett, dass man sich gezielt vorbereiten konnte, andererseits irritierend, dass man damit durch den Metalldetektor sollte … den Sinn habe ich nicht verstanden … klar hat es gepiept … nachdem ich durch war, wurde lediglich noch in den Rucksack geschaut, das wars. –
Schön, wenn sowas einheitlich wäre, aber man muss auf Variationen gefasst sein und den Sinn am besten nicht hinterfragen. 4 „Orte“, 4 verschiedene Methoden (keine Kontrolle zähle ich einfach mal als eine Methode hinzu).
Tonnerre 2 Zeus
Das hatte ich noch nie in einer Holzachterbahn, aber es war offensichtlich üblich, Rucksack/Tasche mit in den Zug zu nehmen. Ging gut, komisch war es trotzdem. – Wie unterschiedlich doch mit Sicherheit umgegangen wird: Bei Toutatis war vor dem Bahnhof ein Mitarbeiter abgestellt, der die Sicherheitshinweise an Frau / Mann brachte … für mich galt: mit Brille (trotz Band) = no chance … komischerweise bin ich damit schnell klargekommen, in anderen Fällen (in der Vergangenheit in anderen Parks) störte mich das oft, bei Toutatis konnte ich mich hingegen damit anfreunden.
Nun aber zu den eigentlichen Eindrücken, beginnend mit Jardin d´Acclimatation:
Man kann sagen, ein Mix aus klassischer Grünanlage mit ein bisschen Freizeitpark, ländlicher und moderner Atmosphäre erwartet einen, wenn man durch das Areal streift.
Man muss 7,00 € Eintritt zahlen und man kann sich einzelne Ride-Tickets für je 4,50 € kaufen (wenn man nicht das „große“ Ticket kaufen möchte). Für 4 Achterbahnen habe ich 5 Ride-Tickets benötigt (bezüglich Speed Rockets wird man für eine Fahrt 2 Ride-Tickets los).
Die Anlage mit den Perspektiven drumherum (typische Pariser Häuser sowie in der Ferne ein bisschen Skyline) hat mir ganz gut gefallen, trotzdem war ich nach ca. 1,5 Stunden durch (mit dem vermeintlich Wichtigsten). Speed Rockets hat am meisten Spaß gemacht, ich hab´s dennoch bei einer Fahrt belassen. Die anderen 3 Bahnen sind okay, aber nichts, was einen umhaut.
Wenn man in Paris ist und noch nicht in dem Park war, ist der Weg dorthin sicherlich nicht verkehrt, vor allem, wenn man es auch damit kombiniert, zu chillen / zu essen / mehr als Achterbahn zu fahren … dann wird man da locker mehr Zeit verbringen können.
Leicht versteckt und ein frischer Hauch von Lost Place (die Anfänge davon, weil seit 06.03.2023 als nicht mehr bestehend geführt und gefühlt nicht mehr wahrgenommen, vor sich hindümpelnd) ist Dragon Chinois:
(Fußweg nach) La Défense:
Es ging weiter zur Kirmes La Fete des Tuileries (im Stadtzentrum, wie man unschwer erkennen kann
Gegen 15:00 Uhr habe ich mich auf den Weg zur Kirmes La Fete des Loges am Stadtrand gemacht.
Am Bahnhof Saint-Germain-en-Laye ging es dann mit der Bimmelbahn (Petit Train) weiter (pro Richtung 3€), heißt ich habe an dem Tag insgesamt 20€ für öffentliche Verkehrsmittel ausgegeben (incl. 14 € für das Tagesticket für 4 Zonen).
Das Schild über dem Eingangstor war schon mal ansprechend.
Auch sonst konnte sich die Beschickung sehen lassen, wenngleich die 3 Achterbahnen maximal Durchschnitt waren. Jetstar hat mir allerdings besser gefallen als erwartet und auf Speedy Gonzalez gab es 6 Runden, das war natürlich ganz nett. Highlight für mich war der Freefallturm Mega King Tower, zu dem ich unterschiedliche Fakten gelesen / gesehen habe ... an der Kasse gab es einen Flyer, wo es hieß "es geht 80m in die Höhe", im Internet hingegen war auch die Rede von 88m als Fallhöhe (Gesamthöhe 97m). Wie auch immer, für 7€ gab es 2 Fahrten auf die maximale Höhe. Die 1. Fahrt wurde zelebriert, sowohl unten als auch oben gab es einen musikalischen Spannungsbogen.
Und oben war es absolut genial. - Die Aussicht auf die Skyline von Paris (La Defense und Eiffelturm) erinnerte mich an Momente in den USA, wo man ganz ähnlich eine tolle Sicht auf die eine oder andere (Downtown-) Skyline hatte, ein absolut schönes unvergessliches Bild, was sich da bot.
Unschön dafür war der Preis für einen Fischburger (meine Wahl für eine Mahlzeit), irgendwie fühlen sich 8,50 € für sowas nicht normal an, aber okay, Inflation und Co machen es möglich.
Nach dem Kirmesbesuch ging es mit der Bimmelbahn zurück zum RER-Bahnhof und von dort aus waren es dann nochmal über 20 Stationen bis zu meinem Hotel.
Am Freitagmorgen bin ich zum Busbahnhof vom CDG Airport gefahren und war bereits nach einer nicht wirklich langen Fahrt mit dem Shuttle-Bus sehr zeitig am Eingang vom Parc Asterix. Die Schlangen vor der Ticket-Kontrolle wurden länger und länger, so dass vermutlich deshalb dieser Bereich schon gut 30 Minuten vor Öffnung passiert werden konnte.
Ich war dann in der 2. Reihe vorm Absperrseil und hatte diesen Blick zurück Richtung Eingangsbereich:
Um Punkt 10:00 Uhr wurde das Seil eingeholt und erst nachdem das Signal dazu gegeben worden ist, durfte der Park erobert werden. Vorher konnte man schon sehen, dass offensichtlich Hotelpark-Besucher:innen unterwegs waren und die meisten strömten dahin, wo gefühlt die Hälfte hinter mir / vor mir auch hin-gesprintet ist. Nach kurzer Zeit in der Queue konnte man im Bahnhof den Toutatis-Zug sehen, aber offensichtlich gab es ein Problem ... zum Glück war es nur von kurzer Dauer … Meine 1. Fahrt war in der ersten Reihe und ich war gespannt, was mich erwarten würde. Die Action beginnt in Prinzip gleich nach der Linkskurve (wenn man mal den Launch direkt nach dem Bahnhof ausklammert) ... um aber jetzt nicht zu viel zu spoilern (Toutatis ist schließlich erst seit diesem Jahr in Betrieb, wenngleich man allein wegen der Baufortschritte einiges mitbekommen konnte, und wenngleich man sich am Ende immer selbst ein Bild machen muss und das Erlebnis trotz Vorwissen überraschend und erfrischend sein kann), fasse ich mich lieber kurz bzw. belasse es bei allgemeinen Eindrücken (in der Regel gehe ich sowieso nicht auf die Abfolge von Fahrelementen ein). Die Fahrt war für mich persönlich die Steigerung zu Kondaa und es gibt einen Abschnitt, wo es Ejector-Airtime vom Feinsten gibt ... gefühlt ist es absurd, mit voller Geschwindigkeit diesen Abschnitt mit den eingebauten von außen harmlos aussehenden Elementen zu fahren, aber es geht, allerdings reißt es einen ordentlich aus dem Sitz, in einer Form wie ich meine, es vorher noch nie erlebt zu haben. Die Strecke ist bis zur Schlussbremse abwechslungsreich, dynamisch, wild. Von Anfang bis Ende eine herrlich bekloppte Fahrt. Nachdem ich irgendwann 4 Fahrten zusammen hatte, gab es final nochmal 2 Fahrten mit Toutatis. Bei der 5. Fahrt habe ich überraschenderweise im heftigsten Abschnitt einen Anflug von Schmerzen in den Oberschenkeln verspürt, was bei meiner 6. Fahrt dann wieder nicht so war.
Die verhältnismäßig vielen Fahrten bei einem recht gut gefüllten Park waren nur Dank Single-Rider-Eingang möglich (der Eindruck war aber auch der, dass der anfängliche Run auf diese Bahn irgendwann nachgelassen hat, zeitweise lag hier die Wartezeit konstant unter 30 Minuten). Zu Anfang schien dieser nicht zu öffnen, deshalb blieb eine sofortige Wiederholungsfahrt aus, im weiteren Verlauf des Tages konnte ich dann doch über diesen Eingang zum Bahnhof gelangen (man läuft auf die 3. Reihe zu), so dass sich die Anzahl meiner Fahrten schnell auf 4 erhöht hat. Positiv in diesem Zusammenhang war, dass die Operater bemüht waren, einen so schnell wie möglich den Reihen zuzuteilen. Meine ersten 5 Fahrten waren allesamt in den Reihen 1 - 4 und ich hatte schon damit abgeschlossen, darauf zu hoffen, in den hinteren Reihen mal zu landen. Bei meiner 6. und finalen Fahrt hatte ich aber Glück und wurde der letzten Reihe zugeteilt. So konnte ich an der Spike mehr Höhenluft schnuppern und das Verlassen des Bahnhofs, ganz hinten sitzend, hatte auch mehr Pep.
Neben Toutatis gab es noch Fahrten mit OzIris (2), Pegase Express (über den Tag meistens Minimum 30 Minuten Wartezeit) und Discobelix (auf der App wurden in der Regel um 45 Minuten Wartezeit angezeigt) .... Außerdem dachte ich, dass ich bei nur 30 Minuten Wartezeit (ansonsten bis zu 60 Minuten) auch mal mit Tonnerre 2 Zeus fahren sollte ... mir fiel erst sehr spät ein, dass die Bahn ohnehin eine Auffrischung erhalten hatte und wollte mir deshalb ein eigenes Bild von den Veränderungen machen. Auch wenn der Großteil der Leute, der sich für die letzte Reihe entschieden hat (Stichwort: Rückwärtsfahrt), sehr entspannt wirkte, konnte ich mir das für mich nicht vorstellen (ich würde es aber auch nicht grundsätzlich ausschließen ... vielleicht ergibt sich das irgendwann doch nochmal). Knapp ging der Kelch an mir vorüber, ich wurde der vorletzten Reihe zugeteilt. Die Fahrt hat mir in großen Teilen gut gefallen, schön sind die Tunnel-Durchfahrten sowie 1x die Schräglage vorbei am Firstdrop. Weil die Wartezeiten dort konstant bei 30 Minuten und mehr lagen, ist es bei nur einer Fahrt geblieben.
Auch wenn einiges los war im Park (es war der befürchtete Menschenandrang in der Ferienzeit in einem qualitativ guten Park), so fiel positiv auf, dass (fast) alles dafür getan wurde, dass die Wartezeiten im Verhältnis dazu so gering wie möglich gehalten wurden. Bei Pegase Express waren z.B. 3 Züge im Einsatz, 2 davon waren gleichzeitig auf der Strecke.
Hier nun weitere Bilder vom Park (natürlich auch immer wieder Eindrücke von Toutatis dabei):
Da sich schlechtes Wetter ankündigte, habe ich den Park nach knapp 7 Std. verlassen und bin um 17:00 Uhr mit dem halbvollen Shuttlebus zurück zum Airport und von dort mit dem Zug zum Hotel gefahren. Ab 18:00 Uhr setzte dann auch für die kommenden Stunden Dauerregen ein, so dass ich das Gefühl hatte, richtig entschieden zu haben. Immerhin konnte ich unter den genannten Bedingungen (voller Park) 6 Runden mit Toutatis drehen (auch wenn es 1x für die Oberschenkel too much war) …
That´s it. Ich haben fertig. –
Danke für das Interesse.
Viele Grüße
speedfreak
Edit
So spät habe ich "nur" die abschließende Frage (Vergleich Ejector-Airtime), also den letzten Absatz, herausgenommen (die Frage versandet ... wird oder wurde vielleicht woanders beantwortet).
Der Rest ist unverändert (abgesehen vom Feintuning in der 1. Phase nach der Fertigstellung des Berichts).
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