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Park der ruinösen Attraktionen

wolfshertz666

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Das wäre mal ne Geschäftsidee. Ein Park voller uralter Attraktionen, die nur noch für mehrere Millionen am Leben erhalten werden können.

Klasse Idee! rock:-)

Stellen wir uns vor, es gäbe einen Park für nicht-brauchbare Attraktionen. Außerhalb jeder realistischen Grenzen - virtuell. Wie sähe ein solcher Park aus? Was würde er beinhalten?


Name: Nostalgisches Pferdekarussell "Golden Star" (größtenteils aus Holz, einiges aus Porzellan und Stahl)
Größe: 20 x 30 m (oval)
Alter: irgendwas um die 200 Jahre, durch die dauernden Reparaturen weiss niemand mehr, welches Teil noch original ist
Aussehen: Auf zwei Ebenen, voneinander versetzt, drehen sich Pferde und Kutschen zum Rhythmus der Musik. Jedes Fahrzeug wird von einer Stange gehalten, welche diese nach oben unten ziehen.

Problem: Aus Altersgründen mag der goldene Star nicht mehr auf Anweisungen reagieren. Es nimmt sich Strom, ohne zu fahren, es leuchten die Glühbirnen, auch wenn sie durchgebrannt sind, es dreht sich in eigener Geschwindigkeit. Die Fahrdauer ist nicht bestimmbar. Die Stangen ziehen die Pferde und Kutschen zu weit hoch und lassen sie unbarmherzig in unregelmäßigen Abständen fallen. Das Karussell dampft, nebelt, raucht, heizt, leuchtet, fährt, rattert, musiziert und steht - nach eigenem Gutdünken.
 

kati0382

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Name: alte Raupenbahn "Absolem" meist aus Holz
Alter: etwa 100 Jahre
Aussehen: Berg- und Tal Bahn, Rundfahrgeschäft mit mehreren Gondeln für zwei bis drei Personen; während der Fahrt stülpt sich ein Stoffverdeck über die Fahrgäste - darum der Name "Raupe"
Problem: Auf Grund des Alters sind schon viele der Holzdielen ausgetauscht worden. Es wurden Hölzer genommen, die gerade greifbar waren. Darum sieht es nicht mehr schön aus. Das Raupenverdeck ist schon unzählige Male repariert worden und sieht aus wie ein Flickenteppich. Außerdem schließt es nicht mehr richtig - und wenn doch lässt es sich oftmals nicht wieder öffnen. Die Fahrt an sich ist sehr unruhig und die Bahn teilt gern Schläge aus, es dauert bis sie Fahrt aufgenommen hat.
 

Dr. Slide

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Ich habe auch schon mehrmals mit diesem Gedanken gespielt, aber eher in die Richtung, dass bekannte, legendäre, wegweisende, damals revolutionäre, Achterbahnen und Fahrgeschäfte, die nicht mehr existieren, egal ob durch Naturkatastrophen, Brände oder Abrissbirnen, anhand von Plänen, Fotos und FIlmaufnahmen wieder rekonstruiert werden, sodass sie wieder gefahren werden können. Dazu würde ich bei den Attraktionen Informationstafeln aufstellen, sodass man den Park auch als Musem sehen könnte und viel über die Geschichte der Fahrgeschäfte erfahren, im wahrsten Sinne des Wortes, kann. Beispiele fr solche Attraktionen wären das pariser Riesenrad, die Düsenspirale oder die alte Hochschaubahn im Prater, die einem Brand zum Opfer fiel etc.

Eine andere Idee neben dem Museums-Park, die ich hatte, wäre, was sich vor allem für einen Grusel-Themenbereich oder gar -Park anbieten würde, einen alten, verfallenen Vergnügungspark nachzubauen - Inspirationen gibt es beim Suchbegriff "abandoned theme parks" auf Google genug - aber mit Attraktionen, die technisch einwandfrei und fahrbereit sind, aber nur so aussehen, als wären sie schon jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben. Der Themenbereich/-Park sollte am Besten in einem dunklen Wald liegen und es sollten die Fahrgeschäfte auch schön überwuchert aussehen. Da könnte man dann z.B. einen Tiltcoaster bauen, bei dem der Tilt eine brehende/abknickende Schiene darstellt und dementsprechend nicht ruhig gleichmäßig nach unten klappt, und auch Elemente wie die Klappschienen der WInjas oder der Rückwärtsfall des Kärnans ließen sich in diesem Kontext gut einsetzen. Sehr gut würde sich auch ein Woodie machen, bei bei dem stellenweise scheinbar Holzlatten fehlen, abgebrochen sind, das Holz moosbewachsen und vermodert aussieht usw. Dann könnte man auch noch in diversen Attraktionen, auch Flatrides, Stromausfälle simulieren und das Fahrgeschäft plötzlich anhalten und das Licht flackern und ausgehen lassen und im Falle eines Darkrides oder Dunkel-Abschnittes einer Achterbahn simulieren, dass der Tunnel/Stollen hinter dem Zug einstürzt und vieles mehr.
 

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Das klingt saucool, ist aber leider genau einmal spannend.
 

simonszu

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Themeparks sind leider immer genau einmal spannend. Danach weiß man ja, wie sie fahren, und muss darauf bauen, dass sie intensiv genug sind, für den Thrill.
 

Eulalia2002

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Auch den Thrill hat man nur einmal. Das mag vielleicht auch der Grund sein, warum es uns alle so sehr in ausländische und vorher noch nie betretene Parks treibt und warum wir so auf Neuheiten scharf sind. Denn der Thrill Moment ist immer nur die erste Fahrt, danach kennt man es ja und der Körper gewöhnt sich dran. Es gibt aber auch Attraktionen, die werden auch nach dem 10. Mal Fahren nicht langweilig, auch wenn man nicht unbedingt den Thrill dann mehr erlebt, aber die Glückshormone sind dann auch noch aktiv.:)
 

wolfshertz666

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@simonszu /eulalia: der Thrill besteht darin, dass man nicht weiß, ob, wie oder wann man eine Attraktion wieder verlassen kann.
Meinetwegen kann ein Park ruhig so bleiben, wie er ist (siehe "Vorstellung") - HÄTTE ich einen guten Park um die Ecke, bräuchte er sich nicht oder nur kaum verändern. Wenn jemand sich schnell an einen Park gewöhnt, ist der Park einfach nur zu klein.

Also, was hätten wir nun:
einen verwilderten (oder scheinbar verwilderten) Park, deren konstruierte/ rekonstruierte Attraktionen wie im Museum mit einem Schild über deren Geschichte und Daten informieren.
Die Hauptattraktion ist bislang die Tilt-Achterbahn, irgendwo mitten im Urwald.
Die Holzbahn verlangsamt sich beim Hochfahren eines Hügels, die Gleise knicken unter ihr weg, die Bahn fährt in die Luft
- die einzelnen Gelenke müssen sehr starr sein, um den Wagen stabil zu halten - und der Schwerkraft folgernd, fallen die Wagen auf eine v-förmige Breitspur, um wieder auf die richtige Spur gelenkt zu werden. Moosbewachsen ist die Bahn nur schwer zu erkennen.

Außerdem gebe es ein Riesenrad, eine Düsenspirale, eine alte Hochschaubahn, eine "Raupe" und ein Pferdekarussell.

Aus Brühl steuere ich die Gondelbahn aus 1001 Nacht bei. Sie fährt einmal um einen See in einen riesigen Schlangen- (Drachen-) kopf hinein und ... kommt beim Ein-/Ausstiegsbereich wieder raus. Die 1001 Nacht-Figuren verschwanden leider vor dem Aufbau.
Nebenan wirft ein kleiner Enterprise bei jeder Fahrt eine Kabine ab, die nach einem Kilometer auf dem Boden zerschellt und nach dem Zusammenbau wieder in ihm befestigt werden muss. Wer Glück hat, kann einen dieser Abwürfe beim Gondelfahren beobachten.

Ansonsten: da die Wege laufend zuwachsen und man sich alles suchen darf, ändert sich die Parkanlage ständig.
 

kati0382

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Ich hab auch noch was:

Ein alter Log Flume. Tief versteckt im letzten Winkel deines Urwalds (@wolfshertz666). Es ist gerade noch so viel Wasser vorhanden, dass die Boote irgendwie vorwärts kommen. Das Wasser ist natürlich völlig verranzt, grün und stinkt erbärmlich. Bei der Schussfahrt sollte man wirklich vermeiden, nass zu werden.
Außerdem sind sämtliche Boote in einem erbärmlichen Zustand. Sie sind nicht mehr wasserdicht - d.h. deine Füße stehen die ganze Zeit im Nassen - und es gibt auch keine Haltegriffe mehr.
Wir finden dort auch das alte (nie fertig gestellte) Geisterschloss vom ehem. Spreepark. Das Gerüst wurde lieblos mit einer Plane dicht gemacht, damit es irgendwie dunkel ist. Die Gondeln fahren zwar noch, aber es besteht immer die Gefahr, dass eine abreißt und durch das Gestänge nach unten saust. Der wahre "Grusel" hier ist: Wer kommt am Ende wieder an und wer nicht...
 

Dr. Slide

CF Guru
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Also so war das auch nicht gemeint :D Die Attraktionen sollen nur so aussehen, als ob, also z.B. gefärbtes Wasser im Log Flume, aber kein echt ranziges Wasser und keine undichten Booote :D Es soll nie Gefahhr für die Besucher bestehen, sonst kann der Ppark ja gleich dicht machen.
 

Marco1887

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Ich hatte den Thread am Anfang so verstanden, dass sich geschlossene und zerstörte Attraktionen hier sammeln, wie in lost Places, nur halt in einem Park zusammengefasst. Die Idee der Nachbauten und Restaurationen finde ich aber auch nicht schlecht.
 

simonszu

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Zu der Flatrides-Ecke möchte ich dann mal das Riesenrad aus Prypjat beisteuern. Nur echt mit verblichenem Plastik, was dennoch von weitem nach brutaler Chemie aussieht. Der Bereich zwischen den Stützen ist verwuchert mit struppigen Pflanzen, durch die die Gondeln streichen. Die Station an sich existiert nicht mehr, stattdessen stehen zwei Klapp-Standleitern links und rechts, über die die Besucher die paar Meter hoch klettern können, um in die Gondeln zu kommen. Es handelt sich selbstverständlich um offene Gondeln, drehbar, deren Türschlösser total vergammelt sind, sodass sich die Türen nicht mehr öffnen lassen, und die Fahrgäste über die Brüstung klettern müssen.
 
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