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Fastpass Besitzer
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Mein Mann und ich sind Ende Mai für 14 Tage nach Nordamerika gereist. Wären wir kein Coasterforum, gäbe es eine Menge zu erzählen, ich beschränke mich aber auf ein paar kurze Highlights der gesamten Reise. Aber von den Freizeitparkerlebnissen berichte ich natürlich ausführlicher. Wer mehr wissen möchte, kann natürlich gern noch Fragen stellen.
Wer direkt zum Park springen möchte: das mache ich im zweiten Post...
Wir begannen unsere Reise mit dem Flug nach New York City, wo wir am John F. Kennedy Airport ankamen. Dort haben wir unseren Mietwagen abgeholt, was ein wenig umständlicher als üblich war, da der Flughafen derzeit aufwändig umgebaut wird und man per Bus statt mit dem Air Train zu der Mietwagenstation gebracht wird. Aber es hat problemlos geklappt und wir fuhren aus der Stadt raus um dann unsere erste Unterkunft in einem preiswerten Motel zu nutzen. Sie lag in einer Elm Street und die Leuchtreklame flackerte, was irgendwie cool war.

Unser erstes richtiges Reiseziel waren die Niagarafälle. So haben wir uns am Morgen aufgemacht und fuhren durch den Bundestaat New York rauf bis zur kanadischen Grenze. Die Niagarafälle befinden sich auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Die Grenze zu Kanada führt durch den Fluss Niagara. Es gibt den Ort Niagara jeweils auf amerikanischer und auf kanadischer Seite der Grenze. Das ist schon spannend!
Wir machten unseren zweiten Motelstop in einem Motel im amerikanischen Niagara. Von dort konnte man zu Fuß in zehn Minuten im Niagara Falls State Park sein. Dies ist der älteste Nationalpark der USA und das Vorbild für alle anderen Nationalparks der Vereinigten Staaten. Und auch wenn es sich nicht um einen Freizeitpark handelt: es ist der beeindruckendste Teil der gesamten Reise gewesen. Die Naturgewalt ist phantastisch. Die Niagarafälle sind touristisch so gut erschlossen, dass man auch einige Dinge erleben kann, die ohne menschliche Anstrengungen nicht möglich sind. Auf dem folgenden Bild stehe ich vor dem "American Fall". Wer genau hinschaut, erkennt im hintersten Bereich, dass der Wasserfall dort unterbrochen ist. Das liegt daran, dass es dort noch einen kleineren Abschnitt gibt, der tatsächlich ein eigener Wasserfall ist.

Und hier schauen wir an eben diesem kleinsten der drei Wasserfälle, dem Bridal Veil ("Brautschleier") nach unten auf Holzstege, die man tatsächlich betreten kann. Dieses Erlebnis nennt sich "Cave of the Winds"-Tour.

Wenn man diese Attraktion macht, dann betritt man ein Gebäude, in dem man mit ein paar interaktiven Stationen sich über die Geschichte der industriellen Nutzung der Wasserfälle informieren kann, und bekommt anschließend in einem Kinosaal inklusive Animatronics weitere spannende Informationen. Unter anderem geht es darum, wie Nicola Tesla sein Elekrizitätskraftwerk gebaut und somit die Grundlage für das erste Stromnetz der USA gelegt hat. (Voltron lässt grüßen, siehe den Neubau im Europa Park). Mit einem Fahrstuhl fährt man dann in eine Höhle, deren Ausgang im unteren Bereich der Klippe liegt und von der aus man Richtung des unteren Bereich des Wasserfalls laufen kann, wo man dann eben auf diese Stege trifft, die einen bis in die Gischt und in die Wellen des Bridal Veil führen. Damit man nicht komplett durchnässt wird, darf man ein Regencape überziehen. Das ist im Preis von 21$ pro Person inbegriffen und ist nicht dicker als ein dünner Müllbeutel. Aber es hilft. Denn es ist dort so nass, als ginge man unter die Dusche.




Dafür ist die Aussicht von unten einfach großartig. Zum Glück kann man sich anschließend oben im Park einen heißen Kaffee holen, und wir hatten wider der Vorhersage auch bereits an diesem Tag 26 Grad und Sonnenschein. Da kann man nicht meckern. Wer noch nicht genug davon hat, sich zu Fuß an den kleinsten Wasserfall zu begeben, dem sei nahegelegt, dass man mit dem Schiff mitten in die Bucht des größten und berühmtesten Wasserfalls, dem "Horseshoe" genannten, hufeisenförmigen Highlight des Spektakels, fahren kann. Dies kann man übrigens auf der amerikanischen und der kanadischen Seite des Flusses buchen. Ich empfehle, es auf der amerikanischen Seite zu tun: die "Maid of the Mists"-Tour erlaubt es, im Anschluss eine Treppe am American Fall hochzulaufen und sich keine zehn Meter unterhalb der Sturzkante zu befinden.
Da ich mich hier ja kurz halten wollte, nur zwei Bilder:

Links, nicht im Bild, sind American Fall und Bridal Veil, voraus der riesige Horseshoe Fall. Die Regencapes sind hier blau. Man fährt mitten in diese Bucht und ist vom Wasser umgeben, es regnet Gischt, es ist der Wahnsinn.

Und wenn man von der Anlegestelle die Treppe raufläuft, kommt man eben an die Sturzkante heran. Wahnsinn. Abends werden die Wasserfälle dann auch noch toll beleuchtet, um 22 Uhr gibt es jeden Abend ein kleines Feuerwerk (ohne Musik), das man gratis anschauen darf. Schön gemacht.
Wir sind nach unserer Übernachtung dann auf die kanadische Seite gewechselt. Und da ist dann eben die Aussicht auf die Wasserfälle viiiel besser und man kann direkt neben dem riesigen Horseshoe Fall stehen. Und man sieht, wie tief die Schiffe in die Bucht fahren.

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Und zu guter letzt noch ein Übersichtsbild über alle drei Wasserfälle:

FUN FACT: im kanadischen Niagara Falls gibt es Clifton Hill, ein Vergnügungsviertel, das letztlich aus einer Straße besteht, in der sich kreativerweise Hard Rock Cafe, Rainforrest Cafe und Burger King drängen neben Mad House, Riesenrad, Wilder Maus, Minigolf und Kartbahn. Kein Freizeitpark, aber die enthusiastischeren Mitglieder hier werden wissen, worum es geht. Gereizt hat uns da nichts. Und wir wollten ja auch noch weiter zur nächsten Unterkunft, denn unsere Rundreise sollte weitergehen nach Toronto...
Auch dort kamen wir am frühen Abend an und haben abends uns die Kneipen und Bars angeschaut, am nächsten Tag die touristischen Highlights gemacht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Montreal.

Montreal ist eine wunderschöne Stadt, und wenn man auf den Berg Mont-Royal hinaufklettert, der gleichzeitig als Stadtpark angelegt ist, so hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Ein Stadtpark am/überm Berg ist allerdings schon ungewohnt, wenn man hier die Stadtparks im Revier kennt...
Was in Montreal sehr spannend war: Wir hatten ein Hotelzimmer mit Ausblick auf den Six Flags La Ronde Park.
Man sieht es nicht so gut auf dem Foto, aber die Insel links im Bild beherbergt den Park. Wir haben ihn aber nicht besucht. Laut Captain ist es der schlechteste, ungepflegteste und unfreundlichste Six Flags Park. Da war uns unser nächstes Ziel schlicht wichtiger: Quebéc!
Und das war absolut das nächste Highlight der Reise, denn Quebéc hat eine historische, 500 Jahre alte Altstadt mit einer bewegten Geschichte, einem tollen Blick über den St-Lorenz-Strom und einer kulinarischen Breite, die uns einfach begeistert hat. Ich lasse einige wenige Bilder für sich sprechen:




Der Trip führte uns dann die nächsten zwei Tage noch weiter nördlich, wir machten Whale-Watching in Tadoussac (was sich nicht gelohnt hat: 250 Dollar, kaum was gesehen) und wir fuhren dann wieder zurück Richtung USA, ein toller Road Trip, der uns erneut an zwei sehenswerten Wasserfällen vorbeiführte und uns dann schließlich nach Boston führte. Boston ist eine Stadt mit ebenfalls spannender Geschichte. Die meisten von euch können bestimmt mit der "Boston Tea Party" etwas anfangen: die Siedler kippten eine Schiffsladung Tee in den Hafen als Protest gegen englische Zollabgaben und lösten damit letztlich die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung aus.

Hier das Schiff, von dem man als Tourist gern auch mal Kisten ins Wasser werfen darf. Aber der heftige Eintrittspreis von35$ pro Person und einer Stunde Führung hielt uns ab, uns das auch von innen anzusehen. Denn völlig gratis kann man stattdessen zwei echte Schiffe anschauen: Das Kriegschiff USS Cassin Young und das Holzsegelschiff USS Constitution - diese ist sowas wie die Gorch Fock von Boston.



Beide Schiffe kann man von aussen und innen beschauen, bei der Constitution darf man sogar auf beide Unterdecks, auch wenn man nicht komplett nach vorn oder achtern darf.
UND NUN ZUM ERSTEN COASTERHIGHLIGHT DIESES BERICHTS - Vielen Dank für die Geduld:
Die Rundreise sollte nun den Freizeitparkzwischenstopp bekommen, der lange angedacht war und der unsere Rundreise beendete, bevor wir die letzten Tage in New York City verbrachten.
... Fortsetzung folgt...
Wer direkt zum Park springen möchte: das mache ich im zweiten Post...
Wir begannen unsere Reise mit dem Flug nach New York City, wo wir am John F. Kennedy Airport ankamen. Dort haben wir unseren Mietwagen abgeholt, was ein wenig umständlicher als üblich war, da der Flughafen derzeit aufwändig umgebaut wird und man per Bus statt mit dem Air Train zu der Mietwagenstation gebracht wird. Aber es hat problemlos geklappt und wir fuhren aus der Stadt raus um dann unsere erste Unterkunft in einem preiswerten Motel zu nutzen. Sie lag in einer Elm Street und die Leuchtreklame flackerte, was irgendwie cool war.

Unser erstes richtiges Reiseziel waren die Niagarafälle. So haben wir uns am Morgen aufgemacht und fuhren durch den Bundestaat New York rauf bis zur kanadischen Grenze. Die Niagarafälle befinden sich auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Die Grenze zu Kanada führt durch den Fluss Niagara. Es gibt den Ort Niagara jeweils auf amerikanischer und auf kanadischer Seite der Grenze. Das ist schon spannend!
Wir machten unseren zweiten Motelstop in einem Motel im amerikanischen Niagara. Von dort konnte man zu Fuß in zehn Minuten im Niagara Falls State Park sein. Dies ist der älteste Nationalpark der USA und das Vorbild für alle anderen Nationalparks der Vereinigten Staaten. Und auch wenn es sich nicht um einen Freizeitpark handelt: es ist der beeindruckendste Teil der gesamten Reise gewesen. Die Naturgewalt ist phantastisch. Die Niagarafälle sind touristisch so gut erschlossen, dass man auch einige Dinge erleben kann, die ohne menschliche Anstrengungen nicht möglich sind. Auf dem folgenden Bild stehe ich vor dem "American Fall". Wer genau hinschaut, erkennt im hintersten Bereich, dass der Wasserfall dort unterbrochen ist. Das liegt daran, dass es dort noch einen kleineren Abschnitt gibt, der tatsächlich ein eigener Wasserfall ist.

Und hier schauen wir an eben diesem kleinsten der drei Wasserfälle, dem Bridal Veil ("Brautschleier") nach unten auf Holzstege, die man tatsächlich betreten kann. Dieses Erlebnis nennt sich "Cave of the Winds"-Tour.

Wenn man diese Attraktion macht, dann betritt man ein Gebäude, in dem man mit ein paar interaktiven Stationen sich über die Geschichte der industriellen Nutzung der Wasserfälle informieren kann, und bekommt anschließend in einem Kinosaal inklusive Animatronics weitere spannende Informationen. Unter anderem geht es darum, wie Nicola Tesla sein Elekrizitätskraftwerk gebaut und somit die Grundlage für das erste Stromnetz der USA gelegt hat. (Voltron lässt grüßen, siehe den Neubau im Europa Park). Mit einem Fahrstuhl fährt man dann in eine Höhle, deren Ausgang im unteren Bereich der Klippe liegt und von der aus man Richtung des unteren Bereich des Wasserfalls laufen kann, wo man dann eben auf diese Stege trifft, die einen bis in die Gischt und in die Wellen des Bridal Veil führen. Damit man nicht komplett durchnässt wird, darf man ein Regencape überziehen. Das ist im Preis von 21$ pro Person inbegriffen und ist nicht dicker als ein dünner Müllbeutel. Aber es hilft. Denn es ist dort so nass, als ginge man unter die Dusche.




Dafür ist die Aussicht von unten einfach großartig. Zum Glück kann man sich anschließend oben im Park einen heißen Kaffee holen, und wir hatten wider der Vorhersage auch bereits an diesem Tag 26 Grad und Sonnenschein. Da kann man nicht meckern. Wer noch nicht genug davon hat, sich zu Fuß an den kleinsten Wasserfall zu begeben, dem sei nahegelegt, dass man mit dem Schiff mitten in die Bucht des größten und berühmtesten Wasserfalls, dem "Horseshoe" genannten, hufeisenförmigen Highlight des Spektakels, fahren kann. Dies kann man übrigens auf der amerikanischen und der kanadischen Seite des Flusses buchen. Ich empfehle, es auf der amerikanischen Seite zu tun: die "Maid of the Mists"-Tour erlaubt es, im Anschluss eine Treppe am American Fall hochzulaufen und sich keine zehn Meter unterhalb der Sturzkante zu befinden.
Da ich mich hier ja kurz halten wollte, nur zwei Bilder:

Links, nicht im Bild, sind American Fall und Bridal Veil, voraus der riesige Horseshoe Fall. Die Regencapes sind hier blau. Man fährt mitten in diese Bucht und ist vom Wasser umgeben, es regnet Gischt, es ist der Wahnsinn.

Und wenn man von der Anlegestelle die Treppe raufläuft, kommt man eben an die Sturzkante heran. Wahnsinn. Abends werden die Wasserfälle dann auch noch toll beleuchtet, um 22 Uhr gibt es jeden Abend ein kleines Feuerwerk (ohne Musik), das man gratis anschauen darf. Schön gemacht.
Wir sind nach unserer Übernachtung dann auf die kanadische Seite gewechselt. Und da ist dann eben die Aussicht auf die Wasserfälle viiiel besser und man kann direkt neben dem riesigen Horseshoe Fall stehen. Und man sieht, wie tief die Schiffe in die Bucht fahren.

4Und zu guter letzt noch ein Übersichtsbild über alle drei Wasserfälle:

FUN FACT: im kanadischen Niagara Falls gibt es Clifton Hill, ein Vergnügungsviertel, das letztlich aus einer Straße besteht, in der sich kreativerweise Hard Rock Cafe, Rainforrest Cafe und Burger King drängen neben Mad House, Riesenrad, Wilder Maus, Minigolf und Kartbahn. Kein Freizeitpark, aber die enthusiastischeren Mitglieder hier werden wissen, worum es geht. Gereizt hat uns da nichts. Und wir wollten ja auch noch weiter zur nächsten Unterkunft, denn unsere Rundreise sollte weitergehen nach Toronto...

Auch dort kamen wir am frühen Abend an und haben abends uns die Kneipen und Bars angeschaut, am nächsten Tag die touristischen Highlights gemacht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Montreal.

Montreal ist eine wunderschöne Stadt, und wenn man auf den Berg Mont-Royal hinaufklettert, der gleichzeitig als Stadtpark angelegt ist, so hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Ein Stadtpark am/überm Berg ist allerdings schon ungewohnt, wenn man hier die Stadtparks im Revier kennt...
Was in Montreal sehr spannend war: Wir hatten ein Hotelzimmer mit Ausblick auf den Six Flags La Ronde Park.

Man sieht es nicht so gut auf dem Foto, aber die Insel links im Bild beherbergt den Park. Wir haben ihn aber nicht besucht. Laut Captain ist es der schlechteste, ungepflegteste und unfreundlichste Six Flags Park. Da war uns unser nächstes Ziel schlicht wichtiger: Quebéc!
Und das war absolut das nächste Highlight der Reise, denn Quebéc hat eine historische, 500 Jahre alte Altstadt mit einer bewegten Geschichte, einem tollen Blick über den St-Lorenz-Strom und einer kulinarischen Breite, die uns einfach begeistert hat. Ich lasse einige wenige Bilder für sich sprechen:




Der Trip führte uns dann die nächsten zwei Tage noch weiter nördlich, wir machten Whale-Watching in Tadoussac (was sich nicht gelohnt hat: 250 Dollar, kaum was gesehen) und wir fuhren dann wieder zurück Richtung USA, ein toller Road Trip, der uns erneut an zwei sehenswerten Wasserfällen vorbeiführte und uns dann schließlich nach Boston führte. Boston ist eine Stadt mit ebenfalls spannender Geschichte. Die meisten von euch können bestimmt mit der "Boston Tea Party" etwas anfangen: die Siedler kippten eine Schiffsladung Tee in den Hafen als Protest gegen englische Zollabgaben und lösten damit letztlich die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung aus.

Hier das Schiff, von dem man als Tourist gern auch mal Kisten ins Wasser werfen darf. Aber der heftige Eintrittspreis von35$ pro Person und einer Stunde Führung hielt uns ab, uns das auch von innen anzusehen. Denn völlig gratis kann man stattdessen zwei echte Schiffe anschauen: Das Kriegschiff USS Cassin Young und das Holzsegelschiff USS Constitution - diese ist sowas wie die Gorch Fock von Boston.



Beide Schiffe kann man von aussen und innen beschauen, bei der Constitution darf man sogar auf beide Unterdecks, auch wenn man nicht komplett nach vorn oder achtern darf.
UND NUN ZUM ERSTEN COASTERHIGHLIGHT DIESES BERICHTS - Vielen Dank für die Geduld:
Die Rundreise sollte nun den Freizeitparkzwischenstopp bekommen, der lange angedacht war und der unsere Rundreise beendete, bevor wir die letzten Tage in New York City verbrachten.
... Fortsetzung folgt...
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