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Six Flags New England und Coney Islands Luna Park im Juni 2023

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Mein Mann und ich sind Ende Mai für 14 Tage nach Nordamerika gereist. Wären wir kein Coasterforum, gäbe es eine Menge zu erzählen, ich beschränke mich aber auf ein paar kurze Highlights der gesamten Reise. Aber von den Freizeitparkerlebnissen berichte ich natürlich ausführlicher. Wer mehr wissen möchte, kann natürlich gern noch Fragen stellen.

Wer direkt zum Park springen möchte: das mache ich im zweiten Post...

Wir begannen unsere Reise mit dem Flug nach New York City, wo wir am John F. Kennedy Airport ankamen. Dort haben wir unseren Mietwagen abgeholt, was ein wenig umständlicher als üblich war, da der Flughafen derzeit aufwändig umgebaut wird und man per Bus statt mit dem Air Train zu der Mietwagenstation gebracht wird. Aber es hat problemlos geklappt und wir fuhren aus der Stadt raus um dann unsere erste Unterkunft in einem preiswerten Motel zu nutzen. Sie lag in einer Elm Street und die Leuchtreklame flackerte, was irgendwie cool war.

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Unser erstes richtiges Reiseziel waren die Niagarafälle. So haben wir uns am Morgen aufgemacht und fuhren durch den Bundestaat New York rauf bis zur kanadischen Grenze. Die Niagarafälle befinden sich auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Die Grenze zu Kanada führt durch den Fluss Niagara. Es gibt den Ort Niagara jeweils auf amerikanischer und auf kanadischer Seite der Grenze. Das ist schon spannend!
Wir machten unseren zweiten Motelstop in einem Motel im amerikanischen Niagara. Von dort konnte man zu Fuß in zehn Minuten im Niagara Falls State Park sein. Dies ist der älteste Nationalpark der USA und das Vorbild für alle anderen Nationalparks der Vereinigten Staaten. Und auch wenn es sich nicht um einen Freizeitpark handelt: es ist der beeindruckendste Teil der gesamten Reise gewesen. Die Naturgewalt ist phantastisch. Die Niagarafälle sind touristisch so gut erschlossen, dass man auch einige Dinge erleben kann, die ohne menschliche Anstrengungen nicht möglich sind. Auf dem folgenden Bild stehe ich vor dem "American Fall". Wer genau hinschaut, erkennt im hintersten Bereich, dass der Wasserfall dort unterbrochen ist. Das liegt daran, dass es dort noch einen kleineren Abschnitt gibt, der tatsächlich ein eigener Wasserfall ist.
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Und hier schauen wir an eben diesem kleinsten der drei Wasserfälle, dem Bridal Veil ("Brautschleier") nach unten auf Holzstege, die man tatsächlich betreten kann. Dieses Erlebnis nennt sich "Cave of the Winds"-Tour.
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Wenn man diese Attraktion macht, dann betritt man ein Gebäude, in dem man mit ein paar interaktiven Stationen sich über die Geschichte der industriellen Nutzung der Wasserfälle informieren kann, und bekommt anschließend in einem Kinosaal inklusive Animatronics weitere spannende Informationen. Unter anderem geht es darum, wie Nicola Tesla sein Elekrizitätskraftwerk gebaut und somit die Grundlage für das erste Stromnetz der USA gelegt hat. (Voltron lässt grüßen, siehe den Neubau im Europa Park). Mit einem Fahrstuhl fährt man dann in eine Höhle, deren Ausgang im unteren Bereich der Klippe liegt und von der aus man Richtung des unteren Bereich des Wasserfalls laufen kann, wo man dann eben auf diese Stege trifft, die einen bis in die Gischt und in die Wellen des Bridal Veil führen. Damit man nicht komplett durchnässt wird, darf man ein Regencape überziehen. Das ist im Preis von 21$ pro Person inbegriffen und ist nicht dicker als ein dünner Müllbeutel. Aber es hilft. Denn es ist dort so nass, als ginge man unter die Dusche.
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Dafür ist die Aussicht von unten einfach großartig. Zum Glück kann man sich anschließend oben im Park einen heißen Kaffee holen, und wir hatten wider der Vorhersage auch bereits an diesem Tag 26 Grad und Sonnenschein. Da kann man nicht meckern. Wer noch nicht genug davon hat, sich zu Fuß an den kleinsten Wasserfall zu begeben, dem sei nahegelegt, dass man mit dem Schiff mitten in die Bucht des größten und berühmtesten Wasserfalls, dem "Horseshoe" genannten, hufeisenförmigen Highlight des Spektakels, fahren kann. Dies kann man übrigens auf der amerikanischen und der kanadischen Seite des Flusses buchen. Ich empfehle, es auf der amerikanischen Seite zu tun: die "Maid of the Mists"-Tour erlaubt es, im Anschluss eine Treppe am American Fall hochzulaufen und sich keine zehn Meter unterhalb der Sturzkante zu befinden.
Da ich mich hier ja kurz halten wollte, nur zwei Bilder:
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Links, nicht im Bild, sind American Fall und Bridal Veil, voraus der riesige Horseshoe Fall. Die Regencapes sind hier blau. Man fährt mitten in diese Bucht und ist vom Wasser umgeben, es regnet Gischt, es ist der Wahnsinn.
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Und wenn man von der Anlegestelle die Treppe raufläuft, kommt man eben an die Sturzkante heran. Wahnsinn. Abends werden die Wasserfälle dann auch noch toll beleuchtet, um 22 Uhr gibt es jeden Abend ein kleines Feuerwerk (ohne Musik), das man gratis anschauen darf. Schön gemacht.
Wir sind nach unserer Übernachtung dann auf die kanadische Seite gewechselt. Und da ist dann eben die Aussicht auf die Wasserfälle viiiel besser und man kann direkt neben dem riesigen Horseshoe Fall stehen. Und man sieht, wie tief die Schiffe in die Bucht fahren.

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Und zu guter letzt noch ein Übersichtsbild über alle drei Wasserfälle:
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FUN FACT: im kanadischen Niagara Falls gibt es Clifton Hill, ein Vergnügungsviertel, das letztlich aus einer Straße besteht, in der sich kreativerweise Hard Rock Cafe, Rainforrest Cafe und Burger King drängen neben Mad House, Riesenrad, Wilder Maus, Minigolf und Kartbahn. Kein Freizeitpark, aber die enthusiastischeren Mitglieder hier werden wissen, worum es geht. Gereizt hat uns da nichts. Und wir wollten ja auch noch weiter zur nächsten Unterkunft, denn unsere Rundreise sollte weitergehen nach Toronto...IMG_E3480.JPG
Auch dort kamen wir am frühen Abend an und haben abends uns die Kneipen und Bars angeschaut, am nächsten Tag die touristischen Highlights gemacht. Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Montreal.
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Montreal ist eine wunderschöne Stadt, und wenn man auf den Berg Mont-Royal hinaufklettert, der gleichzeitig als Stadtpark angelegt ist, so hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Ein Stadtpark am/überm Berg ist allerdings schon ungewohnt, wenn man hier die Stadtparks im Revier kennt...
Was in Montreal sehr spannend war: Wir hatten ein Hotelzimmer mit Ausblick auf den Six Flags La Ronde Park. IMG_E3540.JPG
Man sieht es nicht so gut auf dem Foto, aber die Insel links im Bild beherbergt den Park. Wir haben ihn aber nicht besucht. Laut Captain ist es der schlechteste, ungepflegteste und unfreundlichste Six Flags Park. Da war uns unser nächstes Ziel schlicht wichtiger: Quebéc!
Und das war absolut das nächste Highlight der Reise, denn Quebéc hat eine historische, 500 Jahre alte Altstadt mit einer bewegten Geschichte, einem tollen Blick über den St-Lorenz-Strom und einer kulinarischen Breite, die uns einfach begeistert hat. Ich lasse einige wenige Bilder für sich sprechen:

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Der Trip führte uns dann die nächsten zwei Tage noch weiter nördlich, wir machten Whale-Watching in Tadoussac (was sich nicht gelohnt hat: 250 Dollar, kaum was gesehen) und wir fuhren dann wieder zurück Richtung USA, ein toller Road Trip, der uns erneut an zwei sehenswerten Wasserfällen vorbeiführte und uns dann schließlich nach Boston führte. Boston ist eine Stadt mit ebenfalls spannender Geschichte. Die meisten von euch können bestimmt mit der "Boston Tea Party" etwas anfangen: die Siedler kippten eine Schiffsladung Tee in den Hafen als Protest gegen englische Zollabgaben und lösten damit letztlich die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung aus.
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Hier das Schiff, von dem man als Tourist gern auch mal Kisten ins Wasser werfen darf. Aber der heftige Eintrittspreis von35$ pro Person und einer Stunde Führung hielt uns ab, uns das auch von innen anzusehen. Denn völlig gratis kann man stattdessen zwei echte Schiffe anschauen: Das Kriegschiff USS Cassin Young und das Holzsegelschiff USS Constitution - diese ist sowas wie die Gorch Fock von Boston.

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Beide Schiffe kann man von aussen und innen beschauen, bei der Constitution darf man sogar auf beide Unterdecks, auch wenn man nicht komplett nach vorn oder achtern darf.

UND NUN ZUM ERSTEN COASTERHIGHLIGHT DIESES BERICHTS - Vielen Dank für die Geduld:
Die Rundreise sollte nun den Freizeitparkzwischenstopp bekommen, der lange angedacht war und der unsere Rundreise beendete, bevor wir die letzten Tage in New York City verbrachten.

... Fortsetzung folgt...
 
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Six Flags New England also. Was war das spannend:
Wir haben unsere Reise nicht so konkret geplant, dass da alles in Stein gemeißelt gewesen wäre. Wir hatten lediglich festgelegt, welche Orte und Sehenswürdigkeiten wir ins Auge fassen möchten, und einen ungefähren Zeitplan ausgemalt. Aber das verschob sich hier einen Tag nach vorne, da einen Tag nach hinten. Wie weit wir fuhren, hing von der Fitness ab und wo wir ein Motel mit gewünschter Ausstattung zu moderatem Preis finden konnten. Deshalb wurde unser Besuch im Six Flags Park wie folgt festgelegt:
Wir waren in Boston. Zum Park waren es zweieinhalb Stunden Fahrzeit. Wir überlegten: wir hatten in Boston einiges schon gesehen, es war gegen 17 Uhr. Zwar war es Freitag, aber eine Partynacht wollten wir dennoch nicht machen. Das wäre zu anstrengend gewesen, wenn wir am nächsten Tag dann noch zum Park fahren würden, den dann besuchen und schließlich weiter nach New York City fahren wollten. Und das Hotel in Boston hätte locker das dreifache einer Unterkunft in parknähe gekostet. Also beschlossen wir: Wir fahren raus aus Boston und Richtung Springfield, Massachusetts. Unser Motel war keine 15 Minuten vom Park entfernt. Tolle Unterkunft, so richtig amerikanisches Klischee.
Im Motel haben wir dann uns noch mal wegen der Preise schlau gemacht: 39$ Eintritt für jeden von uns, oder 49$. Für die zehn Tacken mehr gibt es eine Trinkflasche, die man an jeder Getränkestation gratis auffüllen kann. Joa, nicht verkehrt. Dann die Parkplatzkosten: nochmal 35$. In den USA kommt dann ja immer noch die Steuer oben drauf. Gesamtkosten: um die 180 Dollar, wenn man es online kauft.
Wir haben uns dann überlegt: kaufen wir unsere Tickets am Park, können wir zehn Dollar sparen, wenn nur einer die Getränkeflatrate mitkauft. Und da der Park erst um 11 Uhr öffnet, haben wir auch genug Zeit, uns die Parkplatzsituation vor Ort anzuschauen. Denn: das sogenannte "Priority Parking" kostet noch mehr Geld. Aber wenn man dann viel weniger Anreisestress hat... wer weiß? Gesagt, getan.
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Nun ja, wie man auf dem Bild sieht: Wir sind um 10 Uhr auf den Parkplatz gefahren. Der Himmel grau, die Temperatur 22 Grad Celsius, und kein Verkehr. Irgendwie richtig, richtig gut. Hey, es ist Samstag, und in Kanada wäre gerade Hochsaison gewesen, denn da hat man uns die ganze Woche darauf eingestimmt, es sei nur so leer, weil es am Wochenende mit der Saison los geht. Nun, in den USA wohl nicht. So einen leeren Parkplatz habe ich lange nicht gesehen bei einem Freizeitpark. Die nächste Überraschung kam, als wir durch die Tore fuhren: die Mitarbeiterin sagte, dass wir nichts zahlen müssen. Gut, dass wir das nicht online gebucht hatten! Und dass das Priority Parking einfach nur die ersten paar Reihen des Parkplatzes betrifft, ist ein Witz. Von unserer Parkplatzbucht bis zur Priority Lane waren es keine zwei Gehminuten.
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Über eine Treppe kann man dann die Straße überqueren und befindet sich dann am Eingang:
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Dort wollten wir dann unsere Tickets kaufen. (Die Pride-Beflaggung liegt übrigens daran, dass im Juni in den USA der Pride-Month begangen wird, was hier in Deutschland ja mittlerweile auch teilweise übernommen wurde.) Zu unserer Überraschung kostet das Ticket am Schalter aber 79$ und es gibt das Getränke-Angebot nicht. Sehr seltsam. Nun ja, aber da haben wir die Tickets dann eben über das Handy im Onlineshop erstanden. Das hat nur wenige Minuten gedauert, und so konnten wir nun in den Park.

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Die Getränkeflasche bekommt man dann übrigens am erstbesten Getränkestand auf Nachfrage. Man zeigt sein (mobiles) Ticket vor, bekommt ein Armband und die Flasche, und fertig ist man. Dank des Armbands sehen die Mitarbeiter an allen Getränkeständen, dass man Refill gekauft hat, so dass man gar nicht viel reden muss. Gut gelöst!

Six Flags New England erinnert mich in vielerlei Hinsicht an den Movie Park. Hier wie dort betritt man den Park mehr oder weniger in seiner Mitte und kann sich dann entscheiden, ob man sich auf die eine oder andere Seite zuerst begibt. Im SFNE befinden sich einige Achterbahnen, und sie sind in beiden Parkhälften verteilt.
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Wir befanden uns am zentralen Platz, und es war kurz vor 11 Uhr. Die Parkteile waren noch abgesperrt. Mir fiel die Wahl aber nicht schwer: Ich wollte zuerst zu WICKED CYCLONE. Diese RMC-Holz-Hybrid-Achterbahn wäre immerhin meine erste Fahrt mit einer Bahn dieses Typs, und das wollte ich auf keinen Fall dem Zufall überlassen. Wie sich herausstellte: weise Entscheidung! Schaut mal auf den Parkplan: Wicked Cyclone ist links unten abgebildet. Und so begrüßte uns der Anblick aus der Ferne:
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Wicked Cyclone steht direkt neben dem Sky Screamer, einem Star Flyer von Fun Time.
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Den haben wir aber links (nein, rechts) liegen lassen. Für Wicked Cyclone muss man, wie für die meisten anderen Achterbahnen auch, seinen Rucksack in einem Gepäckschließfach einschließen. Das System ist ein bisschen seltsam. Man kann eine Tagesmitgliedschaft oder eine einmalige Nutzung buchen. Bei der Tagesmitgliedschaft für 5$ muss man einen siebenstelligen Code eingeben, mit dem man sich quasi identifiziert, und dann zwei mal einen vierstelligen Code, mit dem man das Schließfach bedient. Ich habe noch immer nicht verstanden, warum man da zwei mal einen vierstelligen Code eingeben sollte. Jedenfalls macht man das an einem Bezahlautomaten, und der gibt einem dann einen Schein aus. Auf dem steht, welches Schließfach man bekommt. Und dann geht man erst zum Schließfach. Da gibt man dann seinen vierstelligen Code ein, packt seine Sachen rein und schliesst das. Klingt kompliziert? Wird noch schlimmer... wenn man nämlich die Sachen aus dem Schließfach holt, gibt es eine versteckte Taste unterhalb des Ziffernblocks, die man drücken soll, nachdem man seine PIN eingegeben hat, um die Miete des aktuellen Schließfachs zu beenden und es für andere freizugeben. Wenn man dann in einen anderen Bereich des Parks geht, um dort ein Schließfach zu buchen, muss man dort an einem Terminal erneut seine siebenstellige Nummer eingeben, damit man dann dort ein neues Schließfach buchen kann. Und es sagte uns dann immer, wir hätten die Miete des anderen Schließfachs nicht beendet (doch, hatten wir... aber es hat eben nicht funktioniert wie beschrieben, und die Mitarbeiter haben es auch nicht besser verstanden, kein Witz!). Was nicht schlimm ist: das System sagt einem dann halt nur, dass man hoffentlich im alten Schließfach nichts mehr drin hat, das wird dann nämlich wieder freigegeben. Nun, wenn das jedem Nutzer so ging wie uns (und anderen, wie wir mitbekommen haben), gab es viele leere, aber nicht benutzbare Schließfächer. Egal... kommen wir zu spannenderem:
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WICKED CYCLONE
Das war schon super: nach der etwas umständlichen Schließfachprozedur konnten wir in die Station durchlaufen, stellten uns für die hinterste Reihe an und saßen im nächsten Zug. Wartezeit: 2 Minuten. Unser erster RMC. Aufregung. Wir hatten den Zug bereits durch die Strecke fahren sehen, was total krank und falsch aussieht.
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und es war schön, dass in der (kaum thematisierten) Station nicht viel Gedränge herrschte. Trotzdem: den Operator habe ich beim besten Willen kaum verstanden, egal.

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Los ging die Fahrt. Und ich weiss, dass die erfahreneren Coasterfriends sagen werden, Wicked Cyclone sei klein und relativ unbedeutend, gemessen an neueren Bahnen. Ich aber sage, dass wir die spannendste neue Achterbahnerfahrung seit Taron hatten und sofort verliebt waren. Deshalb haben wir uns direkt neu angestellt für die erste Reihe, wo wir dieses Mal nur zwei Züge später drin saßen. Und ich habe noch zu meinem Mann gesagt: "Na ja, letzte Reihe ist ja eigentlich intensiver..." Gut, dass ich "eigentlich" gesagt habe, denn die erste Reihe hatte einen derartigen Wumms bei manchen Elementen, dass es mir die Sprache verschlagen hat. Und es war erst 11:25 als wir bereits wieder raus waren. Und weil es so spaßig war, wussten wir, dass wir da später noch Wiederholungsfahrten machen wollen! Volle 5 Sterne!
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Nebenan war die Raftingbahn "Blizzard River" geschlossen. Schade, aber kein Weltuntergang. Blöder war, dass bei der rotierenden Maus "Pandemonium" eine Schlange von 50 Minuten anstand.
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Und daneben befindet sich dann auch noch eine der vielen Standard-Layout-Bahnen, die man hier zur genüge kennt: "Flashback" ist ein Standard-Shuttle-Coaster wie "Speed of Sound" in Walibi NL. So sehr Standard, dass ich nur ein ganz seltsames Foto gemacht habe, nämlich von der nicht dazu gehörenden und irgendwie gar nicht in den Bereich passenden Bugs-Bunny-Deko.
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Da sind wir dann erst mal weiter gezogen, Shuttle Coaster braucht es auch nicht. Also: rüber auf die andere Seite des Parks. Wenn ihr euch den Parkplan anschaut: Dort in der Mitte befindet sich die Holzachterbahn "Thunderbolt" - auch dort gab es über eine Stunde Wartezeit. Wir sind also lieber in den DC-Teil des Parks direkt nebenan gegangen.
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Die Superman-Statue vor dem Flatride "Supergirl" und mit der Intamin-Achterbahn "Superman" im Hintergrund. Diese würde unsere nächste Fahrt werden.
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Supergirl war für danach angedacht.
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Neben der netten Metropolis-Thematisierung ging es zum nächsten Schließfachbereich und direkt dann in den Wartebereich der Achterbahn. Superman The Ride besitzt laut Wikipedia "einen 63 m hohen Lifthill, eine 67 m hohe Abfahrt und ist 1646 m lang. In den Jahren 2003, sowie 2006 bis 2009 gewann sie insgesamt fünf Mal den Amusement Today Golden Ticket Award in der Kategorie Beste Stahlachterbahn". Klingt toll. Macht auch sehr viel Spaß. Theoretisch. Nur bin ich halt sehr groß. Und der Bügel ist so ein bescheuerter Bein-Becken-Folter-Bügel wie bei RAIK.

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Ich habe gedacht, ich breche ab oder bekommen Krämpfe. Außerdem ist die Bahn schon ein paar Jahre alt und schlägt an ein paar Ecken sehr. Aber: tolle Aussicht vom Lifthügel (man schaut links in die Landschaft mit dem Fluss; nach rechts schaut man über den gesamten Park; und dann geht es senkrecht in die Tiefe, die 67 Meter kommen davon, dass man hier erst mal in einen Tunnel fährt, bevor es direkt wieder steil bergauf geht... und so weiter.

IMG_E4113.JPGIMG_E4125.JPGIch verzichte übrigens auf eine Nachbeschreibung der Fahrelemente, dafür gibt es Onridevideos). Ohne die bescheuerten Bügel würde ich Superman 4 von 5 Sternen geben, aber so sind es persönlich nur 3 von 5....
Ohne zu wissen, was uns erwartet, stellten wir uns dann beim Flatride "Cyborg" an. Die Wartezeit pro Runde betrug geschlagene 6 Minuten, ohne dass man sehen konnte, auf was man da eigentlich wartet. Grafiken in der Station gaben vage, verheißungsvolle Hinweise... mehr aber auch nicht. IMG_E4116.JPG
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Wir warteten drei volle Runden und den Rest der ersten Runde, also fast eine halbe Stunde, bis wir endlich rein durften. Und meine Güte: man sitzt in dem Rundfahrgeschäft mit dem Blick nach außen in einer sehr kahlen Halle, wird ein bisschen gedreht, wartet darauf, dass es schneller gestellt wird, und dann ist es schoj vorbei... nur die Abfertigung dauert so lange, warum auch immer. Der Blick zurück zeigt, dass man sogar die Beleuchtung mit den bunten Lampen drangelassen hat, obwohl man als Fahrgast davon wirklich nichts sieht. Man sieht nur das Blech der kahlen Halle...

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Ich weiß nicht, wie sich das Fahrgeschäft nennt. Es lohnte jedenfalls nicht. Also: raus und rauf auf Supergirl.... das hatte aber nun einen Defekt. Also weiter zur nächsten Achterbahn: Catwoman Whip!

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Der Name ist cool, die Bahn selbst ist eine Marienkäferbahn in Grün-Lila - und geschlossen. Nebenan: "Gotham City Gauntlet Escape from Arkham Asylum" - was ein Name, aber: es ist eine Wilde Maus. Standardausführung. Wartezeit: 30 Minuten. Erstmal weitergehen! Denn: Nach der Batmanfigur...

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und dem nett gemachten Kinderbereich...
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kommt man dann in die Thrill-Ecke des Parks.
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DC im Vodergrund, die BATMAN-Achterbahn im Hintergrund. Und mehr:
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Dort erwartet einen der 4D-Coaster JOKER,

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der Standard SLC RIDDLER,
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ein Wellenflieger ist auch dabei... und Harley Quinn Spinnsanity, ein weiterer Gyro Swing.
Wir sind dann also zum JOKER, denn auch diese Achterbahn war uns als Modell bisher noch nicht bekannt. Sieht ja nach nix aus, wirklich nicht. Keine Kurven, und wenn ich daran denke, dass X2 als 4D-Achterbahn mich einfach unfassbar reizt, ist das Joker-Modell mir immer reizlos erschienen. Weit gefehlt: das ist ein so intensiver Ritt, dass es mir im wörtlichen Sinn zwischenzeitlich den Atem verschlagen hat und ich leicht benommen ausgestiegen bin.IMG_E4141.JPGIMG_E4158.JPG
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Wertung: 4,5 Sterne! Abzug nur, weil die Fahrt so kurz war. Aber auch hier war die Wartezeit nur 7 Minuten lang, alles prima... ich bin begeistert.
Wir sind dann zu unserem ersten Floorless-Coaster, BATMAN gegangen. Soviele Premieren, ich hätte den Titel des Threads anders wählen sollen. Jedenfalls: Auch hier sind wir nach nur 5 Minuten dran gewesen. Also falls ihr euch wundert, warum wir Wilde Maus und Co übersprungen haben vorerst: wenn man kaum Wartezeit bei den Highlights hat, warum dann bei den Standards warten?
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BATMAN sieht mega cool aus, wenn man von aussen schaut. Aber obwohl ich nun wirklich nicht mal in der Kreisliga der Achterbahnfreunde mitspielen kann, so war mir doch schon bei näherer Betrachtung das B&M-Standard-Design ein bisschen langweilig im Auge. So sehen B&M-Achterbahnen nunmal aus. Abfahrt, Looping, Schraube, Helix... irgendwie alles vertraut. Der fehlende Fußboden macht sich bei der Fahrt wenig bemerkbar. Man sitze eben so bequem wie bei einer hängenden Achterbahn, das ist mir positiv aufgefallen (im Gegensatz zum oben beschriebenen Bein-Folter-Knochenbrech-Bügel der Intamin-Bahn). Wir saßen in der letzten Reihe, so dass die Elemente mit netten Kräften durchfahren wurden, aber so richtig Bumms hatte es nicht. 3 Sterne.

Mein Mann wollte dann aber tatsächlich auf Riddler Revenge. Nun ja, den hatte ich bisher auch links liegen lassen. SLC halt, 30 Minuten Wartezeit... aber nun gut, wir waren ja schon gut durchgekommen. Wir stellten uns also an.
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Nun, die Wartezeit kam daher, dass der Zug in der Station stand und stand und stand... endlich ging es weiter. Und dann auch zügig. Und wir wieder in die letzte Reihe. Positive Überraschung: Riddler Revenge hat neue Züge mit bequemen Westenbügeln. Der Zug fährt los, wir verlassen die Station. Und bleiben stecken im Lifthügel. Prima. Techniker kommt. Zum Glück dauert es keine 5 Minuten, bis es weitergeht. Die Fahrt: sehr angenehm für einen SLC, so angenehm, dass es spaßiger ist als Batman. Sorry, haut mich nicht, aber ich vergebe 3,6 Sterne an Riddler.

So. Nun aber frisch ans Werk: Es muss ja noch nachgeholt werden, was wir ausgelassen haben. Thunderbolt. Flashback. Gotham. Catwoman. Die kleine Achterbahn Great Chase... Nur war irgendwas komisch. Es wurde so still im Park. Auf subtile Art und Weise. Ein genauerer Blick zeigte: Alles stand still. Keine Bahn fuhr. Keine. Aber auch gar keine. Wir gingen überall durch. Ein Stromausfall hat alle Attraktionen angehalten. Alle Techniker und das Sicherheitspersonal waren damit beschäftigt, Menschen aus Fahrgeschäften herauszuholen. Durchsagen, man möge bitte Geduld haben und sich keine Sorgen machen, es dauere aber noch ein paar Minuten, waren zu hören. Hm, das war blöd... wir haben uns dann auf dem Platz bei Pandemonium hingesetzt, was gegessen und getrunken, und gewartet.
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Speed Trap fuhr dann irgendwann mal kurz wieder. Das gab uns Hoffnung. Dann Sky Screamer. Wir also zum Wicked Cyclone zurück. Aber der kam nicht in Fahrt. Nach und nach öffneten ein paar Sachen. Flashback, der Shuttle Coaster, war dabei. Aber der hatte innerhalb von wenigen Minuten dann 90 Minuten Wartezeit. Das will ja keiner. Thunderbolt erging es ähnlich. Und wir mussten noch 3 Stunden nach New Jersey fahren.... um es kurz zu machen: Ohne einen richtigen Abschluss verließen wir den Park gegen 16:30. Wir hatten die Highlights geschafft, wir hatten in vielerlei Hinsicht (Parkkosten, Eintritt, Wartezeiten an den uns wichtigen Sachen) mehr als Glück. Die Lost Counts lassen mein Herz nicht bluten, es war ein toller Tag und ich freue mich, dass wir das einbauen konnten in unsere Reise. Auch wenn es natürlich noch besser hätte laufen können, so war es doch schön!

Zu guter Letzt komme ich zum Abschluss des Reiseberichts: New York City inkl. des Luna Parks auf CONEY ISLAND!

FORTSETZUNG FOLGT....
 
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Highlight am Ende einer Reise: New York City und der Luna Park

Nun, wir fuhren am Abend noch nach New Jersey, wo wir in einem Motel mit einem Shuttleservice untergebracht waren, welcher alle 15 Minuten für drei Dollar und 15 Minuten Fahrzeit nach Manhatten fuhr. Wer Manhatten nicht kennt, dem sei es wärmstens ans Herz gelegt. Es ist einfach DIE Stadt. Das ist mehr als ein Klischee, es ist ein Lebensgefühl, es ist phantastisch, und ich könnte seitenweise davon berichten und erzählen. Ich mache es aber kurz:

Die Highlights bei unserem diesjährigen Besuch waren:

- die Aussicht vom Freedom Tower auf Manhatten
- die Freiheitsstatue auf Liberty Island
- "echtes" chinesisches Essen in China Town (und nicht das, was man hier im Chinarestaurant serviert bekommt)
- und der Luna Park auf Coney Island

Ich denke, manche Sachen muss man nicht weiter erklären.

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Auch hier hatten wir übrigens wieder Glück: Tickets im World Trade Center gekauft, keine Wartezeit, günstigster Tarif. Eine Vorausbuchung hätte sich in diesem Fall als komplizierter erwiesen. Und die Aussicht war der Hammer. Die günstigste Variante kostet übrigens 49 Dollar pro Person.
Am nächsten Tag sind wir nach Liberty Island und Ellis Island per Fähre von New Jersey aus gefahren. Leider haben wir hier aber den Fehler gemacht und NICHT vorher gebucht. Deshalb konnten wir die Freiheitsstatue nicht von innen sehen, sondern durften nur aussen an der Promenade entlang. Fähre kostet hier 30 Dollar pro Person, dafür sind beide Museen auf den Inseln inklusiv. Auf die Statue zu kommen kostet 40 Dollar und war wie gesagt ausverkauft.
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Und einen weiteren Tag später sind wir dann zurückgeflogen. Der Abflugtermin war gegen 17:30. Wie überbrückt man eine Zeit vom Auschecken bis zum Abflug? Wir haben es mit Coney Islands Luna Park gemacht.

Hingefahren, vor Ort für 2 Dollar am Parkautomat geparkt. Und dann die Atmosphäre diese ikonischen Ortes aufgesaugt, den man ja auch aus diversen Filmen und Serien kennt.
Und ich konnte es mir einfach nicht nehmen lassen und bin mit CYCLONE gefahren. Diese 95 Jahre alte Holzachterbahn. Sie ist übrigens fast baugleich mit der verhassten BANDIT im Movie Park. Aber eben viel älter und kultiger.
Die Fahrt kostet 10 Euro. Es war kein anderer da, also habe ich mich in die erste Reihe gesetzt. Allein. Ich musste warten, denn erst wenn vier Fahrer da sind, darf die Bahn fahren. Drei Minuten später war es zum Glück so weit.

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Und was soll ich sagen: Ich wurde hin- und hergeschleudert. Die Strecke sieht derartig gefährlich aus, die Schienen sind krumm und laufen bei weitem nicht parallel, ein Albtraum für einen TÜV-gewohnten Deutschen. Aber es war ein richtig heftiger, geiler Ritt, ich bin voller Adrenalin aus dieser Bahn gekommen. 5 von 5 Sternen, und ich musste meinem Mann sagen, dass er ein absolutes Highlight verpasst hat.
Immerhin wollte er dann aber noch mit mir THUNDERBOLT fahren. Konnten wir die gleichnamige Holzachterbahn im Six Flags leider nicht mitnehmen, so doch immerhin den Namensvetter. Und ich muss sagen, auch diese kleine Bahn hat sehr viel Spaß bereitet und bekommt eine 4 auf der Urlaubssterneskala.
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Der Luna Park steht halt direkt am Strand, und der zentrale Bereich ist wieder voller Kirmesattraktionen. Man kommt sich wie in einem gedrubbelten Crange-Szenario vor. Aber das hat ja was. Wir sind aber nichts anderes mehr gefahren, sondern haben noch ein Getränk genossen und sind dann zum Flughafen.
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Ich kann das sehr empfehlen, wenn man es so macht wie wir: mit dem Mietwagen da morgens hin, zwei Stunden schauen, dann zum Flughafen und ab nach Hause. Der perfekte Abschluss eines tollen Urlaubs, wenn man einfach flexibel sein möchte und gleichzeitig Kult und Kultur erleben möchte. Wunderbar. Klar, der Park an sich kann nichts. Aber darum geht es bei einem solchen Park auch nicht. Das ist einfach Geschichte.


Wie gesagt, ich habe mich bewusst mit Fahrtbeschreibungen und anderen Details zurückgehalten, ich hoffe aber, dass die Informationen, die ich eingebaut habe, die interessanten waren.

Viel Spaß beim Lesen! hallo:-)
 

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Danke für die schönen Einblicke in eure USA/Kanada Tour. Die Tour von NYC bis hoch nach Tadoussac ist ja schon eine ordentliche Strecke, aber sehr facettenreich und sicherlich eine gute Wahl für einen Roadtrip. Ich hätte es ja nicht über's Herz gebracht die Parks auf der Strecke auszulassen, aber ich kann verstehen, dass euer Fokus woanders lag und dann ein LaRonde nicht wirklich viel Anziehungskraft ausstrahlt.

Der Wicked Cyclone war auch mein erster RMC und hat damals total begeistert. Also "klein und unbedeutend" ist sie für mich keinesfalls. Aber wenn man von RMCs redet kommen einem natürlich einige der neueren Bahnen eher in den Sinn.
 

Deevilad

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Danke für deinen tollen Bericht! Die perfekte Einstimmung auf unseren Besuch!
Um die Verwirrung um die Schließfächer ein bisschen zu legen, hier mal die Erklärung von erfahrenen Schließfach Nutzern.
Warum die vierstellige Nummer? Naja, als Verifizierung. Stell dir aufgedrehte Teenager vor, die nicht einen Funken Geduld haben, "Äh welche Nummern nehmen wir??" "Mach 6713" der gehetzte 13 Jährige gibt dann aber 7631 ein, weil er sich vertippt, denkt aber er hätte 6713 eingegeben und steht dann vor einem bezahlten aber nicht benutzbaren Fach. Nebenbei zahlt man "Strafe" wenn man über die gebuchten zwei Stunden den Single Locker kommt, also wäre er gezwungen den Tagespreis zu bezahlen.

Um die Miete zu beenden, muss man bei !!!geöffnetem Fach!!! den "End Rental" Knopf 3-4 Sekunden gedrückt halten, dann blinkt die LED grün, das Fach ist wieder frei und man kann seines Weges weiter gehen. Hat man einen Tageslocker genommen, kann man an der nächsten Station seinen Locker umbuchen, der alte Locker wird frei gegeben und man bekommt einen neuen. Angeblich darf man auch da nicht über zwei Stunden kommen, sonst zahlt man auch dann eine "Strafe" aber in Cedar Point haben wir das nicht gemacht und uns wurde nichts weiter berechnet.
Steht tatsächlich so auch überall geschrieben, wir wissen aber alle, wie das so ist mit Schildern. Niemand ließt sie wirklich und falss doch, denken sich viele es wäre nicht wichtig.

Ich hoffe ich konnte dir die Verwirrung etwas nehmen und du bist für deinen nächsten Besuch auf die Locker vorbereitet!
 

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@Deevilad vielen Dank! Wir haben das schon fast richtig verstanden, und sogar die Beschreibungen gelesen. Auf jedem Bildschirm, der frei war, stand sogar, wie das mit dem Ende der Miete des aktuellen Schließfachs funktioniert. Nur stehen normalerweise dannauch hinter einem Leute, die warten. Es in Ruhe lesen war deshalb nicht wirklich möglich. Interessant ist aber, dass das Personal vor Ort es eben auch nicht erklären konnte.

Dass man die Ziffernfolge zwei mal eingeben muss, damit man sich nicht vertippt, meinte ich übrigens nicht. Vielleicht habe ich das aber auch nicht korrekt in Erinnerung, Schwamm drüber. Die beiden Probleme jedoch: Zuerst war nicht klar, dass es diesen zweiten Knopf unterhalb der Zifferntasten gibt, da wir ein Schließfach unten bekommen haben und man das schlicht dann nicht sieht. Dass man das bei geöffnetem Fach machen muss, ist wiederum klar bschrieben gewesen. Aber das mit dem 3-4 Sekunden gedrückt halten, DAS haben wir nicht gemacht. Keine Ahnung, warum uns das durchgegangen ist. Vielleicht ist es in Cedar Point besser erklärt.

@doCoaster ich sagte ja bereits, dass viele hier den Kopf schütteln werden, dass wir da tatsächlich nicht alles gemacht haben, was man machen kann. Nun ja, das ist sicher einfach sowohl eine Sache des Einkommens, als auch der Priorität. Mein Mann ist gern mal in einem Freizeitpark, aber es gibt so viel mehr auf der Welt zu sehen. Und ja, wir hätten uns das Whale Watching klemmen können, dafür hätten wir La Ronde machen können. Oder La Ronde, dafür aber dann nicht auf den Berg steigen und das Gipfelkreuz und den Ausblick über Montreal haben. Oder nicht zur Freiheitsstatue, dafür die anderen Parks auf Coney Island erforschen. Ein reiner Freizeitparkurlaub könnte das doppelte und dreifache des Budgets verschlingen und sicher ebenfalls ein ganz tolles Erlebnis sein. Ich muss aber sagen, ich finde es toll, dass wir das überhaupt gemacht haben. Und es war ein toller Urlaub.

Übrigens fand ich Wicked Cyclone einfach super toll. Da geht es nicht darum, dass es größer geht. Eine Achterbahn lebt ja nicht von ihrer Größe allein. Wicked Cyclone ist intensiv, schnell, abwechslungsreich. Und sowas fahre ich einfach viel lieber als z.B. Colossos mit seinem Out&Back-Design.

Ich freue mich sehr, dass euch der Bericht gefallen hat, auch wenn er tatsächlich kürzer ausgefallen ist als erwartet. Beim Schreiben dachte ich noch, das wird viel zu lang, aber es ist ja doch etwas knapper im Endergebnis.
 

Mario M.

CF Team News
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Danke für eure Eindrücke! Die USA haben einfach so viel mehr zu bieten als die Freizeitparks. Wobei das Argument mit dem Preis, gerade an der Ostküste nicht wirklich zählt, denn für den Preis der Whale Watching Tour hättet ihr schon fast eine Six Flags & Cedar Fair Jahreskarte bekommen - da legalisieren sich die vielen Eintritte schnell.

Aber zum Glück darf ja jeder seinen Urlaub nach seinen Wünschen planen und eurer Trip scheint genau das richtige für EUCH gewesen zu sein - DAS ist die Hauptsache. Vielen Dank, dass du uns daran hast teilhaben lassen beer:-)
 

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Du hast Recht, dass man für viele Dinge mehr Geld ausgibt als für den Eintritt in einen Freizeitpark. Ich bezog mich auf mein Gesamtbudget. Und Geld ist nicht das Hauptargument. Sondern: was kann man in der Zeit machen, die man unterwegs ist? Die Mischung war völlig okay so.
 

ktowncoaster

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Danke für die guten und hilfreichen Berichte! :)

Stichwort hilfreich:

Hingefahren, vor Ort für 2 Dollar am Parkautomat geparkt. Und dann die Atmosphäre diese ikonischen Ortes aufgesaugt, den man ja auch aus diversen Filmen und Serien kennt.

Kannst du mir eine Adresse fürs Navi verraten, wo ihr dort günstig geparkt habt?
 

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Na klar. W 15th Street, Brooklyn, New York 11224, USA. Da parkt man an Münzautomaten, also musst du Münzen dabei haben. Und die maximale Parkdauer ist auch nur 2 Stunden oder so. Aber wenn du dir das auf Google Maps anschaust, wirst du sehen, dass man auch noch andere Parkmöglichkeiten hat. Kommt ja drauf an, wie lange du da verweilen möchtest. Wir hatten nur zwei Stunden eingeplant.
 

Manti

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Wieso entdecke ich den Bericht eigentlich erst jetzt durch den Adventskalender?! War die Idee doch ganz gut! :)

Danke hierfür, gerade für die Erinnerungen, die du bzgl. der Niagara-Fälle in mir geweckt hast. Mittlerweile bin ich doch schon ein bissle in der Welt rumgekommen aber ich muss sagen... Die Niagara-Fällle sind für mich immer noch das beeindruckenste Gewesen, was ich an Natur je erlebt habe. Diese Urgewalt ist unfassbar. Gerade wenn man auf kanadischer Seite an der Bruchkante steht und die Wassermassen dort runter stürzen sieht. Man denkt die ganze Zeit nur, das muss doch irgendwann mal aufhören aber es fließt und fließt und fließt... Es ist so unfassbar genial dort.

Irgendwann komme ich dort hoffentlich noch einmal hin.
 

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Ich bin ja total geflasht und fühle mich sehr geehrt, dass mein Bericht es in den Adventskalender geschafft hat. Ich berichte ja nicht so oft und habe im Nachhinein deutlichen Verbesserungsbedarf hier gesehen.
Da wir auch noch in Texas dieses Jahr waren, hätte ich euch sehr gerne einen Bericht aus dem ersten Six Flags Park geschrieben, dummerweise aber hat uns da die Natur einen Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant war, im Six Flags Over Texas das Halloweenevent mitzumachen, dann aber kam eine Kaltwetterfront, die Temperaturen sanken innerhalb von einer Stunde von 28 Grad auf unter 8 Grad und im Laufe der Nacht auf unter 0 Grad, und das Wetter blieb dann erst mal so: kalt, regnerisch, teilweise eisig. Die Six Flags Parks blieben deshalb geschlossen und unsere Pläne gingen Eisbaden.

Die Tour im Frühjahr war aber auch wirklich wunderschön. Die Niagarafälle sind ein wahnsinnig beeindruckendes Spektakel, und auf der kanadischen Seite gibt es für Counter und Kirmesfans ja auch noch andere Dinge zu erleben. An die Urgewalt der Fälle kommt das natürlich nicht dran. Das ist unvergleichbar. Nicht umsonst sind die Niagarfälle wohl die bekanntesten Wasserfälle der Welt.

Danke an die Redaktion für die Auswahl des Berichts! Freue mich sehr. :)
 
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