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Technische Unfälle/Vorfälle in Freizeitparks, auf Volksfesten etc.

rct800

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Ich denke abwarten und auf etwas konkretere Infos hoffen ist hier tatsächlich die beste Methode, denn irgendwie passt das alles bisher nicht zusammen. Der Unfall soll sich im Stationsbereich ereignet haben, gleichzeitig ist aber auch die Rede davon, dass man an den zweiten Zug kaum rankam bei der Evakuierung.

Die Bahn besitzt ja sogar drei Züge, wobei im Normalbetrieb glaube ich immer maximal zwei Züge eingesetzt werden, oder? Kann mich nicht daran erinnern, die Bahn jemals mit drei Zügen erlebt zu haben. Bei 31 Verletzten würde es sich dann ja um über 3/4 der Passagiere in den beiden Zügen handeln, was für einen Stationsunfall schon ziemlich viel wäre - alles bisher ziemlich undurchsichtig.

Quelle
 

Volker

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Die Bergung war wohl kurz vor 18.00 Uhr abgeschlossen. Da sich die Wagen in fünf Meter Höhe befanden, wurde laut Polizei die Höhenrettung hinzugezogen. Weitere Verzögerungen gab es wohl, da sich die Bügel nicht lösen ließen. Glücklicherweise gab es nur einen schwer Verletzten (wobei nach Polizeidefinition "schwer verletzt" die Einlieferung in ein Krankenhaus bedeutet, auch wenn der/die Betroffene nur eine Nacht zur Überwachung dort bleibt; Mediziner haben dagegen eine andere Definition).

Quelle
 

alex234

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Ich denke abwarten und auf etwas konkretere Infos hoffen ist hier tatsächlich die beste Methode, denn irgendwie passt das alles bisher nicht zusammen. Der Unfall soll sich im Stationsbereich ereignet haben, gleichzeitig ist aber auch die Rede davon, dass man an den zweiten Zug kaum rankam bei der Evakuierung.

Die Bahn besitzt ja sogar drei Züge, wobei im Normalbetrieb glaube ich immer maximal zwei Züge eingesetzt werden, oder? Kann mich nicht daran erinnern, die Bahn jemals mit drei Zügen erlebt zu haben. Bei 31 Verletzten würde es sich dann ja um über 3/4 der Passagiere in den beiden Zügen handeln, was für einen Stationsunfall schon ziemlich viel wäre - alles bisher ziemlich undurchsichtig.

Quelle
Die Bahn fährt normalerweise in der Hochsaison mit drei Zügen. Da ist das Abstellgleis hinten an der Halle ständig leer. Nebensaison steht der dritte Zug immer hinten.

Stationsbereich ist ziemlich weit oben. Wenn der eine Zug draufgeknallt ist, dann wird der Hauptteil des zweiten Zuges trotzdem noch draußen auf der Blockbremse gestanden sein. Und so gut zugänglich von außen ist es auch nicht wirklich. Nur der Serviceweg links. Sonst ist da ein recht enger Gastrobereich rechts.

15 Gäste mussten übrigens ins Krankenhaus. Quelle
 

LukiLu

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Die Tagesschau-Hauptausgabe von heute. Bei Minute 10:50 etwa sieht man, dass der dritte Zug heute auf dem Abstellgleis stand. Mir wäre zumindest diese Saison auch nicht bewusst, dass da irgendwann einmal alle drei Züge im Einsatz gewesen wären.
 

Matthias_

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Hier wird das ganze gauer erklärt. Fassen wir mal zusammen:

Der Feuerdrache hat 3 Züge. Theoretisch kann einer im Bahnhof sein und die anderen beiden in den beiden Blockbereichen davor.
Nach meiner Recherche der Bilder waren gestern wohl 2 Züge im Einsatz. Den dritten sieht man auf dem Abstellgleis steheb.
Einer kam wohl vor der Station zum stehen. Da ist erstmal die Frage wieso tut er das wenn nur 2 Züge auf der Strecke waren? Weil die Station sollte ja frei gewesen sein. Vll. Not Abschaltung?
Da der zweite Zug ja dem vor der Station aufgefahren ist sollte die Station leer gewesen sein und der Zug hätte einfahren können.

Dann stellt sich mir die Frage wieso kann der eine Zug auf den anderen auffahren wenn doch 2 Blockbereiche vor der Station sind?
Die Antwort kann eigentlich nur sein das die Blockbremse versagt hat aber wie passiert das? Es war keine Magnetbremse daher mechanisch und diese müssen wegen Abnutzung nachgestellt werden. Vll. wurde das nicht gemacht und der Zug wurde die bremse hat nicht richtig gegriffen und der Zug ist bei der Vollbremsung durchgerutscht und auf den anderen Zug draufgeknallt. Sollte es so ein wäre das natürlich Grob Fahrlässig. Es ist alles nur Spekulation aber ich fass mal zusammen was wir wissen.
Weil das eine Bremse einfach so versagt ist unmöglich.
Auf den Bildern sieht man das ein Zug direkt vor der Station im Blockbereich steht und der andere auf dem zweiten Blockbereich. Dieser wurde wie man im verlinkten Artikel lesen kann zurückgeschoben um die Leute evakuieren zu können.

Ich gehe davon aus das die Bremse schon gegriffen hat aber nicht richtig daher ist der Zug warsch. nicht mit
Voller Geschwindigkeit draufgeknallt. Da vorne am Zug der Kopf des Feuerdrachen herausragt und dieser auf den Schwanz des Drachen der am anderen Zug hinten herausragt drauf gefahren ist, und hier keine Gummipuffer waren hat es die Personen natürlich besonders schwer verletzt.
 

MJTom65

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Natürlich fragen mich Freunde, Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen - also alle die von meinem Hobby wissen - ob ich das schon gehört habe und wie sowas passieren kann.

Jeder, der mit der Materie nicht vertraut ist, weiß ja nicht, dass es Blockbremsen gibt. Um unter anderem auch genau diese Art von Unfällen - also das Auffahren zweier Züge - zu vermeiden.

Für mich kommt nur ein technischer Defekt in Frage. Denn egal wie man es dreht und wendet - die Blockbremsen haben nicht ordnungsgemäß gegriffen. Es gibt halt keine 100%ige Sicherheit im Leben!

Aber trotzdem ist Achterbahnfahren wesentlich sicherer als die Teilnahme am Straßenverkehr!
 

rotzi

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Genau so ist es. Aber da sich grad auf solche Unfälle die einschlägigen Medien stürzen wie die Raubkatze auf seine Beute wird das dann breitgetreten und dann bekommen alle Angst, die sich damit nicht auskennen. Und wenn sich das dann auch noch zufällig häuft wie jetzt in Klotten und kurz darauf im Legoland, ist es noch schlimmer. Auch wenn beide Unfälle nichts miteinander zu tun haben bzw denselben Ursprung.
 

Blind.C.Copy

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Hierzu schreibt die inFranken.de auf Grundlage der beiden Unfälle im Legoland und Klotten:

Eine Sprecherin des internationalen Freizeitpark-Dachverbands IAAPA sagte aber, in Europa habe es im Jahr 2020 im Schnitt 4,4 Verletzungen in Fahrgeschäften pro einer Million Besucher in den Parks gegeben. Davon seien wiederum nur 16 Prozent in Achterbahnen erfolgt. "In Deutschland ist diese Zahl noch mal geringer", sagte VDFU-Geschäftsführer Gevers. "Die Sicherheitsstandards hier sind viel höher als in anderen Ländern."

Ich Versuch den Beitrag mal hier zu verlinken:

Nach Unfällen in Freizeitparks: Wie gefährlich sind Achterbahnen wirklich?
 

Mario M.

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Für mich kommt nur ein technischer Defekt in Frage. Denn egal wie man es dreht und wendet - die Blockbremsen haben nicht ordnungsgemäß gegriffen. Es gibt halt keine 100%ige Sicherheit im Leben!

Mit solchen Mutmaßungen sollte man echt vorsichtig sein. Nur weil zwei Züge aufgefahren sind, heißt das nicht, das es ein technischer Defekt war. Es kann auch sein, dass ein Mitarbeiter die Bahn im Wartungsmodus losgeschickt hat (siehe damals der Smiler Unfall). Die meisten Unfälle lassen sich leider/"zum Glück" auf menschliches Versagen zurückführen. Da die Bahn nur mit zwei Zügen unterwegs war, hätte der Mitarbeiter am Steuerpult (ggf. auch auf einer Kamera) sehen können, dass der andere Zug sich noch im falschen Blockbereich befindet. Aber wir sollten da wirklich die offiziellen Untersuchungsergebnisse abwarten.

Das es aktuell gefühlt zu mehr Zwischenfällen kommt liegt meines Erachtens auch daran, das es in der Branche immer schwerer wird geeignetes Personal zu finden (und dieses Personal muss dann auch ordentlich geschult werden). Wie oft habe ich schon gehört, das Bediener an Fahrgeschäften in wenigen Stunden eingearbeitet wurden. Ich will das aber keinem Park direkt unterstellen, sondern nur meine Gedanken mit euch teilen - man hört ja aktuell weltweit, das Parks Probleme haben Personal zu finden und deshalb Attraktionen/Restaurants geschlossen bleiben.
 

MJTom65

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Mit solchen Mutmaßungen sollte man echt vorsichtig sein. Nur weil zwei Züge aufgefahren sind, heißt das nicht, das es ein technischer defekt war. Es kann auch sein, das ein Mitarbeiter die Bahn im Wartungsmodus losgeschickt hat (siehe damals der Smiler Unfall). Die meisten Unfälle lassen sich leider/"zum Glück" auf menschliches Versagen zurückführen. Da die Bahn nur mit zwei Zügen unterwegs war, hätte der Mitarbeiter am Steuerpult (ggf. auch auf einer Kamera) sehen können, dass der andere Zug sich noch im falschen Blockbereich befindet. Aber wir sollten da wirklich die offiziellen Untersuchungsergebnisse abwarten.

Am Ende bleibt zu hoffen, dass die Ursache gefunden und als Ergebnis daraus eine verbesserte Sicherheit für alle resultiert. So wichtig ein wie und warum ist, genauso wichtig ist es auch, in Zukunft durch geeignete Maßnahmen solche Unfälle zu vermeiden. Egal ob jetzt mit verbesserten technischen Maßnahmen oder besserer Schulung von Mitarbeitern.
 

MJTom65

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Das es aktuell gefühlt zu mehr Zwischenfällen kommt liegt meines Erachtens auch daran, das es in der Branche immer schwerer wird geeignetes Personal zu finden (und dieses Personal muss dann auch ordentlich geschult werden). Wie oft habe ich schon gehört, das Bediener an Fahrgeschäften in wenigen Stunden eingearbeitet wurden. Ich will das aber keinem Park direkt unterstellen, sondern nur meine Gedanken mit euch teilen - man hört ja aktuell weltweit, das Parks Probleme haben Personal zu finden und deshalb Attraktionen/Restaurants geschlossen bleiben.

Tritt auch hier der Effekt von Entlassungen aufgrund von Corona und dem Problem, jetzt wieder geeignetes Personal zu finden, ein? Wurde in den letzten Jahren auch in dieser Branche Personal abgebaut? Gibt es dazu irgendwelche Informationen?
 

LukiLu

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Tritt auch hier der Effekt von Entlassungen aufgrund von Corona und dem Problem, jetzt wieder geeignetes Personal zu finden, ein? Wurde in den letzten Jahren auch in dieser Branche Personal abgebaut? Gibt es dazu irgendwelche Informationen?

Entlassungen dürften da eher den geringeren Teil ausmachen. Jetzt geeignetes Personal zu finden, ist da sicherlich das größere Problem.

Ich denke, den Hauptteil bei den Saisonkräften wird ausmachen, dass sowohl 2020 als auch 2021 die Saison in so ziemlich allen Parks verspätet und ohne Planungssicherheit gestartet ist. Das heißt, die üblichen Rekrutierungsprozesse im Frühjahr haben nicht stattgefunden.

Von großen Kündigungswellen wie etwa bei Disney habe ich in Deutschland von keinem Park gehört - dank Kurzarbeit ist das vermutlich auch nicht nötig gewesen. Bei Mechanikern etc. dürfte eher die allgemein begrenzte Verfügbarkeit von Handwerkern in diesem Land eine Rolle spielen.
 

Peppy

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Das es aktuell gefühlt zu mehr Zwischenfällen kommt liegt meines Erachtens auch daran, das es in der Branche immer schwerer wird geeignetes Personal zu finden (und dieses Personal muss dann auch ordentlich geschult werden). Wie oft habe ich schon gehört, das Bediener an Fahrgeschäften in wenigen Stunden eingearbeitet wurden. Ich will das aber keinem Park direkt unterstellen, sondern nur meine Gedanken mit euch teilen - man hört ja aktuell weltweit, das Parks Probleme haben Personal zu finden und deshalb Attraktionen/Restaurants geschlossen bleiben.
Genau das ist auch meine Vermutung.
 

Matthias_

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Das Legoland ist ja im Landkreis bekannt für seine schlechte Bezahlung und seinen unglaublichen schlechten Arbeitsbedingungen. Der Mitarbeiter ist hier nichts wert, und das funktioniert in der heutigen Zeit mit Fachkräftemangel nicht mehr. Mir war letztens schon bange, als ich gesehen habe, was sie da alles auf die Attraktionen loslassen. Ich dachte mir schon es ist nur eine frage der Zeit bis hier etwas passiert.
Aber das dachte ich mir dieses Jahr auch schon in anderen deutschen Parks.

Ich als ursprünglich gelernter Industriemechaniker der Freizeitparks liebt und direkt um die Ecke wohnt würde gerne dort einen technischen Beruf ausüben. Aber warum? Nicht für diese Bezahlung wenn ich woanderst deutlich besser verdiene, und vorallem nicht wie dort mit den Mitarbeiter umgegangen wird.
Da hilft auch eine groß angelegte Werbekampagne im Landkreis nichts.
Waren es zur Eröffnung vor 20 Jahren noch Mitarbeiter aus der Region so hat man inzwischen massig Mitarbeiterwohnungen gebaut und holt Personal aus dem Ausland da man hier nichts mehr findet. Deutschsprachiges Personal findet man nur nich selten im Park.

Darf man einem Artikel der Südwestpresse glauben die einen Gast welcher im verunglückten Achterbahnzug saß interviewt haben, kam es zu einer technischen Störung wodurch der Zug vor der Station zum halt kam und ein Techniker hat dann wohl im Bremsbereich am Schaltkasten hantiert wodurch der zweite Zug irgendwann aus der Burg gefahren kam und dann durch die Schlussbremse ungebremst auf den Zug im Bremsbereich nach der Schlussbremse auffuhr.

Hier also gut möglich das in den Manuellen modus geschaltet wurde oder die Bremse abgeschaltet war. Menschliches versagen ist somit nicht mehr auszuschließen.
es gab in dieser Saison deutliche Probleme mit dem Feuerdrachen. Ich selbst bin vor einigen Wochen auch festgesteckt bei einer Technischen Störung.
 

UP87

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Dass ein Versagen von Blockbremsen zu einem Unfall führt ist meines Wissens nach nahezu ausgeschlossen. Blockbremsen sind standardmäßig geschlossen. Auch wenn der Srom ausfällt sollten diese mechanisch in einen geschlossenen Zustand gehen. Dazu ist es insbesondere bei Achterbahnen mit längeren Zügen im Regelfall nicht nur ein Modul an Blockbremsen. Sprich wenn ein Satz mechanisch versagt und sich nicht schließen sollte und dies zudem nicht mit einem Sensor kontrolliert wird bleiben weitere Module die vielleicht nicht ausreichen um den Zug zum Stillstand zu bremsen, aber zumindest deutlich zu verlangsamen. Einen größeren Unfall im Zusammenhang mit Blockbremsen kann es eigentlich nur geben, wenn Sensoren, Software oder der Mensch einen Fehler machen.
 
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