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Hallo Coasterfriends,
am 26.06.2010 standen Mareike und ich um 05:30 Uhr auf um ein paar Parks zu besuchen, die wir noch nicht gesehen hatten. Nachdem ich ja unter Flugangst leide stellt sich die Frage: Wie kommt man am schnellsten nach Bottrop? Ganz klar: Mit dem Flugzeug! Eigentlich hatten wir den Trip so geplant, dass wir diesen nur zu zweit antreten, aber da meine Nichte und mein Neffe noch nie geflogen sind, haben wir die beiden einfach mitgenommen.
Aus monetärer Sicht ist das totaler Blödsinn, was man sich beim Flug spart sind halt die Zeit und die Nerven, die man mit jedem Autobahnkilometer auf der Strecke liegen lässt. So, noch schnell das Tchibo Gutscheinbuch eingepackt und los ging die Reise.
Mit diesem schönen Flugzeug sind wir von Nürnberg aus in Richtung Düsseldorf gestartet:
Der Flug dauerte rund 50 Minuten und war wirklich sehr ruhig.
Danach haben wir unseren Mietwagen abgeholt (kann man auch mit den Öffis machen, haben aber über den ADAC ein recht günstiges Angebot bekommen) und sind noch die 45 Minuten zu unserem ersten Ziel gefahren, dem Movie Park Germany in Bottrop. Auf dem Parkplatz merkte ich schon, dass es ziemlich voll und heiß sein wird, denn obwohl wir rund eine Stunde vor Parköffnung da waren, war der Parkplatz schon gut gefüllt. Dann hieß es in der Sonne braten und warten, dass die Kasse öffnet. Nachdem wir die Tickets gekauft hatten (dank des Gutscheinbuches war ein Erwachseneneintritt umsonst und ja, ich kenne den Coasterfriendsrabatt) warteten wir wieder in der prallen Sonne auf die Parköffnung.
Ich hatte im Internet mit erschrecken festgestellt, dass heute Star Wars Fan Day war und da liefen auch schon die Sturmtruppen im Park auf. Ich fand es eine nette Aktion und immer witzig die unterschiedlichen Kostüme der Fans zu sehen. Mal was anderes.
Dann wurden die Tore geöffnet und getreu nach meinem Schlachtplan bogen wir gleich von der Mainstreet nach rechts in das Nickland ab um dort gleich am Anfang und ohne Wartezeiten Jimmy Neutron´s Atomic Flyer zu fahren, aber nachdem irgendeiner gegen den Bügel der Station gelaufen ist, schaltete das Vekoma-System ab und musste wieder neu hochgefahren werden. Man schickte uns aus der Station und bat uns freundlich später nochmal zu kommen. Grrrr.
Danach zu Dora´s Big River Adventure, einem Flume Ride von L&T Systems. Hatte auch einen kleinen Darkride-Part und war recht witzig und auch vorne ein bisschen nass. Aufgrund des noch ausbleibenden Ansturms durften die Kids gleich nochmal eine Runde drehen.
Dann ging es weiter zu Backyardigans: Mission to Mars, einem Vekoma Junior Coaster. Für sein Alter (Baujahr 1996) ein schöner Ride, nichts spektakuläres, aber genau richtig für Familien, bzw. Kinder.
Danach war dann Ghost Chasers dran, eine wilde Maus aus dem Hause Mack. Da sollte der Track mal dringend gestrichen werden. Naja, vom Fahrgefühl her: Eine wilde Maus mit "Lärmschutzwand" nicht mehr, nicht weniger.
Danach sind wir wieder zu Jimmy Neutron´s Atomic Flyer. Da war dann schon einiges mehr los und nach rund 15-20 Minuten Wartezeit durften wir einsteigen. Wieder das Richtige für Familien. Nett zu fahren, aber nichts besonderes.
Weiter zu Avatar Air Glider: Äh, ja, das Anstehen in der prallen Sonne war schon grenzwertig, da die Planer des Nicklandes den Bereich ja eigentlich für Kinder konzipiert haben, es ist alles recht bunt und schön, aber Kinder brauchen im Sommer eines:
Schatten. Und Eis. Nun, Eis war vorhanden, aber kein Schatten. Da müsste wirklich etwas getan werden. Zum Ride selber: Nett, aber ich wäre beinahe eingeschlafen.
Weiterhin im Nickland befindet sich Ice Age, ein Dark Water Ride aus dem Hause Intamin. Leider hab ich davon keine Bilder. Man fährt mit einem Boot an Sid und seinen Kumpels vorbei, die vor dem Tauwetter fliehen. Nachdem es ja draußen ziemlich warm war, habe ich gedacht: "Naja, Ice Age, da ist nomen omen und es wird in der Halle kühler sein." Das ist aber nicht der Fall, da könnte man noch etwas machen. Bei einem Darkride kommt es darauf an, dass man relativ wenig von der Technik sieht, das ist bei Ice Age verbesserungswürdig, ferner merkt man, wenn man an die Decke guckt, dass man sich in einer Halle befindet. Ice Age ist ein netter Ride für zwischendurch und beinhaltet auch ein paar nette Effekte.
Noch ein paar Impressionen aus dem Nickland:
Um 11:00 Uhr öffnete dann auch Mistery River, ein Rafting aus dem Hause Intamin. Dieser Ride hatte einmal den Namen: Die unendliche Geschichte nach dem Buch von Michael Ende und war auch danach thematisiert. Der Wartebereich ist am Anfang noch wie eine Bibliothek gestaltet und je mehr Räume man durchläuft, desto größer werden die Bücher. Nach dem letzten Raum dann der Schock: Ein blaugestrichener Blechtunnel mit komischen Aufklebern an den Wänden. Das geht ja wohl mal gar nicht. Danach kommt man dann über eine Treppe, die wie eine Art Felsengang mit SILBERNER Farbe eingesprüht in die Station. Man nimmt in den 9 sitzigen Booten Platz und los geht die Fahrt. Die ist nicht schlecht, nur das Außengelände sah aus wie das Elfenland nach dem dritten Atomkrieg. Also von Theming her muss hier einiges gemacht werden. Der Fahrablauf selber ist gut, doch es gibt bessere Rapids.
Bilder von der vollen Mainstreet:
Auch dort überall Sturmtruppen:
Danach verließen wir das Nickland, kauften uns eine Pizza an der Mainstreet (war ok) und gingen weiter zum Santa Monica Pier. Ich fand den Bereich nicht schlecht. Ok, der See war am Ufer zugemüllt, aber das kann man ja entfernen. Gefahren sind wir dort nichts, da die Warteschlangen lang und in der Sonne lagen.
Aber halt, da fehlt doch noch ein Coaster: Eraser, ääääh, MP-Express. Ein Vekoma SLC-Standartlayout, wie ihn viele vielleicht von Limit im Heidepark kennen. Der Anstellbereicht lag auch in der prallen Sonne und führte auch durch einen Blechcontainer hindurch, der sich so richtig in der Mittagshitze aufheitzte. Ein richtiger Brutkasten. MP-Express fuhr aufgrund des Andranges im Zweizugbetrieb, was die Wartezeiten einigermaßen erträglich machte. Die Bügel waren nochmal extra gepolstert, was mich schlimmes Erahnen lies, aber es ging. Er hat zwar 2-3 Backpfeifen verteilt, aber es hielt sich im geregelten Vekoma-Rahmen.
Und wieder in der Gewalt der Sturmtruppen. Die Kurzen sind meine Nichte und mein Neffe. Ich bin der zweite von links
:
Weiter ging es dann in den Westernbereich mit Bandit. Ich hatte im Vorfeld ziemlich viel über den Coaster gelesen, ist er doch die erste Holzachterbahn Deutschlands der "Neuzeit". Auch der geniale Bericht von t4-michael steigerte vor der Fahrt meine Nervosität, da Bandit ja mittlerweile als unfahrbar gilt. Aber ich liebe Holzachterbahnen und was nimmt man dafür nicht alles auf sich. So, rein in den Anstellbereich. Wie Wartezeit war mit rund 50 Minuten angeschrieben. Effektiv warteten wir auf den letzten Wagen rund 30 Minuten. Eine kleine Unterbrechung gab es, da einer so schlau war seine Kamera während der Fahrt zu zücken. Er wurde freundlich ermahnt, dass in Zukunft zu unterlassen.
Im Anstellbereich in der letzten Reihe hatte man einen schönen Ausblick auf die vorbeirauschenden Züge (auch Zweizugbetrieb, brav, Movie Park, brav) und auf die schmerzverzerrten Gesichter der Mitfahrer. So, nun, waren wir an der Reihe und ich stieg in die letzte Reihe ein, presste meine Füße nach vorne um meine Wirbelsäule direkt an die Rückenlehne zu drücken, dann ging es los. Pre-Drop, rauf auf den Lifthill und hinein ins doch zweifelhafte Vergnügen. Der Zug rumpelte und schepperte über den Track und ich murmelte leise vor mich hin: Ich liebe Stampida, ich liebe Stampida, ich liebe Stampida..... Nein, so schlimm wie Stampida war Bandit aufgrund der anderen Bügel (verflucht sei Kumbak!!!) dann doch nicht, aber er ist nicht einfach zu fahren und wirklich Spaß macht er größtenteils auch nicht. Bandit hat kein Bild verdient. Ok, bin mal nicht so, doch zwei habe ich gefunden:
Als nächstes ging es dann zu The High Fall. Kann ich nichts dazu sagen, ich fahre die Dinger nicht. Mareike schon und sie fand es genial.
Ab dafür (das sind die Beine von Mareike, hihi):
Danach noch Time Riders. Nette Pre-Show mit John Cleese und die Fahrt in den Simulatoren war auch in Ordnung, obwohl ich diese ungern fahre.
In diese Bereich drehte noch der NYC Transformer seine quitschigen Runden. Aufgrund des Andranges auch nicht gefahren.
Wir sind dann wieder Richtung Ausgang gelaufen, kamen an Shrek 4D vorbei, aber nachdem da eine riesige Warteschlange stand, verzichteten wir und gingen zu Bermuda Triangle - Alien Encounter, einem Spillwater der Firma Intamin.
Dieser hatte auch die längste Wartezeit im Park. Und warum? Nachdem einige Boote anscheinend voll Wasser gelaufen sind, mussten diese erst mit einem Staubsauger ausgesaugt werden und nachdem ein kurzes Kabel verwendet wurde dauerte das. Ein Boot wurde ausgesaugt, die ankommenden Boote entladen, danach wieder EIN Boot befüllt, das nächste Boot ausgesaugt und die anderen leeren Boote stauten sich in der Station. Dadurch schnellte die Abfertigungszeit in imense Höhen.
Aufgrund der Temperaturen war natürlich mit einem hohen Andrang zu rechnen, aber ich hätte nie gedacht, dass ich fast ne Stunde mal auf nen Spillwater warten muss. Den dämlichen Pre-Show-Film durften wir uns sogar zweimal angucken... Ich kenne nur klassische Spillwater: Lift rauf, Kurve, Drop, Station und dachte eigentlich, dass dieser auch einer von der Sorte wäre, doch weit gefehlt. Dieser hatte einige Specials aufzuwarten, aber ich werde hier nicht spoilern. Fahrt ihn, es lohnt sich wirklich. Ich war wirklich überrascht, das hätte ich vom MoviePark nicht erwartet.
Kleiner Stau:
Der Drop ohne Boot:
und mit:
Danach sind wir nochmal ins Nickland um den Splat-O-Sphere zu fahren. Nun, mal wieder in der prallen Sonne angestellt und gewartet. Es gab nur einen Ride Op und die Dame hatte wirklich die Ruhe weg. Die Abfertigungszeit war dort wirklich unter aller Kanone. Zur Fahrt selber: Ist wie ein großes Kettenkarussell mit einem Hebel in der Mitte. Ich hab an dem Hebel gezogen und gedrückt, doch an der Fahrt hat sich irgendwie nichts verändert... Komisch.
Danach haben wir langsam den Park verlassen.
Ade MoviePark:
Nachdem wir den Park verlassen haben bin ich alleine noch schnell zu Schloss Beck rübergehuscht um dort die Achterbahn zu fahren. Die Kamera ließ ich leider im Auto. Die Dame im Kassenhäuschen meinte, dass der Park in einer halben Stunde schließt, daraufhin meine ich, dass ich nur schnell die Achterbahn fahren wolle und sie knöpfte mir aber doch den vollen Eintrittspreis in Höhe von 9,-- Euro ab. Nun, dass was ich vom Park gesehen habe, ist wirklich nicht schlecht und ich bereue es schon, dass ich nicht ein bisschen mehr Zeit hatte. Vor allem die Atmosphäre war ziemlich entspannt im Park. Im MoviePark hörte man: Köööövin, du, komm ma bei de Omaaa und hier nur glückliches Kinderlachen...
Auf der Achterbahn wurde laut: Jetzt geht´s los gerufen. Das hab ich im MoviePark nicht erlebt. Bei keiner Attraktion.
Nach den 4 Runden auf der Achterbahn bin ich wieder zum Auto und dann sind wir ins Hotel in Gladbeck, das van der Valk. Gutes Hotel, nahe am Park und nicht weit zur unseren nächsten beiden Stationen.
FAZIT: Ich schreibe hier nur ein Fazit zum MoviePark, da ich in Schloss Beck zu kurz war, das wäre unfair den Park zu bewerten. Der MoviePark ist wirklich ein Park für Familien. Thrillseeker finden hier nur den Freefall Tower und MP-Express. Das Nickland ist wirklich schön gemacht, doch hier fehlt es an Schatten und ein paar lauschige Ecken, wo man vom Trubel abschalten kann. Der Teufel steckt beim Park im Detail und an denen hapert es im Park ein bischen. Was mich gestört hat waren die vielen Spielbuden und der Zustand einiger Attraktionen. Zu den Shows kann ich nichts sagen, da wir keine einzige besucht haben. Wir stehen auch nicht so auf Shows in Freizeitparks.
Wie der Park früher war oder wie er sich entwickelt hat: Keine Ahnung, wo der Park hinwill: Auch keine Ahnung. Die Entwicklung des Parks mit dem neuen Betreiber bleibt abzuwarten. Im Bobbejaanland und in div. anderen Parks hat sich Parques Reunidos nicht mit Ruhm bekleckert. Ich hätte den Park gerne besucht, als er noch Traumlandpark hieß und dort noch die genialen Achterbahnen von Schwarzkopf standen. Doch diese Zeit ist leider Vergangenheit. Vielleicht sieht mich der Park wieder wenn ein neuer Coaster kommt, aber einen großen Wiederbesuchswert hat der Park für mich nicht. Wenn wir die Kids nicht mit dabei gehabt hätten, wären wir relativ schnell durchgewesen, so haben wir doch einige Stunden dort verbracht. Mir ist auch aufgefallen, dass ich sehr oft das Wort "Nett" verwendet habe und das trifft es auf den Punkt: Nett, mehr nicht.
Ride on, euer
Shiitake
am 26.06.2010 standen Mareike und ich um 05:30 Uhr auf um ein paar Parks zu besuchen, die wir noch nicht gesehen hatten. Nachdem ich ja unter Flugangst leide stellt sich die Frage: Wie kommt man am schnellsten nach Bottrop? Ganz klar: Mit dem Flugzeug! Eigentlich hatten wir den Trip so geplant, dass wir diesen nur zu zweit antreten, aber da meine Nichte und mein Neffe noch nie geflogen sind, haben wir die beiden einfach mitgenommen.
Aus monetärer Sicht ist das totaler Blödsinn, was man sich beim Flug spart sind halt die Zeit und die Nerven, die man mit jedem Autobahnkilometer auf der Strecke liegen lässt. So, noch schnell das Tchibo Gutscheinbuch eingepackt und los ging die Reise.
Mit diesem schönen Flugzeug sind wir von Nürnberg aus in Richtung Düsseldorf gestartet:
Der Flug dauerte rund 50 Minuten und war wirklich sehr ruhig.
Danach haben wir unseren Mietwagen abgeholt (kann man auch mit den Öffis machen, haben aber über den ADAC ein recht günstiges Angebot bekommen) und sind noch die 45 Minuten zu unserem ersten Ziel gefahren, dem Movie Park Germany in Bottrop. Auf dem Parkplatz merkte ich schon, dass es ziemlich voll und heiß sein wird, denn obwohl wir rund eine Stunde vor Parköffnung da waren, war der Parkplatz schon gut gefüllt. Dann hieß es in der Sonne braten und warten, dass die Kasse öffnet. Nachdem wir die Tickets gekauft hatten (dank des Gutscheinbuches war ein Erwachseneneintritt umsonst und ja, ich kenne den Coasterfriendsrabatt) warteten wir wieder in der prallen Sonne auf die Parköffnung.
Ich hatte im Internet mit erschrecken festgestellt, dass heute Star Wars Fan Day war und da liefen auch schon die Sturmtruppen im Park auf. Ich fand es eine nette Aktion und immer witzig die unterschiedlichen Kostüme der Fans zu sehen. Mal was anderes.
Dann wurden die Tore geöffnet und getreu nach meinem Schlachtplan bogen wir gleich von der Mainstreet nach rechts in das Nickland ab um dort gleich am Anfang und ohne Wartezeiten Jimmy Neutron´s Atomic Flyer zu fahren, aber nachdem irgendeiner gegen den Bügel der Station gelaufen ist, schaltete das Vekoma-System ab und musste wieder neu hochgefahren werden. Man schickte uns aus der Station und bat uns freundlich später nochmal zu kommen. Grrrr.
Danach zu Dora´s Big River Adventure, einem Flume Ride von L&T Systems. Hatte auch einen kleinen Darkride-Part und war recht witzig und auch vorne ein bisschen nass. Aufgrund des noch ausbleibenden Ansturms durften die Kids gleich nochmal eine Runde drehen.
Dann ging es weiter zu Backyardigans: Mission to Mars, einem Vekoma Junior Coaster. Für sein Alter (Baujahr 1996) ein schöner Ride, nichts spektakuläres, aber genau richtig für Familien, bzw. Kinder.
Danach war dann Ghost Chasers dran, eine wilde Maus aus dem Hause Mack. Da sollte der Track mal dringend gestrichen werden. Naja, vom Fahrgefühl her: Eine wilde Maus mit "Lärmschutzwand" nicht mehr, nicht weniger.
Danach sind wir wieder zu Jimmy Neutron´s Atomic Flyer. Da war dann schon einiges mehr los und nach rund 15-20 Minuten Wartezeit durften wir einsteigen. Wieder das Richtige für Familien. Nett zu fahren, aber nichts besonderes.
Weiter zu Avatar Air Glider: Äh, ja, das Anstehen in der prallen Sonne war schon grenzwertig, da die Planer des Nicklandes den Bereich ja eigentlich für Kinder konzipiert haben, es ist alles recht bunt und schön, aber Kinder brauchen im Sommer eines:
Schatten. Und Eis. Nun, Eis war vorhanden, aber kein Schatten. Da müsste wirklich etwas getan werden. Zum Ride selber: Nett, aber ich wäre beinahe eingeschlafen.
Weiterhin im Nickland befindet sich Ice Age, ein Dark Water Ride aus dem Hause Intamin. Leider hab ich davon keine Bilder. Man fährt mit einem Boot an Sid und seinen Kumpels vorbei, die vor dem Tauwetter fliehen. Nachdem es ja draußen ziemlich warm war, habe ich gedacht: "Naja, Ice Age, da ist nomen omen und es wird in der Halle kühler sein." Das ist aber nicht der Fall, da könnte man noch etwas machen. Bei einem Darkride kommt es darauf an, dass man relativ wenig von der Technik sieht, das ist bei Ice Age verbesserungswürdig, ferner merkt man, wenn man an die Decke guckt, dass man sich in einer Halle befindet. Ice Age ist ein netter Ride für zwischendurch und beinhaltet auch ein paar nette Effekte.
Noch ein paar Impressionen aus dem Nickland:
Um 11:00 Uhr öffnete dann auch Mistery River, ein Rafting aus dem Hause Intamin. Dieser Ride hatte einmal den Namen: Die unendliche Geschichte nach dem Buch von Michael Ende und war auch danach thematisiert. Der Wartebereich ist am Anfang noch wie eine Bibliothek gestaltet und je mehr Räume man durchläuft, desto größer werden die Bücher. Nach dem letzten Raum dann der Schock: Ein blaugestrichener Blechtunnel mit komischen Aufklebern an den Wänden. Das geht ja wohl mal gar nicht. Danach kommt man dann über eine Treppe, die wie eine Art Felsengang mit SILBERNER Farbe eingesprüht in die Station. Man nimmt in den 9 sitzigen Booten Platz und los geht die Fahrt. Die ist nicht schlecht, nur das Außengelände sah aus wie das Elfenland nach dem dritten Atomkrieg. Also von Theming her muss hier einiges gemacht werden. Der Fahrablauf selber ist gut, doch es gibt bessere Rapids.
Bilder von der vollen Mainstreet:
Auch dort überall Sturmtruppen:
Danach verließen wir das Nickland, kauften uns eine Pizza an der Mainstreet (war ok) und gingen weiter zum Santa Monica Pier. Ich fand den Bereich nicht schlecht. Ok, der See war am Ufer zugemüllt, aber das kann man ja entfernen. Gefahren sind wir dort nichts, da die Warteschlangen lang und in der Sonne lagen.
Aber halt, da fehlt doch noch ein Coaster: Eraser, ääääh, MP-Express. Ein Vekoma SLC-Standartlayout, wie ihn viele vielleicht von Limit im Heidepark kennen. Der Anstellbereicht lag auch in der prallen Sonne und führte auch durch einen Blechcontainer hindurch, der sich so richtig in der Mittagshitze aufheitzte. Ein richtiger Brutkasten. MP-Express fuhr aufgrund des Andranges im Zweizugbetrieb, was die Wartezeiten einigermaßen erträglich machte. Die Bügel waren nochmal extra gepolstert, was mich schlimmes Erahnen lies, aber es ging. Er hat zwar 2-3 Backpfeifen verteilt, aber es hielt sich im geregelten Vekoma-Rahmen.
Und wieder in der Gewalt der Sturmtruppen. Die Kurzen sind meine Nichte und mein Neffe. Ich bin der zweite von links
Weiter ging es dann in den Westernbereich mit Bandit. Ich hatte im Vorfeld ziemlich viel über den Coaster gelesen, ist er doch die erste Holzachterbahn Deutschlands der "Neuzeit". Auch der geniale Bericht von t4-michael steigerte vor der Fahrt meine Nervosität, da Bandit ja mittlerweile als unfahrbar gilt. Aber ich liebe Holzachterbahnen und was nimmt man dafür nicht alles auf sich. So, rein in den Anstellbereich. Wie Wartezeit war mit rund 50 Minuten angeschrieben. Effektiv warteten wir auf den letzten Wagen rund 30 Minuten. Eine kleine Unterbrechung gab es, da einer so schlau war seine Kamera während der Fahrt zu zücken. Er wurde freundlich ermahnt, dass in Zukunft zu unterlassen.
Im Anstellbereich in der letzten Reihe hatte man einen schönen Ausblick auf die vorbeirauschenden Züge (auch Zweizugbetrieb, brav, Movie Park, brav) und auf die schmerzverzerrten Gesichter der Mitfahrer. So, nun, waren wir an der Reihe und ich stieg in die letzte Reihe ein, presste meine Füße nach vorne um meine Wirbelsäule direkt an die Rückenlehne zu drücken, dann ging es los. Pre-Drop, rauf auf den Lifthill und hinein ins doch zweifelhafte Vergnügen. Der Zug rumpelte und schepperte über den Track und ich murmelte leise vor mich hin: Ich liebe Stampida, ich liebe Stampida, ich liebe Stampida..... Nein, so schlimm wie Stampida war Bandit aufgrund der anderen Bügel (verflucht sei Kumbak!!!) dann doch nicht, aber er ist nicht einfach zu fahren und wirklich Spaß macht er größtenteils auch nicht. Bandit hat kein Bild verdient. Ok, bin mal nicht so, doch zwei habe ich gefunden:
Als nächstes ging es dann zu The High Fall. Kann ich nichts dazu sagen, ich fahre die Dinger nicht. Mareike schon und sie fand es genial.
Ab dafür (das sind die Beine von Mareike, hihi):
Danach noch Time Riders. Nette Pre-Show mit John Cleese und die Fahrt in den Simulatoren war auch in Ordnung, obwohl ich diese ungern fahre.
In diese Bereich drehte noch der NYC Transformer seine quitschigen Runden. Aufgrund des Andranges auch nicht gefahren.
Wir sind dann wieder Richtung Ausgang gelaufen, kamen an Shrek 4D vorbei, aber nachdem da eine riesige Warteschlange stand, verzichteten wir und gingen zu Bermuda Triangle - Alien Encounter, einem Spillwater der Firma Intamin.
Dieser hatte auch die längste Wartezeit im Park. Und warum? Nachdem einige Boote anscheinend voll Wasser gelaufen sind, mussten diese erst mit einem Staubsauger ausgesaugt werden und nachdem ein kurzes Kabel verwendet wurde dauerte das. Ein Boot wurde ausgesaugt, die ankommenden Boote entladen, danach wieder EIN Boot befüllt, das nächste Boot ausgesaugt und die anderen leeren Boote stauten sich in der Station. Dadurch schnellte die Abfertigungszeit in imense Höhen.
Aufgrund der Temperaturen war natürlich mit einem hohen Andrang zu rechnen, aber ich hätte nie gedacht, dass ich fast ne Stunde mal auf nen Spillwater warten muss. Den dämlichen Pre-Show-Film durften wir uns sogar zweimal angucken... Ich kenne nur klassische Spillwater: Lift rauf, Kurve, Drop, Station und dachte eigentlich, dass dieser auch einer von der Sorte wäre, doch weit gefehlt. Dieser hatte einige Specials aufzuwarten, aber ich werde hier nicht spoilern. Fahrt ihn, es lohnt sich wirklich. Ich war wirklich überrascht, das hätte ich vom MoviePark nicht erwartet.
Kleiner Stau:
Der Drop ohne Boot:
und mit:
Danach sind wir nochmal ins Nickland um den Splat-O-Sphere zu fahren. Nun, mal wieder in der prallen Sonne angestellt und gewartet. Es gab nur einen Ride Op und die Dame hatte wirklich die Ruhe weg. Die Abfertigungszeit war dort wirklich unter aller Kanone. Zur Fahrt selber: Ist wie ein großes Kettenkarussell mit einem Hebel in der Mitte. Ich hab an dem Hebel gezogen und gedrückt, doch an der Fahrt hat sich irgendwie nichts verändert... Komisch.
Danach haben wir langsam den Park verlassen.
Ade MoviePark:
Nachdem wir den Park verlassen haben bin ich alleine noch schnell zu Schloss Beck rübergehuscht um dort die Achterbahn zu fahren. Die Kamera ließ ich leider im Auto. Die Dame im Kassenhäuschen meinte, dass der Park in einer halben Stunde schließt, daraufhin meine ich, dass ich nur schnell die Achterbahn fahren wolle und sie knöpfte mir aber doch den vollen Eintrittspreis in Höhe von 9,-- Euro ab. Nun, dass was ich vom Park gesehen habe, ist wirklich nicht schlecht und ich bereue es schon, dass ich nicht ein bisschen mehr Zeit hatte. Vor allem die Atmosphäre war ziemlich entspannt im Park. Im MoviePark hörte man: Köööövin, du, komm ma bei de Omaaa und hier nur glückliches Kinderlachen...
Auf der Achterbahn wurde laut: Jetzt geht´s los gerufen. Das hab ich im MoviePark nicht erlebt. Bei keiner Attraktion.
Nach den 4 Runden auf der Achterbahn bin ich wieder zum Auto und dann sind wir ins Hotel in Gladbeck, das van der Valk. Gutes Hotel, nahe am Park und nicht weit zur unseren nächsten beiden Stationen.
FAZIT: Ich schreibe hier nur ein Fazit zum MoviePark, da ich in Schloss Beck zu kurz war, das wäre unfair den Park zu bewerten. Der MoviePark ist wirklich ein Park für Familien. Thrillseeker finden hier nur den Freefall Tower und MP-Express. Das Nickland ist wirklich schön gemacht, doch hier fehlt es an Schatten und ein paar lauschige Ecken, wo man vom Trubel abschalten kann. Der Teufel steckt beim Park im Detail und an denen hapert es im Park ein bischen. Was mich gestört hat waren die vielen Spielbuden und der Zustand einiger Attraktionen. Zu den Shows kann ich nichts sagen, da wir keine einzige besucht haben. Wir stehen auch nicht so auf Shows in Freizeitparks.
Wie der Park früher war oder wie er sich entwickelt hat: Keine Ahnung, wo der Park hinwill: Auch keine Ahnung. Die Entwicklung des Parks mit dem neuen Betreiber bleibt abzuwarten. Im Bobbejaanland und in div. anderen Parks hat sich Parques Reunidos nicht mit Ruhm bekleckert. Ich hätte den Park gerne besucht, als er noch Traumlandpark hieß und dort noch die genialen Achterbahnen von Schwarzkopf standen. Doch diese Zeit ist leider Vergangenheit. Vielleicht sieht mich der Park wieder wenn ein neuer Coaster kommt, aber einen großen Wiederbesuchswert hat der Park für mich nicht. Wenn wir die Kids nicht mit dabei gehabt hätten, wären wir relativ schnell durchgewesen, so haben wir doch einige Stunden dort verbracht. Mir ist auch aufgefallen, dass ich sehr oft das Wort "Nett" verwendet habe und das trifft es auf den Punkt: Nett, mehr nicht.
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