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[Teil 1: Kirgisistan]
Hallo zusammen,
zunächst möchte ich mich für die wertschätzenden Kommentare unter dem letzten Bericht bedanken.
Im zweiten Teil des Reiseberichts geht es nun um das Nachbarland Kasachstan.
Aufgehört hat die Geschichte damit, dass wir gemeinsam mit unserem Taxifahrer Bektur das Kirgisische Restaurant verlassen haben. Von dort stand nochmal eine Stunde gemeinsame Autofahrt zur kasachischen Grenze an.
Ich möchte die Herausforderung des Transfers nach Kasachstan aus Planungssicht erläutern.
Wir mussten irgendwie von Bishkek (Kirgisistan) nach Almaty (Kasachstan) kommen.
Mietwagen fiel raus, da man die Grenze damit nicht überqueren darf.
Lokale Busse fielen raus, weil es zu lange gedauert hätte.
Ein privater Transfer, z.B. gebucht über getyourguide, wäre eine Option gewesen. Dies hätte den Nachteil, dass wir uns zeitlich an eine festgelegte Abfahrtzeit binden. Es war aber gar nicht planbar, wie lange wir für die Achterbahnen in Bishkek brauchen werden.
Flugzeug genau das selbe Thema. Der einzige Direktflug geht schon am späten Nachmittag.
Wir sind natürlich nicht die ersten Fremden, die diese Strecke zurücklegen wollen. Letztendlich fand ich bei Reddit einen Weg, der als praktikabel beschrieben wird: Mit dem Taxi eine Stunde zur Grenze, dann zu Fuß über die Grenze, und hinter der Grenze mit Leuten ins Gespräch kommen, die einen 3 Stunden nach Almaty fahren.
Im Vorfeld war ich bzgl dieses Transfers etwas nervös. In der Realität hat es dann super funktioniert.
Wir verabschiedeten uns vor der Grenze von unserem liebgewonnenen Taxifahrer Bektur, legten die Ausreise- und Einreiseformalitäten in weniger als 20 Minuten zurück und fanden hinter der Grenze einen Typen, mit dem wir uns auf 25€ pro Nase einigten für die 3h-Fahrt.
Sehr müde und glücklich checkten wir spät abends in unserem Hotel in Almaty ein.
Almaty gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Kasachstans und beeindruckt vor allem durch seine Lage am Fuß des Tian-Shan-Gebirges. Die 2,3-Mio.-Einwohner- Stadt verbindet breite Alleen, sowjetische Architektur und moderne Cafés mit einem überraschend grünen Stadtbild. Die meisten Touristen nutzen Almaty als Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegende Natur, etwa zu Skigebieten oder Nationalparks.
Bezüglich Skisport: In Almaty befindet sich auch eine Skisprung-Anlage, auf der bereits Weltcups ausgetragen wurden. Zudem bewarb man sich hier mehrfach um Olympische Winterspiele (zuletzt für 2022).
Ich mag Skispringen
Insgesamt hat Almaty auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht. Die Stadt ist deutlich weiter entwickelt als Bishkek. Gleichzeitig ist das Preisniveau merklich höher als im Nachbarland, wenngleich immernoch deutlich günstiger als bei uns. Der Google Übersetzer gehört auch in Almaty zur Pflichtausstattung.
Für den Tag hatten wir einen durchgetakteten Zeitplan, in dem wir insgesamt 5 Freizeitparks ansteuern wollten. Die lokale Uber-Alternative Yandex war auch hier das Transportmittel unserer Wahl, wobei wir keinen weiteren kommunikativen Fahrer kennenlernten.
Unser erstes Ziel nannte sich Kok Tobe.
Kok Tobe ist ein Hügel beziehungsweise Aussichtspunkt oberhalb von Almaty und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Name bedeutet auf Kasachisch etwa „Grüner Hügel“. Besucher (so wie wir) fahren meist mit der Seilbahn hinauf und haben von oben einen weiten Blick über Almaty und die umliegenden Berge des Tian-Shan-Gebirges. Auf dem Gelände befinden sich außerdem ein kleiner Freizeitpark, der natürlich im Fokus unseres Besuchs stand.
Oben auf dem Berg angekommen, begaben wir uns direkt zum Wiegand Alpine Coaster. Aufgrund der frühen Uhrzeit hatten wir die Anlage noch für uns allein und keine Bremser vor uns. Das ist immer viel wert bei Alpine Coastern.
Diese hier gehört zu den neueren Anlagen, die bekanntlich eher zahm sind und wo die automatischen Bremsen gefühlt zu schnell einsetzen. Das war auch hier der Fall.
Dennoch bleibt mir die Bahn positiv in Erinnerung, da Layout sehr abwechslungsreich und Aussicht überragend waren.
Die zweite Bahn oben auf dem Berg ist ein klassischer Zyklon Coaster. Diese fuhr sich tadellos und überzeuge ebenfalls durch grandiose Ausblicke.
Zu guter letzt fuhren wir noch das Riesenrad, da es in unserem Ticketpaket inkludiert war, ehe wir nach einer Stunde Aufenthalt wieder in der Seilbahn Richtung Tal saßen.
Mit der Gondelbahn ging es hoch Richtung Vergnügungsberg.
Aus der Gondelbahn gab es gute Blicke auf den Alpine Coaster.
Die Aussicht war sooo cool.
Weil wir deutlich weniger Zeit auf dem Berg brauchten, als vorher kalkuliert, blieb sogar Zeit für Kaffeepause im Tal.
Weiter ging der Achterbahn-Tag in der „Fantasy World“.
In Puncto richtiger Freizeitpark kann man hier sicherlich vom Stolz der Stadt sprechen. Wir zahlten die 15€ Eintritt (bzw. in der lokalen Währung „Tenge“, vorher nie gehört) und fanden uns an einen idyllischen Ort wieder. Wie bei einigen Freizeitparks auf dieser Reise, war das Ambiente aufgrund der vielen Bäume und Grünflächen wirklich super.
Die Fantasy World wirkt durchaus wie ein vollwertiger Freizeitpark und bietet, je nach Zählweise, 2 bis 3 Achterbahnen.
Highlight ist der Inverted Coaster „Anaconda“ des Herstellers Fabbri. Die Schwesterbahn steht im Fasanolandia in Italien.
Optisch fällt direkt auf, dass die Züge nur 3 Sitze je Reihe haben. Das Layout liegt so zwischen Familienbahn und Thrill. Die Fahreigenschaften waren erstaunlich ok. Solide Achterbahn.
Als Nächstes fuhren wir noch einen Disco-Coaster mit Stand Up Zug… Haken dran und gut ist.
Der verbleibende Kiddie Coaster war mal wieder eine harte Nuss. Weit und breit waren keine Fahrgäste zu sehen. Der junge, freundliche Operator verwies uns auf die Infotafel vor dem Coaster, auf dem auch ganz klar stand: bis 12 Jahre. Wir fragen nach dem Supervisor, hielten auch hier einen netten Plausch und bekamen trotz monetärem Vorschlag weiterhin eine Absage. Irgendwie ging der Plausch trotzdem weiter, der monetäre Vorschlag wurde nochmal wiederholt und irgendwann saßen wir dann tatsächlich im Coaster. Tolles Erlebnis und ein Moment der Freude, weil die Bahn schon gefühlt lost war. Der Moment der Freude wird im nächsten Park nochmal deutlich getoppt, aber dazu gleich mehr.
Anaconda
Interessante 3er Züge
Kurioser Stand Up Disco Coaster
Juhu, wir sitzen im Kiddie Coaster
Plus Eins
Schau mal einer an, sogar ein Mondial Top Scan wirbelt hier zwischen den Bäumen.
Nächster Stopp im Westen der Stadt war denn der „Family Park“. Auch hier erneut wunderschön gelegen im Wald, ist kein Eintritt fällig sondern eine Zahlung je Attraktion.
Für Fans von Schienen ist hier ein interessantes Exemplar anzutreffen. Auf Englisch übersetzt einfach „Rollercoaster“ genannt, ist hier als Hersteller die luxemburgische Firma FAB gelistet, die ich noch nie gehört habe. Offenbar gab es auch damals im Berliner Spreepark eine Achterbahn dieses Herstellers.
Diese hier in Almaty ist die einzige noch in Betrieb befindliche Bahn von FAB - und als weiteres Kuriosum stand diese früher laut der rcdb mal im Schluss Thurn?! Spannend.
Wir sichteten den Coaster und stellten fest, dass sich hier trotz gut gefülltem Park nichts regt. Auf Nachfrage an der zentralen Kasse wurde uns bestätigt, dass die Bahn kaputt ist und deshalb nicht fährt.
Dennoch wollten wir gerne mehr erfahren und fragten, ob wir mit einer Führungskraft sprechen können. Wenig später stand die Parkchefin neben uns. Sie war unfassbar freundlich und zugewandt. Nach ein paar ausgetauschten Sätzen über den Google Übersetzer zückte sie ihr Telefon und rief zwei Techniker herbei. Die beiden erklärten uns, dass die Bahn seit ein paar Tagen geschlossen ist und auf ein Ersatzteil gewartet wird, dass in den nächsten Tagen geliefert wird.
Hier war der Moment, wo ich die Bahn abgeschrieben habe und es wäre auch definitiv in Ordnung gewesen. Das Gespräch ging aber irgendwie weiter… Hobby wurde nochmal intensiver erklärt, Weltkarte mit Achterbahnen gezeigt und erklärt („wichtiges +1 in EUREM park „). Irgendwann wurde sich dann nochmal beraten unter den Mitarbeitern.
Wir bekamen die Info, dass die beiden Techniker jetzt nochmal eine halbe Stunde an der Bahn schrauben werden, und wir dann ganz vielleicht eine Testfahrt machen dürfen.
Nach 45 Minuten campieren vor dem Coaster bekamen wird dann den Bescheid. Folgendes Screenshot spricht für sich. Das war wieder so ein Coaster-Moment, der noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird:

Nur Liebe für die Parkmitarbeiter.
Man beachte das Schild.
Wir werden durch den Ausgang in die Station geführt.
Erfolgreicher Ride. Das Layout ist übrigens stark an das Zierer Tivoli Layout angelehnt.
Wir lagen perfekt im Zeitplan und begaben uns wieder quer durch die Stadt zum 4. Spot, der sich Central Recreation Park nennt. Dieser Freizeitpark war erneut kostenfrei mit Pay per Ride Prinzip. Von den Einheimischen wurde diese Lokalität super angenommen - zurecht meiner Meinung nach. Der Park ist super weitläufig mit sehr vielen Rides. Dass der Park nur eine Achterbahn hat, ist fast schon verwunderlich.
Wir durchquerten einmal den kompletten Park, würdigten die Schönheit des Ortes und begaben uns schließlich in den Wacky Worm, der sich hier absolut ohne Probleme fahren ließ.
Das abschließende Achterbahn-Ziel war eine Shopping Mall mit einem Entertainment Bereich „Funky Planet“.
Auch hier war absolut entspanntes coastern angesagt. Wir kauften eine Aufladekarte mit viel zu hohem Mindest-Aufladewert und zockten nach dem Coaster noch an der ein oder anderen Glücksspiel-Maschine. Zur Belohnung gab es für jeden von uns zwei Sets Klemmbausteine.
Kleine Kuriosität: Spinning Gondeln
Der Zip-Coaster befindet sich im Kinderparadies. War außer Betrieb.
Unsere Rückflüge gingen tief in der Nacht, 3:30 Uhr bzw. 5:30 Uhr. Das sind genau die Stellen, an denen man den ein oder anderen Euro sparen kann, um direkt ins Reisebudget zukünftiger Trips zu fließen.
Wir buchten also keine Hotelnacht, fuhren trotzdem zurück zu unserem Hotel, um uns dort bis in die Nacht auf der Terrasse aufzuhalten. Zwischendurch wurde der benachbarte Supermarkt aufgesucht, so dass der erfolgreiche Ausflug mit der ein oder anderen Hopfenschorle gefeiert wurde.
Nach Mitternacht nahmen wir dann ein Taxi zum Flughafen und kehrten ebenso müde wie überglücklich nach Deutschland zurück.
Fazit: Ich würde es genauso wieder machen - nahezu perfekt gelaufener Kurztrip.
Verbrauchte Urlaubstage für den Trip: 0
(Danke 1. Mai)
Wohin gehts als Nächstes? Mal gucken.
Hallo zusammen,
zunächst möchte ich mich für die wertschätzenden Kommentare unter dem letzten Bericht bedanken.
Im zweiten Teil des Reiseberichts geht es nun um das Nachbarland Kasachstan.
Aufgehört hat die Geschichte damit, dass wir gemeinsam mit unserem Taxifahrer Bektur das Kirgisische Restaurant verlassen haben. Von dort stand nochmal eine Stunde gemeinsame Autofahrt zur kasachischen Grenze an.
Ich möchte die Herausforderung des Transfers nach Kasachstan aus Planungssicht erläutern.
Wir mussten irgendwie von Bishkek (Kirgisistan) nach Almaty (Kasachstan) kommen.
Mietwagen fiel raus, da man die Grenze damit nicht überqueren darf.
Lokale Busse fielen raus, weil es zu lange gedauert hätte.
Ein privater Transfer, z.B. gebucht über getyourguide, wäre eine Option gewesen. Dies hätte den Nachteil, dass wir uns zeitlich an eine festgelegte Abfahrtzeit binden. Es war aber gar nicht planbar, wie lange wir für die Achterbahnen in Bishkek brauchen werden.
Flugzeug genau das selbe Thema. Der einzige Direktflug geht schon am späten Nachmittag.
Wir sind natürlich nicht die ersten Fremden, die diese Strecke zurücklegen wollen. Letztendlich fand ich bei Reddit einen Weg, der als praktikabel beschrieben wird: Mit dem Taxi eine Stunde zur Grenze, dann zu Fuß über die Grenze, und hinter der Grenze mit Leuten ins Gespräch kommen, die einen 3 Stunden nach Almaty fahren.
Im Vorfeld war ich bzgl dieses Transfers etwas nervös. In der Realität hat es dann super funktioniert.
Wir verabschiedeten uns vor der Grenze von unserem liebgewonnenen Taxifahrer Bektur, legten die Ausreise- und Einreiseformalitäten in weniger als 20 Minuten zurück und fanden hinter der Grenze einen Typen, mit dem wir uns auf 25€ pro Nase einigten für die 3h-Fahrt.
Sehr müde und glücklich checkten wir spät abends in unserem Hotel in Almaty ein.
Almaty gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Kasachstans und beeindruckt vor allem durch seine Lage am Fuß des Tian-Shan-Gebirges. Die 2,3-Mio.-Einwohner- Stadt verbindet breite Alleen, sowjetische Architektur und moderne Cafés mit einem überraschend grünen Stadtbild. Die meisten Touristen nutzen Almaty als Ausgangspunkt für Ausflüge in die umliegende Natur, etwa zu Skigebieten oder Nationalparks.
Bezüglich Skisport: In Almaty befindet sich auch eine Skisprung-Anlage, auf der bereits Weltcups ausgetragen wurden. Zudem bewarb man sich hier mehrfach um Olympische Winterspiele (zuletzt für 2022).
Ich mag Skispringen
Insgesamt hat Almaty auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht. Die Stadt ist deutlich weiter entwickelt als Bishkek. Gleichzeitig ist das Preisniveau merklich höher als im Nachbarland, wenngleich immernoch deutlich günstiger als bei uns. Der Google Übersetzer gehört auch in Almaty zur Pflichtausstattung.
Für den Tag hatten wir einen durchgetakteten Zeitplan, in dem wir insgesamt 5 Freizeitparks ansteuern wollten. Die lokale Uber-Alternative Yandex war auch hier das Transportmittel unserer Wahl, wobei wir keinen weiteren kommunikativen Fahrer kennenlernten.
Unser erstes Ziel nannte sich Kok Tobe.
Kok Tobe ist ein Hügel beziehungsweise Aussichtspunkt oberhalb von Almaty und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Name bedeutet auf Kasachisch etwa „Grüner Hügel“. Besucher (so wie wir) fahren meist mit der Seilbahn hinauf und haben von oben einen weiten Blick über Almaty und die umliegenden Berge des Tian-Shan-Gebirges. Auf dem Gelände befinden sich außerdem ein kleiner Freizeitpark, der natürlich im Fokus unseres Besuchs stand.
Oben auf dem Berg angekommen, begaben wir uns direkt zum Wiegand Alpine Coaster. Aufgrund der frühen Uhrzeit hatten wir die Anlage noch für uns allein und keine Bremser vor uns. Das ist immer viel wert bei Alpine Coastern.
Diese hier gehört zu den neueren Anlagen, die bekanntlich eher zahm sind und wo die automatischen Bremsen gefühlt zu schnell einsetzen. Das war auch hier der Fall.
Dennoch bleibt mir die Bahn positiv in Erinnerung, da Layout sehr abwechslungsreich und Aussicht überragend waren.
Die zweite Bahn oben auf dem Berg ist ein klassischer Zyklon Coaster. Diese fuhr sich tadellos und überzeuge ebenfalls durch grandiose Ausblicke.
Zu guter letzt fuhren wir noch das Riesenrad, da es in unserem Ticketpaket inkludiert war, ehe wir nach einer Stunde Aufenthalt wieder in der Seilbahn Richtung Tal saßen.
Mit der Gondelbahn ging es hoch Richtung Vergnügungsberg.
Aus der Gondelbahn gab es gute Blicke auf den Alpine Coaster.
Die Aussicht war sooo cool.
Weil wir deutlich weniger Zeit auf dem Berg brauchten, als vorher kalkuliert, blieb sogar Zeit für Kaffeepause im Tal.
Weiter ging der Achterbahn-Tag in der „Fantasy World“.
In Puncto richtiger Freizeitpark kann man hier sicherlich vom Stolz der Stadt sprechen. Wir zahlten die 15€ Eintritt (bzw. in der lokalen Währung „Tenge“, vorher nie gehört) und fanden uns an einen idyllischen Ort wieder. Wie bei einigen Freizeitparks auf dieser Reise, war das Ambiente aufgrund der vielen Bäume und Grünflächen wirklich super.
Die Fantasy World wirkt durchaus wie ein vollwertiger Freizeitpark und bietet, je nach Zählweise, 2 bis 3 Achterbahnen.
Highlight ist der Inverted Coaster „Anaconda“ des Herstellers Fabbri. Die Schwesterbahn steht im Fasanolandia in Italien.
Optisch fällt direkt auf, dass die Züge nur 3 Sitze je Reihe haben. Das Layout liegt so zwischen Familienbahn und Thrill. Die Fahreigenschaften waren erstaunlich ok. Solide Achterbahn.
Als Nächstes fuhren wir noch einen Disco-Coaster mit Stand Up Zug… Haken dran und gut ist.
Der verbleibende Kiddie Coaster war mal wieder eine harte Nuss. Weit und breit waren keine Fahrgäste zu sehen. Der junge, freundliche Operator verwies uns auf die Infotafel vor dem Coaster, auf dem auch ganz klar stand: bis 12 Jahre. Wir fragen nach dem Supervisor, hielten auch hier einen netten Plausch und bekamen trotz monetärem Vorschlag weiterhin eine Absage. Irgendwie ging der Plausch trotzdem weiter, der monetäre Vorschlag wurde nochmal wiederholt und irgendwann saßen wir dann tatsächlich im Coaster. Tolles Erlebnis und ein Moment der Freude, weil die Bahn schon gefühlt lost war. Der Moment der Freude wird im nächsten Park nochmal deutlich getoppt, aber dazu gleich mehr.
Anaconda
Interessante 3er Züge
Kurioser Stand Up Disco Coaster
Juhu, wir sitzen im Kiddie Coaster
Plus Eins
Schau mal einer an, sogar ein Mondial Top Scan wirbelt hier zwischen den Bäumen.
Nächster Stopp im Westen der Stadt war denn der „Family Park“. Auch hier erneut wunderschön gelegen im Wald, ist kein Eintritt fällig sondern eine Zahlung je Attraktion.
Für Fans von Schienen ist hier ein interessantes Exemplar anzutreffen. Auf Englisch übersetzt einfach „Rollercoaster“ genannt, ist hier als Hersteller die luxemburgische Firma FAB gelistet, die ich noch nie gehört habe. Offenbar gab es auch damals im Berliner Spreepark eine Achterbahn dieses Herstellers.
Diese hier in Almaty ist die einzige noch in Betrieb befindliche Bahn von FAB - und als weiteres Kuriosum stand diese früher laut der rcdb mal im Schluss Thurn?! Spannend.
Wir sichteten den Coaster und stellten fest, dass sich hier trotz gut gefülltem Park nichts regt. Auf Nachfrage an der zentralen Kasse wurde uns bestätigt, dass die Bahn kaputt ist und deshalb nicht fährt.
Dennoch wollten wir gerne mehr erfahren und fragten, ob wir mit einer Führungskraft sprechen können. Wenig später stand die Parkchefin neben uns. Sie war unfassbar freundlich und zugewandt. Nach ein paar ausgetauschten Sätzen über den Google Übersetzer zückte sie ihr Telefon und rief zwei Techniker herbei. Die beiden erklärten uns, dass die Bahn seit ein paar Tagen geschlossen ist und auf ein Ersatzteil gewartet wird, dass in den nächsten Tagen geliefert wird.
Hier war der Moment, wo ich die Bahn abgeschrieben habe und es wäre auch definitiv in Ordnung gewesen. Das Gespräch ging aber irgendwie weiter… Hobby wurde nochmal intensiver erklärt, Weltkarte mit Achterbahnen gezeigt und erklärt („wichtiges +1 in EUREM park „). Irgendwann wurde sich dann nochmal beraten unter den Mitarbeitern.
Wir bekamen die Info, dass die beiden Techniker jetzt nochmal eine halbe Stunde an der Bahn schrauben werden, und wir dann ganz vielleicht eine Testfahrt machen dürfen.
Nach 45 Minuten campieren vor dem Coaster bekamen wird dann den Bescheid. Folgendes Screenshot spricht für sich. Das war wieder so ein Coaster-Moment, der noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird:
Nur Liebe für die Parkmitarbeiter.
Man beachte das Schild.
Wir werden durch den Ausgang in die Station geführt.
Erfolgreicher Ride. Das Layout ist übrigens stark an das Zierer Tivoli Layout angelehnt.
Wir lagen perfekt im Zeitplan und begaben uns wieder quer durch die Stadt zum 4. Spot, der sich Central Recreation Park nennt. Dieser Freizeitpark war erneut kostenfrei mit Pay per Ride Prinzip. Von den Einheimischen wurde diese Lokalität super angenommen - zurecht meiner Meinung nach. Der Park ist super weitläufig mit sehr vielen Rides. Dass der Park nur eine Achterbahn hat, ist fast schon verwunderlich.
Wir durchquerten einmal den kompletten Park, würdigten die Schönheit des Ortes und begaben uns schließlich in den Wacky Worm, der sich hier absolut ohne Probleme fahren ließ.
Das abschließende Achterbahn-Ziel war eine Shopping Mall mit einem Entertainment Bereich „Funky Planet“.
Auch hier war absolut entspanntes coastern angesagt. Wir kauften eine Aufladekarte mit viel zu hohem Mindest-Aufladewert und zockten nach dem Coaster noch an der ein oder anderen Glücksspiel-Maschine. Zur Belohnung gab es für jeden von uns zwei Sets Klemmbausteine.
Kleine Kuriosität: Spinning Gondeln
Der Zip-Coaster befindet sich im Kinderparadies. War außer Betrieb.
Unsere Rückflüge gingen tief in der Nacht, 3:30 Uhr bzw. 5:30 Uhr. Das sind genau die Stellen, an denen man den ein oder anderen Euro sparen kann, um direkt ins Reisebudget zukünftiger Trips zu fließen.
Wir buchten also keine Hotelnacht, fuhren trotzdem zurück zu unserem Hotel, um uns dort bis in die Nacht auf der Terrasse aufzuhalten. Zwischendurch wurde der benachbarte Supermarkt aufgesucht, so dass der erfolgreiche Ausflug mit der ein oder anderen Hopfenschorle gefeiert wurde.
Nach Mitternacht nahmen wir dann ein Taxi zum Flughafen und kehrten ebenso müde wie überglücklich nach Deutschland zurück.
Fazit: Ich würde es genauso wieder machen - nahezu perfekt gelaufener Kurztrip.
Verbrauchte Urlaubstage für den Trip: 0
(Danke 1. Mai)
Wohin gehts als Nächstes? Mal gucken.
