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US East Coaster Tour: Tag 9 - Bush Gardens Williamsburg

Hannesder3te

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Die achterbahnfreie Zeit ging heute zu Ende und es stand mit Busch Gardens Williamsburg endlich wieder ein Freizeitpark auf dem Programm.

Im Jahr 1905 eröffnete die Anheuser-Busch Brauerei in Pasadena einen ersten Freizeitpark mit dem Namen Busch Gardens. Ziel war es so Werbung für die Brauerei zu machen. Im Laufe der Jahre wurden noch weitere Parks eröffnet und auch wieder einige geschlossen. Heute existieren noch zwei Parks unter dem namen Busch Gardens.

Das heutige Busch Gardens Williamsburg nahm seine Anfänge in den 1970er Jahren. Nach der Entscheidung einen Park zu bauen, wurde dieser am 16. Mai 1975 als Busch Gardens: The Old Country eröffnet. Als Thematisierung wählte man sieben europäische Landschaften als Vorbild. 1993 erfolgte dann erstmal die Umbenennung in Busch Gardens Williamsburg, während es in einer Phase von 2006 bis 2008 noch den Namen Busch Gardens Europe gab.

1999 gab es erstmalig das Halloweenevent Howl-O-Scream, welches inzwischen über ein dutzend Attraktionen bietet und jährlich zwischen Mitte September und Ende Oktober stattfindet.

Inzwischen wurde das Betreiberunternehmen der Parks aus der Brauerei herausgenommen und gehört der Blackstone-Gruppe. Somit haben die Parks und die Brauerei nur noch den Namen gemeinsam.

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Noch vor Parkbeginn gab es für uns eine ERT auf dem Divecoaster Griffon. Die Bahn vom B&M wurde am 18. Mai 2007 eröffnet und war der erste floorless Coaster diesen Typs. Mit den 62 Metern Höhe, der 947 Meter langen Strecke und den 114 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit gehört die Bahn definitiv zu den größeren Ausführungen der Bahn, wobei die Höchstgeschwindigkeit bisher bei keinem anderen Divecoaster übertroffen wurde. Während der Fahrt werden zwei Drops durchfahren, wobei nur am ersten Drop eine Haltebremse vorhanden ist, die den Zug einen Moment am Abgrund hält. Auf dem zweiten Hügel wird der Zug nur fast bis zum Stillstand gebremst. Außerdem gibt es auf der Bahn noch zwei Inversionen und ein Wasserbecken, welches den Zug vor der Schlussbremse zusätzlich abbremst.

Schon bei der ERT fuhr die Bahn im Dreizugbetrieb, so dass es für jeden die Möglichkeit gab ausführlich die verschiedenen Sitzpositionen auszuprobieren. Dabei war die Abfertigung auch zügig, womit zehn Fahrten für jeden kein Problem darstellen, so man denn wollte. Von der Fahrt her kann die Bahn definitiv überzeugen und es ist schade, dass viele Divecoaster nur so kurz sind. Dass es auch länger geht, ohne das Konzept zu verlassen, zeigt sich hier recht deutlich.

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Als weiteres Special im Park gab es noch eine Backstageführung bei Griffon. Der ruhige Teil der Gruppe schaute sich nun hier um, während der hektische Teil der Gruppe erst mal coastern ging. Bei der Backstageführung gab es dann einen Einblick in den Wartungsbereich - leider ohne Zug - und die Möglichkeit Fotos von Orten zu machen, die normalerweise für Besucher gesperrt sind. Der hektische Teil der Gruppe schaffte es währenddessen allerdings nur mit Alpengeist zu fahren. Angeblich hätten andere Parkteile erst später geöffnet.

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Nach unserer Führung wechselten die Gruppen und wir, die ruhige Gruppe, fuhren nun einige Bahnen. Zuerst stand hier Alpengeist an. Die 1997 eröffnete und von B&M gebaute Bahn ist seit ihrer Eröffnung mit 59 Metern der weltweit höchste Inverter, sieht man einmal vom Wicked Twister in Cedar Point ab. Die 1167 Meter lange Strecke mit ihren sechs Inversionen wird dabei mit bis zu 108 Stundenkilometern durchfahren.

Die Fahrt macht durchaus Spaß, hat allerdings auch ein paar Stellen abrupte Richtungswechsel. Die kann man durchaus als gewollt, aber auch als unangenehm ansehen. Die Meter vor der Schlussbremse ist der Zug schon spürbar langsam geworden, die Energie der Fahrt wurde also gut ausgenutzt.

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Nun bezwangen wir den Darkride Curse of DarKastle. Im Jahr 2005 wurde dieser Motion Ride eröffnet, der neben seinen 3D Szenen auf Leinwand auch physisch vorhandene Objekte beinhaltet. Die verschiedenen Objekte und die Bewegungen der Gondel sind dabei perfekt aufeinander abgestimmt. Die 3D-Effekte kommen durch eine gute Begrenzung der Leinwände sehr gut zur Geltung. Insgesamt einer der besten Darkrides, die ich bisher gefahren bin.

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Schließlich haben wir noch die Achterbahn Verbolten auf unserer ToDo-Liste abhaken können. 2012 wurde dieser Zierer Multi-Launch-Coaster mit seinen zwei Launches im deutschen Themenbereich eröffnet. Seitdem werden die Besucher auf die 864 Meter lange Strecke mit bis zu 85 km/h geschickt. Dabei wird ein Höhenunterschied von 27 Metern zurückgelegt. Der erste Teil der Strecke ist dabei als Darkride ausgeführt und der zweite Teil findet im Freien statt. Thema ist eine Fahrt durch den verfluchten Schwarzwald.

Das Fazit zur Bahn fand ich diesmal im Wartebereich an. Der ist gut thematisiert, was allerdings stört sind die ganzen Rechtschreibfehler in den deutschen Werbeschildern, die dort hängen. Auch im Jahr 2012 hätte man hier kostengünstig gute Übersetzungen bekommen können. Sonst kann die Fahrt aber überzeugen. Ein für die Bahn angemessener Launch, eine gute Thematisierung im Darkrideteil und ein wenig Fahrt außerhalb des Darkrides stehen auf der Habenseite. Leider findet die schnelle Fahrt nach dem ersten Launch auch schnell wieder ein Ende, da sich der Darkrideteil anschließt und dieser sehr langsam durchfahren wird.

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Während wir auf den hektischen Teil der Gruppe gewartet haben, sind einige noch mit dem Freefall “Mäch Tower” gefahren.

Nun stand unser Mittagessen an, welches wir im Eventbereich des Parks eingenommen haben. Hier gibt es mehrere Pavillons, in denen dann essen von Buffet und Getränke zum selbst zapfen bereit stehen. Nach dem durchaus guten Essen durfte die hektische Gruppe dann auch Verboten fahren.

Weiter ging es nun zum Superman Ultimate Flight Klon Tempesto. Seit 2012 wird dieser Bahntyp von Premier Rides produziert, wobei der Großteil der Bahnen erst in diesem Jahr eröffnet wurde oder sich noch in Bau befindet. Die Fahrt mit ihrem dreiteiligen Launch bietet dabei einen In-Line-Twist und einem Non Inverted Looping. Im Gegensatz zu Sky Scream im Holiday Park hat diese Bahn aber Schulterbügel.

Dank Serienfertigung unterscheidet sich die Fahrt nicht großartig von anderen Fahrten diesen Typs. Einziger Unterschied sind die Schulterbügel, die andere zwar für, ich aber eher störend fand. Zu einer schönen Hangtime gehören die einfach nicht dazu.

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Kurz zur nächsten Bahn: Grover’s Alpine Express, Zierer Junior Coaster, 2009 eröffnet, 7 Meter hoch, 180 Meter lang, 42 km/h schnell, einfache Acht als Layout, nach einer Runde und 30 Sekunden Fahrt vorbei. Kein weiterer Kommentar dazu.

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Der Park hatte uns für eine Show noch Plätze in der dritten Reihe reserviert, so dass wir uns nun die Show Monster Stomp On Ripper Row angeschaut haben. Grob geht es um die Story von Jack the Ripper garniert mit diversen live gesungenen Songs. Eine gute Show in einer 1-A-Qualität.

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Ein wenig Geschichte stand nun wieder mit der nächsten Bahn auf dem Programm. Der 1999 eröffnete Hypercoaster Apollo’s Chariot war nämlich die erste Bahn dieser Höhe von B&M. Auf der bis zu 52 Meter hohen und 1488 Meter langen Strecke durchfährt der Zug mit bis zu 117 Stundenkilometern nach dem 65° steilen First Drop insgesamt acht Airtimehügel.

Die Fahrt macht zwar Spaß, ist aber auch unspektakulär. Neuere Bahnen bieten mittlerweile größere hohen und entsprechend mehr Airtime.

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Auch die letzte noch zu fahrende Bahn im Park hat Achterbahngeschichte geschrieben. The Loch Ness Monster war 1978 der erste und ist heute der letzte noch bestehende Coaster von Arrow Dynamics mit verschalten Loopings und war zur Zeit der Eröffnung die höchste und schnellste Bahn der Welt. Auf der maximal 40 Meter hohen und 990 Meter langen Strecke werden dann neben den Loopings noch eine Helix und ein Darkrideteil mit bis zu 97 Stundenkilometern durchfahren.

Für das Alter fährt die Bahn noch erstaunlich ruhig. Aber natürlich kann die Fahrt nicht mit modernen Bahnen mithalten, was bei dem Alter der Bahn zu verkraften ist.

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Eigentlich wollten wir nun noch eine Wiederholungsfahrt auf Curse of DarKastle machen, allerdings war die Fahrt gerade down. So gingen wir weiter zum Showdinner “Blood Banquet”. Dort gab es zum Essen eine kleine Show einiger Schauspieler. Allerdings war der Gesang dabei teilweise der Horror. Als Entschädigung gab es aber leckeres Essen in großer Auswahl.

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Nun wurde es langsam dunkel, das Halloweenevent startete und wir gingen in die ersten Mazes. Hier stand mit Unearthed: Scarlett’s Revenge gleich ein gutes Maze an. Von der Story möchte ich nicht allzu viel verraten, es sei nur gesagt, dass dieses Indoormaze eine gute Länge und eine super Thematisierung bietet und die Schauspieler es dabei schaffen fast jeden zu erschrecken.

Catacombs ist der Name unseres nächsten Ziels. Auch in diesem Indoormaze gab es wieder eine gute Thematisierung und gute Schreckmomente. Leider war der Durchlauf auch recht kurz.

Nun versuchen wir uns nochmals an Curse of DarKastle. Hier konnten wir auch nach kurzer Zeit einsteigen und die Fahrt genießen. Einige kamen dabei weiter und andere weniger weit. Nachdem die erste Gruppe von uns die Bahn wieder verlassen hatte, ging der Ride down. Nach kurzer Wartezeit entschied man sich dann zur Evakuierung und wir verließen dem Ride wieder, allerdings mit ein paar Fastpässen für eine beliebige Attraktion (inkl. Halloween) für bis zu vier Personen.

Ein weiteres Maze war Bitten. Dieses Indoormaze bietet zwar ein gutes Theming, ist aber etwas zu kurz geraten und bietet nur mittelmäßige Erschreckmomente.

Mit Lumberhack haben wir dann unser vorletztes Maze besucht. Die im freien gestaltete Attraktion bietet sehr gute Effekte und eine gute Thematisierung, endet aber viel zu schnell wieder.

Nun stand noch eine Fahrt auf Verbolten bei Nacht an. Mangels Fastpass habe ich hier draußen gewartet.

Cornered war dann das letzte Maze unseres Parkbesuchs. Hier gab es draußen wieder ein langes Maze, leider aber nur mit einer mittelmäßigen Thematisierung. Die Erschrecker waren auch eher lau.

Schließlich ging es zurück zum Hotel, allerdings mit einem Zwischenstopp bei Walmart um Bierproviant aufnehmen zu können.
 
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