Piraten (Djurs Sommerland)
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Faszination Terrain Coaster





Meistens werden Achterbahnen auf nahezu ebenen Flächen gebaut. Doch da nicht jeder Park flaches Gelände aufzuweisen hat und natürlich auch unebene Ecken nutzen möchte, werden gerne sogenannte Terrain Coaster gebaut. Solche Achterbahnen nutzen genau diese natürlichen Gegebenheiten, wodurch sich meist interessante Layouts ergeben. Auf der einen Seite haben Terrain Coaster für Parks den Vorteil, dass trotz eines guten Höhenunterschiedes weniger Stützen verwendet werden müssen als bei vergleichbaren Bahnen auf flachem Gelände. Andererseits liefern Hersteller keine Terrain Coaster vom Fließband, ganz im Gegenteil: Jede Bahn muss individuell auf die Gegebenheiten im Park angepasst werden, so dass derartige Coaster oft kein Schnäppchen sind.


Eines ist aber sicher: Terrain Coaster begeistern Achterbahnfans und stehen in deren Favoritenlisten weit oben. Grund genug, in diesem Artikel einen Blick auf ein paar bekannte Anlagen zu werfen.


Zunächst widmen wir uns einer kleineren Achterbahn. Den Freizeitpark Ruhpolding kannten bis zum Jahr 2011 wohl nur die absoluten Insider. Schließlich zeichnete sich der Park nicht durch rasante Fahrgeschäfte, sondern durch eine Märchenwelt und viele Spielecken aus. Seit zwei Jahren kommen aber auch die Achterbahnfans auf ihre Kosten, denn im Freizeitpark Ruhpolding steht der Prototyp des Gerstlauer Shuttle Coasters, der „Gipfelstürmer“.
Die Hanglage ist hier kein Hindernis, sondern dient als Untergrund für die beiden Lifthills.




Die Suche nach weiteren Terrain Coastern in Deutschland gestaltet sich schwierig. Die Tendenz geht dahin, dass man eine künstliche Umgebung schafft, wie beispielsweise bei Black Mamba, Blue Fire oder Alpenexpress. Meine Definition für Terrain Coaster beinhaltet allerdings keine Bahnen, bei denen das Gelände in hohem Maße an die Bahn angepasst wurde.

Ein Paradebeispiel für einen Terrain Coaster befindet sich im schwedischen Liseberg. Die Vorraussetzungen waren planungstechnisch alles andere als einfach: Die Achterbahn „Lisebergbanan“ sollte auf einem 36 Meter hohen Hügel gebaut werden, der nicht nur nahezu vollständig mit Bäumen bepflanzt war, sondern bereits Gehwege und Fahrattraktionen besaß.
Trotz eines bodennahen Layouts ist Lisebergbanan stolze 45 Meter hoch und zählt zu den längsten Achterbahnen des Kontinents.



Von Göteborg in Schweden weiter nach Barcelona in Spanien: Tibidabo bietet einen Coaster, der von Lage und Layout her weitaus interessanter ist als sein Name „Muntanya Russa“ (auf Deutsch: Achterbahn). Dass Terrain Coaster einen weiteren Nachteil mit sich bringen können, wird an dieser Bahn deutlich. Als die Planungen für eine Großachterbahn im Jahr 2007 konkret wurden, gab es rasch Gegner, die einen enormen Einfluss auf die Umwelt und das Gesamtbild des Parks kritisierten. Obwohl der zuständige Hersteller Vekoma die Belastung auf die Umwelt bei dem Projekt auf ein Minimum reduzieren wollte, gab es selbst am Eröffnungstag der neuen Achterbahn eine Demonstration vor dem Eingang des Parks.
Auf den Fahrspaß hat die Vorgeschichte keinen Einfluss. Der First Drop auf die Stadt zu ist ein absolutes Highlight und die Hanglage in Verbindung mit einer sanften Fahrt sorgt für ein durchweg spaßiges Erlebnis.






Ebenfalls in Spanien befindet sich Terra Mitica. Der Park liegt direkt neben einem Berg, welchen sich die Holzachterbahn „Magnus Colossus“ zunutze macht. Die verschiedenen Ebenen wurden so gut ausgenutzt, dass es sich bei der Eröffnung sogar um den längsten Woody Europas handelte. Vor allem der Double Drop macht die Bahn zu etwas Besonderm. Leider ist der Coaster sehr ruckelig, was den Fahrspaß nicht unbedingt in die Höhe treibt.




Sehr außergewöhnlich ist die Achterbahn "The Ultimate" im englischen Lightwater Valley. The Ultimate besitzt gleich mehrere Besonderheiten. So sind die Stützen der Lifthils aus Holz, das Layout ist sehr bodennah und die Bahn ist mit ihrer Länge von über 2km die zweitlängste der Welt.




Viele der größten und schnellsten Achterbahnen stehen bekanntlich in Amerika. So ist es auch bei den Terrain Coastern. Die USA besitzt so viele interessante Anlagen, dass man ein ganzes Buch drüber schreiben könnte. Deshalb beschränken wir uns jetzt auf ein paar, in meinen Augen, besonders spannende Anlagen.


Eine Menge Aufmerksamkeit konnte dieses Jahr Six Flags Fiesta Texas verbuchen. Der in die Jahre gekommene Woody „Rattler“ wurde von der Firma Rocky Mountain Construction überarbeitet, so dass die Holzstruktur bestehen blieb, die neue Schienenkonstruktion jedoch aus Stahl entstand. Dadurch wurden beim „Iron Rattler“ sowohl extreme Steilkurven als auch eine Zero-G Roll möglich.
Doch damit noch nicht genug: An den Coaster grenzt ein Steinbruch. Dies ermöglicht nicht nur die Fahrt auf zwei Ebenen, sondern auch einen langen Drop im letzten Teil der Bahn.








Eine weitere bekannte Holzachterbahn ist „Boulder Dash“ in Lake Compounce. Diese führt über einen dicht bewaldeten Hang und ist bei Achterbahnenthusiasten sehr beliebt. In diesem Fall sagen Bilder mehr als Worte.







Als Kennywood im Jahr 1991 Steel Phantom eröffnete, galt diese als die schnellste Achterbahn der Welt. Da einige Fahrgäste die Bahn mit ihren 4 Inversionen als schmerzhaft empfanden, wurde sie von der Firma Morgan überarbeitet, wobei unter anderem die Überkopfelemente entfernt wurden.
Ihr größtes Merkmal hat die Bahn, die seit der Überarbeitung Phantom‘s Revenge heißt, jedoch beibehalten: Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten ist der zweite Drop länger als der erste, was bei Coastern äußerst selten vorkommt.




Dollywood‘s Tennessee Tornado ist eine der letzten Achterbahnen, die der Hersteller Arrow herausgebracht hat.




Ein häufig vorkommender Achterbahntyp unter den Terrain Coastern ist der Suspended Coaster von Arrow.


Flight Deck in Kings Island







Die genannten Bahnen sind nur ein kleiner Teil der auf der Welt existierenden Terrain Coaster. Eine längere Liste findet ihr ->Hier<-. Auch in Zukunft wird diese Art von Achterbahn mehr und mehr Parks bereichern. Mit Helix im schwedischen Liseberg steht uns für nächstes Jahr ein spannendes Projekt in dieser Richtung bevor.


Bildquellen:

Tripreports im Forum
rcdb.com
Internetauftritte der Parks

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