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Gold Reef City - Südafrikas Geheimtipp





Seit Südafrika 2010 Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft war, ist das Land ein immer beliebteres Reiseziel für deutsche und internationale Urlauber. Bekannt für großartige Landschaften und die „Big Five“ (Löwe, Elefant und Co.) bietet es viele touristische Anziehungspunkte. Besonderes Augenmerk erhalten dabei die Kap-Region rund um Kapstadt und das Cape of Good Hope, sowie die großen Naturreservate wie der Krüger Nationalpark.


Bestimmt haben einige von Euch auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, dieses schöne Land zu besuchen. Safari, Sonne und Kultur machen Südafrika zu einem schönen Ziel für eine „coasterfreie“ Fernreise. Wer unbedingt Freizeitparks will, der muss sich weiter an Amerika oder Asien halten…
Aber halt – auch in Südafrika gibt es sie, die schönen Freizeitparks. Nun ja, wenigstens einen. Er liegt am Rande des Stadtgebiets von Johannesburg und hört auf den Namen „Gold Reef City Themepark“.

Johannesburg ist vor etwa 160 Jahren entstanden, als europäische Einwanderer bei der Besiedlung des Landesinneren auf eine große Goldader stießen. Schneller Reichtum und ein nicht enden wollender Goldrausch sorgten dafür, dass aus einer Zeltstadt die heutige Millionenmetropole wuchs. Noch immer gibt es in der Region wertvolle Bodenschätze, welche großes wirtschaftliches Interesse auslösen und es werden Gold- aber auch Platin-, Diamanten- und Kupferminen betrieben.

Johannesburg besitzt ein von der (Minen-)Industrie geprägtes Stadtbild. Sehr lebhaft, aber teils heruntergekommen präsentieren sich die Straßenzüge der Millionenstadt. Eine Art Oase bietet da die aufgeräumte und saubere Gold Reef City. Ein Komplex aus Casino, Hotel und dem besagten Freizeitpark. Die Aufmachung ist vergleichbar mit amerikanischen oder europäischen Freizeitresorts, wie man es eigentlich nicht in einer Stadt wie Johannesburg erwarten würde.














Wie der Name und die Historie schon vermuten lassen, dreht sich im Freizeitpark alles um die Goldgräberzeit. Er befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen „Crown Gold Mine“, welche über einen originalen Förderturm bis zuletzt besucht werden konnte. Aktuell ist die Mine jedoch aus Sicherheitsgründen gesperrt. Zusammen mit vielen erhaltenen Anlagen und einem Museum über den Goldabbau der vergangenen Tage bildet sie den Kern der Goldgräberstadt. Diese besteht weiterhin aus mehreren Straßenzügen mit Gebäuden, die denen der Siedler aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden sind. All das präsentiert sich in einem gepflegten und schönen Gesamtbild.













Was den Freizeitpark für uns Coasterfriends interessant macht, sind die Achterbahnen und Attraktionen, die mit der Zeit den Park ergänzten. Die vorhandenen Flatrides beschränken sich auf bekannte Klassiker, darunter Top-Spin, Überkopf-Schiffschaukel, Break Dancer, Riesenrad und einige Kinderattraktionen. Auch ein 4D-Kino mit wechselnden Filmen gibt es. Die Achterbahnen weichen dagegen doch deutlich vom Standard vieler internationaler Parks ab.









Besonders heraus sticht dabei der „Tower Of Terror“. Diese Achterbahn "Marke Eigenbau" nutzt den zweiten bestehenden Förderturm des Parks, um die Fahrgäste mit einem Aufzug auf eine Höhe von über 30 Metern zu bringen. Halsbrecherisch stürzt sich der Wagen von dort aus insgesamt 50 Meter senkrecht in einen Tunnel um nach einer angeschlossenen Linkskurve in der Schlussbremse zu landen. Die Bahn ist nicht nur die höchste und schnellste Achterbahn Afrikas, sondern stellt auch einen Weltrekord auf: Mit 6,3 g wirken hier die größten Fliehkräfte in einer Achterbahn.



















Ebenfalls besonders ist das Fabrikat der „Anaconda“. Die Firma Giovanola baute hier ihren einzigen Inverted Coaster. Die Bahn bietet nicht nur ein den Standard-B&M Invertern ähnliches Layout, sondern auch einen vergleichbaren Komfort. Die Strecke verläuft über einen kleinen See und wurde im Zuge ihrer letzten Umgestaltung mit toller Thematisierung versehen.


















Als weitere Rarität besitzt der Park einen Schwarzkopf Shuttle Loop. Der „Golden Loop“ greift auf die Fallgewichttechnik zurück, bei der ein von der Schwerkraft bewegtes Gewicht den Zug über einen Seilzug beschleunigt. Weltweit befindet sich nur ein einziger weiterer Coaster dieser Bauweise in Betrieb.







Desweiteren bietet die Gold Reef City eine große Familienachterbahn von Zierer, sowie einen Mack Rides Powered Coaster. Letzterer besitzt ebenfalls ein ausgedehntes Layout und fährt mehrfach durch einen künstlichen Felsen. Die letzte Achterbahn wird vielen „Countern“ verwehrt bleiben, denn dieser Wacky Worm mit dem Namen „Shongololo“ darf nur in Begleitung eines Kindes gefahren werden.









Auch zwei Wasserfahrten hat der Park zu bieten. Ein Raft Ride und eine Wildwasserbahn sorgen für Abkühlung. Beide sind schön gestaltet, jedoch technisch nicht auf dem neusten Stand.





Insgesamt zeichnet sich der Themenpark durch durchgehend unerwartet schöne und authentische Gestaltung aus. Viele Details und gepflegte Grünanlagen verteilen sich auf das Gelände. Sogar einen Streichelzoo gibt es und immer wieder begegnet man Pfauen und Katzen. Für Technikinteressierte finden sich einige Ausstellungsstücke von Bergbautechnik bis zu originalen Dampflokomotiven.













Auffällig sind die dauerhaft laufenden Instandhaltungsarbeiten, die von den großen Attraktionen gehen bis zu kleinen Malerarbeiten. Generell ist in Gold Reef City sehr viel Personal eingesetzt. Wer sich einmal mit der entspannten afrikanischen Mentalität angefreundet hat (was im Urlaub definitiv nicht schwer fällt), der fühlt sich dadurch gut aufgehoben.

Die große Frage der Sicherheit, die in Ländern wie Südafrika immer wieder aufkeimt, kann hier guten Gewissens in den Hintergrund gerückt werden. Es wird ausdrücklich auf die Sicherheit der Besucher Wert gelegt. In dieser Hinsicht gelten hier offensichtlich mit Europa vergleichbare Standards. Dies trifft nicht nur auf die technischen Anlagen sondern auch auf die sonst in Südafrika erhöhte Gefahr vor Gelegenheitsverbrechen zu.

Wie Ihr schon zwischen den Zeilen lesen konntet, braucht sich der Freizeitpark auf internationaler Ebene nicht vor Einrichtungen vergleichbarer Größe verstecken. Der Eintrittspreis schlägt jedoch alles Vergleichbare. Regulär zahlt ein Erwachsener für den Parkeintritt umgerechnet lediglich um die 12 Euro und hat damit Zugang zu allen Attraktionen. Einen Besuch sollte man jedoch spontan vom Wetter abhängig machen. Regnet es, werden sofort alle Attraktionen geschlossen. Für einen Ausflug empfiehlt sich außerdem der Besuch des in direkter Nachbarschaft gelegenen Apartheit-Museums. Wer lieber weiterhin den Nervenkitzel sucht ist im benachbarten Kasino besser aufgehoben.






Sollte auf euren Reiseplänen also in Zukunft Südafrika auftauchen, so empfiehlt sich, das Achterbahnfahren nicht auszuklammern, sondern sich einmal die schöne Gold Reef City anzusehen. Wer sich in Kapstadt aufhalten sollte, der sollte sich den Namen „Ratanga Junction“ im Hinterkopf behalten. Ebenfalls ein Freizeitpark mit toller Gestaltung, sowie drei Achterbahnen von Vekoma am Rande der Kap-Metropole.

Weitere Bilder aus Gold Reef City:
















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