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Energylandia – Ein neuer Park für Polen





Bislang sieht die Achterbahnlandschaft in Polen recht mau aus. In Betrieb befinden sich dort aktuell 24 Bahnen. In den vergangenen Jahren wurden jedoch verschiedene Projekte gestartet, die das ändern sollten. Das wohl interessanteste davon ist die für Warschau geplante Adventure World. Mit ihr sollte ein voll thematisierter Freizeitpark nahe der polnischen Hauptstadt entstehen und dabei mehrere Achterbahnen beheimaten. Ausgereifte Konzepte lagen vor und Baugenehmigungen wurden eingeholt. Doch bis heute steht nicht mehr als ein einsames symbolisches Eingangstor auf dem Weideland, dass als Baugebiet dienen sollte. Wie und ob es hier weitergeht bleibt ungewiss.

Erfolgversprechender kommt da ganz still und heimlich ein anderes polnisches Freizeitparkprojekt daher. In Zator, was zwischen Kattowitz und Krakau liegt, eröffnete im Sommer diesen Jahres das Energylandia. Namensgebend für den Park ist der in Krakau beheimateter Club „Energy2000“, in dem bekannte DJs auflegen. Der Betreiber hat sein Geschäftsfeld nämlich nicht nur auf eine weitere Diskothek in Kattowitz, sondern auch auf einen Freizeitpark ausgeweitet.

Was bietet Energylandia?

In seine erste Saison startete der Park hauptsächlich mit Flatrides und Kinderattraktionen. Die Hauptattraktion stellten zu diesem Zeitpunkt sicher der „Space Booster“ ein Propeller der mittleren Größenordnung, sowie die Vertikalfahrt „Tsunami Drop“. Der neuste eröffnete Flatride ist eine Frisbee mit dem Namen „Aztek Swing“. Dazu gesellen sich ein Top Spin, eine Überkopf-Schiffschaukel, ein 7D(!)-Kino sowie mehrere Rundfahrten und Karussels für die kleineren Besucher.


Aztek Swing




Tsunami Drop







Für Achterbahnfans bietet der Park aktuell nur wenig. Eine Wilde Maus der SBF Visa Group mit drehenden Wagen, die auf den Namen „Viking Rollercoaster“ hört ist dabei wohl die einzige nennenswerte Bahn. Für Counter Zählbares stellen noch ein Wacky Worm Coaster („Frutti Loop“), sowie eine weitere Kinderachterbahn im Flugzeugdesign („Mars Coaster“) dar.

Onride des Spinning Coasters:




Mars Coaster





Viking Coaster und Aztek Swing





Frutti Loop





Erweitert wurde das Portfolio bereits um ein einfaches Rafting, ein Splash Battle, sowie eine kleine Wildwasserbahn mit Standardlayout.





Die auf zahlreichen Artworks angekündigte Thematisierung der Attraktionen findet sich bisher meist nur ansatzweise in der Realität wieder. Eine gute Qualität sowie Detailreichtum werden bisher ebenso vermisst. Insgesamt besteht das Parkgelände noch aus vielen freien Grünflächen und bietet keine abgeschlossenen Themenbereiche. Angesichts des jungen Alters des Parks ist jedoch verständlich, dass der Fokus zunächst auf Fahrgeschäfte an sich gelegt wird.










Werbevideo des Energylandia:




Wer sich ein Bild vom Park aus der Luft machen will, dem sei dieses Video empfohlen:




Ein großes Restaurant in der Parkmitte, Shows, sowie ein kleines Halloweenspecial bis kommenden Freitag runden das Angebot ab.










Eine vielversprechende Zukunft

Der wirklich große Schritt nach vorne soll im kommenden Jahr erfolgen. Mit gleich drei neuen Achterbahnen möchte das Energylandia auf sich aufmerksam machen. Von der Kinderbahn bis hin zum Thrillcoaster möchte man damit alle Zielgruppen abdecken. Ursprüngliche Pläne zeigten MACK Rides als Lieferanten eines Launch-, eines Spinning- und eines Youngstarcoasters.

Doch jüngst wurde auf der offiziellen Facebookseite des Parks bestätigt, dass stattdessen Vekoma den Zuschlag für alle drei Achterbahnen erhalten hat. Auch hier hat man sich für Bahnen aus drei unterschiedlichen Kategorien entschieden:

Für den nötigen Thrill sorgt ein Suspended Looping Coaster (SLC) mit Standardlayout. Da eine neuwertige Anlage dieses Typs sicherlich keine Probleme mit den, bei gleichartigen Bahnen oft bemängelten Fahreigenschaften haben wird, kann man hierbei von der neuen Hauptattrakion des Parks sprechen. Die Anlage wird mit einem ägyptischen Thema versehen.








Für die ganze Familie geeignet ist dagegen ein Modell des Suspended Family Coasters. Dieser wird offensichtlich denselben Streckenverlauf erhalten, wie die 2012 im dänischen Fårup Sommerland eröffnete Bahn „Orkanen“. Die ebenfalls umgesetzte Tunnelfahrt durch einen See wird mit großen Seeungeheuern geschmückt.








Eher auf Kinder ausgerichtet wird die dritte Bahn in der Runde: Ein Family Coaster, der laut Artwork die große Variante des Standardlayouts erhalten wird, wie es z.B. beim „Flying Hippogriff“ in den Islands of Adventure zu finden ist.








Insgesamt steckt der Park - wie nicht anders zu erwarten - noch in seinen Kinderschuhen. Die wenigen vorhandenen Attraktionen bieten dennoch eine gute Grundlage um weiter zu investieren und die Entwicklung des Parks voranzutreiben. Dass man dabei nicht zögert zeigt die anstehende Großinvestition in neue Achterbahnen, welche dem Park zu deutlich höherem Bekanntheitsgrad verhelfen werden.

Uns bleibt nur, dem Energylandia guten Erfolg zu wünschen, um so auch in Zukunft weitere positive Nachrichten aus Zator zu hören. Das Projekt zeigt, dass nun auch der osteuropäische Freizeitparkmarkt ins Rollen kommt und das nicht nur mit leeren Versprechen.



Quellen und Bilder:

Offizielle Homepage des Energylandia
Energylandia auf Facebook
Energy2000
Vekoma

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