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CF Classics: CoaStar im Disneyland Paris zum 20-jährigen Jubiläum




Viele von euch müssen die Zeit aktuell zuhause verbringen und auch die Freizeitparkwelt ist quasi lahmgelegt. Es ist also der perfekte Moment um sich mit ein paar Erinnerungen aus 15 Jahren Coasterfriends zu beschäftigen.


Gut zwanzig Jahre ist es her als ich das erste Mal in Disneyland Paris gewesen bin. Im Jahr 1993 lernten wir Disneyland kennen und lieben. Dies war der Beginn einer Ära die mich während meiner Kindheit und Jugend sehr prägte. Denn Disneyland gab uns damals den Startschuss, seit 1995 so gut wie jede Sommerferien in Orlando Florida zu verbringen.

Aber nun zu Disneyland Paris:
Im Alter von sechs Jahren begeisterte mich in den frühen 90er Jahren vor allem die Disney Figuren. Meine Hauptinteressen lagen damals darin, Goofy, Mickey und Co. hinterher zu jagen und Autogramme zu sammeln. Während der Geisterbahn Phantom Manor hatte ich Angst und konnte diese nur mit geschlossenen Augen und in den Armen meines Vaters bewältigen. Selbst Big Thunder Mountain ließ ich damals aus, weil ich Angst hatte auf noch mehr Geister zu treffen.
Heute, 20 Jahre später hat sich einiges geändert. Das Resort in Paris ist gewachsen und so auch ich. Angst bei Geisterbahnen kenne ich nicht mehr. Im Gegenteil, ich bin zu einem richtigen Halloween-Junkie mutiert. Die Sucht nach Adrenalin und Achterbahnen nicht zu vergessen. Für mich sollte also dieser Besuch in Disneyland Paris ein so gut wie völlig neues Erlebnis werden. Mir war aber auch im Vorfeld klar, dass ich vergleiche zu den Themen Parks ziehen werde, mit denen Ich groß geworden bin und wie meine Westentasche kenne.
Aber bevor ich ein Fazit ziehen werde folgen erst einmal einige Impressionen unseres Wochenend-Familienausflugs, der anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums und des 50. Geburtstags meiner Mutter und meiner Tante (sie sind eineiige Zwillinge) stattgefunden hat.


Vom Flughafen Charles de Gaulle ging es via Disney Transportbus zu unserem Hotel.



Das Sequoia Lodge ist mitten in einem Wald gebaut.



Die Zimmer waren dem Thema "BAMBI" gewidmet.



Blick auf das Disney Village vom Hotel Sequoia Lodge aus gesehen.



Eine Statue der berühmten Maus im Disney Village.



Am Platz vor den beiden Themen Parks wurde ein großer Kompass in den Boden gefliest.



Der Kompass zeigt in die verschiedenen Richtungen der anderen auf der Welt verteilten Disney Parks und gibt an wie viele km diese von Disneyland Paris entfernt sind.









Direkt hinter dem luxuriösen Disney Hotel befindet sich der Eingang zum Disneyland Park.





Main Street USA mit Blick zum Dornröschen Schloss.



Altamerikanische Musiker in der Main Street.



Kurz einen Überblick mit Hilfe der Karte verschaffen.




Ein paar Snapshots der Big Thunder Mountain Achterbahn.







Die Molly Brown schippert in Frontierland entlang.



Phantom Manor. Die Pariser Variante des Haunted Mansion Geisterhauses.



In der Smoking Area verbrachten wir aufgrund der Überlegenheit der Raucher viel Zeit.



Theming bei der Achterbahn "Indiana Jones et le Temple du Péril".




Indiana Jones et le Temple du Péril








Der Klassiker: Pirates of the Caribbean



Das Alice im Wunderland Labyrinth im Fantasyland





Eine für Walt Disney historisch wichtige Attraktion: It's a Small World







Space Mountain - Mission 2 im Discoveryland













Ich, bei schöner Beleuchtung abends in der Main Street USA






Einige Snapshots aus der Show am Castle "Disney Dreams" anlässlich des 20-jährigen Jubiläums.



Dinner mit den Geburtstagskindern im Rainforest Cafe im Disney Village



Der Eingangsbereich der Walt Disney Studios





Hier verbirgt sich eine "Hidden Mickey". Na, wer kann sie finden?







Kleiner, kurzer und eher unspektakulärer Count: RC Racer



Rock'n Roller Toaster starring Aerosmith enttäuschte mich gegenüber der Variante in Florida.



Atemberaubende Stunt Show und einfach nur Wahnsinn!











Meine Lieblingsattraktion: Tower of Terror







Ich, erste Reihe, dritte von links. Rechts von mir der Rest meiner Familie.



Ein schönes Wochenende in Disneyland Paris geht zu Ende. Letzter Schnappschuss: Disney Studios bei Nacht



Das Fazit zum Disneyland Paris

Disneyland Paris Resort im Vergleich zu Walt Disney World Florida
Witzig ist, dass man nicht pauschal sagen kann, welches Areal besser und schlechter ist. Da generell in Orlando Florida neben dem Magic Kingdom und den Disney Hollywood Studios noch einiges mehr geboten ist, werde ich nur die einzelnen vergleichbaren Areale bzw. Attraktionen fokussieren und vergleichen.

Main Street USA
Ich bin ein großer Fan von Casey’s Corner und liebe die Hot Dogs in USA. Leider waren die Würstchen im Brot in der Variante von Paris nur halb so gut und die gesamte Topping-Bar wo man den Hot Dog mit Sauerkraut, Käse, Zwiebeln, usw. selbst befüllen durfte hat komplett gefehlt. Ansonsten ist das Ambiente relativ ähnlich zu der Version in Florida. Paris wirkte allerdings auf mich ein wenig kleiner.

Frontierland
Ganz schön hergerichtet. Und hier gibt es sogar ein Wild West Fort. Leider gibt es hier kein Tom Sawyer Island und auch keine Splash Mountain.

Big Thunder Mountain
Die Fahrt hat mir in Paris deutlich besser gefallen. Die Fahrt hat einen kleinen Splash und man fährt die Achterbahnfahrt auf einer Insel. Das Ende hat einen langen netten Abgang durch einen Tunnel, den es in Florida nicht gibt. Die Warteschlange finde ich dafür in Florida schöner, weil man da direkt am Canyon entlang geht.

Phantom Manor <> Haunted Mansion
Als erst einmal stelle ich mir die Frage, weshalb man das Geisterhaus hier nicht wie auch in Anaheim „Haunted Mansion“ nennt? Viele Dinge sind ähnlich wie im floridianischen Haunted Mansion. Die Klassiker wie die singenden Büsten, der Fahrstuhl am Anfang. Zum Teil gab es bessere Audio-Animatronics in der Attraktion als in Florida. Aber ich habe den „Ghost Host“ vermisst der mit seiner Stimme aus dem Off die Reisenden begleitet und etwas zu dem Geisterschloss erzählt.

Adventureland
Ist deutlich schöner und größer als in Florida. Nicht nur, dass man Captain Hooks Piratenschiff besichtigen kann oder die berühmten Schädelkopfhöhlen aus Peter Pan, hier gibt es auch eine weitere Attraktion die es in Florida nicht gibt. Und zwar die Achterbahn Indiana Jones et le Temple du Péril.

Pirates of the Caribbean
Ist in Paris schöner und Eindrucksvoller während des Eingangsbereichs und innerhalb der Warteschlange gestaltet. Hinzu kommt, dass man von einem Table Service Restaurant aus die Schiffe beim vorbeifahren beobachten kann (ähnlich wie bei Piraten in Batavia im Europa Park). Die Fahrt selbst ist noch im klassischen Stil, den einst Walt Disney entworfen hatte belassen. Das heißt, es gibt noch keinen Jack Sparrow oder Davy Jones oder andere Charaktere aus den beliebten Verfilmungen. Des weiteren gibt es nicht nur einen sondern zwei kleine Drops während der Schiffsfahrt.

Fantasyland
Relativ ähnlich dem Vorbild aus Florida. Allerdings gibt es hier noch ein Alice im Wunderland Labyrinth und eine kleine Achterbahn bei der man mit Dumbo’s Zug „Casey Jr.“ fahren kann.

It’s a Small World
Der Klassiker ist hier deutlich imposanter errichtet worden und hat einen viel schöneren Eingangsbereich. Die Fahrt selbst hat mir persönlich auch einen Tick besser gefallen als in Florida.

Disney Castle
Das Wahrzeichen der Disney Magic Kingdom Parks ist ja in jedem Park unterschiedlich gestaltet. Während in Florida Cinderella’s Castle steht gibt es in Paris Dornrösschens Schloß zu besichtigen. Und es gibt sogar den Drachen (Malefiz) im Keller des Schlosses zu sehen. Ich persönlich mag Dornröschen lieber als Aschenputtel und ich fand den Drachen einfach nur cool.

Discoveryland <> Tomorrowland
Wieder einmal stelle ich mir die Frage, weshalb man das Zukunftsland in Paris anders nennt als in den Staaten? Die Gestaltung ist durchaus etwas anders. Alles ist an Jules Verne’s futuristische Vorstellungen aus seinen Büchern angepasst. Während in Florida’s Tomorrowland alles futuristisch in den Farben Silber oder Weiß erscheint, sind die Farben des Discoverylands in Gold und Pastellfarben gehalten.

Buzz Lightyear’s Laser Blast
Dieser Shooter hat mir in Paris besser gefallen, weil man beim Schießen aufgrund der herausnehmbaren Pistolen einfach freier war. In Florida kann man lediglich die Kanonen etwas drehen bzw. den Wagen. Gestaltung ist relativ ähnlich gehalten. Aber Fun Faktor war definitiv in Paris höher.

Space Mountain
Sie ruckelt zwar, aber hat mich dennoch positiv überrascht. Ein nettes Theming zu Jule Vernes Reise zum Mond. Bedenkt man das Alter der Attraktion und die Umsetzung und Gestaltung der Bahn war ich begeistert. Die Meteoriten und die Simulation der Schwerelosigkeit waren einfach nur genial. Damit hatte ich einfach nicht gerechnet. Deshalb gewinnt bei mir die Variante in Paris.

Star Tours
War 1:1 die klassische und mir bekannte Variante aus USA. Tat mal gut wieder den alten Film zu sehen und zu erleben. Allerdings könnte die Bahn mal einen neuen Anstrich vertragen. Hier war tatsächlich nicht mehr alles Sauber und tadellos. Man hat deutlich das Alter und die Gebrauchspuren gemerkt.

Walt Disney Studios Park Paris <> Disney’s Hollywood Studios Florida
Im Allgemeinen gesagt sind die Studios in Florida besser. Denn sie sind erstens größer und die einzelnen Länder sind schöner gestaltet. Ich habe auch das Great Movie Ride vermisst und den schönen Sunset Boulevard.

Tower of Terror
Fahrerlebnis war genauso spaßig wie in Florida, wenn auch etwas anders. Die Twilight Zone mit der Fahrt nach vorne hat gefehlt. Dafür gab es einen anderen Zwischenstopp bei dem die Passagiere verschwinden. Er ist hier auch mit sehr viel liebe zum Detail (ja das ist mir wichtig) errichtet worden. Allerdings wird er nicht so schön in Szene gesetzt wie in Florida. Denn dort ist gleich ein ganzes Land (Sunset Blvd) der Attraktion gewidmet und insziniert.

Rock ’n’ Roller Coaster Starring Aerosmith
Diese Attraktion war in Florida meine erste Achterbahnfahrt mit Inversion. Damals war ich wahnsinnig begeistert von der Umsetztung und Gestaltung. Auch die Story war schlüssig. Da trifft man in einem Tonstudio auf Aerosmith die einem Backstage Tickets für ihr Konzert schenken und man muss dann ganz schnell durch Hollywood mit einer Limousine düsen. All das, was ich an der Attraktion geliebt habe hat in Paris gefehlt! Der Eingangsbereich war hässlich gestaltet. Auch innerhalb der Wartschlange gab es weniger schöne Ecken. Die komplette Preshow hat gefehlt (Hallo Story, wo bist du?) Und dann hat auch noch während der Fahrt die Musik gefehlt (entweder waren die Wägen defekt oder es war einfach nur schlecht). Auch innerhalb der Fahrt war es anstelle von Schwarzlicht mit einfachen Lichteffekten verziert die ich normalerweise nur vom Oktoberfest kenne. Der Coastertrack selbst war denke ich dafür das Selbe. Aber wenn das ganze drum herum fehlt ist der Coaster einfach nur dünn. Schade. Die Enttäuschung des Trips.

Moteurs Action <> Motor, Stunts and Action
Da die Version in Florida ursprünglich aus Paris stammt kann ich nur sagen, dass die Pariser Variante identisch zu der in Florida ist. Eine tolle Show, wohl die Hauptattraktion schlecht hin des Studio Parks.

Studio Tram Tour <> Backlot Tour
Während die Backlot Tour in Florida vorab noch eine kleine Behind-the-scenes Tour zu Fuß anbietet, gibt es dafür bei der Fahrt in Paris etwas mehr Kulissen zu sehen. In beiden Touren gibt es den berühmten Catastrophe Canyon, das Highlight der Fahrt. Aber in Paris gibt es zusätzlich noch ein weiteres Action Set mit Drachen.

Disney Village <> Downtown Disney Florida
Dazu lässt sich schlicht und ergreifend sagen, dass die Variante in Paris um einiges kleiner ist als in Florida. Zwar gibt es in Paris die Buffallo Bill Stuntshow, aber in Florida ist dafür alles etwas üppiger und schöner gestaltet. Auch das Rainforest Cafe ist optisch von Außen schöner in Florida. Dort gibt es auch einen größeren und schöneren Souvenirshop. Das Restaurant selbst ist relativ ähnlich belassen.

Hotel Sequoia Lodge
Ich kann leider nicht vergleichen wie sich die Disney Hotels zu denen in Florida unterscheiden, weil ich noch nie in einem übernachtet habe. Ich habe lediglich mal in drei Hotels in Florida gefrühstückt. Von den Dimensionen her gesehen sind die Hotels in Florida größer. Es gibt auch viel mehr Auswahl an Hotels. Auch das Frühstück ist in USA üppiger.
Ich denke, dass die Hotels in Frankreich einfach dem europäischen Standard angepasst worden sind. Ich hatte auch mal gehört, dass Hotels direkt in der Stadt Paris sehr teuer sein sollen und dafür auch sehr klein und simpel. Wenn man das betrachtet, sind die Hotelzimmer im Sequoia Lodge ganz nett. Sie wirkten auf den ersten Blick auch renoviert. Die Zimmer wurden mit BAMBI thematisiert. Neue Teppiche, Betten und Wandverzierungen waren zu erkennen. Allerdings wirkten die Türen und Fenster sowie die Fließen im Badezimmer sehr alt. Die zwei Nächte waren sehr komfortabel. Ich konnte sehr gut schlafen. Eine Klimaanlage war auch vorhanden. Und man konnte innerhalb von 15 Minuten gemütlich zu Fuß zu den Disney Parks laufen. Vergleichbar mit Universal Orlando wo auch alle Hotels in der Nähe der zwei Parks sind. In Disney World Florida ist schließlich alles viel größer. Denn das gesamte Areal von Walt Disney World ist 15.000 Hektar groß. Also quasi schon eine eigene Stadt. Um hier von einem zum anderen Themenpark oder Hotel zu gelangen ist schon ein Auto oder ein Bustransport nötig. Kann man jetzt als Vorteil oder Nachteil sehen. Das Park-Hopping wird durch größere Distanzen natürlich erschwert, weil man vor allen Dingen auch viel Zeit verliert. Dafür gibt es in Florida natürlich auch viel mehr zu sehen.

20 Jahre Disneyland Paris
Die stündlich stattfindende Parade war sehr klein und nicht’s weltbewegendes. Die hätten sie sich rein theoretisch sparen können.
Dagegen die abendliche Show am Schloß mit Wasser-, Feuer- und Lichteffekten fand ich schon sehr beeindruckend. Klar, es ist handelt sich hierbei um kein zweites „Fantasmic“ oder ein brilliantes Feuerwerk wie „Wishes“, aber es beinhaltet durchaus Elemente aus allem und dies macht das ganze recht nett zum ansehen. Ich war gerührt.

Magic Hours
Mein Cousin und ich wollten den Sonntag Vormittag nutzen um einen Speedrun diverser Attraktionen zu machen. Das klappte in USA normalerweise immer ganz gut. So hatten wir es vor ein paar Jahren schon mal geschafft in Islands of Adventure in Universal Orlando innerhalb von 2 Stunden alle Attraktionen zu schaffen. In Disneyland Paris blieb dies uns leider verwehrt.
Wir ließen das Frühstück ausfallen und wollten eigentlich direkt in die Studios gehen um 8 Uhr. Leider stellten wir fest, dass die Magic Hours nur für den Disneyland Park zählen. Na gut, wir sind ja flexibel und betraten die Main Street USA. Mit erschrecken stellten wir fest, dass alle Länder mit coolen Attraktionen geschlossen waren. Lediglich Fantasyland hatte auf dem ersten Blick geöffnet mit Dumbo und dem Karussell. Dann entdeckten wir aber, dass Peter Pan auch schon geöffnet hatte und fuhren es mit einer Wartezeit von nur Fünf Minuten (sonst war die Wartezeit immer mindestens bei 40 Minuten). Dann gingen wir im Fantasyland spazieren und merkten, dass viele Besucher Richtung Discoveryland stürmten. Leider hatte dort nur Buzz Lightyear geöffnet, ebenfalls mit einer Wartezeit von Fünf Minuten. Also nahmen wir auch diese Attraktion mit. Danach fragten wir eine Bedienstete wann denn Space Mountain und die anderen cooleren Attraktionen öffnen würden. Alle sollten leider erst zur regulären Zeit um 10 Uhr öffnen. Voller Enttäuschung über die popligen Magic Hours kauften wir uns ein belegtes Brot zum Frühstück (viel Auswahl gab es sonst auch nicht, weil die meisten Restaurants noch geschlossen hatten) und wechselten zu den Disney Studios. Um 10 vor 10 wurde der Tower of Terror geöffnet. Wir hatten eine Wartezeit von ca. 15 Minuten. Was völlig in Ordnung gewesen ist. Danach wollten wir eigentlich zur Crush Coaster eilen, denn dieser Count fehlte mir noch. Aber bereits 20 Minuten nach Parkeröffnung standen die Massen 80 Minuten lang an. Somit ein Lost Count für mich, denn wir trafen uns mit dem Rest der Familie schon bald wieder in der Main Street USA.

Sonstiges
Ein deutliches Problem des Standortes stellte die langsame Arbeitsweise der Mitarbeiter dar. Ich weiß nicht, ob es möglicherweise daran lag, dass wir deutsche Touristen waren die kein Wort französisch gesprochen haben oder ob es generell die Arbeitshaltung gewesen ist. Häufig mussten wir übertrieben auf Essen in Restaurants warten und wurden im Regen stehen gelassen. Das fand ich tatsächlich nicht so lustig. Vor allem, wenn man eigentlich am liebsten gleich zur nächsten Attraktion eilen wollte.
Da wir ja in Paris den Geburtstag meiner Mutter und meiner Tante zelebrieren wollten, entschieden wir uns auch zweimal „besser“ Essen zu gehen mit Table Service. Mit erschrecken stellten wir gleich am ersten Abend fest, dass dies nur mit Reservierung möglich ist. So verbrachten wir viel kostbare Zeit damit, einen freien Tisch zu finden. Letztendlich landeten wir dann im Disney Village im Rainforest Cafe. Dies ist mir nicht unbekannt durch Florida und das Essen war auch sehr gut (wenn auch teuer). Das Ambiente gigantisch und wir hatten direkt neben dem afrikanischen Elefanten einen Tisch. Leider ließen uns auch hier die Bedienungen sehr lange auf Getränke, Hauptgang, Nachspeise und Rechnung warten. Für den Abend darauf reservierten wir uns einen Tisch im Steakhouse im Disney Village. Eigentlich wollten wir in das Silver Spur Steakhouse. Aber das war auch wieder komplett ausgebucht. Und das Steakhouse im Disneyvillage war einfach nur eine riesige Geldverschwendung. Die Steaks waren total zäh und mein Fleisch war nicht „medium cooked“ sondern „rare“ und gepökelt war es auch noch. Und dafür wollten die 26 Euro haben. Es gab keine Steaksaucen außer einem Pfeffersaft (sollte eigentlich eine Sauce sein, war aber sehr dünnflüssig) und Pommes dazu. Auf Anfrage erhielten wir erst ein paar kleine Döschen Ketchup. Das Ambiente wirkte dafür sehr edel. Aber um ehrlich zu sein fühlte ich mich unwohl und hätte mir wohl lieber ein Sandwich bei Earl geholt oder einen Hot Dog bei Casey’s Corner.
Was die Instandhaltung und Renovierungen betrifft, habe ich einen sehr kritischen Thread im Vorfeld bei coasterfriends gelesen, dem ich nicht zu 100% Zustimmen kann. Florida wirkt im allgemeinen gepflegter. Mir ist in Paris schon aufgefallen, dass sie beispielsweise mal wieder eine Glühbirne bei der ein oder anderen Beleuchtung hätten wechseln können. Auch Star Tours hätte einen Neuanstrich vertragen können. Aber heruntergekommen ist der Park auf keinem Fall. Und weil öfters Vergleiche Fallen, und Personen finden, dass der Europa Park besser und günstiger ist als Disneyland Paris möchte ich folgendes anmerken: Erstens, ist Disney eine weltweit bekannte Marke die nicht nur als Theme Park bekannt ist. Hier wird sehr viel Wert auf Theming gelegt und weniger auf die großen Achterbahnen. Wer so etwas sucht und will ist natürlich in anderen Parks besser aufgehoben. Als ich im Jahr 1998 zum ersten Mal im Europa Park gewesen bin, war ich sehr enttäuscht, von den billigen Disney-Kopien „Piraten in Batavia“ und dem „Geisterschloss“. Die Audioanimatronics sind im EP deutlich schlechter als bei Disney. Und bei Kopien streuben sich mir die Haare. Gott sei Dank ist der EP mittlerweile ein top Park, den ich auch sehr schätze vor allen wegen der tollen und vielen Achterbahnen. Denn ja, man bekommt viel geboten. Aber Wenn es um Dark Rides geht bin ich der Meinung, dass Universal und Disney bisher nichts übertreffen kann.

Das hat CoaStar enttäuscht...
Ich hatte mir von Indiana Jones einiges mehr erwartet. Derweil wirkte es nicht viel mehr als eine Fahrt mit der wilden Maus und das ganze trotz eines Loopings. Die Fahrt war kurz mit wenig Nervenkitzel. Dafür war die Warteschlange ganz nett thematisiert. Aber ganz ehrlich, ich denke, da geht deutlich mehr! Schade.
Und, dass die Wartezeiten bei der Crush Coaster immer sooo lang waren. Dadurch habe ich einen Count versäumt :-(

Das hat CoaStar überrascht...
Space Mountain. Hätte nicht gedacht, dass diese Fahrt so schöne Effekte haben wird.

Abschließend:
Wer auf der Suche nach den ultimativen Kick und Nervenkitzel ist, wird in Disneyland enttäuscht werden. Hier wird eben viel mehr Wert auf Atmosphäre, Ambiente, die Liebe zum Detail und Eye-Candy gelegt. Disney ist für Familien geschaffen und konzipiert. Menschen die mit Kitsch und Theming und Shows nichts anfangen können, werden sehr wahrscheinlich hier enttäuscht werden. Wenn man hingegen ein großer Disney-Fan, wie ich es bin, ist wird es dennoch in sein Herz schließen. Als klar wurde, dass wir nach Disneyland Paris fliegen meinte ich zu meiner Mutter „mich macht es schon glücklich in der Main Street zu sitzen und die dafür typische Backgroundmusik zu hören, weil es mich an USA und schöne Zeiten erinnern wird“. Und so war es auch. Bei der abendlichen Show habe ich auch mitgesungen und getanzt als die bekannten Disney-Lieder erklangen.
Wir hatten ein Wochenende voller Spaß und wie immer ist die Zeit wie im Flug vergangen.

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