Schock für schwedische Freizeitparks

Verfasst von Moritz Becker. Veröffentlicht in Top News

Während sich die Situation rund um das Thema Coronavirus sich bei uns etwas entspannt hat, sieht es in Schweden deutlich anders aus. Dies lag vor allem an dem anderen Umgang mit dem Virus. Die schlechtere Lage wirkt sich natürlich auch auf die Freizeitparkindustrie aus.

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Die Höchstgrenze für Menschenansammlungen liegt in Schweden bei maximal 50 Personen. Anders als in anderen Ländern bekommen die schwedischen Parks allerdings keine Ausnahme von dieser Regelung. Deshalb ist es aktuell nicht möglich für schwedische Freizeitparks ihre Tore zu öffnen. Die Sommersaison sehen viele Parks inzwischen als abgesagt an.

Liseberg CEO Andreas Anderson zur schwedischen Zeitung „Expressen“:

„Es ist frustrierend, derzeit ist es nicht möglich Liseberg zu eröffnen. Es ist eine sehr seltsame Situation. Es ist fast so, als wäre Schweden das einzige Land in Europa, in dem Sie keine Themenparks eröffnen können.“

Für die schwedischen Parks bedeutet dies vor allem, dass die Saisonarbeitenden im Sommer ihre Jobs nicht antreten können. Dies machen für die Stadt Göteborg und Liseberg rund 2.400 Arbeitsplätze weniger aus.

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Aus finanzieller Sicht gab der Park bekannt, dass jeder geschlossene Tag für den Vergnügungspark einen Umsatzverlust von ca. 500.000 – 1.000.000 Million Euro ausmachen kann. Die Kette Parks & Resorts Scandinavia, zu der Gröna Lund, Kolmården, Furuvik und das Skara Sommarland gehören, geht momentan von einem Umsatzverlust von etwa einer Milliarde SEK (ca. 94.787.000,00 Euro) für die gesamte Saison aus.

Der ländlich gelegene Park Skara Sommarland beschloss sogar in diesem Jahr gar nicht mehr zu öffnen. Dies liegt vor allem daran, dass der Park regulät bereits eine relativ kurze Saison bespielt.

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Quelle: Expressen, Aftonbladet, SVT

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