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Northern Rails Tour – Teil 8: Tivoli Kopenhagen – nostalgisches Flair trifft auf Dämonen und zahlreiche Flatrides

LuckyCoasterLuke

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Hallo und herzlich willkommen zum zweitletzten Teil unserer Interrail-Tour durch Skandinavien hallo:-)

Heute sollte es nun nach Dänemark gehen, das letzte der drei Länder unserer Tour!
Und auch wenn der Göteborger Hauptbahnhof gerade bei Dunkelheit einiges hermacht (gut, das Foto ist in der Nacht zuvor entstanden ;)), sind wir nicht von hier abgefahren…
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…sondern von Mölndal.
Von dort hätten wir eigentlich mit dem Zug nach Kopenhagen fahren können, da aber ein Teil der Strecke aufgrund des vorangegangenen Unwetters überflutet war, mussten wir auf den Schienenersatzverkehr zurückgreifen, um bis nach Falkenberg zu gelangen.
Leider mussten wir rund anderthalb Stunden warten, bis der richtige Bus endlich kam :(
Diese Umstände erklären auch die „Lücke“ in unserer Route, die ich hier rot nachgezeichnet habe!
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Immerhin haben wir diese Werbung hier entdeckt, die für manche Achterbahnfans amüsant sein könnte ;)
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Als wir dann endlich im Bus nach Falkenberg saßen, ist uns dieses Windrad aufgefallen:)
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Und dies war nicht das einzige, etwas später war sogar eines mit der Aufschrift „Liseberg“ vorhanden.

In Falkenberg angekommen, konnten wir dann in den Zug nach Kopenhagen steigen, und knapp drei Stunden später waren wir dann an unserem Ziel angekommen!

Dort konnten wir immerhin gleich in unserem Hotel einchecken, welches unweit vom Hauptbahnhof entfernt liegt:
Und das Next House Copenhagen können wir durchaus empfehlen – optisch ist alles sehr modern aufgemacht, und die Zimmer mit sechs Etagenbetten (welche fast schon an Kapseln erinnern) sind durchaus interessant eingerichtet :)
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Nachdem wir uns in hier eingerichtet hatten, ging es erneut zum Kopenhagener Hauptbahnhof.
Diesmal aber nicht aufgrund einer weiteren Zugfahrt, sondern weil es dort einige Möglichkeiten zur Verpflegung gab – die im Tivoli haben uns (vor allem aufgrund des Preisniveaus ;)) nicht wirklich angesprochen.
Nachdem sich einige mit Pizza und andere (darunter auch ich) mit Burger und Pommes gestärkt hatten, konnte es dann auch gleich in den Tivoli gehen, welcher sich direkt gegenüber des Hauptbahnhofs befindet.
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Dort angekommen, mussten wir erstmal einen Mitarbeiter finden, um die vorab gekauften Onlinetickets in physische Armbänder einzutauschen – selbstverständlich haben wir uns für die „All Inclusive“ Variante entschieden. Und auch wenn dies einer der teuerste Eintritte der kompletten Tour gewesen sein dürfte, mit Einzeltickets wäre unser Geldbeutel in Tränen ausgebrochen – so schlägt beispielsweise eine Fahrt mit der Achterbahn „Dæmonen“ aktuell 90 Kronen zu Buche, was umgerechnet rund 12 Euro entspricht :oops:

Dann ging es also los, und unsere ersten Eindrücke waren folgende:
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Zunächst ging es eine sehr enge Gasse nach unten, links und rechts verschiedenste Verkaufsstände und Essensbuden. Und auch wenn es auf den Fotos nicht ganz rüberkommt, war es ziemlich voll, sodass diese Gasse noch enger wirkte…

So stellten wir uns bereits auf höhere Wartezeiten ein, als wir dann den ersten Check erreicht hatten - „Mælkevejen“ (auf Deutsch: Milchstraße).
Hier mussten wir rund 30 Minuten warten, auch weil diese Bahn immer drei Runden fährt und die Operations nicht die Allerschnellsten waren.
Auch wenn es chronologisch falsch ist, hier trotzdem ein Bild zu späterer Stunde ;)
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Bei dieser handelt es sich um die jüngste Achterbahn des Parks, nämlich einen Powered Coaster. Dieses Mackprodukt ersetzt „Odinexpressen“ vom selben Typ, welcher vorher an dieser Stelle mehr als 30 Jahre seine Runden gedreht hat.
Während der Vorgänger das klassische Design als Dampfzug hatte, nimmt man bei „Mælkevejen“ in einer Rakete Platz, die einen auf einen angenehmen Rundflug mitnimmt. Dazu ist das Theming insgesamt durchaus nett, sowohl in der Station als auch während der Fahrt :)
Für die Zielgruppe auf jeden Fall eine gute Sache!
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Nebenan wirbelt „Tik Tak“ seine Fahrgäste ordentlich durch. Da die Mondial Shake ja immer Spaß machen und ich bisher noch keiner stationären Ausführung begegnet bin, wäre ich gerne eingestiegen, aber hier waren die Wartezeiten durchgehend sehr hoch…
Aber auch diese Attraktion ist wirklich schön gestaltet!
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Daher ging es weiter zu einem wahren Urgestein in der Coasterwelt:
Mit „Rutschebanen“ steht hier eine der ältesten noch aktiven Achterbahnen der Welt – dieses Schätzchen wurde 1914 eröffnet und wurde als einzige Achterbahn außerhalb Amerikas als „ACE Rollercoaster Land Mark“ ausgezeichnet :cool:
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Auch wenn sich diese Bahn bis heute einer ungebrochenen Beliebtheit erfreut, ging es dank zwei Zügen doch erstaunlich fix voran in der Queue :)
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So konnten wir dann in das altertümliche Gefährt einsteigen…
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…aber nicht hier, denn das ist der Arbeitsplatz des Bremsers. Einfache Technik, die aber auch noch über hundert Jahre später ihren Zweck erfüllt!
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Und aufgrund dieser Umstände ist das Fahrgefühl durchaus etwas Besonderes, da auf diese Weise jede Fahrt anders verläuft.
Aber auch sonst zeigt dieser charmante Klassiker, dass es keine Rekorde braucht, um ein tolles Fahrerlebnis zu bieten:
Die Airtime Momente sind hier nämlich nicht zu unterschätzen, vor allem mit den Bügeln, in denen man eine Menge Platz hat :D
Alles in allem also eine großartige Bahn – auch für Nicht-Achterbahnfans eine echte Empfehlung! 👍
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Um zu den nächsten zählbaren Attraktionen zu kommen, durchquerten wir die schönen Parkanlagen.
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Wie in vielen skandinavischen Parks gibt es auch hier eine Konzertbühne.
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Nach einiger Zeit wurde uns klar – wir haben den chinesischen Themenbereich erreicht.
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Und dort erwartete uns schon ein roter Dämon!
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Bei diesem Anblick (ein roter B&M Sitdown Coaster in einem chinesischen Themenbereich) musste ich als Erstes an Dragon Khan denken:
Diese konnte mich mit ihrer äußerst unsanften Fahrweise und Vibrationen, die Kopfschmerzen verursachen, gar nicht überzeugen, weshalb sich meine Erwartungen in Grenzen hielten.
Aber erstmal hieß es Schlange stehen, denn die Abfertigung verlief hier leider relativ schleppend, sodass der zweite Zug relativ lange in der Schlussbremse warten musste und somit kaum einen Mehrwert brachte…
Immerhin konnte man vom Wartebereich einige gute Fotos von dieser optisch wirklich hübschen Bahn machen – dieses Bild dürfte eines meiner Favoriten der Tour geworden sein 🤩
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Irgendwann konnten wir dann im goldglänzenden Zug Platz nehmen – nur musste ich vorher leider meine Brille abgeben, auch mit Band war die Mitnahme nicht erlaubt :(
So konnte dann dieser Dämon zeigen, was in diesem für den Hersteller relativ kleinen Bähnchen steckt, und die Fahrt beginnt nach dem Lifthill relativ ungewöhnlich:
Die eher flache und kurvige Abfahrt mündet nämlich in eine kurze Aufwärtshelix, bevor der eigentliche First Drop folgt, welcher den Zug auf seine 77 km/h Spitze bringt. Auf diesen folgen dann Schlag auf Schlag alle drei Inversionen – zuerst der ganz klassische Looping, dann der Immelman sowie als Finale die Zero-G-Roll.
Während die ersten beiden zwar durchaus spaßig, aber nichts wirklich Herausstechendes sind, hat mich Letztere wirklich überrascht: da diese relativ niedrig ist, wird sie durchaus zügig absolviert und hat einen ordentlichen Whip sowie schöne Schwerelosigkeit – tatsächlich eine der Besten ihrer Art!
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Und nachdem man dann mit ein paar weiteren Kurven die Schlussbremse erreicht hat, ist mein Fazit zum kleinen Dämonen: short but sweet!
Die Fahrt ist zwar ziemlich kurz und bietet, abgesehen von der wirklich guten Zero-G-Roll, keine wirklich herausragenden Momente, was aber nichts Schlechtes heißen muss – das Layout holt aus der kleinen Grundfläche immer noch das Maximum heraus, um ein solides und spaßiges Fahrterlebnis zu schaffen. Beim Fahrkomfort hat man verglichen mit dem großen Bruder Dragon Khan (mein bisher einziger Vergleichskandidat von B&M) deutlich die Nase vorn: klar gibt es auch hier ein paar kleinere Schläge (darunter seltsamerweise am Scheitelpunkt des Loopings 😅), die aber zu keinem Zeitpunkt wirklich unangenehm sind.
Lediglich die Abfertigung hat hier gar keinen Spaß gemacht!

Als nächstes wurden wir auf eine „Besonderheit“ des Parks aufmerksam, die man bei einem Besuch berücksichtigen sollte:
Die Attraktionen haben teilweise unterschiedliche Schließzeiten, weshalb man teilweise strategisch planen muss, um am Ende nicht vor verschlossenen Gates zu stehen, diese sind auf der Homepage bei jedem Fahrgeschäft aufgelistet!

Bei unserem nächsten Ziel war dies beispielsweise der Fall:
„Kamelen“ hatten wir nämlich eigentlich geplant, möglichst spät zu fahren, in der Hoffnung auf kürzere Wartezeiten, wenn die Kleinen schon ins Bett müssen. Dieses Vorgehen mussten wir aber fallen lassen, da unter anderem diese Bahn früher als die großen Attraktionen schließt!
Daher durften wir auch nicht zu spät kommen, weshalb es nun gleich als nächstes dort hin ging – jedoch war schon um diese Zeit nicht mehr so viel los und nach drei bis vier Fahrten konnten wir dann auf dem Wüstenschiff Platz nehmen :)
Diese kleine Bahn fährt sich (wie erwartet für das junge Baujahr) schön smooth und ist ein optimaler Einstieg in die Welt der Achterbahnen für die Kleinsten! 😇
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Nebenan kann man sich beim Goldenen Turm in die Luft schießen lassen – da dieser aber immer ziemlich voll war und das Fahrprogramm nicht so spannend aussah, haben wir diesen ausgelassen. Aber optisch finde ich ihn ziemlich hübsch :)
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Anschließend widmeten wir uns einem wahren Klassiker, dem Huss Condor „Fata Morgana“. Hierbei handelt es sich aber um einen Vertreter der neueren Generation, der zudem als Besonderheit zwei unterschiedliche Erlebnisse bietet: einmal „Family Ride“, die das klassische Fahrgefühl bietet und „Wild Ride“, bei dem man anstelle in den ausschwingenden Gondeln auf einer Art überdimensionalen Frisbeescheibe Platz nimmt – mit Blick nach außen und hängenden Beinen.
Auch wenn letzteres natürlich interessanter war, begannen wir mit der klassischen Variante, und bereits diese konnte uns überzeugen:
Die hübsch gestalteten Gondeln kamen mir etwas geräumiger vor als die der alten Generation – und das Fahrprogramm konnte sich durch einen schönen Wechsel mit den Geschwindigkeiten sowie einer wirklich ordentlichen Länge sehen lassen :)
Hier freute ich mich schon auf die spätere Fahrt mit der wilden Variante!
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Die anderen wagten sich nun in die „Villa Vendetta“, das ganzjährige Mazes des Parks, während Jeannette und ich uns ein ruhiges Plätzchen am See suchten und uns dort ein bisschen entspannten.
Diese Ecke des Parks ist optisch wirklich schön!
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Als dann die anderen wieder da waren (und gemeint haben, dass dieses Maze schwächer und noch weniger schock-lastig als „Hotel Gasten“ war), ging es dann weiter – erneut am See entlang mit dem Blick auf die berühmte Pagode.
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Diese bot auch einen guten Hintergrund für ein Gruppenselfie!
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Unsere nächste Anlaufstelle war „Minen“, ein klassischer Bootsdarkride, welcher offenbar nachträglich mit Laserpistolen für Interaktivität nachgerüstet wurde.
Da das Schießen nicht wirklich gut funktioniert hat, haben wir die Pistolen aber nach kurzer Zeit stecken gelassen, denn die Szenen sind durchaus süß gemacht und stellenweise überraschend groß!
Dazu kommt ein Soundtrack, welcher einen ähnlichen Ohrwurm-Faktor wie Carnaval Festival hat – und fertig ist ein etwas trashiger, aber trotzdem durchaus unterhaltsamer Darkride, eine Fahrt lohnt sich durchaus :)
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Anschließend wollten wir herausfinden, was sich im Gebäude mit der schwarzen Katze befindet…
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…und es ist: „Skærsilden“, was mich eher an eine Art Indoor-Spielplatz als an ein herkömmliches Funhouse erinnert – anstelle eines vorgegebenen Pfades kann man verschiedene Wege mit typischen Funhouse-Elementen wählen.
War auf jeden Fall ganz witzig – vor allem hat man einen Blick auf die Züge von Rutschebanen, die immer mal wieder vorbeifahren :)
Nur die Lichtverhältnisse sind teilweise etwas ungünstig, da man im Halbdunkeln einige Hindernisse nicht so leicht meistern kann 🙈

Nun wieder am Tageslicht angelangt…
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…ging es nun am „Riesen“rad vorbei…
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…zu einigen Flatrides:
Den Anfang machte der Air Race „Aquila“, welcher auf dem erhöhten Podest wie auf dem Präsentierteller wirkt und bereits von der Straße außerhalb des Parks prominent sichtbar ist.
Da diese Attraktion durch die langsame Abfertigung stets eine hohe Standzeit hatte, müsst ihr euch mit einem Foto in dieser Position begnügen ;)
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Zum Glück war die Wartezeit im ziemlich engen Wartebereich nicht übermäßig hoch, aber als wir dann Platz genommen hatten, wurden mehrmals die Bügel nach dem Schließen wieder geöffnet…
Keine Ahnung, was es hier für Probleme gab – irgendwann konnte es dann losgehen und so schön dieses Fahrgeschäft optisch aussehen mag, ist es für mich leider ein eher schwacher Vertreter seiner Art:
Einmal haben die Arme mit den Gondeln relativ lange gebraucht, um sich aufzuschaukeln, und auch danach kam mir die Loopings träger vor als bei vergleichbaren Anlagen. Schade, da waren „G-Lock“ im Walygator Parc und „Thunderbirds“ im Fort Fun deutlich spritziger unterwegs.

Als nächstes war es bereits am Dämmern, und so steuerten wir den orientalischen Bereich an, wo wir uns erneut der Fata Morgana hingaben – diesmal aber in „wild“:)
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Diesmal nahmen wir auf den rotierenden Scheiben Platz – und das Fahrgefühl ist hier komplett anders:
Durch die Fliehkraft wird man hier permanent nach außen gegen den Bügel gedrückt, was sich sehr ungewohnt anfühlt, auf jeden Fall ein sehr interessantes und spaßiges Fahrgefühl.
Des Weiteren hat man hier durch die exponierte Sitzposition ein deutlich freieres Blickfeld als in den herkömmlichen Gondeln – und gerade diese Aussicht über das nächtliche Kopenhagen ist schon eine tolle Sache 🤩
Und insgesamt ist diese Anlage wirklich toll gestaltet – also ein echtes Highlight, die Fata Morgana!
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Und als nächstes mussten wir „durch den Monsun“:
Hierbei handelt es sich um eine echte Rarität – einen Suspended Flying Carpet aus dem Hause Zierer. Außer dieser Ausführung dreht nur eine weitere Anlage im japanischen Nagashima Spa Land ihre Runden.
Da wir kurz zuvor die „klassische“ Ausführung im Gröna Lund gefahren sind, hatten wir einen optimalen Vergleich:
So hat auch diese Anlage einen kraftvollen Sound, der aber deutlich tiefer klingt als beim Vorgänger, ebenso wirkt das gesamte Fahrgeschäft deutlich wuchtiger – trotzdem optisch eine wirklich schöne Anlage, die sich perfekt in den orientalischen Bereich einfügt.
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Platz genommen in den hängenden Sitzen, wird schnell klar, dass auch vom Fahrgefühl ein deutlicher Unterschied zur klassischen Ausführung vorhanden ist:
Airtime hat man hier nahezu kaum und aufgrund des Schulterbügels ist man deutlich „fixierter“, rutscht jedoch trotzdem lustig vor und zurück. Aber auch allgemein ist das Fluggefühl ein ganzes Stück smoother, jedoch kamen mir die Kräfte im Tal etwas knackiger vor :)
Monsunen macht auf jeden Fall ebenfalls eine Menge Spaß, daher eine absolute Empfehlung von mir – am besten ganz außen Platz nehmen, sodass man eine komplett freie Sicht hat ;)

Nun wurden überall die Lichter angeschaltet, sowohl bei den Oldtimern, die wir allerdings nicht gefahren sind…
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…als auch bei Dæmonen, wo wir eine Nachtfahrt mitnehmen wollten – also dann, zurück nach China.
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Wer genau hinschaut, erkennt am den roten Schienen auch die LED’s, die nicht nur die gesamte Strecke beleuchten, sondern später einige coole Effekte mit Farbwechsel oder „den Zug verfolgen“ zu bieten hatte 🤩
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Der etwas abrupt wirkende Wechsel zur Dunkelheit bei den folgenden Bildern lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass nun nur noch ein Zug auf der Strecke war, was mit der ohnehin schon langsamen Abfertigung für mehr als eine halbe Stunde Wartezeit gesorgt hat 🙈
So sah es dann aus, kurz bevor wir die Station erreicht haben ;)
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So nahmen wir dann deutlich weiter vorne Platz, und siehe da – dort fuhr sie sich etwas angenehmer: zwar nicht so smooth wie einige andere Bahnen aus diesem Hause, aber noch lange nicht unangenehm. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass diese Bahn durchaus solide ist – aber eine Nachtfahrt ist trotzdem nochmal besser als am Tag, alleine schon aufgrund der Optik 🤩
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Gerade vom See aus macht diese Bahn optisch einiges her – allgemein entfaltet der schon tagsüber wirklich schön gestaltete Park nachts seine volle Magie :love:
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So ließen wir dann den chinesischen Bereich hinter uns…
(Dieses Foto stammt von Maik, dessen Kamera besser mit den Lichtverhältnissen klarkommt als mein Handy ;))
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…und fanden uns in der „Main Street“ wieder, wo wir noch einmal Rutschebanen fahren wollten, diesmal im Dunkeln!
Hier waren nach wie vor zwei Züge im Einsatz und es ging weiterhin flott voran in der Warteschlange, so muss das sein 👍
Wie erwartet war auch diese Fahrt wieder sehr spaßig, hatte schöne Airtime und gerade das künstliche Gebirge macht auch außerhalb des Parks einiges her :)
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Da die meisten Bahnen nun kurz vor dem Feierabend standen, rannten wir nun noch zu „Den flyvende Kuffert“, einem Darkride, welcher sich an den Märchen von Hans Christian Andersen orientiert.
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Hier kamen wir gerade noch richtig an und konnten in den Gondeln des bekannten Endlos-Systems Platz nehmen, welches mit Baujahr 1993 bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Märchen sind hier, ähnlich im Hunderfossen, als einzelne Szenen und nicht als eine zusammenhängende Geschichte aufgebaut. Und auch wenn die gesamte Darstellung in einer Puppen- und Spielzeug-Optik etwas altbacken wirkt, hatte diese dennoch ihren Charme. Am Ende begegnet man auch dem Schöpfer dieser Geschichten noch einmal persönlich, was meiner Meinung nach ein wirklich tolles Finale darstellt!
Ebenso ist auch der Schalter, mit dem man die Audiospur zwischen Dänisch und Englisch umschalten kann, eine wirklich praktische Sache – aber gut, bei der Anzahl an ausländischen Touristen ist dies auch nötig :)
Insgesamt also eine echte Empfehlung, die man durchaus auch übersehen kann – und als „Gutenachtgeschichte“ war dies ein optimaler Tagesabschluss 😇

Als nächstes verließen wir nämlich den Park und es ging Richtung Unterkunft!

Das Tivoli Kopenhagen lässt sich nur bedingt mit anderen Freizeitparks vergleichen: auch wenn einige Fahrgeschäfte vorhanden sind, scheinen diese nicht ganz so im Vordergrund zu stehen wie zum Beispiel im Gröna Lund oder Liseberg. Dies ist unter anderem erkennbar an der großen Zahl an Restaurants, Cafés und Showbühnen.
Man merkt durchaus, dass das Tivoli oft eher den „gemeinen Touristen“ als den Freizeitparkfan anspricht, was auch durch die Menschenmassen, die gerade zu Beginn unseres Besuchs enorm waren, bemerkbar wird.
Ebenso sind die Preise gesalzen, was in diesem Land und in der Hauptstadt nur wenig überrascht – wer etwas fahren will, sollte unbedingt ein „All inclusive“-Armband kaufen: Einzelfahrten sind nämlich so teuer, dass sich das Band schon nach vier bis fünf Fahrten rechnet.
Auch wenn unter den Besuchern sicher nur ein Teil für die Attraktionen hier sind, waren die Wartezeiten durch die meist eher gemächliche Abfertigung oft länger, als sie sein sollten – ebenso könnte das Personal manchmal freundlicher sein…
Des Weiteren sollten die gestaffelten Schließzeiten im Auge behalten werden, welche auf der Webseite aufgeführt sind!
Die Auswahl der Attraktionen kann sich sehen lassen, hier sind einige schöne Sachen dabei – gerade bei den Flatrides hat man mit Fata Morgana, Monsunen oder Tik Tak ein paar echte Schmuckstücke im Portfolio, die man nicht überall finden kann. Und Rutschebanen ist meiner Meinung nach ein toller Headliner, der perfekt in diesen Park passt und mit unerwarteten Airtime Momenten überrascht!
Das ganz große Highlight mag vielleicht fehlen, was aber aufgrund der beengten Platzverhältnisse auch ein Stück weit verständlich ist…
Wo der Park im wahrsten Sinne des Wortes glänzen kann, ist bei der Thematisierung und optischen Präsentation: die vordere, bewusst nostalgisch gehaltene Ecke wirkt zwar stellenweise etwas zusammengewürfelt, was aber zu diesem Charme beiträgt. Die anderen Themenbereiche wirken wiederum deutlich ausgereifter und können durchaus mit den Großen in der Branche mithalten – dazu ist alles gut gepflegt. Und bei Nacht kommt durch die umfangreiche Beleuchtung ein wirklich tolles Flair auf! 🤩
Gesamtfazit: hier mag zwar nicht alles glänzen, aber trotzdem ist ein Besuch im Tivoli in Kopenhagen Pflicht – auch aufgrund der Lage direkt am Hauptbahnhof kommt man nicht an diesem vorbei :)

Ich hoffe euch haben unsere Eindrücke aus dem Tivoli gefallen – falls ihr Anmerkungen oder Kritik haben solltet, schreibt es sehr gerne unter den Bericht!
Bezüglich der „Northern Rails“-Serie nähern wir uns der Zielgeraden: ein letzter Bericht wird noch folgen, seid gespannt!

Somit bedanke ich mich fürs Lesen und bis zum nächsten Mal – macht’s gut!
LG Lukas
 
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Mandrake

Stammgast
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Das sieht doch echt schick und wie eine spaßige Tour aus.
Man kann nur hoffen, dass die Rutschebanen gut gepflegt wird und noch lange durchhält.

Und schöne Lichtspiele sind für mich ja eh wie eine Droge, daher gefällt mir Daemonen (und der Park generell) in der Nacht besonders gut!
Maelkevejen ist, selbst als familienorientierter Ride, für mich irgendwie der Hauptgrund, nach Tivoli zu fahren. Ich kann nicht mal richtig sagen, warum.
Sieht einfach hübsch und spaßig aus. Tolle Color Palette, tolles Layout, und dann auch noch drei Runden. Nice.

Danke für die Bilder!
 

KahieraNachtrabe

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Danke für's Verfassen des Berichts!
Ich fand den Tivoli auch mit einen der ungewöhnlichsten Parks unserer Tour.
Eben weil er eine Mischung zwischen Freizeitpark, Stadtpark, Essensständen und Zockerbuden ist. Einfach eine sehr ungewöhnliche, aber im Abendlicht so unglaublich schöne Location! Hat mir auch wirklich gut gefallen !!!
 
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