Legoland Deutschland



Der Familienpark im bayerischen Günzburg ist seit 2002 der Öffentlichkeit zugänglich. Er liegt direkt an der A8 und ist in etwa einer Stunde von München und Stuttgart aus zu erreichen. Der Park gehört zur Merlin Entertainments Group die weltweit über 100 Freizeiteinrichtungen, darunter z.B. die bekannten Madame Tussauds oder Sea Lifes, betreibt. Schon am Eingangsbereich erwartet den Besucher die typische Legosteinoptik und sorgt damit für strahlende Augen und das bestimmt nicht nur bei Kindern. Hinter den Toren dann, kann man ganz in die „Plastikwelt“ abtauchen, die in mehrere Themenbereiche unterteilt ist und in der sich alles um die kleinen Steine dreht. Ähnlich wie bei Disney wird hier nicht auf die Thrilljunkies gesetzt, sondern ganz auf Familien und hier natürlich besonders auf die Kleinsten. So sind auch die Fahrgeschäfte ganz auf diese Zielgruppe ausgelegt, was aber nicht heißt, dass darunter der Spaß leiden muss. Auch für uns Achterbahnfreunde hat der Park natürlich etwas im Angebot. Vier Achterbahnen warten darauf gefahren zu werden. Die kleinste von ihnen ist „Drachenjagd“, ein Gerstlauer Junior Coaster. Mit dem „Feuerdrache“, einem Zierer Force, wird es dann etwas wilder. Nach dem Verlassen der Station wird hier sogar ein kleiner Darkride Part durchfahren, bevor es auf den Lifthill und damit die eigentliche Strecke geht. „Das große LEGO Rennen“ ist eine Wilde Maus von Mack. Das Besondere an dieser Bahn ist, dass sie nicht das typische Maus Layout hat. Doch mit Achterbahnen alleine ist es hier natürlich nicht getan. Auf die kleinen und großen Besucher warten noch weitere Abenteuer. Bei der „Tempel X-pedition“ handelt es sich um einen Darkride-Shooter der einen in die ägyptische Welt entführt. Geht es hier noch darum, möglichst viele Punkte zu erzielen, ist das Ziel bei „Käpt‘n Nicks Piratenschlacht“ seine Mitstreiter in den anderen Booten oder die Zuschauer am Rand der Strecke, nass zu machen, eben ein klassisches Splash-Battle. Sollte man hier trocken entkommen sein, so hat man die Möglichkeit in der „Dschungel X-pedition“, einem Log Flume, eine kleine Erfrischung zu bekommen. In allen Attraktionen wird bei der Thematisierung auf die kleinen Steinchen zurückgegriffen. So gibt es Spinnen, Mumien oder viele andere Dinge zu entdecken, welche alle aus LEGO-Steinen entstanden sind. Auch die beliebte "Ninjago" Produktlinie ist im Park vertreten. Zum einen mit „Flying Ninjago“, einem Gerstlauer SkyFly und zum anderen mit „LEGO Ninjago – The Ride“. Hierbei handelt es sich um einen interaktiven Darkride, bei dem man mit Hilfe von Handbewegungen verschiedene Ziele abschießen muss. Interaktiv ist auch das richtige Stichwort. Viele Attraktionen im Park leben davon, dass man sie mit dem eigenen Handeln beeinflussen kann. Natürlich alles nur in einem gewissen Rahmen, aber bietet es gerade Kindern, dadurch einen riesen Spaß. Doch nicht nur Fahrattraktionen dienen dazu die Besucher zu unterhalten. In der „LEGO Fabrik“ kann man miterleben, wie ein Lego Stein entsteht und erfährt alles zum Produktionsprozess. Am Ende erhält man als kleines Andenken, einen frischen Legostein. Weiter geht’s in die „LEGO Studios“, einem 4D-Kino in welchem über den Tag verteilt verschiedene Filme gezeigt werden. Abwechslung ist also garantiert. Mit der Indoor Unterwasserwelt „LEGOLAND Atlantis by Sea Life“ gelingt der Melin Gruppe dann auch der Spagat zwischen Legoland und Sea Life Aquarium. Die Unterwasserwelt ist hier nämlich aus Legosteinen gestaltet.

Ein ganz besonderes Highlight in wohl jedem Legoland der Welt ist das „Miniland“. Hier in Günzburg wurden aus über 125 Millionen Lego Steinen die verschiedensten Sehenswürdigkeiten und Städte der Welt nachgebaut. Den Besucher erwartet Berlin, Frankfurt, Venedig oder auch der Hamburger Hafen. Die Big Five (die fünf höchsten Wolkenkratzer der Welt), Schloss Neuschwanstein, die Schweiz oder auch die Niederlande warten ebenso darauf bestaunt zu werden. Das größte Modell stellt wohl die Allianz Arena da, ein Nachbau des berühmten Fußball-Stadions. Und auch Star Wars Fans kommen nicht zu kurz, sind hier doch die bekanntesten Szenen aus den ersten sechs Filmen nachgebaut. Per Knopfdruck oder durch Joysticks, können die kleinen Themenwelten dabei in Bewegung gesetzt werden. Verschiedene Geräusche, Stimmen und Musik sorgen für zusätzliche Atmosphäre. Ergänzt wird das Angebot des Parks durch verschiedene Restaurants und Fast Food Stände die dafür sorgen, dass keiner hungrig nach Hause fahren muss. Wem die Anfahrt für einen Tag zu weit ist oder vielleicht auch mehrere Tage im Park verbringen möchte, der kann in einem der parkeigenen Hotels nächtigen. Kurz vor dem nach Hause gehen, kann es dann für die Eltern gerne nochmal etwas teuer werden, denn man kann das Legoland natürlich nicht ohne ein paar der bunten Bausteine verlassen, welche in zahlreichen Shops erworben werden können.
Da Merlin derzeit einen neuen Weg in den Legoländern einschlägt und auch die Kinder zunehmend nach mehr Nervenkitzel verlangen, wurde 2023 die erste Achterbahn mit Inversionen in einem Legoland eröffnet. Es handelt sich um einen B&M-Wingcoaster mit zwei Inversionen. Die Bahn trägt den Namen „Maximus - Der Flug des Wächters“ und befindet sich im neuen Themenbereich „Mythica“. Dieser Bereich dreht sich komplett um das Thema Mythica, was es den Kindern ermöglicht, sich mit der Welt zu identifizieren und sich sofort wohlzufühlen. Neben der Achterbahn gibt es in diesem Themenbereich auch zwei Freefall-Türme für Kinder, ähnlich wie „Tikal“ im Phantasialand.