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Über fünf Jahre ist her, als mein letzter Bericht erschienen ist. Doch heute ändert sich das. Quasi als Einstimmung auf euere sicherlich grandiose Asia Sensation Tour im kommendem Monat.
Wie viele Teile es geben wird? Weiß ich nicht. Wie lange ich bleiben werde? Weiß ich nicht. Wo werde ich überall hinreisen? Weiß ich nicht, Was werde ich vor Ort machen? Weiß ich nicht. Werden Achterbahnen gefahren? Na klar! So gut es geht, versuche ich die Berichte immer zeitnah zu veröffentlichen, denn auf den langen Fahrten habe ich viel Zeit.
Tag 0: Planung & Buchung
21.02.2023, 14:30: Mehr als spontan habe ich mich dazu entschieden, am nächsten Tag alleine nach Vietnam zu fliegen. Aufgrund der Spontanität des Trips war es unmöglich, noch ein E-Visa zu beantragen. Somit war ich gezwungen, das Land spätestens nach 15 Tagen zu verlassen. Ein Visa vor Ort hätte horrende Kosten und viele Stunden Zeit geraubt. Ein Flug in ein Nachbarland war weitaus billiger. Eigentlich wollte ich das Ganze erst bei meinem Stop-Over in Katar machen, doch schon in München wurde ich darauf hingewiesen, dass ich ohne hinterlegten Rückflug (aka Weiterflug) nicht einreisen könnte. Na dann, auch nicht schlimm, buche ich halt gleich. Binnen fünf Minuten habe ich dann entschieden, wo ich mich als letztes in Vietnam befinden werde. Die Wahl viel auf Tropeninsel Phú Quốc. Vielleicht klingeln bei uns Achterbahnfreunden nun die Alarmglocken - hier befindet sich mit Wrath of Zeus der erste Firestorm von Vekoma und damit vermutlich die beste Bahn im Land der aufsteigenden Drachen. Der Weiterflug geht am 07.03.2023 über Kuala Lumpa nach Phuket. Schmerzhaft ist immer, wenn das Abgabegepäck teuerer als der Flug selbst ist.
Tag 1 & 2: Anreise und Ankunft Ha Long Bay
Nun aber hinein ins Abenteuer! In der Nacht davor habe ich nicht geschlafen, schließlich musste ich mich ja noch ein bisschen über das Land informieren und dachte mir, ich kann dann einfach den Flug durchschlafen. Gebucht habe ich wirklich mit null Ahnung. Gegen 13:00 hat mich dann ein Kumpel daheim abgeholt und mich zum Airport gefahren, damit ich den Flieger von Qatar Airways um 15:50 erreiche. Flug, Freundlichkeit und Komfort waren entsprechend den Kataris wirklich super - meiner Meinung nach zu Recht die beste Airline weltweit.
Angekommen in Doha war ich erstmal erschlagen von der gigantischen Wartehalle. Von dem Spielzeugladen Hamleys, über den Louis Vuitton Store bis hinzu einem Gordan Ramseys Restaurant, befand sich hier wirklich ALLES. Es wirkte mehr wie eine Mall aus den Emiraten, statt einer einfachen Abflughalle.
Zum Abendessen hab ich mir einen Burger für knapp 16€ geholt, schmeckte aber eher wie einer für 1,60€. Zum Glück wird es in Südostasien besser und billiger. Schon mein erstes Hostelzimmer kostet nur 7€. Verrückte Welt.
Den Nachtflug von knappen 7 Stunden habe ich komplett durchgeschlafen. Gegen 13:00 Uhr Ortszeit bin ich dann in Vietnams Hauptstadt - Hanoi - gelandet. Könnt ihr euch noch an die Einreise nach Russland bei der Finn-Russia-Tour 2017 erinnern? Hier sah es ähnlich aus, man denke Flash von Zoomania sässe an den Schaltern.
Spätestens hier war ich froh, dass ich mir die Faxen mit einem nicht vorhanden Visum erspart habe. Knapp zwei Stunden später war ich dann samt Rucksack draußen und nach dem Kaufen einer unliniierten SIM-Karte für 15€ endlich startklar.
In Doha hatte ich mir noch einen Bus nach Ha Long Bay gebucht, welchen ich trotz der Verzögerungen pünktlich erreicht habe. Der Omnibus befand sich einige Kilometer weiter, mitten im nirgendwo. Kurz habe ich schon mein Leben an mir vorbeiziehen, als ich als Einziger am Flughafen abgeholt wurde und über Feldwege dorthin bugsiert wurde. Aber hey! Ich lebe noch. Preislich kostet mich die Fahrt von Hanoi Airport bis zu meinem Hostel ca. 15€. Hätte ich vor Ort mir erst einen Bus geholt, dann sicherlich weniger. Aber zumindest für die ersten beide Tage, wollte ich etwas „Sicherheit“ haben.
Ausgesetzt wurde ich dann in Ha Long Bay. Da ich meine Nummer noch nicht wusste, konnte ich mir über Grab kein asiatisches „Uber“ bestellen und war von den lokalen Taxis abhängig. Wie es sich gehört, wollte der erste direkt 500.000 Đồng von mir. Nein, danke. Paar Minuten später fand ich ein Taxi für den normalen Preis von 50.000 Đồng. Ja, bitte. Das Hostel war wirklich mega schön und die Besitzern sehr hilfsbereit. Üblich den Hostels, habe ich hier meinen Bay Trip gebucht und für morgen meinen Bus nach Hanoi. Beides zusammen für knappe 40€ - sehr fair.
Abschließend viel ich nach einem kleinen Spaziergang müde ins Bett.
Tag 3 - Ha Long Bay, Dragon Park & Hanoi
Um 7:30 klingelte mein Wecker, denn um 8:30 ging die siebstündige Tour durch die berühmten Felsen bereits los. Direkt beim Einstieg in meinen Pick-Up Bus lernte ich zwei Engländer und drei Französinnen kennen, mit denen ich die Zeit der Tour verbraucht hatte. Die Felsen sind zwar wirklich beeindruckend, aber nach paar Stunden durchfahren auch monoton. Die Kajaktour vorbei an wilden Affen und die Höhlenbesichtung waren eine wohltuende Abwechslung.
Nachmittags war die Tour vorbei und es ging für mich wieder alleine -in den uns Freunde wichtigsten Part - in den Dragon Park by Sun World. Hier stehen zwei Vekoma Familycoaster und der berüchtigte LED Zeppelin aus dem Hard Rocky Freestyle Park. Wohlwollend wurde ich von dutzenden Schulklassen begrüßt und herzlich um Fotos mit ihnen gebeten. So fühlte sich der „kaiser“ wie Justin Bieber.
Nun aber zum Wesentlichen! Der Eintrittspreis hat mich wirklich schockiert, aufgrund der kurzen Öffnungszeit musste man nur knappe 5€ Eintritt zahlen. Das ist weniger als ein Locker in vielen Parks und für das Attraktionsportfolio absolut unwirtschaftlich fair.
In zwanzigen Minuten habe ich die beiden kleinen Bahnen abgehackt, ohne Warteschlange wurde trotzdem eine unterirdische Abfertigung abgeliefert. Aber mal ehrlich, bei dem Preis darf man gar nichts meckern, auch wenn eine Bahn geschlossen wäre. Vergleichen lässt sich der Park gut mit dem Magic Rainbowland in Rom, nur in etwas kleiner. Insgesamt ein sehr solider Park, der vorallem durch den guten Sittingcoaster der schweizer Edelschmiede punktet. Letzterer fährt sich sehr smooth und spaßig, nur die Abfertigung dauerte hier auch pro Wagen knappe 15 Minuten. Schade. Kurios ist auch, dass man die Bahn außen als Drachenhöhle thematisiert hat, aber drinnen noch die Zeppelinstation inklusive Blicklichter aus Amerika benutzt.
Während der Wartezeit unterhielt ich mich mit zwei Amerikanern, mit denen ich nach zwei Fahrten mit dem B&M Coaster gemeinsam per Seilbahn zu den letzten beiden Checks gefahren bin. Schlussendlich habe ich nur eine Seite des Alpine Coasters geschafft, da ich lieber die Fahrt auf dem Riesenrad mit den Amis genossen. Hallo? Gehts noch? Easy Credit liegen lassen? Was wohl der kleine Sebastian von mir denken würde…
Danach trennten sich leider wieder unsere Wege und ich begab mich per Bus nach Hanoi. Angekommen in meinem Hostel ging es zum ersten Restaurant um die Ecke, für 10€ gab es eine Vorspeise, Hauptspeise und zwei Getränke - ach wäre das in Deutschland nur genauso!
Kurz danach sprang ich unter die Dusche und hab mich frisch gemacht, schließlich wartet das Nachtleben von Hanoi entdeckt zu werden. Über die Hostels ist es super einfach Leute kennenzulernen, mit denen man die nächsten Stunden / Tage verbringt. Auch hier fand ich wieder sehr aufgeschlossene Menschen, mit denen ich mich in eine wilde Nacht in Vietnams Hauptstadt stürzte.
Fortsetzung folgt…
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