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US East Coaster Tour: Tag 16 - Kennywood

Hannesder3te

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Der Tag startete mit einer etwas längeren Busfahrt. Denn von Kanada aus sollte uns die Fahrt erst wieder weiter in den Süden führen. Auf dem Weg gab es aber noch einen Zwischenhalt im Grove City Premium Outlet. Nach einem schnellen Mittagessen war dort noch ein wenig Shopping angesagt. Schließlich ging die Fahrt nach Kennywood weiter.

Noch im vorletzten Jahrhundert, genauer am 30. Mai 1899 wurde der Park als Trolleypark durch die Monongahela Street Railway eröffnet. Aber schon vorher gab es dort die Farm von Anthony Kenny, der mit Kenny’s Grove einen gerade im Bürgerkrieg beliebten Picknickplatz betrieben hatte. Schließlich leaste das Trolleyunternehmen dann das Grundstück für den Park.

Eröffnet wurde der Park dann mit einem Karussell, einem Casino und einer Tanzhalle als Hauptattraktionen. Aber schon drei Jahre später wurde mit der Figure Eight Toboggan die erste Achterbahn eröffnet. 1906, nur sieben Jahre nach der Eröffnung begann sich die Monongahela Street Railway wieder aus dem Park zurückzuziehen. Einige der Manager übernahmen den Park in ein neues Unternehmen, welches dann für viele Jahrzehnte die Geschickte des Parks lenken sollte. Von dort an entwickelte sich der Park stetig mit populären und Thrillattraktionen weiter.

Heute bestehen im Park noch viele historische Fahrgeschäfte, darunter auch mehrere Holzachterbahnen. Die Pflege und der Erhalt der Klassiker der Achterbahnen führten 1987 zum Titel U. S. National Historic Landmark. Außerdem ist der Park einer von nur zweien, die im National Register of Historic Places geführt werden.

Am Park erwartete man uns dann … nicht. Irgendwie war man davon ausgegangen, dass wir erst einen Tag später kommen würden. Aber das war für den Park kein Problem. Nach ein paar Minuten der Organisation konnten wir dann mit dem eigentlich für den nächsten Tag geplanten Programm starten.

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So gab es erst einmal eine Backstageführung beim Maze “Villa of the Vampire”. Hier konnten wir bei Licht und ohne Erschrecker durch das Maze gehen. Sogar Fotos waren erlaubt, wobei die Qualität der Thematisierung hier bei Helligkeit eher schlecht herüber kommt.

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Eigentlich als erster Programmpunkt geplant, aber natürlich einen gewissen Vorlauf benötigend, starteten wir nun mit unserer ERT auf Sky Rocket. 2010 eröffnet, ist die Bahn auch heute noch der neuste Coaster im Park. Nach der Ausfahrt aus der Station wird man per LSM-Antrieb auf etwa 80 km/h beschleunigt, um dann den 29 Meter hohen Top-Hat zu erklimmen. Insgesamt ist diese von Premier Rides gebaute Bahn 640 Meter lang und bietet während der Fahrt noch drei Inversionen und einige Umschwünge.

Der Launch als solches ist verhätnismäßig knackig und auch die Auffahrt auf den Lifthill macht Spaß. Leider kommt dann eine Bremse auf dem Top-Hat, die den Zug fast komplett herunterbremst. So fährt der Zug entsprechend langsam in die Strecke und gehört zu den eher sanfteren Kandidaten. Es verwundert nicht, dass die Bahn auch für Kinder geeignet ist.

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Nach der ERT ging es im mittlerweile geöffneten Park nochmals zu Villa of the Vampire. Hier gingen wir nun nochmal im Dunkeln und bei Betrieb durchs Maze. Die Erfahrung war gleich ein ganz andere, hatte man zuvor doch alles bei Licht gesehen. Trotz der einfachen Gestaltung sorgen die Schauspieler aber für den einen oder anderen erschrecker.

Mit Jack Rabbit fuhren wir jetzt die älteste Bahn im Park und mit dem Eröffnungsjahr 1920 eine der ältesten noch fahrenden Bahnen der Welt. Einzig die Züge der Holzachterbahn wurden 1951 gewechselt, aber werden seitdem auch erhalten. Eine der Besonderheiten vieler Bahnen im Park ist die Konstruktionsweise mit einem Lifthill eher mittig im Layout. So kommt es, dass der First Drop dieser Bahn 21 Meter beträgt, die gesamte 650 Meter lange Strecke aber eine Höhe von nur 12 Metern hat. Die 72 Stundenkilometer gehen bei einer Bahn diesen Alters dann schon an die Knochen, das Streckenlayout sorgt aber für eben so viel Fahrspaß.

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Der Racer ist eine Bahn auf der selben Zeit und gerade einmal sieben Jahre jünger. Das Besondere an dieser 1927 eröffneten Bahn ist das Möbius Racing Layout der Strecke mit seinen zwei Stationen, welches dafür sorgt, dass man in der Station ankommt, in der man nicht losgefahren ist. Gleichzeitig gibt es dabei spannende Rennen zwischen den Zügen. Insgesamt bietet die 22 Meter hohe Bahn eine 690 Meter lange Strecke, die mit bis zu 56 Stundenkilometern durchfahren wird.

Wie es sich für einen richtigen Achterbahnfan gehört, sind wir natürlich beide Seiten der Strecke gefahren und haben uns dabei spannende Duelle geliefert. Auch hier merkt man natürlich ein wenig das Alter, man mag das der Bahn aber verzeihen. Trotzdem haben uns die Fahrten viel Freude bereitet.

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Mit Exterminator sind wir nun eine der neueren Bahnen des Parks gefahren. 1999 wurde diese Spinning Wild Mouse in einer Halle als Dunkelfahrt eröffnet. Dunkelfahrt trifft es ganz gut, gibt es doch wirklich nur an ein paar Stellen ein wenig Licht. Sonst handelt es sich bei der Bahn mit ihren 13 Metern Höhe und der 420 Meter langen Strecke um eine Standardausführung des Herstellers Reverchon Industries.

Die Fahrt war leider ein wenig unspektakulär. Viel Dunkelheit bedeutet, dass es auch wenig zu sehen gibt. Dazu waren die Gondeln in der Drehbewegung wohl begrenzt. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, warum wir trotz einer extrem unsymmetrischen Beladung kaum Umdrehungen geschafft haben.

Ein weiterer Klassiker stand nun auf dem Programm. Thunderbolt wurde 1924 noch unter dem Namen Pippin eröffnet und ist damit heute die zweitälteste Bahn des Parks. Im Jahr 1958 hat die Bahn neue Züge erhalten und 1968 gab es Umbauarbeiten an der Bahn. Im Zuge dieser Arbeiten hat die Bahn auch den heutigen Namen erhalten. So entstand die heutige 21 Meter hohe und 880 Meter lange Strecke, die mit bis zu 89 Stundenkilometern durchfahren wird. Auch hier war die Fahrt dem Alter der Bahn angemessen.

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Nun fehlte uns nur noch eine Bahn im Park. 1991 eröffnete im Park die von Arrow gebaute Bahn Steel Phantom. Zu dieser Zeit war die Bahn die schnellste der Welt und hatte weltweit den mit 63 Metern längsten Drop. Im Jahr 2000 wurde die Bahn dann durch D. H. Morgan renoviert. Seitdem fährt diese 49 Meter hohe, 980 Meter lange und bis zu 137 km/h schnelle Bahn unter dem Namen Phantom’s Revenge ihre Runden.

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Nach einem kleinen Abendessen ging es dann mit den Mazes weiter. Hier starteten wir zuerst mit Mortem Manor. Zu dem Maze kann ich nicht allzu viel schreiben, die eher einfache Gestaltung und für meinen Geschmack mittelmäßige Schauspieler brannten sich nicht gerade in meinen Kopf ein.

Haunted Ark hieß nun das nächste Ziel bei den Gruselhäusern. Dieses ist in ein Fahrgeschäft, Noah’s Ark, eingebaut. Ein Teil des Maze, die Arche Noah, schwingt dabei wie ein Schiff hin und her, während man sich im Bauch befindet. Teilweise ist es dabei sehr dunkel, es sind aber sonst auch gute Effekte vorhanden. Die Schauspieler haben sich allerdings ein wenig zurück gehalten.

Ein etwas ungewöhnlicheres Maze war Voodoo Bayou. Hier hat man kurzerhand einen Zugang zum Raftingkanal gebaut, natürlich ohne Wasser, und schickt den Besucher nun durch diese Betonrinne. Alleine das ist schon ein Erlebnis, aber zusammen mit den Qualitäten der Schauspieler macht das Maze stellenweise Spaß. Das täuscht dann auch über die teils einfachen Einbauten in den Kanal hinweg.

Eines meiner Lieblingsmazes der Tour wurde Dark Shadows. Sicherlich gibt es hier nicht viel zu sehen und es findet auch eher wenig Interaktion mit der Umgebung statt. Dafür werden aber die Urängste geweckt, indem man in dunkle Gänge geht, in denen einem durch Nebel auch das letzte bisschen Orientierung geraubt wurde. So haben die Erschrecker leichtes Spiel bei ihrer Arbeit und fast jeder wird auch erschreckt.

Biofear war nun das letzte Maze im Park. Einem recht guten Anfang folgt hier leider ein kontinuierlicher Abbau. Auch die Schauspieler wussten hier leider nicht wirklich zu überzeugen.
 
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