Zadra (Energylandia)
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Best of the East Tour 2016 - CEDAR POINT

Geschrieben von Boris81





Anmerkung der Redaktion: Unser User Boris81 nimmt uns mit an die Ostküste der USA. Unter anderem ging es in Teil 2 seiner Reisedokumentation nach Cedar Point.

Nach einem ereignisreichen Urlaubsbeginn in New Jersey (Best of the East Tour 2016 - SIX FLAGS) führte uns unsere Route erstmal Richtung Pennsylvania. In der Nähe von Harrisburg besuchten wir die Echo Caverns, die sich als Zwischenstopp einer 4-Stunden Autofahrt zwar super eigneten, aber im Vergleich zu bereits besuchten Ami-Caves nicht sonderlich spektakulär waren.










Die folgenden Meilen führten uns durch wunderschön bergige Waldlandschaften und Autobahntunnel, die die Fahrtzeit bis zu unserem Holiday Inn in Donegal wie im Flug vergehen ließen. Das Hotel war mit seiner schmucken Inneneinrichtung eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Hotelketteneinheitsbrei; man konnte fast schon von einer Art Thematisierung sprechen.






Zu später Stunde stärkten wir uns noch in Brady’s Restaurant, dessen „Haustiere“ im Anschluss noch Svens Essensreste verspeisen durften.






Der nächste Tag löste bereits eine nervöse Vorfreude in mir aus, denn mein Lieblingspark und Lieblingscoaster überhaupt standen auf dem Programm: Cedar Point in Sandusky. Fünf Übernachtungen in der höchsten Etage der neuen Breakers „Rotunda“ mit Seeblick standen uns bevor, inklusive Feierlichkeiten anlässlich des Independence Day-Wochenendes. Fragt nicht, was es uns gekostet hat :eek: es war auf jeden Fall jeden Cent wert!

Aufgrund zunehmender (und kribbeliger) Aufregung steuerte ich unseren KIA kurz vor Sandusky beinahe in eine mobile Kehrmaschine. Glücklicherweise hab ich außer einer riesigen Staubwolke keine weiteren Schäden hinterlassen:eek:

Gegen Spätnachmittag und nach der üblichen Versorgung mit Walmart-Fressalien erreichten wir die Landzunge mit der wahrscheinlich schönsten Skyline überhaupt. Der Anblick wirkt auf mich jedesmal fast schon hypnotisierend und ich finde es einfach nur total beeindruckend, wie sich die unzähligen Stahlschienen in den fast wolkenlosen Himmel schrauben.

Also kurz am Haupteingang geparkt, unsere Saisonpässe abgeholt und geradewegs ins Auto zurück, um zu unserem Hotel zu gelangen. Natürlich haben wir bei der Fahrt um den Park herum trotz Hitze die Fenster unten gelassen, nur um die Schreie der Fahrgäste, das Kreischen der Möwen und das Klackern der Achterbahnbahnlifte aufzusaugen…wir sind wieder zu Hause…love:-)








Wir waren beeindruckt, wie modern und sauber das neue Breakers im Vergleich zum letzen Mal wirkte. Der Check In verlief zügig und wir wurden direkt aufs Zimmer geschickt, das mit einer gigantischen Aussicht auf uns wartete. Einziger Wehrmutstropfen: die Beachmusik dröhnte bis abends um 22 Uhr durchs Zimmer, was aber nicht weiter schlimm war, da wir a) eh‘ nicht vor Mitternacht ins Bett gingen und b) wir jeden Tag seelenruhig ausschlafen konnten, da der Park aufgrund des Feiertagswochenendes von 09:00 bis 0:00 Uhr offen hatte.
























Sven musste sich erstmal akklimatisieren, so dass ich alleine losgezogen bin, um meinem „Maverick“ noch einen Abendbesuch abzustatten. Und wie erwartet, hat mich die Bahn auch diesmal zu 100 Prozent überzeugen können: die tolle Lage am See, der übersteile airtimelastige Drop, die starken Richtungswechsel durch die Canyons und dann einer der besten Airtimehügel die ich kenne (man hat das Gefühl, die Bahn möchte einen im hohen Bogen abwerfen, nur um im gleichen Moment gehörig wie an einer Leine den Körper nach unten zu reißen).

Die absolut galant und doch schnell durchfahrenen Korkenzieher, gefolgt vom kräftigen Powerabschuss im Tunnel und der druckvollen Steilkurve über dem Wasser, sowie die beiden folgenden Stengeldives, die sich nicht entscheiden können, ob sie Inversion oder Steilkurve sein wollen, steigern das Erlebnis ungemein.








Die Krönung des Achterbahnfestes erfolgt durch den letzen Airtimebuckel, der nochmal so richtig zeigt, was Sache ist, und das alles mit einer vorbildlichen Laufruhe! Also nochmal in aller Deutlichkeit: was Maverick hier für ein Feuerwerk abliefert, sucht meiner Meinung nach immer noch seinesgleichen, die Bahn ist für mich DIE Achterbahn schlechthin und hat zu Recht ihren ersten Platz in meiner Rankingliste verteidigt!








Völlig aus dem Häuschen bin ich danach zum vereinbarten Treffpunkt am Planet Snoopy-Restaurant geschlendert, um nach vergeblichen Wartens festzustellen, dass Sven entweder das Abendessen verschlafen wollte bang:-) oder wir uns einfach verpasst haben (Letzteres war dann wohl der Grund, wie ich später erfahren habe).

Also gab’s heute nur noch einen Sub, bevor ich mich noch bei Millenium Force, Valravn und Maverick ausgetobt habe; ich durfte sogar kurz nach Parkschluss als einer der letzen Besucher zusammen mit den Angestellten auf Maverick durch die pechschwarze Nacht flitzen:D

Völlig kaputt aber zufrieden kam ich im Hotel an (Sven war schon im Tiefschlaf) und habe mich im geräumigen Badezimmer bei gedämmtem Licht vors Fenster gehockt, um die restlichen Gäste am Beach zu beobachten und von dort oben die gewonnenen Eindrücke sacken zu lassen, bis ich endlich auch ins Bett gekrochen bin.




Über die nächsten beiden Tage waren wir mit den Fast Lane Plus-Tickets ausgestattet (149$ pro Stück :eek: aber sie waren bitter nötig), so dass wir ganz relaxt im Zimmer frühstücken und gegen Mittag in den Park starten konnten.

Bemerkenswert war, dass die Neuheit Valravn über die ganze Zeit mindestens 60 Minuten, teilweise 120 Minuten Wartezeit hatte. Auch als Drängler mussten wir daher etwas warten, wurden aber mit einer tollen Fahrt belohnt.












Die Bahn sieht spitze aus, der erste Loop ragt gigantisch auf den Midway hinaus und die Aussicht von ganz oben ist klasse – nur das Fahrgefühl hinterlässt einen leicht unsanften Beigeschmack (im Vergleich zu Sheikra oder Griffon), es fühlt sich wie ein leichtes „Über-die-Schiene-Hoppeln“ an.




Natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau, aber Valravn zieht gegenüber den Busch Divern ganz klar den Kürzeren (auch die Thematisierung ist bei den letztgenannten einfach besser gelungen).

Eine klare Aufwertung hat die grüne Bahn in direkter Nachbarschaft erfahren: in der Nähe von Valravn ergeben sich tolle Ausblicke auf die heranrasenden Züge von Raptor, die mit einem lauten Röhren (begleitet von rötlich zuckenden Blitzen in der Dunkelheit) in die Cobrarolle hochschießen (generell sind die Bahnen im Park bei Nacht durch Lichteffekte super in Szene gesetzt).










Raptor hat sich dieses Mal zu einer meiner Favoriten gecoastert: der schwungvolle Drop, das langgezogene inversionsgeladene Layout der ersten Hälfte sowie das Finale mit der Todeshelix und die kraftvollen Druckpassagen machen die Bahn für mich zur besten B&M im Park.

Auch Gatekeeper mit seinem grazilen Fluggefühl oder Rougarou (scheußlicher Name), der sein ungewöhnliches Layout ebenfalls auf dem Wasser abspult wussten definitiv zu gefallen, kamen aber nicht an die Meisterleistung von Raptor heran.












Lobenswert sind vor allem die Mitarbeiter und grundsätzlich die Operations im Park, die einen Top Thrill Dragster trotz stundenlanger Downtime kurz vor Parkschluss tatsächlich noch für die Besucher öffnen. Offensichtlich werden die Bahnen hier absolut top gewartet und gepflegt, was sich vor allem im Fahrgefühl des Rekordcoasters niederschlägt: selbst in der hintersten Reihe fährt sich der Launchcoaster absolut wunderbar und spaßig, was man von KingdaKa wahrlich nicht behaupten kann. Auch der Abschuss knallt hier gefühlt viel intensiver und durchzugsstärker als in Jackson. Top Thrill Dragster hat deshalb für uns klar die Nase vorn und lud uns zu zahlreichen Wiederholungsfahrten ein.






Einziger Wehrmutstropen im Park: Cedar Point ist groß und macht müde! So kam es, dass wir uns nach Entspannung auf den Oldtimerautos, dem Skyride und der Parkeisenbahn sehnten, die ihre Runden direkt am Wasser vorbei dreht. Eine willkommene Abwechslung war der ungewöhnlich ruhig und idyllisch gestaltete Frontier Trail mit seinen Handwerkershops, dem niedlichen Streichelzoo und den schattenspendenden Bäumen.












Highlight waren natürlich auch die zahlreichen Fahrten auf meiner aktuellen Nummer Drei: Millenium Force. Die Stärken: gigantischer Lifthill am See, nicht enden wollender Drop in die Tiefe, druckvolle Steilkurve in luftiger Höhe, Headchopper-Tunnel, 1A-Floating Airtime auf den Hügeln nahe Millenium Island und als Highlight der kleine Ejector-Hügel nach dem Tunnel, bei dem der vorbeirauschende Zug den Wartenden in der Queue eine gehörige Portion „Nervenkitzelschauer“ über den Rücken jagt. Und das Beste: alles ohne Trimbremse mit einer ordentlichen Portion Speed (das leichte Rattern des Zuges blende ich jetzt mal wohlwollend aus).














Ein krönender Tagesabschluss war unsere Fahrt auf dem Doppelcoaster Gemini: die Stimmung in den beiden duellierenden Zügen, die mit jauchzenden und klatschenden Amis gen Sonnenuntergang rasen war einfach zu schön und bescherten uns (in Kombination mit den schwungvollen Abfahrten) einen der unvergesslichen Momente unserer Reise.










Die Dämmerung tauchte den Park in eine wahnsinnig tolle Atmosphäre, die in Bildern und Worten kaum wiederzugeben ist.










Das schiere Überangebot an Weltklasse-Coastern hat mich an den fünf Besuchstagen ständig zwischen den Bahnen hin und her hechten lassen: ich wollte andauernd nur noch mehr Maverick, noch mehr Millenium, noch mehr Dragster, zwischendurch eine Runde Valravn, danach Raptor und Gatekeeper, ach ja und dann noch 'ne Runde Gemini und anschließend alles wieder von vorne erleben.

Man kann einfach nicht genug bekommen von Cedar Point. Vor allem die Atmosphäre bei Nacht, die täglichen Feuerwerkshows, die Stimmung, die Relaxtage am Beach und die Lage am See haben dazu beigetragen, dass der Park mit Abstand das größte ist, was man sich als Coasterfriend wünschen kann.

„Chapeau“ Cedar Point app:-) und bis bald.
anb:-)rock:-)

Fortsetzung folgt…
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