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Der Spaß an Freizeitparks… noch da?

haparkfan

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Hallo zusammen,

wie der Thread-Titel schon vermuten lässt, geht es hier mal ein wenig um Deep-Talk was unser Hobby angeht.

Ich für meinen Teil stelle aktuell nämlich fest, dass ich den Spaß an Freizeitpark-Besuchen verloren habe, und mich würde es mal interessieren, wie es bei euch so ist. Ich fang mal an:

Ich bin seit dem ich 12 Jahre alt bin wirklich ein riesen Freizeitpark-Fan. Seitdem beschäftige ich mich Tag für Tag mit Parks, Achterbahnen, Kirmes und Co. Und ich habe auch jedes Jahr gerne verschiedene Freizeitparks besucht. Ich habe mir extremst viele Videos angeguckt, viele Parks besucht, die ich schon immer mal sehen wollte, verfolge viele tolle Projekte und habe auch immer noch Spaß an dem Hobby.

Auch jetzt gucke ich jeden Tag ins Forum und Co., um zu wissen, was so abgeht. Aber irgendwie hab ich aktuell kein Verlangen, die Parks zu besuchen. Und das geht seit fast zwei Jahren so.

Das liegt zum einen daran, dass seit der Pandemie die Menschen irgendwie schlimmer geworden sind - das ist mein Eindruck. In Warteschlangen wird noch mehr gedrängelt wie sonst schon, die Leute verhalten sich einfach egoistisch, hier wird geraucht, da ein dummer Spruch gemacht, da was demoliert… also irgendwie weiß ich: wenn ich mich eine halbe Stunde in die Warteschlange stelle, wird das - je nachdem wer vor oder hinter mir ist - echt hart.

Ich hab zuletzt beim in die Schlange gehen wirklich immer abgewartet und geguckt wer da so reingeht, um zwischen normalen Menschen zu stehen.

Ich weiß, dass klingt irgendwie hart, aber ich hab entweder immer Pech zuletzt gehabt, oder die Menschen werden wirklich immer egoistischer. Es hat auf jeden Fall keinen Spaß gemacht und es schreckt mich jetzt auch immer noch ab.

Zumal man, je nachdem welche Leute mit einem im Wagen oder in der Gondel sitzen, dann auch genau das gleiche Problem hat. Jugendliche die übertrieben schreien, weils cool ist, die während der Fahrt spucken, die gröhlen und die sich einfach unangebracht verhalten, das macht die ganze Fahrt kaputt. Und ist richtig ärgerlich, wenn man lange angestanden hat. Das ist Punkt 1, weshalb mich Freizeitpark-Besuche irgendwie abschrecken.

Punkt 2: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Parks immer besucherunfreundlicher werden. War man früher als Gast richtig willkommen, wird man heute nur noch als wandelnde Geldbörse gesehen. Beispiel Phantasialand. Ich hatte überlegt, jetzt am Osterwochenende spontan hinzufahren - aber 61€ sind mir dann doch zu viel.

Also generell nicht, aber wenn ich jetzt schon weiß, dass die Wartezeiten jenseits von erträglich sind, sehe ich das nicht ein, so viel Geld zu zahlen. Klar, es gibt Aktionen, da nimmt das Phantasialand nur 28€ - aber da muss man schon ein halbes Jahr das Datum festlegen, wann man den Park besuchen möchte. Finde ich auch sehr schwierig. Hauptsache man kriegt den Park voll - ist mein Eindruck.

Also irgendwie fühlt man sich nicht mehr Willkommen, gefühlt wollen viele Parks nur noch Geld.

Beispiel auch das FastPass-System: ich weiß, wenn ich in einen Park gehe, in dem die FastPässe günstigst rausgehauen werden, dass die Attraktionen entweder langsamer betrieben werden, um Wartezeiten zu verlängern, um Fastpässe verkaufen zu können, oder das so viele einen Fastpass haben, dass sich die normale Wartezeit verdoppelt.

Die beiden Punkte decken sich auch mit meinem Gefühl, dass die Parks zu voll gemacht werden.

Klar, die wollen alle Geld verdienen und sollen sie auch, aber irgendwo müssen die Wartezeiten ja auch ertragbar bleiben. Und irgendwie muss der ganze Ablauf ja im Park funktionieren. Wenn ich in den Ferien oder am Wochenende in den Park gehe, habe ich überall übertrieben Wartezeiten. Bei der Einfahrt zum Parkplatz, bei der Ausfahrt, am Einlass, beim Essen, auf Toilette, vor den Shows und und und… klar, das gabs auch schon immer - aber wie gesagt wird das auch schlimmer, weil mehr Besucher, weil weniger Personal - und dazu teurere Tickets.

Ja, es sind viele negative Dinge, die ich genannt habe, und ich will keinem Park hier jetzt Vorwürfe machen - es läuft ja bei jedem so ab - aber irgendwie… ist der Reiz des Freizeitparks-Besuchs bei mir weg. Nichtmal der Attraktionen wegen, sondern wegen der ganzen Zu- und Umstände.

Die Gefahr, dass man sich beim und nach einem Parkbesuch mehr ärgert, als das man Spaß hat und einfach einen Tag in einer komplett anderen Welt ist, ist irgendwie unfassbar groß geworden. Und dafür dann viel Geld zu zahlen und viele Kilometer zu fahren… für mich lohnt es sich aktuell nicht.

Geht es euch ähnlich, oder hab ich aktuell einfach eine Freizeitpark-Midlifecrisis?

Wobei ich sagen muss, dass ja auch Kirmesbesuche oder selbst ins Kino gehen irgendwie immer komischer wird, weil sich die Leute natürlich auch da immer egoistischer und vor allem respektloser verhalten…

Ich bin auf eure Meinungen gespannt!
 

Ralf61

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Ich gehe schon sehr sehr lange in Freizeitparks und hatte auch schon mal eine Zeit, in der ich nur noch ganz selten einen Freizeitpark besucht hatte, da mir vor etlichen Jahren schon von meinem Umfeld eingeredet wurde, dass ich dazu zu alt wäre, das wäre nur etwas für jüngere Leute, oder eben für Familien mit Kindern. Da war ich so um die 28 oder 29 Jahre alt und spätestens ab 30 würde das einen schlechten Eindruck machen, wenn man dann als Single einen Freizeitpark besuchen würde . Da bin ich dann ab 30 erst mal weniger in Freizeitparks gegangen, was sich dann aber nach einiger Zeit wieder "etwas" geändert hatte. Da wurden es dann fast von Jahr zu Jahr mehr Besuche 😅.

Bei mir ist das inzwischen etwas zwiespältig mit den Freizeitpark Besuchen. Ich gehe zwar immer noch gerne in Freizeitparks, da ich dort auch genug Menschen, Besucher und Mitarbeiter kenne und treffe, mit denen ich auch dort gerne zusammen den Tag verbringe.
Das hat zwar auch recht viele Vorteile, wenn man Mitarbeiter in einem Freizeitpark kennt, da bekommt man oft etwas mit, was "normale" Besucher nicht wirklich mitbekommen. Beim Movie Park z.B. gehöre ich ja fast schon zum Inventar :eek:😅.

Das hat aber auch wieder den Nachteil, dass man das für sich behalten sollte/muss, auch wenn das für andere Bekannte auch interessant wäre und man bei Diskussionen über irgendwelche Sachen eher ruhig sein muss, auch wenn man da so einiges mehr weiß ;).

Dazu kommt dann noch, dass man irgendwie überall mit "reingezogen" wird, wenn es zwischen Bekannten zu Stress kommt, mit denen man sich eigentlich gut versteht. Da steht man dann zwischen diesen Personen und möchte natürlich mit allen Bekannten weiterhin Kontakt haben, was dann aber evtl. von einigen Bekannten nicht so gerne gesehen wird. Da wird man von Person XY gefragt, ob man in den Park kommt, man sagt ja, aber Person XYZ ist auch dabei und dann gibt es als Antwort: "Dann bin ich nicht dabei", oder es wird gesagt, warum man mit dieser Person überhaupt noch Kontakt hat?
Oder man wird von Park Mitarbeitern gefragt, was das denn für Leute sind, mit denen man da durch den Park geht, da sie evtl. schon negativ aufgefallen sind.

Aber auch Besucher, die sich so was von daneben benehmen, werden leider immer mehr. Früher waren das mal überwiegend Schüler, jetzt sind das aber auch Lehrer, die mit schlechtem Beispiel voran gehen und über Geländer klettern und sich vordrängeln, bzw. ihren Schüler das erlauben. "Wir haben genug für den Eintritt bezahlt. Wir wollen Achterbahn fahren und nicht ewig warten, natürlich dürft ihr hier vordrängeln. Wenn ihr Probleme bekommt, sagt, dass ich euch das erlaubt habe. Ich bin Lehrer und keine Mitarbeiter mit Mindestlohn, wenn ich euch das erlaube, ist das ok und ihr dürft es machen" 🙈.
Aber auch Familien mit Kindern scheinen der Meinung zu sein, wenn mein Kind nicht warten will, dann braucht es das auch nicht, dann drängeln wir vor, da hat sich kein Besucher oder Mitarbeiter einzumischen. Es wird gemacht was mein Kind will und nicht was Mitarbeiter sagen, auch wenn es zu klein für eine Attraktion ist, hat darüber weder der TÜV noch ein Mitarbeiter zu entscheiden, ob es mitfahren darf, das kann ein Elternteil entscheiden 🙈.

Wenn ich das dann auch noch Alles an einem Tag erleben muss, dann bin ich auch schon mal sehr gefrustet und habe auch wenig Lust in einen Freizeitpark zu gehen. Da ist dann ein Tag Dauerregen mal nicht schlecht, an dem man sagen kann, wegen des schlechten Wetters komme ich heute nicht in den Park .

Wenn dann aber die richtigen Leute im Park sind und man nette und gute Gespräche mit Mitarbeitern führen kann, bin ich wieder gerne in einem Freizeitpark und bin dann auch bei der nächsten Möglichkeit wieder in einem Freizeitpark :).
 

Fiorell

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Ich denke nicht das die Parks mit Absicht "zu voll gemacht werden". Es ist nur so, dass selbst trotz der höheren Eintrittspreise immer mehr Leute in die Freizeitparks strömen. Das widerspricht sich schon ein wenig.

Ich verstehe aber dennoch, dass einem die Lust schon einmal vergehen kann, wenn man mit der halben Welt durch die Gassen der Freizeitparks geschoben wird oder keine der Hauptattraktionen eine Wartezeit unter 90 Minuten hat. Ich glaube tatsächlich dass die europäischen Freizeitparks (also die großen) für die Besuchermassen qualitativ einfach zu gut geworden sind. Das ist besonders übel in Freizeitparks die keine ruhigeren Ecken aufweisen, bei denen man kurz auch mal entspannen kann.

Es gibt freilich auch einige Freizeitparks, die den Fastpass als große Zusatz-Einnahmequelle entdeckt haben. Da kommt dann die Investition auch schneller wieder rein. Wer für 'Toutatis' nicht anstehen will zahlt entweder €110 für den unlimitierten Fastpass oder eben €10 pro Fahrt extra oben drauf. Andere Parks wollen das nicht ihren Besuchern antun, aber auch Disney hat letztendlich auch keinen anderen Weg gefunden und bittet jetzt ebenfalls extra zur Kasse. Allerdings weiß ich auch keinen besseren Weg um die exorbitante Anzahl von Besuchern so zu kontrollieren, damit da nicht irgendwann mal jemand in der Warteschlange zur neuen Mega-Attraktion vermisst wird.

Was das Verhalten anderer Besucher angeht: Es bleibt schwierig. Eine Lösung habe ich nicht. Habe festgestellt das es besser ist als größere Gruppe im Park unterwegs zu sein, dann wird man auch weniger angepöbelt.
Wir sind jedoch auch schon in der Warteschlange mit anderen Besuchern ins Gespräch gekommen. Es geht also auch anders rum.

Bei mir selbst bemerke ich, dass sich mein Blickwinkel etwas verschoben hat. Ich liebe neuerdings die kleinen Dinge und die Details. Dieses seltsame Gefühl an einem besonderen, verwunschenen Ort zu sein. Und das findet man oft auch mal in kleineren Parks. Fünf Stunden mit Erich Wagner im Fantasiana, der uns einfach so im Western-Saloon beim Essen angesprochen hat. So ein freundlicher Mensch, ich habe die Begeisterung für seinen Park in seinen Augen gesehen. Das werde ich so schnell nicht vergessen. Ich habe gehört er sei friedlich eingeschlafen. Das beruhigt mich.
 

Lumineux

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Hey Haparkfan,

dein Posting bewegt etwas in mir, bei manchen Themen nicke ich beim Lesen zustimmend, bei anderen grüble ich, ob es nur ein Eindruck oder DIE Wahrheit ist.

Wir waren vor Covid sehr viel auch mit Foris hier unterwegs; besonders in BeNeLux - und es war ein Grüppchen, auf das ich mich immer riesig gefreut habe.
Dann änderten sich unsere Arbeitsgegebenheiten, ein sehr lieber Freund ist nach Hessen gezogen, wir sehen uns kaum noch, er hat dort seinen Job, eine neue Familie und unterstützt seinen selbstständigen Partner nebenbei. So gern er mit uns coastert, so klein ist seine Zeit dafür eben geworden.

Kurz vor Covid hatten wir dann eine Phase der Erschöpfung. Wir sind nur noch durch die Parks gehetzt - hauptsache die Counts alle einsammeln. Hatten wir die durch, wurde es öde. Ich habe meine Parkbesuche nicht mehr genossen. Auch habe ich kaum noch Bilder gemacht. Mein kindlicher Blick auf Details und Entdecken war eingeschlafen.

Während des Lockdown war ich kaum noch hier im Forum, ich hab es vielleicht 2x auf gehabt - irgendwie aus Angst, Sehnsucht zu bekommen, aber auch, weil ich dachte, dieses Hobby juckt mich irgendwie nicht mehr und ich finde eh keinen Anschluss mehr.

Wir wollen wieder bewusster durch die Parks - vergangenen Herbst haben wir uns einen Kurzurlaub mit Tripsdrill und 2 Tagen EP gegönnt - zu viert. War einfach super (vor allem wenn andere auch 5x nacheinander die neuen Piraten von Batavia fahren, um wirklich alles anzugucken ^^ ). Ich habe mir wieder Zeit zum fotografieren genommen.
Im Herbst diesen Jahres wartet Efteling auf uns - meine neue Cam will diese ganzen Details einfangen, ich freue mich so sehr auf diese Auszeit vom Alltag.

Die Parks sind über die Pandemie ordentlich im Preis gestiegen, es sind Wirtschaftsunternehmen - sie müssen sich anpassen, um bestehen zu können (Strom, Wasser, Personalkosten und alles, was wir gar nicht von außen sehen). Ich habe Verständnis dafür, suche wieder vermehrt Rabatte oder gehe sehr gezielt in die Parks (keine Massenurlaubscountevents mehr, wo ein Schein nach dem anderen drauf geht 😁).

Über das "sich Willkommen fühlen" im Park lässt sich diskutieren - ich fahr da ja hin, weil ich das für mich mache. Also fühle ich mich erstmal generell Willkommen in meinem Vorhaben und habe meinen Tag selbst in der Hand. Ich habe eine Idee, was du damit meinst. Kann mich hier aber nicht anschließen. Niemand zwingt mich zur Hauptsaison zu reisen, mich 120 min irgendwo anzustellen oder mir einen Fastpass zu organisieren (ich fahre zu Stoßzeiten einfach nicht mehr :) ).

Das Fehlverhalten von einigen Mitmenschen hat mich vor 10 Jahren schon hart angepisst - ob das wirklich mehr geworden ist oder wir nur schärfer wahrnehmen, weil wir 3 Jahre auf Menschenmassen verzichtet haben (verzichten mussten), kann ich gar nicht so genau sagen. Qline Jumper gab es damals schon; Lehrer haben mittlerweile glaube ich - selbst Schiss, was zu sagen. Das ist aber ein anderes Thema (Vorbilder | gesellschaftliche Entwicklung | Verrohung | Respektlosigkeit).

Versuch es doch mit ein paar weniger Besuchen und genieß, was du erlebst. Den Tag gestaltest du selbst. Die Müdigkeit Parks zu besuchen kenne ich selbst. Dann ist das eben eine Phase, die da ist. Vielleicht braucht es dann einfach mal ein bisschen Pause um wieder Kapazität für neue Eindrücke zu schaffen.

Wer ein Geheimrezept für Geduld und innere Ruhe bei Spackoverhalten parat hat - das nehm ich auch gerne 😝 )
Gelassenheit werde ich hoffentlich im Alter noch lernen 🤗
🙃
 

Eule

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Spannendes Thema - und noch dazu eines, das mir nicht so ganz fremd ist.

Ich glaube tatsächlich, dass unser aller Freizeitparkbegeisterung in verschiedenen Phasen verläuft, die alle genauso individuell und unterschiedlich sind wie unsere Vorlieben bei Freizeitparks an sich. Insbesondere dann, wenn sich diese Phasen verschieben, kann es durchaus dazu führen, dass man vielleicht nur eine Zeit lang, vielleicht aber auch dauerhaft das Gefühl hat, dass irgendetwas schief läuft und die Freude an Freizeitparkbesuchen leidet. Und natürlich kommt dadurch dann zuweilen der Punkt, an dem man alles hinterfragt und darüber nachdenkt, ob das Hobby überhaupt noch das Richtige für einen ist.

Ein Beispiel dazu aus meiner eigenen Erfahrung:
Grundsätzlich bin ich jemand, der am liebsten immer neue Parks entdeckt und bereist und eher weniger ständig in der gleichen handvoll Parks abhängt. Dazu liebe ich gutes Theming und stimmiges Story-Telling bei Attraktionen und in Themenbereichen. Als ich vor etwa 10 Jahren hier zu den Coasterfriends stieß, war das überhaupt kein Problem: Es gab SOOOOO viel zu entdecken, überall weiße Flecken auf meiner persönlichen Freizeitparklandkarte und Pläne schmiedeten sich praktisch im Wochentakt, wo ich überall noch hin wollte und welche Parks ich noch unbedingt auf meine Liste zu setzen habe.
Heute - wie gesagt fast 10 Jahre und weit über 300 Counts später - sieht das ganz anders aus: Natürlich gibt es noch ein paar Parks, die auf meiner Wunschliste stehen, aber die Liste ist deutlich kürzer geworden und die Parks, die darauf zu finden sind, lassen sich auch nicht mehr so einfach mal an einem Wochenende ansteuern. Außerdem ist auch der Nervenkitzel bei Achterbahnfahrten nicht mehr derselbe wie vor 10 Jahren, obwohl die Bahnen inzwischen schon wieder ganz andere Qualitätsstufen erlangt haben. Sprich: Ich habe viel mehr gesehen und bin viel schwieriger zu beeindrucken, weil es eben bei fast allen neuen Erlebnissen etwas gibt, was ich so oder so ähnlich (oder vielleicht sogar besser?) schon kenne.

Macht mich das aber jetzt gänzlich immun gegen den Spaß an Freizeitparks?
Nein, denn wo sich eine Tür schließt, öffnet sich oft eine andere. Bei mir ist es z.B. mein Sohn, der mir mit seinen 4,5 Jahren einen gänzlich neuen Blickwinkel auf Parks eröffnet hat: Da sehe ich die Parks plötzlich aus seiner Perspektive und entdecke Parks auch für mich wieder ganz neu. Und so freue ich mich dann z.B. auch viel mehr auf Besuche in Parks, die mir allein vermutlich nur ein müdes Lächeln entlockt hätten, mit der Begeisterung eines Kindes. Und trotzdem kann es dabei vorkommen, dass man als alter Hase mal ins Staunen gerät, weil man einem vermeintlichen "Kinderpark" nicht die Qualität zugetraut hatte, die er abliefert (an dieser Stelle z.B. ein ganz dickes Shout-Out an Mandoria in Lodz, Polen, durch das ich tatsächlich einen ganzen Tag lang mit funkelnden Augen gelaufen bin).
Und ein Nebeneffekt bei mir ist, dass durch die Reisen mit meiner Familie die Freizeitparkbesuche viel spärlicher geworden sind, in denen ich mich dann mal selbst "austoben" darf, sodass ich mich auf diese dann wieder umso mehr freue.

Der andere Punkt, den du ansprichst, kenne ich natürlich auch: Je mehr Freizeitparks man besucht hat, desto mehr fällt einem natürlich auch auf, was "normalen" Besuchern verborgen bleibt. Irgendwelche Besucher, die sich daneben benehmen, bleiben bei mir tatsächlich nur sehr selten im Kopf hängen - dafür können die Parks leider nur sehr bedingt etwas, obwohl auch ich mir da oft ein klareres Durchgreifen der Parks wünsche. Was mich dagegen tierisch nervt, ist offensichtliche Abzocke und total fehlgeplante Operations. Ich denke da z.B. an dreist langsame Abfertigung von Bahnen bei gleichzeitiger massiver Werbung für Fastpässe (*hust* Gardaland *hust*), katastrophalen Zuständen für Essen und Trinken (*hust* Majaland Kownaty *hust*) oder völlig überzogenen Preisen (*hust* Disney *hust*). Und während man einigen dieser Gegebenheiten gut begegnen kann, indem man z.B. eben eigenes Essen und Trinken mitbringt oder halt darauf verzichtet, irgendwelchen Merch zu kaufen, schieben sich andere Parks eben von selbst nach ganz weit hinten auf die Liste an Parks, in die man wieder einmal fahren möchte. Dafür gibt es aber mindestens genauso viele Parks, bei denen man schon beim Erstbesuch gemerkt hat, dass man sich dort sehr wohl fühlt und gerne wieder kommt (bei mir z.B. Efteling, Farup, Tripsdrill, Plohn, Bayernpark, Toverland, ...). Gefühlt findet sich also immer noch irgendwo ein lohnendes Ziel.

Der langen Rede kurzer Sinn:
Phasen des Umbruchs sind normal. Dass man in solchen Phasen vielleicht nicht mehr so begeistert ist, was Freizeitparkbesuche angeht, ist genauso normal. Die Frage ist eher, findet man einen neuen, etwas anderen Zugang zu seinem lieb gewonnenen Hobby? Wenn ja, kommt auch die Liebe wieder zurück, vermutlich eben in einer etwas abgewandelten Form. Und wenn nicht? Nun, dann tut sich sicher irgendwo anders eine neue Tür auf - und auch das ist dann eine völlig normale Entwicklung.
 

doCoaster

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Eine spannende Fragestellung, die mich auch gleich zum darüber Nachdenken angeregt hat. Ziemlich schnell bin ich aber zu einer ganz klaren Antwort gekommen: Ja, der Spaß an Freizeitparks ist für mich noch da, so wie er es immer war.

Aber was sich geändert hat über die Zeit, ist die Einstellung zu einem Freizeitparkbesuch und den Attraktionen selbst. Als Jugendlicher, wo ich so richtig mit dem Thema in Kontakt gekommen bin, hat alles was nur einem Freizeitpark ähnlich war größte Begeisterung ausgelöst. Ich hätte (und habe) keine Chance ausgeschlagen, irgendwo einen Park zu besuchen, oder Achterbahn fahren zu können. Leider war das damals auch noch selten möglich für mich und daher war der Drang natürlich umso größer. Vor Ort konnte ich mich dann von jeder Kleinigkeit begeistern lassen und hab jede Minute ausgekostet, es mussten ja so viele Fahrten wie möglich gemacht werden.

Irgendwann kam dann natürlich die Zeit, wo es einfacher wurde Parks zu besuchen. Nachdem ich dann so einige Parks, glücklicherweise auch in den USA kennenlernen durfte, wurden dann natürlich auch die Ansprüche etwas nach oben geschraubt. Mit der Erfahrung wurde nicht mehr jede Achterbahn gefeiert und auch die eine oder andere Attraktion links liegen gelassen. Die Begeisterung war nicht kleiner, sondern einfach fokussierter. :D

Inzwischen geht es mir da ähnlich wie Eule es schon beschrieben hat. Der Reiz liegt hauptsächlich im Neuen. Der Grund unbedingt einen Park besuchen zu wollen ist entweder, dass ich dort noch nie gewesen bin, oder es inzwischen eine neue tolle Achterbahn dort gibt. Natürlich habe ich nichts gegen Wiederholungsbesuche, aber diese haben ihren Reiz etwas eingebüßt.

Der andere Grund, weshalb Freizeitparkbesuche immernoch sehr viel Spaß machen und es trotzdem auch immer wieder zu Widerholungsbesuchen kommt, ist das gemeinsame Erlebnis. Durch Coasterfriends habe ich kennengelernt, wie man Parks auch erleben kann, nämlich einfach mit tollen Menschen um sich, die Spaß an den gleichen Dingen haben. Da müssen es auch nicht 10 Runden auf einer Bahn sein wie früher (außer es bietet sich natürlich an :D), wenn man stattdessen in Gesellschaft auch die kleinen Attraktionen genießt, in Ruhe Essen geht, oder wer weiß was für Challenges auf einem CF-Event erlebt. Und diese Erlebnisse bleiben immer sehr positiv in Erinnerung, da kann der Park noch so uninteressant sein.

Ich denke mit der stetigen Veränderung der Lebenssituation verlagert sich einfach die Sichtweise auf Parkbesuche. Dank anderer Verpflichtungen und Ausgaben, die das Leben so mit sich bringt, ist man einfach nicht mehr ganz so spontan und flexibel in seinen Unternehmungen. Wenn man also extra einen Plan für einen Ausflug/eine Reise auf die Beine stellt muss sich das Ziel auch lohnen. Da darf es dann nach sorgfältiger Auswahl auch mal etwas mehr Kosten, was ja leider sowieso unumgänglich ist aufgrund der steigenden Preise.

So halten wir es auch dieses Jahr bei unserer anstehenden Florida Reise. Viel anderes ist dieses Jahr an Parkbesuchen nicht möglich, aber dafür gönnen wir uns eine tolle Zeit mit allem drum und dran in Orlando. Und ich kann euch sagen, die Vorfreude ist groß wie eh und je. Hier weiß ich einfach, was ich erwarten darf und mit den ganzen Neuheiten der vergangenen Jahre gibt es auch einfach unendlich viel mir Unbekanntes zu entdecken. Zum Glück ist das meiste auch schon bezahlt, somit rückt das Genießen immer näher. 🥳

Das Gefühl, immer stärker von Parks "abgezockt" zu werden, kann ich so nicht generell bestätigten. Natürlich gibt's leider einige Parks bei denen das offensichtlich schon der Fall ist (ich schiele mal zu Six Flags oder dem angesprochenen Gardaland). Für gute Qualität darf allerdings gerne der entsprechende Preis verlangt werden, wenn wir z.B. auf Disney oder Universal schauen. Das ist ja der große Vorteil an unserem Hobby: Wir kennen uns aus und tauschen uns aus und wissen daher sehr genau, an welches Reiseziel wir welche Erwartungen knüpfen können - insofern schafft man es auch immer wieder gut, sich vor Enttäuschungen zu bewahren.

Wenn der Tag dann durch äußere Umstände, wie anstrengende Besucher, unfreundliches oder unfähiges Personal vermiest wird ist das natürlich ärgerlich. Da kann schon mal die Laune kippen, auch wenn ich mich da tendenziell für eher toleranter halte. Aber auch ich habe schon so meine Erlebnisse gehabt. Dennoch färben diese für mich dann nicht auf die Begeisterung für die Attraktionen selbst ab. Gutes Beispiel ist Six Flags MM: Ich würde aufgrund der geilen Coaster sofort wieder hin wollen, obwohl man dort mit allen Mitteln versucht hat uns den Tag zu vermiesen (Überteuerter Fastpass, dennoch lange Wartezeiten durch miese Abfertigung, Ausfälle, seltsames Publikum, ...). Aber da tickt natürlich jeder etwas anders.

Das Thema des eigentlichen Nervenkitzels bei einer Achterbahnfahrt ist auch ein sehr spannendes. Natürlich stumpft man mit der Zeit ab, diese Erfahrung habe ich schon öfter machen dürfen, gerade auf längeren Touren. Gerne hätte ich mal wieder dieses aufgeregte Kribbeln schon vor einer Fahrt im Bauch, wie es früher mal der Fall war. Aber zum Glück gibt es immer noch Bahnen, die mich dermaßen aus den Socken hauen, dass ich jubelnd in der Schlussbremse ankomme und mir wieder ganz sicher bin, genau das richtige Hobby zu haben.

Um damit also auf die Grundsätzliche Frage zurückzukommen: Der Spaß und das Interesse ist immer vorhanden und Achterbahnen/Freizeitparks stehen bei meinen Hobbys weiterhin an erster Stelle. Ich habe das Hobby auch nie hinterfragt, denn selbst wenn es mal mit den Parkbesuchen nicht so läuft, bleiben immernoch andere Facetten übrig, wie die Berichte, Diskussionen und News hier im Forum oder das Basteln mit NoLimits.
 

Fantrilux

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Ich kann dem Threadersteller fast komplett zsmustimmen. Allerdings gibt es Parks, da ist das Publikum relativ angenehm, evt. wars auch Zufall. Das War im Toverland und in Walibi Holland.
Das Gegenteil in Slagharen und im Moviepark (dürfte wohl wenige wundern😀).

Statt Parks zu meiden würde ich evt. empfehlen mal andere Parks zu besuchen. Die niederländer scheinen mir eher ein soziales Volk zu sein, die vermehrt eher Rücksicht auf andere Menschen nehmen, so mein Eindruck. Oft steckt das auch an. Irgendwie gab ich den Eindruck die deutschen Besucher verhalten sich sozialer, wenn sie in der Minderheit sind, dann passen sich Sie meisten an.
 

Prada79

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Die niederländer scheinen mir eher ein soziales Volk zu sein, die vermehrt eher Rücksicht auf andere Menschen nehmen, so mein Eindruck. Oft steckt das auch an. Irgendwie gab ich den Eindruck die deutschen Besucher verhalten sich sozialer, wenn sie in der Minderheit sind, dann passen sich Sie meisten an.
Komisch, ich dachte schon, ich würde spinnen. Hab aber das gleiche Empfinden. Die Holländer haben schon eine etwas andere Art zu leben. Alles hängt mit allem zusammen.
 

Ceddynator

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Moin zusammen, lange habe ich mit mir gerungen dazu mal was zuschreiben, aber vllt gibt es gleichgesinnte, die ähnliche Erfahrungen haben, anders damit umgehen oder .... wie auch immer. Vielleicht können wir hier einiges zusammen tragen, Tips geben etc.

Da ich ich immer alle Baufortschritte mit Interesse verfolge, ist beim reinen Parkbesuch irgendwie z.Z. die Luft raus - liegt es an dem Alter ? Jahrlang hatten wir immer Jahreskarten für den Ha-Pa, waren unterwegs, mal hier mal dort, wo wir gerade waren. Aber der reine Parkbesuch triggert Mich gerade nicht mehr so, seit ca. 3 Jahren. Es war ja geplant in den EP zu fahren mit den Kindern, was aus Krankheit verschoben werden musste - Habe mir dieses Jahr die silber Pässe für den He-Pa geholt, obwohl ich Rundfahrgeschäfte gar nicht mehr so ab kann. Wenn die Jungs unterwegs sind, setze ich mich öfters auf eine Bank als mitzufahren.

Es ist schon komisch irgendwie - Natürlich freu ich Mich (Nehme hier mal den lieben Ralf als Beispiel) wenn wir in den Movie Park fahren, ihn mal wieder zu sehen und zu quatschen, aber es ist nicht mehr so wie früher, ich muss da unbedingt jetzt hin. Zudem nerfen Mich auch teilweise die Wartezeiten, wenn es wie im He-Pa nicht voran geht, oder bei der Bobbahn, obwohl es voll ist, nur noch mit 2 Zügen gefahren wird. Wenn man dann fragt wird es komisch - Ein Beispiel

A: Warum fahrt ihr denn nur mit 2 Zügen
B: Weil zwei in der Wartung sind
A: Aber ihr habt doch noch 6 von ursprünglich mal 7 Zügen
B. Zwei sind aber nicht verfügbar
A: Das habe ich schon verstanden, dann sind ja immernoch 2 über
B: Wir dürfen ja auch nur noch mit Max. 4 Fahren

Auf dem Hamburger DOM bin ich auch mehr am Essen als am Fahren und auch das Rutschen in dem Spaßbädern hat Stark nachgelassen. Hat hier jemand ähnliche Erfahrunegn! Was habt ihr dagegen gemacht, kommt der Spaß irgendwann wieder ?

Wir sind sehr oft in Schloss Dankern, da geniesse ich die freie Zeit für Mich, schaue Filme etc und gehe nur rum. Ein Abstecher nach Slagharen oder Walibi ist dann die reine Ausnahme.

Es ist schon komisch irgendwie.......
 

max.grr

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Ich kann natürlich nur aus meiner Sicht sprechen, aber was ist jetzt genau komisch für dich? Vielleicht ändert sich auch einfach deine Präferenz was du so von einem Besuch erwartest. (Sollte man sowieso nie, dann kann man nur enttäuscht werden). Ich halte es nicht für verwerflich bei einem Besuch mal auf andere Dinge zu achten, zu machen abgesehen von Rides und Coaster fahren. Es gibt auch noch andere Dinge. Wie du bereits selbst gesagt hast: freie Zeit genießen, einfach mal rumgehen und entspannen.

Vielleicht kommt ja nach einer längeren Durststrecke auch der Drang wieder Coaster zu fahren. Und wenn nicht, so what? Schönes Essen essen, Atmosphäre genießen, den Kindern beim Spaß haben zuschauen, das kann alles Schön sein.... Nur weil wir Enthusiasten sind heißt es doch nicht, dass man immer alles Fahren muss etc. Ist jemand, der nur die Atmosphäre genießt, kein Enthusiast? Also nicht, dass du das behauptet hättest, es hört sich aber für mich so an, als ob du irgendwie traurig bist. Versuch doch einfach das Gute für dich daraus zu ziehen. Und nicht mit der Vergangenheit vergleichen. So handhabe ich das zumindest für mich, und mache das, worauf ich in dem Moment Lust habe.

In meiner "Kindheit" war ich schon ein sehr großer Fan. Im jugendlichen Alter war ich dann "zu cool" für Parks. Ist ja was für kleine Kinder (wir sind ja mittlerweile auch nur erwachsene Kinder... :p). Da waren das andere Geschlecht und Partys cooler. Als junger Erwachsener habe ich dann den Spaß an Themenparks etc. wiederentdeckt.

Das kann dir, glaube ich, auch passieren. Und wenn nicht, dann genieß alles Andere abgesehen vom Rides fahren. :D
 

Ostro

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Wenn es dir seit 3 Jahren so geht, hast du wahrscheinlich während der Corona-Zeit gemerkt, dass dir diese Sache nicht so viel Erfüllung gibt wie gedacht/vorher oder dass dir andere Dinge wichtiger geworden sind.
Anhand des Beispiels der Baustellen würde ich vorschlagen, dass du dich da vielleicht etwas zurücknimmst und Freizeitparks wieder "neu" entdeckst, ohne vorher alles zu wissen, und den einen oder anderen unbekannten Park auf deiner ToDo-Liste ganz nach oben stellst. Das ist im Prinzip meine Herangehensweise: alle Baustellen ignorieren und unbekannte Parks oder Neuheiten besuchen, da es mir am meisten Freude bereitet, Neues zu entdecken. Das kann man auch in bekannten Parks, wenn sie gut gemacht sind, aber auch da ist man nach ein paar Besuchen, bei denen man das neugierige innere Kind erkunden lassen hat, mit den Abwegen und Details zu 95% durch.

Auch wenn es esoterisch oder so klingt, aber es scheint so, als würdest du dich neu finden müssen, um wieder zu verstehen, was dir Spaß bereitet. Das kann man auch analytisch angehen, wenn einem das "wer bin ich"-Getue nichts gibt. Durch die Pandemie wirst du aber möglicherweise unbewusst solch eine Findungsphase gehabt haben und musst es nur noch bewusst wahrnehmen, was das Ergebnis war.
Sich in den Genuss hineinzuverbiegen, wäre zumindest der falsche Weg. Vielleicht magst du ja lieber entspannen, spazieren und die Gastronomie genießen. Das muss man dann nur für sich akzeptieren, wenn es so sein sollte.
 

max.grr

Fastpass Besitzer
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Auch wenn es esoterisch oder so klingt, aber es scheint so, als würdest du dich neu finden müssen, um wieder zu verstehen, was dir Spaß bereitet.
Finde das ist eine wichtige Aussage. Viele Menschen wissen auch im fortgeschrittenen Alter nicht, was sie befriedigt, wonach Sie suchen oder was Ihnen Spaß macht. Und sind dann unzufrieden. Das hat nichts mit Esoterik oder so zutun. Jemand, der sich nicht mit sich selbst auseinander gesetzt hat würde sowas sagen.

Für mich ist es auch der Mix aus den oben genannten Dingen, ich kann mir aus Allem irgendwie was positives ziehen. Und nehme mir nichts vor, dann kann ich auch nicht enttäuscht werden.
 

Lyssi

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Was mir dazu einfällt:

Manchmal gab es Zeiten, wo ich so ein Fan einer Fernsehserie war, dass ich sehr viel im Internet darüber nachgelesen habe, mir "Making of"-Sachen angesehen habe, in Foren über die Serie diskutiert habe, usw.
Dabei fiel mir dann aber auf, dass die Serie dann mit der Zeit ein wenig von ihrem "Zauber" verloren hat.
Ich konnte mich dann weniger in die Handlung rein finden, da ich der Gedanke viel präsenter war, dass es sich ja um Schauspieler handelt und um Filmsets.
Denn wenn man alles über die Schauspieler nachliest, dann ist das ja kein Wunder.

Vielleicht ist das ab und zu bei Achterbahnen und Freizeitparks ähnlich? Wisst ihr was ich meine?
Natürlich kann es sehr interessant sein technische Details über Achterbahnen nachzulesen, usw. Aber es kann vermutlich auch ein wenig vom "Zauber" wegnehmen.

Manchmal denkt man vielleicht auch mehr an die Counts als daran einfach einen unbeschwerten Tag zu haben?
 
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