Hallo zusammen,
wie der Thread-Titel schon vermuten lässt, geht es hier mal ein wenig um Deep-Talk was unser Hobby angeht.
Ich für meinen Teil stelle aktuell nämlich fest, dass ich den Spaß an Freizeitpark-Besuchen verloren habe, und mich würde es mal interessieren, wie es bei euch so ist. Ich fang mal an:
Ich bin seit dem ich 12 Jahre alt bin wirklich ein riesen Freizeitpark-Fan. Seitdem beschäftige ich mich Tag für Tag mit Parks, Achterbahnen, Kirmes und Co. Und ich habe auch jedes Jahr gerne verschiedene Freizeitparks besucht. Ich habe mir extremst viele Videos angeguckt, viele Parks besucht, die ich schon immer mal sehen wollte, verfolge viele tolle Projekte und habe auch immer noch Spaß an dem Hobby.
Auch jetzt gucke ich jeden Tag ins Forum und Co., um zu wissen, was so abgeht. Aber irgendwie hab ich aktuell kein Verlangen, die Parks zu besuchen. Und das geht seit fast zwei Jahren so.
Das liegt zum einen daran, dass seit der Pandemie die Menschen irgendwie schlimmer geworden sind - das ist mein Eindruck. In Warteschlangen wird noch mehr gedrängelt wie sonst schon, die Leute verhalten sich einfach egoistisch, hier wird geraucht, da ein dummer Spruch gemacht, da was demoliert… also irgendwie weiß ich: wenn ich mich eine halbe Stunde in die Warteschlange stelle, wird das - je nachdem wer vor oder hinter mir ist - echt hart.
Ich hab zuletzt beim in die Schlange gehen wirklich immer abgewartet und geguckt wer da so reingeht, um zwischen normalen Menschen zu stehen.
Ich weiß, dass klingt irgendwie hart, aber ich hab entweder immer Pech zuletzt gehabt, oder die Menschen werden wirklich immer egoistischer. Es hat auf jeden Fall keinen Spaß gemacht und es schreckt mich jetzt auch immer noch ab.
Zumal man, je nachdem welche Leute mit einem im Wagen oder in der Gondel sitzen, dann auch genau das gleiche Problem hat. Jugendliche die übertrieben schreien, weils cool ist, die während der Fahrt spucken, die gröhlen und die sich einfach unangebracht verhalten, das macht die ganze Fahrt kaputt. Und ist richtig ärgerlich, wenn man lange angestanden hat. Das ist Punkt 1, weshalb mich Freizeitpark-Besuche irgendwie abschrecken.
Punkt 2: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Parks immer besucherunfreundlicher werden. War man früher als Gast richtig willkommen, wird man heute nur noch als wandelnde Geldbörse gesehen. Beispiel Phantasialand. Ich hatte überlegt, jetzt am Osterwochenende spontan hinzufahren - aber 61€ sind mir dann doch zu viel.
Also generell nicht, aber wenn ich jetzt schon weiß, dass die Wartezeiten jenseits von erträglich sind, sehe ich das nicht ein, so viel Geld zu zahlen. Klar, es gibt Aktionen, da nimmt das Phantasialand nur 28€ - aber da muss man schon ein halbes Jahr das Datum festlegen, wann man den Park besuchen möchte. Finde ich auch sehr schwierig. Hauptsache man kriegt den Park voll - ist mein Eindruck.
Also irgendwie fühlt man sich nicht mehr Willkommen, gefühlt wollen viele Parks nur noch Geld.
Beispiel auch das FastPass-System: ich weiß, wenn ich in einen Park gehe, in dem die FastPässe günstigst rausgehauen werden, dass die Attraktionen entweder langsamer betrieben werden, um Wartezeiten zu verlängern, um Fastpässe verkaufen zu können, oder das so viele einen Fastpass haben, dass sich die normale Wartezeit verdoppelt.
Die beiden Punkte decken sich auch mit meinem Gefühl, dass die Parks zu voll gemacht werden.
Klar, die wollen alle Geld verdienen und sollen sie auch, aber irgendwo müssen die Wartezeiten ja auch ertragbar bleiben. Und irgendwie muss der ganze Ablauf ja im Park funktionieren. Wenn ich in den Ferien oder am Wochenende in den Park gehe, habe ich überall übertrieben Wartezeiten. Bei der Einfahrt zum Parkplatz, bei der Ausfahrt, am Einlass, beim Essen, auf Toilette, vor den Shows und und und… klar, das gabs auch schon immer - aber wie gesagt wird das auch schlimmer, weil mehr Besucher, weil weniger Personal - und dazu teurere Tickets.
Ja, es sind viele negative Dinge, die ich genannt habe, und ich will keinem Park hier jetzt Vorwürfe machen - es läuft ja bei jedem so ab - aber irgendwie… ist der Reiz des Freizeitparks-Besuchs bei mir weg. Nichtmal der Attraktionen wegen, sondern wegen der ganzen Zu- und Umstände.
Die Gefahr, dass man sich beim und nach einem Parkbesuch mehr ärgert, als das man Spaß hat und einfach einen Tag in einer komplett anderen Welt ist, ist irgendwie unfassbar groß geworden. Und dafür dann viel Geld zu zahlen und viele Kilometer zu fahren… für mich lohnt es sich aktuell nicht.
Geht es euch ähnlich, oder hab ich aktuell einfach eine Freizeitpark-Midlifecrisis?
Wobei ich sagen muss, dass ja auch Kirmesbesuche oder selbst ins Kino gehen irgendwie immer komischer wird, weil sich die Leute natürlich auch da immer egoistischer und vor allem respektloser verhalten…
Ich bin auf eure Meinungen gespannt!
wie der Thread-Titel schon vermuten lässt, geht es hier mal ein wenig um Deep-Talk was unser Hobby angeht.
Ich für meinen Teil stelle aktuell nämlich fest, dass ich den Spaß an Freizeitpark-Besuchen verloren habe, und mich würde es mal interessieren, wie es bei euch so ist. Ich fang mal an:
Ich bin seit dem ich 12 Jahre alt bin wirklich ein riesen Freizeitpark-Fan. Seitdem beschäftige ich mich Tag für Tag mit Parks, Achterbahnen, Kirmes und Co. Und ich habe auch jedes Jahr gerne verschiedene Freizeitparks besucht. Ich habe mir extremst viele Videos angeguckt, viele Parks besucht, die ich schon immer mal sehen wollte, verfolge viele tolle Projekte und habe auch immer noch Spaß an dem Hobby.
Auch jetzt gucke ich jeden Tag ins Forum und Co., um zu wissen, was so abgeht. Aber irgendwie hab ich aktuell kein Verlangen, die Parks zu besuchen. Und das geht seit fast zwei Jahren so.
Das liegt zum einen daran, dass seit der Pandemie die Menschen irgendwie schlimmer geworden sind - das ist mein Eindruck. In Warteschlangen wird noch mehr gedrängelt wie sonst schon, die Leute verhalten sich einfach egoistisch, hier wird geraucht, da ein dummer Spruch gemacht, da was demoliert… also irgendwie weiß ich: wenn ich mich eine halbe Stunde in die Warteschlange stelle, wird das - je nachdem wer vor oder hinter mir ist - echt hart.
Ich hab zuletzt beim in die Schlange gehen wirklich immer abgewartet und geguckt wer da so reingeht, um zwischen normalen Menschen zu stehen.
Ich weiß, dass klingt irgendwie hart, aber ich hab entweder immer Pech zuletzt gehabt, oder die Menschen werden wirklich immer egoistischer. Es hat auf jeden Fall keinen Spaß gemacht und es schreckt mich jetzt auch immer noch ab.
Zumal man, je nachdem welche Leute mit einem im Wagen oder in der Gondel sitzen, dann auch genau das gleiche Problem hat. Jugendliche die übertrieben schreien, weils cool ist, die während der Fahrt spucken, die gröhlen und die sich einfach unangebracht verhalten, das macht die ganze Fahrt kaputt. Und ist richtig ärgerlich, wenn man lange angestanden hat. Das ist Punkt 1, weshalb mich Freizeitpark-Besuche irgendwie abschrecken.
Punkt 2: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Parks immer besucherunfreundlicher werden. War man früher als Gast richtig willkommen, wird man heute nur noch als wandelnde Geldbörse gesehen. Beispiel Phantasialand. Ich hatte überlegt, jetzt am Osterwochenende spontan hinzufahren - aber 61€ sind mir dann doch zu viel.
Also generell nicht, aber wenn ich jetzt schon weiß, dass die Wartezeiten jenseits von erträglich sind, sehe ich das nicht ein, so viel Geld zu zahlen. Klar, es gibt Aktionen, da nimmt das Phantasialand nur 28€ - aber da muss man schon ein halbes Jahr das Datum festlegen, wann man den Park besuchen möchte. Finde ich auch sehr schwierig. Hauptsache man kriegt den Park voll - ist mein Eindruck.
Also irgendwie fühlt man sich nicht mehr Willkommen, gefühlt wollen viele Parks nur noch Geld.
Beispiel auch das FastPass-System: ich weiß, wenn ich in einen Park gehe, in dem die FastPässe günstigst rausgehauen werden, dass die Attraktionen entweder langsamer betrieben werden, um Wartezeiten zu verlängern, um Fastpässe verkaufen zu können, oder das so viele einen Fastpass haben, dass sich die normale Wartezeit verdoppelt.
Die beiden Punkte decken sich auch mit meinem Gefühl, dass die Parks zu voll gemacht werden.
Klar, die wollen alle Geld verdienen und sollen sie auch, aber irgendwo müssen die Wartezeiten ja auch ertragbar bleiben. Und irgendwie muss der ganze Ablauf ja im Park funktionieren. Wenn ich in den Ferien oder am Wochenende in den Park gehe, habe ich überall übertrieben Wartezeiten. Bei der Einfahrt zum Parkplatz, bei der Ausfahrt, am Einlass, beim Essen, auf Toilette, vor den Shows und und und… klar, das gabs auch schon immer - aber wie gesagt wird das auch schlimmer, weil mehr Besucher, weil weniger Personal - und dazu teurere Tickets.
Ja, es sind viele negative Dinge, die ich genannt habe, und ich will keinem Park hier jetzt Vorwürfe machen - es läuft ja bei jedem so ab - aber irgendwie… ist der Reiz des Freizeitparks-Besuchs bei mir weg. Nichtmal der Attraktionen wegen, sondern wegen der ganzen Zu- und Umstände.
Die Gefahr, dass man sich beim und nach einem Parkbesuch mehr ärgert, als das man Spaß hat und einfach einen Tag in einer komplett anderen Welt ist, ist irgendwie unfassbar groß geworden. Und dafür dann viel Geld zu zahlen und viele Kilometer zu fahren… für mich lohnt es sich aktuell nicht.
Geht es euch ähnlich, oder hab ich aktuell einfach eine Freizeitpark-Midlifecrisis?
Wobei ich sagen muss, dass ja auch Kirmesbesuche oder selbst ins Kino gehen irgendwie immer komischer wird, weil sich die Leute natürlich auch da immer egoistischer und vor allem respektloser verhalten…
Ich bin auf eure Meinungen gespannt!
