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Leviathan vs. Verbolten




Willkommen zu unserer neuen Rubrik „Coaster vs. Coaster“. Je Ausgabe werden wir euch zwei Achterbahnen genauestens vorstellen und gegeneinander antreten lassen. Seien es die technischen Daten, das Layout, die Thematisierung oder einfach nur der Fahrspaß – wir beleuchten alle Merkmale auf 5 Kategorien aufgeteilt und im Rating erfahren wir schließlich, welcher Ride die Nase vorn hat!

Aber Achtung: Die Bewertungen sind natürlich nicht Gesetz. Wir geben hier eine subjektive Meinung wieder, die ihr gern bestätigen oder erwidern könnt. Dennoch geben wir uns Mühe die Bewertung möglichst allgemeingültig zu halten. Diskussionen sind hier erwünscht. ;)

Bei der Auswahl der Bahnen achten wir darauf, dass die Kandidaten etwa in einer Liga spielen, dabei aber dennoch in ihrer Art unterschiedlich genug sind, um verschiedene Vergleiche anstellen zu können. Natürlich wählen wir nur Bahnen für ein Duell, die wir bereits gefahren sind.

Im ersten Zweikampf stehen sich zwei noch sehr junge Bahnen gegenüber:



Leviathan in Canada’s Wonderland und Vebolten in Busch Gardens Europe eröffneten beide in der Saison 2012 und stellen seither eine, wenn nicht die Hauptattraktion im jeweiligen Park dar. Beide können mit Besonderheiten aufwarten, die wir gleich noch näher betrachten werden.





Höhe und Geschwindigkeit
Gleich in der ersten Kategorie kann Leviathan als größter aller B&M Mega-Coaster richtig punkten: Mit seiner Höhe von 93 Metern spielt er in der obersten Liga mit und belegt aktuell Platz 7 der höchsten Achterbahnen der Welt. Mit dem First Drop erreicht der Zug eine Geschwindigkeit von 148 km/h und verliert auch bis zum Ende nur wenig an Speed.
Verbolten als Multi-Launch Coaster aus dem Hause Zierer setzt dagegen eher auf häufig wechselnde Geschwindigkeit und Spezialeffekte, kommt mit seinen zwei Launches aber dabei auf etwa 85 km/h . Der höchste Drop ist nur etwa 30 Meter hoch.





Elemente und Airtime
Beide Coaster haben keine Inversionen. Umso spannender ist es zu betrachten, was sie aus einer Strecke ohne Überschläge herausholen und in Sachen Airtime zu bieten haben.
Verbolten wartet dabei mit mehreren Spezialelementen auf. Welche das neben den 2 Launches sind, sei nicht verraten, denn immerhin befinden sich die Überraschungen in einem Dark-Ride Abschnitt und den wollen wir euch nicht vorweg nehmen. Für gescheite Airtime geht es zu langsam in den großen Drop und auch der Hügel auf dem Rückweg zur Station lässt die Passagiere kaum abheben, doch im inneren der Halle gibt es nochmal ein wenig Bauchkribbeln in dieser Hinsicht. ;) Erwähnenswert sind außerdem die häufigen Richtungswechsel.
Leviathan kommt dagegen mit viel Airtime daher, jedoch nicht in dem Umfang, wie es für B&M Mega-Coaster üblich ist. Tatsächlich besitzt der Riese nach der extrem langen Fallzeit auf dem First Drop nur 2 echte Airtimehügel, sowie zwei rasante Airtimebumps. Die restlichen der insgesamt 8 Elemente sind große Horseshoes, von denen insbesondere der erste die G-Keule schwingt. Schlussendlich fängt die Schlussbremse den Zug auf einer Höhe von 35 Metern ab, wonach dieser auf einer langen Schräge in Richtung Station schleicht.











Züge und Komfort
Auf Leviathan drehen Züge im ursprünglichen einfachen Mega-Coaster Design ihre Runden. 4 Personen finden hier in jeder der 8 Reihen Platz. Die drei Züge haben ein unterschiedliches Farbdesign, passen sich aber allesamt dem frischen Blau der Schiene an. Besonders markant sind die auf dem Frontcar aufgedruckten Augen des Ungeheuers. Diese geben den Zügen einen aggressiven Look, sind am Fahrzeug allerdings die einzige Andeutung auf Thematisierung.
In Sachen Design sind die Verbolten-Züge unschlagbar. Das komplette Zugdesign ist angelehnt an einen typisch deutschen Sportwagen inklusive Details, wie Windschutzscheibe, Felgen und „deutschen“ Kennzeichen. Jeder der 5 Züge hat dabei eine eigene Farbe und Kennzeichenaufschrift. Trotz seitenwand an den Fahrzeugen hat man ausreichende Beinfreiheit und Dank nur zwei Sitzen nebeneinander außerdem perfekte Sicht.
Beide Bahnen fahren sich sehr bequem und schon fast selbstredend ohne Schulterbügel.









Thematisierung und Umgebung
Die Thematisierung und die Anpassung ans Gelände bilden die Grundlage für das Fahrerlebnis bei Verbolten. Eingebettet in eine Story rund um eine Autobahntour durch den Schwarzwald (Achtung Klischees) bleibt kaum ein Fahrelement der Bahn unthematisiert und passt in die Geschichte. Als Beispiel seien die Umleitung in den dunklen Teil des „Schwarzwalds“ oder die knarzende eingestürzte Brück genannt. Das Highlight Verboltens ist der Indoor Abschnitt. Hier werden tolle Effekte geboten, die sich sogar von Fahrt zu Fahrt unterscheiden. Unglaublich viele Details verbergen sich in der Warteschlange und Station. Die „Autowerkstadt“ ist teilweise mit authentischen deutschen Andenken versehen. So finden sich durchgestrichene FC-Bayern Aufkleber oder Werbung für Osram Glühbirnen, das ganze natürlich nicht ohne Übersetzungsfehler. ;)
Beim neuen Major Rides des Wonderlands hingegen sieht es mit der Thematisierung mau aus. So wie man es aus den Cedar Fair Parks kennt, wurde nur das nötigste getan um den Namen der Bahn zu rechtfertigen. Ein großer „Leviathan“ bewacht den Vorplatz des Coasters, während ie Station mit Wartebereich standardmäßig gestaltet ist und auf kein Thema hindeutet. Auf der „Out and Back“- Strecke begegnet man, abgesehen von einem engen Wellblechtunnel mit den obligatorischen Augen des Tiefseemonsters, keiner weiteren Gestaltung. Hierbei sei berücksichtigt, dass bei Mega Coastern generell wenig Thematisierung erwartet werden kann. Besonders hervorzuheben ist die Lage des Giganten direkt am Eingang des Parks, was einige tolle Blickwinkel ermöglicht, sowohl on- als auch offride.





















Gesamtpaket
Verbolten bietet eine abwechslungsreiche lange Fahrt, die auch in ihren Unterbrechungen nicht langweilig wird. Die Bahn lebt vom Zusammenspiel von Thematisierung, Effekten und Layout. Hier stimmt jedes Detail. Man wird bereits auf dem Vorplatz des „Oktoberfests“ (so der Name des Themenbereichs) auf die kommenden Erlebnisse eingestimmt und wird während der Queue in die Geschichte eingeweiht. Die vielen Spezialeffekte machen die dann folgende Fahrt einmalig und werden durch das abwechslungsreiche Layout unterstützt. Die Bahn ist definitiv auch ohne Rekorde aufregend genug, um nicht als einfache Familienachterbahn abgestempelt werden zu können, erfüllte aber auch als solche ihren Zweck und ergänzt BGWs Portfolie optimal.
Man kann bei Leviathan wohl kaum von Thematisierung, geschweige denn einer Story sprechen, die erzählt wird. Vielmehr steht der bloße Name für ein riesiges Monster – ein Monster aus Stahl, dass mit seiner großen Höhe und Geschwindigkeit für jede Menge Adrenalin sorgt. Die Augen fangen an zu Tränen und manch Einer bekommt ein leichtes Grayout. Die Bahn ist intensiv und definitiv etwas für echte Thrill Fans. Trotz seiner Länge von über 1 ½ Kilometern ist der Parcours schnell absolviert. Zu Beginn gab es erstaunte Blicke als Canada’s Wonderland nach Behemoth den zweiten Mega-Coaster ankündigte. Wer beide gefahren ist, wird den doch deutlichen Unterschied sofort feststellen, weshalb der neue große Bruder eine große Bereicherung für den größten kanadischen Freizeitpark ist.











Rating





































Leviathan Verbolten
Höhe + Geschwindigkeit + + + + + + +
Elemente + Airtime + + + + + + +
Züge + Komfort + + + + + + + +
Thematisierung + Umgebung + + + + + + +
Gesamtpaket + + + + + + + +
Ergebnis 17 20


Im „Coaster vs. Coaster“ Ranting gewinnt Verbolten mit 20 von 25 Möglichen Punkten und lässt dabei Leviathan mit 17 Punkten nur knapp hinter sich. Wie schon mehrfach erwähnt ist Verbolten ein Allrounder, der für jeden etwas bietet und wirklich voll durchdacht ist. Leviathan jedoch kann nur Adrenalin-Süchtigen einen Kick verpassen, dass allerdings vom feinsten. Durchaus wird für den Thrill Junkie also diese Bahn Verbolten in den Schatten stellen.



Jetzt seid ihr gefragt: Welchen der beiden Coaster reitzt euch mehr? Welche der Anlagen hat euch im Vergleich mehr überzeugt, oder welche fandet ihr vielleicht im schon angetretenen Selbstversuch besser? Welche Punkte könnt ihr so unterschreiben, welche habt ihr eventuell anders erlebt?

Sicherlich seid ihr auch schon in unserem „Verdammt, ist mir langweilig…“-Forum auf das gleichnamige Spiel gestoßen. Hier dürft ihr eure eigenen Coaster in den Ring schicken und schauen, wie andere User entscheiden.
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