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CF at Home (Teil 1): Modell-Achterbahnen

Start einer Modellbau-Reihe, inklusive CF Quick-Interview.

Eine besonders lange Off-Season führt bei vielen Coasterfriends mittlerweile zu Entzugserscheinungen. Doch wenn man Freizeitpark oder Kirmes schon nicht besuchen kann, holt man sich das beste Hobby der Welt eben nach Hause. In dieser Bericht-Reihe möchte ich euch verschiedene Projekte vorstellen.

Teil 1: Modell-Achterbahnen

Im Frühjahr 2018 sorgte die Vorstellung des Sets 10261 eines bekannten dänischen Herstellers von Klemmbausteinen mit 4 Buchstaben für Schnappatmung: Eine voll funktionsfähige Modell-Achterbahn! Über 4000 Teile und eine Gesamthöhe von 53 cm sind die beeindrucken Fakten, wobei auch der Preis von knapp 330 Euro mindestens genau so beeindruckend ist.

Die Modell-Achterbahn sieht für sich allein schon sehr gut aus, ergänzt aber auch hervorragend Modell-Karussell und Modell-Riesenrad des selben Herstellers, sodass eine kleine Modell-Kirmes möglich ist. In dem Bausatz sind nicht nur Schienen, Stützen, Kettenlift und 2 Züge mit je 3 Wagen enthalten, sondern auch alles, was sonst noch zu einer Achterbahn dazugehört.

Produkt

Am Kassenhäuschen können die Tickets gekauft werden, bevor es in die überdachte Station geht. 2 Miniatur-Mitarbeiter messen die Größe der Fahrgäste und sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Dafür sind natürlich auch aufklappbare Schranken und ein Bedienpult enthalten. Gut gesichert dank Schoßbügeln startet die Fahrt, sobald die Bremse gelöst wurde. Der Kettenlift kann optional auch motorisiert werden und es können auch ein Bewegungssensor und Soundeffekte ergänzt werden. Dank reibungsarmer Räder schaffen die von der Schwerkraft angetriebenen Züge problemlos die Strecke mit mehreren Kurven und Abfahrten.

Insgesamt 11 Figuren sind in dem Set enthalten, wovon 8 Figuren umdrehbare Köpfe haben, um auch verschiedene Gesichtsausdrücke zu zeigen. Neben den bereits erwähnten Mitarbeitern und 5 Fahrgästen gibt es auch Großeltern mit ihrer Enkelin, welche dem Treiben zuschauen. Oder vielleicht auch selbst mitfahren? Für Verpflegung während der Wartezeit ist jedenfalls gesorgt, denn auch ein Zuckerwattewagen und ein Getränkestand stehen bereit. Ein Wartebereich mit Bank, ein kleiner Teich sowie ein Springbrunnen sorgen für die passende Atmosphäre. Auch an Details wie eine Onride-Kamera, Ticket oder Geld wurde gedacht. Und je nach Besucherandrang kann der zweite Zug auf einem Abstellgleis geparkt werden.

Emotionen

Dass viele Coasterfriends hier zugeschlagen haben, verwundert nicht, und zeigt sich im passenden Thread anhand der Reaktionen und Fotos von z. B. berlindaniel, chillkuegelchen oder Floooooo.

Aufbau

Vor allem das Projekt von Teammitglied Benny fällt hier besonders auf: Er hat sich mehrere Sets bestellt und lässt uns am Aufbau teilhaben. So hat er den Lifthill doppelt so hoch gebaut, berichtet aber auch von der herausfordernden Stützenkonstruktion und fehlenden Teilen, um die fertiggestellte Bahn weiter zu stabilisieren. Aus insgesamt 2 Sets und weiteren separaten Teilen ist ein Layout entstanden, welches nach diversen Korrekturen und Anpassungen auch ohne entgleiste Züge funktioniert. 

Modell

Ende 2020 erwachte der Thread dann zu neuem Leben, unter anderem, weil sonst exklusiv in den Parks erhältliche Sets nun auch online zu erwerben waren. Und Benny nutze den Lockdown für ein weiteres Projekt: Die Erweiterung mit einem Looping aus dem 3D-Drucker!

Skizze

Entwurf
Wie seine Leidenschaft begann, welche Herausforderungen es gab und ob jeder von uns einen Looping nachdrucken kann, erzählt er im nunmehr 3. CF Quick-Interview.

CF Quick-Interview mit Clubmember und Teammitglied Benny

Wie lange beschäftigst du dich schon mit Modell-Nachbauten?

Mit Lego Duplo seit Anfang der 90er Jahre, hauptsächlich der Zug fuhr bei uns quer durch die Wohnung und zum Leidwesen meiner Eltern war kein Winkel sicher vor meinen Schienen. Mitte der 90er waren es dann Lego Technic Modelle, die mich am meisten faszinierten: Das Zusammenspiel der ganzen Zahnräder, Pneumatik oder Elektromotoren und allgemein die Möglichkeiten, die es bot.

Was war dein erstes Set? Und wie viele besitzt du mittlerweile?

Gute Frage, ich bekam immer wieder kleinere Sets, und wenn es nur Lego Steine waren. Das erste große Set war der Lego Technic Truck 8868, 1992 erschienen und noch mit Hilfe meiner Mutter zusammengebaut, später kamen das Control Center 8094 und das Space Shuttle 8480 dazu.

Insgesamt sind es mittlerweile ca. 500 Stück, wobei ich nur die großen Sets wirklich sammle, viele kleinere sind in mehreren Kisten Lego-Konvolut im Keller gelandet.

Deine erste Reaktion, als du von dem Set 10261 erfahren hast?

Endlich – Muss ich haben! Dann ging es gleich los mit den Gedanken: Was kann man daraus machen und wie groß ist der Aufwand für einen Looping?

Was waren die größten Herausforderungen beim Bau?

Definitiv die Stützenkonstruktion. Die Strecke hatte ich recht schnell zusammen und alles behelfsmäßig abgestützt, sodass der Zug zumindest eine Runde fuhr, bevor alles zusammenfiel.

Ich habe mich beim Bau regelmäßig bei der Stützenhöhe vertan, das merkt man nicht direkt, aber sobald der Zug seine Runden dreht, lösen sich Schienen und der Zug entgleist.

Wie groß ist deine Modell-Achterbahn jetzt?

Aktuell 114 cm lang, 28 cm breit und 70 cm hoch.

Wie oft ist sie in Betrieb?

Sie stand lange still, weil ich Probleme hatte mit der Reibung der Züge. Der Zug packte nicht mal mehr den oberen Teil bis zur ersten Abfahrt. Da hatte ich den Geistesblitz, die Radachsen mit Silikon zu schmieren, seitdem läuft Sie einwandfrei.

Aktuell sind Teile davon zerlegt, um den Looping zu testen, aber spätestens wenn Nichte und Neffe wieder bei uns sind, folgt schon Tage vorher die Anweisung: „Die Bahn muss funktionieren!“

Wie groß war der Aufwand für den Looping? Und wie viele Nerven hat er dich gekostet?

Nerven ist relativ, es ist ein Hobby: Mit maximalem Aufwand möglichst wenig erreichen.

Die erste große Baustelle war die Schienenform bzw. der Übergang von der Lego Schiene auf die gedruckte Schiene und umgekehrt. 

Ich habe zuerst nur gerade Schienen gedruckt, diese eingebaut und getestet, ob der Zug ohne Probleme drüber fährt. Nachdem das fertig war, habe ich den ersten Looping gedruckt, auch das hat beim ersten Versuch nicht funktioniert, da der Radius des Loopings zu klein war und der Rahmen an den Schienen schliff. Also den Zug nochmal vermessen und so kam ich auf einen Radius von mindestens 12 cm.

Der nächste Druck saß dann wirklich perfekt.

Gab es (physikalische) Grenzen, an die du gestoßen bist?

Leider ja. Heartline Roll, Corkscrew und Steilkurven habe ich versucht, aber da der Zug seitlich keine Führung hat, schmeißt es ihn, sobald vertikale und horizontale Kräfte parallel wirken, aus den Schienen.

Kann grundsätzlich jeder mit einem 3D-Drucker den Looping nachbauen?

Ja, bei MyMiniFactory stelle ich die aktuelle Version immer kostenlos zur Verfügung.

Planst du schon neue Projekte?

Die Bahn wird vergrößert auf 142x53 cm und bekommt eine zweite Runde mit Looping, aber da bin ich noch beim Streckendesign.

Vielen Dank für das Interview.

Habt ihr selbst ein Projekt, was ihr vorstellen möchtet? Schreibt mir gern eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quellen: Lego, zusammengebaut.com

Bildquellen: Lego, berlindaniel, Floooooo, Benny

Tags: Corona, Technik, CF Interview

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