Neue Heimat für Kingda Ka – Coasterfriends-Club holt zum 20-jährigen Clubjubiläum Rekordachterbahn nach München
Es war der wohl der spektakulärste Achterbahnabbau des letzten Jahrzehnts und auch der traurigste; die Sprengung der Rekordachterbahn Kingda Ka im US-Freizeitpark Six Flags Great Adventure. Doch nun keimt Hoffnung auf.
Die höchste und einst schnellste Achterbahn der Welt soll eine neue Heimat bekommen. Mitglieder des Achterbahnclub Coasterfriends hatten nach Ankündigung der Bahnschließung einen wahnwitzigen Plan gefasst: Sie werden die Überreste kaufen, nach Forstern bringen dort aufbauen und der Bahn im Großraum München eine neue Heimat schenken. Ein Plan, der bereits in die Tat umgesetzt wird.
Die Idee kam spontan bei einem Coasterfriend-Stammtisch auf, als die Schocknachricht der Achterbahnschließung letztes Jahr die Runde machte. „Wenn Six Flags Great Adventure sie nicht mehr will, dann nehmen wir sie halt“, hieß damals. Eine Idee, welche Club-Captain Andreas Korb nun in die Tat umsetzen will. Ein Vorteil für dieses Vorhaben ist tatsächlich die Sprengung selbst gewesen.
„Durch die Sprengung sind die Stützen und Schienen in viele Einzelteile zerlegt worden. Ideal um sie in Container zu verladen und nach Deutschland zu verschiffen. Kingda Ka, hier in Forstern wieder aufzubauen, wäre nicht nur ideal um die Liebe zu Achterbahnen zu zeigen für die unser Club steht, sondern auch um in der Region München ein neues Touristenziel zu etablieren.“
Achterbahn soll im Sommer 2025 zum 20-jährigen Clubjubiläum stehen
„Unser Club wird im Sommer 2025 sein 20-jähriges Jubiläum feiern. Ein idealer Zeitpunkt um Kingda Ka dem Publikum zu präsentieren.“, so der Plan des Captain.
Um diesen umzusetzen müssen nun die Vereinsmitglieder helfen das größte Achterbahn-Puzzle der Welt wieder zusammenzusetzten.
„Damit der Aufbau der Bahn schneller geht, stelle ich einfach meinen Garten zur Verfügung. Wir müssen da nur kurz ein paar Baugenehmigungen umgehen… äh, einholen, dann sollte dem Aufbau nichts mehr im Wege stehen. Jeder bekommt ein Stück Schiene und muss es mit den anderen zusammensetzen“, erklärt der Captain.
Angebrachte Skepsis zur Projektumsetzung
Einige Skeptiker fragen sich, ob das Projekt wirklich umsetzbar ist. Aber laut ersten Berechnungen reicht der Platz vor Ort aus und die ersten Teile der Achterbahn sind bereits eingetroffen.
Ein Problem könnte die Stromversorgung werden, doch auch da steht man im Gespräch mit den örtlichen Energieversorgungsunternehmen. „Zur Not werden wir Kingda Ka etwas kompakter aufbauen“, witzelt der Captain.
„Der Launch wird möglicherweise durch ein Team aus Mitgliedern ersetzt, die die Wagen einfach anschieben.“ Es bleibt also spannend, ob in Forstern die komplette Achterbahn stehen wird oder ob die Zeit bis zum Sommer nur für eine DIY-Version reicht.
Aber egal in welcher Version Kingda Ka in Forstern aufgebaut wird - wir halten euch auf dem Laufenden – und wer weiß? Vielleicht dreht ihr beim nächsten Treffen schon die erste Runde im Garten des Captain.
Tags: Kinga Ka, Six Flags Great Adventure, München