Erlebnispark Tripsdrill



Deutschlands ältester Freizeitpark lud schon 1929 seine Gäste zu viel Spaß ein. Damals nur zur "Altweibermühle", eine Turmrutsche, die noch heute im Park steht, wenn auch in einer Version von 1950, da das Original einem Brand zum Opfer fiel. Familie Fischer führt bis heute das beliebte Ausflugsziel, welches kontinuierlich und sympathisch wächst.
So betritt man heute den gemütlichen, kinderfreundlichen Park, eingerahmt von idyllischen Weinfeldern, über eine schmucke "Mainstreet" mit hübschen Fachwerkhäusern. Kaum ein anderer Park kann mit den Mitteln eines Kleinparks solch eine Liebe fürs Detail vorweisen. Jede Attraktion ist durchdacht, schön in die Natur eingebettet und vermittelt den Hang zum "romantischen" und "urigen". Die Stärke dieses Parks liegt einfach in seiner Umgebung und ist herrlich im Park eingefangen. Und auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Hier wird der Schwabe doch gerne ein wenig aufs Korn genommen.
So stehen hier so einige lustige Attraktionen. Beginnen wir doch mit der „Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen“, ein Log Flume in der die Boote als Badewannen gestaltet sind und die bei der Burg „Rauhe Klinge“ angelegte ist. Die Bahn verläuft Indoor sowie Outdoor und hat dabei einige lustige Details zu bieten. Weiter geht es mit dem feuchten Vergnügen. So lädt uns das „Waschzuber-Rafting“ zu einer spritzigen Fahrt ein. Auch hier wird, gerade in der Warteschlange auf eine sehr detailreiche Thematisierung wert gelegt.
Etwas rasanter geht es dann bei den nächsten Attraktionen zu. Angefangen beim klassischen Kettenkarussell „Wirbelpilz“ über die „Gugelhupf-Gaudi-Tour“, bis hin zum „Doppelter Donnerbalken“. Man merkt, die Namenswahl für die Attraktionen ist immer sehr kreativ. Die nächsten Fahrgeschäfte treiben den Adrenalinspiegel etwas weiter nach oben. Die Rede ist vom „Heißen Ofen“, einem interaktiven Rundfahrgeschäft, welches 2016 eröffnete, gefolgt vom „Höhenflug“ einem Sky-Fly im Jahr 2017. Bei beiden zeigt sich, was man aus Standard-Fahrgeschäften durch eine detaillierte Thematisierung herausholen kann. Ein weiteres Paradebeispiel wird auch die Schaukel "Wilde Gautsche" ab der Saison 2024 sein. Hier können sich viele Parks eine große Scheibe von abschneiden, denn der in Tripsdrill hat man seine Hausaufgaben gemacht.
Doch kommen wir jetzt zu dem, was die Herzen von uns Achterbahnfans höher schlagen lässt. Zum einen haben wir da die "G'sengte Sau", der erste Bobsled Coaster von Gerstlauer, der wunderschön durch die Burg Rauhe Klinge verläuft. In kleinen Wägen geht es 20 Meter bergab. Auch für das jüngere Publikum ist der Coaster ein Highlight, schließlich ist er schon ab 1 m Körpergröße bzw. 4 Jahren freigegeben. Zum anderen die 10 Meter höhere Holzachterbahn "Mammut". 30 Meter klingen nicht viel, sind aber hier vollkommen ausreichend. Das schöne Layout der Bahn startet mit einem verdrehten First Drop und sorgt für 50 Sekunden Dauergrinsen, das am Ende sogar noch durch einen dunklen, mit Nebel gefluteten Tunnel hindurch bis ins Ziel getragen wird. Weder die absolute Endgeschwindigkeit, noch unbegrenzte Airtime sorgt hier für Furore. Die Bahn bietet vielmehr ein schönes Setting, glänzt durch absolute Familientauglichkeit und den grandiosen Spaßfaktor und ist somit ein garantierter Hit bei allen Parkgästen.
Nur wenige Meter weiter, steht die die erste Looping-Achterbahn des Parks. Mit „Karacho“ hat sich der Park 2013 einen tollen Launchcoaster ins Portfolio geholt und bietet damit den adrenalinsüchtigen Familienmitgliedern alles was sie sich wünschen. Mit Fertigstellung des neuen Restaurants im Jahr 2016 und dem oben erwähnten Flatride „Heißer Ofen“ im passenden Design wurde auch die Thematisierung rund um einen verrückten Erfinder abgeschlossen.
Natürlich wollen wir nicht den „Rasenden Tausendfüßler“ vergessen. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Zierer Tivoli. Eine kleine feine Familienachterbahn, die gerade bei den Kleinen ab 3 Jahren für viel Spaß sorgen wird.
Mit den zwei neuen Achterbahnen "Hals-über-Kopf" und "Volldampf" bedient man inzwischen ein weites Spektrum an Fahrvergnügen. Mit "Hals-über-Kopf" können sich wagemutige Besucher in ein rasantes Abenteuer mit 4 Inversionen und zahlreichen Richtungswechseln stürzen. Mit dem Suspended Coaster der neusten Generation von Vekoma, einem weltweiten Prototypen baut man nach "Karacho" das Angebot im Thrill-Sektor weiter aus. Doch auch die jüngeren Besucher kommen auf ihre Kosten. Deswegen kann man in "Volldampf" die regional oft besungene "Schwäbische Eisenbahn" besteigen und eine abwechslungsreiche Strecke sowohl vorwärts, als auch rückwärts erleben, handelt es sich hierbei doch um einen Junior Boomerang ebenfalls von Vekoma. Beide Bahnen sind ineinander verschlungen und - wie sollte es in Tripsdrill anders sein - eingepackt in zwei schöne schwäbische Geschichten.

Neben den erwähnten Wildwasserbahnen, Achterbahnen und Flatrides bekommt man in Tripsdrill aber noch viel mehr geboten wie z.B. ein kleines Splash Battle, lustige Rundfahrgeschäfte die kinder- und familientauglich und der Region entsprechend gestaltet sind. Bei schlechtem Wetter können sich die Kids im Indoor Spieleparadies austoben.
Die Gastronomie im Park wird stets gelobt und punktet durch regionale Angebote. Dazu sei dann noch die Weinprobe im parkeigenen Weinkeller „Vinarium“ erwähnt. Und wem das dann noch immer nicht gereicht hat, der kann mit seinem Tagesticket kostenlos den zugehörigen Wildpark besuchen, in dem Groß und Klein einheimische Tiere begutachten kann.
Wem für den Besuch des Erlebnispark und Wildpark ein Tag nicht ausreicht, hat die Möglichkeit in parkeigenen Unterkünften zu nächtigen. Tripsdrill wäre aber nicht Tripsdrill, wenn man dabei auf ein einfaches Standard-Hotel setzen würde. Nein, stattdessen hat man die Möglichkeit in Schäferwagen oder gar in Baumhäusern zu übernachten. Beide Unterkunftsarten sind dabei am Rande des Wildparks angelegt und bieten einen schönen Ausblick in die Natur und mit ein bisschen Glück lässt sich auch der ein oder andere tierische Bewohner blicken.